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Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen    

Light Duty (Bundera/Prado): 1984 - 1996
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Dunehopper » Tue 1. May 2018, 13:23

Ich ging bisher übrigens davon aus, dass ich nach dem 3B-Motor mit 3,4l Ausschau halten sollte, um einen langlebigen und zuverlässigen Motor zu haben. Oder würdet ihr sagen, dass die kleineren Motoren mit 2,4l mit Turbo auch ausreichend sind (dazu war mein Rechercheergebnis hier aus dem Forum, dass die Turbo-Motoren wohl meist überbeansprucht wurden)?
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby mana » Tue 1. May 2018, 17:05

Auch auf die Gefahr hin das ich wieder eine Welle los trete.
Für mich ist der 1KZ-T die erste Wahl. Wenn der 1. Kopf getauscht wurde hat man einen guten und haltbaren Motor der Spaß macht. Größter Nachteil ist die Verfügbarkeit an guten Fahrzeugen.
Den 2L-T ist auch recht haltbar, denn er tauchte in den Verkaufsportalen regelmäßig mit Laufleistungen jenseits der 300 tkm auf. Aber er wäre mir mit seinen 86PS zu träge.
Was bleibt:
1HZ: legendäre Haltbarkeit, leider auch etwas träge. Bei Fahrzeugen nach Baujahr 99 kann es zu Problemen mit den Getrieben kommen.
1HD-T macht auch Spaß, war aber nur in Australien erhältlich (Rechtslenker).
Was bleibt ist der Benziner 1FZ.
In der Vergaserversion erfüllt er jedes Bauarbeiterklischee: kräftig, robust und äußerst trinkfest.
Als Einspritzer hat er noch mehr Dampf, und ist auch nicht so trinkfreudig. Mit KAT sollte eine grüne Plakette möglich und die KFZ-Steuer bezahlbar sein, dafür ist er bei den Kraftstoffkosten teurer- das ist am Ende ein Rechenexempel wie viel man fährt.

Ein Absolutes Schmuckstück ist der sehr seltene BJ74 mit dem 13B-T. Der Motor ist haltbar und hängt auch gut am Gas. Gute Exemplare sind sehr schwer zu bekommen.
Mein Kumpel meinte ich solle endlich mal erwachsen werden!
Ich hab´s probiert- war langweilig!
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby _Malte_ » Tue 1. May 2018, 17:29

mana wrote:Auch auf die Gefahr hin das ich wieder eine Welle los trete.
Für mich ist der 1KZ-T die erste Wahl. Wenn der 1. Kopf getauscht wurde hat man einen guten und haltbaren Motor der Spaß macht. Größter Nachteil ist die Verfügbarkeit an guten Fahrzeugen.


Du sprichst mir aus der Seele.
Ich hatte gleichzeitig 2 LCs als Firmenwagen. Einer mit 1KZ-T, der andere mit 1HZ. Der 73er war gleichzeitig mein mit Begeisterung privat genutztes Auto. Den ich später behalten und privat übernommen habe. Der 80er war mir zu träge, wurde irgendwann in Zahlung gegeben. Den mochte ich nie.
Der 3-Liter war ne Top-Maschine! Die trotz neuem Kopf in den ersten Jahren über 350.000km nie Ärger gemacht hat und immer voll da war. Immer. 20 Jahre fuhr ich den.
vom Patrol K160-->Toyota LJ70-->Toyota KJ73-->LR Defender
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby mana » Wed 2. May 2018, 21:21

Hallo Malte,

schön mal hier solche Worte zu lesen!
Mein KJ73 hat derzeit rund 490.000 getrommelt und läuft einwandfrei.
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Dunehopper » Mon 2. Jul 2018, 14:34

So, der BJ73 wurde gekauft und letztes Wochenende erfolgreich auf eigener Achse überführt, das war sozusagen des Abenteuers erster Teil ;-)

Jetzt wird es ernst mit der Vollabnahme. Die spannende Frage ist nur, zu welcher TÜV-Stelle soll ich damit fahren? Kann einer von Euch eine Prüfstelle im Raum Köln-Düsseldorf empfehlen? Welche TÜV-Stellen sollte ich lieber meiden?

Mir ist schon klar, dass die Erfahrungswerte sehr stark fahrzeugbezogen sind und vom jeweiligen Prüfer abhängen - gerade weil die Prüfer ja auch mal wechseln, mag die Erfahrung der Vergangenheit vielleicht nicht mehr aktuell sein. Aber da ich bisher noch gar keinen Anhaltspunkt habe, wo ich am besten hingehe, frage ich einfach mal den versammelten Erfahrungsschatz im Forum. Gerne nehme ich auch Empfehlungen oder Kritiken per PN entgegen, es muss sich hier keiner outen.

Und wenn noch jemand ein Werkstatthandbuch und/oder eine Betriebsanleitung übrig hat, hätte ich auch daran großes Interesse.

