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Texas    

Alles bis zur 6. Generation des HiLux (bis 2004) bzw. 3. Generation des 4Runner (bis 2002)

Re: Texas

Postby Colt » Fri 1. Sep 2017, 07:59

Servus zusammen,

ich habe aktuell das Problem, dass mein Scheibenwischer den Dienst eingestellt hat. Er wurde erst immer langsamer, dann hat der Motor es nicht mehr geschafft den Wischerarm zu bewegen. Wenn ich von Hand nachhelfe geht es noch. Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte? Ich werde den Motor mal ausbauen und genauer anschauen. Hat da schonmal jemand die Kohlen gewechselt? Geht das?

Gruß,
Marc
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Re: Texas

Postby hv69 » Fri 1. Sep 2017, 08:46

Hallo ,
Die Lagerung der Wischerarme könnte vergammelt sein. Ich meine das Teil wo die Wischerarme befestigt sind.Image

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Re: Texas

Postby hv69 » Fri 1. Sep 2017, 08:47

Ich hatte das mal an meinem Caddy , das Alu war so stark aufgeblüht das der Wischer nicht mehr ging.

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Re: Texas

Postby dermitdembaumtanzt » Fri 1. Sep 2017, 09:48

Das Zeug gehört alle 5 Jahre serviert, dann würd' s nicht trocken werden und galvanisch korrodieren. Würd zuerst die Teileverfügbarkeit prüfen und dann Reparatur-Versuch starten. Gibt's einen schönen Thread mit Nachbau der Gelenksockel.
Beim Zerlegen die Wischerarme zuerst auf Schwergängigkeit prüfen und den schwergängigen Arm abnehmen, dann mit Reissnadel Sicherungsring, Anlaufring und Dichtring rauspoolen, WD40 oder so draufsprühen und die Mutter alleine wieder 4 Gänge aufsetzen. Jetzt mit Stecknuss Kraft nach unten aufbringen und dabei Motor einschalten und mit dem anderen Wischer nachhelfen, bis die Welle vom schwergängigen nach innen wandert.
Die andere Welle genauso lösen ( ohne Mithelfen ) und dann alles außer Motor ausbauen( nur den Motorarm abnehmen).
Mit viel Glück lässt sich alles reinigen und wieder zusammensetzen. Bei weniger Glück Teile tauschen, aufbereiten oder neukonstruieren !
SG Andreas
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Re: Texas

Postby Peter_G » Fri 1. Sep 2017, 10:45

Dürfte nicht am Motor liegen.

Bei meinem N16 hatte ich das auch, der freundliche Toyotahändler hat einfach
Bohrungen gesetzt und das ganze geschmiert und siehe da, ging wieder :-D
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Re: Texas

Postby Colt » Fri 1. Sep 2017, 20:57

So, und nun die Auflösung.
Hier der Delinquent:
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raus damit: Vier Schrauben abschrauben und mit einem kurzen Ruck ist die Ringschnappverbindung zwischen Umlenkhebel am Motor und Schubstange ausgerückt.
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Den Deckel mit zwei Kreuzschlitzschrauben abgeschraubt:
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Leicht rostig, Unten am Boden sitzt die Kugel der Läuferwelle. Dort beim Zusammenbau wieder schmieren.

Genau in der Bildmitte befindet sich eine der drei Kohlen.
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Sieht noch 1a aus. Nur etwas sauber machen und wieder zusammenbauen. Der Motor war es also nicht. Die Kohlen ließen sich im Falle eines Falles einfachst austauschen.

Also bleibt nur das Gestänge. Das fühlt sich eigentlich nicht schwergängig an.

Die Abdeckung läßt sich nachdem die Scheibenwischer abgeschraubt sind mit ein paar Kreuzschlitzschrauben abschrauben und ein Stück nach vorne ziehen. Dann kann man die Abdeckung einfach wegnehmen.
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Das Gestänge lässt sich gut fetten wenn man die Gitter ausklipst:
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Alles wieder zusammen bauen und der Scheibenwischer geht wieder. Also hattet ihr Recht.... ;) Danke für den Input! :thumbsup: Auf dem BTT darf sich jeder der hier schreibenden ein Weizen oder was schwarzes hochprozentiges abholen! ;)
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Re: Texas

Postby Colt » Fri 1. Sep 2017, 21:20

Die letzten Wochen habe ich noch am Texanischen Äusseren gearbeitet. Bei der letzten Restauration hatte ich nur sehr wenig Zeit für Ausbeulen, Spachteln und Lackieren da ich die Halle räumen musste. Das hat dazu geführt, dass die Spachtelmasse beim lackieren wohl noch nicht 100%ig ausgehärtet war. Das hat zu feinen Rissen geführt, die sich durch Wasseraufnahme weiter Vergrößert haben. Das konnte nicht so bleiben. Also den ganzen erst zwei Jahre alten Rotz wieder mit Drahtbürste auf der Flex runter geholt.
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Mit einer Sprühdose mit 2K Grundierfüller das blanke Blech versiegelt. Das war ein Tipp eines befreundeten Lackierers.
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Das hier war mein Mittel der Wahl:
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Hier gab ein ein paar Wochen Pause, da ich (bzw. Texas) kein Dach mehr über dem Kopf habe musste ich auf ein paar Tage schönes Wetter warten. Die Spachtelmasse darf auf keinen Fall feucht werden, da kommt regen nicht so gut...
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Re: Texas

Postby Colt » Fri 1. Sep 2017, 21:35

Spachteln erst mit Mipa Glasfaserspachtel grün:


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Dann kam eine Lage Feinspachtel:

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Viel Schleifen später:
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Das hier passiert wenn der einzige Windstoß des Tages die Abdeckplane direkt in die frische Spachtelmasse drückt:
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Die Spachtelmasse wird nach einem Tag aushärten dann mit dem 2K Grundierfüller versiegelt. Das Zeug könnte man dann schleifen. Da ich aber wieder mit BranthoKorrux in mattschwarz rollen werde kann ich da drauf verzichten. Das Zeug härtet sehr hart aus, ich bin gespannt wie sich das auf Dauer schlägt.

