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-- Scheibenbremse J7 |
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| Wolfman |
Verfasst am: Mo, 04. Aug 2008, 13:17 |
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Graz, Österreich
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Hallo zusammen,
war nach einiger Zeit wieder mal mit meinem Cruiser (LJ 73) unterwegs, als plötzlich die Bremse schlecht zieht, dann nach ein paar Kilometern höre ich bei offenem Fenster schleifende, metallische Geräusche vom linken Vorderrad.
Also zu Haus dann vorne aufgebockt und Reifen runter:
Anscheinend, dem Blick auf die Bremzange nach, wurde der innere Bremsbelag der linken Vorderradbremse komplett abgefahren, alle anderen Beläge (auch die am rechten Rad) haben noch so 5-7 mm.
Werd mal sehen, vielleicht kann ich noch ein Photo machen.
Möchte gar nicht wissen, mit was ich da schon gebremst habe bei jedem Pedaltritt - hoffentlich noch nicht mit dem Kolben!?
Frage:
Warum nutzt sich gerade der eine Bremsbelag so arg ab, gibt es da einen zugrundeliegenden Schaden (hoffentlich nicht)? Ist es damit getan die Bremsbeläge zu tauschen? Würdet ihr da Originalteile nehmen?
Ist durch den abgefahrenen Bremsbelag jetzt noch was kaputt gegangen oder auf was müsste ich da achten?
Leider habe ich nur ein repair manual für den HJ75 und keines für den LJ73 mit 2-LT Motor zur Hand, sind die Bremsen trotzdem gleich oder gibts da Abweichungen, d.h. kann ich mich nach dem Handbuch richten?
Bin für alle zweckdienlichen oder weiterhelfenden Hinweise dankbar.
Gruß vom etwas verzweifelten Wolf(gang) aus Österreich |
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| Flammer |
Verfasst am: Mo, 04. Aug 2008, 18:32 |
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Anmeldungsdatum: 15.08.2007
Beiträge: 173
Wohnort: Zuzwil (CH)
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Hallo Wolf(gang)
Ich bin mir nicht ganz sicher ob dein Cruiser einen sog. Schwimmsattel hat. D.h. der Bremssattel hat nur auf der einen Seite einen Kolben und der gegenüberliegende Bremsklotz wird über den Schwimmsattel quasi an die Bremsscheibe gezogen.
Hier eine schöne Grafik: www.rd400.de/Technik/Technik608.html
Oft hat man mit diesen Typen Probleme wenn die Führungen nicht mehr sauber laufen deshalb ist es äusserst wichtig, bei einer Bremsrevision diese Führungen zu prüfen und nötigenfalls gängig zu machen. Danach sollte mit neuen Bremsklötzen alles wieder perfekt funktionieren.
Prüf doch mal ob du so eine Bremse hast und gib wieder Bescheid.
Gruss Patrick |
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| Robert Grotz |
Verfasst am: Mo, 04. Aug 2008, 19:32 |
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Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 1008
Wohnort: 73734 Esslingen
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Tach, der Landcruiser hat an der VA einen Festsattel mit vier Kolben.
Wenn sich nur eine Seite abnuzt solltest Du dringend mal den Bremssattel zerlegen und gänging machen.
Kannst ja schon mal 16 Kolbenmanschetten, Sicherungsfedern und Kolbendichtungen bestellen.
Es dauert schon lange bis Du auf dem Bremskolben bremst.
Den Bremssattel haste in nem Abend zerlegt.
Bremskolbenfett wäre auch sinnvoll.
Benötigtes Werkzeug
-Holzstück in Bremsscheibenstärke
-Polierpaste oder Stahlwolle
-Gute Rohrzange um die festen Kolben rausdrehen
-Bremsflüssigkeit um alle Teile vorm zusammenbauen reinigen |
_________________ Wer mit andern in der Grube gräbt, hat ein allrad Spaßgerät |
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| Wolfman |
Verfasst am: Di, 05. Aug 2008, 09:54 |
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Graz, Österreich
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Hi,
vielen Dank für die Rückmeldungen.
Soweit ich gesehen habe handelt es sich um einen Festsattel, lt. Werkstatthandbuch (allerdings für den HJ) mit vier Kolben.
@ Robert:
Danke für die Tipps und gleich die Werkzeugliste, dachte mir schon, daß er vielleicht auf der einen Seite nicht mehr zurück geht, da werde ich wohl um zerlegen nicht rum kommen ...
... ein Bekannter hatte andererseits einmal den Fall, dass der Bremsbelag sich einfach gelöst hatte.
Dachte es ist vielleicht eine bei Landcruisern typische Sache.
Kann ich den Abbau etc. nach den Angaben im Werkstatthandbuch für den HJ75 machen oder ist die Bremse beim LJ anders aufgebaut??
Gruß vom Wolf |
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| landcruiser |
Verfasst am: Di, 05. Aug 2008, 10:30 |
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Anmeldungsdatum: 17.05.2001
Beiträge: 7507
Wohnort: outback - Northern Territory of lower saxonia
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Robert hat ja schon geschrieben, dass es eine Festsattelbremse mit vier Kolben ist.
Bei längeren Standzeiten kommt es vor, dass die Bremse festgammelt.
Hab ich beim KZJ73 auch schon gehabt.
