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Energieversorgung im LC 150 2018    

2009 - heute

Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Thu 17. Jan 2019, 14:17

Hi,
im Vorgängermodell gab es ja mal eine Zweitbatterie. Der Platz ist noch vorhanden; den würde ich gern nutzen, um eine 100Ah Lithium-Batterie unterzubringen sowie um daran ein 120W Falt-Solarmodul anzuklemmen und 2 neue 12V Anschlüsse seitlich im Kofferraum dauerhaft mit Strom zu versorgen.

Meine Frage an euch, wie habt ihr eure Energieversorgung im J15 aufgebaut?
(Fragen wie:
Welche Geräte nutzt ihr und was stört euch ggf. daran,
wo sind die Kabel verlegt,
wo ist ein Durchbruch vom Motorraum nach innen,
ist die rechte Seitenverkleidung im Kofferraum zur Installation der 12V und Anzeige geeignet?)

Momentan stelle ich mir folgende Zusammenstellung vor:
https://greenakku.de/Batterien/Lithium-Batterien/LIONTRON-Smart-BMS-LiFePO4-Batterie-12V-100Ah-mit-Bluetooth-Ueberwachung::1766.html mit BMS und Bluetooth

mit diesem Regler: https://www.nationalluna.com/product/nldc-25-dual-battery-isolator-and-charger
der auch gleich ein MPPT enthält und wasserdicht ist, um ihn im Motorraum unterzubringen (ich möchte so wenig wie möglich im Original verändern und lieber den Platz im Motorraum als im Inneren nutzen)

und diese Anzeige im Kofferraum: https://www.amazon.de/Votronic-1266-LCD-Batterie-Computer-Smart-Shunt-Masseband-200A/dp/B01NASQE9M

Vielen Dank.

LG oribi
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby ikarus » Thu 17. Jan 2019, 20:17

Hallo oribi,

ich beschäftige mich derzeit mit dem gleichen Thema - habe aber noch kein wirkliches Konzept.

Eine LiFePO4-Batterie würde ich mich nicht trauen im Motorraum zu verbauen.
Die mir bekannten LiFePO4-Batterien sind nicht hinreichend geeignet für höhere Temperaturen.
Wenn Du mal bei 40°C im Schatten (ist in Südeuropa nicht selten) das Fahrzeug etwas Offroad quälst, wird es im Motorraum schon recht heiß.
Die maximale Temperatur für Ladung ist bei dieser Batterie +45°C und für Lagerung 60°C.
Das kann im Motorraum schon überschritten werden. REDARC rät z.B. davon ab.
Dann sollte die Batterie auch noch rüttelfest sein. Offroad kann auch das ein Problem werden.

Ich werde mich wahrscheinlich für eine AGM-Batterie mit guten Deep-Cycle-Eigenschaften entscheiden. Konkretes Modell weiss ich aber noch nicht.

Möglicherweise sind folgende Batterietrenner/-Laderegelungen auch geeignet:
ctek D250SA,
REDARC BCDC1225D.
Auch hier muss man auf die Temperaturspezifikationen achten. Für höhere Temperaturen ist wahrscheinlich das REDARC BCDC1225D gut geeignet. Entsprechende Testumgebungen sollten ja in Australien vorhanden sein.

Bei http://www.pradopoint.com.au gibt es weiterhin Hinweise, dass bei zu schweren Batterien Risse in der Karossierie entstehen können.
Lies mal den Thread "Is the 150 showing any signs of cracked inner guards".

Dann stellt sich noch die Frage nach einer geeigneten Batteriehalterung.
Die originale Halterung auf der Fahrerseite hat eine Grundfläche von ca. 260mmx173mm.
Es gibt noch einen anderen batterytray mit einer Grundfläche von ca. 300mmx173mm (Teilenummer 74431-35040).
Bei anderen Herstellern hab ich bisher was von ARB (https://www.arbeurope.com/site/wp-conte ... ray-eu.pdf) und von offroaddownunder (http://offroaddownunder.com.au/product/ ... ries-copy/) gefunden.
Lieferanten dafür hab ich aber noch nicht in Europa gefunden.
Eventuell baue ich auch selber was ähnliches wie die ARB-Halterung.

Gruß

Theo
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Fri 18. Jan 2019, 09:28

Grüß Dich Theo,

danke für deine wirklich schon mal hilfreiche Antwort. :)

