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-- Mein Schweissgerät - es nervt! |
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| tabarca |
Verfasst am: Mi, 28. Nov 2007, 14:16 |
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Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 946
Wohnort: Alicante/España
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Hallo Leute!
Ich bräuchte einen Rat, sonst fliegt mein Schweissgerät demnächst aus dem Fenster. Als Vorbemerkung sei gesagt, daß ich zwar nur "learning-by-doing-Gelegenheitsschweisser" bin, meist aber die Basteleien zu meiner Zufriedenheit hingebrutzelt bekomme. So denn die Maschine mitspielt, und da ist das Problem:
Also, die Maschine ist eine Lorch M2080, grad mal drei Jahre alt, bestückt mit 0,8er - Draht. Als "Schutzgas" verwende ich CO2. Ich hatte die Maschine damals mit dem 4m-Schlauchpaket gekauft und dann häufiger das Problem gehabt, daß bei ungünstiger Lage des Schlauchpakets (verwunden, Schlaufe, etc) der Draht immer mal wieder zwischen Vorschubrolle und Drahteinlauf der Führungsspirale lustige "Schlaufen" wirft. Klar, dann half nur noch Draht abknipsen, aus dem Schlauchpaket ziehen, neu einfädeln und wieder von vorne das Spiel.
Ich ließ mir dann vom Spezialisten sagen, daß bei 0,8er Draht ein 4m-Schlauchpaket schon grenzwertig lang sei, und sich so der Draht aufgrund mangelnder Steife gerne mal in der Führungsspirale aufstaucht. Ich habe dann ein 3m-Paket gekauft (wie das Originale von Abicor-Binzel), den Anpressdruck der Vorschubrolle nach Anleitung eigentlich perfekt eingestellt (ich lasse den Draht aus der Düse gegen einen festen Widerstand stossen und stelle so ein, daß der Brenner grade eben noch zurückgedrückt wird, ohne daß sich jedoch der Draht staut).
Nun tritt aber dieses Problem mit dem 3m-Paket immer noch auf. Zwar nicht ganz so häufig, doch immer genau dann, wenn die Arbeit dringend fertig werden muss. Es sieht meist danach aus, als würde der Draht an der Düse festkleben (ja, ich benutze Trennspray).
Nun die Frage an Euch: Was mach ich falsch? Es kann doch nicht wirklich daran liegen, daß das Schlauchpaket immer völlig kurvenfrei von der Maschine bis zum Brenner liegen muss, oder? Ich habe noch eine (neue) Teflon-Führung rumliegen, soll ich mal mit der probieren?
Anderen Draht benutzen? Schmieren?
Für Eure Hinweise dankt schon im Voraus:
Tom |
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| Onkelchen |
Verfasst am: Mi, 28. Nov 2007, 14:23 |
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Anmeldungsdatum: 21.09.2003
Beiträge: 6495
Wohnort: BaWü
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Hi Tom,
ich stelle die Vorschubrollen bei meinem Lorch 2040 so ein, dass der Draht gerade noch zuverlässig geführt wird.
Falls er dann mal stocken sollte, wird kein Knoten gebildet, sondern die Rollen rutschen dann nur durch.
-> Andruck der Rollen ganz locker machen
-> Vorschubknopf drücken und festhalten (da ist ja einer direkt in der Maschine)
-> Andruck der Rollen bei laufenden Rollen verstärken, solange bis der Draht sauber läuft. Nicht mehr.
So habe ich bei 0,8mm Schweißdraht und 3m Paket keinerlei Probleme, auch wenn das Schlauchpaket im Bogen liegt.
