J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 12. May 2018, 13:31
by stedan
Wie bereits im J9-Forum berichtet, haben wir unsere Suche nach einem solchen einstellen müssen und sind dann bei den J12 erster Stunde (laut Internet noch ohne größere Motorenprobleme) fündig geworden.

Kurz die Eckdaten unseres Exemplars:
- KDJ120 Automatik, Silber
- Baujahr 2003
- 178.000 km
- bis auf eine AHK und ein Pioneer Touchscreen-Radio mit Rückfahrkamera komplett im Originalzustand
- Injektoren bei 143.000 km erneuert
- Bremskraftverstärker komplett getauscht
- Bremssättel vorne neu
- Radlager vorne neu
- Rost hält sich in Grenzen

Somit bleiben wir in näherer Zukunft hoffentlich von größeren/teureren Reparaturen verschont...

Hat für Erstaunen gesorgt: Unerwartet niedriger Verbrauch auf dem Heimweg vom Kauf

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Gepflegter Innenraum als solide Grundlage für einen Umbau

Seit ein paar Wochen sind wir nun mit Hochdruck dran, ihn "reisefertig" zu machen. Da wir allerdings ein paar Anforderungen an das Gesamtkonzept haben, hat dies bisher auch schon einiges an millimetergenauer Planung benötigt. So ist es uns wichtig, sowohl mit zwei als auch mit bis zu 4 Personen angenehm reisen zu können. Somit stand schnell fest, dass die Rückbank vollständig erhalten bleiben muss. Das erfordert bereits ein durchdachtes Konzept im Innenraum, da wir wenigstens zu zweit im (in Zukunft per Standheizung beheizten) Auto schlafen können, da wir uns nicht auf reine Sommerreisen oder zumindest allzeit relativ warme Urlaubsregionen beschränken wollen. Damit sich diese Schlafmöglichkeit auch bequem aufbauen lässt, soll dies möglichst schnell vonstatten gehen können. Mehr dazu später, wenn wir bei der Umsetzung dessen sind.
Außerdem haben wir noch am Tag des Autokaufs eine kaum gebrauchte Snomaster BD/C-40 Kompressorkühlbox vergleichsweise preiswert von einem Bekannten erstanden. Diese galt es nun sinnvoll in das Gesamtkonzept zu integrieren. Da die Rücksitzbank im Auto bleibt (abgesehen davon lässt es die Geometrie des Autos auch nicht zu, eine so große Kühlbox gut zugänglich hinter einer der hinteren Türen zu montieren), ist schnell klar, dass die Kühlbox nur im Kofferraum Platz finden kann. Für bessere Zugänglichkeit kommt wird sie auf 950 mm langen Schwerlastauszügen (bis 100 kg) montiert. Rechts daneben kommt ein ebenfalls mittels Schwerlastschienen um 950 mm ausziehbarer Rahmen (600 x 800 mm), auf den Euroboxen von Auer-Packaging bis auf eine Höhe von ca. 480 mm gestapelt werden können.

Als der erste Plan dann gemacht war, wurden die Alu-Profile bestellt, die wir dann zugesägt und verschweißt haben (zugegeben: Nicht wir haben geschweißt, sondern unser Vater war so nett und hat das für uns übernommen :lol: )

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Der Teppich ist rausgeflogen, als robusterer Ersatz dient eine 5mm starke Antirutsch/-vibrations-Gummimatte

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Verschraubt wird die ganze Konstruktion später in den originalen Gewinden der Zurrösen, welche den LC zusammen mit dem Teppich verlassen haben.

Das erste kompliziertere Projekt war dann die ausziebare Wanne für die Kühlbox. Die Wanne selbst haben wir bei einem Metallbauer aus 2mm Alublech kanten lassen und dann nur noch die nötigen Aussparungen für die Füße und Belüftungsöffnungen der Kühlbox mit der Flex ausgeschnitten.

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Hier schon durch die Teleskopschienen (verriegeln im ein- und im ausgezogenen Zustand) mit zwei der insgesamt drei tragenden Gestelle im Kofferraum verbunden

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Erster Test des "Kistenauszugs" mit einer 600 x 400 x ~350 mm Eurobox

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Trotz nur knapp 1060 mm zwischen den Radhausverkleidungen passen beide Auszüge mit einer nutzbaren Breite von gut 1000 mm noch dazwischen, die größte Sorge ist verschwunden!

Das ist soweit der aktuellste Stand und nächstes Wochenede wird es weitergehen. Mal sehen wie weit wir bis zur Abenteuer & Allrad kommen werden...

Grüße Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 12. May 2018, 19:11
by BJ70_Driver
Hallo,

erstmal Gratulation zum Auto!
Das ganze Vorhaben liest sich sehr interessant und ich werde auch weiterhin sehr interessiert mitlesen, da ich mit meinem KDJ95 etwas ähnliches vorhabe.

Gruß

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 13. May 2018, 00:49
by stedan
BJ70_Driver wrote:Hallo,

erstmal Gratulation zum Auto!
Das ganze Vorhaben liest sich sehr interessant und ich werde auch weiterhin sehr interessiert mitlesen, da ich mit meinem KDJ95 etwas ähnliches vorhabe.

Gruß


Danke, freut mich, dass unser Projekt auf Interesse stößt! :wink:

Hier noch ein Bild vom Gesamtfahrzeug (hatte ich heute Mittag wohl vergessen...):

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Und noch ein paar Details zum Ausbau:

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Kühlbox in der Alublechwanne mit Gummimatte als Platzhalterdazwischen (s. vorheriges Bild).
Durch die Aussparungen in der Gummimatte sitzt die Kühlbox trotz unterseitiger Schraubenköpfe satt in der Wanne und nichts klappert. Die Ausrichtung ist so gewählt, dass die Temperaturanzeige mit Bedienfeld nach hinten zeigt, sodass man, auch wenn die solarbetriebene Fernbedienung mal ausfallen sollte, immer noch bequem die Kontrolle behalten kann. Außerdem kann die entstehende Abwärme so ungestört entlang der Hecktür nach oben hin entweichen, da auch die Liegefläche einige Zentimeter vor der Hecktür enden wird.

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Hier noch mal der Rahmen für den Kistenauszug im eingezogenen Zustand.
Entlang der Teleskopschienen haben wir 20 x 50 mm Aluwinkel mit 2 mm Wandstärke verwendet, in denen die Auszüge selbst fast vollständig verschwinden. So wurden wieder ein paar Millimeter gespart...

Als nächstes kommt jetzt die Verbindung der bereits gezeigten Auszugsysteme in Querrichtung und deren Verschraubung mit dem Kofferraumboden sowie eine 9 mm starke/schwache Birke Siebdruckplatte oben drauf als Platform für weiteres Gepäck und nachts die Matratze. Apropos Matratze: Hier sind wir noch am Recherchieren, was sich wohl am besten für unseren Zweck eignet. Geplant ist, die Matratze in vier zusammenhängenden Stücken bei Nichtgebrauch zusammenfalten zu können. Das wird es so wahrscheinlich eher nicht zu kaufen geben, aber mit dem richtigen Grundmaterial ließe sich das bestimmt realisieren. Wichtig ist uns vor allem, dass die Matratze möglichst flach (durch die doch relativ hohe Kühlbox bleibt darüber trotz größter "Platzsparbemühungen" nicht mehr viel Platz zum schlafen) und nicht in Längsrichtung geteilt ist.
Über Erfahrungen, Tips und Empfehlungen hierzu würden wir uns sehr freuen! Auch sonstige Kritik und Anmerkungen nehmen wir mit Freude entgegen, schließlich ist das unser aller erster (eigener) Ausbau...

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. May 2018, 11:45
by HeinzD
Evtl. bietet sich die Gelgenheit, so etwas als Matratze/Basis zu kaufen:

https://www.google.com/search?q=aldi+g% ... SBILeDB-gM:

https://www.tchibo.de/doppel-gaestematr ... 96202.html

Später kann man den Schaumstoff, den es in verschiedenen Härten gibt, austauschen.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. May 2018, 16:16
by stedan
Danke für die Links, Dorsch.
Aber da ist glaube ich nichts dabei, was unseren Vorstellungen entspricht bzw. unseren Anforderungen gerecht wird.
Deswegen möchte ich diese hier noch mal etwas präzisieren:

Benötigt ist eine Schlafunterlage, die...
- möglichst flach und dennoch ausreichend bequem,
- NICHT längs zur Fahrtrichtung geteilt,
- dauerhaft einsatzbereit (NICHT aufzublasen),
- quer zur Fahrtrichtung in vier Abschnitte geteilt aber zusammenhängend (--> faltbar)...
ist.

Da es so etwas höchst wahrscheinlich nicht in allen Punkten zutreffend von der Stange gibt, werden wir wohl eine Sonderanfertigung benötigen. Das heißt, wir sind eigentlich nur auf der Suche nach einem 200 × 140 cm großen Grundmaterial, das anschließend nach unseren Bedürfnissen zugeschnitten werden und bezogen werden muss.
Oder kennt jemand ein Produkt, das all unseren Anfrderungen gerecht werden könnte?

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. May 2018, 19:27
by Kieler Sprotte
Es gibt eigentlich in jeder großen Stadt Schaumstoffläden, die Zuschnitte für Wohnmobile, Boote, usw machen und das dann auch passend beziehen, da bekommst du dann auch die Härte, die dir persönlich zusagt...

http://www.schaumstoffladen.de/index.html

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. May 2018, 19:41
by M_F
Moin

Sehen super aus deine Ideen. :)

Ich habe, wie auch andere, hier meine Matratze gekauft.

http://nanoform-schaumstoffe.de

Die machen auch Sonderformen per Onlinebestellung.

Gruß Mario

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. May 2018, 22:39
by jonas
Hoi Steffen

Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Gruß
jonas

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 15. May 2018, 02:09
by stealnack
Hallo Steffen,
erstmal, gute Wahl mit dem J12 :wink: , ich fahre auch einen 2003 :lol: Allerdings habe ich schon knapp 300.000 auf der Uhr :ka: . Fahrzeugtechnisch wurde von mir schon diverses umgebaut, findest du unter "J12 für große Fahrt ausrüsten". Ich werde auch die Rücksitzbank komplett erhalten. Allerdings auf Reisen bleibt nur der "Schwiegermuttersitz" drinnen. Deine Kühlbox nimmt bei deiner Planung viel seitlichen Raum, da Sie neben dem Radkasten liegt. Die Australier legen dieses immer erhöht über den Radkasten um seitlich den Platz zu gewinnen. Deswegen kommt bei mir die doppelte raus, dort platziere ich die Kühlbox. Vorteil: Der Beifahrer kommt während der Fahrt an Kühles ;-) und Sie stört weniger da ich recht weit seitlich rüber rutschen kann und durch die geöffnete hintere Tür komme ich auch gut ran beim Camping.

Momentan ist bei mir gerade eine Dachkonsole geplant und die Realisierung steht an. Aber Interessant ist das ich ebenso schon länger über denn Innenausbau grübele, habe auch schon so meinen Ideen. Bisher habe ich entweder in der Hängematte außerhalb geschlafen oder die Sitze zur Liegefläche umgeklappt, allerdings habe ich mit 1,95 nicht wirklich gut geschlafen und es nur bei Regen durchgezogen :roll: :ka:
- Wie hast du eure Liegefläche geplant?
- Vom Armaturenbrett weg?
-Fahrerseitig auch mit einbezogen?
- wie wirst du es abstützen/fixieren?

Ich werde auch für absolute Notfälle die Möglichkeit schaffen im Auto (zu zweit) zu übernachten. Deswegen werde ich mir die Möglichkeit einer Liegefläche auf der Höhe der einmalig umgeklappten Rücksitze (im Kofferraum bleiben knapp 26cm Höhe für Schubladen) vom Armaturenbrett weg mit 12er Lindensperrholz als einen ebene Fläche schaffen. Dadurch komme ich auf gute 250cm Länge mit 3 Segmenten. Mit knapp 1m Liegebreite werden wir aber normal lieber im breiten Dachzelt schlafen (durch eine Heizung können wir auch bei kalten Zeiten im Zelt schlafen, geht bis -15C ganz gut) allerdings in Sibirien (Winter) brauchen wir die Heizung im Auto :wink: :roll: :bulb:

Bezüglich Matratze wurde auch viel überlegt und schlussendlich fiel die Entscheidung auf eine aus komprimierten Kaltschaum mit 6-10cm Höhe. Das gleiche Material wie gute Dachzeltmatratzen. Da muss ich nichts stückeln und sie lässt sich bedenkenlos falten und verstauen. Notfalls 2 Segmente und diese mit 2 langen Klett fest miteinander verbinden. Der Bezug wird aus einem dicken Baumwollstoff 350g aufwärts gefertigt.

