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    -- Café Oriental

        -- Kfz-Steuer Sockelbetrag für Diesel

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Timo
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 15:18
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 2146 Wohnort: Trier
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/01/2009-01-13-konjunkturpaket-2-materialien.html

"Neuregelung Kfz-Steuer

Um die Kaufzurückhaltung abzumildern, hat die Bundesregierung in einem ersten Schritt mit dem Maßnahmenpaket zur Beschäftigungssicherung vom 5.11.2008 eine befristete Kfz-Steuerbefreiung eingeführt. In einem zweiten Schritt wird sie so schnell wie technisch umsetzbar die gegenwärtige Kfz Steuer auf eine emissionsbezogene Kfz-Steuer umstellen. Die Umstellung soll möglichst zum 1.7.2009 erfolgen. Damit wird Rechtsklarheit geschaffen, so dass Käufer rasch Planungssicherheit erlangen.

Eckpunkte:

Linearer, an der CO2-Emission orientierter Tarif (Steuersatz 2 Euro je g/km),

CO2-Freibetrag: Eine Basismenge von CO2-Ausstoß soll steuerfrei sein (2010 und 2011: 120 g/km, 2012 und 2013: 110 g/km, ab 2014: 95 g/km).

Steuer-Sockelbetrag als Mindestbesteuerung.

Altbestand: Der Altbestand (Zulassung vor dem 5.11.2008) wird nach einer Übergangszeit ab 2013 schonend in die CO2-Besteuerung überführt. Über den Umfang der Besteuerung des Altbestands ab 2013 wird später entschieden.

Zeitgleich mit der Umstellung auf eine CO2-basierte Kfz-Steuer soll der Bund die Ertragskompetenz erhalten. Die Länder erhalten hierfür verfassungsrechtlich abgesichert als Kompensation einen jährlichen Festbetrag in Höhe des tatsächlichen Aufkommens des vergangenen Jahres. Der Bund übernimmt die Verwaltungskosten für die nächsten 5 Jahre in Höhe von 170 Mio. Euro p.a."

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landcruiser
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 15:34
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 9001 Wohnort: outback
Timo hat Folgendes geschrieben:
.... Der Bund übernimmt die Verwaltungskosten für die nächsten 5 Jahre in Höhe von 170 Mio. Euro p.a."


Das ist übrigens der Betrag, den man u.a. einsparen könnte, wenn man die Kfz-Steuer auf den Spritpreis umlegt.

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Timo
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 15:46
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 2146 Wohnort: Trier
Das habe ich mir auch gedacht, aber diesen Gedanken zu äußern wollte ich Dir überlassen, Du bist eben auch sehr zuverlässig! Smile

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RobertL
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 15:49
Anmeldungsdatum: 24.10.2002 Beiträge: 3799 Wohnort: Wien
In ein paar Jahren werden eure Regierungshelden dann nach der Umstellung auf Hubraum- und ein paar Jahre später auf CO2-Besteuerung wieder auf was anderes umstellen wenn man auch in der Politik drauf kommt dass der CO2 Ausstoss eine unerhebliche Kategorie ist.

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lg Robert
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RobertL
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 15:56
Anmeldungsdatum: 24.10.2002 Beiträge: 3799 Wohnort: Wien
Automobilwoche hat Folgendes geschrieben:

Die Kfz-Steuer soll möglichst zum 1. Juli nach CO2-Ausstoß statt nach Hubraum berechnet werden. Offen ist, ob ein Mindestbetrag kommt, um Einnahmeausfälle zu begrenzen. Im Gespräch waren 55 Euro pro 100 Kubikzentimeter.


Das wäre dann doch bei einem HZJ 2310 Euro als Sockelbetrag. Wow!

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lg Robert
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JWD
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 16:02
Anmeldungsdatum: 18.12.2005 Beiträge: 587 Wohnort: Nordöstliches Ostwestfalen
Ich will aber nicht schonend überführt werden!

(324 - 110) x 2,- = 428,- EUR

Das wäre ca. 1/4 meines jetzigen Steuersatzes - oder hab´ich jetzt irgendwas vollkommen falsch verstanden?

Verwirrte Grüße,
Maik

(ich glaube, ich trete aus KFZ-steuerlichen Gründen in die FDP ein)

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RobertL
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 16:12
Anmeldungsdatum: 24.10.2002 Beiträge: 3799 Wohnort: Wien
Noch ein Auszug zum Thema Verschrottungsprämie

Automobilwoche hat Folgendes geschrieben:

Gesamtverband Autoteile-Handel lehnt Prämie ab

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) lehnt die von der Koalition beschlossene Umweltprämie zur Förderung des Neuwagenabsatzes ab. "Mit der Umweltprämie wird das Geld zum Fenster rausgeworfen. Wer heute ein neun Jahre altes Auto fährt, ist nicht der typische Käufer eines Neuwagens", sagte GVA-Vorsitzender Hartmut Röhl der Automobilwoche. Man müsse die gesamte Ökobilanz eines Fahrzeugs betrachten, dabei sei es nicht dienlich, fahrtüchtige Autos aus dem Verkehr zu ziehen.