Mit diesem Einstellprinzip habe ich sogar 1mm Aludraht zuverlässig zum Laufen gebracht, und das obwohl die 2040 nur 2 Rollen hat (statt 4)
Viele Grüße
Onkelchen |
_________________ 2 Starrachsen, 4 Blattfedern und die Himmelsrichtung auf dem GPS.
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. |
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| Waldbaer |
Verfasst am: Mi, 28. Nov 2007, 23:22 |
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Anmeldungsdatum: 23.04.2004
Beiträge: 55
Wohnort: Weißenburg
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Hallo Tom,
nicht schmieren ,das Öl gibt beim schweissen Poren und verklebt überdies mit dem Abrieb.
Öfter mal mit Preßluft ausblasen , oder die Seele erneuern.
Regelmäßiges ausblasen beugt vor.
Schau mal nach , ob du in der Seele nicht einen Knick hast , der nicht mehr rausgeht.
So als Probe, den Draht müßtest du von Hand schieben können.
Gruß Erwin |
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| tabarca |
Verfasst am: Do, 29. Nov 2007, 01:08 |
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Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 946
Wohnort: Alicante/España
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Danke für Eure schnellen Antworten!
@Onkelchen: Das versuche ich auch immer mal wieder, wenn ich von den gestauten und verwickelten Drähten die Nase vollhab: Anpressdruck der Vorschubrolle so schwach einstellen, daß bei blockiertem Draht an der Düse die Andruckrolle durchrutscht. Hat dann aber den Nachteil, daß der Draht nicht immer perfekt nachgeschoben wird, und es mitten im Schweissen zu Aussetzern kommt - auch nicht schön
@Waldbaer: Das mit dem Schmieren war eher scherzhaft gemeint und falls ja, dann hätte ich eher an Teflonspray oder ähnliches gedacht, Öl kommt mir nicht an die Maschine
Die Seele ist noch ziemlich neu, hat sicher noch keine 10 Schweissstunden auf dem Buckel. Aber das mit dem Knick (wenn Du Dich denn auf die Seele des Schlauchpakets beziehst und nicht auf die meinige ) werde ich nachschauen und bei der Gelegenheit auch mal kräftig durchpusten. Die Handschiebeprobe hab ich auch noch nicht gemacht, werde ich versuchen.
Möglicherweise hängt mein Problem ja mit meiner bevorzugten Schweissmethode zusammen: Als alter "Zitterer" würde ich niemals eine saubere durchgezogene Naht zustandebringen, deshalb setze ich immer schön Punkt neben Punkt (also eigentlich immer jeweils einen Punkt ans entgegengesetzten Ende, so vermeide ich Wärmespannungen) bis die zu schweissende Naht irgendwann komplett ist
Grüße:
Tom |
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| osloss |
Verfasst am: Do, 29. Nov 2007, 12:40 |
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Anmeldungsdatum: 30.07.2002
Beiträge: 115
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Hallo Tom,
ich hatte mal ähnliche Probleme mit der Drahtführung. Bei mir lag es an einer schlecht gewickelten Drahtrolle. Der Draht hakte beim abrollen. Deswegen gab es Aussetzer beim Schweissen. Ein stärkeres spannen der Führungsrollen hatte die gleichen Auswirkungen wie von Dir beschrieben.
Ich habe aus Verzweiflung eine neue Rolle Draht geholt und das Problem war weg.
Auch ich spanne die Führungsrollen so, dass der Draht grade noch so nachgeführt wird.
Gruss, Andre |
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| rat |
Verfasst am: Do, 29. Nov 2007, 14:08 |
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Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beiträge: 44
Wohnort: Zürich, Schweiz
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Hi
ich habe das gleiche Problem bei meiner Uralt-Kiste. Wie Onkelchen schrub, der Anpressdruck des Drahtvorschubes muss so eingstellt sein, dass die Dinger durchdrehen wenns vorne einen Wiederstand gibt.
Bei meinem Urviech ist das eine Riesenübung bis das richtig funzt.