Warum ich die "Ebene" auf Höhe der einmalig umgeklappte Rücksitze mache? Ich will versuchen möglichst viel Ladekapazität für den "Normalbetrieb" zu erhalten. Deswegen, 2 Schubladen und die umgeklappten Rücksitze ergeben eine Ebene. Momentan suche ich gerade gute, stabile Möbelverbinder welche schnell geöffnet werden können. Somit kann dann auf der "Ebene" links oder/und rechts bei Bedarf eine Hochschranksystem eingesetzt werden. Muss noch a bisserl denken :hmmm: :bulb: :baeh:

Mal sehen was Ihr so zaubert :P , bin für Diskussionen offen

LG Oliver

Info Tip: Pass auf den Autobahnen in Ungarn auf, dort werden die eingetragenen 8 Sitze zur Berechnung der Maut herangezogen. Dadurch zahlst du mehr. Ich lasse mir gerade deswegen die 3te Reihe austragen (alle Gurte sind raus). Hatte schon 2x deswegen in Ungarn Probleme

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 15. May 2018, 08:08
by stedan
Guten morgen Gemeinde,
ich freue mich sehr über die zahlreichen Rückmeldungen zu unserem Projekt!

Ich denke bezüglich der Matratzenwahl können mir die beiden letztgenannten Anbieter (nanoform-schaumstoffe.de und fanello) sicherlich schon viel weiterhelfen, wobei insbesondere die Schweizer, deren Namen ich in diesem Bereich vor längerer Zeit schon mal gehört habe, sehr interessante, aber auch hochpreisige Lösungen anbieten. Dennoch schadet es sicher nicht, noch mehr Alternativen anzuschauen (falls jemand noch was zu empfehlen hat).

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 15. May 2018, 10:12
by bulli-von-toelz
Servus Steffen,

schaut sehr professionell und durchdacht aus Dein Umbau, Respekt!
Einen Tip/Denkanstoss hab ich - aus eigener Erfahrung - dennoch:
Wir hatten - allerdings in einem Terrano - ein ähnliches Konzept mit Liegefläche auf Fensterhöhe um darunter das Gepäck zu verstauen.
Die Höhe zwischen Liegefläche und Dach war auch durchaus ausreichend zum Schlafen.
Was aber extrem umständlich war, enorme Gelenkigkeit erfordert hat und deshalb auf Dauer genervt hat war die Aktion in diese Schlafnische hineinzugelangen.
Es ging bei uns sowieso nur durch die Hecktür und dort in 1,3 m Höhe mit den Füßen voraus in eine 35 cm hohe Öffnung reinzukrabbeln - da darfst es nicht mit den Gelenken haben und wenn die erste Person schon drin liegt wird´s für den zweiten nicht einfacher.
Raus ist´s fast noch schwieriger,
Aber wenn man´s ne Zeit lang geübt hat kann man auf jedem U-Boot anheuern.
Das nur so als Tip.
Denk auf jeden Fall dran, dass Ihr, wenn Ihr da oben drin liegt auch die Türen noch auf und zu machen könnt.
Viel Spaß beim weiter planen und basteln!
Viele Grüße,

Christoph

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 18. May 2018, 00:44
by stedan
jonas wrote:Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Hi Jonas, was für eine Lösung hast du denn für dich gefunden? Mit oder ohne Lattenrost? Ein- oder mehrteilig?

stealnack wrote:ich fahre auch einen 2003 :lol: [...], findest du unter "J12 für große Fahrt ausrüsten". Allerdings auf Reisen bleibt nur der "Schwiegermuttersitz" drinnen. Deine Kühlbox nimmt bei deiner Planung viel seitlichen Raum, da Sie neben dem Radkasten liegt. Die Australier legen dieses immer erhöht über den Radkasten um seitlich den Platz zu gewinnen. Deswegen kommt bei mir die doppelte raus, dort platziere ich die Kühlbox. Vorteil: Der Beifahrer kommt während der Fahrt an Kühles ;-) und Sie stört weniger da ich recht weit seitlich rüber rutschen kann und durch die geöffnete hintere Tür komme ich auch gut ran beim Camping.

Ja den hab ich da auch schon gesehen, gefällt mir sehr gut! :rocknroll: Die Kühlbox woanders (im hinteren Fußraum) zu platzieren hatten wir uns anfangs auch mal kurz überlegt, aber als dann klar war, dass wir auch zu viert verreisen können wollen, blieb nur noch der Kofferraum übrig. Außerdem hatte ich etwas Bedenken wegen der Zugänglichkeit an dieser Stelle. Und während der Fahrt muss man sich da doch echt schwer die Arme verrenken, um da dran zu kommen oder? Wenn es mal auf eine längere Tour nur zu zweit gehen soll, können wir die Rückbank für zusätzlichen Stauraum ja immer noch ausbauen.
Das mit dem seitlichen Raum sehe ich anders: Wir haben bei einer Breite von 1155 mm an der Hecktür 1000 mm ausziehbare Breite auf Bodenhöhe realisiert. Der Rest wird für die tragende Struktur benötigt, sodass am Ende beim Einbau links und rechts nur ca. 10 mm Luft bleiben. Die Radhäuser schränken uns da also nicht wirklich ein. Da ich selbst schon 10 Monate in Australien war und dort auch viel gereist bin (Darwin - Alice Springs - Cairns - Brisbane - Sydney - Melbourne - Adelaide - Perth - Exmouth :aetsch: ), kenne ich auch die weit verbreitete Lösung der Australier mit zwei Schubladen unten und der Kühlbox oben drauf. Das geht aber nur, wenn man nicht im Auto schlafen möchte/muss. War also keine Option für uns. Außerdem ist die Kühlbox dann so extrem hoch, also ohne teure Senk- oder Kippvorrichtung schlecht zu handhaben, und die Schubladen verschenken auch oft viel Raum.

stealnack wrote:Bisher habe ich entweder in der Hängematte außerhalb geschlafen oder die Sitze zur Liegefläche umgeklappt, allerdings habe ich mit 1,95 nicht wirklich gut geschlafen und es nur bei Regen durchgezogen :roll: :ka:
- Wie hast du eure Liegefläche geplant?
- Vom Armaturenbrett weg?
- Fahrerseitig auch mit einbezogen?
- wie wirst du es abstützen/fixieren?

Das habe ich auch schon gemacht, geht aber nicht bei jedem Wetter oder es ist wirklich kein Vergnügen...
Bei unserer Liegefläche kommt auf die im Kofferraum montierte Alu-Konstruktion zuerst mal noch eine 9 mm Siebdruckplatte, darauf dann die Matratze und eventuell noch ein 3D-Abstandsgewirke zum Abtransport von Feuchtigkeit dazwischen. Für vorne werden noch weitere "Bausatzteile" angefertigt, die ich hier hoffentlich bald noch näher zeigen kann. Wieder Alu-Profile (Längsträger und Stützen, klappbar) und darauf eine Siebdruckplatte. Diese besteht aus zwei Teilen, die über ein Klavierband miteinander verbunden sind (Aufteilung: etwa 30 cm + 80 cm), da auch dieses Brett während der Fahrt irgendwo verstaut werden muss und im Kofferraum nur 85 cm zur Verfügung stehen. Diese Platte wird während der Fahrt also einfach auf der fest montierten im Kofferraum gelagert. Das ermöglicht es uns, die Liegefläche im Zweipersonenbetrieb während der Fahrt weitestgehend aufgebaut zu lassen und sie dann mit nur einem Handgriff zu vervollständigen, wenn es schlafen geht. Dauerhaft in voller Länge aufgebaut lassen geht nicht, da die Sitze zum Fahren nach vorne geklappt und/oder geschoben werden müssen.
An die Lösung etwas vom Armaturenbrett weg zu bauen, hatte ich nie gedacht. Ist sicher auch eine Möglichkeit, aber noch komplexer zu fertigen und aufzubauen, wenn dabei auch eine gewisse Stabilität erreicht werden soll.
Was meinst du mit "fahrerseitig mit einbezogen"? Ich denke das erübrigt sich, da wir nicht von vorne weg, sondern von hinten her bauen. Aber ja, die Liegefläche wird die gesamte Innenraumbreite einnehmen, schließlich soll es ja keine reine Notlösung werden.

stealnack wrote:Warum ich die "Ebene" auf Höhe der einmalig umgeklappte Rücksitze mache? Ich will versuchen möglichst viel Ladekapazität für den "Normalbetrieb" zu erhalten. Deswegen, 2 Schubladen und die umgeklappten Rücksitze ergeben eine Ebene. Momentan suche ich gerade gute, stabile Möbelverbinder welche schnell geöffnet werden können. Somit kann dann auf der "Ebene" links oder/und rechts bei Bedarf eine Hochschranksystem eingesetzt werden. Muss noch a bisserl denken :hmmm: :bulb: :baeh:

Mal sehen was Ihr so zaubert :P , bin für Diskussionen offen

LG Oliver

Info Tip: Pass auf den Autobahnen in Ungarn auf, dort werden die eingetragenen 8 Sitze zur Berechnung der Maut herangezogen. Dadurch zahlst du mehr. Ich lasse mir gerade deswegen die 3te Reihe austragen (alle Gurte sind raus). Hatte schon 2x deswegen in Ungarn Probleme

Das mit den Bedarfsschränken klingt auch sehr interessant, ich bin gespannt auf deine Umsetzung!
Danke für den Tipp, aber dieses Problem sollten wir nicht haben, da unser J12 nur mit 5 Sitzen ausgeliefert wurde (Ich dachte, das wäre hier in Deutschland meistens der Fall?).

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 18. May 2018, 18:49
by Nightwolve
Nee, sind einige 7-Sitzer in D unterwegs...u.a. auch meiner. Ich hab zwar 8 Gurte, aber nur 7 Plätze. In der dritten Sitzreihe gab es wohl 2 Versionen...ich hab 2 schmale Einzelsitze, ich hab aber auch schon etwas asymmetrisches gesehen.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 18. May 2018, 19:26
by jonas
stedan wrote:
jonas wrote:Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Hi Jonas, was für eine Lösung hast du denn für dich gefunden? Mit oder ohne Lattenrost? Ein- oder mehrteilig?

Gruß Steffen

Hoi Steffen
Ich habe die Variante ohne Lattenrost mit einem Schrägschnitt zum umklappen. Meine Matratze ist 7cm dick und das reicht uns prima.

