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Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung    

1980 - 1989

Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby HJ61-Freak » Wed 6. Aug 2014, 22:41

Viele legen ja ihren J6 mittels OME & Co., manchmal auch noch in Kombination mit längeren Federschäkeln ein paar Zentimeter höher. Dabei wird dann, wenn es gut gemacht wird, allenfalls noch der lastabhängige Bremskraftregler an der Hinterachse angepasst und die Endanschläge ein paar Zentimeter nach unten gesetzt. Was meistens vergessen wird, ist die Anpassung der Querstabilisatoren bzw. deren Verbindung zum Rahmen. Ich weiß, viele werden jetzt sagen: "Die Querstabis habe ich eh schon rausgeworfen, die braucht man sowieso nicht!". Trotzdem: Es mag dem bei meinem Fahrzeug verbauten body lift geschuldet sein, aber mit Querstabis an Vorder- und Hinterachse ist das Fahrverhalten des J6 einfach besser und die Einschränkungen im Gelände dagegen eher maginal.

Da ich mich jetzt dazu durchgerungen habe, meine Federschäkel in 90 und 75 mm Länge gegen solche in 120 mm Länge auszutauschen, wollte ich auch endlich die Koppelstangen zwischen Rahmen und Querstabilisatoren entsprechend verlängern. An der Vorderachse hatte ich dieses bereits vor einigen Jahren in Südamerika durch Verbau eines Fremdproduktes von irgendeinem Leicht-LKW gemacht und dabei zugleich von M8 auf M10 aufgerüstet. Der originale M8-Bolzen war halt irgendwie immer krumm. Diese Koppelstangen werde ich jetzt im Hinblick auf die Federschäkel nochmals um 10 mm verlängern, dazu später mehr (auch Fotos).

Jetzt erstmal zu den Koppelstangen an der Hinterachse: Ich habe die originalen Koppelstangen einfach am Rundstück zwischen den beiden Befestigungspunkten durchgesägt, dann den Lack und den Rost auf ganzer Länge des Rundstücks entfernt und die Schnittkante angefast. Dann habe ich mir aus einem namhaften Baumarkt Rundrohr mit 10 mm Innendurchmesser besorgt. Dieses Rohr wird entsprechend der Höherlegung abgelängt und auf die verbliebenen Rundstücke aufgeschoben. Die Länge des Rohres ergibt sich aus 90 mm (= Länge des originalen Rundstücks zwischen den beiden Befestigungspunkten) plus Höherlegung (in meinem Fall ca. 90 mm). Die Rohre werden dann an ihren Enden im Bereich der Originalschweißnaht des Rundstücks verschweißt. Die Rohre habe ich ca. 30 mm vom Rohrende entfernt mit 6 mm angebohrt, um dort die Rundstücke mittels Lochpunktschweißung zusätzlich in den Rohren fixieren zu können.

Nachfolgend ein Foto vom aktuellen Stand der Arbeiten. Demnächst werde ich die Teile zusammenbrutzeln und mit Rostschutz versehen. Die Befestigung des Querstabilisators an der Achse sowie zu den Koppelstangen hin wie auch die Koppelstangen selbst werden dann an beiden Achsen noch mit PU-Buchsen von SuperPro gepimpt, damit dürfte die Wirkung sich nochmals verbessern.

Gruß

Florian
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby WD40 » Thu 7. Aug 2014, 10:45

saucool...... ich stehe vor dem gleichen Problem.
Danke für Deine Idee und Anleitung, so werde ich es nun auch machen. :thumbsup:

Micha
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby 12HT » Thu 7. Aug 2014, 10:52

Hallo Flo,
meine Meinung zu Stabis kennst ja :-)
Aber zum Schweißen selber, warum verlängerst du nicht direkt mit Vollmaterial?
Richtig aufgedreht schmilzt das Schweißgerät locker bis zur Mitte durch.
Die Rohre sehen dünnwandig aus...
Wenn du dabei bleiben willst, dann bohr wenigstens das Loch deutlich größer.
Das 6er Loch wirst du wahrscheinlich nur "zukleben" bevor du ne Chance hast innendrin was aufzuschmelzen.

Wenn du oder dein Schweißer ein WIG hat, dann macht Vollmaterial verlängern erst richtig Spass.
Das geht so geschmeidig du wirst dich wundern.