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Re: Texas

Postby Colt » Fri 1. Sep 2017, 21:50

Und zum Schluss Schwarz machen.... 8) 8) 8) 8)
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So leicht feucht in seidenmatt gefällt mir das richtig gut. Das nächste Mal :lol: mische ich den 3in1 mit Robust-Lack. Dann bleibts dauerhaft seidenmatt glänzend. :D
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Re: Texas

Postby Highfive » Sat 2. Sep 2017, 12:16

Ganz schön geile Karre! 8)

Beste Grüsse, Sören
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Re: Texas

Postby Peter_G » Sat 2. Sep 2017, 12:21

:thumbsup:
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Re: Texas

Postby MrSoellner » Mon 16. Oct 2017, 22:03

Wow sehr schön geworden!!!
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Re: Texas

Postby Colt » Thu 19. Oct 2017, 07:58

Hallo zusammen,

ich hatte wohl zu oft neben einem Landy geparkt. Zumindest nahm Texas langsam Landy`sche Untugenden an und hat angefangen sein Revier zu markieren. D.h. er hat ab und an ein Tröpfchen Öl fallen gelassen. Die Undichtigkeit kam von der Hinterachse, genauer von der Flanschdichtung des Differentials zum Achsgehäuse. Seit dem BTT hatte der Ölverlust Überhand genommen.
Dazu kam einer der gefühlt ersten Sommertage ;) dieses Jahr gerade recht um die Tropfsteinhöhle endlich trocken zu legen.

Um den Flansch neu abzudichten muss das Differential ausgebaut werden. Da sitzt original eine Papierdichtung drunter, ich habe mich wegen der kurzfristigen Verfügbarkeit entschieden die gegen eine Flüssigdichtung auszutauschen.

Um das Differential auszubauen muss man:
-Hinterachse aufbocken bis die Räder frei drehen
-evtl. Räder abnehmen (ich habe genug Platz im Radlauf dass die bei mir drauf bleiben können)
-das Handbremsseil links und rechts am Umlenkhebel hinter der Bremstrommel aushängen
-Kardanwelle am Differential abschrauben und nach oben binden.
-die vier Schrauben pro Achsseite lösen, die die Achswellen halten:
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-Differential losschrauben, eine Mutter noch ein paar Gewindegänge drauf geschraubt lassen.
-Die Achswellen ein Stück (rund zehn Zentimeter) nach außen "ziehen". Das geht mit einer "3. Hand" (Baustütze) ganz gut. Vorsicht hier mit den Bremsleitungen, meistens sind die lang genug, aber nicht zu viel Spannung drauf geben, die Bördel kann es im Extremfall auch durch den Nippel rausziehen und das wars dann mit der Bremswirkung. Wenn es doof läuft muss man die dann doch abschrauben.
-Differential herausziehen und auf einen Ölresistenten Untergrund ablegen, da tropft IMMER noch Öl raus! :lol:

So sieht das dann aus:
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Image

Die Dichtflächen an Achsgehäuse und Differential sauber machen, die alte Dichtung und sonstiger Dreck muss komplett runter. Dann mit möglichst gleichmäßiger Schichtstärke (2-3mm) einseitig die Flüssigdichtung aufbringen. Da ich mit dem Öl von Mannol zufrieden bin habe ich auch die Dichtmasse von Mannol genommen. Wenn wer braucht, ich habe noch drei Tuben übrig... ;)
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Dann das Differential wieder einsetzen. Dabei darauf achten, dass das Differential parallel auf die Dichtmasse aufgesetz wird, damit die Dichtung nicht einseitig herausquillt.
Die Schrauben nur ganz leicht von Hand anziehen, man sieht sehr schön wenn die Dichtmasse seitlich anfängt heraus zu quellen.
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Die Achswellen kann man wieder hereinschieben, dazu am einfachsten von außen am Rad jonglieren und es ein wenig hin und her bewegen. Bei mir war diese Dichtung schon zusätzlich zum O-Ring mit Flüssigdichtmasse eingesetzt, das habe ich genauso wieder gemacht. Vorher entsprechend sauber machen...
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Nach mindestens 24 h Aushärten kann man die Schrauben dann mit dem korrekten Drehmoment anziehen und das Öl einfüllen.
Bitte unbedingt das Anzugsmoment von maximal 40Nm für die Differentialschrauben beachten, die Schrauben bzw Stehbolzen dreht man schnell mal ab und dann darf man den ganzen Sch... nochmal auf machen.
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Re: Texas

Postby 12HT » Thu 19. Oct 2017, 08:18

Hi Marc,
der Lux hat keine Fullfoater HA oder?
Dann kann man nämlich einfach die Antriebswellen ziehen...
Ist aber trotzdem ne Sauerei :-)
Beim Diff vom 61er bin ich fast erschlagen worden so schwer war der Klotz...

Gruß Markus
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Re: Texas

Postby Colt » Thu 19. Oct 2017, 12:08

Hi Markus,

Die Achswellen kann man beim Lux ziehen ohne das diff zu öffnen. Sonst bekäme man das diff auch gar nicht ausgebaut. Der hintere Differentialdeckel ist am Achsgehäuse angeschweißt... ;)

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