Gruß
Jonas

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 13. Jun 2018, 13:30
by gernotlienz
...auch ich plane eine Liegefläche in meinem Prado 120, bin 185 und sollte doch Platz finden.
Interessant: eine Heizung im Dachzelt?
Bitte um Info, weil auch ich so ein Ding habe, aber aus urologischen Gründen und aus Bequemlichkeit doch lieber im Wagen schlafen möcht und mir vorstelle, dass es zb in Norwegen auch im Sommer im Dachzelt es kalt ist.
Ich warte auf Fotos, schick was, wenn der Wagen fertig ist...
beste Grüße Gernot

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 15. Jun 2018, 19:11
by stealnack
gernotlienz wrote:...auch ich plane eine Liegefläche in meinem Prado 120, bin 185 und sollte doch Platz finden.
Interessant: eine Heizung im Dachzelt?
Bitte um Info, weil auch ich so ein Ding habe, aber aus urologischen Gründen und aus Bequemlichkeit doch lieber im Wagen schlafen möcht und mir vorstelle, dass es zb in Norwegen auch im Sommer im Dachzelt es kalt ist.
Ich warte auf Fotos, schick was, wenn der Wagen fertig ist...
beste Grüße Gernot


Hallo Gernot
Das mit der Heizung ist eigentlich ganz einfach. Nimm eine Handelsübliche Alubox (ca 60L), dort baust du eine Plana 2D (oder was ähnliches) fest eiń, (ich habe die mit der einfachen Steuerung aber mit Thermostat im Zelt).
Aus der Alubox einfach einen hitzebeständigen Schlauch durch eine geeignete Öffnung im Dachzelt führen und es ist kuschelig war. Wir hatten bei 1/2 Heizleistung (da reicht ein Kanister 10-14 Tage) bei einer Außentemperatur von -8C T-Shirt Temperatur im Zelt.
Den Abgasschlauch (ich habe eine Verlängerung mir gebaut) führe ich einfach durch meine Bullbar und gut ist es.
Bilder kann ich momentan keine machen da meine Box in Serbien eingelagert steht.
Siehe mal da: https://dachzeltnomaden.com/2017/11/25/ ... alukoffer/
Ich habe meine Box oben vor dem Zelt in der Mitte (3 Boxen nebeneinander) auch der 20L Dieselkanister ist dort eingeklemmt und sicher.

Hoffe geholfen zu haben
LG Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Jun 2018, 23:32
by stedan
bulli-von-toelz wrote:Servus Steffen,

schaut sehr professionell und durchdacht aus Dein Umbau, Respekt!
Einen Tip/Denkanstoss hab ich - aus eigener Erfahrung - dennoch:
Wir hatten - allerdings in einem Terrano - ein ähnliches Konzept mit Liegefläche auf Fensterhöhe um darunter das Gepäck zu verstauen.
Die Höhe zwischen Liegefläche und Dach war auch durchaus ausreichend zum Schlafen.
Was aber extrem umständlich war, enorme Gelenkigkeit erfordert hat und deshalb auf Dauer genervt hat war die Aktion in diese Schlafnische hineinzugelangen.
Es ging bei uns sowieso nur durch die Hecktür und dort in 1,3 m Höhe mit den Füßen voraus in eine 35 cm hohe Öffnung reinzukrabbeln - da darfst es nicht mit den Gelenken haben und wenn die erste Person schon drin liegt wird´s für den zweiten nicht einfacher.
Raus ist´s fast noch schwieriger,
Aber wenn man´s ne Zeit lang geübt hat kann man auf jedem U-Boot anheuern.
Das nur so als Tip.
Denk auf jeden Fall dran, dass Ihr, wenn Ihr da oben drin liegt auch die Türen noch auf und zu machen könnt.
Viel Spaß beim weiter planen und basteln!
Viele Grüße,

Christoph

Hi Christoph,
erstmal danke für das Kompliment! Ein Terrano ist ja schon auch eine Ecke kleiner als ein J12, aber ich verstehe, was du meinst. Klar, das ist nicht jedermanns Sache und mit zunehmendem Alter bestimmt auch unangenehmer, aber ich wage mal zu behaupten, dass wir mit unseren 20 und 23 Jahren noch richtige Jungspunde sind, denen man diese gewisse Akrobatik durchaus noch zumuten kann. :wink: Wir hätten das auch sicher nicht so gemacht, wenn ich nicht aus eigener Erfahrung hätte sagen können, dass es sich so schon schlafen lässt. Diese Erfahrung habe ich während meinem Work & Travel Aufenthalt in Australien in einem '97er VZJ95 gemacht, der bereits von unseren Vorbesitzern so ausgebaut wurde. Und ich denke nach gut 120 Nächten darin macht einem diese allabendliche und -morgendliche Gymnastikübung auch nichts mehr aus. Im Gegensatz zu deinem Terrano sieht unser Konzept vor, dass man zwar von hinten ein- und aussteigt, während der Kopf auf Höhe der hinteren Seitenfenster bzw. der B-Säule liegt. Momentan (wie auch bei unserer ersten "Testnacht" auf der Abenteuer & Allrad 2018, für die wir für den vorderen, flexiblen Teil noch eine improvisierte Konstruktion nutzen mussten) ist das Aussteigen nach hinten leider noch nicht möglich, da sich die Hecktür bei den deutschen Modellen werksseitig nicht von innen öffnen lässt. Deswegen müssen wir vorerst noch zu den Seitentüren aussteigen, was dann wirklich eng und äußerst unbequem ist. Da müssen wir uns noch etwas basteln. Das Einsteigen von hinten klappt aber wunderbar, wenn man mal den besten Bewegungsablauf herausgefunden hat.
Das mit den Türen (und auch Fensterhebern) haben wir natürlich auch bedacht und es ist erfreulicherweise sogar bei einer durchgängigen Breite der Liegefläche von 135 cm problemlos möglich.

jonas wrote:
stedan wrote:
jonas wrote:Schau Dir mal die Produkte von Fanello an. Da wurde ich fündig.

Hi Jonas, was für eine Lösung hast du denn für dich gefunden? Mit oder ohne Lattenrost? Ein- oder mehrteilig?

Gruß Steffen

Hoi Steffen
Ich habe die Variante ohne Lattenrost mit einem Schrägschnitt zum umklappen. Meine Matratze ist 7cm dick und das reicht uns prima.

Gruß
Jonas

Auf der A&A konnten wir uns auch persönlich von dieser praktischen und ausgereiften Variante überzeugen, weshalb wir in der Woche danach auch die Bestellung bei fanello aufgegeben haben. Für unsere individuelle Lösung (fanello ClickMat, 7,5 cm, 5-teilig --> das war so Premiere bei fanello!, Schrägschnitt, Aussparungen an den hinteren Ecken) wurde verständlicherweise ein Aufpreis berechnet, aber man hat uns auch nach der Messe noch die 10 % Messerabatt gewährt. Die Matratze wurde zügig gefertigt und ist aktuell auf dem Weg zu uns, wir sind gespannt auf das Ergebnis!

gernotlienz wrote:...auch ich plane eine Liegefläche in meinem Prado 120, bin 185 und sollte doch Platz finden.
Interessant: eine Heizung im Dachzelt?
Bitte um Info, weil auch ich so ein Ding habe, aber aus urologischen Gründen und aus Bequemlichkeit doch lieber im Wagen schlafen möcht und mir vorstelle, dass es zb in Norwegen auch im Sommer im Dachzelt es kalt ist.
Ich warte auf Fotos, schick was, wenn der Wagen fertig ist...
beste Grüße Gernot

Das ist auch in etwa unsere Größe, da lässt sich was realisieren :wink: Bei uns wird die Liegefläche dann insgesamt auch 2 Meter lang, wenn man sich ein paar Stunden lang den Kopf zerbricht, ist das schon möglich :biggrin:
Bilder kommen bei Gelegenheit auch noch, am Wochenende geht es wieder weiter, mal sehen wie weit wir kommen...

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 5. Jul 2018, 14:43
by ChristianNO
gernotlienz wrote:Bitte um Info, weil auch ich so ein Ding habe, aber aus urologischen Gründen und aus Bequemlichkeit doch lieber im Wagen schlafen möcht und mir vorstelle, dass es zb in Norwegen auch im Sommer im Dachzelt es kalt ist.


Aktuell hẗte ich Temperaturen so um die 31 Grad tagsüber und um 17 Grad nachts im Angebot.

Grüsse aus dem immer dunklen und kalten Norwegen

Mvh

Christian

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 2. Nov 2018, 14:19
by stedan
Auch wenn ich mich in den letzten Monaten hier nicht mehr gemeldet habe, heißt das nicht, dass es bei unserem Projekt nicht weiterging. Ganz im Gegenteil: In der Zwischenzeit ist der Kofferraumausbau bis auf wenige Kleinigkeiten fertiggestellt und unser Land Cruiser hat uns bereits auf den ersten bestimmungsgemäßen Urlaub begleitet. Leider noch ohne Offroad-Spaß, aber auf der Straße und mit Schlafen im Auto.
Diese ersten Erprobungsfahrten haben deutlich gezeigt, wo es als nächstes weitergehen muss: Stromversorgung (bisher nur für den Kühlschrank), anständige Verdunkelung und Isolierung der Fenster und eine Möglichkeit, die Hecktür auch von innen öffnen zu können. Beim Thema Stromversorgung dachte ich an die Verwendung des CTEK D250S Dual zum Laden einer ca. 100 Ah AGM Zweitbatterie im Kofferraum. Später soll daran zwecks Autarkie noch ein Solarpanel angeschlossen werden. Aber bevor das geschehen kann, muss erst mal noch ein Dachträger her.
Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte, deshalb gibt es die (hoffentlich) gleich im Anschluss.

Viele Grüße
Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 2. Nov 2018, 15:50
by stedan
Aufteilung_Matratze.jpeg
Die Matratze haben wir nach begeistertem Probeliegen und persönlicher Absprache mit Herr Meili bei fanello.ch anfertigen lassen. Hier zu sehen ist die Aufteilung in 5 Stücke, damit die Matratze zusammengeklappt in den Kofferraum passt und dabei möglichst wenig Stauraum in Anspruch nimmt. Besonderer Clou dabei sind die schrägen Schnitte sowie die Tatsache, dass diese alle auf der Unterseite liegen, sodass man sie beim Schlafen nicht merkt.

Test_verschiedeneNiete.jpeg
Für die Beplankung des Alugestells (nur oben, als Liegefläche bzw. Gepackablage) haben wir uns für 9 mm Multiplex Fahrzeugplatte aus dem Baumarkt entschieden. Diese ist bei unserer Konstruktion völlig ausreichend, was die Stabilität betrifft. Zum Fügen der einzelnen Teile mit den Scharnieren (Edelstahl Klavierband) haben wir Alu Blindniete verwendet, zuvor wurde an diesem Teststück die optimale Größe der Niete und Technik experimentell ermittelt.

vordere_Konstruktion_CAD.jpeg
So wurde die vordere, demontierbare Konstruktion der Liegefläche geplant und schließlich auch umgesetzt. Die roten Teile müssen während der Fahrt abgenommen werden und das vorderste Segment der Liegefläche und der Matratze nach hinten geklappt werden. Der Rest kann permanent aufgebaut bleiben, sofern die Rücksitze nicht benutzt werden.

Auszüge_draußen.jpeg
Erster Praxistest!

Eingeparkt in Italien.jpeg
Von außen völlig unscheinbar, abgesehen von der Größe...

Fixierung_Kühlbox.jpeg
Letztes Wochenende wurde dann endlich der Auszug der Kühlbox fertig gestellt. Eine vernünftige Fixierung muss eben sein, ob Autobahn oder Wellblechpiste. Außerdem ist das zuvor aufgetretene leichte Durchbiegen der Aluwanne dank des Quadratrohrs nun Geschichte.

Fixierung_Kühlbox_Detail_1.jpeg
4 mm Nylonseil und Seilspanner fixieren nun die Kühlbox.

Fixierung_Kühlbox_Detail_2.jpeg

LC120_in_action.jpeg

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 2. Nov 2018, 20:53
by stealnack
stedan wrote:Auch wenn ich mich in den letzten Monaten hier nicht mehr gemeldet habe, heißt das nicht, dass es bei unserem Projekt nicht weiterging. Ganz im Gegenteil: In der Zwischenzeit ist der Kofferraumausbau bis auf wenige Kleinigkeiten fertiggestellt und unser Land Cruiser hat uns bereits auf den ersten bestimmungsgemäßen Urlaub begleitet. Leider noch ohne Offroad-Spaß, aber auf der Straße und mit Schlafen im Auto.
Diese ersten Erprobungsfahrten haben deutlich gezeigt, wo es als nächstes weitergehen muss: Stromversorgung (bisher nur für den Kühlschrank), anständige Verdunkelung und Isolierung der Fenster und eine Möglichkeit, die Hecktür auch von innen öffnen zu können. Beim Thema Stromversorgung dachte ich an die Verwendung des CTEK D250S Dual zum Laden einer ca. 100 Ah AGM Zweitbatterie im Kofferraum. Später soll daran zwecks Autarkie noch ein Solarpanel angeschlossen werden. Aber bevor das geschehen kann, muss erst mal noch ein Dachträger her.
Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte, deshalb gibt es die (hoffentlich) gleich im Anschluss.

