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-- 2 LT mit LLK |
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| goldman |
Verfasst am: Mo, 05. Jul 2004, 22:12 |
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Anmeldungsdatum: 27.01.2003
Beiträge: 118
Wohnort: Deggendorf
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hallo Buschtaxler,
Irgendwie komm ich nicht mehr weiter mit meinem
Temperaturproblem, habe in einen 82 er Hilux einen
2 LT mit LLK eingebaut, läuft, Tüv alles ok, nur ab
100kmh geht die Temperatur gefährlich aufs Rote zu.
Habe das Termostat gewechselt, den Viskolüfter kurz-
geschlossen, Kühler beim Spezialisten gehabt, sogar
die Zuisatzscheinwefer weggebaut.
Also Ihr seht ein bisschen hab ich schon in der Such-
maschine rumgefuhrwerkt.
Was mich noch bedenklich stimmt ist das der Hilux zwar von unten rauf recht gut anzieht, aber bei 110 kmh
hab ich das Pedal durchgedrückt. Kann doch nicht sein, dass die 40 cm hohe Staubox und das Hardtop
soviel Power brauchen ?
Ferner ist mir noch aufgefallen,
-- Bei Lastenwechsel schwarzer Qualm
-- 15 bis 16l Verbrauch
-- Motor hat die ESP vom Saugdiesel
-- Temp. Anzeige ist schnell in der Mitte
-- Wenn das Gaspedal durchgedrückt ist,
sind noch 2cm Weg bis zum Anschlag
des Reglerhebels.
-- Zahnriemen wurde gewechselt
Hab euch halt alles mal zusammengefasst, was mir
aufgefallen ist, vielleicht kann mir ja jemand weiter
helfen, Danke derweil und Grüsse an alle Temperaturgeplagten ( Wetter, wie Motor)
Rainer |
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| BJ Axel |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 05:58 |
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Anmeldungsdatum: 26.01.2002
Beiträge: 3558
Wohnort: Anröchte
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Aaaalso.
Du würdest staunen, was schon ein weiterer Seitenspiegel ausmacht an Bremsen. Die Staubox ist da schon beachtlich.
Zum ganzen Rest:
Ich empfehle Dir ziemlich arg schleunigst und gemach Toyota Mayr in Ludwigsmoos bei Neuburg aufzusuchen, damit der Dir das Gerät sauber einstellt. In dem Zusammenhang hielte ich es für nicht ausgeschlossen, daß er auch eine andere ESP einbaut, denn die Saugdieselpumpe kann nun wirklich nicht eine Ladedruckabhängige Anreicherung machen. Wenn die Kühlerei nicht reicht weiß er auch weiter.
Viele Grüße,
Axel |
_________________ Ingenieurbüro, Sonderfahrzeugbau & Sondermaschinenbau - Projekte, Power Generation, Hydrauliksysteme, Druckluftsysteme, mobiles Schweißen, Sonderschutzfahrzeuge
http://www.power-trax.de |
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| Gerhard |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 07:35 |
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Anmeldungsdatum: 30.08.2002
Beiträge: 1857
Wohnort: Österreich, NÖ
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Bin auch der Meinung, die Pumpe ist viel zu fett eingestellt. Korrekt eingestellte 2L-T rußen fast nicht.
Ist der Kühler vom 2L-Saugdiesel aus dem Hilux? Dann ist er möglicherweise noch zu klein.
Vielleicht auch deswegen, weil der Ladeluftkühler davor hängt?
Vielleicht hilft auch ein externer Ölkühler weiter.
Schönen Gruß! |
_________________ Gerhard |
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| Gerhard |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 07:37 |
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Anmeldungsdatum: 30.08.2002
Beiträge: 1857
Wohnort: Österreich, NÖ
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Noch was:
mit der ESP vom Turbo hat er unten weit mehr Antritt, würd mir die Möglichkeit eines Wechsels durch den Kopf gehen lassen.
