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J12-Umbau zum Reisemobil    

2002 - 2009

J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stedan » Sat 12. May 2018, 12:31

Wie bereits im J9-Forum berichtet, haben wir unsere Suche nach einem solchen einstellen müssen und sind dann bei den J12 erster Stunde (laut Internet noch ohne größere Motorenprobleme) fündig geworden.

Kurz die Eckdaten unseres Exemplars:
- KDJ120 Automatik, Silber
- Baujahr 2003
- 178.000 km
- bis auf eine AHK und ein Pioneer Touchscreen-Radio mit Rückfahrkamera komplett im Originalzustand
- Injektoren bei 143.000 km erneuert
- Bremskraftverstärker komplett getauscht
- Bremssättel vorne neu
- Radlager vorne neu
- Rost hält sich in Grenzen

Somit bleiben wir in näherer Zukunft hoffentlich von größeren/teureren Reparaturen verschont...

Hat für Erstaunen gesorgt: Unerwartet niedriger Verbrauch auf dem Heimweg vom Kauf

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Gepflegter Innenraum als solide Grundlage für einen Umbau

Seit ein paar Wochen sind wir nun mit Hochdruck dran, ihn "reisefertig" zu machen. Da wir allerdings ein paar Anforderungen an das Gesamtkonzept haben, hat dies bisher auch schon einiges an millimetergenauer Planung benötigt. So ist es uns wichtig, sowohl mit zwei als auch mit bis zu 4 Personen angenehm reisen zu können. Somit stand schnell fest, dass die Rückbank vollständig erhalten bleiben muss. Das erfordert bereits ein durchdachtes Konzept im Innenraum, da wir wenigstens zu zweit im (in Zukunft per Standheizung beheizten) Auto schlafen können, da wir uns nicht auf reine Sommerreisen oder zumindest allzeit relativ warme Urlaubsregionen beschränken wollen. Damit sich diese Schlafmöglichkeit auch bequem aufbauen lässt, soll dies möglichst schnell vonstatten gehen können. Mehr dazu später, wenn wir bei der Umsetzung dessen sind.
Außerdem haben wir noch am Tag des Autokaufs eine kaum gebrauchte Snomaster BD/C-40 Kompressorkühlbox vergleichsweise preiswert von einem Bekannten erstanden. Diese galt es nun sinnvoll in das Gesamtkonzept zu integrieren. Da die Rücksitzbank im Auto bleibt (abgesehen davon lässt es die Geometrie des Autos auch nicht zu, eine so große Kühlbox gut zugänglich hinter einer der hinteren Türen zu montieren), ist schnell klar, dass die Kühlbox nur im Kofferraum Platz finden kann. Für bessere Zugänglichkeit kommt wird sie auf 950 mm langen Schwerlastauszügen (bis 100 kg) montiert. Rechts daneben kommt ein ebenfalls mittels Schwerlastschienen um 950 mm ausziehbarer Rahmen (600 x 800 mm), auf den Euroboxen von Auer-Packaging bis auf eine Höhe von ca. 480 mm gestapelt werden können.

Als der erste Plan dann gemacht war, wurden die Alu-Profile bestellt, die wir dann zugesägt und verschweißt haben (zugegeben: Nicht wir haben geschweißt, sondern unser Vater war so nett und hat das für uns übernommen :lol: )

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Der Teppich ist rausgeflogen, als robusterer Ersatz dient eine 5mm starke Antirutsch/-vibrations-Gummimatte

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Verschraubt wird die ganze Konstruktion später in den originalen Gewinden der Zurrösen, welche den LC zusammen mit dem Teppich verlassen haben.

Das erste kompliziertere Projekt war dann die ausziebare Wanne für die Kühlbox. Die Wanne selbst haben wir bei einem Metallbauer aus 2mm Alublech kanten lassen und dann nur noch die nötigen Aussparungen für die Füße und Belüftungsöffnungen der Kühlbox mit der Flex ausgeschnitten.

