von Agratise » So 5. Feb 2012, 15:35
Hallo,
wir stehen vor der Entscheidung ob wir von Kolumbien nach Venezuela fahren sollen um über die BR174 dann durch den Amazonasdschungel nach Brasilien zu fahren. Wir haben langzeitreisende getroffen, einer davon aufgewachsen in Argentinien und sehr vertraut mit Südamerika durch viele Reisen, die uns ganz klar von Venezuela mit dem eigenen Auto abgeraten haben. Grund: Keine touristische infrastruktur (Rückläufig) und man weiß nie was einen auf der nächsten Straße erwartet. Hoch korrupte Behörden und Straßenblockaden durch die Bevölkerung sowie Raubüberfälle sind deutlich wahrscheinlicher als in anderen Ländern.
Über Ecuador und Peru zu fahren gefällt uns vom Landschaftsangebot nicht so gut. Wir wollten in Manaus auf ein Ponton das Auto stellen und 4 Tage bis Porto Velho fahren damit.
Über jeden Tipp sind wir dankbar, vielleicht war jemand kürzlich dort?
Grüße aus Mexiko, Philip
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von chetubi » So 5. Feb 2012, 19:00
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von Angela » So 5. Feb 2012, 19:22
Hi Philip. ich kann erst am Montag in Brasilien jemanden erreichen, der vielleicht etwas weiß. Gerne stell ich euch auch den Kontakt. Dann kannste direkt mal selber anfragen.....sprechen Deutsch...... Die Adresse etc sende ich dir dann hier im BTF per pm.... 
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von Angela » Mo 6. Feb 2012, 12:02
Brasilien hat sich gemeldet...
Philip, in der pm ahste alle Daten.....Gustavo rät aber definitiv von Venezuela ab, aber mehr erklärt er dir gerne am phone
sende dir auch noch mal ne pm mit den aktuellen Kontaktmöglichkeiten.
glg
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von hagi-syncro » Mi 15. Feb 2012, 11:03
hallo Wir haben ebenfalls vor, von manaus, via boa vista nach venezuela zu reisen...mit dem eigenen Fahrzeug. Es wäre für uns interessant zu wissen, welche Route ihr nun wählen werdet und ob ihr dennoch via Venezuela reist... ich selbst würde wirklich gerne die Venezuela Route nehmen... relativ aktueller reisebericht: http://www.gerhardgreti.at/unserereisen/weltreise/1001suedamerika/suedamerika2011.htmlGruss Thomas
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von walkabout » Mi 15. Feb 2012, 12:29
Was genau sollte einen denn von Venezuela abhalten - ich versteh es nicht. Ich war 2008 das letzte mal mit dem Auddo da. Ausser einer etwas höhere Kontrolldichte von Militär+ Nationalgarde habe ich sicherheitstechnisch keinen grossen Unterschied z.B. zu Kolumbien feststellen können -o.k. in Caracas treibe ich mich nur rum wenn ich muss, aber das halte ich mit allen Agglomerationen so. Die Leute sind meist genauso freunldich wie im Rest Südamerikas und das Reisen genauso unproblematisch - und der Diesel mit 4 cent/l unschlagbar billich- falls man ihn bekommt. Fahrt einfach rein, wenn ihr schon da seid. Südamerika ist doch nu wirklich der z.Zt. problemloseste Kontinent für Auddo- Fernreisen.
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von hagi-syncro » Mi 15. Feb 2012, 12:49
Juhhheeee. endlich mal eine Positive Antwort zu diesem Thema...! freut mich zu hören...! bin gespannt, obs weitere Erfahrungsberichte gibt...?! ist halt für jemand, der noch nie in diesem Land war, schwierig einzuschätzen... gewarnt und abgeraten wird einem schnell mal...obs dann wirklich so wild ist, findet man erst raus, wenn man vor Ort ist.. Gruss
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von foggy travel » Mi 22. Feb 2012, 18:46
hallo,wir kamen 2008 von Kolumbien durch die Llanos nach V. An der Grenze sassen wir 4 Tage fest!!! Polizei/Militaerkontrollen waren meist sehr unfreundlich, bis zur Pistole im Gesicht vom besoffenen Bullen der Geld fuehr Schnaps wollte. Meistens Mangelversorgung und teuer, ausser Diesel war geschenkt. Die Sicherheitslage war in touristischen Orten schlecht. Uns ist nichts passiert aber anderen. Und du fuehlst dich dann oft etwas unsicher. Die Leute waren oft nicht so freundlich. Nicht so wie in Kolumbien oder gar Brasilien. Ihr koennt ja einfach in ein paar Tagen durch fahren, wenn es euch nicht gefaellt.
Ach ja, die fahrt nach Manaus ist keinesfalls durch den "Amazonasdschungel". Dasteht fast kein grosser "Urwaldriese" mehr.