Alle Batterien und elektrischen Geräte werden ja vom Hersteller fast immer mit dem Temperaturbereich von -20 bis +60°C angegeben. Dass selbst ein Handy-Akku bei solchen Temperaturen Probleme kriegt, konnte man ja spätestens beim letzten Sommer feststellen. Allerdings habe ich mal mit Thermostickern im RAV4 die Temperaturen im Motorraum gemessen. Dort waren die Temperaturschwankungen regelmäßig zwischen 25 und 62°C, egal wie das Wetter war. Natürlich nicht direkt am Krümmer, aber an allen hitzeempfindlichen/ relevanten Teilen, gemessen jeweils an der äußeren Oberfläche, nicht im Kern der Batterie oder hinter der Plastikumhüllung (da dürfte es noch deutlich kühler sein).
Temperaturen im Inneren des Fahrzeugs waren dann meist im ähnlichen Temperaturbereich. Und wenn in Extremsituationen mal 1/2 Tag keine Ladung erfolgt (wird ja durch das Ladegerät automatisch geregelt), dann kann man das ganz gut überstehen, insb. mit einem LiFePo4 Akku, die ja nicht bei 50% der abgegebenen Leistung aufgeben.
Dafür ist mir die Unterbringung im Motorraum aus Platzgründen und aus Gewichtsgründen (Vorderachse) deutlich lieber (wenn es denn am Ende so funktionieren wird).
Gerade das Gewicht von 14 statt 30kg ist dann zusätzlich eine schöne Sache, wobei ich null Sorgen habe, dass irgendwas reißen könnte. Da hängen ganz andere schwere Dinge im Motorraum und wenn man sieht, wie man Autos überladen kann, vertraue ich auf die Leistung der Ingenieure. :)

Der Redarc Charger hat ziemlich ähnliche Daten wie das National Luna - ist halt wie so oft die Frage, lieber australisch oder lieber südafrikanisch. Da ich in Südafrika gelebt habe und noch nie in Australien war, habe ich naturgemäß eine Preferenz. ;)
Der ctek ist leider nicht für LiFePo4 geeignet, bei Frontrunner gibt es aber einen ctek für ca. 1000 EUR (Irrsinn!)
Von Sterling Power habe ich auch nur gutes gehört, wobei ich die bislang nur im Fahrzeuginneren verbaut gesehen habe.
Dagegen wurde mir von Daktec bereits wegen häufiger Probleme vom IBS-DBM abgeraten.

Bei der Halterung muss ich tatsächlich erstmal messen und schauen, was wirklich für Platz da ist.
Im Zweifelsfall muss halt ein Schlosser irgendeine Halterung basteln oder es kann nur eine kleinere Batterie eingebaut werden, was ich versuchen will zu umgehen.

Mal sehen, ob wir hier für uns noch weitere Infos kommen ...

LG Enrico
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Thu 24. Jan 2019, 20:11

https://m.youtube.com/watch?v=YVE_dwn-_6E

Bestimmt auch interessant für dich
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby hakim » Fri 25. Jan 2019, 05:54

Hallo,
interessantes Konzept, kenne es aber nicht aus der Praxis: PEAK-POWER-PACK
https://www.fraron.de/versorgungsbatter ... -85860394/
Auch wenn man für den J150 keinen Mover braucht (oder doch? :biggrin: ), man kann auch ganz normale Verbraucher damit speisen. Und die Solarzelle dran hängen.
Hakim
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf CW-Alus 8x16(ET+15), 285/70R17 auf Serienalus 7,5x17(ET+30) i.V.m. Spurplatten 15mm, VA:OME mittel/KONI Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed, N4-Alumotorschutz. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby GRJ-CH » Fri 25. Jan 2019, 11:26

Hallo

Ich kann das Leab LPS empfehlen, sogar mit 220 V Ein- und Ausgang. Nicht günstig, hat sich aber bei mir in der Praxis bewährt. Damit bin ich autark, Standzeiten ohne zu fahren sind sicher bis zu 2-3 im Tagen möglich (Licht, Heizung, Kühlbox, Computer)
https://shop.leab.eu/Zubehoer-oxid/LPS- ... upply.html

Nik
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby LC90 » Fri 25. Jan 2019, 14:21

Hallo,

in meinen neuen J15 der noch bei Nestle steht werde ich im Sommer
https://www.i-tecc.de/shop/lifepo4-batt ... 0673.1&c=6
einbauen.
Für Ladetemperaturen siehe techn. Daten.
Den Strom nutze ich für Standheizung, die ca. 10A zieht.
Das sollte dann passen.
Ausserdem wird das Fahrzeug um einiges leichter gegenüber eine 2ten Batterie mit Kabeln.

Und wichtig:
Diese LiFeYPO4 Batterien heissen nur ähnlich wie Handy accus. Funktionieren aber ganz anders. Und .....
AGM bei -18Grad hat noch 30% Leistung
LiFeYPO4 bei -45Grad noch 80% Leistung
und da gibts noch mehr Fakten die für LiFeYPO4 sprechen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-E ... kkumulator

Gruß
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby RobertL » Wed 30. Jan 2019, 21:34

Um wieviel Kilo genau wird das Fahrzeug leichter mit EINER Versorgungsbatterie? 5kg ? Das kann doch kein Argument sein sowas zu kaufen.

Außerdem sollte man Yttrium LiFe Polymer Akkus nicht mit Lithium-Eisenphosphat Polymer Akkus ohne Yttrium durcheinander schmeissen. Ohne Yttrium keine Ladung und keine Kapazität mehr unter etwa 0 Grad.