Gruß Markus

Tante Edit: 90mm Höherlegung? Ich denke eher 75 oder? Du solltest die theoretische Höherlegung als Maß nehmen, nicht die gemessene, die alte Federung hing ja viel tiefer wie orginal. Dein Stabi braucht schon ein bisschen Zug/Vorspannung sonst ist er wirkungslos.
Last edited by 12HT on Thu 7. Aug 2014, 11:00, edited 1 time in total.
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby WD40 » Thu 7. Aug 2014, 10:55

12HT wrote:mit Vollmaterial?

Gruß Markus



was das wieder wiegt....... :rofl:
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby 12HT » Thu 7. Aug 2014, 10:57

Hehe wenn du dir Flo´s 6er anschaust,
wird das das leichteste Bauteil das er am ganzen Auto hat :-D
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby HJ61-Freak » Thu 7. Aug 2014, 12:00

12HT wrote:Aber zum Schweißen selber, warum verlängerst du nicht direkt mit Vollmaterial?
Richtig aufgedreht schmilzt das Schweißgerät locker bis zur Mitte durch.
Die Rohre sehen dünnwandig aus...

Es gibt ein Problem beim starken Verschränken der Achsen: Dann wirken auf die Koppelstangen starke Biegebelastungen, was auch ein Grund für die Verlängerung derselbigen ist (je länger die Koppelstange, desto geringer die Biegebelastung bzw. desto später wird die Phase dauerhafter Verformung erreicht). Wenn Du das Vollmaterial stumpf anschweisst, dann verliert das recht zähe Material an diesen Stellen Elastizität und wird tendenziell spröde. Das wiederrum ist schlecht bei Wechsel- und Biegebelastungen, die in diesem Bereich jedenfalls beim Verschränken der Achsen auftreten.

Das Rohrmaterial hat eine Wandstärke von rund 1,2 mm. Das sollte m. E. dauerhaft halten, auch mit den steiferen PU-Buchsen. Alternativ kann man auch nahtlos gezogenes Rohrmaterial nehmen.

12HT wrote:Wenn du dabei bleiben willst, dann bohr wenigstens das Loch deutlich größer.
Das 6er Loch wirst du wahrscheinlich nur "zukleben" bevor du ne Chance hast innendrin was aufzuschmelzen.

Du must beim MAG-Schweißen nur mit ordentlich Strom draufgehen, dann brennst Du das Rohrmaterial auf das Vollrundstück durch. Das Loch im Rohr dient letztlich nur als Starthilfe, mehr nicht.

12HT wrote:Wenn du oder dein Schweißer ein WIG hat, dann macht Vollmaterial verlängern erst richtig Spass.
Das geht so geschmeidig du wirst dich wundern.

Ein WIG-Gerät ist eines der ganz wenigen Werkzeuge, was ich noch anschaffen würde...

12HT wrote:90mm Höherlegung? Ich denke eher 75 oder? Du solltest die theoretische Höherlegung als Maß nehmen, nicht die gemessene, die alte Federung hing ja viel tiefer wie orginal.

Versteh ich nicht. Meine Federn sind ca. 70-75 mm höher als die Originalfedern. Dazu kommen rund 15 mm für den um 30 mm längeren Federschäkel. Macht zusammen 85-90 mm. Im Endeffekt hab ich die rechnerisch ermittelte Länge des Rohres durch Vergleich am Fahrzeug abgeglichen. Im eingebauten Zustand müssen die Koppelstangen im leeren bis leicht beladenen Zustand ungefähr im 90° Winkel zum Querstabiausleger bzw. Rahmenausleger stehen.

12HT wrote:Dein Stabi braucht schon ein bisschen Zug/Vorspannung sonst ist er wirkungslos.

Der Querstabi ist, solange das Fahrzeug nicht einseitig belastet wird, also die jeweilige Achse nicht einseitig in eine Feder gedrückt wird, ohne nennenswerte Vorspannung (konstruktions- bzw. produktionsbedingte Abweichungen der Höhen im Millimeterbereich einmal außen vor gelassen). Der Stabi kann sich in den achsseitigen immer locker drehen, wo willst Du da eine an beiden Seiten des Querstabis anliegende, in gleiche Richtung wirkende Vorspannung erzeugen?