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Hier schon durch die Teleskopschienen (verriegeln im ein- und im ausgezogenen Zustand) mit zwei der insgesamt drei tragenden Gestelle im Kofferraum verbunden

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Erster Test des "Kistenauszugs" mit einer 600 x 400 x ~350 mm Eurobox

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Trotz nur knapp 1060 mm zwischen den Radhausverkleidungen passen beide Auszüge mit einer nutzbaren Breite von gut 1000 mm noch dazwischen, die größte Sorge ist verschwunden!

Das ist soweit der aktuellste Stand und nächstes Wochenede wird es weitergehen. Mal sehen wie weit wir bis zur Abenteuer & Allrad kommen werden...

Grüße Steffen
KDJ120
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby BJ70_Driver » Sat 12. May 2018, 18:11

Hallo,

erstmal Gratulation zum Auto!
Das ganze Vorhaben liest sich sehr interessant und ich werde auch weiterhin sehr interessiert mitlesen, da ich mit meinem KDJ95 etwas ähnliches vorhabe.

Gruß
BJ70_Driver

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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stedan » Sat 12. May 2018, 23:49

BJ70_Driver wrote:Hallo,

erstmal Gratulation zum Auto!
Das ganze Vorhaben liest sich sehr interessant und ich werde auch weiterhin sehr interessiert mitlesen, da ich mit meinem KDJ95 etwas ähnliches vorhabe.

Gruß


Danke, freut mich, dass unser Projekt auf Interesse stößt! :wink:

Hier noch ein Bild vom Gesamtfahrzeug (hatte ich heute Mittag wohl vergessen...):

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Und noch ein paar Details zum Ausbau:

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Kühlbox in der Alublechwanne mit Gummimatte als Platzhalterdazwischen (s. vorheriges Bild).
Durch die Aussparungen in der Gummimatte sitzt die Kühlbox trotz unterseitiger Schraubenköpfe satt in der Wanne und nichts klappert. Die Ausrichtung ist so gewählt, dass die Temperaturanzeige mit Bedienfeld nach hinten zeigt, sodass man, auch wenn die solarbetriebene Fernbedienung mal ausfallen sollte, immer noch bequem die Kontrolle behalten kann. Außerdem kann die entstehende Abwärme so ungestört entlang der Hecktür nach oben hin entweichen, da auch die Liegefläche einige Zentimeter vor der Hecktür enden wird.

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Hier noch mal der Rahmen für den Kistenauszug im eingezogenen Zustand.
Entlang der Teleskopschienen haben wir 20 x 50 mm Aluwinkel mit 2 mm Wandstärke verwendet, in denen die Auszüge selbst fast vollständig verschwinden. So wurden wieder ein paar Millimeter gespart...

Als nächstes kommt jetzt die Verbindung der bereits gezeigten Auszugsysteme in Querrichtung und deren Verschraubung mit dem Kofferraumboden sowie eine 9 mm starke/schwache Birke Siebdruckplatte oben drauf als Platform für weiteres Gepäck und nachts die Matratze. Apropos Matratze: Hier sind wir noch am Recherchieren, was sich wohl am besten für unseren Zweck eignet. Geplant ist, die Matratze in vier zusammenhängenden Stücken bei Nichtgebrauch zusammenfalten zu können. Das wird es so wahrscheinlich eher nicht zu kaufen geben, aber mit dem richtigen Grundmaterial ließe sich das bestimmt realisieren. Wichtig ist uns vor allem, dass die Matratze möglichst flach (durch die doch relativ hohe Kühlbox bleibt darüber trotz größter "Platzsparbemühungen" nicht mehr viel Platz zum schlafen) und nicht in Längsrichtung geteilt ist.
Über Erfahrungen, Tips und Empfehlungen hierzu würden wir uns sehr freuen! Auch sonstige Kritik und Anmerkungen nehmen wir mit Freude entgegen, schließlich ist das unser aller erster (eigener) Ausbau...
KDJ120
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby HeinzD » Mon 14. May 2018, 10:45

Evtl. bietet sich die Gelgenheit, so etwas als Matratze/Basis zu kaufen:

https://www.google.com/search?q=aldi+g% ... SBILeDB-gM:

https://www.tchibo.de/doppel-gaestematr ... 96202.html

Später kann man den Schaumstoff, den es in verschiedenen Härten gibt, austauschen.
HeinzD

