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    -- Land Cruiser J4 / J5

        -- Kardan zur mech. Winde

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Joe Sixpack
Verfasst am: Fr, 30. Mai 2003, 22:13
Anmeldungsdatum: 05.11.2002 Beiträge: 1191
mal wieder ganz Laienhaft ohne 1000 PS!

Fahrradfahrer:
                             Kraft ist immer konstant!
Was macht das Geriebe?
             Hiflt die Kraft, je nach Anforderung, optimal umzusetzen.
Kommt es da irgenwo zu mehr Kraft,die verarbeitet werden muss?
Ich leih mir da mal zwei Buchstaben vom Füchslein(Danke Füchslein)
                                NÖ
Nicht anders sieht es doch beim Auto aus.
In L2 wird doch in jedem Gang die erreichbare Geschwindigkeit reduziert,um das optimale Drehmoment in den Bereichen ausnutzen zu können.
Summasumarum:
Wer`s mag,kann in L2 gemütlich durch die Gegend schaukeln,allerdings mit reduzierter Höchstgeschwindigkeit in den jeweiligen Gängen.
So lo....
Joe Six...

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moritz
Verfasst am: Fr, 30. Mai 2003, 23:17
Anmeldungsdatum: 21.12.2002 Beiträge: 3080
Dschoouwi!
Die LEISTUNG bleibt konstant. Leistung ist aber Kraft mal Drehzahl. Also z.B.halbe Drehzahl mal doppelte Kraft und umgekehrt.
Das Fahrrad wird schließlich langsamer im Hang weil die Kraft auf die Nabe und damit vom Reifen auf den Asphalt nicht mehr ausreicht. Ergo wird zurückgeschaltet. Damit erhöht sich die Kraft auf Kette, Ritzel, Nabe, Asphalt. Jedenfalls wenn Du vorne umwirfst. Wenn Du hinten umwirfst bleibt sie in der Kette noch konstant, und greift dann aber am größeren Umfang (Hebel) des Ritzels an. Von da an ist sie wieder erhöht.
Oder von hinten aufgezäumt:
Dein Motor hat sagen wir 300Nm Drehmoment. Das hieße an einem Radius von 0,5m kann er 600N=60kg Umfangskraft entwickeln. Wenn in Getrieben die Kraft nicht vervielfacht würde, müßtest Du an der Achse immer noch mit den 60kg Schub auskommen. Das ist nicht mehr, als wenn Du Deine Frau anschieben läßt! Glücklicherweise bewirkt aber Deine Gesamtuntersetzung von 40:1 zufällig genau die vervierzigfachung dieser 60kg Radkraft, was im Ergebnis Deinen 2,4tonner senkrecht die Wand hochfahren läßt, auch wenn Deine Frau mal ihren freien Tag hat.

Und weißt Du auch warum Du das noch nicht wußtest? Weil Du immer noch an kapitalistische Physik glaubst!

Hast Du vielleicht schon mal einen Werkstattkettenzug verwendet, oder eine Handwinde am Auto- oder Bootsanhänger? Da ergreifst Du eine Kette oder Große Kurbel, die auf ein Getriebe wirkt. Die darin vervielfachte Kraft zieht dann die Last um den Preis einer verminderten Geschwindigkeit (Leistung ist konstant).
Wollen wir uns nach einem Sowjetdoktor der Physik umschauen für Nachhilfe? Sojemand ist heute ja leider sehr günstig zu bekommen.

(Edited by moritz at 0:28 am 31. May 2003)


(Edited by moritz at 0:41 am 31. May 2003)

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eberhard
Verfasst am: Sa, 31. Mai 2003, 05:46
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3205 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
@joe

...jetz' hat er aber nochmal heftig "zugeschlagen", unser lieber Moritz Wink  Hättest Du Dir lieber gleich mal den empfohlenen Link reingezogen...?
Das Produkt aus Kraft mal Hebelarm bleibt immer gleich. Drum merke:
Gar furchtbar ist des Meister's Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft!!

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moritz
Verfasst am: Sa, 31. Mai 2003, 10:48
Anmeldungsdatum: 21.12.2002 Beiträge: 3080
nein nein nein
...gut, ich sehe jetzt, daß ich zu Beginn des letzten Versuchs für Kraft besser DREHkraft (=Drehmoment) geschrieben hätte.

das Produkt aus
(Kraft x Hebelarm) x Drehzahl
bleibt gleich, denn das ist identisch dem Produkt aus
Drehmoment x Drehzahl
und das wiederum ist die
Leistung
,und die ist es, die in verlustfreier Übertragung konstant bleibt. Das meint offenbar Joe, wenn er schreibt, daß die Kraft gleich bliebe.

Das Gesamte Produkt aber bleibt konstant, die einzelnen Faktoren unterscheiden sich vor und nach dem Getriebe.