"Sinnvoller wäre es, Rechnungen für die Wartung älterer Fahrzeuge für Privatleute steuerlich absetzbar zu machen", sagte Röhl dem Branchenblatt. Schließlich gäbe es auch bei der Wartung vielfältige Möglichkeiten, die Umweltfreundlichkeit zu steigern. Dazu gehöre die richtige Einstellung der Einspritzung oder die Erneuerung des Luftfilters. Mit einer steuerlichen Förderung der Wartungsarbeit ließe sich laut Röhl zudem auch die Schwarzarbeit eindämmen, die häufig zu schlecht gemachten Reparaturen führe. Mit der damit zusätzlich eingenommenen Mehrwertsteuer käme am Ende eventuell sogar ein Plus in der Gesamtbilanz heraus. "Die Förderung des ordnungsgemäßen Unterhalts wäre ökonomisch und ökologisch sinnvoller als die Umweltprämie für Neuwagen", betonte Röhl in dem Automobilwoche-Gespräch.

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lg Robert
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Markus
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 16:44
Anmeldungsdatum: 17.05.2001 Beiträge: 379 Wohnort: 45721 Haltern
(324 - 110) x 2,- = 428,- EUR

Das wäre ca. 1/4 meines jetzigen Steuersatzes - oder hab´ich jetzt irgendwas vollkommen falsch verstanden?


Dann würde ich sofort einen Antrag auf sofortigeUmsetzung der Kfz Steuer nach CO² für meine Fahrzeuge stellen. Rolling Eyes

Gruß Markus

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Onkelchen
Verfasst am: Di, 13. Jan 2009, 16:54
Anmeldungsdatum: 21.09.2003 Beiträge: 7784 Wohnort: BaWü, ganz am Rand
JWD hat Folgendes geschrieben:
Ich will aber nicht schonend überführt werden!

(324 - 110) x 2,- = 428,- EUR

Das wäre ca. 1/4 meines jetzigen Steuersatzes - oder hab´ich jetzt irgendwas vollkommen falsch verstanden?



Stimmt !

das wären ab 2010 408,-?, ab 2014 dann 458,- ?

bei 12 Litern / 100 km die durchaus realistisch sind.

evtl. zuzüglich Sockelbetrag, sobald die politischen De..en merken, dass sie mit der CO2-Besteuerung dann endlich die modernen schmalhubraumigen turboaufgeblasenen Säufer an die Kasse bekommen und nicht mehr die nachhaltigen aber sparsameren selbstsaugenden "alten Karren".


Aber wie zu erwarten, die KFZ-Steuer bleibt eine Bereithaltungssteuer.

Viele Grüße
Onkelchen

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Vertrau auf Allah!
Aber binde vorher Dein Kamel an. Wink

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Timo
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 10:23
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 2146 Wohnort: Trier
Zitat:

CO2-Freibetrag: Eine Basismenge von CO2-Ausstoß soll steuerfrei sein (2010 und 2011: 120 g/km, 2012 und 2013: 110 g/km, ab 2014: 95 g/km).

Steuer-Sockelbetrag als Mindestbesteuerung.


Ich bin verwirrt: das passt nicht zusammen, eine Basismenge CO2 soll steuerfrei sein, auf der anderen Seite soll ein Sockelbetrag eine Mindestbesteuerung garantieren.

Also, ich kaufe mir einen Prius mit 104g CO2/km und freue mich, dass ich ein steuerbefreites Auto fahre. Aber das kann ja nicht sein, deswegen entrichte ich einen Sockelbetrag?!

Oder anders: ich fahre einen Wagen mit 122g CO2/km, müsste also 2 Euro Steuern zahlen. Das ist schon ein bißchen wenig. Deswegen darf ich noch einen bißchen mehr zahlen, eben bis zum Sockelbetrag.

Wenn sich dieser Sockelbetrag tatsächlich am Hubraum orientieren würde, wäre das wirklich ein unglaublicher bürokratischer Wahnsinn!

Wer möchte mir das erklären?

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RobertL
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 11:04
Anmeldungsdatum: 24.10.2002 Beiträge: 3799 Wohnort: Wien
Timo hat Folgendes geschrieben:
Wer möchte mir das erklären?

Angie vielleicht?

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lg Robert
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Onkelchen
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 11:19
Anmeldungsdatum: 21.09.2003 Beiträge: 7784 Wohnort: BaWü, ganz am Rand
Timo hat Folgendes geschrieben:


Wer möchte mir das erklären?



Man will nicht zugeben, dass man großvolumige Saugmotoren bisher zu Unrecht hoch besteuert hat.

