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    -- Ausrüstung / Equipment

        -- Materialzuwachs beim Verzinken

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tabarca
Verfasst am: So, 02. Dez 2007, 13:49
Anmeldungsdatum: 11.03.2004 Beiträge: 946 Wohnort: Alicante/España
Hallo Leute,

eine schnelle Frage: Ich bastel grad eine Struktur aus Eisenprofilen, welche ich feuerverzinken lassen möchte und auf welche ich nach dem Verzinken ein Blech mit Blindnieten aufnieten möchte. Ich habe vor, 4mm-Nieten zu benutzen. Die Frage ist nun:

Mit welchem Durchmesser bohre ich die Löcher, damit nach dem Verzinken die 4mm-Nieten noch gerade so passen? Ich hab´ schon mal mit 4,2mm gebohrt, bin mir aber nicht sicher, ob dies ausreicht. Natürlich könnte ich später noch passend aufbohren, doch geht dann die Zinkschicht in den Bohrlöchern wieder flöten. Also besser im Voraus richtig machen Smile

Für Ratschläge dankt:

Tom
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Suedtaxi
Verfasst am: So, 02. Dez 2007, 13:55
Anmeldungsdatum: 28.07.2004 Beiträge: 368 Wohnort: Landkreis Augsburg
Hallo Tom,


4,2 mm sollte reichen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerverzinken

Grüße


Chris

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Heute ist die gute alte Zeit von morgen.

[Valentin Ludwig Fey aka Karl Valentin, 1882 - 1948]

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Che
Verfasst am: So, 02. Dez 2007, 14:23
Anmeldungsdatum: 09.02.2006 Beiträge: 961 Wohnort: Western Black Forest Territory
Hi,

speziell an den Bohrungen, und je nach Lage laufen diese gerne mal zu. Es kann sein das die 4,2 mm Bohrung nachher noch 1 oder 2 mm hat.
Das lässt sich aber nicht genau vorrausplanen.
Ich würde 4,4 - 4,5 bohren . Ein Auftrag von 0,2 mm pro Seite hast Du in jedem Fall.
Dann bleibt nach dem aufbohren noch was von der Zinkschicht stehen.

Grüsse Gerhard

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carpe diem
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tabarca
Verfasst am: Mo, 03. Dez 2007, 02:19
Anmeldungsdatum: 11.03.2004 Beiträge: 946 Wohnort: Alicante/España
Danke, Jungs!

Die Idee mit dem eher etwas größer vorbohren und nachher gegebenenfalls nochmals nachbohren klingt gut, ich glaub´, ich werde morgen noch den 4,5er Bohrer rauskramen.

Gruß:

Tom

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In den Pfützen schwimmt Benzin, schillernd wie ein Regenbogen.
(Reinhard Mey, "Über den Wolken")

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eberhard
Verfasst am: Mo, 03. Dez 2007, 03:19
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3204 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
tabarca hat Folgendes geschrieben:
Danke, Jungs!

Die Idee mit dem eher etwas größer vorbohren und nachher gegebenenfalls nochmals nachbohren klingt gut, ich glaub´, ich werde morgen noch den 4,5er Bohrer rauskramen.

Gruß:

Tom

Das würde ich besser bleiben lassen!
Da du deine Teile feuerverzinken willst, mußt du so oder so nachbohren, da die Bohrungen immer mehr oder weniger volllaufen. Dafür solltest du aber deine vorgebohrten Löcher nur so groß gebohrt haben, wie es für den kraftschlüssigen Sitz des Blindniets erforderlich ist; keinesfalls mehr!
(4,2mm zu bohren war für einen 4-er Niet jetzt leider schon ein wenig zu viel)
Deine Ängste, daß durch das Nachbohren das blanke Metall innerhalb der Bohrung durch Entfernen der Verzinkung jetzt rostanfälliger würde, sind unbegründet. Wenn der Niet fachmännisch einwandfrei gesetzt wird, geht er mit dem Material innerhalb der Bohrung durch Kaltverschweisung eine derart innige Verbindung ein, daß ein Eindringen von Feuchtigkeit und damit das Entstehen von Korrosion ausgeschlossen ist.
Worauf du allerdings unbedingt achten solltest ist, daß das Material des Niets das gleiche ist wie das Material, in welchen der Niet hinein soll. Also Eisenniet in Eisen und Aluniet in Alu. Anderenfalls hast du (besonders wenn das Teil im Gebrauch dann ständig der Witterung ausgesetzt ist) durch Elektrolyse ruck-zuck jede Menge Korrosion am Niet. Stichwort => Potentialdifferenz z.B. Fe/Al >= 1,25 Volt !!!

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Theo
Verfasst am: Mo, 03. Dez 2007, 09:50
Anmeldungsdatum: 16.07.2001 Beiträge: 270 Wohnort: München
Hallo,

im Prinzip gebe ich Eberhard recht, nur daß der Niet wasserdicht wird bezweifle ich aus unserer Erfahrung im Marinebereich.

