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Die „Europäische Union“ ...    

Für alles, was sonst nirgends reinpaßt...

Die „Europäische Union“ ...

Postby thores » Fri 18. May 2018, 09:53

... ihre Regelwut, ihre Bürokraten, ihre Bürgerferne und ihre Alternativlosigkeit! :wink:

In vielen Themen des „Café Oriental“ taucht auch immer wieder die „EU“ auf. Meistens wird über sie geschimpft, hanebüchene Auswüchse ihres Tuns thematisiert, oder die Paragrafenflut kritisiert ... oftmals zu recht.

Bei allem Gemaule ... Steffen hatte gerade erst darauf hingewiesen:

„Wir dürfen nur nie vergessen, das was die EU beschließt haben alle Regierungschefs der einzelnen EU Länder mal irgendwann unterschrieben. Also können die einzelnen Länder jetzt nicht meckern und es auf die EU schieben.
Auch traurig aber wahr.“


Brauchen wir eine EU überhaupt?

In der heutigen Weltwirtschaftslage und den großen (globalen) Aufgaben die bewältigt werden müssen wird uns gar nichts anderes übrigbleiben als in Teams zu handeln, „Arbeitsgemeinschaften“ zu gründen und enger zusammenzurücken.
Wie sich solche Gebilde dann gruppieren und benennen ist zunächst mal vollkommen egal, Europa als Region hat sich wohl damals als Gegenpol zu den USA, der UdSSR und dem fernöstlichen Wirtschaftsraum angeboten.

Auf der anderen Seite gibt es derzeit den Trend nationale Interessen stärker in den Vordergrund zu rücken, die ja eigentlich nichts anderes sind, als Egoismus auf der Ebene von Volkswirtschaften. Ob das der richtige Weg sein soll?
Oder aber auch die vielen Separatistischen Bewegungen, Jugoslawien wurde in zig kleine Einzelstaaten gespalten, die jeder für sich kaum lebensfähig sind, aber auch in Spanien und Frankreich gibt es genug Bestrebungen dieser Art.
Aufgabe der EU muss also sein, einerseits die „großen“ Fäden zu spinnen, andererseits aber auch kleineren Gefügen, ich nenne sie jetzt mal ethnische Gruppen, zu ermöglichen, sich in diesem riesigen Apparat wiederzufinden.
Grüße aus der Wetterau........................................
Thomas

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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby 1958 » Fri 18. May 2018, 23:13

Die Europäische Union ....

Da macht Trump kurzerhand neue Regeln für den Import für die USA - kündigt den Iran Vertrag - verbietet über Sanktionen Europa mit Iran Handel zu treiben .....

Tust - der Mann der Empörung - er spricht für ein geeintes, starkes Europa. 8) Ja - Ja ....

Und in diesem starken Europa - schickt jetzt jedes einzelne Mitglied, seinen Aussenminister in die USA, um Trump seine Eier zu lecken - damit es bei den Sanktionen, nicht das eigene Land und Wirtschaft trifft.

Ja - ja - die Europäische Union - ein Vorbild für den Rest der Welt :hmmm:

:biggrin:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby Oidamo » Sat 19. May 2018, 05:41

thores wrote:Brauchen wir eine EU überhaupt?


Eines kann man all denen die manchmal zu Recht oft aber uninformiert und Stammtischparolen nachplappernd an ihr herumkritisieren entgegenhalten und - für mich ist es die alles entscheidende Leistung - Frieden.

Unsere Väter und Großväter zogen noch in den Krieg. Wir leben heute in dem Luxus, den europäischen Nachbarn vertrauen zu können. Ein Krieg innerhalb der EU ist unvorstellbar, Ost- und Westeuropa sind vereint. Das gemeinsame Haus Europa sichert den Frieden. Welch ein Geschenk!
Gruß Peter
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby Ledesco » Sat 19. May 2018, 09:10

Oidamo wrote:Eines kann man all denen die manchmal zu Recht oft aber uninformiert und Stammtischparolen nachplappernd an ihr herumkritisieren entgegenhalten und - für mich ist es die alles entscheidende Leistung - Frieden.

Das ist das Mantra das die EU immer wieder gerne zitiert. Aber ob sich "Frieden" einfach so verordnen und zentral verwalten lässt? Die Nagelprobe steht ja zum Glück noch aus. Und hoffen wir es bleibt auch so.
Wenn man sich aber mal, in diesem Zusammenhang, dem Leistungsausweis der vielgelobten UN anschaut dann kann man dieses Mantra getrost in Frage stellen.

