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J9 Mitteldifferentialsperre    

1996 - 2001

J9 Mitteldifferentialsperre

Postby pest » Sun 21. Jan 2007, 02:32

Hallo Zusammen,

ich habe schon seit längerem versprochen, mich der Sache einmal anzunehmen. Nach eingehendem Studium des Werkstättenhandbuchs und ein paar wenigen Schraubarbeiten bin ich zur Überzeugung gekommen, dass die Aufhebung der Zwangssperre möglich ist. Dazu sind ein paar Postings in meinem Einführungs-Thread gelaufen.

Heute habe ich das Verteilergetriebe runtergeschraubt, um an die Kulissenköpfe zu kommen. Diese werden jetzt umkonstruiert, so dass sich das vorgestellte Schaltschema realisieren lässt. Dabei habe ich auch gleich die getriebeinterne Verriegelung der beiden Schaltstangen aufgehoben. Von Aussen, ohne das Getriebe öffnen zu müssen :D :D :D. Jetzt lässt sich die Untersetzung unabhängig von der Sperre schalten. :bb:

Die ganze Sache ist keine Hexerei, es beschränkt sich im Wesentlichen auf den Aus- und Einbau des Verteilergetriebes. Wer sich das zutraut, kann es selber machen. Eine detailierte Beschreibung folgt, sobald ich die neuen Kulissenköpfe habe, alles wieder zusammengebaut und getestet ist.

Grüsse, Peter
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Postby J9 Andy » Sun 21. Jan 2007, 08:34

Hi Peter,

das hört sich sehr gut an.
Wenn das wirklich problemlos klappt, dann ist das eine Sache die ich auch gerne in Angriff nehmen würde.
Verstehe ich Dich richtig, daß Du im Moment das Mitteldiff nicht so ohne weiteres sperren kannst? ("Dabei habe ich auch gleich die getriebeinterne Verriegelung der beiden Schaltstangen aufgehoben")
Bin gespannt auf Deinen Bericht.
Gruss Andy
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Postby pest » Sun 21. Jan 2007, 12:04

Hallo Andy,

hier ein Blick auf die beiden orginalen Kulissenköpfe vom Fahrgastraum aus gesehen, wenn der Schalthebel für das Verteilergetriebe abmontiert ist. Rechts wird die Sperre geschaltet, links die Untersetzung. Bild 1 zeigt Strassengang, Bild 2 Strassengang gesperrt, Bild 3 Untersetzung gesperrt. Da müssen neue Köpfe her, damit mit dem orginalen Schalthebel das schon erwähnte Schaltschema umgesetzt werden kann.

ImageBild 1: Strassengang

ImageBild 2: Strassengang, gesperrt

ImageBild 3: Untersetzung, gesperrt

Weiters sind die beiden Schaltstangen durch einen Stift gegeneinadner so verriegelt, dass zuerst die Sperre geschaltet werden muss, bevor die Untersetzung schaltbar wird. Dieser Stift muss ausgebaut werden, damit es vom Getriebe her möglich ist, die Untersetzung ohne Sperre zu schalten. Das habe ich mit "getriebeinterner Verriegelung" gemeint. Ich scane noch die Übersicht aus dem WBH, dann wird's klarer.

Grüsse, Peter
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Postby J9 Andy » Sun 21. Jan 2007, 15:33

Ich hab mir auch mal ein paar Gedanken dazu gemacht.
Mein Lösungsvorschlag sähe dann so aus.

Version 1
Image
S = Sperre
U = Untersetzung
Bei der von Dir gezeichneten Schaltkulisse wüsste ich jetzt auf Anhieb nicht, wie das umzusetzen wäre.
Code: Select all
LL
|
L----
     |
HL   N
|    |
H----
Last edited by J9 Andy on Sun 7. Mar 2010, 11:44, edited 4 times in total.
Gruss Andy
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Postby pest » Sun 21. Jan 2007, 18:51

Hi Andy,

echt cool Deine Animation. Wenn die U-Kulisse bei HIGH auf die gleiche Höhe wie die S stellst, dann hast Du mein Schaltschema. Vom Platz her geht es sich aus. Fragt sich nur, welches Schema das praktischere ist. Könntest Du das vielleicht auch animieren?

Werde die Teile erst morgen Abend zeichnen. Bis dahin werden alle Vorschläge angenommen!

Grüsse, Peter
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Postby J9 Andy » Sun 21. Jan 2007, 20:51

Ich glaub , ich weis jetzt wie Du es dir denkst.