Entscheidend ist m. E., dass die Gummilager des Querstabis bzw. der Koppelstangen kein Spiel haben. Dort kann bereits geringstes Spiel zu einer ziemlichen Wirkungslosigkeit des Querstabis wegen dessen Hebelübersetzung zum Rahmen hin führen.

Gruß

Florian
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby 12HT » Thu 7. Aug 2014, 13:20

Hallo Flo,
jo stimmt hab deine Schäkel vergessen.

Gruß Markus
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby fipsicola » Sun 10. Aug 2014, 14:02

@ flo,
warum eigentlich die noch längeren schäkel?
du hast doch schon ein 8cm bodylift wenn ich mich genau erinnere?
grüße
philipp
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby HJ61-Freak » Sun 10. Aug 2014, 21:14

Ich hatte hinten bereits 90er Schäkel, vorne die originalen 75er. Da die Flächen an den Bolzen ziemlich aufgerieben waren, musste ich neue Rahmenbolzen und Schäkel spendieren. Irgendwie hat es mich dann geritten und ich habe die 120er für rundum gekauft. Und ja, ich habe einen 80mm-body-lift drin. Vermutlich kann ich jetzt ohne SOA 37er Reifen fahren...

Gruß

Florian
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby bayer07 » Mon 11. Aug 2014, 05:44

Hi Florian
Mir wurde von laengeren Schaekeln abgeraten da es das Fahrverhalten negativ beeinflussen soll.
Mein 61 hat nach dem Einbau eines OME Fahrwerks folgendes Problem:
Lenkrad ist nicht mehr mittig sonder nach rechts versetzt
Stinkbug und mein Vorderrad schleift an der Kuehlertraverse.
Wuerden laengere Schaekel an der Va das Problem beheben und wuerde sich die Lenkgeometrie dadurch veraendern?
Gruss Bayer
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby Willem Jan Markerink » Mon 11. Aug 2014, 09:05

Uebrigens, die OME PU Stabi-Buchsen fuer J8 passen auch an J6.
Waren meine erste OME-Teile am J6....:))
(ich glaub ich habe davon gar noch lange Jahre nachher die mitgeliefterte Tuetchen Fett zweckentfremdet, fuer die Instandsetzung einige alte analoge Kowa-6 Kamera's....:))
("Ja was soll ich denn jetzt; die ganze klobige Fettpresse dazu nehmen?....neenee, das muss filigraner gehandhabt werden....wo waren noch diese niedlich kleine Tuetchen....:))

Und wer eh schon bruetzelt, der kann sich eventuell auch die (manuell) entkoppelbare Stabi's vom Nissan Patrol heranholen (Jahrgang weiss ich nicht mehr genau, nicht aber das Urmodel; ab GR oder so?)

Willem
(filosofiert jetzt auch mal ueber irgendwelcher Anwendung von Linearmotoren....damit muesste man, schnelle Hubgeschwindigkeiten vorausgesetzt, doch auch etwas Kurven-Kinematisches basteln koennen, oder nicht?)
Jan
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby HJ61-Freak » Mon 11. Aug 2014, 10:50

bayer07 wrote:Mir wurde von laengeren Schaekeln abgeraten da es das Fahrverhalten negativ beeinflussen soll.

Ich werde berichten!

bayer07 wrote:Mein 61 hat nach dem Einbau eines OME Fahrwerks folgendes Problem:
Lenkrad ist nicht mehr mittig sonder nach rechts versetzt

Ich gehe mal davon aus, dass Du meinst, Dein Lenkradkreuz steht nicht mehr waagerecht. Das hängt damit zusammen, dass die Schubstange durch die Höherlegung in einem steileren Winkel runter zur Spurstange verläuft bzw. der Abstand zwischen den beiden Fixpunkten der Schubstange wird durch die Höherlegung größer. Du musst die Schubstange nur etwas länger drehen und schon steht das Lanekradkreuz wieder gerade.

bayer07 wrote:Stinkbug

Kenn ich nicht, sagt mir nichts.

bayer07 wrote: und mein Vorderrad schleift an der Kuehlertraverse.

Was hast Du denn für eine Rad-Reifen-Kombination drauf?

bayer07 wrote: Wuerden laengere Schaekel an der Va das Problem beheben

Das mit dem Schleifen der Reifen nicht, denn Du gewinnst durch 120er Schäkel gegenüber den bei Dir verbauten 75er Schäkel nur maximal 2,75 cm Höhe.

bayer07 wrote:und wuerde sich die Lenkgeometrie dadurch veraendern?