Wirft man am Fahrrad am vorderen Kettenblatt um, ändert sich bei stur gehaltener Strampelfrequenz und Strampelkraft in
(Kraft x Hebelarm) x Drehzahl
#vorne am Kettenblatt der Hebelarm, die Kettenkraft, aber nicht die Drehzahl
#hinten am Ritzelkonus die Kettenkraft, die Drehzahl, aber nicht der Hebelarm
In Summe ziehe ich also mit dem Fahrrad einen dreischarigen Pflug, auf Kosten der Rundenzeit.

Wirft man hinten um, ist es einfacher: Dann ändert sich
#vorne nichts
#hinten der Hebelarm, die Drehzahl, aber nicht die Kettenkraft.
In Summe ziehe ich wieder den Pflug und verliere das Rennen.

Das ist der Hauptzweck auch in L4, abgesehen davon, daß die geringere Geschwindigkeit hier manchmal das Ziel ist, oder ohne zusätzliche Last dann die Schonung der Kupplung durch Verringerung des Eingangsdrehmomentes.

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Ralf WK
Verfasst am: Sa, 31. Mai 2003, 14:43
Anmeldungsdatum: 25.09.2001 Beiträge: 494 Wohnort: Wittstock/Dosse - Mitten in der Pampa
Oh Mann Herr Obereberhardlehrmeister..... Der Spruch ist ja nun schon ewig alt aber im Original geht er ja wohl doch etwas anders?!?!  Riesig ist des Schlossers Kraft wenn er´s mit Verlänerung schafft! oder sind im tiefsten "Westenland" alle Schrauber schon Meister?? Wär mir jedenfalls ein Wunder, die können doch eh nur Baugruppen wechseln und nix mehr richtig reparieren!!!!

&tschüß

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J4 - Geschwindigkeit neu erleben!
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Fuchs
Verfasst am: So, 01. Jun 2003, 16:05
Anmeldungsdatum: 29.11.2001 Beiträge: 675 Wohnort: 6422 Steinen
E = MC2 ?

@Eberhard
Schönen Gruss Smile

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Joe Sixpack
Verfasst am: So, 01. Jun 2003, 18:43
Anmeldungsdatum: 05.11.2002 Beiträge: 1191
Moritz,
ein Motor entwickelt xxx nm bei xxx u/min.
Diese nm  ändern sich doch nicht bei einer kürzeren
Übersetzung.
Mal ein anderes Beispiel mit unterschiedlichen Kräften ,die auf ein System einwirken & erst kritisch für`s System werden,wenn der Widerstand zu groß wird.
Herr Schwarzenegger & Herr Sixpack wollen einen Stein lupfen.
Ohne Hilfsmittel:
Herr Sixpack: passiert nix
Herr Schwoooorzenegger: machts mit links.

Mit Hebel:
Herr Sixpack & Herr Schwoooorzenegger lupfen den Stein.

Mit Hebel & Stein der für´s System zu schwer ist:
Herr Sixpack: passiert nix
Herr Schwoooorzenegger:
Er schafft es nicht oder das System zerbröselt.
So lo.....
Joe Six....





.
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moritz
Verfasst am: So, 01. Jun 2003, 22:23
Anmeldungsdatum: 21.12.2002 Beiträge: 3080
Zitat:
Quote: from Joe Sixpack on 19:43 am 1. June 2003
Moritz,
ein Motor entwickelt xxx nm bei xxx u/min.
Diese nm  ändern sich doch nicht bei einer kürzeren
Übersetzung.
.


Joe, wenn ich Deinen J43 hoch schätze, auf 300Nm, dann bedeutet das, daß er per Definition an einem Hebel von 1m Länge mit 300N = 30kg ziehen kann. Ein kürzerer Hebel von 0,5 m ist für ihn günstiger, also kann er mit 60kg ziehen.
Deine Reifen haben deshalb 0,5m Radius.
=> Zugkraft ist 60kg!!!!!!
Das kann auch einem Originalitätsfetischisten nicht genügen!!!!! Und selbst wenn, so hat es doch glücklicherweise den Konstrukteuren nicht genügt.

Die Zugkraft muß irgendwo (Getriebe) vervielfacht werden.

Wenn Du's MIR nicht glauben kannst, blättere mal einen Geländetest in einer OffRoad durch. Darin steht das Motordrehmoment in Nm, und an anderer Stelle das Raddrehmoment ebenfalls in Nm. Wenn Du das Raddrehmoment vervierfachst, da der Motor ja alle viere gleichzeitig antreibt, und durch die Gesamtübersetzung teilst, erhältst Du das Motordrehmoment.