Gruß! |
_________________ Gerhard |
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| landcruiser |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 07:56 |
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Anmeldungsdatum: 17.05.2001
Beiträge: 7476
Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
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die Staubox usw. dürfte sich schon bemerkbar machen, aber mit einer unveränderten ESP vom Sauger wirst du beim Turbo nicht viel bestellen, ich würd mir auch mal den Ansaugteil incl. LLK ansehen, ob da alles der Leistung entsprechend dimansioniert und "knickfrei" verlegt ist
wenn die ESP vom Sauger grundsätzlich verwendbar wäre, muss sie aber entsprechend angepasst eingestellt werden |
_________________ Ich bin für das verantwortlich was ich sage. - Nicht für das was Du verstehst! |
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| MarkusZ |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 11:24 |
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Anmeldungsdatum: 14.11.2001
Beiträge: 2537
Wohnort: 85309
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Hallo Rainer,
Eine Turbo - Einspritzpumpe erhöht die Einspritzmenge - abhängig vom Ladedruck.
Fehlt dieser Regelteil, dann ist dein Motor wohl pi mal Daumen fetter eingestellt um im Turbobereich einigermassen Leistung bringen zu können - was wiederum das Russen erklärt.
Allerdings verstehe ich nicht ganz weshalb keine Pumpe vom Turbo verbaut ist - die müsste es doch gebraucht in Hülle und Fülle geben - geht die doch bei den wenigsten kaputt.
Die Staukiste würde ich probeweise vom Auto runternehmen, und auch den Kopf auf Dichtigkeit prüfen.
Allerdings bestünde auch die Möglichkeit dass mit dem Zahnriemenwechsel die Steuerzeiten (Einspritzzeitpunkt) verstellt wurden. Höchste Gefahr für den Zylinderkopf.
Überprüfe halt bitte auch einmal zeitliche Zusammenhänge zwischen dem Auftreten der Symptome und z.B. dem Zahnriemenwechsel.
Um eine weitere banale Ursache auszuschliessen: Auch ein nagelneuer Kühlwasserthermostat kann binnen kürzester Zeit defekt sein, wenn im Kühlsystem nicht genügend Frostschutz (= Rostschutz) vorhanden ist. Neu heisst also nicht dass er funktioniert.
Weitere ganz häufige Fehlerursache: Defekter Spannungskonstanthalter im Cockpit - evtl. auch Fehlfunktion der Lichtmaschine: Durch schwankende Bordspannungen steigen/fallen Temperaturanzeige und Tankanzeige je nach Spannungslage. Also Beide zusammen beobachten.
So - jetzt fällt mir nix mehr ein - Wasser wird ja wohl genug drin sein. Sollte dir die die Entlüftungsprozedur des Kühlsystems nicht geläufig sein dann geh' ich gerne mal drauf ein.
viel Glück und viele Grüsse
Markus
(Edited by MarkusZ at 12:33 am 6. July 2004) |
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| Onkelchen |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 12:05 |
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Anmeldungsdatum: 21.09.2003
Beiträge: 6299
Wohnort: BaWü
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Zitat: Quote: from MarkusZ on 12:24 am 6. July 2004
Sollte dir die die Entlüftungsprozedur des Kühlsystems nicht geläufig sein dann geh' ich gerne mal drauf ein.
Mach mal bitte.
Viele Grüße
Onkelchen |
_________________ 2 Starrachsen, 4 Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS.
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. |
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| BS |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 15:03 |
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Anmeldungsdatum: 03.04.2003
Beiträge: 63
Wohnort: Raum WI /MZ
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Als meine ESP vom Boschdieseldienst wieder neu eingestellt wurde, dachte ich , ich hätte einen neuen Motor. Das einzige, was Bosch nicht hatte, waren die korrekten Daten für die Einstellung, die habe ich geliefert und jetzt ist der LJ bärenstark (subjektiv natürlich...:-)
@MarkusZ:
"...Sollte dir die die Entlüftungsprozedur des Kühlsystems nicht geläufig sein dann geh' ich gerne mal drauf ein. ..."