Griits
Renato |
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| tabarca |
Verfasst am: Sa, 01. Dez 2007, 01:15 |
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Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 946
Wohnort: Alicante/España
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@osloss: Das könnte natürlich die Ursache des Problems sein! Die Drahtrolle (eine große, mit was weiss ich wieviel Kilo Draht) habe ich vom Händler beim Kauf der Maschine "nachgeworfen" bekommen, vielleicht wollte der da nur seinen Mist loswerden? Ich werd´ mir zum Niklaustag ´ne Neue wünschen!
@rat: Nur ist meine Maschine ja noch nicht mal über die "Einfahrzeit" raus Ich kann die Vorschubrollen schon so einstellen, daß sie bei Widerstand am Draht durchdrehen, doch kommt bei dieser "vorsichtigen" Einstellung immer mal wieder der Draht ins Stocken. Möglicherweise wegen siehe oben!
Gruß:
Tom |
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| tabarca |
Verfasst am: So, 02. Dez 2007, 01:33 |
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Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 946
Wohnort: Alicante/España
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So,
heut´ hab ich mal die Drahtführungsseele untersucht: Wie neu, kein Knick Bei der Gelegenheit auch durchgepustet, war aber praktisch sauber.
Ich hab mich dann nochmals an die Feinregulierung der Vorschubandruckrolle gemacht und hierbei festgestellt, daß der tatsächliche Regulierbereich zwischen "zu-stark-schieben" und "durchrutschen" weniger als eine halbe Umdrehung der Stellschraube beträgt.
Ich habe dann den Anpressdruck so reguliert, daß die Vorschubrolle grad so durchrutscht wenn der Draht an der Düse auf Widerstand stößt. Zum Test drücke ich nochmals den Vorschubknopf am Gerät und blockiere den Draht an der Düse, und siehe da, auf einmal bekommt der Vorschub anscheinend mehr Reibung und es knüllt den Draht zwischen Vorschubrolle und Schlauchpaket!
Was ich in genau diesem Augenblick beobachten konnte, war ein kleines (winziges) Staubwölkchen an der Anpressrolle. Eine nähere Inaugenscheinnahme brachte dann zutage, daß anscheinend der Schweissdraht an manchen Stellen leichten Flugrost hat, und wenn eine solche Stelle in den "durchrutschende" Vorschub läuft, bekommt dieser plötzlich mehr Reibung und es knüllt den Draht! Das ist zumindest meine Erklärung des Phänomens.
Ich hab dann ein paar -zig Meter des Schweissdrahts von Hand abgewickelt, neu eingespannt und dann 4 Stunden lang problemlos geschweisst!
Und hier tut sich meine nächste Frage auf: Ist Schweissdraht rostanfällig? Muss ich den unterm Kopfkissen aufbewahren? Oder gar bis zur nächsten Benutzung einfrieren?
Geschwissene Grüße:
Tom |
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| idealist |
Verfasst am: So, 02. Dez 2007, 08:49 |
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Anmeldungsdatum: 30.11.2007
Beiträge: 37
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Hallo Tom,
ich möchte nicht Klugscheißen, es soll nur als Hinweis verstanden werden:
Du schweißt so, dass Du Schweißpunkt für Schweißpunkt hintereinander setzt. Weil Du es nicht besser kannst und weil Du Schweißspannungen vermeiden möchtest.
Jetzt das Problem dabei: Bei dieser Art zu schweißen wärmst Du den Werkstoff punktuell schnell auf und er kühlt aber auch sehr schnell wieder ab, weil einfach zuwenig Energie eingebracht wurde. Durch das schnelle abkühlen erzeugst Du in der Schweißnaht und der Wärmeeinflußzone aber eine ungünstige Gefügeumwandlung. Es entsteht spröder Martensit, die Schweißnaht und die Wärmeeinflußzone werden im Prinzip gehärtet und dadurch spröde und verlieren dadurch an Festigkeit. Sie werden Rissanfällig. Punktuell steigt die Spannung wesentlich höher.
