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Anhänger auf Reisen ?    

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Anhänger auf Reisen ?

Beitragvon Romain » So 11. Nov 2007, 14:48

Gehört es hierher oder ins Reiseforum?

Egal, interessant wäre es mal zu wissen wieviele mit Hänger auf die grosse Reise gehen oder schon mal waren und wie ihre Meinung zu dem Thema ist.

Ich setze mal voraus:

- Man fährt schlechte Wege und Pisten - kein schweres Gelände, Dünen usw mit dem Hänger.
- Der Hänger ist halbwegs vernünftig auf solche Begebenheiten ausgerichtet, das heisst grosse Räder (wahrscheinlich 31 Zoll BFG AT), Achse und Anhängerkupplung sind solide verbaut. Es soll ein Einachshänger sein.
- Man braucht Platz um halt 3 bis 4 Personen im Auto plus Hund spazieren zu fahren und man ist wahrscheinlich teilweise (nicht dauernd) in einer kleinen Gruppe ( 2- 4 Autos) unterwegs wo dann eins der Autos den Hänger zieht.
- Im Hänger sollen die (2ten) Reserveräder aller Autos, Wasservorräte (100 - 200) liter, Kleinteile, Ersatzteile, kleines Stromaggregat, Zelte usw transportiert werden.
Natürlich hat jedes Auto das nötigste für den täglichen Bedarf selbst geladen aber wenn viele Personen in einem Auto sitzen, und das über mehr als 3 Wochen, braucht man schon ne Menge an Platz.
Macht ein Gewicht von ugf 600-700 Kilo aus, also genug Reserve für ein auf 1200 Kilo zugelassene Fahrzeug.
Wie komme ich auf das Gewicht von ugf 700 Kilo?
4 Ersatzräder ugf 250 Kilo (bei 4 Autos)
200 Liter Wasser in Tanks ugf 250 Kilo
Stromaggregat: 30 Kilo mit Benzinkanister 50 Kilo
Klein- und Ersatzteile: 50 Kilo
3 Zelte ebenfalls 50 Kilo.
Alle Gewichtsangaben sind nach grosszügig nach oben aufgerundet.
Natürlich muss die gesamte Ladung rüttel- und schüttelfest befestigt sein.

Vorteile?
Man kann etwas grosszügiger packen und in einer Gruppe halt mehr an Komfortmaterial haben - ok jene die es ganz spartanisch mögen werden spätestens jetzt den kopf schütteln.
Nachteile?
Mit Hänger kann man nicht überall hin.


Spritverbrauch denk ich mal spielt keine grosse Rolle. Ein Einachshänger der nicht über die Fahrzeugkonturen hinweg steht, wird von einem HDJ mühelos ohne Mehrverbrauch gezogen. Meine Erfahrung mit Pferdetrailer zeigte mir dass vorne profilierte Hänger mit sogar 2 und mehr Tonnen Gewicht von dem HDJ ohne Mehrverbrauch gezogen werden, wogegen 750 Kilo Wohnklo wie eine Schrankwand hinterm HDJ steht und einen Mehrverbrauch von wenigstens 2 Litern bedeutet.
Reserveräder und anderes Zeug auf dem Autodach bedeuten ebenfalls einen Mehrverbrauch , daher also meine Idee einen Hänger zu nutzen wenn man mit mehreren Fahrzeugen unterwegs ist.

Gruss an alle
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Beitragvon Stollenelch » So 11. Nov 2007, 16:28

Hi,

kommt darauf an, wohin Du fährst. Ich habe in Namibia einige Anhänger gesehen, die einfach auseinandergebrochen sind, weil die Pisten alles kaputtschütteln. Und das waren schon verstärkte Hänger...
Haben selbst einen aus dem Kaokoveld geborgen, das ist kein Spaß (für den Besitzer, war nicht unserer).
Wenn der ganze Hänger extrem robust ist, ein anständiges Fahrwerk hat (Dämpfer!) und ordentliche Reifen drauf, dann hält das schon eine Zeit lang.
Wie gesagt: kommt drauf an...

Michi
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Beitragvon ALI » So 11. Nov 2007, 17:45

Hallo Romain,

eigene Erfahrung hab ich nicht aber einen Link:
http://www.blacklandy.de/html/news.html ... ss_t1.html
Dass da Landy steht, schreckt dich hoffentlich nicht ab. :wink:
Gruß Ali
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Beitragvon George » So 11. Nov 2007, 18:26

Hallo Romain
Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, für Reisen beispielsweise Skandinavien oder Wochenendausflüge ein Trailer zu kaufen, resp. auf meine Bedürfnisse umzubauen mit dachzelt etc. Davon abgehalten het mich bis jetzt die geringe Reisegeschwindigkeit.
Als mögliche Basis sehe ich eigentlich nur Ifor Williams oder ehemalige Militäranhänger. Die Ifor Williams Trailer haben Parabell-Blattfederung und eine Rädergrösse um 235/85x16 soll auch möglich sein. Die käuflichen südafrikanischen Modelle sind mir viel zu teuer .

http://www.iforwilliams.ch/tieflader/gd_064g_1.4t.html
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Beitragvon Gerrie » So 11. Nov 2007, 18:38

Hallo Romain,

ein Schritt bin ich voraus. Habe mir aus den gleichen Überlegungen heraus einen Militäranhänger M416 gekauft.
Die Dinger sind mit einer Zuladung bis ca 400 kg ( meine Bedürfnisse ) robust genug um auch härteres zu überstehen.
Sand scheidet aus wegen dem " Ankereffekt " denke ich mal.
Aber ich denke mittleschweres Gelände sollte machbar sein.

