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    -- Allgemeine technische Diskussionen / General Tech Discussion

        -- Schneidöl für Metallkreissäge

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Hase Productions
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 14:08
Anmeldungsdatum: 27.05.2004 Beiträge: 673 Wohnort: Kulmbach / Oberfranken
Hallo

Diesmal hab ich eine Frage an alle Metalltechniker und Mechaniker, oder wer sich sonst noch auskennt.

Ich habe Zugriff auf eine alte Schlosserwerkstatt. Dort steht eine Metallkreissäge, bei der regelmäßig das Schmiermittel eingetrocknet ist.
Bei der Suche nach neuem Schneidöl bekam ich fast einen Schock als ich die Preise sah. Jetzt suche ich nach Alternativen.

Was kann man eigentlich alternativ als Kühlschmiermittel verwenden?
Geht Motoröl oder sogar Heizöl?
Oder wenn's biologisch abbaubar sein soll evtl. Rapsöl?
Oder muss es tatsächlich das teure Schneidöl aus dem Werkzeugladen sein?

Als es die Firma noch gab wurde immer so eine milchige Flüssigkeit (teilweise mit Wasser verdünnt) verwendet. Leider gibts keinen Kanister von dem Zeug mehr, das man nachsehen kann was das war.

Gesägt wird auf der Säge Eisen roh oder verzinkt und ab und zu mal Edelstahl. Wandstärken von 2 bis 30 mm. Allerdings nur ab und zu mal. Meist handelt es sich aber um Wasser- oder Profilrohre bis 3 mm Wandung. Dann steht die Säge wieder wochenlang unbenutzt in der Ecke und der Schmierstoff trocknet ein.


Ich hoffe es gibt hier genug Kenner der Materie, die mich ein wenig erhellen können.
Im Voraus Danke dafür.

Gruß Hase

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http://www.Hase-Productions.de
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Harald KJ70
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 14:41
Anmeldungsdatum: 27.08.2001 Beiträge: 1951 Wohnort: Altenbeken
Hallo Hase,

Du benötigst Kühlschmiermittel (das ist diese milchige Flüssigkeit). Google mal, dann findest Du eine Menge Infos, Anbieter und auch Preise. Und immer beachten : das Öl wird ziemlich stark verdünnt (meistens so 4 - 5%) mit Wasser - daher nur kleine Mengen mischen, sonst schimmelt das Zeug schon mal.
Aufbewahren würde ich die Mischung in diesen "Kunststoff-Ölflaschen" mit Metallröhrchen (mir fällt gerade nicht ein wie die Dinger heißen), dann kannst Du entsprechend dosieren.

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Gruß   Harald    

In dieser Welt sind die einzigen Menschen, die die Rechte anderer beachten, die Berufsboxer (Robert Lembke)
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HZJ syttini
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 14:56
Anmeldungsdatum: 04.11.2005 Beiträge: 2491 Wohnort: 72401 Haigerloch
Hi Hase,

mein Metaller hat gemeint - klar die gleiche Emulsion, die Harald gemeint hat.

Er hat jedoch bei sich die Maschine gedrosselt und macht nun Langsamschnitt - dafür braucht er kein Öl und es läuft nichts durch die Rohre.

Grüße

Andi

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Hase Productions
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 16:10
Anmeldungsdatum: 27.05.2004 Beiträge: 673 Wohnort: Kulmbach / Oberfranken
Mich stört an der Emulsion am meisten, das sie eintrocknet. Meist verklebt auch ein Teil des Sammelbehälters. Die Reinigung mit ablassen des Schmierstoffes nach jeder Benutzung ist für mich und die Umwelt nicht in Ordnung.

Wenn die Emulsion tatsächlich so ein positives Mischungsverhältniss hat, dann ist der Preis auch ok.

Ich hoffte auch, das ich durch die Verwendung eines Öls die Korrosion an der Maschine verhindere.

Das trocken laufen lasse ist für mich auch keine Alternative. Das hat mich schon ein Sägeblatt gekostet. Da spart man mit Sicherheit am falschen Platz.


Gruß Hase

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schörgsi
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 18:50
Anmeldungsdatum: 15.08.2006 Beiträge: 84 Wohnort: Vöcklabruck
hallo,
bei uns in der firma wird umgangssprachlich "bohrmilch" dazu gesagt,....
aber wir machen es wie weiter oben beschrieben - füll das zeugs in eine kleine handflasche und dosiere nach bedarf.
grüße
markus
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schörgsi
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 18:52
Anmeldungsdatum: 15.08.2006 Beiträge: 84 Wohnort: Vöcklabruck
hallo,
bei uns in der firma wird umgangssprachlich "bohrmilch" dazu gesagt,....
aber wir machen es wie weiter oben beschrieben - füll das zeugs in eine kleine handflasche und dosiere nach bedarf.
grüße
markus
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Grizzly
Verfasst am: Mi, 07. Mai 2008, 21:03
Anmeldungsdatum: 30.01.2002 Beiträge: 763 Wohnort: Diedorf
Hallo Hase,

da:
http://www.blaser.com/

http://www.bkc-chemie.de/Content-pid-9.html

findes Du was Du suchst.

für Alu und "normalen" Stahl (St-37 bis St 52 oder auch C45 bis C60) sollte die bereits genannte Emulsion (Bohrmilch) verwendet werden.