17:00

 
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stedan » Mon 14. May 2018, 15:16

Danke für die Links, Dorsch.
Aber da ist glaube ich nichts dabei, was unseren Vorstellungen entspricht bzw. unseren Anforderungen gerecht wird.
Deswegen möchte ich diese hier noch mal etwas präzisieren:

Benötigt ist eine Schlafunterlage, die...
- möglichst flach und dennoch ausreichend bequem,
- NICHT längs zur Fahrtrichtung geteilt,
- dauerhaft einsatzbereit (NICHT aufzublasen),
- quer zur Fahrtrichtung in vier Abschnitte geteilt aber zusammenhängend (--> faltbar)...
ist.

Da es so etwas höchst wahrscheinlich nicht in allen Punkten zutreffend von der Stange gibt, werden wir wohl eine Sonderanfertigung benötigen. Das heißt, wir sind eigentlich nur auf der Suche nach einem 200 × 140 cm großen Grundmaterial, das anschließend nach unseren Bedürfnissen zugeschnitten werden und bezogen werden muss.
Oder kennt jemand ein Produkt, das all unseren Anfrderungen gerecht werden könnte?

Gruß Steffen
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby Kieler Sprotte » Mon 14. May 2018, 18:27

Es gibt eigentlich in jeder großen Stadt Schaumstoffläden, die Zuschnitte für Wohnmobile, Boote, usw machen und das dann auch passend beziehen, da bekommst du dann auch die Härte, die dir persönlich zusagt...

http://www.schaumstoffladen.de/index.html
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby M_F » Mon 14. May 2018, 18:41

Moin

Sehen super aus deine Ideen. :)

Ich habe, wie auch andere, hier meine Matratze gekauft.

http://nanoform-schaumstoffe.de

Die machen auch Sonderformen per Onlinebestellung.

Gruß Mario
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby jonas » Mon 14. May 2018, 21:39

Hoi Steffen

Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Gruß
jonas
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stealnack » Tue 15. May 2018, 01:09

Hallo Steffen,
erstmal, gute Wahl mit dem J12 :wink: , ich fahre auch einen 2003 :lol: Allerdings habe ich schon knapp 300.000 auf der Uhr :ka: . Fahrzeugtechnisch wurde von mir schon diverses umgebaut, findest du unter "J12 für große Fahrt ausrüsten". Ich werde auch die Rücksitzbank komplett erhalten. Allerdings auf Reisen bleibt nur der "Schwiegermuttersitz" drinnen. Deine Kühlbox nimmt bei deiner Planung viel seitlichen Raum, da Sie neben dem Radkasten liegt. Die Australier legen dieses immer erhöht über den Radkasten um seitlich den Platz zu gewinnen. Deswegen kommt bei mir die doppelte raus, dort platziere ich die Kühlbox. Vorteil: Der Beifahrer kommt während der Fahrt an Kühles ;-) und Sie stört weniger da ich recht weit seitlich rüber rutschen kann und durch die geöffnete hintere Tür komme ich auch gut ran beim Camping.

Momentan ist bei mir gerade eine Dachkonsole geplant und die Realisierung steht an. Aber Interessant ist das ich ebenso schon länger über denn Innenausbau grübele, habe auch schon so meinen Ideen. Bisher habe ich entweder in der Hängematte außerhalb geschlafen oder die Sitze zur Liegefläche umgeklappt, allerdings habe ich mit 1,95 nicht wirklich gut geschlafen und es nur bei Regen durchgezogen :roll: :ka:
- Wie hast du eure Liegefläche geplant?
- Vom Armaturenbrett weg?
-Fahrerseitig auch mit einbezogen?
- wie wirst du es abstützen/fixieren?

