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[Restauration] Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil    

1980 - 1989

[Restauration] Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Braunschweiger » Mon 4. May 2015, 17:09

So, jetzt ist es auch für mich an der Zeit: Das morsche Blech unseres HJ60 muss ein paar unbedeutende Schönheitsreparaturen über sich ergehen lassen. Das Ganze wird nicht von heute auf morgen funktionieren, aber ich werde hier immer mal wieder die Fortschritte (so es denn welche gibt) dokumentieren. Eine halbwegs Brauchbare Werkstatt mit Bühne steht erst ab dem Spätsommer zur Verfügung - daher beschränke ich mich im Moment auf die Arbeiten, die man relativ „freifliegend“ ausführen kann.

Zunächst mal ein paar Fotos vom Ist-Stand:
DSC_0167.JPG

DSC_0245.JPG


Der ein oder andere kennt das bestimmt: Das Auto wurde von diversen Vorbesitzern immer weiter verschlimmbessert. Die Karosserie an sich sieht soweit nicht wirklich schlimm aus, Türen und Klappen sind allerdings eine Katastrophe. Die Ambulance-Doors sind am schlimmsten dran, sind durch den konsequenten Verzicht auf Dampfsperre und Scharnierdichtungen auch nicht unbedingt besser geworden… Für die Wohnmobil-Nutzung will ich auf diese (kaum noch zu bekommenen) Dinger aber nicht verzichten, sie machen den Einstieg ja doch deutlich bequemer.

Die Bilder hier verdeutlichen ganz schön den bemitleidenswerten Zustand:

IMAG0678.jpg

IMAG0679.jpg


Als Büromensch liegt meine letzte Erfahrung in Richtung „Bleche“ und „Schweißen“ nun tatsächlich schon fast zehn Jahre zurück. Damals hat man im Rahmen des Vorpraktikums zum Studium mal elegante Kehrbleche aus 5mm St37 „zusammengebraten“ – unzerstörbar aber kaum allein zu tragen. Mich beschlich das Gefühl, dass ich damit nur unzureichend für die Reparatur von Karosserieblechen qualifiziert sein könnte und Hilfe benötige. (Diverse Wolli-Restaurationen lösen beim geneigten Buschtaxi-Leser ja auch eine gewisse Erwartungshaltung bezüglich der Güte von Blecharbeiten aus!)

Gefunden habe ich diese Hilfe in Form von Norbert Wennink, der völlig tiefenentspannt in seiner Bochumer Werkstatt ganze Oldtimer-Karossen „aus dem Nichts“ herbeidengelt. Zusammen mit zwei Freunden habe ich also am letzten, langen Wochenende sein Viertages-Seminar gebucht um wenigstens die Grundzüge zu begreifen. (http://www.mobylas.de)

Die ersten zwei Tage haben wir uns mit den Grundlagen des MIG-Schweißens auseinandergesetzt. Im Wesentlichen ging es um die grundlegenden Einstellungen eines Schweißgeräts (Stromstärke, Vorschub) und die Kontrolle dieser Einstellungen mit einfachsten Mitteln. Und vermutlich ging es auch darum, den Teilnehmern zunächst mal die „Angst“ vorm Schweißen zu nehmen. Jedenfalls klappten die ersten Punktverschweißungen und „gepunkteten Raupen“ mit etwas Übung schon ganz gut:

IMG_0014.JPG

IMG_0015.JPG


„Echte“ Raupen haben wir nicht geschweißt, das 0.75mm Übungsblech hätte uns das vermutlich auch nicht verziehen.

Nach der Grundlagen-Schweißerei stand die Anfertigung von Blechen auf dem Lehrplan. In Norberts Werkstatt finden sich zu diesem Zweck eine beneidenswerte Anzahl von Hämmern, Ambossen und Schraubstöcken. Was mir sofort Mut gemacht hat: Nichts davon ist unbezahlbares, poliertes und neu gekauftes Spezialwerkzeug – alle seine Restaurationen werden mit Mitteln durchgeführt, die man sich auch als „Laie“ Stück für Stück gebraucht zusammensuchen kann. (Vom English Wheel mal abgesehen, aber Rundungen kommen ja beim J6 eh kaum vor…)
Also haben meine Kollegen fleißig Bleche geformt, während ich mit Heißluftfön und Stechbeitel die Tür von Lack und Dichtmasse befreit habe um die Schweißpunkte unter den ca. sechs Lackschichten zu finden:

IMG_0005.JPG


Danach wurde die Bördelkante weggeschliffen und die Schleifpunkte (mit ein wenig Hilfe vom Gott des Donners) zum Aufgeben motiviert. Vor dem Verändern irgendwelcher Maße natürlich Messen und notieren!