Für Edelstahl (1.4301;1.4303;1.4571 etc.) in jedem Fall (reichlich und nicht nur tropfenweise) mit Schneidöl arbeiten, sonst sind die Sägeblattnachschleifkosten sicher um Faktor 20 über denen für das Kühl-Schmiermittel anzusetzen!!!

Frohes Sägen!

_________________
Keep on Cruisin
Grizzly
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Hase Productions
Verfasst am: Do, 08. Mai 2008, 09:22
Anmeldungsdatum: 27.05.2004 Beiträge: 673 Wohnort: Kulmbach / Oberfranken
Grizzly hat Folgendes geschrieben:
Hallo Hase,

da:
http://www.blaser.com/

http://www.bkc-chemie.de/Content-pid-9.html

findes Du was Du suchst.

für Alu und "normalen" Stahl (St-37 bis St 52 oder auch C45 bis C60) sollte die bereits genannte Emulsion (Bohrmilch) verwendet werden.

Für Edelstahl (1.4301;1.4303;1.4571 etc.) in jedem Fall (reichlich und nicht nur tropfenweise) mit Schneidöl arbeiten, sonst sind die Sägeblattnachschleifkosten sicher um Faktor 20 über denen für das Kühl-Schmiermittel anzusetzen!!!

Frohes Sägen!


Hallo Grizzly

Versteh ich das richtig, das man für Edelstahl nicht die Bohrmilch nehmen kann/soll?
Was ist das dann für Schneidöl?
Kann ich das Schneidöl auch für normales Eisen verwenden?
Schneidöl wird doch nicht mit Wasser verdünnt oder seh ich das falsch?

So wie ich das verstehe müsste doch das Schneidöl das sein, was am ehesten meinen Anforderungen entspricht. Es trocknet nicht ein, ist universell verwendbar, und da es wasserfrei ist, dürfte auch nichts anfangen zu rosten.

Ich hab mir die Links angesehen, bin aber nicht wirklich durchgestiegen dabei. Irgendwie blick ich nicht mehr durch.

Gruß Hase

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Colt
Verfasst am: Do, 08. Mai 2008, 10:31
Anmeldungsdatum: 09.09.2006 Beiträge: 10523 Wohnort: Merzhausen
Hallo Hase,

während meiner Ausbildung hatten wir die gleichen Probleme mit dem Bohrwasser, entweder es ist eingetrocknet oder hat angefangen zu schimmeln. War jedesmal eine heftige Sauerei Sad Wir haben das dann komplett durch Schneidöl Opta 2000 ersetzt. Dann war Ruhe und der Gestank endlich zu Ende. Das taugt für alle Eisenlegierungen und auch bei Nichteisenmetallen hat es uns keine Probleme gemacht. Mussten wir auch nach zwei Jahren noch nicht ersetzen, dann hab ich die Firma verlassen Wink

Ist übrigens auch gut zum Gewindeschneiden, das Zeug ist mal richtig universal einsetzbar!

Viele Grüße,
Marc

_________________
Der Schöne

und das Biest


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Grizzly
Verfasst am: Do, 22. Mai 2008, 12:42
Anmeldungsdatum: 30.01.2002 Beiträge: 763 Wohnort: Diedorf
Hallo Hase,

...sorry für die späte Antwort, aber der heimrechner hat sich verabschiedet.

Das Schneidöl ist grundsätzlich "pur" einzusetzen und deswegen für Baustahl zu teuer, aber jedoch bedenkenlos auch hierfür (zumidest mit der Kreissäge oder zum Wekstoff- und Drehzahlangepassten Bohren/Gewindeschneiden) verwendbar. Nur bei Hochgeschwindigkeitsbearbeitung (HSC) mit Schnittgeschwindigkeiten die z. B beim Alu derzeit bereits deutlich 6000M/min (mit PKD-Werkzeugen) erreichen, ist die -wegen der Wasserbeimischung- bessere Kühlwirkung von "Bohrmilch" deutlich effizienter und Werkzeugschonender.

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Keep on Cruisin
Grizzly
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Hase Productions
Verfasst am: Mo, 26. Mai 2008, 07:49
Anmeldungsdatum: 27.05.2004 Beiträge: 673 Wohnort: Kulmbach / Oberfranken
Hallo

Erstmal vielen Dank an alle, die sich hier gemeldet haben.

Ich werde es jetzt mal mit Schneidöl pur versuchen.
Sobald ich Erfahrungen hierzu habe, lasse ich euch teilhaben. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, weil ich jetzt erstmal die Säge wieder einer Komplettüberholung unterziehen muss.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darauf freue das Teil wasserfrei, und damit hoffentlich gammelfrei, zu betreiben. Im Moment kommt auf eine Stunde sägen etwa eine Stunde Wartung.

Gruß Hase

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