Ich werde auch für absolute Notfälle die Möglichkeit schaffen im Auto (zu zweit) zu übernachten. Deswegen werde ich mir die Möglichkeit einer Liegefläche auf der Höhe der einmalig umgeklappten Rücksitze (im Kofferraum bleiben knapp 26cm Höhe für Schubladen) vom Armaturenbrett weg mit 12er Lindensperrholz als einen ebene Fläche schaffen. Dadurch komme ich auf gute 250cm Länge mit 3 Segmenten. Mit knapp 1m Liegebreite werden wir aber normal lieber im breiten Dachzelt schlafen (durch eine Heizung können wir auch bei kalten Zeiten im Zelt schlafen, geht bis -15C ganz gut) allerdings in Sibirien (Winter) brauchen wir die Heizung im Auto :wink: :roll: :bulb:

Bezüglich Matratze wurde auch viel überlegt und schlussendlich fiel die Entscheidung auf eine aus komprimierten Kaltschaum mit 6-10cm Höhe. Das gleiche Material wie gute Dachzeltmatratzen. Da muss ich nichts stückeln und sie lässt sich bedenkenlos falten und verstauen. Notfalls 2 Segmente und diese mit 2 langen Klett fest miteinander verbinden. Der Bezug wird aus einem dicken Baumwollstoff 350g aufwärts gefertigt.

Warum ich die "Ebene" auf Höhe der einmalig umgeklappte Rücksitze mache? Ich will versuchen möglichst viel Ladekapazität für den "Normalbetrieb" zu erhalten. Deswegen, 2 Schubladen und die umgeklappten Rücksitze ergeben eine Ebene. Momentan suche ich gerade gute, stabile Möbelverbinder welche schnell geöffnet werden können. Somit kann dann auf der "Ebene" links oder/und rechts bei Bedarf eine Hochschranksystem eingesetzt werden. Muss noch a bisserl denken :hmmm: :bulb: :baeh:

Mal sehen was Ihr so zaubert :P , bin für Diskussionen offen

LG Oliver

Info Tip: Pass auf den Autobahnen in Ungarn auf, dort werden die eingetragenen 8 Sitze zur Berechnung der Maut herangezogen. Dadurch zahlst du mehr. Ich lasse mir gerade deswegen die 3te Reihe austragen (alle Gurte sind raus). Hatte schon 2x deswegen in Ungarn Probleme
J12, 2003, D4D, 30mm Spurplatte, OME +5cm, Va +150kg, HA+400kg, 285/70/17 MT Rockproof, Snorkel mit Zyklop, SB Windenträger mit abnehmbarer Bullbar und Hochdruckreinigung, Winde 12.000lbs, BHC, Fix Roofrack und Leiter, UFS VA, Lightbar 18.000lm oben.
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stedan » Tue 15. May 2018, 07:08

Guten morgen Gemeinde,
ich freue mich sehr über die zahlreichen Rückmeldungen zu unserem Projekt!

Ich denke bezüglich der Matratzenwahl können mir die beiden letztgenannten Anbieter (nanoform-schaumstoffe.de und fanello) sicherlich schon viel weiterhelfen, wobei insbesondere die Schweizer, deren Namen ich in diesem Bereich vor längerer Zeit schon mal gehört habe, sehr interessante, aber auch hochpreisige Lösungen anbieten. Dennoch schadet es sicher nicht, noch mehr Alternativen anzuschauen (falls jemand noch was zu empfehlen hat).
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby bulli-von-toelz » Tue 15. May 2018, 09:12

Servus Steffen,

schaut sehr professionell und durchdacht aus Dein Umbau, Respekt!
Einen Tip/Denkanstoss hab ich - aus eigener Erfahrung - dennoch:
Wir hatten - allerdings in einem Terrano - ein ähnliches Konzept mit Liegefläche auf Fensterhöhe um darunter das Gepäck zu verstauen.
Die Höhe zwischen Liegefläche und Dach war auch durchaus ausreichend zum Schlafen.
Was aber extrem umständlich war, enorme Gelenkigkeit erfordert hat und deshalb auf Dauer genervt hat war die Aktion in diese Schlafnische hineinzugelangen.
Es ging bei uns sowieso nur durch die Hecktür und dort in 1,3 m Höhe mit den Füßen voraus in eine 35 cm hohe Öffnung reinzukrabbeln - da darfst es nicht mit den Gelenken haben und wenn die erste Person schon drin liegt wird´s für den zweiten nicht einfacher.
Raus ist´s fast noch schwieriger,
Aber wenn man´s ne Zeit lang geübt hat kann man auf jedem U-Boot anheuern.
Das nur so als Tip.
Denk auf jeden Fall dran, dass Ihr, wenn Ihr da oben drin liegt auch die Türen noch auf und zu machen könnt.
Viel Spaß beim weiter planen und basteln!
Viele Grüße,

