von lehencountry » So 16. Okt 2011, 08:01
Eigentlich wollte ich hier schon die 1 Million-Euro Frage stellen.: Was kann man tun, damit Tränke-Wasser auf einer Pferdekoppel im Winter nicht einfriert? Das dürfte auch für andere Nutzer von Winterweiden interessant sein, sei es Pferde, Highland-Rinder oder Alpakas. Die Koppel ist etwas abseits und hat weder Strom, Brunnen noch Wasserleitung. Zuerst dachten wir natürlich auch an Solarpanels und irgendwie einen Behälter damit heizen. Aber im Winter scheint ja auch nicht immer die Sonne. Auf einer Webseite mit Weidezelten sahen wir dann deren heizbaren Wasserbehälter, der nur mit Grablichter erwärmt wird und ausreicht, damit das Wasser nicht einfriert. Die ca 300,- Konstruktion erinnerte mich an die früheren Wurst- bzw. Schlachtkessel – beim schlachten kommen hier Kesselfleisch und Würste rein. So ein Wurstkessel wird sich doch günstig finden, dachte ich zunächst. Doch im Web werden die von 100-250,- versteigert. Viele Bauern sollten aber so ein Ding noch im Schuppen haben, denn Hausschlachtungen gibt’s kaum noch. Hab eine Menge Zettel gedruckt „Suche Wurstkessel“ und wollte diese in den umliegenden Gasthäusern aushängen. Los gings beim ersten Gasthof, wollte gerade den Zettel an das schwarze Brett heften, kommt einer der Stammkunden und meinte, er hat einen zum Verkauf. Ich konnte es kaum glauben das wir so schnell fündig wurden. Den Stammkunden gleich in den Landcruiser gepackt, er hatte ja schon einige Bierchen, und auf zur Besichtigung. Der Kessel ist noch in gutem Zustand und sein Preis von 25,- war auch fair. Kessel nächsten Tag mit Anhänger geholt, an die 100 kg wiegt so ein Eisentrumm schon. Er wurde gereinigt, Feuertür und Füsse mit Fluidfilm konserviert, Ofenrohrabzug dicht gemacht und dem Deckel damit er bei Schnee und Eisregen nicht an den metallenen 100l Wasserbehälter anfriert, noch eine Styrodur-Unterlage verpasst. Betrieben wird er dann je nach Minus-Grade mit 1-4 Grabkerzen die angeblich ca 3 Tage brennen. Die Kerzenflammen von unten sollen dann das Einfrieren verhindern. Der Kesselmantel ist mit Schamott ausgelegt, gibt also auch nicht so leicht die Kälte an den innenliegenden Kessel ab. Evt. kann man ja noch Iso-Material von aussen umwickeln, aber auch hier ist zu Bedenken: Pferde zupfen überall hin. Ein Ball kommt auch noch ins Wasser, der dem Einfrieren vorbeugen sollte. Mal abwarten ob das bei -20 Grad noch her hält.   Oder hat jemand eine bessere Alternative, dann könnten wir ja den Wurstkessel doch zum Kochen von Würsten oder Gulasch auf der Koppel verwenden. 
Servus - Werner
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von LR-Power » So 16. Okt 2011, 12:32
Warum nicht einfach was gegen's Einfrieren dem Wasserbeimischen... Strohrum oder sonst was hoch Prozentiges Den Pferden würde das Wasser auch besser Munden 
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von lehencountry » So 16. Okt 2011, 17:11
Servus Simon dachte mir doch, dass die Schweitzer da schon ihre Tricks haben. 
Servus - Werner
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von der-mali » So 16. Okt 2011, 17:29
Ob ein paar Teelichter bei -20 Grad reichen? Gerade an der Oberfläche des Wassers muß ja das Gefrieren verhindert werden, und wenn die Lichter drunter stehen, eher ein Gaskocher...
Vielleicht kann man die aufsteigende Luft der Teelichter/des Kochers dazu nutzen, um das Wasser umzurühren wie bei diesen Weihnachtskarusells aus dem Erzgebirge; fließendes Wasser gefriert ja auch nicht so schnell wie ein stehendes Gewässer.
Ein lebensmittelfreundlicher und alkoholfreier Frostschutz muß wohl noch erfunden werden.
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von lehencountry » So 16. Okt 2011, 19:09
der-mali hat geschrieben:Ob ein paar Teelichter bei -20 Grad reichen?
da seh ich auch meine Bedenken. Auch wenn es nicht immer -20 hat, auf der Koppel zieht der Wind ganz schön durch, d.h. es könnte auch bei -10, dass man doch oft hat und dem Wind locker an die -20 werden. Mittel dem Wasser beimischen ist bei Pferden nicht angebracht, die sind auf alles allergisch. Und mit Strohrum lassen sie sich ganz schlecht reiten, da kriegen sie wackelige Füße. Die Idee mit der geringen Kerzenwärme unter dem Kessel irgendwas im Kessel auf Bewegung halten wäre die Lösung. Aber wie setzt man Wärme in Bewegung um, wenn dazwischen der Metallkörper ist ? Wo sind die Physiker, die Tüftler und Erfinder ?  
Servus - Werner
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von der-mali » So 16. Okt 2011, 19:21
Vielleicht hilft eine Modellbau-Dampfmaschine?
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von FJ40 GARAGE » So 16. Okt 2011, 19:26
Mit einer Parasene Gewächshausheizung brauchst du nur alle 14 Tage Brennstoff nachfüllen und die Hitzeabgabe dürfte auch höher sein. Sowas hierUm das Problem des verdunstens und des vereisens zu verringern könntest du die Oberfläche des Behälters verkleinern, zb mit einem Schwimmreifen oder etwas ähnlichem das die Pferde nicht rausnehmen können. Klar sollte sein dass die Zwischenräume Kessel-Ofen mit Bauschaum ausgeschäumt sein sollten und das Abgasrohr sowie die Zuluft auf ein minimum verkleinert wird. Wenn du den Kessel vorher auf der Brennraumseite mit Tapetenkleister einreibst und den dann trocknen lässt bleibt der PU Schaum nicht am Kessel kleben und der Kessel ist immer wieder rausnehmbar.