Markus
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Dunehopper » Tue 3. Jul 2018, 17:47

Ein Werkstatthandbuch habe ich mittlerweile, das hat sich also erledigt. Aber jetzt habe ich ein Problem mit der Rücksitzbank, dazu mache ich aber einmal einen neuen Thread unter passender Überschrift auf.
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby mana » Tue 3. Jul 2018, 21:21

Glückwunsch!!!

ob die Originale Rückbank passt, ist die Frage ob bei deinem dein Cruiser diese verbaut wurden und die entsprechenden Bohrungen und Verschraubungen in Bodenblech sind.
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby RalphGrabowski » Thu 5. Jul 2018, 10:54

Hallo Markus,

ich habe die Erfahrung gemacht dass man mit diesen Typen vom TÜV oder Landratsamt zuweilen ganz gut reden kann; ich denke, es wäre den Versuch wert mit deinen Infos/Fotos einfach mal auf deiner zuständigen Zulassungsstelle zu gehen und um eine Art Beratungstermin zu bitten. Dann sollte der zuständige Mitarbeiter (falls er kompetent und nicht unbedingt total negativ erscheint) in der Lage sein dir die konkreten Antworten zu geben.

Frage zum Foto des Wagens: ist das wirklich ein BJ? habe einen KJ und auch die LJ sehen ja so aus aber die BJ sind doch um einiges älter..

So oder so, wie schon gesagt, am besten direkt zur Quelle (s. Amt) und Klartext reden.

Viel Glück!

Ralph

(ach ja, als ich meinen KJ 73 aus Slowenien holte hatte ich massive Schwierigkeiten beim TÜV mit einigen Umbauten, v.a. der 35 Zoll Reifen, aber das wäre dann ein anderes Thema wenn´s bei dir soweit ist...)
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Dunehopper » Thu 5. Jul 2018, 11:27

Hallo Ralph,

ja, ist definitiv ein BJ73, Baujahr 1985.

Ich bin gespannt, wie es mir bei der Vollabnahme ergehen wird... Ein Toyota-Händler gab mir noch den Tipp, vorab bei der Zentrale des TÜV-Nord mit allen vorhandenen Unterlagen anzufragen, damit die in ihrer zentralen Datenbank nachsehen, ob sie sowas mit den Umbauten schon mal zugelassen haben. Hat da jemand Erfahrung mit? Ich bin da ein bisschen skeptisch, weil doch letztendlich der Prüfer vor Ort entscheiden muss.

Ralph, hast Du die 35" Reifen denn letztlich eingetragen bekommen? Ich habe 33" drauf und da wäre es natürlich ein gutes Argument, dass auch noch größer schon genehmigt wurde.

Markus
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Hase Productions » Fri 6. Jul 2018, 06:40

Beim Landratsamt brauchst du nicht fragen. Die tragen das ein, was der TÜV vorgibt.

Mit dem TÜV im Vorfeld zu sprechen macht schon Sinn, Und auch wenn du Unterlagen zu dem Thema mitbringen kannst, macht das dem TÜVler die Arbeit leichter. Die Infos die du bringst, braucht er schon nicht zu suchen.

Nach dem Gespräch weißt du ob noch irgend etwas zu ändern ist bis zur Abnahme. Außerdem erkennst du evtl. schon bevor Kosten für die Prüfung angefallen sind, ob du so einen "Spezialisten" vor dir hast, bei dem die Abnahme sowieso keinen Sinn macht. Dann musst du halt das Spiel bei einer anderen Prüfstelle wiederholen.

Ich habe mit dieser Methode bisher gute Erfahrungen gemacht.
Einmal hab ich einem Kadett mit 2,4er Motor das H verpasst. War nicht einfach und hat zwei Vorgespräche erfordert, bis ich alles Nötige beisammen hatte.

Gruß Hase
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby RalphGrabowski » Fri 6. Jul 2018, 09:09

hallo nochmal,

tja, wegen des BJ - da habe ich evtl. das falsche Foto gesehen... (bin das erste Mal in einem Forum, habe noch kein richtiges Gefühl für die Reihenfolge der Beiträge und anderer Details..)

also was die Reifen betrifft: beim ersten TÜV kamen sie mit ganz schweren Geschützen, nach dem Motto, was die in der Slowakei eintragen bedeutet bei uns gar nix (schade, nix mit EU-einheitlichen Regeln...); der Ing. damals kam mir mit Leistungsprüfstand, falscher Tachoanzeige und sonstwas und ich war echt geknickt; dann ging ich zum nächsten (hatte das Glück, dass ein Bekannter mir zu einer bestimmten Person riet die noch gesunden Menschenverstand an den Tag legt) und siehe da, wir setzten uns in die Karre, schalteten das Navi ein, fuhren die Strasse rauf und runter und der Prüfer konnte den Tacho mit dem Navi vergleichen und es bestand so gut wie keine Abweichung trotz der Megawalzen! also eingetragen! ach ja, das mit dem Leistungsprüfstand bezog sich auf einen zweiten Kühler den mein Vorbesitzer zur Leistungssteigerung eingebaut hatte - anscheinend hatte die Karre dann 135 statt 125 PS; der erste Prüfer hat ein riesen Fass aufgemacht, der andere hat gelacht und gesagt, das bringt gar nichts, aber lass ihn einfach drin. Wie schon gesagt, wenn man einen findet mit etwas gesunden Menschenverstand kann man solche Dinge gut bereden. Zum hohen Fahrwerk hat er nichts gesagt, das OME sieht ja ordentlich aus (also nichts gebasteltes) und auch der selbstgebaute Auspuff war OK.
Fazit: dranbleiben und "schwätze mit die Leut" wie man im Schwäbischen so schön sagt...!

