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alltaxi
Verfasst am: Do, 24. Okt 2002, 03:55
Anmeldungsdatum: 24.10.2002 Beiträge: 29 Wohnort: bei Bonn
Hallo allerseits!! wer hat Erfahrungen mit biodiesel für
einen HJ 61 ? muss man etwas nachrüsten, Leitungen aus fluorkautschuk oder so was ?
und noch was : auch die Feinfilter interessieren mich
z.B. : Trobald oder ntz / rmf
wer kann mir dazu was schreiben , welche sind besser oder
-wenn sie qualitativ vergleichbar sind- günstiger ??
-sind diese filter kompatibel mit additiven wie z.B. slick50
oder mo2 oder keramische Zusätze ?
danke , Liebe Grüße aus bonn
daniel-feldmann@gmx.de
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Gerhard
Verfasst am: Di, 12. Nov 2002, 17:13
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Griaß Di!

ich befasse mich momentan mit einem ähnlichen Problem, nämlich die Umrüstung meines 73ers (ist Baujahr 87) auf Biosaft.
Viel kann ich dazu noch nicht sagen, außer daß Toyota sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat und daher auch nicht mit gutem Willen sagen kann, ob die Materialien im Kraftstoffsystem resistent gegenüber RME sind. Ich probier momentan über diverse Nachrüster Informationen zu erlangen, wobei man natürlich auch auf die Schnauze fallen kann, wenn man einen Unseriösen erwischt.
Falls Du in der Zwischenzeit was neues rausgefunden hast, wärs nett, wenn Du das hier posten würdest. Könnt mir auch helfen.

Gruß

_________________
Gerhard
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Gerhard
Verfasst am: Di, 26. Nov 2002, 14:15
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Hällochen!

Hab was dazugelernt!
Biodiesel schadet der Einspritzpumpe nicht. Dichtungen, auch der Wellendichtring zum Treibrad der ESP, können durch den Einsatz von RME quellen. Spröde, alte Dichtungen werden dadurch besser und halten länger.
Probleme kanns allerdings beim Zurückwechseln auf mineralischen Diesel geben, weil die Dichtungen wieder auf das alte Maß schrumpfen (oder a bissl mehr?) und dadurch undicht werden können.
Man ist folglich gut beraten, den Schritt zum Biosprit einmal zu tun und es möglichst dabei zu belassen.

Kraftstoffleitungen verhalten sich ähnlich wie Dichtungen. Sie quellen und können außen klebrig und schlatzig werden. Selbiges könnte auch innen passieren. Daher sollte die Leitung vom Dieselfilter zur ESP mit der Umstellung auf Biodiesel gegen ein biodieselresistentes Produkt getauscht werden. Mir wurden transparente Silikonschläuche empfohlen, dadurch ist auch Sichtkontrolle von außen möglich.

Der Dieselfilter sollte nach den ersten Tankfüllungen getauscht werden. Er verlegt sich mit ziemlicher Sicherheit. Verabsäumt man den Tausch, kann der Unterdruck zwischen Filter und ESP stark ansteigen, wodurch es zu Blasenbildung und unterdruckbedingtem Sieden des im RME enthaltenen Wassers kommen kann. Wieder ein Vorteil des Silikonschlauches, weil hier Sichtkontrolle möglich ist. Um den teuren Toyota-Filter (€ 34,--) mit Vorheizung zu schonen, kann man im Zubehörhandel einen Vorfilter von MB für ca. 2€ kaufen und vor den Dieselfilter bauen. Nimmt die in der ersten Zeit zu erwartenden Schwebstoffe vom Tanksystem auf. Der Vorfilter ist auch transparent und schafft Einsicht. Trotz Vorfilter sollte auf den Tausch des Dieselfilters nicht verzichtet werden, weil Biodiesel die im Filter gebundenen Schwebstoffe des mineralischen Diesels wieder freisetzt bzw. mit diesen Teilchen Schlatz erzeugt, der den Filter zusetzt, wodurch oben erwähnter Unterdruck entsteht. Für Autos ohne Kraftstoffvorheizung wurde mir der Dieselfilter des Opel Kadett 1,7D empfohlen. (Gibts überhaupt LC ohne Kraftstoffvorheizung?)

Das alles sind nicht meine Erfahrungen, sondern die eines Chemikers, der furchtlos einen Ford Escort seit 70.000 km mit RME fährt, obwohl LUCAS ihm den Teufel an die Wand gemalt hat.

Die Umstellung wurde mir so empfohlen:
Dieselfilter kaufen und bereithalten. Mit Zubehörhandel Preisnachlaß beim Kauf von 3 oder 4 Dieselfiltern aushandeln.
Mineralischen tanken, 1/4 runterfahren, Bio drauf, 1/4 runterfahren, Bio drauf usw.
Beim ersten Rucken Filter tauschen. Und wenn das nichts hilft, darf man sich ab jetzt fürchten. Man wird sehen.

Ich werde meinen Ofen auf Biodiesel umstellen. Hoffentlich geht sichs noch im Dezember aus.