Ich würde Monelnieten nehmen, das ist eine Materialmischung aus 67% Nickel, 28% Kupfer, 2,5% Eisen, 1,5% Mangan und 1% diversen.
Die sind stabiler wie Alunieten und vermeiden das Korrosionsproblem.

Wenn diese Nieten noch mit Duralac oder Tefgel eingesetzt werden sind sie absolut dicht und korrosionsfrei.

Viele Grüße

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Theo
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schörgsi
Verfasst am: Mo, 03. Dez 2007, 18:41
Anmeldungsdatum: 15.08.2006 Beiträge: 84 Wohnort: Vöcklabruck
Hallo,
bei uns in der Firma lassen wir "verzinken, blau passivieren". Frag mich jetzt nicht was "blau passivieren" heißt, nur soviel, ist rostbeständig, hat einen blauen Schimmer und trägt 0,06mm pro Seite auf. Das stimmt so sicher, haben schon des öfteren vorher/nachher Messungen gemacht. Übrigens, das Kilo kostet bei unserem Verzinker 0,7€.
Willst du jetzt was Rostbeständiges was weniger aufträgt könntest du galvanisch vernickeln lassen. Hier ist der Auftrag im Tausendstelbereich und die Oberfläche glänzt annähernd wie Chrom. Dieses Verfahren kostet pro Kilo 1,5€.
Also, ich glaub das mit dem Auftrag wäre für dich bei beiden Verfahren OK, oder Very Happy Very Happy ?
Grüße
Markus
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eberhard
Verfasst am: Mo, 03. Dez 2007, 20:18
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3204 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
Zitat:
in der Firma lassen wir "verzinken, blau passivieren

Das ist ein elektro-galvanisches Verfahren, hier in diesem Thread jedoch ist von Feuerverzinken die Rede!!!

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tabarca
Verfasst am: Di, 04. Dez 2007, 00:23
Anmeldungsdatum: 11.03.2004 Beiträge: 946 Wohnort: Alicante/España
Da habt Ihr mich ja nun ganz schön durcheinandergebracht, mit den verschiedenen Bohrdurchmessern! Also ich hab´ heut dann folgendes gemacht:

Alle Löcher (ca. 100 an der Zahl) mit völlig verschiedenen Durchmessern gebohrt. Um das Bohrerset schön auszunutzen, von 1 mm bis 13 mm. Einige habe ich sogar zugeschweisst! Und jetzt lasse ich das Ergebnis nach der Verzinkerei mal auf mich zukommen Smile

Stimmt doch gar nicht, war nur ein Spässlein Smile

Ich hab´s bei 4,2 mm gelassen und werde einfach mal schau´n, was dabei rauskommt. Es handelt sich übrigens um ein ziemlich unwichtiges Teil, nämlich einen Staukasten für den Hänger, in welchem ich Zurrgurte usw. unterbringen möchte. Deswegen ist es da relativ unwichtig, ob irgendwo ein bisschen Feuchtigkeit eindringen kann oder das Teil auf 1000 Jahre rostbeständig ist.

Morgen werde ich mich dann mal auf die Suche nach einer Verzinkerei machen (Feuerverzinkerei, eine Elektrolytische gibt´s in Alicante, aber die machen nur Kleinstteile). Das Ganze ist übrigens bei weitem nicht so einfach wie in good old Germany, wo es an jeder Ecke einen Galvanisierbetrieb gibt. Hier heisst es Suchen, Suchen, Suchen... und sich dann nicht wundern/aufregen, wenn der angebliche Galvanisierbetrieb sich als Hühnerzucht herausstellt. Smile

Danke für Eure Tips!

Tom

P.S. Ha! Ist das jetzt lexikalisch richtig? Ist Feuerverzinken eine Galvanisiertechnik? Eigentlich nicht, doch wie benamsen sich dann die Feuerverzinker korrekt?
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eberhard
Verfasst am: Di, 04. Dez 2007, 02:10
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3204 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
Zitat:
Es handelt sich übrigens um ein ziemlich unwichtiges Teil, nämlich einen Staukasten für den Hänger, in welchem ich Zurrgurte usw. unterbringen möchte. Deswegen ist es da relativ unwichtig, ob irgendwo ein bisschen Feuchtigkeit eindringen kann oder das Teil auf 1000 Jahre rostbeständig ist.