Ich würde auch darum bitten (ich such dann auch noch ein Vogonen Gedicht )
Grüsse
Bernhard |
_________________ ===========================
Die Antwort auf alle Fragen: »Zweiundvierzig«.  |
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| sid |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 16:00 |
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Anmeldungsdatum: 24.11.2002
Beiträge: 2210
Wohnort: Göppingen
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ehhmm gibt es da ne prozedur??
ich hab da immer einfach wasser reingekippt, während der motor lief, und dann ein tag später nochmal nachgefüllt....
hmm dann glaub ich weiß ich jetzt auch warum mein schwager sein motor kaput ist :biggrin:
mfg sid |
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| PlasticBertrand |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 19:34 |
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Anmeldungsdatum: 25.04.2004
Beiträge: 1118
Wohnort: Illertissen
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| Hi Sid: und Dein Schwager hat Dir noch nicht die Beine gebrochen? |
_________________ Das Leben ist schön!  |
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| sid |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 19:53 |
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Anmeldungsdatum: 24.11.2002
Beiträge: 2210
Wohnort: Göppingen
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nee ich hab ja gesagt das er selber schuld ist, man darf ein geländewagen nicht über 4000rpm drehen lassen dadürch geht er kaput :biggrin:
sid |
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| goldman |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 22:03 |
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Anmeldungsdatum: 27.01.2003
Beiträge: 118
Wohnort: Deggendorf
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Erstmal ein dickes Danke für eure Antworten,
Wollte gestern einen anderen, etwas grösseren Kühler
einbauen, bin aber gescheitert, kein Platz.
Welch anderer täte denn passen?
Beim Zahnriemen bin ich mir nicht so sicher, in der
Werkstatt meinten sie , das kennt man gleich, und
Leistung bringt er ja im unteren Bereich. Leider hab
ich überhaupt keine Vergleichswerte, da ich damals
den Motor u. LLK in Teilen übernommen habe.
Habe auch bei Fa. Mayr um Rat zwecks Zusammenbau gefragt, und bin irgendwie aufgelaufen.
Bin jetzt dabei den Kühler zu reinigen, und neue
Düsen einzubauen.
@ Markus Z , das mit dem entlüften täte mich schon
interessieren, habs eigentlich auch
immer so wie Sid gemacht,
Ansonsten nochmal Danke an Alle, und eine Gute Zeit
Grüsse Rainer
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| Fongs |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 22:31 |
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Anmeldungsdatum: 02.08.2001
Beiträge: 7242
Wohnort: zentral-CH
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hallo Rainer
so wie ich das sehe hast Du da ein ähnliches Problem wie es "pickup" hatte mit dem Taro nach der ersten Motorevision.
viel rauch beim Anfahren und dort waren dann 2oder3 Düsen futsch
setz Dich dochmal mir Ihm in verbindung vielleicht kann er Dir helfen.
Grüssle Smutje Jan |
_________________ Gruss Fongs

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| chevy |
Verfasst am: Di, 06. Jul 2004, 23:10 |
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Anmeldungsdatum: 23.02.2004
Beiträge: 153
Wohnort: Österreich / NÖ / Bezirk Mistelbach / Atzelsdorf
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Hallo!
Beim 2l und 3l Motor gibt’s normalerweise kein aufwendiges entlüften.
Kühlmittel auffüllen, Kühlerdekel drauf, Motor warm laufen lassen und noch mal kontrollieren ggf. nachfüllen fertig.
Gruß Chevy |
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| MarkusZ |
Verfasst am: Mi, 07. Jul 2004, 03:51 |
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Anmeldungsdatum: 14.11.2001
Beiträge: 2537
Wohnort: 85309
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Hi Jungs,
Ich hab' mal versucht das Prozedere und das Drumrum zusammenzufassen - bin noch nicht ganz fertig - das hier mal vorab - wenn ich was vergessen haben sollte - Bilder etc. zur Illustration noch nötig wären - ihr wisst ja...