IMG_0064.JPG


So richtig schön sieht’s nach wie vor nicht aus:

IMG_0065.JPG


To be continued...
Last edited by Braunschweiger on Mon 4. May 2015, 17:25, edited 1 time in total.
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Braunschweiger » Mon 4. May 2015, 17:18

Nach zwei fixen Schnitten mit der Trennflex an der Unterkante des Fensterrahmens waren Außenblech und Unterbau dann getrennt:

IMG_0071.JPG


Zunächst wurde jetzt das Außenblech angefertigt. Beim J6 eine relativ simple Form, in diesem Fall „einfach“ Stück für Stück über einen Amboss (ich glaube, es war ein Abschnitt einer alten Bahnschiene) gedengelt, immer wieder angehalten und irgendwann für gut erklärt:

IMG_0073.JPG


Vorne im Bild die nächste Ecke mit „leichtem Flugrost“…
Auch das Verstärkungsblech für den Verschluss war völlig morsch…

IMG_0074.JPG


…und wurde ersetzt. Die Löcher zu diesem Zeitpunkt schon herzustellen empfiehlt sich im Übrigen nicht, macht für die weiteren Schritte nur unflexibel – nicht nachmachen!

IMG_0075.JPG


Das Außenblech (mittlerweile für gut befunden) wurde dann an seine neue Position gebracht:

IMG_0076.JPG


Das entsprechende Maß wurde angezeichnet und die alte Tür (nach alter Väter Sitte per Blechschere) abgeschnippelt. Der Versuch, an dieser Stelle Zeit zu sparen rächt sich später ganz fürchterlich, also besser konzentrieren und trotz schmerzenden Pfoten langsam, sauber und gerade schneiden. Also nicht wie ich. So oder so, am Ende ist das vergammelte Blech ab:

IMG_0079.JPG


Nun ging es an die Restauration des Unterbaus. Für ganze zwei Abkantungen stand uns eine Abkantbank zur Verfügung, der Rest wurde über Leisten gehämmert und mit Hilfe verschiedener Ambosse und Fäustel ins Blech getrieben:

IMG_0080.JPG


Soweit nicht schlecht:

IMG_0088.JPG


Nun ging es schon wieder an den „Aufbau“. Zunächst haben wir an den Trennstellen kleine „Verbindungsbleche“ eingesetzt und angeheftet:

IMG_0089.JPG


Danach wurden die ursprünglichen Schweißpunkte zueinander Postioniert und Innen- und Außenblech mit Klammern und Blechschrauben aneinander fixiert:

IMG_0091.JPG
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Braunschweiger » Mon 4. May 2015, 17:24

Der folgende Teil war für so ungeduldige Menschen wie mich kein besonders großer Spaß, da die Tür nun mehrfach gedreht, gelöst, positioniert, gehämmert, wieder fixiert und dann endlich final geklammert wurde. Hätte man beide Teile gleich sauber (und gerade!) geschnitten, hätte man sich das übrigens zum großen Teil sparen können. Endlich kamen dann die ersten Schweißpunkte und das Außenblech an seinen Platz:

IMG_0093.JPG


Auch die weiter oben schon gezeigte Gammelecke brauchte noch ein Reparaturblech, also wurde auch das „mal eben“ in Form geklöppelt:

IMG_0102.JPG


Danach das übliche Spiel: Rost ausgeschnitten und das neue Blech geheftet:

IMG_0103.JPG


Damit war es dann Zeit für den Unterbau. Hier ist die Position der Schlossteile (Ich glaube das nennt sich Schlossfalle?) am Ende entscheidend, daher mussten wir langsam und Stück für Stück das alte Blech entfernen und das Reparaturblech anpassen. Die Unterkante ist leider auch nicht glatt sondern konturiert; ohne Auto ist leider nicht erkennbar ob das so bleiben muss. Die Zeit wurde langsam knapp, daher ist das Bildmaterial auch recht „sparsam“ ausgefallen. Hier nur ein paar Impressionen vom angesetzten Blech:

IMG_0105.JPG

IMG_0106.JPG

IMG_0109.JPG

IMG_0110.JPG


Norbert hat sich dann noch die Mühe gemacht, das Außenblatt der Tür autogen zu verschweißen – da sieht man doch, dass ein paar Jahre Praxis dahinterstecken:

IMG_0107.JPG


Leider war an dieser Stelle die Zeit auch schon um und ich konnte nicht (wie von mir gedacht) eine komplett sanierte Tür mit nachhause nehmen. Das ist aber nur ein ganz kleiner Pferdefuß, da derart vergammelte Türen ja so oder so besser am Auto angepasst werden. Da die Hecktüren schon vor dem Ausbau nicht vernünftig geschlossen haben, gilt das in diesem Fall ganz besonders. Für mich ist also als nächstes angesagt:
Scharniere anschrauben, Beide Türen einbauen und ausrichten, dann heften/klammern und Schlossausschnitte etc. herstellen. Leider wird sich das Ganze (wie eingangs erwähnt) noch ein wenig ziehen.
Aber so oder so: Der Anfang ist gemacht, die Angst genommen und das Vorgehen jetzt zumindest in groben Zügen bekannt. Schlimmer, als mit dieser vergammelten Tür wird es vermutlich auch in Sachen Karosserieblech nicht mehr werden. Die Fahrertür ist zwar ähnlich vergammelt, aber hier gibt es Reparaturbleche und im Zweifel finden sich auch mal Ersatztüren bei Ebay.

Vielen, vielen Dank an Norbert, der mit viel Geduld und viel Pragmatismus nicht an den drei Büro-Deppen verzweifelt ist und sich mit viel Hingabe um diesen japanischen Rosteimer gekümmert hat! Und natürlich an seine Frau, die als "guter Geist" für das leibliche Wohl gesorgt hat. Der Kurs ist ohne Einschränkungen empfehlenswert, nur eins sollte man bedenken:

An der Idee, eigene Teile mitzubringen hatte Norbert erst mal nichts auszusetzen. Ihr werdet aber voraussichtlich nur eins schaffen, und das solltet ihr in eurem eigenen Interesse entlackt mitbringen. Mir hätte das viel Zeit erspart, die ich nun mit Heißluftfön und Stechbeitel während des Kurses „verschwendet“ habe!

Auch wichtig: Wolters aus der Dose schmeckt in Bochum auch nicht besser als zuhause Prost!

IMG_0085.JPG


Christoph
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby wolli » Mon 4. May 2015, 18:32

Eigentlich bin ich ja nicht so der Sechserfan, aber die Story liest sich richtig gut.
Hau rein, Christoph, ich hab mir schon mal nen bequemen Stuhl geholt und warte auf weitere Bildbeiträge. :zunge:
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby VS11 » Mon 4. May 2015, 18:37

Klasse !
Weiterso ! :D
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby HJ61-Freak » Mon 4. May 2015, 18:53

@Christoph: Ich beneide Dich - wirklich und ganz ernsthaft - um die ambulance doors! Ich würde sonstwas drum geben, eine Karosse mit solchen Türen zu bekommen und auf das Fahrgestell meines HJ61 zu setzen. Zur Not würde ich das Heck meiner Zweitkarosserie (leider auch mit der "normalen Heckklappe" gesegnet) auch komplett umbauen, aber auch dafür braucht es Spenderfahrzeug.

Viel Spaß und vor allem ordentlich Motivation bei den weiteren Arbeiten und schönen Gruß in meine alte Heimat!

Gruß

Florian
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby heimi » Tue 5. May 2015, 05:23

Hallo Christoph,

es sieht gut aus was Du da machst. Ich glaube so einen Kurs sollte ich auch mal besuchen.
Zu Deinem 6er habe ich noch 2 Fragen.
Hast Du da einen Bodylift drin ?
... und sehe ich das richtig, dass Du eine Dacherhöhung fest auf dem Dach montiert hast
um "Sitzhöhe" im Laderaum zu erreichen ?