Gruß

_________________
Gerhard
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ALI
Verfasst am: Di, 26. Nov 2002, 17:51
Anmeldungsdatum: 10.11.2002 Beiträge: 1078 Wohnort: Freie Reichs- und Narrenstadt Rottweil
@ Gerhard,

was machst du wenn kein Biodiesel zu haben ist, z.B. auf der Urlaubsreise.
Oder spielen ein paar Tankfüllungen Mineraldiesel zwischendurch keine Rolle?

Gruß Ali

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netzmeister
Verfasst am: Di, 26. Nov 2002, 19:55
Administrator Anmeldungsdatum: 16.05.2001 Beiträge: 11187 Wohnort: 76356 Weingarten
Das macht absolut nix.

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landcruiser
Verfasst am: Di, 26. Nov 2002, 23:37
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 7509 Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
Zitat:
Quote: from Gerhard on 14:15 am 26. Nov. 2002
Hällochen!

...
(Gibts überhaupt LC ohne Kraftstoffvorheizung?)

...



jau, die gibts, dürfte sogar der überwiegende Teil sein

und dann würde ich noch an die anderen Dichtungen denken, die mit RME in Berührung kommen (Einfüllstutzen, Verbindung zum/vom Tank, Reservekanister, etc. pp) und darauf achten, dass mir das Zeug nicht auf den Lack kommt

ach ja, wenn sich der Wellendichtring an der ESP verabschiedet würde ich ihn bald austauschen, sonst gibts ev. Probleme

hat Deiner eine ReihenESP ? Ich vermute eher eine VESP ? Ist da kein Kunststoff drin, was durch RME leiden könnte ?

Berichte mal weiter ! Ist sehr interessant. - Wann probierst Du es mit PÖL ? Wenn er schon eine Vorheizung hat, sind doch gute Voraussetzungen gegeben.

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Ich bin für das verantwortlich was ich sage. - Nicht für das was Du verstehst!
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Gerhard
Verfasst am: Mi, 27. Nov 2002, 10:45
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Hay zusammen!

Die Wohlfarth hat recht (hähä!!) Ein paar Ladungen zwischendurch machen nix. Ständiger Mischbetrieb ist böse.
Das Lackproblem hab ich beim 3er Golf meiner Frau auch im Griff. Lästiges Thema aber.
Meine ESP ist eine Verteilereinspritzpumpe, wenn ich in den einschlägigen Foren richtig gelesen habe.
Ich möcht immer betonen, das was ich hier schreibe stammt aus dem Erfahrungsschatz eines anderen. Der ist Chemiker und gut drauf mit dem Biostoff. Seine Meinung ist, daß die ESP das gut wegsteckt.
Zitat: "Vergiß die Dichtungen deiner ESP. Sie sind durch Biodiesel nicht umzubringen. Erst apruptes Umstellen auf mineralischen Diesel kann sie gefährden"
Soweit ich dem Motorhandbuch entnehmen konnte, sind außer den Dichtungen keine Kunststoffteile in der ESP verbaut. Werde das aber beim Generalimporteur noch erfragen.
Ich hab noch nicht alles behirnt, was möglicherweise einen "Coitus interruptus" durch Biodiesel herbeiführen könnte. Bin aber dran.
Nächste Woche treff ich mich hoffentlich mit meinem Freund auf eine längere Aussprache. Wahrscheinlich bin ich dann klüger.
Die Umstellung auf PÖL ist für beide Familienkutschen geplant, aber erst wenn die Garage fertig ist, wegen der Unterbringung des Tanks. Vorher hats keinen Zweck, Kleingebinde sind in unmittelbarer Umgebung meines Wohnortes zu teuer. Außerdem ist die Biodieseltankstelle nur 500m entfernt, und das ist unschlagbar komfortabel.
Übrigens: Finanzielle Einsparungen erwarte ich mir keine, auch nicht langfristig. Die paar Cent die RME politischerweise günstiger ist als Mineralischer, gehen vielfach für Filter, Schläuche und anderes Zeugs drauf.
Es ist der grüne Gedanke, der zählt.

Gruß

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Gerhard
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landcruiser
Verfasst am: Mi, 27. Nov 2002, 16:52
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 7509 Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
wenn für Dich nur der grüne Gedanke zählt, dann lass bitte die Finger von RME, das bringts nun wirklch nicht

is nich unbedingt sinnvoll hier RME, welches teilweise aus Kokosöl etc. hergestellt wurde, zu verfeuern

siehe u.a. Testbericht ADAC zu RME, fatty-fuels, poeltech, etc.

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Gerhard
Verfasst am: Mi, 27. Nov 2002, 17:21
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Du hast recht!

Aber als Übergangslösung sicher besser als mineralischer Diesel.

Gruß

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Gerhard
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Tommi
Verfasst am: Mi, 27. Nov 2002, 20:43
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 2743 Wohnort: Unterjacking
Hallo Sparer,

eins verstehe ich nicht. Einmal steht:

"Ein paar Ladungen zwischendurch machen nix. Ständiger Mischbetrieb ist böse"

woanders:

"Erst apruptes Umstellen auf mineralischen Diesel kann sie gefährden"

Wie soll ich das verstehen? Wenn ich ein Paar Ladungen zwischendurch tue ist doch abruptes Umstellung oder nicht?