Durch die längeren Schäkel würdest Du die Schiefstellung des Lenkrads nur noch vergrößern.

Willem Jan Markerink wrote:Uebrigens, die OME PU Stabi-Buchsen fuer J8 passen auch an J6.
Waren meine erste OME-Teile am J6....:))

Ich verbaue nach wirklich miesen Erfahrungen mit diversen PU-Buchsen-Herstellern (auch OME) nur noch Buchsen von SuperPro. Bei denen gibt es für den J6 die Stabi-Buchsen rundum. Wie gesagt, zum Thema verlängerter und verstärkter Vorderachsstabi am J6 schreib ich noch was, auch die Artikelnummern der passenden SuperPro-Buchsen für die Koppelstange. Der Rest der Koppelstange ist ja Baumarktmaterial, das kann sich jeder selbst zu sammenstellen.

Willem Jan Markerink wrote:(ich glaub ich habe davon gar noch lange Jahre nachher die mitgeliefterte Tuetchen Fett zweckentfremdet, fuer die Instandsetzung einige alte analoge Kowa-6 Kamera's....:))
("Ja was soll ich denn jetzt; die ganze klobige Fettpresse dazu nehmen?....neenee, das muss filigraner gehandhabt werden....wo waren noch diese niedlich kleine Tuetchen....:))

Mit dem richtigen Fett für die SuperPro-Buchsen bin ich derzeit auch am hadern. SuperPro packt jedem seiner Kits eine kleine Packung "WP Grease" auf Silikon-Basis bei (ca. 10 g). Zum Nachfetten der Buchsen an den Federn reicht das natürlich nicht. Habe jetzt mal recherchiert, was ein Kartusche (400 g) von diesem Fett kostet: knapp 65,00 EUR!!!

Willem Jan Markerink wrote:Und wer eh schon bruetzelt, der kann sich eventuell auch die (manuell) entkoppelbare Stabi's vom Nissan Patrol heranholen (Jahrgang weiss ich nicht mehr genau, nicht aber das Urmodel; ab GR oder so?)

Der Stabi macht sich beim J6 hinsichtlich Verschränkung nicht wirklich negativ bemerkbar, ist ja mit 19 bzw. 21 mm auch nicht wirklich dick, gemessen am Fahrzeuggewicht. Ich hatte mir damals für unsere Reise eine Variante des entkoppelbaren Stabis selbst gebaut, die Passung des Arretierungsstiftes ist jedoch nach einigen 1.000 Pistenkilometer hinüber gewesen, sprich hatte zuviel Spiel. Die Stabis hatten damit nahezu keine Wirkung mehr.

Willem Jan Markerink wrote:(filosofiert jetzt auch mal ueber irgendwelcher Anwendung von Linearmotoren....damit muesste man, schnelle Hubgeschwindigkeiten vorausgesetzt, doch auch etwas Kurven-Kinematisches basteln koennen, oder nicht?)

Keine Elektronik am J6! Außerdem: Wenn Du den J6 ordnungsmäß mit hohen Tempo durch die Kurven treiben willst, dann geht das sowieso nur quer und dann spielt die Wankneigung keine so große Rolle mehr, eher die "etwas" indirekt übersetzte, spielreiche und rückmeldungsarme Lenkung. :D

Gruß

Florian
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby Willem Jan Markerink » Mon 11. Aug 2014, 13:55

Fuer J8 gibt/gab es dickere Stabilisatoren aus Aftermarket (nicht OME oder sonstiges Ozzi wenn ich mich recht erinnere....oder doch, Dobinson....4Ways?); fur J6 koennte man die selbst anfertigen/biegen (irgendein Parallel-Konstrukt dazu legen waere eine Alternative, aber keine leichte Aufgabe, weil ja fast nicht zu verschweissen, wegen Federstahl.....und sogar verschrauben nur auf das lange Teil (entlang der Achse) waere schwierig.
Aber das ginge eh nur vernuenftig wenn die Stabi's dann auch entkoppelbar werden, sonst hat nur die Eisdiele etwas davon....;))

Achtung: es sind nur Millimeter extra erfordert, keine Zentimeter....eigentlich genau so sensibel zu planen/dimensionieren wie bei Schraubenfeder.