Vorne links war der eine Belag runter bis aufs Metall.
Bei mir waren die Pins auf denen die Beläge laufen vergammelt und die Beläge konnten sich nicht mehr frei bewegen.
Belege raus, alles gereinigt, Scheibe kontrolliert, neuen Satz Bremsbeläge mit Pins gekauft und eingebaut und das wars dann.
Die Kolben waren bei mir noch gängig und dicht.
Die können aber auch festgegammelt sein. Dann siehe wie von Robert beschrieben. Wird dann etwas aufwendiger. |
_________________ Ich bin für das verantwortlich was ich sage. - Nicht für das was Du verstehst! |
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| Robert Grotz |
Verfasst am: Di, 05. Aug 2008, 10:48 |
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Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 1008
Wohnort: 73734 Esslingen
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Tach, meines Wissen sind die Bremssattel egal ob vom 75er oder vom LJ exakt gleich aufgebaut.
Nur der Bremsscheibenstärke ist verschieden evtl. auch der Kolbendurchmesser. |
_________________ Wer mit andern in der Grube gräbt, hat ein allrad Spaßgerät |
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| Wolfman |
Verfasst am: Di, 05. Aug 2008, 13:59 |
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Graz, Österreich
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So, danke nochmal an alle,
habe jetzt mal tel. beim Toyo-Dealer die Bremsbeläge und die Pins und Federn bestellt (allerdings hat er mal eine Zeit lang gebraucht, bis er wußte, was ich mit den "Pins" meine, Bolzen war dann klarer ).
Allerdings wollte er mir nicht glauben, dass ich am Toyo hinten Trommel- und keine Scheibenbremsen habe ... naja, hoffentlich hat er die richtigen Teile erwischt.
Damit sollte ich fürs erste gerüstet sein und mit den neuen Pins sollten zumindest die Bremsbeläge wieder flutschen, die fallen preislich auch nicht wirklich ins Gewicht.
Sollte sich dann herausstellen, dass die Kolben festhängen o.ä., dann muss ich halt den Satz Manschetten etc. für die Bremssättel auch noch bestellen, wollt ich aber nicht gleich unbedingt auf Verdacht nehmen. Eigentlich trage ich mich ja schon eine Zeit lang mit dem Gedanken den Toyo herzugeben, da ich kaum noch zum fahren komme ... und da kommt die Investition halt ungelegen.
Jetzt hab ich noch schnell einen Termin für das Pickerl (ich glaube in de ist das die HU) ausgemacht, da die ja immer gerne was finden zu beanstanden und die Bremse muss ich sowieso machen, sonst finden sie mir noch was anderes an dem sie verdienen können ...
So long ...
Wolf |
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| Robert Grotz |
Verfasst am: Di, 05. Aug 2008, 16:30 |
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Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 1008
Wohnort: 73734 Esslingen
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| Die Bolzen lassen sich aber auch recht gut mit bissle Schleifpapier wieder richten. |
_________________ Wer mit andern in der Grube gräbt, hat ein allrad Spaßgerät |
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| Wolfman |
Verfasst am: Mo, 06. Okt 2008, 10:30 |
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Anmeldungsdatum: 14.03.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Graz, Österreich
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Hallo zusammen,
gut Ding braucht Weile oder so ähnlich, naja ich hatte im Job im letzten Monat etwas viel zu tun, daher mußte der arme Toyo wieder warten.
Letztes Wochenende hab ich mich jetzt dran gemacht und folgendes festgestellt:
Den Bremsbelag, der allerdings etwas mehr abgenutzt war als die anderen Beläge, hat es von der Bremsbacke vermutlich richtig abgezogen, den Rest konnte ich noch zwischen Bremsscheibe und Schutzblech finden, vielleicht war das ja auch das Schleifgeräusch.
Es könnte schon sein, dass es die Führung der Bolzen ist, die Schuld ist und deswegen die Beläge nicht mehr zurückstellen können, die sind nämlich total versaut und verrostet, wie eigentlich die ganze Bremse (da sieht man wieder was Salz so anrichten kann).
Ich habe nur einen der Bolzen rausbekommen, die anderen sind so vergammtel, dass sie sich kaum bis gar nicht bewegen. Habe einen Sattel abgebaut, da leider eine Manschette kaputt ist (vielleicht war ich das auch selber beim grob-entrosten ), habe den Sattel in den Schraubstock gespannt und selbst unter diesen Verhältnissen, dh. optimal Platz etc, rührt sich ein Bolzen nicht.
Und ja, die Sicherungsfeder habe ich schon abgezogen
Gibts da vielleicht Tricks, wie man die Dinger rausquält?
Gruß vom Wolf |
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| Robert Grotz |
Verfasst am: Di, 07. Okt 2008, 08:44 |
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Anmeldungsdatum: 21.12.2003
Beiträge: 1008
Wohnort: 73734 Esslingen
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Wenn Du eh schon die Teile zum Bremssattel überholen da hast. leg doch den ganzen Bremssattel in WD-40 oder so Zeugs ein.
Regelmäßig auf den Bremssattel klopfen und dann müsste das schon gehen.
Ganz wichtig!
WD 40 lässt die Dichtungen aufquellen. Daher vorm zammenbau mit Bremsenreiniger und dann mit Bremsflüssigkeit saubermachen |
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