Die Wartung des Kühlwassersystems
Überprüfung von Frost- bzw. Korrosionsschutz:
Spindeln - Spätestens zu Beginn der kalten Jahreszeit sollte mit dem Aräometer die Dichte des Kühlmittels und damit der Anteil an Gefrierschutzmittel überprüft werden.


Fehlersymptome des Kühlwassersystems:
- Anzeigeinstrumente (Fernthermometer, rotes Blinklicht)
- Kühlwasserverlust
- Kühlwasserschläuche fühlen sich ungewöhnlich prall an
- Innenraumheizung funktioniert mangels Wassers nicht
Ursachen:
Fehlfunktion der Kühler:
- mechanisch verdeckt
- verkalkt, verschlammt
- Verlust von Lamellen
- Lamellen verschmutzt (Schlamm, Pflanzensamen, Insekten)
- Leck im Kühler (auch evtl. Heizungskühler (sollte schon eher im Innenraum was
zu sehen / riechen / fühlen sein) und Ladeluftkühler nicht vergessen)
- Frostschäden durch zu geringe Frostschutzmittelbeimischung
Lecks an Leitungen und Schellen:
- undichte Kühlwasserschläuche (porös, Scheuerstellen, Marderbisse)
- defekte Schellen die nicht genügend Quetschkraft auf die Schläuche ausüben um Verbindungsstellen Abzudichten
- korrodierte Anschlusstutzen
Fehlfunktion des Thermostaten:
- ‚hängt‘ – öffnet und schliesst verzögert (Test: auch beim Bergabfahren sinkt die Temperatur oft auf weit unter 80 Grad)
- Luftblase unterhalb des Thermostaten
- Thermostat mit falschem Öffnungszeitpunkt verbaut
- Thermostat evtl. verdreht eingebaut
- zu wenig Frostschutz – ungenügende Schmierwirkung und Korrosion lässt auch nach kurzer Zeit neue Thermostaten hängen
Defekte Wasserpumpe:
Wasserpumpen ‚sterben‘ i.d.R. an Lagerschäden. Symptom dafür ist vergrössertes Lagerspiel, Laufgeräusche und Kühlwasseraustritt an der Lagerachse. Die Ursache für Lagerschäden der Wasserpumpe kann bei mangelndem Korrosionsschutz im Kühlwasser liegen, ebenso bei zu starker Keilriemenspannung.
Defekter Kühlerverschlussdeckel bzw. Deckel des Ausgleichsbehälters:
Viele Motoren sind heute auf einen Überdruck im Kühlsystem von bis zu 1,5bar angewiesen. Durch den Überdruck steigt der Siedepunkt, wie in einem Schnellkochtopf. Dies ist gewünscht, weil sich dadurch erst bei viel höheren Temperaturen Dampfblasen bilden, die der Wärmeabfuhr entgegenwirken.
Wenn in der Dichtung bereits ein tiefer Abdruck der Dichtfläche des Ausgleichsbehälters zu sehen ist, wird die Dichtung nicht mehr mit der nötigen Kraft angedrückt. Dadurch kann schon bei geringem Druck als z.B. 1,5 bar Überdruck entweichen. Wenn man die Leckstelle nicht findet oder unsicher ist, ob das System wirklich endlich dicht ist, kann jede gute Werkstatt das System abdrücken, wodurch diese Frage endgültig geklärt werden sollte.
Luft im Kühlsystem
Neben dem Kühlproblem gibt es noch ein weiteres, wenn zuviel Luft im System ist. Es kann, d.h. es führt immer, die Frage ist nur, wie stark, zu sog. Kavitationsschäden.
Es tritt folgender Effekt auf:
Durch zuviel Luft im System fließt durch den Motor ein Wasserluftgemisch, ähnlich einem Schaum.