Viele Grüße
Onkelchen

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Troopie Tom
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 12:19
Anmeldungsdatum: 27.03.2008 Beiträge: 290 Wohnort: Düsseldorf
Das ganze wär ja nur halb so bescheuert,wenn der CO2 ausstoss etwas realitätsnäher gemessen wird.Anstatt den Autobahnverbrauch mit 120 km/h auf der Prüfrolle zu beschönigen,wäre es doch sicher interessant den Verbrauch bei 80% der V-max in der freien Natur zu ermitteln.Beim HZJ sind das dann halt120 km/h und 12 liter.Aber so nen schönen kleinen AMG C63 fährste dann nicht mehr mit 9,werweisswas durchs Ländle.Das ein 300+ PS Motor in einem 1.6t/250+km/h Pkw bei 120km/h weniger verbraucht als ein 130PS Gusshaufen in einer 2.5t/150km/h Schrankwand ist bestimmt auch der Politik und den Leutchen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Autobahn Chaoten klar.Aber,wie Onkelchen schon richtig bemerkt hat,ist die deutsche Kfz-Steuer eine Bereithaltungssteuer und keine verbrauchsabhängige Umweltschutzsteuer.
Um mal ein Zitat aus "Asterix im Morgenland" abzuwandeln:

"Einen Teppich zum fliegen bringen,ok.Aber eine gerechte Besteuerung?Nein,das ist Science-Fiction"

Evil or Very Mad
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NiTo
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 14:01
Anmeldungsdatum: 17.02.2006 Beiträge: 355 Wohnort: Niederrhein
Timo hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

CO2-Freibetrag: Eine Basismenge von CO2-Ausstoß soll steuerfrei sein (2010 und 2011: 120 g/km, 2012 und 2013: 110 g/km, ab 2014: 95 g/km).

Steuer-Sockelbetrag als Mindestbesteuerung.


Ich bin verwirrt: das passt nicht zusammen, eine Basismenge CO2 soll steuerfrei sein, auf der anderen Seite soll ein Sockelbetrag eine Mindestbesteuerung garantieren.

Wenn sich dieser Sockelbetrag tatsächlich am Hubraum orientieren würde, wäre das wirklich ein unglaublicher bürokratischer Wahnsinn!


Ich frage mich zusätzlich, was mit den Euro 0, 1, 2, 3, 4, 5, ... Einstufungen wird? Sollen die vielleicht (auch noch) zur Berechnung des Sockelbetrages herangezogen werden?

Also möglicherweise eine Kombisteuer auf der Basis des Hubraums, der Schadstoffklasse und des CO2 Verbrauchs pro virtuellem Kilometer?

[Ironiemodus] Warum nicht gleich die kW Leistung wieder mit einbeziehen, den Luftwiderstand, die Reifenbreite (wegen Aufwirbelung von Feinstaub), die Grundfläche des Fahrzeugs (wegen Regenwasserableitung, temporäre "Versiegelung" des Bodens), das Volumen und den Wärmedämmwert (Energieverbrauch für die Heizung), und natürlich könnte man auch noch eine zusätzliche Klimanlagen- und Standheizungssteuer (Energieverbrauch) erheben.

Diese ganzen Eckdaten lassen sich doch bestimmt einfachst zu einer netten Formel zusammenfassen, die einen Hebefaktor auswirft (kann man ja ruhig den KFZ Herstellern überlassen), der zu jedem Fahrzeug ausgewiesen wird, und dann nur noch mit einem Grundbetrag mulitzipliert werden muss, und schon haben wir ein gerechtes, simples und von jedermann und jederfrau nachzuvollziehendes Besteuerungssystem! [/Ironiemodus]
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NiTo
Verfasst am: Mi, 14. Jan 2009, 14:13
Anmeldungsdatum: 17.02.2006 Beiträge: 355 Wohnort: Niederrhein
Troopie Tom hat Folgendes geschrieben:
Das ganze wär ja nur halb so bescheuert, wenn der CO2 Ausstoss etwas realitätsnäher gemessen wird.

Ein realitätsnaher CO2 Ausstoß braucht nicht gemessen zu werden, er ergibt sich eindeutig aus dem tatsächlichen Kraftstoffverbrauch. D.h., eine realistische Besteuerung anhand des CO2 Ausstoßes kann nur über die Umlegung der KFZ Steuer auf den Kraftstoffpreis erfolgen.



Zitat:
Aber, wie Onkelchen schon richtig bemerkt hat, ist die deutsche Kfz-Steuer eine Bereithaltungssteuer und keine verbrauchsabhängige Umweltschutzsteuer.

Und somit ist es auch völlig egal, ob der theoretische CO2 Ausstoß pro km auf Messdaten bei 90 km/h, 120 km/h, 80% der Höchstgeschwindigkeit, bei Höchstgeschwindigkeit im Rückwärtsgang oder sonstwie gemessen wird - es bleibt Theorie, weil niemand weiß wie die einzelnen Leute später fahren, und schon gar nicht wieviel.
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