Die Geschwindigkeit kann man mit den Baureihen ebenfalls auf 100 km/h erhöhen, da fast alle Militäranhänger Stoßdäpfer haben.
Zugfahrzeug braucht halt ABS.

Habe mal ein wenig getestet im Wald zum Holz holen bei matschigem Untergrund. War überrascht das es recht gut ging.

In Ländern wie TN etc lässt man für den Dünntripp das Teil eben auf dem Campingplatz ein paar Tage stehen.

Das sind meine Überlegungen.

Grüsse Gerhard
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Beitragvon Romain » So 11. Nov 2007, 19:03

Na dann Dank ich mal schön für das bisherige input

@n Ali
:lol: Ich kuck auch immer mal über den Tellerrand hinaus und einige meiner Freunde fahren solch ein Ding. Ich zieh zwar meinen Toyo vor, aber das hindert mich nicht daran mal zu sehen was die so umsetzen. Ist aber ganz interressant was ich dort zu lesen hatte.

@n George
Geringe Geschwindigkeit gibt es eigentlich nur in Deutschland. Die meisten anderen Länder akzeptieren mehr als 80 km/h. Ich denke mit Hänger ist eine Geschwindigkeit von etwa 100 (auf Autobahn) auch aussreichend. Und im Osten fährt man wegen der Strassenverhältnisse und anderen uniformierten Gesellen sowieso schon mal weniger schnell.
An den Ifor hab ich heut nachmittag ebenfalls gedacht. Ich denke bei mir in der Gegend einen Händler zu haben - naja Nancy in Frankreich etwa 90 km von mir.
Ich hab aber einen belgischen Hängerbauer schon mal gefragt und ihm meine Eckwünsche mitgeteilt. Mal sehen was er so austüftelt.

@n Che
Der Militäranhänger scheidet leider wegen der Natozugöse aus. Krieg ich hier leider nicht für nen PKW angemeldet. Selber die Kupplung umbauen mag unser TüV irgendwie auch nicht :cry:

@n alle
Zweck des Trailers ist neben dem gelegentlich Transportbehältnis für zuhause natürlich das Reisen. 2008 mal wieder Rumänien, diesmal mit Weiterfahrt nach Polen. Da seh ich kein grosses Problem da ich die Gegenden und Pisten ziemlich kenne. Hardcore offroad wird halt mit Hänger nicht gemacht.
2009 soll dann eine 2monatige Reise nach Kleinasien anstehen. Wir haben 3 Fahrzeuge und der Hänger soll mit uns nach Kasachstan und Usbekistan. Natürlich soll er auch wieder nach Hause kommen.
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Ein Hänger ist immer ein Hindernis und ein weiteres Teil welches mal instand halten muss, dessen bin ich mir bewusst. Es handelt sich für mich auch ein wenig darum die Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen.

Gruss an alle
Edit:
Hmm Federn am Anhänger. IFOR Williams hat schon gute Ideen
Zuletzt geändert von Romain am So 11. Nov 2007, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon George » So 11. Nov 2007, 19:12

Che hat geschrieben:....Die Geschwindigkeit kann man mit den Baureihen ebenfalls auf 100 km/h erhöhen, da fast alle Militäranhänger Stoßdäpfer haben.
Zugfahrzeug braucht halt ABS....


Diese Regelung gibt's bei uns nicht. Höchstgeschwindigkeit= 80km/h

Che hat geschrieben:Habe mir aus den gleichen Überlegungen heraus einen Militäranhänger M416 gekauft.


So ein ähnliches Ding steht bei mir schon länger rum und wartet darauf umgebaut zu werden......
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Beitragvon ALI » So 11. Nov 2007, 19:42

Romain hat geschrieben:Der Militäranhänger scheidet leider wegen der Natozugöse aus.
Hallo Romain,
mein Anhänger hat Natozugöse und Kugelkupplung. Das kann ohne Problem ausgewechselt werden, sind nur zwei Schrauben zu lösen. Der Hänger ist vom dänischen Militär, Hersteller ist die Fa. HMK http://www.hmk-industri.dk/
gekauft hab ich ihn bei Philip
http://www.padh.de/home.html
Gruß Ali
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Beitragvon bandeirante » So 11. Nov 2007, 19:47

Ich oute mich jetzt mal als Sankey-Treiber. Hab so ein Ding für die Rückegassen und kann mir nicht vorstellen, dass der weniger abkann als das Zugfahrzeug. Nachteil: man sollte rechtzeitig die Bremse blockieren bevor es ins Gelände geht. Selbst auf Asphalt lässt die Bremse kaum Rückwärtsfahren zu.
Sollte jemand Infos bezüglich TüV und Natoöse / -Haken benötigen, bin ich gerne per PM/email behilflich. Manche AAS sehen das etwas verbissen :wink:

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Grüsse Axel O.
Zuletzt geändert von bandeirante am Di 13. Nov 2007, 12:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Gerrie » So 11. Nov 2007, 20:22

Hallo Romain,

mein M416 hat eine ganz normale Kugelkopfvorrichtung.
wahlweise Natoöse, die ich aber nicht verwende.