Feinste Wassertröpfchen bilden eine Menge an Dampfblasen. Diese behindern nicht nur die Wärmeabgabe vom Zylinder/Kopf ins Kühlwasser, sondern können schlagartig implodieren und dabei kleinste Metallpartikel aus Motorblock herausreißen. Längerfristig führt dies zu einer lochfraßartigen Oberfläche der Kühlkanäle bis hin zu Durchbrüchen. Besonders heftig wirkt dieser Effekt auf Alumotoren oder auf hochempfindliche Alu - Zylinderköpfe.
Ein anderer Effekt, der mit zuwenig Kühlwasser auftritt, ist der des sogenannten "Belüftungselements". Hat man blankes Metall (z.B. durch Kavitation), entsteht eine elektrische Spannung zum übrigen verdreckten oder korrodierten Metall, d.h. es entsteht Rost, der seinerseits wieder die Wärmeableitung behindert, die Kanäle abschmirgelt und verstopfen kann, bzw. seinerseits schlicht erneut als Korrosionsbeschleuniger wirkt.
Besonders betroffen sind hier die Wasserpumpe mit ihren hohen Strömungsgeschwindigkeiten und hocherhitzte Teile im Motor.
Gelöste Partikel und Rost setzen sich dann wiederum nicht nur als Schlamm in den Rohren sondern besonders gerne in den kleinen frischen Höhlen im Block oder im Kopf ab und sorgen ihrerseits wiederum als Verstärker. Gleiche Effekte treten nicht nur bei zuwenig Wasser, sondern auch bei zu altem Frostschutz auf.
Je nachdem, wo man wohnt, ist es auch gut, den Härtegrad des Leitungswassers zu kennen und ggf. auf destilliertes Wasser zurückzugreifen
Defekte an Zylinderkopf und Zylinderkopfdichtung
Ursachen: Überhitzung, Anzugsmoment der Kopfschrauben zu gering, falscher Einspritzzeitpunkt, Ladedruck des Turbos zu hoch oder einfach Alterung
Bild: Ein Stegriss zur Brennkammer lässt Verbrennungsgase ins Kühlsystem eindringen. Der daraus resultierende Überdruck führt zu Kühlwasserverlust per Überdruckventil an Kühlerverschluss oder Ausgleichsbehälter oder zum Platzen von Kühlerschläuchen:

1. Vorbereitung:
Sichtprüfung des Kühlers, der Wapu auf Lagerspiel, der Kühlwasserschläuche auf Sprödigkeit, Risse und Scheuerstellen, des Wapu – Keilriemens auf Risse und korrekte Spannung
2. Befüllen und Entlüftung
Zur Problematik:
Die komplexeren Kühlwasserkreisläufe erschweren zunehmend ein blasenfreies und vollständiges Befüllen. Luftblasen im System verursachen örtliche Überhitzung und damit Schäden am Motor.
Die modernen Kühlkreisläufe arbeiten unter leichtem Überdruck, wodurch der Siedepunkt des Wassers heraufgesetzt wird – ein weiterer Siedeverzug entsteht durch die Beigabe von Frostschutzmittel zum Kühlwasser.
In dem Moment wo bei betriebswarmen Motor den Kühlerverschlussdeckel geöffnet wird, kommt es zu einem Druckabfall, wodurch der Siedepunkt abfällt. An Stellen in der Gegend von 95 - 100°C kommt das Wasser zum Sieden und verdampft, was eine Gasblasenbildung zur Folge hat. Dies findet meistens im Kopf statt, da es dort am heißesten wird. Durch die Gasbildung, die das Kühlwasser verdrängt, kann es zu einer lokalen Überhitzung kommen, was schnell die Kopfdichtung schädigen kann. Bemerkbar macht sich das dann unter Umständen zig 1000 km später.