Ohne jetzt weiter auf Details einzugehen nur zwei Stichworte: Ruanda und Srebrenica.

Ich für meinen Teil finde die EU als komplett überflüssig und als Bürokratiemonster das so weit vom wirklichen Leben weg ist wie die Erde von der Sonne.

Aber "thores" hat, imho, ein sehr gutes Posting geschrieben. Stammtischparolen sind nicht immer so dümlich wie man sie gerne hinstellen möchte. Sie sind des Volkes Sprache. Sich darüber non chalant darüber hinweg zu setzen und es in die Ecke des dummen Gelabbers von ein paar angetrunkenen Nichtswissern zu schieben, ist einerseits zu kurz gedacht und geht dann in Richtung Diktatur.

Die Stammtischparolen zeigen wo dem Arbeiter auf der Strasse der Schuh drückt. Er kann sich vielleicht nicht so geschliffen und galant ausdrücken wie die feinen Herren, aber diese Menschen sind immer noch einer der Pfeiler unserer Gesell- und Wirtschaft.

Nun kurz, wenn es erlaubt ist, zum Post von thores. Ich bin der Meinung das wir die EU in dieser Form wie sie sich zurzeit zeigt NICHT brauchen und eher hinderlich ist. Monopole hindern in aller Regel den Fortschritt. Und die EU ist in meinen Augen eine monopolistische Organisation. Hauptsächlich dominiert von Deutschland. Die EU gleicht zurzeit einen Staatenbund ist aber (noch) de facto keiner. Das ist politisch als auch wirtschaftlich schwierig.

Man versucht mit einer Stimme zu sprechen aber das ist in der Realität bei weitem nicht so. Deshalb ja auch die aufkommenden Trend die nationalen Interessen zu stärken und mehr zu berücksichtigen. Dass das jetzt Egoismus auf Ebene der Volkswirtschaften sein kann, entgeht komplett meinen Blickwinkel noch meinen Verständnis.

Aber der Satz «Aufgabe der EU muss also sein, einerseits die „großen“ Fäden zu spinnen, andererseits aber auch kleineren Gefügen, ich nenne sie jetzt mal ethnische Gruppen, zu ermöglichen, sich in diesem riesigen Apparat wiederzufinden.» könnte aus einen Lehrbuch entstammen. So stellt man sich das wohl bei Planspielen vor. Aber das ist weit weg von der Realität und somit von den Menschen die in diesen «Apparat» leben.

Die EU ist meiner Meinung nach alles nur nicht demokratisch. Wenn man sich nochmals die Griechenlandkriese (Muss ja alles wieder picobello sein dort. Denn man hört und liest ja nichts mehr) revue passieren lässt da läuft es einem kalt den Rücken runter wie man da gehandelt hat.

Nein, ich bin absolut überzeugt, dass die EU, in der aktuellen Form, absolut unnötig, ja sogar schädlich ist. Entweder geht sie restriktiv vorwärts in Richtung europäischer Bundesstaat oder sie wird über kurz oder lang an Macht und Einfluss verlieren. Die Einführung der gemeinsamen Währung war ein Riesenschritt in Richtung Bundesstaat, aber nun muss man den Weg, den man freiwillig gewählt hat, weitergehen und nicht unterwegs stehen bleiben.

Aber zuerst würde es ein RIESIGE Retraite benötigen. So in der Art; Quo Vadis Europa.

Eine seriöse Diskussion darüber ist schriftlich und anonym in einen Forum kaum möglich. Zu komplex ist das Thema und zu gross würden wirklich sachliche Postings werden.

Aber Grösse ist bei weitem nicht immer der Schlüssel zum Glück und überleben. Man beschäftige sich mal mit der Geschichte oder dem südlichen Nachbarn, der sehr gut ohne EU Mitgliedschaft lebt. Und man beobachte UK und was aus dem Brexit nun alles entstehen wird.
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby Lindenbaum » Sat 19. May 2018, 10:56

Danke Thores!

Gruß, Michael
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby ochim1103 » Sat 19. May 2018, 13:44

thores wrote:... ihre Regelwut, ihre Bürokraten, ihre Bürgerferne und ihre Alternativlosigkeit! :wink:

In vielen Themen des „Café Oriental“ taucht auch immer wieder die „EU“ auf. Meistens wird über sie geschimpft, hanebüchene Auswüchse ihres Tuns thematisiert, oder die Paragrafenflut kritisiert ... oftmals zu recht.

