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Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt    

Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby netzmeister » Mon 9. Nov 2015, 16:35

Zum Glück haben wir alle ja mit alten Autos nix am Hut:

Der demographische Wandel macht auch vor dem Fahrzeugbestand nicht Halt: Innerhalb der vergangenen 20 Jahre stieg das Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Pkw von 6,8 auf neun Jahre an. Bedenklich angestiegen ist der Anteil von Autos, die bereits 15 Jahre und älter sind und damit oftmals nicht über lebensrettende Sicherheitsmerkmale verfügen, mahnte der Auto Club Europa (ACE) heute in Stuttgart.

Im Rahmen einer Studie zum alternden Fahrzeugbestand, die auf der Grundlage von Zahlen des Kraftfahrt Bundesamtes (KBA) erstellt wurde, ermittelte der Club, dass sich alle Fahrzeugarten länger im Verkehr befinden als 1995. Aktuell sind Sattelzugmaschinen mit einem Durchschnittsalter von 4,4 Jahren dem schnellsten Wechsel unterworfen. Nutzfahrzeuge mit kilometerintensiver Nutzung werden schneller ersetzt als Freizeitfahrzeuge wie Wohnmobile (13,4 Jahre) und Motorräder (16,2 Jahre). Land- und forstwirtschaftlich genutzte Zugmaschinen sind mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren die zweitältesten Fahrzeuge in Deutschland. Dahinter kommen lediglich noch „sonstige Zugmaschinen“.

Der durchschnittliche Pkw bringt es auf eine Lebensdauer von neun Jahren. Hamburg verfügt mit einem Mittelwert von 8,6 Jahren über die jüngste Fahrzeugflotte, Bayern und Thüringen liegen mit durchschnittlich 8,7 Jahren knapp dahinter. In Brandenburg dagegen sind die meisten Fahrzeuge älteren Baudatums unterwegs, das Durchschnittsalter für Pkw liegt hier bei 9,5 Jahren. Mit einem Blick auf die in den letzten zehn Jahren eingeführten Fahrsicherheitssysteme muss davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der im Verkehr befindlichen Autos nicht über zum Teil lebensrettende Sicherheitstechnik verfügt, warnt der ACE.

Bedenklich gestiegen sei der Anteil von Autos, die bereits 15 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Gehörte vor zehn Jahren nur jeder zwölfte Wagen in diese Altersklasse, ist 2015 mehr als jeder fünfte Pkw 15 Jahre alt und älter. Die durchschnittliche Jahreskilometerleistung zugrundegelegt, bedeutet dies Laufleistungen weit jenseits der 200 000 Kilometer-Marke. Der ACE wertet dies zwar als Zeichen für hohe Zuverlässigkeit, dennoch bestehe Anlass zur Besorgnis: So attestiert der TÜV acht- bis neunjährigen Pkw eine Mängelquote von 27 Prozent bei der Hauptuntersuchung. Von den bis zu elfJährigen Fahrzeugen fiel jedes dritte beim Sicherheits-Check auf. Zwar erweisen sich vor allem ältere Fahrzeuge als zunehmend pflegeintensiv, doch sinke offenbar mit dem Alter des Fahrzeugs auch die Bereitschaft von Autobesitzern, in Wartungs- und Reparaturarbeiten zu investieren.

Obwohl sich Gebrauchtwagenkäufer mit kostenintensiverer Besteuerung, höherem Kraftstoffverbrauch und im Alter steigender Schadensanfälligkeit keinen Gefallen tun würden, bliebe vielen kaum eine andere Wahl, um mobil zu bleiben, meint ACE-Pressesprecher Constantin Hack. An Interessenten von gebrauchten Fahrzeugen richtete der ACE den Appell, beim Kauf die gebotene Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren. Insbesondere Eltern und Großeltern sollten bei Führerscheinneulingen ihren Einfluss bei der Fahrzeugwahl geltend machen: „Wer das erste eigene Auto mitfinanziert, sollte auch ein Wörtchen bei der Wahl des Autos mitsprechen. Schönheitsmängel können auch im Nachgang noch behoben werden, Assistenzsysteme in der Regel aber nicht nachgerüstet werden“, so Hack. (ampnet/jri)
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby HJ61-Freak » Mon 9. Nov 2015, 17:04

Mit Verlaub: Was für ein gequirlter Mist ist das denn nun schon wieder???!!!

Wenn ich das schon lese:

[...]Bedenklich angestiegen ist der Anteil von Autos, die bereits 15 Jahre und älter sind und damit oftmals nicht über lebensrettende Sicherheitsmerkmale verfügen, mahnte der Auto Club Europa (ACE) heute in Stuttgart.

Was soll denn der Stuß? Diese Aussage ist höchstens dann zutreffend, soweit man identische Fahrzeugkategorien miteinander vergleicht. Ansonsten ist eine S-Klasse aus Mitte der 80er mindestens genauso sicher wie ein Golf aktueller Produktion.