Version 2
Image mit zugehöriger Beschriftung des Schaltknaufes
Code: Select all
LL
|
L----
     |
HL   N
|    |
H----

Und ich denke, diese Variante ist die praktischere von den beiden.

Vielleicht könntest Du für die 1. Version auch noch so ein "Code - Muster" erstellen, ich krieg das irgendwie nicht hin, dann kann sich jeder das ganze etwas besser vorstellen.
Last edited by J9 Andy on Sun 7. Mar 2010, 11:45, edited 1 time in total.
Gruss Andy
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Postby pest » Sun 21. Jan 2007, 22:17

Genau so wie Variante 2 hab ich's vor!

Die Beschriftung für den Schaltknauf der Variante 1 sähe dann so aus:
Code: Select all
LL---
|    |
L    N
     |
HL---
|
H
An alle, was würdet Ihr vorziehen?

Grüsse, Peter
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Postby VolkerJ » Mon 22. Jan 2007, 19:59

Hallo,

wenn ich mich da mal so einmischen darf :unwuerdig:

Was haltet ihr von 2 Hebeln? Einer für die Sperre, einer für High/Low.
Natürlich mit neuem Hebelsockel. Dann wären ja wahrscheinlich auch keine neuen Kulissenköpfe nötig. :?: :!:

Peter, Du hast geschrieben...

-------
Dabei habe ich auch gleich die getriebeinterne Verriegelung der beiden Schaltstangen aufgehoben. Von Aussen, ohne das Getriebe öffnen zu müssen .
Jetzt lässt sich die Untersetzung unabhängig von der Sperre schalten.
-------

Ich blicks nicht wo der interne Verriegelungsstift sitzt. Wenn Du ihn deaktiviert hast ohne das Getriebe zu öffnen, heisst das ja Du bist von der Hebelsockelöffnung aus hingekommen. Im Handbuch hab ich es nicht gefunden.

Die 2 Hebel Lösung geht natürlich auch nur wenn man die interne Verreigelung deaktiviert. (Evt. ohne das Getriebe ausbauen zu müssen, da ich ja gerne faul bin :biggrin: )

Gruß
Volker
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Postby J9 Andy » Mon 22. Jan 2007, 23:11

@ Volker
na klar darfst du dich hier mit reinhängen, ist doch ein öffentliches Forum :wink: und ich habe es so verstanden, daß nur der Deckel mit dem Schalthebel abgebaut werden muß.

Vielleicht könnte auch jemand mit dem J9 D4-D mal schauen wie es dort gelöst ist.
Bei diesen Modellen wird mit dem Schalthebel ja auch nur zwischen High - Neutral - Low geschalten, und die Sperre wird mit nem kleinen Knöpfchen separat geschalten. Ich tippe da mal auf einen kleinen Stellmotor.
Man braucht nur die Zwangssperre im VTG aufheben, den Rest gibt es sicherlich beim freundlichen Händler. Allerdings kann ich mir vorstellen, daß es dann nicht gerade billig wird. Hätte aber den Vorteil der Originalteile von Toyota.
Für die erste Variante mit den Kulissenköpfen spricht m.M.n. der geringe Material-, und Zeitaufwand, evtl. noch einen Schaltknauf-Rohling besorgen und das Schaltschema draufmalen.
Gruss Andy
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Postby pest » Mon 22. Jan 2007, 23:32

So, jetzt habe ich ein paar Dokus parat:

Der Ein- und Ausbau ist keine Hexerei. Tipp: Kardanwellen und Flansch kennzeichnen, damit wieder gleich eingebaut werden kann, um Fibrationen infolge Unwucht zu verhindern (hab ich mal wo gelesen). Egal ob das Schaltgetriebe MT oder AT ist, das Untersetzungsgetriebe muss heruntergeschraubt werden, damit dieser :angryfire: Stift ausgebaut werden kann (Zugänglichkeit). Nachdem das VT ausgebaut ist, geht das so: Zuerst die Schraube auf der Seite der "Frontantrieb-Schaltgabelwelle" (O-Ton Toyota), hinter der sich die zwei Federn und die Kugel befinden, rausschrauben. Federn und Kugel kommen Euch dann entgegen. Dann o.g. Welle etwas (Vorsicht!) aus dem VT ziehen, bis der Stift sichtbar wird (ich hatte das VT so am Boden, dass er mir gleich entgegengeflutscht ist) und rausgezogen werden kann, z.B. mit einem Stabmagneten. Anschliessend die Welle wieder bis zum Anschlag reinschieben, Kugel und Federn einfügen und mit der mit einem Gewindedichtmittel beglückten Schraube (meiner Ansicht nach reicht Teflonband, Toyota empfiehlt ThreeBond 1344 oder Loctite 242) verschliessen. Und jetzt erst recht nicht mehr an den Welle ziehen, sonst fallen die Kugeln möglicherweise in das VT. Und dann hilft glaub' nur noch aufschrauben!