Viele Grüße
Steffen


hallo Steffen
Ich finde es immer wieder gut zu sehen wie andere die selben Gedanken und Probleme auf Ihre eigene Art und Weise lösen und umsetzten. Erst mal danke dafür das du es teilst (ich muss auch nächste Woche wieder was Posten, wenns fertig ist) :roll:
Wie verstaust die Matratze? Werden die Einzelteile der Matratze Nachts zusammengesetzt und mit Klett fixiert? :ka:
Heckklappe öffnen von innen, geht, :bulb: es gibt einen fertigen Einbaukitt von Toyota (aber nur in den Emirates und RU). Ich will mir den nächstes Jahr dort bestellen, kostet etwa 200€ (habe den Tip vom Olli, er hat den schon :wink: drinnen) bei Interesse lass uns zusammen tun und/oder ich schicke dir den Link
.
Momentan werden fast täglich neue Skizzen gefertigt, wie ich das alles hinten umbaue und auch mit der 3ten Batterie als Hauptverbraucher Batterie ebenso für den 220V Konverter bin ich auch gerade am suchen und überlegen deswegen bin ich auch mal gespannt auf deine Lösung.

Inwieweit du auch elektrisch selber baust? ich besorge mir viel über http://www.banggood.com direkt von den Herstellern die auch für die OEMś und anderen namhaften Firmen herstellen. Ist ähnlich wie Amazon nur direkt auch China. Ja, die liefern auch alles Stückweise, anders als unter alibaba.com
Vielleicht hilft es ja,
Gruß Oliver und weiter so. :rocknroll:

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 2. Nov 2018, 21:16
by stealnack
jetzt musste ich kurz lachen als ich dein Kennzeichen gesehen haben :rofl: :-)))

warrior klein kennzeichen.jpg
a
warrior klein kennzeichen.jpg (43.33 KiB) Viewed 1639 times

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 3. Nov 2018, 12:09
by harri
Hallo stedan,
vielleicht hilft dir das auch etwas weiter...
https://landcruiserfreunde.de/viewtopic ... +von+innen
harri

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 3. Nov 2018, 12:52
by Tommy Babic
Hallo Stealneck, mir ging es ebenso...

Image

Finde den fred sehr interessant, da ich mir auch sowas überlege, allerdings mit den Sitzreihe hinten eingebaut. Die Idee ist, auf Schienen Kunstoffboxen zu installieren und mit einer Platte (Holz, doppel) abzudecken. Wenn ich dann die Sitzreihe umklappe und die Holzplatte nach "vorne" klappe sollte sich doch die Möglichkeit ergeben drinnen zu schlafen. Bei 1,74 sollte das eigentlich kein Problem sein.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 4. Nov 2018, 10:55
by harri
Ja, das geht. Hab mir so, ein Einzelbett gebaut. Mit 1,74 und den Fahrersitz etwas nach vorne geschoben reicht der Platz völlig aus.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 9. Nov 2018, 17:34
by stedan
stealnack wrote:Erst mal danke dafür das du es teilst (ich muss auch nächste Woche wieder was Posten, wenns fertig ist) :roll:

Klar gerne, ich habe ja auch schon viel nützliches von hier mitgenommen und bin immer froh über Tipps und Ratschläge. Ich bin gespannt :wink:

stealnack wrote:Wie verstaust die Matratze? Werden die Einzelteile der Matratze Nachts zusammengesetzt und mit Klett fixiert? :ka:

Es gibt keine Einzelteile der Matratze, die Schaumstoffstücke stecken alle in einem einzigen, geschickt genähten Bezug, der das KLAPPEN der Matratze ermöglicht. Dieser ist nur auf der Oberseite (= Liegefläche) durchgängig, während auf der Unterseite für jedes Schaumstoffelement eine eigene "Tasche" genäht ist. Das ist jetzt alles etwas schwierig zu beschreiben, deswegen an dieser Stelle einfach mal der Link zum Serienprodukt von fanello.ch für T5/6 und Vito:

http://www.fanello.ch/fanelloFZ/2/index.html (fanello ClickMat)

Nun zum Verstauen. Hier gibt es zwei Varianten der Handhabung, je nach "Reisemodus":
1. 2 Personen:
- Rücksitzbank dauerhaft umgeklappt
- Liegefläche dauerhaft vollständig aufgebaut
- Für die Fahrt muss lediglich der vorderste Teil der Matratze (ca. 45 cm) nach hinten umgeklappt werden, anschließend angehoben und der vorderste Teil der Liegefläche (32,5 cm) ebenfalls nach hinten, unter die Matratze geklappt werden. Dann wird die Matratze wieder darauf abgelegt. Anschließend noch die vier Verlängerungsschienen des Alugestells aushängen und die Sitze zurück in Fahrposition klappen. Die Sitze müssen dazu nicht verschoben werden. Alles in allem dauert das keine zwei Minuten, vorausgesetzt man ist nicht alleine, dann dauert es eben etwas länger.

2. 3 oder mehr Personen:
- Rücksitzbank in Benutzung
- vorderer Teil der Liegefläche (vom Kofferraummodul nach vorne) während der Fahrt nicht aufgebaut
- Hier läuft das Prozedere ähnlich wie bei 1., nur um ein paar Schritte erweitert. D.h. Rücksitzbank umklappen, vorderes Gestell aufbauen (s. CAD-Screenshot im letzten Post; die Beine stellen sich über die hinteren Schrauben der Sitzschienen, so sollte eine ausreichende Tragfähigkeit sichergestellt sein, ohne den Teppich zu beschädigen), zweifach klappbare Platte aus dem Kofferraum unter der Matratze hervorziehen und ausklappen (arretiert sich durch rechteckige Ausschnitte geschickt in den Aluprofilen, dadurch wird das ganze sehr stabil). Zu guter letzt muss nun noch die Matratze ausgeklappt werden, dieses mal aber zwei mal nach vorne und einmal nach hinten. Die beste Technik dafür muss ich selbst noch herausfinden, aber ich denke, das Prinzip sollte jetzt einigermaßen klar sein.
Zur Verdeutlichung meiner Worte werde ich bei Gelegenheit mal noch ein paar mehr Bilder machen und hier einstellen.

stealnack wrote:Heckklappe öffnen von innen, geht, :bulb: es gibt einen fertigen Einbaukitt von Toyota (aber nur in den Emirates und RU). Ich will mir den nächstes Jahr dort bestellen, kostet etwa 200€

Ja das habe ich alles schon gesehen, ist uns aber ehrlich gesagt zu teuer, für das was es ist. Habe hier im Forum oder in dem von Harri geposteten Link aber auch schon andere Ideen gesehen, die zwar nicht ganz so elegant sind, aber trotzdem den gleichen Zweck erfüllen. (@Harri: Danke für den Link!)

stealnack wrote:Inwieweit du auch elektrisch selber baust?

Wie meinst du das? Was die Laderegelung angeht, vertraue ich gerne auf namhafte Hersteller, da die AGM Batterien ja wohl nicht ganz so unsensibel sind. Verkabelung und Anschluss (Schalter, Sicherungen, Relais, usw.) mache ich natürlich selbst.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 9. Nov 2018, 17:36
by stedan
stealnack wrote:jetzt musste ich kurz lachen als ich dein Kennzeichen gesehen haben :rofl: :-)))

Scheint beliebt zu sein unter den 120er-Fahrern :biggrin:

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 9. Nov 2018, 17:46
by stedan
Tommy Babic wrote:Finde den fred sehr interessant, da ich mir auch sowas überlege, allerdings mit den Sitzreihe hinten eingebaut. Die Idee ist, auf Schienen Kunstoffboxen zu installieren und mit einer Platte (Holz, doppel) abzudecken. Wenn ich dann die Sitzreihe umklappe und die Holzplatte nach "vorne" klappe sollte sich doch die Möglichkeit ergeben drinnen zu schlafen. Bei 1,74 sollte das eigentlich kein Problem sein.

Freut mich, dass mein Thread auch auf Interesse stößt! :)
Meinst du mit Sitzreihen hinten die im Kofferraum? Weil die normale Rücksitzbank ist bei uns ja auch noch drin, mehr hatten wir nie. Ja das ist überhaupt kein Thema, unsere Liegefläche ist 1,35 x 2,00 m groß und selbst da müssen die vorderen Sitze nur geklappt oder verschoben werden. Bei dir wird die ganze Ebene ja auch noch wesentlich tiefer sein, also noch mehr Platz...

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 9. Nov 2018, 22:27
by stealnack
Hi Steffen

jetzt hab auch ich verstanden was du meintest mit den Teilstücken der Matratze. Ist ne coole Lösung und Link hab ich abgespeichert, da kommt noch später einen Idee :-)))

Ja, die Möglichkeiten der Öffnung der Heckklappe habe ich auch schon gesehen aber ich habe mich entschlossen es mit dem originalen Einbausatz zu machen ;-))

Kommen wir zu m Bett :methusalem:
Ich Poste hier mal meine Testlösung für das Schlafen im Innen im 12er. Das habe ich im September/ Oktober 9x getestet um auszuloten wie es für mich als 195 (Länge, 95kg) funktioniert. Aufrecht sitzen, ging nicht. Bettlänge, war gut, Matratzenbreite auch. :roll: aber erst alles Gepäck raus, Liegefläche aufbauen und alles wieder rein :hmmm: Bei Regen ist alles Nass. Ok, Also liegend im Bett nachgedacht :rofl:

Zu sehen ist hier schon die nach meinen Erfahrungen angepasste Liegefläche, Nicht mehr vollflächig sondern nur noch auf Fahrerseite . :ka:
Liegefl roh geklappt3.jpg
roh1
Liegefl roh geklappt3.jpg (87.36 KiB) Viewed 1438 times

Ich habe die hintere Umklappfläche nochmals mit Scharnieren versehen um innen umklappen zu können (sonst stoße ich am Himmel an)
Liegefl roh geklappt.jpg
roh2 klapp
Liegefl roh geklappt.jpg (85.04 KiB) Viewed 1438 times
Ich habe es nur mit 4 Riemen straff abgespannt, da lässt sich alles schnell wieder demontieren.
Mann sieht gut die provisorischen Füße um die richtig Höhe zu ermittel, damit die Rückbank umgeklappt verwendet werden kann.
Abstüptzung hinten.jpg
abstützung
Abstüptzung hinten.jpg (66.09 KiB) Viewed 1438 times


Nach mehreren Versuchen die Nacht und den Abend im Auto zu verbringen, sprich verbringen zu müssen im Regen kam immer die Frage auf: Wohin mit den Beinen:-))) :confused: .
Zuerst war es 135 breit (volle Breite) die habe ich jetzt so verändert das der "Schwiegermuttersitz" voll benützungsfähig bleibt. Das hat den Vorteil beim Ankleiden ist etwas mehr Platz. Auch besteht jetzt die Möglichkeit etwas zu lesen oder zu essen ohne liegen zu müssen. Ich kann jetzt ausgestreckt relaxed sitzen und den Abend genießen, Auf dem Tablet arbeiten/TV oder aber es ist auch als "kurze" Schlaffläche für eine 2te Person (bis zu 175) nutzbar.
Bett komplett v Vorn.jpg
liegeflächen
Bett komplett v Vorn.jpg (67.99 KiB) Viewed 1438 times

Ich habe auch die ursprüngliche Gesamtbreite von 135cm auf 130 (fahrerseitig 5 cm weg) gekürzt (vor dem cut auf das jetzige Maß) Warum? Jetzt kann ich hinter dem Fahrersitz auch Kleiderhänger oben befestigen ohne diesen zu Verknittern und die Kleidung bleibt unberührt.