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Spaß mit dem 6er und der Restauration.

Viele Grüße
heimi
Nachher ist man immer Schlauer...... :ka:
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Braunschweiger » Tue 5. May 2015, 11:33

Hau rein, Christoph, ich hab mir schon mal nen bequemen Stuhl geholt und warte auf weitere Bildbeiträge. :zunge:


Ich hatte ja jetzt erwartet, dass der Anblick Dich direkt verträumt über Dein Schweißgerät streicheln und quasi im Affekt irgendwelche Bauteile zusammenschweißen lässt? Warte mal ab, bis ich die ersten Bleche ohne Aufsicht zusammenbrate - dann wirst Du den "Stümper aus Ostfalen" noch heimsuchen wollen... :wink:

Ich würde sonstwas drum geben, eine Karosse mit solchen Türen zu bekommen und auf das Fahrgestell meines HJ61 zu setzen


Die Ambulanztüren waren in der Tat ein wichtiges Kriterium für genau diese Wanderbaustelle. Ich hätte nur nicht erwartet, dass die Ersatzteillage bei den Türen so katastrophal ist. Weiß eigentlich jemand, ob die Aufnahmepunkte für beide Heck-Konzepte gleich sind? Da die Türen immer schlecht geschlossen haben, wäre das interessant. Wenn die Aufnahmen für die "Splitdoor-Scharniere" extra angepasst werden mussten wundert mich gar nichts mehr.

es sieht gut aus was Du da machst. Ich glaube so einen Kurs sollte ich auch mal besuchen.
Zu Deinem 6er habe ich noch 2 Fragen.
Hast Du da einen Bodylift drin ?
... und sehe ich das richtig, dass Du eine Dacherhöhung fest auf dem Dach montiert hast
um "Sitzhöhe" im Laderaum zu erreichen ?


In der Tat liegt die Karosse auf ca. 25mm hohen Kunststoffscheiben, ich nehme an irgendwas in Richtung "Nylon". Ist neben den albernen Reifen, die der 2H kaum gedreht kriegt, und der Profi-Höherlegung durch längere Federschäkel eine reine Optik-Maßnahme die im Rahmen der Sanierung wohl rausfliegt. Dann ist das Fahrverhalten vielleicht auch nicht mehr ganz so tollpatschig. Zumindest ist der Rahmen durch den Bodylift besser belüftet, man soll das ja auch positiv sehen!

Der Hardcore-Pragmatiker, der sich für den WoMo-Umbau entschieden hat, hat seinerzeit das GFK-Dach eines Anhängers genommen, das Originaldach ausgeschnitten und diesen Plastikkasten draufgeschraubt. Hat an der Front sogar ein Scharnier aus dem Karnickelstall-Zubehör, ich habe es aber nie geöffnet. (Nachdem da wohl Jahrelang ein Ersatzrad im o.g. Format durch die Gegend geschleppt wurde, sind die Ecken des Dachs eingerissen und wurden mit allem Möglichen Kram geflickt - da lasse ich mal schön die Finger von solange es nicht reinregnet...)

Wenn ich zuhause bin, kann ich dir gern ein paar Fotos zur Verfügung stellen, musst du mich im Zweifel aber nochmal dran erinnern!

Falls du dich wirklich bei Norbert von Mobylas meldest, grüß mal schön von mir. Ich habe ihm schon angekündigt hier Werbung zu machen, der konnte die nächsten gammeligen Toyota-Teile kaum erwarten! (So oder so ähnlich waren seine Worte :rofl: )

Zunächst werde ich mich jetzt mal der Lichtmaschine annehmen, da gibt es aber keine Spannenden Bilder. Die alte liegt schon im Keller und wird gegen das 40A-"Monstrum" aus dem 61er getauscht, dann sind auch noch Stromreserven für diversen, unwichtigen Spielkram drin. Ich warte nur noch auf Antwort des Lieferanten, ob die Unterdruckpumpe gleich mitgeliefert wird. Ab da herrscht dann auch wieder Fahrbereitschaft und die Karre kann aus dem Winterquartier geholt werden. Mal sehen, ob ich (mangels Hecktüren) die Überfahrt überlebe oder an einer Rußvergiftung verenden muss. (Dann erbt Florian eben die halbfertigen Türen!)