Jetzt je nach Geschmack einen TwinStick a la Volker verwenden oder die viel diskutierten Kulissenköpfe (idealerweise vorgefertigt, sonst müsst Ihr wie ich momentan mit Bus, Bahn und was weiss ich noch alles zur Arbeit) grad bei dieser Gelegenheit austauschen.

Mit den beiden Kulissenköpfen für die Sperre und die Untersetzung können beide vorgestellten Varianten des Schaltschemas umgesetzt werden. Einfach die entsprechenden Kulissen bei der Montage einander gegenüberstellen. Das lässt sich auch nachträglich von der Hebelsockelöffnung aus machen. Sogar das orginale Schaltschema lässt sich machen (Für alle die schon früher reingeschaut haben, mit den Zeichnungen hat es darum etwas länger gedauert. Es soll doch auch passen. ).

Und dann halt das ganze wieder einbauen. Drehmomente beachten!

Ach ja, Werkzeug und meine Erfahrungen: Vier (zwei gehen auch, dann einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse) Unterstellböcke zum Aufbocken, damit die Kardanwellen gedreht werden können. Mit dem Wagenheber kann das VT abgestützt werden. Durch langsames Ablassen senkt sich dann die ganze Motor-Getriebeeinheit, so dass die Verbindungsschrauben SG zu VT zugänglich werden. Es war allerdings eine lange Verlängerung und ein Kreuzgelenk eines guten Ratschensatzes notwendig, um an die letzte Schraube zu kommen. Nachdem alle Schrauben, Stecker und Entlüftungen (die ist mir allerdings abgerissen) abgezogen sind, habe ich das SG mit einem Holzscheit abgestützt und mit dem Wagenheber stüzend das VT nach hinten rausgezogen. Geschraubt habe ich das auf meiner Terasse, der J9 ist gar nicht so ein Bodendecker, als der er immer aussieht :P

Was es noch so braucht: Jemand mit MT, der sich anschaut, ob die Kulissen auch passen. Ich hab nämlich nur einen AT.....

Grüsse, Peter
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Postby pest » Sat 3. Feb 2007, 12:38

Hallo Zusammen,

endlich sind die Kulissen fertig geworden! Eingebaut, Probefahrt:

Bergsträsschen, viele Kurven, 18% Gefälle. Bisher: 1. Gang (L-Stufe beim Automat) und Dauerbremse. Jetzt: Stufe 2 und Low-Range, den Rest erledigt die Motorbremse. Dass nenn' ich ein Fahrgefühl :bb:

Beim Einbau gab's noch eine Überraschung: Der Schaltweg der Sperrenstange ist um 0,5mm unterschiedlich lang, je nachdem ob die Untersetzung geschaltet ist oder nicht. Das führte dazu, dass der Kulissenkopf für die Sperre nur für das Schaltschema von Andy passte. Zudem haben die "doppelten" Kulissen leider keinen Platz. Ich habe am Kulissenkopf für die Sperre die Seite mit der einen Ausnehmung weggelassen (hab's abschleifen müssen, war ja schon gehärtet) und für die Untersetzung den orginalen verwendet. Das Schema lässt sich wunderbar schalten und hängt sich dem eingentlichen Schaltablauf nur am Ende an, perfekt!

Um das ganze Getriebe geht es recht eng zu. Mit meinem Standard-Drehmomenter hatte ich bei manchen Schrauben keine Change dazuzukommen. Auch mit dem Gelenkstück nicht. Ich habe dann die Schrauben mit Gefühl angezogen. Dabei habe ich an einer mit Drehmoment vorgefühlt. Es wird also schon passen. Jetzt würde ich den Kulissenkopf vorfertigen lassen und es von einer Werkstätte machen lassen. Für die ist das 2-3 Stunden Arbeit.

Wenn ich die Zeit finde, stell ich noch die korrigierte Zeichnung der Kulisse ins Netz.