Ich weiß ja schon länger, daß Du's mit dem sorgfältigen Lesen hier nicht soo genau nimmst, aber Du wirst nicht drum herum kommen, das nocheinmal aufzurollen, weil sich die dänische Wissenschaft nunmal nicht nach Deinen Gegen"beispielen" richtet. Statt Dir immer neue auszudenken, mußt Du Dich am Ende auf eine genaue Argumentation einlassen und insbesondere endlich die Begriffe trennen:
Leistung wird nicht vermehrt. Drehmoment wird erhöht, oder verringert (echter overdrive) - bei gleichzeitiger Verringerung/Erhöhung der Drehzahl.

Stell mal Dein Fahrrad auf den Kopf, und vergleiche das Raddrehmoment mit dem Kurbeldrehmoment
a - im höchsten Gang
b - im niedrigsten gang

Und jetzt werf bitte nicht wieder zwei drei Beispiele zurück, sondern sag mir präzise, wo meine nicht stimmen.

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eberhard
Verfasst am: So, 01. Jun 2003, 23:26
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3205 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
Lieber Moritz, Deine Geduld ist bemerkenswert!!

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moritz
Verfasst am: So, 01. Jun 2003, 23:41
Anmeldungsdatum: 21.12.2002 Beiträge: 3080
Joe,
noch ein wirklich deutliches Bild, denn wenn Du nicht beginnst, Deinen Drehmomenterhaltungssatz als widerlegt zu betrachten, ist Alles umsonst:

Deines BJ Sonntagssprit-beflügelte 300Nm wirken Deiner Ansicht nach doch unverstärkt direkt auf's Rad, oder?
300Nm kannst Du, sobald Du vor Deinem Auto stehst von Hand veranschaulichen (keine Angst, es wird höchstwahrscheinlich kein Burnout werden):

An Deinem Rad mit 0,5m Halbmesser/ 1m Durchmesser kannst Du in's Profil greifen und tangential mit 600N=60kg anschieben. Das Drehmoment, das sich einstellt berechnet sich zu
0,5m x 60kg =30mkg
=0,5m x 9,81N/kg x 60kg = 294,3Nm

Wenn Du demnächst einen Zeugen benennst, der bestätigt daß diese Übung Deinen J43 in 20Sekunden auf 100 brachte, dann werde ich meinen sbJ40 nach Deinen Vorgaben umkonstruieren.

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Jochen
Verfasst am: Mo, 02. Jun 2003, 08:16
Anmeldungsdatum: 23.10.2001 Beiträge: 205 Wohnort: Odenthal
Guten Morgen Moritz,
dankevielmals - ich glaube jetzt hab ich die Zusammenhänge klar, aber .......................Wink
Gruß, Jochen
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landcruiser
Verfasst am: Mo, 02. Jun 2003, 09:14
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 7598 Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
der Thread löst zwar kein akutes Problem bietet aber für mich eine Menge Backgroundwissen
Danke an alle, die sich hier soviel Mühe gemacht haben das Thema ausführlich zu diskutieren !

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netzmeister
Verfasst am: Mo, 02. Jun 2003, 09:35
Administrator Anmeldungsdatum: 16.05.2001 Beiträge: 11476 Wohnort: 76356 Weingarten
Moritz hat definitiv ALLES zum Thema gesagt...!

Bei meinem seligen Patrol gab es die (durch Nachrechnen verifizierte) Faustregel, daß bei Einlegen der Untersetzung an jedem Rad lustige 3.500 Nm anliegen.

Das nur als Vergleich...

Fassen wir also noch einmal zusammen:

- die vom Motor abgegebene Leistung bleibt bei gleicher Referenzdrehzahl gleich

- durch Änderung der Übersetzung ändert sich mit der Drehzahl jedoch das an den Rädern anliegende Drehmoment

- wird die zu bewegende Masse (Fahrzeug) nun nicht mehr mittels 4 Rädern angetrieben, sondern nur durch 2 (2L), müssen diese natürlich im Vergleich "doppelt so viel schieben"

Und genau deshalb sollte man in der Untersetzung bei offenen Naben sehr, sehr vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen.

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moritz
Verfasst am: Mo, 02. Jun 2003, 11:10
Anmeldungsdatum: 21.12.2002 Beiträge: 3080
Und jetzt darf ich also nicht mehr...?

...dabei hab' ich doch bloß... und wollt ja nur... und hätt' doch so gerne noch...

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Joe Sixpack
Verfasst am: Mo, 02. Jun 2003, 11:31
Anmeldungsdatum: 05.11.2002 Beiträge: 1191
Hallo Eberhard,
" ...deine Geduld ist bemerkenswert"
für was ist ein Forum da?
Doch damit man Sachen klärt oder?
Habe nie behaupet, dass ich richtig liege!!!
Nur durch mein beharrliches Nachhaken,sind die Zusammenhänge jetzt für Alle klar.
So lo....
Joe Six.....

P.S Mit deiner" Art  "verärgerst du langsam auch die Geduldigsten
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