In Handy und in den E-Autos kommen Lithium-Ionen Akkus zum Einsatz und da wird Kobalt statt Eisenphosphat verwendet.
lg Robert
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Thu 7. Mar 2019, 09:21

Hallo Theo (ikarus)!

Hast du mittlerweile eine Adresse für den redarc 1225d gefunden?
Wenn nicht, dann hätte ich hier einen Link für dich: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2495737.m570.l1313.TR4.TRC0.A0.H0.Xredarc+1225.TRS0&_nkw=redarc+1225&_sacat=0

Ich bin immer noch nicht überzeugt davon, weil man im Zweifel keinen Ersatz, keine Reparatur, keinen Austausch in Deutschland bekommen würde.
Deshalb tendiere ich nach wie vor zu National Luna.

Trotzdem wollte ich dir den Link hier mal bekannt geben.

Ich werde mich nach der ITB mal mit meinem Installateur in Verbindung setzen, um die bestmögliche Variante zu finden, die im Motorraum Platz findet.
Am Freitag schaue ich mir bei Frontrunner auch mal an, ob der dortige Batteriehalter für 105Ah irgendwo Platz im neuen LC 150er findet.

LG Enrico
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby GRJ78 » Thu 7. Mar 2019, 10:37

Ich gehe auf Bleibatterie und Votronic Triplelader, der ist Ladebooster, Solarladeregker und 230V Lader in einem und hat deutschen Support.
Damit kann ich auch mal via Landstrom laden ....
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Thu 7. Mar 2019, 11:02

Der wohl gute Service hat schon was, gerade in einer Zeit, wo Elektronik im Auto doch häufiger mal Schwierigkeiten machen.

Hier noch eine weitere Alternative, die ich aber persönlich als ganz schön überteuert empfinde, oder wie seht ihr das?

https://www.frontrunneroutfitters.com/de/de/140a-off-road-incl-monitor.html

Klar, Euro6 tauglich muss beim LC 150 sein.
Gefallen tut mir, dass das Gerät IP65 hat und damit im Motorraum verbaut werden kann.
Außerdem ist der MPPT fürs Solargerät schon integriert.
Und auch ein Monitor.

Aber solange ich nicht aus irgendeinem Grund zwingend muss, würde ich auf eine Lithium Batterie setzen.
(Die Tiefenentladung, die doppelte Kapazität und das halbe Gewicht sind zu verlockend)
Deshalb funktioniert das mit diesem CTEK leider nicht. :(
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby RubiconJK » Thu 7. Mar 2019, 15:56

Hi,

mal drüber nachgedacht das TMAx Doppel-Batterie-System für 130€ in Verbindung mit einer normalen Gel Batterie zu nehmen? Deutlich günstiger, unkomplizierter und funktioniert bei mir problemlos.

Lg
Toyota GDJ 150 MY 19 auf 245/75-17, TJM Snorkel, Innenausbau, Dachzelt
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby ikarus » Sat 9. Mar 2019, 14:57

oribi wrote:Hallo Theo (ikarus)!

Hast du mittlerweile eine Adresse für den redarc 1225d gefunden?
Wenn nicht, dann hätte ich hier einen Link für dich: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2495737.m570.l1313.TR4.TRC0.A0.H0.Xredarc+1225.TRS0&_nkw=redarc+1225&_sacat=0



Hallo Enrico (oribi),

ein Redarc BCDC1225D hat inzwischen den Weg von Australien zu mir gefunden.
Garantie hab ich natürlich auch - nur im Falle eines Falles wird das mit der Inanspruchnahme etwas aufwendig.

Hab dann mal etwas 2D-konstruiert und das ganze dann in Edelstahl laser schneiden lassen.
Das Ergebnis dann von einem Bekannten noch mal kannten lassen und die zwei Gnubse (wie diese auch bei der original Toyota Batterieschale vorhanden sind) anschweissen lassen.
Sah dann so aus:
IMG_20190216_144233.jpg

IMG_20190216_144122.jpg


Zusammen mit dem Redarc und der Batterie bei der Passprobe:
DSC01833.jpg

Ist alles sehr eng - aber passt.

Hab dann noch einige weitere Teile gefertigt bzw. fertigen lassen, verbaut und mit der Verkabelung angefangen.
Sieht derzeit so aus - ist aber wie man sieht noch nicht fertig.
DSC01845.JPG


Ich berichte noch mal, wenn ich weiter bin.

Gruß

Theo
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby tentoyo » Sat 9. Mar 2019, 18:30

Sehr ordentlich ausgeführt, klasse!
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Re: Energieversorgung im LC 150 2018

Postby oribi » Tue 12. Mar 2019, 11:52

Hi Theo!

Ich kanns nicht genau erkennen, wieviel Ah hat deine Moll-Batterie?
Auf jeden Fall sieht es sehr wertig ausgeführt aus. Hast du gut gemacht!

LG Enrico
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