Viele Grüsse,
Peter
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Postby J9 Andy » Sun 4. Feb 2007, 12:29

Hallo Peter,

super das es funktioniert. :)


> .... Der Schaltweg der Sperrenstange ist um 0,5mm unterschiedlich lang, je nachdem ob die Untersetzung geschaltet ist oder nicht. ....
Also 0,5 mm finde ich jetzt nicht gerade viel, ich hätte gedacht das die Toleranzen größer sind. Könnte man nicht einfach den Teil des Schaltknüppels anpassen?

> .... Zudem haben die "doppelten" Kulissen leider keinen Platz. ....
Was meinst Du damit. Die Kulisse der Sperre in Form einer "3" ?

> .... Ich habe am Kulissenkopf für die Sperre die Seite mit der einen Ausnehmung weggelassen. ....
Auch hier ist mir auf Anhieb nicht klar wie Du das Meinst. Ich denke Bilder sagen wie immer mehr als tausend Worte. :wink: Wenn Du bitte so freundlich währest welche einzustellen. :wink:

> .... Das Schema lässt sich wunderbar schalten und hängt sich dem eingentlichen Schaltablauf nur am Ende an ....
Verstehe ich das richtig, daß Du jetzt Schaltschema Version 1 eingebaut hast?

> .... war ja schon gehärtet ....
Das wundert mich jetzt etwas, warum sind die Kulissenköpfe gehärtet? Würde dort nicht auch stinknormaler 08/15 Wald-, und Wiesenstahl ausreichen? Ich meine, die Teile sind doch eigentlich nicht stark belastet. Wer nicht öfters schwere Anhänger rangiert, oder viel im Gelände unterwegs ist, braucht den Allradschalthebel doch nur recht selten und große Kräfte wirken dort doch nicht, oder :?:

Am Mo 22 Jan, 2007 23:32 hast du geschrieben
> .... Anschliessend die Welle wieder bis zum Anschlag reinschieben, Kugel und Federn einfügen ....
Was passiert mit der Kugel und der Feder im Getriebe "ohne" den Stift? Besteht die Gefahr, daß sich dieses Kleinzeug irgendwie selbständig macht?
Laut Deinen pdf gibt es an der Untersetzungswelle auch noch eine Kugel und Feder. Ist es nicht ratsam, alles was die Sperrstiftgeschichte angeht auszubauen? Laut pdf: der Sperrstift, 2 Federn, 2 Kugeln und noch zwei Teile die ich nicht erkennen konnte.


Wo hast Du die Kulissenköpfe machen lassen? Der Schlosser im Ort ist evtl. damit überfordert. (Spezialfirma?)
Gruss Andy
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Postby tundra » Sun 4. Feb 2007, 12:48

Hallo Peter
Super Sache, die Du hier ausgetüftelt und realisiert hast, Kompliment! :thumbsup: Habe Deine Berichte aufmerksam mitgelesen!
j9 andy wrote:Wo hast Du die Kulissenköpfe machen lassen? (Spezialfirma?)

DAS würde mich auch interessieren! Der Einbau/Modifikation (denke ich) ist dann duch den talentierten Schrauber zu bewerkstelligen...

LG aus der Zentralschweiz

Tundra :wink:
alles ausser gewöhnlich... :wink:
Schau doch mal rein:www.landcruiser-club.ch Image
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Postby pest » Sun 4. Feb 2007, 20:10

Hallo Zusammen!

Ich habe es mir gedacht, dass ich hätte Fotos machen sollen, aber die Gelegenheit zum Zusammenbauen war gerade so günstig und ich habe selber keine Digitalkamera. Also leider auch keine Fotos :oops:. Ich probier mich so klar wie möglich auszudrücken:

@Andy
Also 0,5 mm finde ich jetzt nicht gerade viel, ich hätte gedacht das die Toleranzen größer sind. Könnte man nicht einfach den Teil des Schaltknüppels anpassen?
Du hast recht, im ganzen Gewerkel ist Spiel drin und die 0,5 mm lassen sich leicht wegdrücken, am Schaltknüppel müsste da gar nichts gemacht werden. Ich habe befürchtet, dass dieser Versatz zu einer hakeligen Schaltung führen könnte, und das wollte ich nicht.

> .... Zudem haben die "doppelten" Kulissen leider keinen Platz. ....
Was meinst Du damit. Die Kulisse der Sperre in Form einer "3" ?