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„Wir dürfen nur nie vergessen, das was die EU beschließt haben alle Regierungschefs der einzelnen EU Länder mal irgendwann unterschrieben. Also können die einzelnen Länder jetzt nicht meckern und es auf die EU schieben.
Auch traurig aber wahr.“



Vielleicht sollte Steffen erst Deutsch lernen..
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>Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.<
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby sscdiscovery » Sat 19. May 2018, 15:23

kannst Du mir das bitte übersetzen, vielleicht lernt Ihr im hohen Norden ein anderes Deutsch wie wir :D

Gruss
Steffen
Es wäre schön wenn man wüsste, dass man nimmer müssen muß, sondern wollen darf.
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby 1958 » Sat 19. May 2018, 15:50

Unsere Väter und Großväter zogen noch in den Krieg. Wir leben heute in dem Luxus, den europäischen Nachbarn vertrauen zu können. Ein Krieg innerhalb der EU ist unvorstellbar, Ost- und Westeuropa sind vereint. Das gemeinsame Haus Europa sichert den Frieden. Welch ein Geschenk!


Auch wenn ich unendlich dankbar bin für die Jahre des Friedens.

Krieg wird nicht durch den einzelnen gemacht

Kreigstreibereine sind und bleiben seit je her die die Machenschaften der Medien und der Presse.

Nur die Medien / Presse holt die Lokalen Taugenichtse aus dem Nichts hervor - und macht diese ôffendlich Wirksam.

Selbst der Erste Weltkrieg wäre nie zu Stande gekommen, hätte die damalige Presse mal die Fresse gehalten. Kein Schwein hätte sich da für den Vorfall in Sarajevo interessiert. Aber nein, die Medien mussten halt zum Krieg
aufrufen.

War auch so im ersten Irak Krieg.

Das beste an der EU für uns ist - das die Staatschefs nicht von jeder Mücke einen Elefanten machen. Und möge uns das lange erhalten bleiben. :wink:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby Thaiguy » Sat 19. May 2018, 17:00

Klar, die Presse ist schuld! - Hängt sie auf, die ganzen Schreiber! :rofl:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby RobertL » Sat 19. May 2018, 17:27

Führt doch zu nix so eine Diskussion. Wenn man was Schlechtes an einer Sache finden möchte, findet man das auch. Und dann lässt man sich auch nicht davon überzeugen dann insgesamt die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Wie immer auch eine Sache der persönlichen Einstellung. Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Ich selbst könnte mit natürlich auch bessere Lösungen vorstellen, aber ich bin Lichtjahre davon entfernt die EU zu verteufeln oder gar eine Diktatur zu unterstellen.

Die EU ist ein einmaliges Projekt und kein fertiger Zustand. Sowas gab es vorher noch nirgends. Jammern hilft net, aktiv einbringen hilft, wie ich an anderer Stelle schon zum Thema europäischer Betriebsrat schrieb.
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby 1958 » Sat 19. May 2018, 18:53

Klar, die Presse ist schuld! - Hängt sie auf, die ganzen Schreiber!


Warum Aufhängen -- wäre nicht eine gemässigte Schreibweise zum Erhalt des Friedens nicht sinnvoller :wink:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby 1958 » Sat 19. May 2018, 18:57

Die EU ist ein einmaliges Projekt und kein fertiger Zustand. Sowas gab es vorher noch nirgends.


Wäre mir da nicht so ganz sicher - denn käme mir Schottland nicht in den Sinn.

Wir kennen es vielleicht nur aus " Bravehart " wo sich damals, sehr lange her, die verschiedenen Clans aus Schottland ( vergleich der Mitgliedsstaaten der EU ) zusammen gefunden haben um sich zu einen und mit einer Stimme zu sprechen. :wink:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby RobertL » Sat 19. May 2018, 19:23

"Jeder macht sich seine Welt - wie sie ihm gefällt" frei nach Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren)

Ende meiner Beiträge in diesem Thread zu diesem Thema.
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby Ledesco » Sun 20. May 2018, 05:37

RobertL wrote:"Jeder macht sich seine Welt - wie sie ihm gefällt" frei nach Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren


Oder gemäss Liedtext: "Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt "

Aber es ist wohl richtig das eine Diskussion darüber müssig ist. Der einhellige Tenor der Schreiber (wohl alles Deutsche) mit der EU mehr als nur zufrieden sind.

Die Diskussion würde vielleicht etwas anders aussehen wenn Menschen aus anderen Mitgliederstaaten daran beteiligt wären. :lol:
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Re: Die „Europäische Union“ ...

Postby George » Sun 20. May 2018, 13:02

So jetzt ist dieser Fred wieder über Dem "Freudentaumel".
Sainds grüesst Oidamo äh alle miteinandor. :aetsch:
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