Stellt sich die Frage, warum du das Teil überhaupt aus feuerverzinktem Eisen machen möchtest? Unter Berücksichtigung der an deinem Standort gegebenen Witterungseinflüsse darf ich dich vielleicht vorsichtshalber darauf hinweisen, daß Seeklima für Zinkoberflächen tödlich ist =>Weißrost !!!
Warum machst du die Kiste nicht einfach aus miteinander verschraubten Siebdruckplatten? Nimm Schlossschrauben -das sind die mit dem halbrunden Kopf und dem darunter liegenden Vierkant- und nimm innen in den Ecken der Kiste Eisenprofile, dann hast du mit geringstem Aufwand 'ne ziemlich stabile und aufbruchsichere Kiste!

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tabarca
Verfasst am: Mi, 05. Dez 2007, 00:12
Anmeldungsdatum: 11.03.2004 Beiträge: 946 Wohnort: Alicante/España
eberhard hat Folgendes geschrieben:
Stellt sich die Frage, warum du das Teil überhaupt aus feuerverzinktem Eisen machen möchtest?


Na, hauptsächlich aus folgenden zwei Gründen:

a) weil der ganze Hänger auch komplett verzinkt ist, und so die Teile im hiesigen korrosiven Klima einigermassen gleich schnell kaputtgehen ;-)

und

2. weil ich für Holzarbeiten nicht ausgerüstet bin, dafür aber endlich mal

III- meine Schweissmaschine zum Einsatz bringen kann!

Nee, im Ernst: Die Platzverhältnisse für den Staukasten (er soll hinter den Achsen, unter der Ladefläche befestigt werden) sind eh schon recht begrenzt, wenn ich jetzt noch 10 mm Siebdruckplatte verwende (versuch mal, die hier zu bekommen!), dann bleibt noch weniger Innenraum übrig.

So nah am Wasser wohn´ ich übrigens nicht, daß mit einem vorzeitigen Ableben der Konstruktion zu rechnen ist. Bis zum Strand sind´s immerhin noch gute 8 km :-)

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Che
Verfasst am: Mi, 05. Dez 2007, 13:59
Anmeldungsdatum: 09.02.2006 Beiträge: 961 Wohnort: Western Black Forest Territory
Hallo Tom,

ob das jetzt mit 4,2 oder 4,5 vorgebohrt wird ist aus meiner Sicht nicht wichtig.
Wichtig ist der Durchmesser nach dem Verzinken, bzw. vor dem Vernieten.
Ein Blindniet der für die richtige Materialstärke ( hier gibt es Unterschiede in der Länge und wird auch gelegentlich falsch gemacht ) ausgewählt wurde bildet auf der Innenseite einen Wulst von min 1mm. Auf der Vorderseite wird das festgenietete Teil dagegen gedrückt. Die Zinschicht ist weicher als der Stahl, da hat Eberhard recht, kann aber nirgenwo hingedrückt werden, weil kein Platz vorhanden ist.
Ein Niet klemmt zwei Teile aneinander ähnlich einer Schraubverbindung.
Das hält mit Sicherheit. Da würde ich mir keine Sorgen machen.

Grüsse Gerhard

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eberhard
Verfasst am: Mi, 05. Dez 2007, 16:35
Anmeldungsdatum: 08.06.2001 Beiträge: 3204 Wohnort: der mit den Schnaken tanzt
Zitat:
Ein Blindniet der für die richtige Materialstärke ( hier gibt es Unterschiede in der Länge und wird auch gelegentlich falsch gemacht ) ausgewählt wurde bildet auf der Innenseite einen Wulst von min 1mm.

Lieber Gerhard,
ich gebe dir Recht - das stimmt so...
...allerdings stimmt es nur dann, wenn auch korrekt -passend zum Nietdurchmesser- vorgebohrt wurde!!!
Schau dir mal die u.a. Bildchen eines üblicherweise verwendeten Zugdorn-Niets (allgem. Bezeichnung = Blindniet Din 7337) an, dann wird schnell deutlich, daß die gewünschte Ausbildung des Wulstes nur dann zu Stande kommt, wenn die Bohrung den ungestauchten Niet vor dessen Verarbeitung bündig innerhalb der zulässigen Toleranz umschliesst.



Sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang auch dieser LINK
Dem zu Folge ist eine 4,5mm-Bohrung für einen 4-er Niet eindeutig eine "Durchfallbohrung" Laughing

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Che
Verfasst am: Mi, 05. Dez 2007, 19:23
Anmeldungsdatum: 09.02.2006 Beiträge: 961 Wohnort: Western Black Forest Territory
Hi Eberhard,

da sind wir doch einer Meinung.

4,5 vor dem verzinken.
Nach dem Feuerverzinken gehen wie schon geschrieben die Bohrungen teilweise fast zu.
Da hatte ich bei meinem Dachständer teilweise Mühe Durchmesser 6 auf Anhieb wieder zu finden. Very Happy
Dann wird auf 4 gebohrt und gut ist.
Das hatte ich nicht seo eindeutig geschrieben. Sorry. Konnte zur allgemeinen Verunsicherung führen.

Grüsse Gerhard

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