> .... Ich habe am Kulissenkopf für die Sperre die Seite mit der einen Ausnehmung weggelassen. ....
Auch hier ist mir auf Anhieb nicht klar wie Du das Meinst. Ich denke Bilder sagen wie immer mehr als tausend Worte.
Ich wollte Kulissen bauen, mit denen sich bei angebautem VG jedes Schaltschema einstellen lässt. Darum haben die aktuellen Zeichnungen zwei Stege, in denen sich Ausnehmungen befinden. Leider bauen die dann so breit, dass sie keinen Platz mehr im Getriebe haben. Ich habe also an der Kulisse für die Sperre denjenigen Steg mit nur einer Ausnehmung weggeschliffen und als Kulisse für die Untersetzung die orginale verwendet. Bei den Bildern, die ich reingestellt habe, musst Du Dir nur den rechten Kulissenkopf mit zwei Ausnehmungen wie in Deiner Animation vorstellen. So sieht es jetzt aus.

> .... Das Schema lässt sich wunderbar schalten und hängt sich dem eingentlichen Schaltablauf nur am Ende an ....
Verstehe ich das richtig, daß Du jetzt Schaltschema Version 1 eingebaut hast?
Ja, ich habe jetzt das Schaltschema 1. Und ich hab's heute wieder ausprobiert. Es ist perfekt, weil es sich in einem Zug Durchschalten lässt. Immer wenn man am Ende des Schaltweges angelangt ist, braucht man sich keine Gedanken um den Antrieb zu machen, weil die Sperre raus ist. Und es geht wie Butter zu schalten.

> .... war ja schon gehärtet .... Das wundert mich jetzt etwas, ...
Härten ist deswegen wichtig, weil sich sonst der Schalthebel durch Vibrationen in die Kulissen einarbeiten würde, und dann hakelt es wieder. Aber vielleicht habe ich auch übertrieben mit der Umsicht. Was tut man nicht alles für seinen J9 :dazed:

> .... Anschliessend die Welle wieder bis zum Anschlag reinschieben, Kugel und Federn einfügen ....
Was passiert mit der Kugel und der Feder im Getriebe "ohne" den Stift? Besteht die Gefahr, daß sich dieses Kleinzeug irgendwie selbständig macht?
Laut Deinen pdf gibt es an der Untersetzungswelle auch noch eine Kugel und Feder. Ist es nicht ratsam, alles was die Sperrstiftgeschichte angeht auszubauen? Laut pdf: der Sperrstift, 2 Federn, 2 Kugeln und noch zwei Teile die ich nicht erkennen konnte.
Die 2 Federn und die Kugel sorgen für das Einrasten der Schaltstangen in den Schaltpositionen, sehr wichtig! Der Stift befindet (befand :-)) sich zw. den Schaltwellen, da kommen die Kugeln und Federn nicht hin, wenn sich die Schaltwellen in den richtigen Positionen befinden. Es besteht absolut keine Gefahr, dass Kleinzeug im Getriebe rumschwirrt.

Anektote: Beim Montieren ist es mir drei Mal passiert, dass eine Kugel sich selbsständig gemacht hat. Ich war so neugierig, ob das Schalten funktioniert, dass ich immer wieder an der Sperren-Welle gezogen habe. Die hat aber bei ausgebautem VG keinen vorderen Anschlag, so dass ich die immer zu weit herausgezogen habe. Die Kugel ist dann hinter der Welle in die Wellenbohrung gefallen. Dachte schon, Du Depp, jetzt kannst das VG erst recht total zerlegen. Hab's se dann immer wieder rausgekriegt. Drei mal!!! :roll:

@Alle
Die Kulissenköpfe, jetzt braucht's eh nur noch einen, hat unsere Lehrwerkstätte gemacht. Die brauchen immer wieder Teile zum Üben :wink: Wenn Ihr keine Möglichkeit seht, die Euch selber zu besorgen, dann kann ich ja mal nachfragen, ob die auch mehrere machen würden.

Noch ein Fahrbericht:
Bin gestern einen vereisten Forstweg runter. In Low, nicht gesperrt. War manchmal knapp vorm davonrodeln. Ich weiss nicht wie es gegangen wäre, wenn die Sperre drin gewesen wäre. Grad in den Kehren müssen dann doch ein, zwei Räder rutschen, weil der Ausgleich fehlt. Und wenn die Fuhre erst mal rutscht...

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Peter
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Postby pest » Mon 5. Feb 2007, 20:04

Hallo Zusammen,

die Zeichnung des Kulissenkopfs für die Variante 1 ist im Netz.

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