Das dürfte kein Problem sein.

Grüsse Gerhard
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Beitragvon Romain » So 11. Nov 2007, 20:41

Danke Leute
Ich werd mich diese Woche nochmal schlau machen über die Militär-Jeep-Bantam Anhänger. Ich kenn diese Teile von meiner Dienstzeit als 1/4 ton trailer und weiss dass Sie unverwüstlich (fast) sind. Wäre da nicht unser TüV :cry:
Allerdings werd ich wohl kaum im Hanfbachtal fündig werden :wink: . Anderswo krieg ich so ein Teil billiger her.

Grüsse an alle
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Beitragvon Gerrie » So 11. Nov 2007, 21:04

Hallo Romain,

habe meinen auch privat ergattert.

Was bei mir für den Militäranhänger sprach:

Relativ günstig für ein Fahrwerk mit Blattfedern und Stoßdämper incl. Feststellbremse
wie gesagt sehr robust ( da stimme ich mit Axel überein, bevor der auseinander fällt ist mein 61er auch nicht mehr taufrisch )
relativ kompakt
jederzeit mit geringem oder ohne Verlust verkäuflich


Nachteil
relativ hohes Eigengewicht.

Was ich mit noch überlege, ob ich ein Teil des Aufbaus von einem alten Zeltanhänger mit einer Miniküche drauf baue.
Ob das von den Abmassen etc sinnvoll machbar ist muss ich aber noch genauer prüfen.
Alternativ kommt das Dachzelt und ein Vordach drauf.
Unterm Strich wird es in jedem Fall wesentlich günstiger als ein Offroadhänger von der Stange.


Grüsse Gerhard
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Beitragvon Romain » So 11. Nov 2007, 21:19

Da bin ich voll damit einverstanden. Robuster geht's wahrscheinlich nimmer zu einem vernünftigen Preis.
Nein ich will keine 7tausend für ein ähnliches Neuteil ausgeben
:lol: da war ja mal was im BT :wink:
Nein auch kein Fahrgestell mit einer 79er Ladefläche drauf.
.... obwohl, was kostet eigentlich so ein HOGDing ?(ich denk ja mal dass der Verkäufer hier mitliest) :wink:

Leider ist unser TüV meist noch strenger und unkalkulierbarer als der deutsche und ich kann mir meinen Prüfer auch nicht auswählen.
Dachzelt drauf brauch ich eigentlich nicht da ich ein Hubdach habe - allerdings hat ein Hänger der um die 2 Meter Ladefläche hat, die Möglichkeit dass eventuell auch ein oder 2 Personen da drinnen übernachten könnten.
Egal wie, wenn man auf Piste ist braucht man schon anständige Reifen - auch am Hänger.
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Beitragvon joel » So 11. Nov 2007, 21:32

hallo romain,

bei uns gibt’s leider nicht so schöne mil-anhänger zu kaufen, deshalb haben wir uns vor 2,5 jahren einen mitläufer zusammengestellt, der in spurbreite, bodenfreiheit, felgenlochkreis und außenmaßen zum 75er passen sollte (mehr platz im innenraum, modulare gepäckverteilung, möglichkeit, auch mal einen teil "abzuhängen" etc.).
verbrauch nur unwesentlich mehr, auch das laufverhalten auf pisten ist deutlich angenehmer als mit voll- und hochgepacktem fz.
der hänger hat einen links angeschlagenen deckel, der als dach schräg festgestellt werden kann, aber auch als transportfläche funktioniert.

nach inzw. mehreren tausend km auf buschpisten zw. brasilien, paraguay, argentinien und bolivien ist unser resumee fast durchweg positiv:
- hänger kann als "simpel-wohnwagen" (mit moskitonetz bzw. mit plane) für 2-3 kiddis schnell zum gemütlichen nachtlager umgebaut werden.
- durch ausziehbare deichsel lassen sich auch ü. 5m lange kanus transportieren, ohne die hecktür zu blockieren.

für die nächste tour soll das dachzelt auf den hänger und die boote aufs fz-dach, damit auch ab basislager schnell mal tagestouren unternommen werden können, ohne das hannibal einpacken zu müssen.

lg jo
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Beitragvon Romain » So 11. Nov 2007, 21:42

Hallo Joel.
Das BT Forum ist ne feine Sache. Ideen gibt es zuhauf und ich bin dankbar für jeden Input.
Da du in Südamerika bist pass mal schön auf, ob du die hier:
:arrow: http://www.buschtaxi.org/forum/hachille-auf-grosser-fahrt-t17342.html
nicht triffst.

Gruss aus Luxemburg
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