Gruss aus dem sehr sichern Nairobi
Jürgen
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von hagi-syncro » Di 10. Apr 2012, 10:29
hallo zusammen... irgendwelche Neuigkeiten? Gruss Hagi
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von Olut » Mi 11. Apr 2012, 06:41
Hallo Reise-Planer,
Einer meiner Mitarbeiter ist halb Venezolaner, halb Österreicher, beruflich ist er oft in dieser Region unterwegs. Wenn man auch nur einen Funken am Leben hängt, sollte man um Venezuela einen großen Bogen machen,Messe wird dort zuerst gemordet und dann nach Wertsachen gesucht. Auch Kolumbien ist ein Moloch und entlang des Amazonas kann einen ebenfalls Grenzwertiges passieren, alleine schon des Fahrzeugs wegen.
Solche Touren sollten nur nach perfekter Regelung des Nachlasses und bei entsprechender Verabschiedung von den Zurückgebliebenen durchgeführt werden....
Basejumping ist im Vergleich harmlos.....
Besten Gruß
Albert
...there are no bad roads, just sometimes wrong vehicles...
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von lehencountry » Mi 11. Apr 2012, 08:22
Hallo Hagi was Olut schreibt, würde ich ebenso voll zustimmen, hab selbst Venezuela 3 mal bereist. Die Menschen werden auf Grund der miesen Wirtschaft von Chavez immer ärmer, folglich steigt auch die Kriminalität. Wenn da einer nen Touristen überfällt, hat er auf einen Schlag ein oder mehrere Jahresgehälter eingenommen, ohne das er arbeiten musste. Es sieht so aus, als wartest du hier auf jenen Reisenden der sagt: Ich habs geschafft, uns ist nichts passiert, man kann durchfahren. Trotzdem, bleiben wird für dieses Land das viel höhere Risiko. Was diese Risiken sind, hast du sicher schon in anderen Foren auch gelesen. Mit vollbeladenem Auto bist du immer ein lohnendes Ziel für einen dieser armen Typen. Die meisten Chancen unbeschadet durchs Land zu reisen, wäre unauffällig, ohne Auto, ohne Gepäck und mit einem 45 Colt. Wenn einer was von dir will, das du nicht hergeben magst, dann sagst einfach: Make my Day. 
Servus - Werner
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von HJ61-Freak » Mi 11. Apr 2012, 21:40
@Agratise: So Philip, jetzt bist Du genauso schlau wie vorher, aber noch mehr verwirrt, gelle?!
Die Empfehlung von Olut basiert auf Hörensagen, zudem von einem Halbeingeborenen, der wohl überwiegend dem Land seiner Väter den Rücken gekehrt hat. Lehencountry war immerhin schon 3x im Land, schweigt sich aber über das jeweilige Jahr und die Reisedauer sowie die bereisten Gebiete aus. Foggy war immerhin schon mal mit dem eigenen Auto vor Ort, auch längere Zeit, ebenso walkabout. Beide sehen es positiv.
Ich war zwar eine gewisse Zeit in SA mit Auto unterwegs, jedoch noch nie in Venezuela. Trotzdem meine Erfahrung wie folgt: Ich reise, um Land und Leute kennen zu lernen, und zwar im Alltag, nicht geschönt mit Reisegruppe und vor allem ohne Netz und doppelten Boden. Dazu gehört eine gewisse Risikobereitschaft. Die schönsten und interessantesten Ländern die ich bereist habe, waren zumeist diejenigen, von denen mir im Vorfeld mit den schönsten Schauergeschichten abgeraten wurde.
Ihr wollt Reisen, was erleben, also nehmt Euch Venezuela vor!
Gruß
Florian
'86er-HJ61, 410tkm, OME schwer-plus, 255/85R16 auf 6Jx16-Toyo-Stahlf. ET0+30er Distanzen, 80mm Bodylift, Sidepipe, Recaros, Eigenbaustoßf. v. + h., schwenkb. Reserveradträger, Dach in Alu-Riffelbl., HA LSD 60%, div. Scheinw. + Instrumente, Innenausbau in Alu
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von Agratise » Do 12. Apr 2012, 16:38
Ja vielen Dank für eure Mühe, unser Auto ist leider gar nicht mehr in Südamerika. Wir hatten keine Lust mehr so viel Autozufahren und wollten direkt nach Argentinien verschiffen. Bei den Hafengebühren hat es uns erstmal vom Hocker gehauen. Um das Auto nach Argentinien zu bringen und zurück nach Deutschland im Anschluss (und für unsere Flüge) hätten wir 10.000 USD los gehabt. Das war leider nicht mehr im Budget drin und so gönnen wir uns noch einen schönen Abschluss der Reise ohne unser Auto irgendwo - und werden die SA-Länder auf eine andere Art bereisen müssen (Autokauf z.B., auf jeden Fall nicht verschiffen).
Ich danke euch nochmal für die Tipps!
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