Je nach Kühlsystem können sich die Gasblasen auch irgendwo sammeln, nicht alle Kühlsysteme entlüften während des Betriebs über den Ausgleichsbehälter, bei einigen muss noch manuell entlüftet werden:

Nicht nur als Frostschutz sondern auch zum Schutz von Motor und Kühler vor Korrosion werden dem Kühlwasser zu etwa 50% Frostschutzmittel zugegeben. Das ideale Mischungsverhältnis kann den aufgedruckten Tabellen entnommen werden. Für unsere Breiten ist eine Frostschutzwirkung von mindestens –25 Grad üblich, ein zu hoher Anteil an Frostschutzmittel verringert jedoch die Wärmekapazität des Kühlwassers und somit die Kühlleistung. Es ist unbedingt das für den jeweiligen Motorentyp (i.d.R. wird zwischen Aluminium und Stahl/Grauguss unterschieden) geeignete Frostschutzmittel zu verwenden. In der Betriebsanleitung des jeweiligen Fahrzeugs finden sich dazu genaue Angaben, ebenso zur etwaigen Menge der Kühlflüssigkeit. Bei einem Landcruiser können das durchaus 15 Liter und mehr sein.
Die Befüllung des Kühlsystems:
Zum Füllen (bzw. auch Entleeren) des Kühlsystems ist zuerst die Innenraumheizung bei ausgeschaltetem Gebläse auf ‚warm‘ zu stellen, damit auch dort keine Luft im System verbleibt. Um Temperaturschocks zu vermeiden sollte der Motor beim Einfüllvorgang auf keinen Fall heiss sein.
Liegt die Kühlwassereinfüllöffnung höher als der Zylinderkopf, so wird in diese bei stehendem Motor so lange Kühlflüssigkeit eingefüllt (Mischungsverhältnis beachten), bis der Stand nicht mehr absinkt. Häufig ist das Kühlsystem dann noch längst nicht gefüllt – denn der Kühlwasserthermostat verschliesst bei kaltem Kühlsystem einen Teil des Kühlsystems. Bei manchen Fahrzeugen ist am Thermostaten ein kleiner Bypass angebracht der auch bei kaltem Motor Kühlwasser passieren lässt, was das Befüllen erleichtert.
Um das Kühlsystem nun vollständig zu Befüllen wird der Motor im Leerlauf angelassen, wodurch der Wasserkreislauf langsam erwärmt und umgewälzt wird. Unter ständigem Nachfüllen von Kühlflüssigkeit und durch beidhändiges kräftiges Pumpen am oberen Kühlwasserschlauch versucht man die blubbernden und quirlenden Luftblasen (man hört und fühlt sie deutlich) aus dem Zylinderkopf und Kühlerschlauch zu verdrängen. Bei den meisten Fahrzeugen öffnet der Kühlwasserthermostat bei etwa 80Grad – zu Erfühlen am unteren Kühlwasserschlauch. Der Kühlwasserspiegel im Ausgleichsbehälter bzw. Kühler sinkt noch einmal schlagartig ab. Abschliessend versucht man durch weiteres Pumpen am oberen Kühlwasserschlauch auch die restlichen Luftblasen aus dem Kühlsystem und Zylinderkopf zu verdrängen.
Bei manchen – Fahrzeugen liegt allerdings die Befüllöffnung tiefer als der Zylinderkopf, bzw. erschweren die komplexeren Kühlwasserkreisläufe zunehmend ein blasenfreies und vollständiges Befüllen. Luftblasen im System verursachen örtliche Überhitzung und damit Schäden am Motor:
Oft kann man sich schon damit behelfen den am höchsten angebrachten Kühlwasserschlauch loszuschrauben und das System über diesen zu befüllen, manche Fahrzeuge mit komplexen Kühlwasserführungen besitzen seperate Entlüftungsöffnungen am Zylinderkopf. In manchen Fällen ist zur vollständigen Entlüftung des Zylinderkopfs sogar eine Spülung notwendig.
So vollständig entlüftet wurde steht einer Probefahrt nicht mehr im Wege. Selbstverständlich kontrolliert man das System auch im Anschluss an die Probefahrt noch einmal. Um sich nicht zu Verbrühen sollte man den Motor vor der Kontrolle allerdings noch gut unter den Siedepunkt des Kühlwassers abkühlen lassen.
(Edited by MarkusZ at 5:53 am 7. July 2004)
(Edited by MarkusZ at 5:59 am 7. July 2004) |
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