Btw, das Spiel/Auslutschen deiner Koppelstifte: das war wohl reiner Formschluss, nicht (zusaetzlich) Kraftschluss?

Vielleich ein konischer Stift, mit Fleugelmuetter....
Oder etwas mit Schnappverschluss/Deckelschnalle....


PS 'Elektronik': neenee, reiner Elektrik, idealerweise mit/per einer Art Joystick an die Mittelarmlehne, oder gar am Schalter, per Wipptaste....:))
(das Lenkrad hat ja eh einen Lenkradknopf, also der rechte Hand waere dazu frei....der reine Hand eben....;))
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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby bayer07 » Mon 11. Aug 2014, 14:06

Ich gehe mal davon aus, dass Du meinst, Dein Lenkradkreuz steht nicht mehr waagerecht. Das hängt damit zusammen, dass die Schubstange durch die Höherlegung in einem steileren Winkel runter zur Spurstange verläuft bzw. der Abstand zwischen den beiden Fixpunkten der Schubstange wird durch die Höherlegung größer. Du musst die Schubstange nur etwas länger drehen und schon steht das Lanekradkreuz wieder gerade.

Ja genau das meinte ich

Kenn ich nicht, sagt mir nichts

Stinkbug,so nennen die Amis Autos die hinten hoeher sind als vorne :biggrin:

Was hast Du denn für eine Rad-Reifen-Kombination drauf?

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Re: Anpassung der Querstabi-Koppelstangen an Höherlegung

Postby HJ61-Freak » Mon 11. Aug 2014, 14:17

Willem Jan Markerink wrote:fur J6 koennte man die selbst anfertigen/biegen (irgendein Parallel-Konstrukt dazu legen waere eine Alternative, aber keine leichte Aufgabe, weil ja fast nicht zu verschweissen, wegen Federstahl.....und sogar verschrauben nur auf das lange Teil (entlang der Achse) waere schwierig.

Bei Eibach bekommt man Schrauben- bzw. Spiralfedern und Querstabilisatoren nach Maß bzw. auf Basis eines Musterstücks produziert. Ein Satz einteiliger Federn für einen Pkw ohne Teilegutachten, aber mit Material- und Festigkeitsnachweis liegt so um die 1.000,00 bis 1.500,00 EUR. Zwei Querstabis dürften bei rund der Hälfte des vorgenannten Preises liegen, wobei es da auch auf die Art des Anschlusses an die Koppelstangen ankommt. Ggf. muss man sich da auch Gedanken über eine neue Anbindung an die Koppelstangen bzw. über andere Koppelstangen machen.

Willem Jan Markerink wrote:Aber das ginge eh nur vernuenftig wenn die Stabi's dann auch entkoppelbar werden, sonst hat nur die Eisdiele etwas davon....;))

Ich hatte hier mal in einem anderen Thread in Anlehnung auf die Fahrt von Sabine Schmitz mit einem serienmäßigen Ford-Transit-Kastenwagen das Unterbieten der magischen 10-Minuten-Marke auf der Nordschleife im Zusammenhang mit einem J6 angedacht. Da wären solche Querstabis sicherlich hilfreich, allerdings wäre das Fahrzeug damit nicht mehr serienmäßig.

Willem Jan Markerink wrote:Achtung: es sind nur Millimeter extra erfordert, keine Zentimeter....eigentlich genau so sensibel zu planen/dimensionieren wie bei Schraubenfeder.

Ist eigentlich noch sensibler als bei Schraubenfedern.

Willem Jan Markerink wrote:Btw, das Spiel/Auslutschen deiner Koppelstifte: das war wohl reiner Formschluss, nicht (zusaetzlich) Kraftschluss?

Nee, waren konische Stifte mit induktiv gehärteter Oberfläche, erst mit Sicherungsstift, dann mit selbstsichernder Mutter, um die Stifte in den Konussitz zu ziehen.

Willem Jan Markerink wrote:Vielleich ein konischer Stift, mit Fleugelmuetter....
Oder etwas mit Schnappverschluss/Deckelschnalle....

Dürfte m. E. alles nicht dauerhaft pistentauglich sein.

Gruß

Florian
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