Bauzeit: 8 Monate, vom 9. März 1942 bis 25. Oktober 1942
Arbeiter: 11.000 Soldaten
Den Bau des Highways fand ich immer höchst interessant. Vor allem, wenn man bedenkt in welch kurzer Zeit und unter welchen Widrigkeiten die Soldaten schufften mussten. Bis zu 20 Stunden am Tag, bis zum Hals in eisigem Wasser wenn Holzstämme zu Brücken montiert wurden, -40 Grad war keine Seltenheit und Hitze und Mücken im Sommer. Auch der Nachschub von Material und Proviant für die vielen Bauarbeiter brachte Probleme für die Logistik. Es wurden sogar Hundeschlitten eingesetzt.
Jedesmal wenn ich hierzulande eine Baustelle sehe, muss ich an den Bau des Alaska Highways denken. Hier baut man ja für ein paar Kilometer schon mal 2-3 Jahre, auch wenns nur eine Reparatur einer Autobahndecke ist. Auf einer ca 15km Autobahnbaustelle Richtung Passau, sah ich nicht mehr als 5 Bauarbeiter, wohlgemerkt, unter der Woche. Schichten gibt’s anscheinend auch nicht, denn ab Freitag Mittag war niemand mehr zu sehen. Vor kurzem wurde in der Nähe eine Umgehungsstraße fertiggestellt – 1,5km – Dauer ca 1 Jahr.
Aber nun zum Alaska Highway, da ich vor 2 Tagen eine TV-Sendung sah. Aus Angst vor einer japanischen Invasion in Alaska wurde das Projekt natürlich mit immensen Material und Maschinen im März 1942 in Angriff genommen.
Gebiete mit Sümpfen waren eine der grossen Herausforderungen, weil man hier noch keine Erfahrung hatte. Anfangs versuchten sie tief im Sumpfboden die Trasse zu verlegen, kamen aber nie auf festen Untergrund.
Die Zeit drängte und man kam auf die Idee in einiger Tiefe eine Unterlage aus Baumstämmen zu verlegen. Darüber kam dann einige meterhoch der Schotter ("Corduroying involved chopping trees down by hand, layering logs across the muskeg along the intended area of the road, and pouring fill over the logs").
Nach ein paar Monaten wurde der Zeitdruck nochmal erhöht: ("June 3, 1942, the Japanese bombed the military base at Dutch Harbor in the Aleutian Islands").
Was ich in Recherchen fand, in der Doku aber nicht erwähnt wurde, am Ende sparte man sich den Rücktransport des riesigen Maschinenparks und ließ Trucks und Dozer einfach in den Sümpfen und Seen versinken ("At the insistence of the Canadian Government--who feared price depression in certain markets as well as loss of tax revenue--millions of pounds of construction equipment, clothing, shelters, stoves, canned food, etc... was dumped in lakes instead of turned over for use by locals").
Nach Kriegsende wurde der Highway immer wieder mal begradigt und auch abschnittsweise mit einer Teerdecke überzogen.
viel Spass bei den Bildern und den Filmen.
Hab jetzt richtig Lust, den Highway diesen Sommer zu fahren.
Die Sendung kam an Fr. 3.2. um ca 10.00 auf N24. Vielleicht kommt ja bald eine Wiederholung.

Die ersten kleinen Bulldozer erwiesen bald als zu schwach und wurden gegen größere ausgetauscht.
Wegen fehlendem Überrollbügel wurden auch einige von Bäumen erschlagen. Irgendwie dachte man früher noch nicht so weit.

Erfrierungen gabs es viele. Insgesamt gab es einschl. Unfälle ca 100 Tote.


Eine Lokomotive mit Schneefräse




Film-Docu in Engl. - 45 Min.
http://www.youtube.com/watch?v=mMF_VB13 ... re=related
weitere Bilder
http://web.mst.edu/~rogersda/umrcourses ... evised.pdf
http://www.visi.com/~alcan/alcanhome.htm
http://www.youtube.com/watch?v=CpSRSksF6R8
http://www.youtube.com/watch?v=3FzJ8bz_ ... re=related