Jetzt habe ich auch genug Platz um das Gepäck ordentlich verstauen zu können.
Bett eingeklappt.jpg
hinten 1
Bett eingeklappt.jpg (68.19 KiB) Viewed 1438 times

kOFFERAUM normal.jpg
hinten 2
kOFFERAUM normal.jpg (62.12 KiB) Viewed 1438 times


So stütze ich vorne ab
Abstüzung vorne.jpg
abstützung v
Abstüzung vorne.jpg (49.63 KiB) Viewed 1438 times
:bulb:
Nach erneutem testen bin ich wesentlich zufriedener und es ist für mich recht praktikabel aber im Dachzelt ist es erheblich komfortabler. Vor allen jetzt kann ich auch mal aufrecht sitzen auf dem Sitz :-)))
Dieses werde ich jetzt so lassen bis die Dachkonsole fertig ist und ich hinten die Schubladen als Unterbau herstellen werde. Die Rohmaße habe ich ja jetzt schon :biggrin:

Bin mal auf eure Anmerkungen gespannt :-)))

LG Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 9. Nov 2018, 23:14
by stealnack
Ich will al etwas nachtragen zu der Dachkonsole.

Die Technik im zentralen Bereich ist eingebaut und funktionsfähig. Zu erst wollte ich alles mit "Himmelstoff" überziehen, aber ich habe mich erst mal dazu entschlossen den zentralen Bereich in Wurzelholzoptik zu gestalten und es "technisch" aussehen zu lassen. Was ist eure Meinung dazu? :lol:
Die 2 "Flügel" über der Fahrerseite und Beifahrerseite werde ich mit Dachhimmelstoff verkleiden. "Siehe unten"
So sieht es auf der Fahrerseite aus.
Kons-cent fs fert.jpg
konsole fs
Kons-cent fs fert.jpg (60.86 KiB) Viewed 1423 times

6 von den 10 Schaltern sind schon belegt und die anderen sind für weitere Einbauten vorgesehen. Das Funkgerät ist sicher verbaut und hinten habe ich noch einen kleinen, mit einem Deckel verschließbaren Stauraum für Kleinzeug. :ka:
Die 2 Messgeräte zeigen mir die Spannung der beiden Batterien. Ja, ich habe diese mit einem abfallenden Relais (140A) getrennt.
Batterietrennung k.jpg
relais
Batterietrennung k.jpg (70.03 KiB) Viewed 1423 times

Wenn ich die Zündung einschalte zieht das Relais an und beide Batterien sind zum Starten da. Ja, wenn eine Batterie schwächer wird, belastet das die 2te kurzzeitig. Ich habe das getestet. Linke Batterie (Haupt) hat 75% und die 2te (rechts) ist durch die Nutzung der neu hin zugebauten Verbrauchen in 2 Tagen auf 25% gefallen. Beim Starten fallen beide auf 58% ab (kurz) aber selbst mit 28% konnte ich noch problemlos starten. Im Notfall kann ich einfach die alte parallele Schaltung in 5min wieder herstellen. Die Kabel wurden nicht verändert.

Die 2 kleinen Fernlichter vorne sind aufschaltbar auf das normale Fernlicht (werden noch durch 2 zugelassene ersetzt). Das Tagfahrlicht kann ich abschalten (im Winter wenn es kalt ist und du willst im Auto schlafen und der Motor läuft muss ja nicht das Licht brennen :-))). Auch die obere Lightbar und die hinteren 2 Scheinwerfer (am, Dachgepäckträger) sind auf Schalter gelegt.
volle Beleuchting k.jpg
volle lotte
volle Beleuchting k.jpg (43.16 KiB) Viewed 1423 times


Hinten am zentralen Bereich der Konsole wurde noch eine 3w/12V Möbelleuchte verbaut (wow, die ist so hell) und weitere USB Schnittstellen.
Kons-cent vh leuchte fert.jpg
licht
Kons-cent vh leuchte fert.jpg (58.7 KiB) Viewed 1423 times


Im Moment gestalte ich gerade die Verkleidung des ersten "Flügels".
Papierschablone.jpg
Papierschablone
Papierschablone.jpg (36.03 KiB) Viewed 1423 times
Karton Abwicklung gefalzt.jpg
Karton gefalzt
Karton Abwicklung gefalzt.jpg (40.38 KiB) Viewed 1423 times
Karton dummys3.jpg
beide dummys
Karton dummys3.jpg (47.56 KiB) Viewed 1423 times
VK roh geformt und geklebt.jpg
aus Makrolon
VK roh geformt und geklebt.jpg (89.73 KiB) Viewed 1423 times
VK-Anpro1front.jpg
anprobe1
VK-Anpro1front.jpg (46.47 KiB) Viewed 1423 times
VK-Anpro1right.jpg
links
VK-Anpro1right.jpg (39.81 KiB) Viewed 1423 times

Leider habe ich bei mir in der Umgebung kein ABS mit den Abmessungen bekommen, also habe ich Makrolon genommen. Lässt sich auch ganz gut mit einem Heißluftföhn bearbeiten. Ich habe genug Abstand zum SeitenAirbag gelassen.

Die erste Schicht mit 2mm Schaumstofffolie ist drauf und ich werde morgen die Öffnungen und den Lichtschalter platzieren.

Wenn die Beifahrerseite fertig gestellt ist werde ich es wieder posten und die Einbauten erklären.
Bitte bei Fragen, einfach raus damit , genauso bei Kritik oder Vorschlägen. :wink:

LG Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 10. Nov 2018, 12:50
by Tommy Babic
Hallo Steffen, stealneck hat meine antwort schon vorweg genommen, schau dir einfach die b´bilder an und du weisst wie ich es gemeint habe. die 3. sitzreihe habe ich ziemlich schnell in den keller verbannt, brauche ich nicht im alltag. so wie es stealneck gemacht hat finde ich es ziemlich gut, nur ich würde die fussstützen des bettes mittiger platzieren damit ich links und rechts davon eben die schinen mit den ausziehbaren euroboxen montieren kann. einfach, schlicht und funzt. im alltag habe ich (bzw. eher meine frau) eine vollwertige rücksitzbank, der kofferraum ist voll nutzbar und man könnte zu zweit drinnen schlafen. tip top.
tommy

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 11. Nov 2018, 02:25
by xsteel
Du fährst aber schon mit Helm.....

Image

Gruß Sigi

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 11. Nov 2018, 11:40
by stealnack
xsteel wrote:Du fährst aber schon mit Helm.....

Image

Gruß Sigi


Hi Sigi,
:lol: nein, brauch ich bisher nicht :wink:. obwohl ich 195 bin. :wink:
Schon bei der Dimensionierung habe ich versucht das mit einzuplanen, sprich mit meinem "Kartondummy" hab ich die ersten mutigen Selbstversuche :boxer: :shock: gemacht und nach mehreren Anpassungen der Abmessungen genug Platz für starke Insassenbewegungen und Fahrzeugschwankungen gefunden. Das Gute ist ja (in diesem Fall) der Sitzabstand von fast 300mm und die doch ansehnliche Raumhöhe. Die Konsole ist oben nur insgesamt 250 breit und 130 hoch (an den größten Stellen und fällt nach hinten ab, genau wie der Dachverlauf).. :methusalem:

Der Alurahmen ist zwar stabil aber doch so, dass er notfalls nachgeben kann. Ich habe versucht bei der Befestigung am Fahrzeug genau dort einen guten Kompromiss zu finden. :rocknroll:

Nachdem der Rahmen das Erste mal richtig angebaut war (siehe weiter vorne im Treat) hab ich auch nochmals versucht auf wirklich böse links/rechts schuckligen Verschränkungspisten und Rinnen wo das Fahrzeug schon recht heftig versetzt und auch dabei ist die Birne ist immer vorbeigerauscht. :D . Aber mit Cowboyhut wird kritisch, das gebe ich zu :lol:
Der Rahmen alleine für sich selbst ist recht flexibel nur durch die Ausfachungen wird er steif. Ich habe weiches Birkensperrholz von 3mm genommen und die "Befestigungsschrauben sind recht Randnah. Bei einem heftigeren Schlag bricht das aus und schiebt sich innen hoch und der Rahmen kann nachgeben. Aber das ist halt bei "Handgefertigten" Prototypen immer a bisserl schwieriger. Die sind ja "gewachsen" und erst bei einer kleinen Serie, zB. in der Form mit Wurzelholzoptik laminiert) oder so diese Punkte der "Kanten, Sollbruch und Sicherheit noch viel besser auszuarbeiten. :oops:
Natürlich war das auch eine meiner Befürchtungen und im ersten Plan war es auch angedacht noch eine gepolsterte Verkleidung (wie bei den vorderen "Flügeln" kommen wird) drum herum zu legen, aber ich habs jetzt erst mal so gelassen. Es stehen ehh schon wieder ein paar Verbesserungen auf der Liste und wenn ich das ganze wieder demontieren muss (um in den Flügeln die gesamte Technik anzuschließen) mal sehen, eventuell gibts dann das schöne Kantenschutzprofil aus der Industrie dran, nur Schwarz/Gelb passt irgend wie nicht :ka: .

Aber gut das du auch daran denkst, ist immer wieder wichtig nochmals über das ganze nachzudenken und Anzupassen und da kommen sicher hier und da noch ein paar gute Anmerkungen und Vorschläge zusammen. :bb:

LG Oli

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 11. Nov 2018, 11:59
by stealnack
Test_verschiedeneNiete.jpeg


Für die Beplankung des Alugestells (nur oben, als Liegefläche bzw. Gepackablage) haben wir uns für 9 mm Multiplex Fahrzeugplatte aus dem Baumarkt entschieden. Diese ist bei unserer Konstruktion völlig ausreichend, was die Stabilität betrifft. Zum Fügen der einzelnen Teile mit den Scharnieren (Edelstahl Klavierband) haben wir Alu Blindniete verwendet, zuvor wurde an diesem Teststück die optimale Größe der Niete und Technik experimentell ermittelt.


Hallo Steffen,

Ich wollte dich mal was fragen zu deinen Nietversuchen und ob du dazu schon Erfahrungen hast?
Halten die so?
Warst du bisher nur auf der Straße unterwegs oder auch schon im Gelände mit stärkeren Karosserriebewegungen ?
Würdest du es wieder so festigen oder anderst?

Ich überlege mir gerade ob ich deine Vorgehensweise auch verwende wenn ich hinten die Schubladeneinheit baue um das Provisorium des Bettes auf eine solide Basis zu stellen :wink: Mir gefällt da bei deiner Art der Befestigung unten nicht übersteht. Dabei kam mir die Idee das Bohrloch mit 10min Harz zu tränken und dann im nassen Zustand zu vermieten. Das müsste einen noch besseren Kraftschluss geben, aber vielleicht ist das gar nicht notwendig.
Muss noch überlegen und abwägen zur eingelassenen Holzschraube, deswegen bin ich mal gespannt auf deinen Erfahrungen.

LG Oli

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 24. Dec 2018, 15:20
by stedan
Hi stealnack,
bisher hält alles mit den Nieten und ich wüsste auch nicht warum (und wie) man es anders besser lösen sollte. Der Ausbau hat aber auch erst knapp 3000 km auf dem Buckel, alles onroad...muss sich also erst noch beweisen. Die einzige Alternative, die mir spontan einfällt, wäre ausschließlich zu kleben. Weil schrauben, ohne dass was übersteht, geht bei so dünnen Wandstärken nicht. Bei Metall-Metall-Verbindungen gibt es sowieso keine Probleme, so werden ja nicht ohne Grund ganze Flugzeuge gefertigt.
Das Holz durch Tränken in Harz wäre auf jeden Fall mal einen Versuch wert und würde dem Ganzen sicher nicht schaden. Ich bin auf deine Erfahrungen gespannt!

Gruß Steffen

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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 24. Dec 2018, 15:44
by stedan
Am Samstag wurde mal wieder etwas optimiert: Montage einer Schleppkette zur Führung des Kühlboxkabels.
So fliegen nun keine Kabel bei Ausziehen und wieder rein schieben der Kühlbox mehr durch die Gegend und man muss sich keine Sorgen mehr um festhängende oder gequetscht Kabel mehr machen. Vielleicht nicht zwingend notwendig, doch "nice to have", wenn man auf Ordnung steht. [SMILING FACE WITH OPEN MOUTH AND SMILING EYES]

Image

Zugentlastung es Steckers mittels Kabelbindern und wieder kommen Niete zum Einsatz, um den Haltewinkel für die Schleppkette undImage diese selbst jeweils zu befestigen:
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Das Kabel haben wir dann elegant durch ein vorhandenes Aluquadratrohr nach vorne gelegt, wo es später an die Batterie angeschlossen wird.
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 27. Dec 2018, 09:46
by Nightwolve
Definitiv nicht "nice-to-have", sondern absolut sinnvoll! Schick gemacht! 8)

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 27. Dec 2018, 17:34
by stedan
Nightwolve wrote:Definitiv nicht "nice-to-have", sondern absolut sinnvoll! Schick gemacht! 8)


Danke für das Kompliment Nightwolve!