[...] Mit einem Blick auf die in den letzten zehn Jahren eingeführten Fahrsicherheitssysteme muss davon ausgegangen werden, dass ein Großteil der im Verkehr befindlichen Autos nicht über zum Teil lebensrettende Sicherheitstechnik verfügt, warnt der ACE.

Getretener Quark wird breit, nicht stark: Wenn ich mit einem 20 Jahre alten Oberklassefahrzeug ein aktuelles KLeinwagenfahrzeug auf's Horn nehme oder mir dieses ins Auto fährt, bin ich als Fahrer des Altwagens nicht stärker gefährdet als jeder andere Neuwagenfahrer. In einem 20 Jahre alten Golf oder gar Polo mag das anders aussehen.

Bedenklich gestiegen sei der Anteil von Autos, die bereits 15 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. [...] Der ACE wertet dies zwar als Zeichen für hohe Zuverlässigkeit, dennoch bestehe Anlass zur Besorgnis: So attestiert der TÜV acht- bis neunjährigen Pkw eine Mängelquote von 27 Prozent bei der Hauptuntersuchung. Von den bis zu elfJährigen Fahrzeugen fiel jedes dritte beim Sicherheits-Check auf. Zwar erweisen sich vor allem ältere Fahrzeuge als zunehmend pflegeintensiv, doch sinke offenbar mit dem Alter des Fahrzeugs auch die Bereitschaft von Autobesitzern, in Wartungs- und Reparaturarbeiten zu investieren.

War ja klar, dass der TÜV, wie jedes Jahr auf's neue, auch in dieses Horn bläst. Die hohe Mängelquote ist auch darauf zurück zu führen, dass der TÜV-Prüfer, wenn er bei der HU nichts offensichtliches finden kann, das Fahrzeug wegen aller noch so unbedeutenden Mängel auf's Korn nimmt. Das sparen sich die meisten Altwagenbesitzer und geben das Fahrzeug, wohlwissend um die vorhandenen Mängel, erstmal so zur HU und beseitigen dann die festgestellten groben Mängel. Sie müssen ja so oder so zweimal zur Untersuchung. Die Frage ist nur, wieviel Aufwand und Geld dazwischen in das Fahrzeug investiert werden müssen.

[...] Insbesondere Eltern und Großeltern sollten bei Führerscheinneulingen ihren Einfluss bei der Fahrzeugwahl geltend machen: „Wer das erste eigene Auto mitfinanziert, sollte auch ein Wörtchen bei der Wahl des Autos mitsprechen. Schönheitsmängel können auch im Nachgang noch behoben werden, Assistenzsysteme in der Regel aber nicht nachgerüstet werden“, so Hack. (ampnet/jri)

Ich halte Investitionen in das Masterbrain des jeweiligen Fahrzeugs, egal ob dieses Fahrzeug neu oder alt ist, für die in jeder Hinsicht die bessere Alternative. Ich rate hier dringend zum Sponsoring eines Fahrsicherheitstrainings, würde allerdings den Anbieter ACE wegen erwiesener Verbreitung von Schwachsinn hierbei bewusst außen vor lassen.

Gruß

Florian
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby _Malte_ » Mon 9. Nov 2015, 18:34

Bedenklich angestiegen ist der Anteil von Autos, die bereits 15 Jahre und älter sind und damit oftmals nicht über lebensrettende Sicherheitsmerkmale verfügen


Ich habe noch nie ein Auto mit Airbags, ABS und diesem ganzen Firlefanz besessen (aber über 400 PS und keine Gurte und keine Kopfstützen :rofl: ). Hatte der J7 nicht, der Patrol nicht, der Käfer auch nicht
Seit April habe ich erstmalig einen Wagen immerhin mit und nur mit ABS, 7 Jahre alt.
Bedenken habe ich immer noch nicht. :ka:
Muss mich eben in erster Linie auf mein eigenes Verhalten und nicht auf den Elektronikkram verlassen.
vom Patrol K160-->Toyota LJ70-->Toyota KJ73-->LR Defender 90
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby 1958 » Mon 9. Nov 2015, 20:02

Wenn man bedenkt das noch vor wenigen Jahren - Deutschland mit viel Geld und Abwrack- Subventionen die alten Autos von der Straße geholt hatte, und man stellt dann fest das - das alter der PKW's immer mehr wird :hmmm:

Wenn eine Bevölkerung genug Geld hat um dieses aus zu geben, dann werden auch Autos gekauft.

Bayern ist mal wieder das reichste Bundesland - der Nordosten das ärmere Gebiet.

:wink: :wink:
Die einzige Konstante ist die Veränderung - die Angst ist Ihr Begleiter.
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby Oelprinz » Mon 9. Nov 2015, 21:57

Ich wuerde jedem Fahranfanger ein wenig Fahrpraxis in einem "alten"Auto anraten...das erdet und fuehrt die Grenzen der Physik vor Augen.