Noch kurz zu Hase´s Beitrag: ein Negativbeispiel zur Vorabsprache mit dem TÜV habe ich noch. Vor Jahren wollte ich meinen zweiten Landcruiser (HDJ 80) als WoMo anmelden (hatte ich vorher beim HJ 60 auch schon) und habe mit dem TÜV geplaudert: ok, Schlafgelegenheit, Kocher, Waschbecken, passt, und ich habe ihn mir von meinem Schreiner-Spezi umbauen lassen. Wochen später zitiert mich das Landratsamt nach Lindau zum Vorführen! Ich präsentiere stolz meine Karre und der Typ meint, nö, keine Stehhöhe vorhanden, nix mit WoMo Steuern! Ich frage ihn zu meinem TÜV-Vorgespräch und bekomme irgendeine lapidare Antwort von wegen dass sich die EU Regeln dauernd ändern, dass alles Auslegungssache ist, dass der TÜV gar nix zu melden hat was die Steuerklassen angeht, etc.; also da hatte ich leider einen Paragraphenheini erwischt der für den Bayerischen Staat Kohle machen wollte (da hat Lindau leider einen schlechten Ruf, das geht in anderen Landkreisen/Bundesländern bestimmt besser)
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Dunehopper » Fri 6. Jul 2018, 09:32

Hallo,

ich bin gerade dabei, alle Unterlagen zu sammeln und dann will ich mit allem mal hin zum Vorgespräch.

Glücklicherweise habe ich zwischenzeitlich auch ein Gutachten für die Felgen auftreiben können. Das Gutachten hat als größte Reifen leider nur 31" und auf meinem sind 33" drauf. Wobei wohl auch schon 33" Reifen eingetragen wurden (im WHB stehen ja zumindest auch 7.50-16 Reifen drin). Tachotest mit dem Navi habe ich auch schon gemacht, der Tacho zeigt immer ein paar wenige km Geschwindigkeit zu viel an, das sollte also passen. Jetzt hoffe ich, dass ich einen Prüfer finde, der da genauso pragmatisch drangeht.

Falls noch einer von Euch 33" Reifen (auf meinem sind 33/10.5 R 15 auf Felge J7x15H2 drauf) beim BJ73 (BJ70 und LJ70/73 dürften genauso gut sein) eingetragen hat, würde ich mich freuen, wenn ich eine Kopie des Fahrzeugscheins bekommen könnte, da mir das beim TÜV sicher helfen dürfte.

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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Markus_Karlsbad » Fri 6. Jul 2018, 13:36

BL73 1988 Motorraum 3 24-10-2015.jpg
Das ist ein 3B-Motor, erkennst es gut an den vier Kappen über den Zylindern (zum Abgleich der Motorraum meines BJ73 mit 3B). Sieht ziemlich ähnlich aus. Der VM-Motor ist ein 2,5 Liter Fünfzylinder (eigentlich ein Bootsmotor, hab über den aber auch schon Schlimmes gehört). .

Grüße
Markus
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Re: Neuling mit Fragen zu einem BJ73 und H-Kennzeichen

Postby Hase Productions » Mon 9. Jul 2018, 09:52

RalphGrabowski wrote:... Noch kurz zu Hase´s Beitrag: ein Negativbeispiel zur Vorabsprache mit dem TÜV habe ich noch. Vor Jahren wollte ich meinen zweiten Landcruiser (HDJ 80) als WoMo anmelden (hatte ich vorher beim HJ 60 auch schon) und habe mit dem TÜV geplaudert: ok, Schlafgelegenheit, Kocher, Waschbecken, passt, und ich habe ihn mir von meinem Schreiner-Spezi umbauen lassen. Wochen später zitiert mich das Landratsamt nach Lindau zum Vorführen! Ich präsentiere stolz meine Karre und der Typ meint, nö, keine Stehhöhe vorhanden, nix mit WoMo Steuern! ...


Das Spiel mit der Stehhöhe kenne ich auch. Ich bekam damals Post vom Finanzamt deswegen. Interessanterweise hätte es dem Finanzamt als Nachweis für die Stehhöhe damals gereicht, wenn mein Fahrzeug eine um 8 cm größere Gesamthöhe gehabt hätte.
Mit einem OME-Fahrwerk wäre das kein Problem gewesen. Allerdings wäre ich nicht mehr in die Tiefgaragen am Ort gekommen. So hab ich halt für PKW bezahlt.

Seit der Zoll die Steuer macht ist das aber kein Problem mehr. Es gilt was eingetragen ist. Und das ist bei mir WoMo.

Gruß Hase
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