Wenn Du eine richtige Nahtlänge schweißt, wird die Schweißnaht durch die eingebrachte Wärme normalisiert. Du bekommst eine sehr zähe und wenig spröde Schweißnaht, ohne viele Fehler.
Jetzt zum Gas: CO2 ist das billigste Gas, dass ist richtig. Für den Laien aber nicht die beste Alternative. CO2 erzeugt einen tiefen Einbrand, also im Materialbereich bis 3 mm für den Laien ungeeignet. Weiterhin neigt das Schweißbad mit CO2 zum "kochen", sprich Du hast viele Schweißspritzer. Und die versauen Dir wieder die Düse. Ich würde Dir empfehlen, ein Mischgas zu verwenden. Damit solltest Du auch richtige Nahtlängen schweißen können, auch als "alter Zitterer".
Jetzt zum Draht: Der Schweißdraht ist sehr empfindlich, weshalb er ja auch ganz leicht verkupfert ist. Das gewährleistet aber nur einen Minimalschutz gegen normale Luftfeuchtigkeit, wie sie üblicher Weise in Schweißwerkstätten vorliegt.
Übrigens: Kupfer in der Schweißnaht ist der langen Lebensdauer der Schweißnaht nicht dienlich. Deshalb ist es so dünn auf dem Draht, dass es beim Aufschmelzen verdampft.
Wenn der Draht also schon Flugrost angesetzt hat, kannst Du ihn wegschmeisen oder max. den Gartenzaun schweißen. Rost ist zudem sehr hart und macht Dir deine Rollen und alles was danach kommt zur Sau.
Also wirklich den Draht erneuern und immer schön trocken legen.
Gruß |
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| tabarca |
Verfasst am: Di, 04. Dez 2007, 01:03 |
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Anmeldungsdatum: 11.03.2004
Beiträge: 946
Wohnort: Alicante/España
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Hallo Idealist,
ich verstehe Deine Hinweise keineswegs als Klugscheisserei, sondern als einbringen von Fachwissen, dafür bin ich jederzeit dankbar! :)
Es ist mir schon klar, daß meine Art zu schweissen nicht eben die professionellste ist und sicher auch dem Gefüge des Stahls keine Streicheleinheiten zukommen lässt, doch da ich bisher einfach noch keine Gelegenheit hatte, es besser zu lernen (kann man überhaupt lernen, nicht zu zittern? Vielleicht vor Arbeitsbeginn zwei Bier konsumieren? ;-) ), ist diese Methode für mich meist die am einfachsten gangbare. Mit meiner Punktschweisserei habe ich bisher eigentlich ganz ordentliche Erbenisse erzielt, und gehalten haben diese auch immer.
Natürlich würde ich mit der Methode keine sicherheitskritischen Schweissungen vornehmen und auch nicht grad eine Stahlgerüst errichten wollen, doch wie gesagt, bisher hat´s gehalten :-) Trotzdem wäre es natürlich schön, eine perfekte Schweissraupe zustande zu bringen, ohne Zweifel!
Zum Gas: Kommt mehr Platz, kommt auch eine Mischgasflasche her. Doch da mir die CO2-Flasche praktisch vom Bierlaster direkt vor die Füße fiel, komme ich als sparsamer Mensch nicht umhin, diese bis zum letzten Tropfen aufzubrauchen.
Das mit dem rostanfälligen Schweissdraht werde ich wohl lösen müssen. Aus platztechnischen Gründen verbringt meine Schweissmaschine schon mal ein paar Nächte im Freien, unter Dach zwar, aber auch da ist die Luftfeuchtigkeit relativ hoch. Am besten wird´s wohl sein, die Rolle Schweissdraht in der Nähschatulle meiner Frau aufzubewahren und stets nur so viel abzuschneiden wie ich an einem Tag wegschweissen kann ;)
Gruß:
Tom |
_________________ In den Pfützen schwimmt Benzin, schillernd wie ein Regenbogen.
(Reinhard Mey, "Über den Wolken")
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