Ich mag beide Seiten, meinen neuen mit allem was geht...und etwas mehr meine alten Mobile Da sind einfach keine Laempchen, Schalter, Entertainmentfeatures drin die vom Fahren ablenken.

:biggrin:
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby TimHilux » Mon 9. Nov 2015, 22:10

HJ61-Freak wrote:Getretener Quark wird breit, nicht stark: Wenn ich mit einem 20 Jahre alten Oberklassefahrzeug ein aktuelles KLeinwagenfahrzeug auf's Horn nehme oder mir dieses ins Auto fährt, bin ich als Fahrer des Altwagens nicht stärker gefährdet als jeder andere Neuwagenfahrer. In einem 20 Jahre alten Golf oder gar Polo mag das anders aussehen.

https://www.youtube.com/watch?v=qBDyeWofcLY
Da war ich doch auch einigermaßen erstaunt.

Aber ansonsten gebe ich Dir recht.
Ein Auto was neun Jahre alt ist ist hat viele lebensrettende Features nicht? Wahnsinn - soll das etwa bedeuten dass ein kompliziert zu bedienender Bordcomputer und ein fettes Soundsystem mit Flatscreen gegenüber einem simplen Radio mit Knöpfen, die ich auch im Dunkeln finde, einen Sicherheitsgewinn darstellt?
Das ganze BlingBling im "Cockpit" lenkt mich derart ab dass ich froh bin über Spurassistenten und Bremsassistenten usw.

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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby RobertL » Mon 9. Nov 2015, 22:20

Zum Thema ältere Gebrauchtwagen vs Neuwagen habe ich vor Jahren hier mal einen Aufsatz geschrieben :wink: :wink: http://forum.buschtaxi.org/post193181.html

Diese Überlegungen spielen bei ACE gar keine Rolle - denen geht es auch nur um die Forcierung von Neuwagen!! :roll:
lg Robert
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby HJ61-Freak » Mon 9. Nov 2015, 23:58

RobertL wrote:Zum Thema ältere Gebrauchtwagen vs Neuwagen habe ich vor Jahren hier mal einen Aufsatz geschrieben :wink: :wink: http://forum.buschtaxi.org/post193181.html

Schöner Beitrag, vielen Dank für den Hinweis! Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich meine Autos in der Regel mehr als 200 tkm bewege, also Gesamtlaufleistungen von 300 tkm und mehr zusammenbringe. Von daher würde sich die Anschaffung eines Neuwagens für mich vielleicht tatsächlich lohnen.

Gruß

Florian
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Re: Autos immer älter: Die Generation 15 plus kommt

Postby Wolski » Tue 10. Nov 2015, 21:01

Wollte ursprünglich den 200er, weil mir der V8 gefiel, mich reizte.
Aber all die dämlichen und unnützen Spielereien, Assistenten und sonstigen Gimmicks, ließen mich zum 100er greifen.
Selbst der ist mit einigem Blödsinn ausgestattet, aber es ist erträglich.

Beispiele? Gerne!

Fahrlichtassistent
Braucht man das? Ich bin in der Lage, sogar während der Fahrt, das Licht einzuschalten.
Denn dank des Assistenten fahren im dicken Nebel immer mehr Deppen ohne Licht, weil sie sich auf die Elektronik verlassen.

Regensensor
Das Gleiche. Kann ich auch selbst und viel besser bedienen. Weder in meiner R-Klasse, dem VW Phaeton oder jetzt im LC funktioniert das dusselige Ding richtig.

Nicht angeschnallt-Piepser
Das bringt mich auf die Palme! Wenn ich mich situationsbedingt nicht anschnalle, dann ist das meine Entscheidung. Da lasse ich mich auch vom nervenden Piepen nicht beeinflussen. Es nervt nur. Beim Phaeton fand das auch nach langen Minuten kein Ende. Hier ist der LC100 zurückhaltender, ein Lämpchen langt auch.

Ständig die Wirtschaft zum Wohle der Wirtschaft ankurbeln, immer neu kaufen und die Wegwerfgesellschaft fourcieren, nein Danke. Mein Alter LC ohne grüne Plakette ist umweltfreundlicher als der Bau eines neuen Autos. Die Entsorgung kommt noch obendrauf.

Sicherheit?
Die habe ich am Steuer in erster Linie selbst in der Hand.
Habe mich auch in schwierigen Situationen im LC bislang nicht unsicher gefühlt.

Also, fahrt vorsichtig.
Es sind doch einige mit neuen, nervenden, piepsenden Autos unterwegs und damit oft abgelenkt.
WOLIMEX England Wohnwagen
lassen sich hervorragend vom Land Cruiser ziehen!
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