???? - Tommi

_________________
Tommi
VZJ90 mit LPG
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Gerhard
Verfasst am: Fr, 29. Nov 2002, 10:46
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Hi Tommi!
Biodiesel wirkt auf Gummi- und Kunststoffteile wie ein Weichmacher. Ähnliche Wirkung hat z.B. dieses Ölverlust-stop-Mittel, das man ins Motoröl dazukippen kann.
Solange das Auto mit Biodiesel fährt, bleiben die Dichtungen geschmeidig, dicht, alles ist fein. Wechselt man aber dauerhaft zurück auf mineralisches, werden die weichmachenden Stoffe in den Dichtungen wieder herausgelöst, eine Schrumpfung ist der Fall, welche zu Undichtigkeiten führen kann.
Warum gerade eine aprupte Umstellung so schlecht ist, kann ich aus meiner Erfahrung nicht beurteilen. Vermutlich stellt sich eine Art Schockwirkung auf die Dichtungen ein, welche durch allmähliche Verringerung des RME-Anteils nicht so krass ausfällt. Vielleicht kann ich das erfragen.

Wenn man allerdings permanent RME fährt und, weil nicht zu kriegen, ausnahmsweise 2 oder 3 Tankfüllungen mineralischen einfüllen muß, so ist das nicht genug, um die Dichtungen zu schädigen. Wenn man nachher wieder RME tankt, regeneriert man die Dichtungen, sollte aber jedenfalls den Kraftstoffilter im Auge behalten.
Klar ist ein kontinuierlicher Übergang wieder besser.

Ständiger Wechsel zwischen Bio und Dino dürfte deswegen fürs System nicht gut sein, weil sich kein stabiler Zustand einstellen kann. Mit permanentem Wechsel zwischen Weichmacher und Härter kriegt man nie den Schlatz aus dem System und braucht Unmengen an Filtern.

Was die Einspritzpumpe angeht, konnte ich was Neues in Erfahrung bringen:
Der Generalimporteur hat mich auf einen Spezialbetrieb hingewiesen, der für Toyo in Wien schadhafte Einspritzpumpen überholt. Die Jungs haben in den letzten Jahren auch öfters Pumpen reingekriegt, die mit RME betrieben wurden.
Deren Erfahrung beim Zerlegen der Pumpen ist, daß RME die Kunststoffteile und Dichtungen der Pumpen nicht angreift.
Allerdings kommen immer wieder Exemplare rein, die gelbliche, verhärtete Ablagerungen an den Pumpeninnenwänden aufzeigen. Das Zeug verklebt die feine Mechanik, erhöhter Verschleiß und Materialzerstörung ist die Folge. Diese Ablagerungen sind nicht der Schlatz, der aus dem vorgelagerten Kraftstoffsystem in die Pumpe eingetragen wird, sondern offenbar sich aus dem RME absetzende Schwebstoffe, die sich während des Stillstands der Pumpe an den Innenwänden festsetzen. Laut der Aussage des ESP-Reparaturbetriebes lassen in jüngster Zeit die Schadensfälle aufgrund dieser Ablagerungen nach, was ich mir damit erkläre, daß die Qualität des Biodiesels wegen Normierung und Qualitätskontrolle besser wird. Mindere Qualität und nicht gereinigte Erdtanks waren bei Biodiesel immer ein Thema. Die Schwebstoffe dürften mit mangelnder Filterung zu tun haben, was auch beispielsweise beim Betrieb mit PÖL Schwierigkeiten macht. Ob das warklich der Grund ist, muß ich noch recherchieren.

Gruß

_________________
Gerhard
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Helly
Verfasst am: Sa, 25. Jan 2003, 20:48
Anmeldungsdatum: 25.01.2003 Beiträge: 2
Hallo Freunde(?) des Biodiesel,
Mein HJ 60 fährt seit gut 150tkm meist mit dem Stoff. Meist, da ich unterwegs hin und wieder mal keinen finde und dann reinschütte, was halt hergeht..
Fazit: Mischbetrieb.
Probleme bisher: Null
Umbauten: Null
Mit Biodiesel geringfügig höherer Verbrauch (<5%), Leistung unverändert. Er stinkt halt nach Frittenbude...
Andererseits findet der TÜV beim ASU praktisch keinen Partikelwert!
Also allem tehoretischen Geblubber zum trotz: ich kann´s weiterempfehlen.
Fröhliches biodieseln wünscht euch
Helly
PS Gesamtkm ca 280.000

_________________
helly
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Gerhard
Verfasst am: Di, 18. Feb 2003, 12:28
Anmeldungsdatum: 30.08.2002 Beiträge: 1859 Wohnort: Österreich, NÖ
Hallo Helly!

Tolle Sache, das mit Deinem 60er. Macht mir echt Mut, das Thema jetzt wieder richtig anzugehen.

Kannst Du mir vielleicht bei ein paar Fragen weiterhelfen?

Was hast Du für eine Einspritzpumpe? Reihen- oder Verteiler?
Wie oft wechselst Du den Dieselfilter?

_________________
Gerhard
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