Der Weihnachtsmann hat dieses schicke Gerät gebracht:
Image
CTEK D250SA - B2B-Lader, Solarladeregler und Trennrelais in einem Gerät


Jetzt müssen als nächstes die passenden Kabel, Sicherungen und natürlich eine Batterie angeschafft werden. Als Batterie dachten wir an eine AGM Batterie (wegen höherer Zyklenfestigkeit und größerer nutzbarer Kapazität gegenüber normalen Nassbatterien) mit ca. 100 Ah Kapazität. Lithiumakku wäre zwar noch besser und wesentlich leichter/kleiner gewesen, doch das rechtfertigt für uns nicht den dreifachen Anschaffungspreis. Abgesehen davon bräuchte man dann auch spezielle Ladegeräte usw.
Hersteller und Modelle von AGM Batterien gibt es viele, doch welche sind empfehlenswert und halten, was sie versprechen? Ich habe schon oft von offgridtec.de gelesen und auch schon mal deren Angebot durchstöbert, hat jemand Erfahrung mit denen (insbesondere mit deren Batterien und Solarzellen)?

Viele Grüße, Steffen

Gesendet von meinem HTC U11 mit Tapatalk

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 27. Dec 2018, 18:14
by stealnack
Hallo Steffan,

Kurz zu den Lithium Batterien. LiFepo4 Batterie halten im Schnitt mindestens 3 - 6x so viele Lade-Zyklen (300 zu 2000) wie eine gute AGM Blei Batterie. Also eine wesentlich höhere Lebensdauer. Auch wie du schon sagtest ist das Gewicht erheblich geringer und dadurch das du die Zellen fast auf "0" entladen kannst ist auch die notwendige Kapazität geringer. Nicht zu vergessen der höhere Strom der entnommen werden kann. Da kannst du getrost einen 3000W Wandler dauerhaft anbringen (Die Batterien haben C4-C6, dh. bis zu 6fachen Entladung der Kapazität). Einen besonderen Laderegler brauchst du nicht, die Balancer und Ladeelektronik ist in einer kompletten Batterie für das Auto in dem Batteriegehäuse integriert. In anderen Ländern ist die Lithum-Batterie schon viel weiter verbreitet.
Ich hole meine direkt in China, da kommen sowieso fast alle her. Beispiel: 120AH für 50USD (natürlich noch Transport oben drauf, aber bei weitem nicht mehr die Hohen Preise. Je nach einzelnem Händler kann das Angebot für 1 Stück etwas schwanken. Schau mal hier.

https://german.alibaba.com/product-detail/lifepo4-12v-120ah-deep-cycle-power-lithium-ion-battery-for-rv-solar-system-yacht-golf-carts-storage-and-car-60594605951.html?spm=a2700.md_de_DE.maylikever.1.29d45930eC2WCI

PS: Ich arbeite mit Lipo Technik schon sehr lange im Modellbau ;-))) und die großen E-Flieger haben Motoren mit über 15KW

Schöne Grüße aus Serbien und eine guten Rutsch

Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 27. Dec 2018, 19:10
by tentoyo
Hallo,
ich hänge mich mit einer Frage zu den Lithium Batterien an. Gibts da inzwischen welche, die auch noch bei -20 bis -30 Grad zu gebrauchen sind?

Grüße, Nico

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 29. Dec 2018, 02:30
by Reiti
stealnack wrote:
https://german.alibaba.com/product-detail/lifepo4-12v-120ah-deep-cycle-power-lithium-ion-battery-for-rv-solar-system-yacht-golf-carts-storage-and-car-60594605951.html?spm=a2700.md_de_DE.maylikever.1.29d45930eC2WCI

PS: Ich arbeite mit Lipo Technik schon sehr lange im Modellbau ;-))) und die großen E-Flieger haben Motoren mit über 15KW

Schöne Grüße aus Serbien und eine guten Rutsch

Oliver



Da würde ich mich gerne einklinken.

100 AH wären für mich mehr als genug.

Dein verlinktes Angebot beinhaltet 120 AH für wenig Geld plus Versand.



Gibt es da eigene Erfahrungen?

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 29. Dec 2018, 02:32
by Reiti
Reiti wrote:
stealnack wrote:
https://german.alibaba.com/product-detail/lifepo4-12v-120ah-deep-cycle-power-lithium-ion-battery-for-rv-solar-system-yacht-golf-carts-storage-and-car-60594605951.html?spm=a2700.md_de_DE.maylikever.1.29d45930eC2WCI

PS: Ich arbeite mit Lipo Technik schon sehr lange im Modellbau ;-))) und die großen E-Flieger haben Motoren mit über 15KW

Schöne Grüße aus Serbien und eine guten Rutsch

Oliver



Da würde ich mich gerne einklinken.

100 AH wären für mich mehr als genug.

Dein verlinktes Angebot beinhaltet 120 AH für wenig Geld plus Versand.



Gibt es da eigene Erfahrungen?

Insbesondere würde ich ungern die Kabine mit der Batterie verfeuern.


LG.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 29. Dec 2018, 05:51
by Paulemann
Ich habe soeben direkt eine Anfrage gestellt und das Angebot bekommen:
hi, Paul

12V120AH Green module:$ 488/pcs

________________________________________
lith@lithpower.com

SHENZHEN LITHPOWER TECHNOLOGY CO.,LTD.
Add: Room 306,Zhanyuan Commercial building,No.918,Meilong Road,Longhua District,Shenzhen
Tel: 86-75583726772/ 86-18025311005
Email:lith@lithpower.com
Web: http://lithpower.en.alibaba.com

Also nix mit 50$

Gruss
Paulemann

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 29. Dec 2018, 05:54
by Paulemann

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 2. Jan 2019, 02:06
by stedan
Ich habe jetzt eine gebrauchte 100 Ah AGM Batterie von CTM Berlin sehr günstig erstehen können und dazu noch die passenden Kabel und Kleinkram bestellt. Das nächste Problem wird das Verlegen des Pluskabels von einer der Starterbatterien in den Kofferraum direkt hinter dem linken Teil der Rücksitzbank... Hat da jemand Erfahrungen, wie man vom Motorraum am besten mit dem Kabel in den Innenraum kommt? Im Innenraum wollt ich das Kabel dann unter der Einstiegsleiste verlegen, hoffentlich klappt das auch mit 10 mm^2 noch?

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 5. Jan 2019, 23:01
by landcruiser
50 € war eher nix, 100 € auch eher weniger. Tendenz geht derzeit Richtung 500 €.

Hat sich der Kollege wohl etwas in der Größenordnung vertan; meldet sich ja auch hier oder per pm nicht mehr.

Wenn wir sammeln hab ich eine Quelle für 98 € + Kosten; wir müssten aber schon 500 Stück abnehmen. :rofl:

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 5. Jan 2019, 23:22
by stedan
Gestern habe ich mal wieder ein paar Kleinigkeiten optimiert...

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Magnetschnapper (Ø 8 mm x 9 mm, aus dem Baumarkt) in den Seitenflügeln, damit auch auf Wellblechpisten nichts klappert im Kofferaum.
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Und von unten. Kurzum: Schnell umgesetzt, simpel, effektiv und dazu noch günstig.

Weiter ging es mit Zuschnitten aus einer 2 mm dicken Gummimatte zum Schutz der Sitzschienen (auf denen sich die vier Pfosten der Bettkonstruktion abstützen) vor Kratzern und zur Vorbeugung gegen nervigen Klapperlärm, falls doch mal etwas wackeln sollte:
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Die Gummistückchen setzen sich genau um die Schraubenköpfe der Sitzbefestigung.
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In den Stützen ist von unten auch eine flache Bohrung, damit sich diese auf den Schrauben zentrieren.

Zu guter Letzt noch ein Überblick, wie das mit den Nieten in der Praxis aussieht:
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Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 14. Jan 2019, 20:38
by stedan
landcruiser wrote:50 € war eher nix

Für das Geld inkl. Versand hab ich jetzt wenigstens eine hoffentlich gute, gebrauchte AGM Batterie aus einer ELA-Anlage bekommen...

stedan wrote:Das nächste Problem wird das Verlegen des Pluskabels von einer der Starterbatterien in den Kofferraum direkt hinter dem linken Teil der Rücksitzbank... Hat da jemand Erfahrungen, wie man vom Motorraum am besten mit dem Kabel in den Innenraum kommt?

Nach etwas Recherche in englischsprachigen Foren bin ich dann doch fündig geworden und konnte mir zumindest meine erste Frage selbst beantworten. Und zwar ist das ganze hier sehr gut dokumentiert:

https://www.landcruiserclub.net/communi ... ly.123377/

So werde ich das dann auch machen, nur eben spiegelverkehrt, da Linkslenker.

stedan wrote:Im Innenraum wollte ich das Kabel dann unter der Einstiegsleiste verlegen, hoffentlich klappt das auch mit 10 mm^2 noch?

Das werde ich dann sehen, wenn es soweit ist, müsste aber passen, da man dort scheinbar recht viel Platz gelassen hat. Die Kabel für die Rückfahrkamera liegen glücklicherweise auf der Fahrerseite...

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 10. Mar 2019, 21:43
by stealnack
Paulemann wrote:Hier das korrekte Angebot:
https://german.alibaba.com/product-deta ... 26205.html


Hallo

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 10. Mar 2019, 22:06
by stealnack
landcruiser wrote:50 € war eher nix, 100 € auch eher weniger. Tendenz geht derzeit Richtung 500 €.

Hat sich der Kollege wohl etwas in der Größenordnung vertan; meldet sich ja auch hier oder per pm nicht mehr.

Wenn wir sammeln hab ich eine Quelle für 98 € + Kosten; wir müssten aber schon 500 Stück abnehmen. :rofl:


Hallo zusammen,

ich nix verschwunden :rofl: , war nur nicht in der EU und sehr gut beschäftigt :ka: :biggrin: und habe meinen dicken hinten weiter verändert.

Kurz nochmal auf dem Preis. Das war ein Gegenbeispiel zu den viel zitierten hohen Preisen. Eine gute AGM mit 100AH kostet auch etwa 150-200€ und wenn eine LIpoFe 4-6x so lange hält wären im Vergleich auch die besagten 500€ noch akzeptabel. :ka: Aber das geht auch günstiger wenn man warten kann.
Ich bekam das als ein 24 Stunden spezial Neujahrsangebot da ich über Alibaba schon öfters gekauft habe. Ich weiß nicht wie gut Ihr die Plattform Alibaba kennt, aber grob gesagt, jede Anfrage kann mit einem anderen Preis zurück kommen. Deswegen war meine Frage, wenn wir etwa 15-20 Leute zusammen bekommen, kann ich versuchen einen guten Preis zu erwirken. Normal mache ich das nicht aber ich würde es mal versuchen. Bitte aber keinen Zeitdruck, ich muss meine anderen Hauptprojekte forcieren. :roll:

Also, wenn wir 15-20 Batterien zusammen bekommen (Bitte nur in einer Größe, zB. 100, 120 oder max. 150 AH. 200 ist eigentlich zu groß) werde ich mich mal darum kümmern wieder einen gescheiten Preis zu bekommen :-))

Liebe Grüße, Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 10. Mar 2019, 22:44
by stealnack
stedan wrote:
landcruiser wrote:50 € war eher nix

Für das Geld inkl. Versand hab ich jetzt wenigstens eine hoffentlich gute, gebrauchte AGM Batterie aus einer ELA-Anlage bekommen...

stedan wrote:Das nächste Problem wird das Verlegen des Pluskabels von einer der Starterbatterien in den Kofferraum direkt hinter dem linken Teil der Rücksitzbank... Hat da jemand Erfahrungen, wie man vom Motorraum am besten mit dem Kabel in den Innenraum kommt?