Ansonsten danke für die Blumen an alle! :)
Der Christoph
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Abadias » Tue 5. May 2015, 12:54

Schöne Arbeit, die hoffentlich irgendwann ein Ende findet. Ich habe auch gerade ca. 10 Bleche an den 60er gebraten und hatte immer Angst, dass sich etwas verzieht. Nach der Grundierung hab ich alles grob zusammengebaut und hier schon gesehen, dass sich die eine Fondtür etwas verzogen hat. Ich denke aber, dass es nur der Fensterrahmen ist und sich das ganze leicht wieder geradeziehen läßt.

Gruß aus dem Süden des Landes
Stephan
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby HJ61-Freak » Tue 5. May 2015, 14:57

Braunschweiger wrote:Weiß eigentlich jemand, ob die Aufnahmepunkte für beide Heck-Konzepte gleich sind? Da die Türen immer schlecht geschlossen haben, wäre das interessant. Wenn die Aufnahmen für die "Splitdoor-Scharniere" extra angepasst werden mussten wundert mich gar nichts mehr.

Meines Wissens ist der Heckausschnitt komplett anders gestaltet, es sitzen vor allem rechts und links in den Holmen der Karosse (D-Säule) für die Scharniere der Türen Verstärkungen drin, außerdem ist der Dichtungsverlauf etwas anders. Unten gibt es eine extra Schlossfalle, dafür aber keine Öffnungen bzw. Ansatzpunkte für Scharniere oben und unten am Türausschnitt. Deswegen suche ich auch eine komplette Karosse mit halbwegs intaktem Heckbereich, um den notwendigen Spender für die Bleche zu haben.

Braunschweiger wrote:In der Tat liegt die Karosse auf ca. 25mm hohen Kunststoffscheiben, ich nehme an irgendwas in Richtung "Nylon". Ist neben den albernen Reifen, die der 2H kaum gedreht kriegt, und der Profi-Höherlegung durch längere Federschäkel eine reine Optik-Maßnahme die im Rahmen der Sanierung wohl rausfliegt. Dann ist das Fahrverhalten vielleicht auch nicht mehr ganz so tollpatschig. Zumindest ist der Rahmen durch den Bodylift besser belüftet, man soll das ja auch positiv sehen!

Ein anderer nicht zu verachtender Vorteil ist die Platzierung eines angemessen großen Zusatztanks zwischen den Achsen, was ohne bodylift nur begrenzt möglich ist, weil der Bereich oberhalb der Kardanwelle dann nicht verfügbar ist.

Braunschweiger wrote:Zunächst werde ich mich jetzt mal der Lichtmaschine annehmen, da gibt es aber keine Spannenden Bilder. Die alte liegt schon im Keller und wird gegen das 40A-"Monstrum" aus dem 61er getauscht, dann sind auch noch Stromreserven für diversen, unwichtigen Spielkram drin.

Hat die vom H60 denn mehr Leistung? Immerhin sind es 40A bei 24V!

Gruß

Florian
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby 12HT » Tue 5. May 2015, 15:28

Hey Christoph,
lass krachen, das wird schon!
Und denk bei Lima dran, 40A bei 24V sind genauso viel Leistung wie 80 bei 12V.
Das langt dicke!!!
Wenn nicht, sind evtl. schon einige Dioden rausgegammelt, wie bei mir...
lichtmaschine-uberholen-dioden-ersetzen-t37617.html

Gruß Markus
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby Braunschweiger » Tue 5. May 2015, 15:31

Meines Wissens ist der Heckausschnitt komplett anders gestaltet, es sitzen vor allem rechts und links in den Holmen der Karosse (D-Säule) für die Scharniere der Türen Verstärkungen drin, außerdem ist der Dichtungsverlauf etwas anders. Unten gibt es eine extra Schlossfalle, dafür aber keine Öffnungen bzw. Ansatzpunkte für Scharniere oben und unten am Türausschnitt. Deswegen suche ich auch eine komplette Karosse mit halbwegs intaktem Heckbereich, um den notwendigen Spender für die Bleche zu haben.