Christoph
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby stedan » Thu 17. May 2018, 23:44

jonas wrote:Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Hi Jonas, was für eine Lösung hast du denn für dich gefunden? Mit oder ohne Lattenrost? Ein- oder mehrteilig?

stealnack wrote:ich fahre auch einen 2003 :lol: [...], findest du unter "J12 für große Fahrt ausrüsten". Allerdings auf Reisen bleibt nur der "Schwiegermuttersitz" drinnen. Deine Kühlbox nimmt bei deiner Planung viel seitlichen Raum, da Sie neben dem Radkasten liegt. Die Australier legen dieses immer erhöht über den Radkasten um seitlich den Platz zu gewinnen. Deswegen kommt bei mir die doppelte raus, dort platziere ich die Kühlbox. Vorteil: Der Beifahrer kommt während der Fahrt an Kühles ;-) und Sie stört weniger da ich recht weit seitlich rüber rutschen kann und durch die geöffnete hintere Tür komme ich auch gut ran beim Camping.

Ja den hab ich da auch schon gesehen, gefällt mir sehr gut! :rocknroll: Die Kühlbox woanders (im hinteren Fußraum) zu platzieren hatten wir uns anfangs auch mal kurz überlegt, aber als dann klar war, dass wir auch zu viert verreisen können wollen, blieb nur noch der Kofferraum übrig. Außerdem hatte ich etwas Bedenken wegen der Zugänglichkeit an dieser Stelle. Und während der Fahrt muss man sich da doch echt schwer die Arme verrenken, um da dran zu kommen oder? Wenn es mal auf eine längere Tour nur zu zweit gehen soll, können wir die Rückbank für zusätzlichen Stauraum ja immer noch ausbauen.
Das mit dem seitlichen Raum sehe ich anders: Wir haben bei einer Breite von 1155 mm an der Hecktür 1000 mm ausziehbare Breite auf Bodenhöhe realisiert. Der Rest wird für die tragende Struktur benötigt, sodass am Ende beim Einbau links und rechts nur ca. 10 mm Luft bleiben. Die Radhäuser schränken uns da also nicht wirklich ein. Da ich selbst schon 10 Monate in Australien war und dort auch viel gereist bin (Darwin - Alice Springs - Cairns - Brisbane - Sydney - Melbourne - Adelaide - Perth - Exmouth :aetsch: ), kenne ich auch die weit verbreitete Lösung der Australier mit zwei Schubladen unten und der Kühlbox oben drauf. Das geht aber nur, wenn man nicht im Auto schlafen möchte/muss. War also keine Option für uns. Außerdem ist die Kühlbox dann so extrem hoch, also ohne teure Senk- oder Kippvorrichtung schlecht zu handhaben, und die Schubladen verschenken auch oft viel Raum.

stealnack wrote:Bisher habe ich entweder in der Hängematte außerhalb geschlafen oder die Sitze zur Liegefläche umgeklappt, allerdings habe ich mit 1,95 nicht wirklich gut geschlafen und es nur bei Regen durchgezogen :roll: :ka:
- Wie hast du eure Liegefläche geplant?
- Vom Armaturenbrett weg?
- Fahrerseitig auch mit einbezogen?
- wie wirst du es abstützen/fixieren?