Nach etwas Recherche in englischsprachigen Foren bin ich dann doch fündig geworden und konnte mir zumindest meine erste Frage selbst beantworten. Und zwar ist das ganze hier sehr gut dokumentiert:

https://www.landcruiserclub.net/communi ... ly.123377/

So werde ich das dann auch machen, nur eben spiegelverkehrt, da Linkslenker.

stedan wrote:Im Innenraum wollte ich das Kabel dann unter der Einstiegsleiste verlegen, hoffentlich klappt das auch mit 10 mm^2 noch?

Das werde ich dann sehen, wenn es soweit ist, müsste aber passen, da man dort scheinbar recht viel Platz gelassen hat. Die Kabel für die Rückfahrkamera liegen glücklicherweise auf der Fahrerseite...

Gruß Steffen


Hallo Steffen,

du hast es schon gut gemacht :wink: und einen Mehrwert erhalten, alles gut und ich denke es funktioniert gut.

Ja, so wie es dort gezeigt wird funktioniert es ganz gut. Du hast unten in der Leiste normal genug platz zum Kabel ziehen, auch die 10²mm, ist eigentlich auf beiden Seiten gut möglich, je nachdem wie du es brauchst :wink:
Ich werde es auch so machen (bin nur noch nicht so weit) :roll:
TIP: Ziehe das Kabel mindestens 10cm weiter durch die Gummitülle als du es eigentlich brauchst, nach dem verlegen im Innenraum, ziehe das Kabel wieder etwas zurück damit die Lippen wieder nach außen stehen (da bleibt kein Wasser mehr drin stehen).

Das andere sieht solide aus was du machst :rocknroll: macht Spass zuzusehen wie sich das alles entwickelt.

Liebe Grüße, Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 10. Mar 2019, 23:06
by stealnack
tentoyo wrote:Hallo,
ich hänge mich mit einer Frage zu den Lithium Batterien an. Gibts da inzwischen welche, die auch noch bei -20 bis -30 Grad zu gebrauchen sind?

Grüße, Nico


hallo Nico,

jo, des funktioniert ganz gut. Ich habe bekannte in Russland (Sibirien) wo alle normalen Batterien versagen da funktioniert die LiPoFe4 noch ein bisschen (Aussage meiner Bekannten).
Ich habe mal einen Ausschnitt aus einem Datenblatt aus einer PDF für eine LiPoFe4 Batterie abgebildet.
Bildschirmfoto vom 2019-03-10 21-42-02.png


Du darfst aber keine allzu hohen Erwartungen an die Leistung bei -20 oder -30C haben. Als Beispiel, ich fliege hier bei etwa 0C Temp mit einer 16.000mAH 36V und 32C Entladestrom (entspricht ca 18KW) gute 12 Minuten. Bei meine Kollegen in Russland bei - 21C hats nur noch für 4 Min gereicht. Nur mal so damit du ein Gefühl dafür bekommst wie wichtig die richtige Positionierung der Batterie ist (EAutos haben sogar teilweise eine Heizung extra für die Batterie).

Liebe Grüße

Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 10. Mar 2019, 23:38
by GRJ78
Für bis -40‘C gibt es Bleikristallbatterien.
Alles mit „Li-“ drin ist bei Unfall oder Brand eine sprichwörtliche Brandbombe!

Sowas würde ich mir freiwillig niemals in mein Fahrzeug schrauben ....

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 11. Mar 2019, 01:14
by stealnack
GRJ78 wrote:Für bis -40‘C gibt es Bleikristallbatterien.
Alles mit „Li-“ drin ist bei Unfall oder Brand eine sprichwörtliche Brandbombe!

Sowas würde ich mir freiwillig niemals in mein Fahrzeug schrauben ....


Hallo GRJ78

Eine Brandbombe? Ok, beim reinen LiPo da kann es unter ungünstigen Umständen vorkommen das er Feuer fängt (auch im Modellbau), Aber LiPoFe4 die sind eigentlich sehr sicher. Hmm, jede Batterie hat eine Summe x an Energie gespeichert. Je höher die Energiedichte desto mehr Energiegehalt desto mehr "zerstörerischem" Potenzial. Ich habe schon öfters meinen Flieger 1m Tief eingegraben (ja, es lag am Piloten :roll: ) und dabei sind die Batterien nie in Brand geraten (allerdings sollte kein beschädigte Batterie geladen werden).
Hmm wenn es wirklich eine "Brandbombe" wäre warum haben die LIPOFe4 eine LBA Zulassung und werden in Autos verbaut?
Es brennen mehr Fahrzeuge mit Fossilen Brennstoffen (ins Verhältnis gesetzt) als mit LiPo. Aber jeder darf ja selbst entscheiden. Keine Frage, die Bleikristallbatterien sind eine sehr gute Weiterentwicklung der AGM Batterien aber eine 100A schlägt halt noch mit 30kg zu buche. Blei ist und bleibt halt schwer, bei der LiPoFe4 habe ich grob die Hälfte an Gewicht.
Übrigens BMW/Mercedes und Frauenhofer sind da auf einen guten Weg. Die neuen Batterietypen haben kein Lithium mehr sondern einen veredelten Kohlenstoff und eine ca. 200% höhere Energiedichte und Schnelladefähigkeit gegenüber LiPo. Dann ist das giftige Lithium langsam Geschichte und auch beim Abbau wird nicht mehr mit dieser gewaltigen Menge Trinkwasser zum ausschwemmen verwendet und die Arbeiter müssen auch nicht mehr das Gift einatmen.
Das ist mal meine Meinung :wink:

Liebe Grüße

Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 29. Apr 2019, 13:59
by stedan
stealnack wrote:
stedan wrote:
landcruiser wrote:50 € war eher nix

Für das Geld inkl. Versand hab ich jetzt wenigstens eine hoffentlich gute, gebrauchte AGM Batterie aus einer ELA-Anlage bekommen...

stedan wrote:Das nächste Problem wird das Verlegen des Pluskabels von einer der Starterbatterien in den Kofferraum direkt hinter dem linken Teil der Rücksitzbank... Hat da jemand Erfahrungen, wie man vom Motorraum am besten mit dem Kabel in den Innenraum kommt?

Nach etwas Recherche in englischsprachigen Foren bin ich dann doch fündig geworden und konnte mir zumindest meine erste Frage selbst beantworten. Und zwar ist das ganze hier sehr gut dokumentiert:

https://www.landcruiserclub.net/communi ... ly.123377/

So werde ich das dann auch machen, nur eben spiegelverkehrt, da Linkslenker.

stedan wrote:Im Innenraum wollte ich das Kabel dann unter der Einstiegsleiste verlegen, hoffentlich klappt das auch mit 10 mm^2 noch?

Das werde ich dann sehen, wenn es soweit ist, müsste aber passen, da man dort scheinbar recht viel Platz gelassen hat. Die Kabel für die Rückfahrkamera liegen glücklicherweise auf der Fahrerseite...

Gruß Steffen


Hallo Steffen,

[...]
TIP: Ziehe das Kabel mindestens 10cm weiter durch die Gummitülle als du es eigentlich brauchst, nach dem verlegen im Innenraum, ziehe das Kabel wieder etwas zurück damit die Lippen wieder nach außen stehen (da bleibt kein Wasser mehr drin stehen).

Das andere sieht solide aus was du machst :rocknroll: macht Spass zuzusehen wie sich das alles entwickelt.

Liebe Grüße, Oliver


Hi Oliver, vielen Dank für deinen Tipp (hab ich so gemacht) und freut mich, dass es dir gefällt!

Bei Gelegenheit versuche ich auch mal wieder ein Update zu posten.

Gruß Steffen

J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 29. Apr 2019, 14:11
by GRJ78
Hi Oli,

ja, hat alles seine Vor und Nachteile. Die LiFePos sind schon narrensicher im Vergleich zu den „LiPos“....

Ich probiere mal die schweren Dinger aus, es führennja viele Wege nach Rom :-)

Ich find den Ausbau hier von Steffen sehr gelungen und man kann sich da ne Menge abgucken. Ich will ja meinen auch noch hinten richtig ausbauen...

VG Flo

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 29. Apr 2019, 18:41
by stedan
Also, los geht's mit dem Ausbau-Update:

Da auf den rechten Auszug mit den Euro-Boxen unsere Küchenbox mit einer Schublade kommt (dazu später mehr), muss verhindert werden, dass diese bei ausgezogener Schublade kippt.
Dazu wurden auf den mittleren Steg des Auszugrahmens zwei "Haken" montiert welche die untere Kiste an einer Kante halten, um Kippen zu vermeiden.
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Diese Kiste wiederum besitzt zwei weitere Haken, welche dann die obere Kiste nach dem gleichen Prinzip sichern.
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Natürlich sind auch hier wieder Niete verwendet worden...

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 29. Apr 2019, 20:53
by stedan
Weiter gehts mit dem Tisch...

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Aus diesem Stück Alu-Sandwich, was sich bei uns im Schrott gefunden hat...
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...und diesem billigen Campingtisch...
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...wurde schließlich dieser stabile Tisch mit den Maßen 60 x 80 cm, ...
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...welcher perfekt in den bisher ungenutzten Raum unter unserem Kistenauszug passt. Wie hier zu sehen ist, sind auch die Seiten unserer Campingbox nun mit Streckmetall verschlossen worden, sodass auch der Raum unter den seitlichen Klappen nun bedenkenlos für allerlei Zeug verwendet werden kann.
Image Eng aber passt schon...

Dieser Tisch wird auf auf je einem Aluwinkel links und rechts unter dem Rahmen für die Euro-Boxen (an dem Schwerlastauszug montiert) abgelegt und eingeschoben. So besteht auch sie Möglichkeit, ihn nur zur Hälfte auszuziehen und beispielsweise beim Kochen als zusätzliche Ablage bzw. Arbeitsfläche zu nutzen.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Mon 29. Apr 2019, 22:27
by stedan
Und jetzt das Thema Strom (Teil 1):

Nachdem die Lösung für den Weg vom Motorraum in den Innenraum gefunden war, ging es los mit dem Ziehen des Kabels für die Verbraucherbatterie. Aufgrund des langen Weges folgte aus der Anleitung des Ladereglers (CTEK D250SA), dass bei mehr als 5 Metern Kabellänge der Querschnitt 10 mm² verwendet werden muss.

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Hier kommt das Kabel von der rechten Starterbatterie und verschwindet in der Spritzwand.
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Hier kommt es dann im Beifahrerfußraum rechts vom Handschuhfach wieder raus.
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Zum Verlegen des Kabels musste das Handschuhfach so wie die untere Abdeckung über dem Fußraum demontiert werden. Das war aber kein Akt, man braucht nur schmale Finger, um das Dämpfungsseil des Handschuhfachs auszuhängen.
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Unter der Einstiegsleiste vorne...
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...und hinten.
Danach verschwindet es unter der rechten hinteren Seitenverkleidungen und geht dann unter dem Teppich entlang auf die Fahrerseite, wo es dann schließlich hier wieder raus kommt:
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Die Sicherungen bei der Starterbatterie und am Ladeausgang des CTEK befinden sich in einem solchen Maxi-Flachsicherungshalter (10 mm², bis 60 A), wo sie gut vor Umwelteinflüssen geschützt sind.
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Für die Halterung der Verbraucherbatterie wurde ein Rahmen aus Aluwinkeln geschweißt, der durch vier 5 mm Blindniete mit der Querstrebe am Boden unserer Campingbox verbunden ist. Zusätzlich folgt später noch eine Abspannung von oben sowie ein Anschlag an der Oberkante der Batterie, um sie auch bei einem Crash (hoffentlich) sicher an Ort und Stelle zu halten. Denn wer möchte schon von einem 30 kg schweren Bleiklotz erschlagen werden...
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So das war's für's erste, auch wenn schon deutlich mehr geschafft ist, doch da ich ein paar Kleinigkeiten noch mal ändern muss und ich auch noch nicht ganz fertig bin, möchte ich euch keine unvollständige Arbeit präsentieren ;)
Am Wochenende geht's weiter und dann kann ich hoffentlich auch mehr berichten.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 30. Apr 2019, 08:17
by Nightwolve
Danke für Deinen Bericht! Hochspannend... 8)

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 30. Apr 2019, 10:24
by oribi
Klasse umgesetzt! Ich bleibe dran, denn damit kann ich auch für den J15 einiges an Infos gewinnen! :)

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 7. May 2019, 09:46
by stedan
Danke für euer Lob!