Zuletzt geändert von FJ40 GARAGE am So 16. Okt 2011, 19:40, insgesamt 2-mal geändert.
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von thores » So 16. Okt 2011, 19:30
lehencountry hat geschrieben:Die Idee mit der geringen Kerzenwärme unter dem Kessel irgendwas im Kessel auf Bewegung halten wäre die Lösung. Aber wie setzt man Wärme in Bewegung um, wenn dazwischen der Metallkörper ist ? Wo sind die Physiker, die Tüftler und Erfinder ?  
Das durch die Erwärmung aufsteigende Wasser bewirkt automatisch eine Zirkulation im Kessel. Teelichter halte ich für untauglich, da die Brenndauer auf wenige Stunden beschränkt ist. Ein Sortiment Grabkerzen wäre wohl besser geeignet.
Grüße aus der Wetterau........................................Thomas
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von der-mali » Mo 17. Okt 2011, 02:05
Wieviele Stunden muß das Wasser am Stück ohne Aufsicht aushalten?
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von tabarca » Mo 17. Okt 2011, 02:27
Wie wär´s mit dem Befestigen eines auf dem Kopf stehenden Trichters unmittelbar in der "Aufwärmzone" über der Flamme; an den Trichter noch ein Steigrohr, durch welchen das erwärmte Wasser nach oben steigt und von dort auf die Oberfläche läuft? Zur Perfektionierung noch ein winziges Turbinchen ins Steigrohr, welches per Dynamo Strom erzeugt, welcher wiederum über einen Motor mit Quirl das Wasser im Bottich in Bewegung versetzt. Wenn Du dann noch den oberen Deckel offenlässt, glotz der Gaul aus Neugier ständig hinein und ist aufgrund der faszinierenden Technik so ergötzt, daß er glatt das Saufen vergisst. Ist das auf dem Foto abgebildete Teil tatsächlich ein Wurstkessel? Sowas stand bei uns 30 Jahre lang im Keller, und wir dachten immer, das wäre ein Waschkessel. Als vor zehn Jahren meine Mutter umzog, landete das Ding im Alteisencontainer (ja, samt dem kupfernen Innenkessel!  )
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von der-mali » Mo 17. Okt 2011, 03:49
Laß die Viecher doch selber heizen - mit Biogas: http://www.starke-pferde.de/mit_zwei_ps_pflanzen.htmEgal ob mit Biogas oder konventionell: Gas ist meiner Meinung nach der einzige Ansatz für Wärme- und evtl. Bewegungsenergie in Deinem Fall. Erdwärme wäre noch eine Energiequelle, aber die Anschaffungskosten sind für Dein Projekt zu hoch.
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von lexhortensia » Mo 17. Okt 2011, 06:25
Hallo, wenn man den Pferden beibringt unter die Tränke zu äpfeln, dieses technische Problem kann man mit einer Vorrichtung lösen, wird mittels der Abwärme des Mistes das Wasser auch beheizt! Diese geniale Idee von mir habe ich noch nicht zum Patent angemeldet. Sie kann also verbessert werden, möge der Verbesserer damit reich werden! Gruss MIKE 
Wende nie Gewalt an, nimm einfach einen grösseren Hammer!
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von der-mali » Mo 17. Okt 2011, 08:58
Das ist jetzt nicht ganz ernst gemeint: Häng den Viechern Windeln im, dann kann man die Äpfel sammeln. In dem Moment, in dem sie an der Tränke einloggen, wird der Beutel geöffnet und die Ladung fällt an den richtigen Platz. Keine Ahnung, wie man den Sack wieder zumacht.
Kann man Pferde überhaupt bei -20 Grad so lange draußen lassen?
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von Driver » Mo 17. Okt 2011, 09:37
 prima Ideensammlung! Aber zurück zum Wurstkessel. An und für sich eine gute Idee wie ich finde - allerdings hätte ich dabei ein Problem. Die offene Flamme(n) der Kerzen. Schliesslich dürfte der Kessel ja auch nicht direkt draussen stehen sondern wird wohl in einem Unterstand/Offenstall o. ä. - also in einer Art Scheune stehen.... und da wird sicherlich auch Heu und evtl. Stroh sein und vermutlich auch dort oder in unmittelbarer Nähe gelagert.... Wie Du schon selbst geschrieben hast - Pferde zupfen überall hin. Aber sie treten auch mal wohin oder schmeissen Ihr Heu dorthin wo es nicht sein sollte.... Vielleicht wäre ein batteriebetriebenes Heizgerät ähnlich einem Tauchsieder eher eine Lösung. Jedenfalls würd ich lieber täglich eine Autobatterie auswechseln (und bis zum nächsten Tag wieder laden) als da unbeaufsichtigte offene Flammen zu haben.... (hierbei ich Memme bin!) Abgesehen davon müsste doch der Deckel wegbleiben, damit die Pferdchen saufen können, oder nicht? Ob ein paar Kerzen das noch schaffen, die 100 Liter frostfrei zu halten? Gruß Jürgen Edit: Habe gerade per Google die angesprochene Kauf-Tränke gefunden - sieht wirklich genauso aus ... wenn das funktioniert, dann sollte der Wurstkessel auch funktionieren - hängt aber vielleicht vom Durchmesser der freiliegenden Wasserfläche ab? Bodenverankerung beachten!
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