Hallo Florian!
Das ist eine wertvolle Info, danke! Leider steht das Auto nicht "um die Ecke", aber ich werde mir das mal ansehen. Hätte ja wenig Sinn die Tür mit viel Mühe zu flicken und dann durch nachträglich "reingepfuschte" Scharniere, die den falschen Abstand haben, wieder zu ruinieren!

Das Auto ist eine deutsche Erstauslieferung, gab es da überhaupt die "Swing-Out-Doors" ab Werk?

Ein anderer nicht zu verachtender Vorteil ist die Platzierung eines angemessen großen Zusatztanks zwischen den Achsen, was ohne bodylift nur begrenzt möglich ist, weil der Bereich oberhalb der Kardanwelle dann nicht verfügbar ist.


Ein Edelstahl-Zusatztank ist in der Tat dabei gewesen - allerdings für die ehemalige Reserverad-Position. Ich werde dann (zu einem späteren Zeitpunkt) checken, ob der ohne den Lift noch "aufsetzsicher" verbaubar ist!

Hat die vom H60 denn mehr Leistung? Immerhin sind es 40A bei 24V!


Im Gegenteil! Beim HJ60 in der "Basisversion" sind es sagenhafte 25A, darum will ich ja das Upgrade. Momentan ist der Plan, die 12V-Umfänge (AHK-Versorgung inkl. Ladestrom etc.) über eine Batterie abzugreifen und das ganze über einen Laderegler aus dem Militärbereich (Vanner Battery Equalizer) auszugleichen. Das Ding harmonisiert den Ladestrom und kann (je nach Ausführung) bis zu 100A an "einseitiger" Abzapfung ausgleichen.

EDIT:

Markus, danke für den Link! Über den Thread bin ich auch gestolpert und habe daraufhin beschlossen, die 25A-Variante nicht zu retten sondern gleich gegen die mit 40A zu tauschen!

BG, Christoph
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby fipsicola » Tue 5. May 2015, 17:53

sag mal, wo hast du die turbohutze her?
grüße
philipp
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby HJ61-Freak » Tue 5. May 2015, 23:16

Braunschweiger wrote:Das Auto ist eine deutsche Erstauslieferung, gab es da überhaupt die "Swing-Out-Doors" ab Werk?

Es gab offiziell nur die Europa-Spec., die aber je nach Verkaufsland innerhalb Europas stark variierte. Beim HJ60 gab es meines Wissens in D. auch die Variante swing-out-doors offiziell zu kaufen, beim HJ61 hingegen nicht.

Braunschweiger wrote:Momentan ist der Plan, die 12V-Umfänge (AHK-Versorgung inkl. Ladestrom etc.) über eine Batterie abzugreifen und das ganze über einen Laderegler aus dem Militärbereich (Vanner Battery Equalizer) auszugleichen.

Warum sich verschlechtern? Geringere Spannung = höherer Strom bei gleicher Leistungsaufnahme = höherer Widerstand = höhere Verluste. Meine Empfehlung aus eigener Erfahrung: Richte das ganze System auf 24V aus und setz einen fest installierten simplen 24V-12V-Konverter mit 200-300 W für die absoluten Notfälle/Ausnahmen ein. Für die AHK gibt es Konverter 24V auf 12V zum direkten Einstecken in die Stromdose am Fahrzeug.

Gruß

Florian
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Re: Stück-für-Stück-Sanierung HJ60 Wohnmobil

Postby 12HT-Cruiser » Wed 6. May 2015, 06:18

Hallo Christoph,
ich habe exakt den selben Wagen, ein 61er, 1987, auch in 4E9 mit Ambulance doors.Hab den Wagen in 2004 aus der Schweiz geholt. Bin fast fertig mit allen Blecharbeiten, nur das Dach hinten rechts über der Regenrinne ist noch dran.
Ich habe einen heissen Tip für Dich! Die Jungs von cruiserworld.eu aus Holland verkaufen aktuell eine hintere rechte Ambulance-Tür mit Scheibe,Schlösser,Dichtung,Schriftzüge, SOGAR in deiner Farbe 4E9!
Die Türe ist rostfrei und in einem guten Zustand, Preis 450,-€. Vielleicht ist es sinnvoller sich die Mega-Arbeit an der 2ten Türe zu sparen und diese Nadel im Heuhaufen zu schnappen :)
Gruss
Fabian
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