Das habe ich auch schon gemacht, geht aber nicht bei jedem Wetter oder es ist wirklich kein Vergnügen...
Bei unserer Liegefläche kommt auf die im Kofferraum montierte Alu-Konstruktion zuerst mal noch eine 9 mm Siebdruckplatte, darauf dann die Matratze und eventuell noch ein 3D-Abstandsgewirke zum Abtransport von Feuchtigkeit dazwischen. Für vorne werden noch weitere "Bausatzteile" angefertigt, die ich hier hoffentlich bald noch näher zeigen kann. Wieder Alu-Profile (Längsträger und Stützen, klappbar) und darauf eine Siebdruckplatte. Diese besteht aus zwei Teilen, die über ein Klavierband miteinander verbunden sind (Aufteilung: etwa 30 cm + 80 cm), da auch dieses Brett während der Fahrt irgendwo verstaut werden muss und im Kofferraum nur 85 cm zur Verfügung stehen. Diese Platte wird während der Fahrt also einfach auf der fest montierten im Kofferraum gelagert. Das ermöglicht es uns, die Liegefläche im Zweipersonenbetrieb während der Fahrt weitestgehend aufgebaut zu lassen und sie dann mit nur einem Handgriff zu vervollständigen, wenn es schlafen geht. Dauerhaft in voller Länge aufgebaut lassen geht nicht, da die Sitze zum Fahren nach vorne geklappt und/oder geschoben werden müssen.
An die Lösung etwas vom Armaturenbrett weg zu bauen, hatte ich nie gedacht. Ist sicher auch eine Möglichkeit, aber noch komplexer zu fertigen und aufzubauen, wenn dabei auch eine gewisse Stabilität erreicht werden soll.
Was meinst du mit "fahrerseitig mit einbezogen"? Ich denke das erübrigt sich, da wir nicht von vorne weg, sondern von hinten her bauen. Aber ja, die Liegefläche wird die gesamte Innenraumbreite einnehmen, schließlich soll es ja keine reine Notlösung werden.

stealnack wrote:Warum ich die "Ebene" auf Höhe der einmalig umgeklappte Rücksitze mache? Ich will versuchen möglichst viel Ladekapazität für den "Normalbetrieb" zu erhalten. Deswegen, 2 Schubladen und die umgeklappten Rücksitze ergeben eine Ebene. Momentan suche ich gerade gute, stabile Möbelverbinder welche schnell geöffnet werden können. Somit kann dann auf der "Ebene" links oder/und rechts bei Bedarf eine Hochschranksystem eingesetzt werden. Muss noch a bisserl denken :hmmm: :bulb: :baeh:

Mal sehen was Ihr so zaubert :P , bin für Diskussionen offen

LG Oliver

Info Tip: Pass auf den Autobahnen in Ungarn auf, dort werden die eingetragenen 8 Sitze zur Berechnung der Maut herangezogen. Dadurch zahlst du mehr. Ich lasse mir gerade deswegen die 3te Reihe austragen (alle Gurte sind raus). Hatte schon 2x deswegen in Ungarn Probleme

Das mit den Bedarfsschränken klingt auch sehr interessant, ich bin gespannt auf deine Umsetzung!
Danke für den Tipp, aber dieses Problem sollten wir nicht haben, da unser J12 nur mit 5 Sitzen ausgeliefert wurde (Ich dachte, das wäre hier in Deutschland meistens der Fall?).

Gruß Steffen
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby Nightwolve » Fri 18. May 2018, 17:49

Nee, sind einige 7-Sitzer in D unterwegs...u.a. auch meiner. Ich hab zwar 8 Gurte, aber nur 7 Plätze. In der dritten Sitzreihe gab es wohl 2 Versionen...ich hab 2 schmale Einzelsitze, ich hab aber auch schon etwas asymmetrisches gesehen.
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby jonas » Fri 18. May 2018, 18:26

stedan wrote:
jonas wrote:Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Hi Jonas, was für eine Lösung hast du denn für dich gefunden? Mit oder ohne Lattenrost? Ein- oder mehrteilig?

Gruß Steffen

Hoi Steffen
Ich habe die Variante ohne Lattenrost mit einem Schrägschnitt zum umklappen. Meine Matratze ist 7cm dick und das reicht uns prima.

Gruß
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

Postby gernotlienz » Wed 13. Jun 2018, 12:30

...auch ich plane eine Liegefläche in meinem Prado 120, bin 185 und sollte doch Platz finden.
Interessant: eine Heizung im Dachzelt?
Bitte um Info, weil auch ich so ein Ding habe, aber aus urologischen Gründen und aus Bequemlichkeit doch lieber im Wagen schlafen möcht und mir vorstelle, dass es zb in Norwegen auch im Sommer im Dachzelt es kalt ist.
Ich warte auf Fotos, schick was, wenn der Wagen fertig ist...
beste Grüße Gernot
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