Hier nun ein paar Bilder unserer Küchenbox:
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Untergebracht ist alles in einer 60 x 40 cm Euro-Box (Höhe müsste 34 cm sein).

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Als Spülbecken dient eine herunter klappbare Faltwanne von Outwell.

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Zum Kochen haben wir uns für die Kochmulde HBG2335 von Dometic entschieden, da auch unterwegs anständig gekocht werden können soll. Darunter befindet sich eine Schublade mit Vollauszug, gefertigt aus 2 mm Alublech. Darin sollen wie auf dem Bild zu sehen die wichtigsten Kochutensilien sowie Besteck und Geschirr für vier Personen verstaut werden.

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Seitlich gibt es dann noch eine Klappe, hinter der sich die Gasflasche und weitere nützliche Dinge befinden. Diese Klappe eignet sich auch hervorragend als kleine Abstellfläche.
Um uns beim Transport der Gasflasche im Auto vor austretendem Gas zu schützen, soll noch ein Gaswarner angeschlossen werden, der vor Propan, Butan, Narkosegasen und CO warnt. Jedoch konnten wir noch kein Gerät finden, das all dies abdeckt. Bisher bin ich lediglich auf Geräte gestoßen, die Propan, Butan und Narkosegase zuverlässig detektieren.

Bilder von der Elektroinstallation gibt es dann, wenn alles fertig ist. D.h. CTEK D250SA B2B Laderegler mit integrierten MPPT Solarladeregler, 100 A Batteriehauptschalter, Votronic Battery Protector 40 Unterspannungssschutz, 8-fach Flachsicherungshalter und 8 Schalter mit Kontrollleuchte im Heck links neben der Kühlbox. Die ganzen elektrischen Bauteile werden einfach an das seitliche Streckmetall geschraubt, was sich als sehr praktisch erwiesen hat.

VG Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 7. May 2019, 10:37
by basticsl
Sehr cool

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 7. May 2019, 12:36
by Cruisero
Hallo Steffen!

Respekt - die Küchenbox ist wirklich pfiffig gedacht und umgesetzt! Ebenso das gesamte Konzept.

Ich bin dafür, dass wir auf dem BTT zukünftig die kreativsten Selbstausbauten auswählen und auch prämieren. Dein Ausbau in der Klasse "Station Wagon" ist auf jeden Fall für die diesjährige shortlist nominiert :D .

Gruß
Frank

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 7. May 2019, 20:44
by stealnack
Seitlich gibt es dann noch eine Klappe, hinter der sich die Gasflasche und weitere nützliche Dinge befinden. Diese Klappe eignet sich auch hervorragend als kleine Abstellfläche.
Um uns beim Transport der Gasflasche im Auto vor austretendem Gas zu schützen, soll noch ein Gaswarner angeschlossen werden, der vor Propan, Butan, Narkosegasen und CO warnt. Jedoch konnten wir noch kein Gerät finden, das all dies abdeckt. Bisher bin ich lediglich auf Geräte gestoßen, die Propan, Butan und Narkosegase zuverlässig detektieren.

Hi Steffen,

coole Socke du :rocknroll: :-) :rofl: Echt gut die Umsetzung und Idee, mir kam auch gleich wieder eine Möglichkeit :bulb: für meinen "Warrior" ;-)

Hier mal 3 Detektoren die eventuell deine Bedürfnisse erfüllen ;-)
- https://www.bes.co.uk/omnitron-gas-alarm-21511
- https://www.amazon.co.uk/Linnepe-303400 ... B018QUWVAW
- https://shop.amg-alarmtechnik.de/CarPro ... -System-01

Liebe Grüße und viel Erfolg und das mit Franks Idee, finde ich gar nicht mal so blöd ;-)))

Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 9. May 2019, 09:09
by Nightwolve
Absolut geile Küchenkiste :biggrin: Ganz großes Tennis!

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 9. May 2019, 17:35
by stedan
stealnack wrote:
stedan wrote:Seitlich gibt es dann noch eine Klappe, hinter der sich die Gasflasche und weitere nützliche Dinge befinden. Diese Klappe eignet sich auch hervorragend als kleine Abstellfläche.
Um uns beim Transport der Gasflasche im Auto vor austretendem Gas zu schützen, soll noch ein Gaswarner angeschlossen werden, der vor Propan, Butan, Narkosegasen und CO warnt. Jedoch konnten wir noch kein Gerät finden, das all dies abdeckt. Bisher bin ich lediglich auf Geräte gestoßen, die Propan, Butan und Narkosegase zuverlässig detektieren.


Hi Steffen,

coole Socke du :rocknroll: :-) :rofl: Echt gut die Umsetzung und Idee, mir kam auch gleich wieder eine Möglichkeit :bulb: für meinen "Warrior" ;-)

Hier mal 3 Detektoren die eventuell deine Bedürfnisse erfüllen ;-)
- https://www.bes.co.uk/omnitron-gas-alarm-21511
- https://www.amazon.co.uk/Linnepe-303400 ... B018QUWVAW
- https://shop.amg-alarmtechnik.de/CarPro ... -System-01

Liebe Grüße und viel Erfolg und das mit Franks Idee, finde ich gar nicht mal so blöd ;-)))

Oliver


Hi Oliver,
danke dir für die Links. Bei mir sind das aber nur zwei: Einer (amazon) funktioniert irgendwie nicht und der andere zeigt mir ein GPS Überwachungsmodul zum Diebstahlschutz, sowas hielten wir eigentlich nicht für nötig...
Im ersten Link kann ich nur "Linnepe" lesen. Von denen hatte ich mir schon den TriGasAlarm angeschaut und gedacht, dass dieser mit einem zusätzlichen Sensor auf anderer Höhe das ideale Gerät wäre. Leider gab es widersprüchliche Informationen zum Thema CO auf deren Webseite und am Telefon sagte mir man dann, dass das Gerät unter keinem Umständen CO detektieren könne.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Thu 9. May 2019, 18:35
by stealnack
Hi Steffen,
der Amazon ist amazon UK
https://www.amazon.co.uk/Linnepe-303400-Tri-Gas-Anesthetic-Alarm/dp/B018QUWVAW
--Linnepe 303400 Tri-Gas Anesthetic Alarm-- vielleicht findest du Ihn so? :bulb:
ist aber scheinbar im Moment ausverkauft.
Der Text dazu
"detection system for sleep gas, carbon monoxide, propane and butane General description TriGas alarm warns of escaping propane / butane gas (LPG), carbonic-monoxide (CO) and gases with narcotic effect (soporific). TriGas alarm is suitable to warn passengers of the dangers of escaping gases before they have an effect on the passengers in a camper or Caravan. TriGasAlarm will be fitted firmly into the vehicle TriGasalarm is able to: To detect gases in the surroundings already in smallest concentrations and to warn of it, long before they can have an effect on people or animals. To awaken the asleep passengers of a camper or Caravans through an alarm-sound and to alert to escaping gas. TriGas alarm, thanks to a particular sensor-technology, reacts very sensitively to all gases with narcotic effect. For the flawless function-manner of TriGasAlarm, it is important: that the environment-air preferably is not polluted that TriGasAlarm is installed on the wall in height of approximately 30cm from the ground that the sensor is tested for its function regularly Operation: Power On: Press the top green flashing alarm After automatically adjusting, solid green LED Alarm: siren and red LED Mounting Location: Preferably, the sensor is mounted on the wall (eye level) for optimal operation on detection of gases. For specific use on the signs of propane gas leakage is strongly recommended to install sensor on the floor. "


der Erste ist auch in UK
https://www.bes.co.uk/omnitron-gas-alarm-21511

Omnitrongas 3 in 1 Alarm for CO, Gas, Knockout Gas
Part number: 21511
Manufacturer's part number: OMNSLA
Der Text dazu
"For alternative products please see our CO & CO₂ Category.
Omnitrongas 3 in 1 alarm with dual sensors, relay outputs, test button, auto reset, LED indicators and piezo sounder that operates from 12 V DC vehicle battery or 230 V AC. A gas alarm for the home, holiday homes, motorhomes & boats. Detects natural gas, propane, butane, anaesthetic knock-out gas and carbon monoxide. Supplied with 3 pin plug and lead, 3 wire relay connector for remote siren or alarm and steel wall mounting bracket. Certified to EN 50291, EN 50194 and EN 60950."

Versuchs nochmal, bei mir funz der Link :ka:

LG Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Tue 1. Oct 2019, 17:34
by stedan
Lange habe ich mich hier nicht mehr zu Wort gemeldet, doch es ist mal wieder so einiges passiert. Nachfolgend nun ein paar kleine Änderungen. Die Elektrik ist bis auf eine Solarzelle und Landstromeinspeisung inzwischen auch fertiggestellt (Bericht folgt...hoffentlich). Als Nächstes kümmern wir uns um Thermomatten für die Fenster ringsum, natürlich DIY. Material ist schon alles vorhanden, mal sehen wie es klappt. Wir werden nämlich keine Saugnäpfe verwenden. Danach steht dann das Großprojekt Wasserversorgung mit Tank(s) unter dem Kofferraum und Pumpe auf dem Plan.

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Der originale und verrostete Unterfahrschutz an der Vorderachse wurde durch einen deutlich stabileren von ASFIR ersetzt. Während der Unterboden frei von Verkleidungen war hat er noch eine Rostkur mit anschließendem Korrosionsschutz und Hohlraumversiegelung mit Fluid Film Liquid A bekommen. Jetzt brennt da hoffentlich so schnell nichts mehr an. Nächstes Jahr wird dann noch mal nachgearbeitet mit Fluid Film AR.

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Reserveradcover von Escape Gear (nicht wundern, dass es etwas labberig auf dem Rad hängt, das liegt daran, dass ich es in Hinblick auf die nächste Bereifung eine Nummer zu groß gewählt habe). Erst war ich enttäuscht, dass ich nicht die alte Variante mit der wesentlich größeren Tasche bekommen habe, doch im letzten Urlaub in Kroatien hat sich auch dieses Cover als ausreichend für einen Bergegurt und den täglich anfallenden Müll gezeigt.

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Damit auch jeder versteht, was ich verheize...

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Fri 8. Nov 2019, 10:28
by stedan
Endlich habe ich mal die Zeit gefunden, den aus Australien mitgebrachten Hecktürdämpfer (Strut Your Stuff) zu installieren.

Hier ein paar Montagebilder für alle Nachahmer oder einfach nur Interessierte:
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Um diesen Kugelkopf zu montieren und die Freigängigkeit des Dämpfers zu gewährleisten, muss man laut Anleitung die sich über dem Gewinde befindende Hülse abtrennen. Bei mir hat das jedoch nicht ganz gereicht, weshalb ich dann ca. noch einen mm mehr runter geschliffen habe.
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Montage-/Verstärkungsplatte an der Hecktür
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Fertig.

Funktioniert wunderbar, sobald ich das Schloss öffne, schwingt die Tür selbstständig und kontrolliert auf. Somit sollte einem Versagen der bekanntermaßen schwachen Scharniere wirkungsvoll vorgebeugt sein.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 13:44
by stedan
Letztes Wochenende ging es zunächst auf Fehlersuche, nachdem sich das beim TÜV festgestellte Versagen der rechten Handbremse auf Öl in der Trommel zurückführen ließ. Die Ursache, so hoffe ich, war schnell gefunden: Das Entlüftungsventil am Differentialgehäuse war durch Wachs und Staub komplett verstopft, weshalb sich das Öl durch den im Betrieb entstandenen Überdruck vermutlich durch den Simmerring gedrückt hat. Also Bremse gereinigt, wieder zusammengebaut und ab zum TÜV, bestanden.
Ich werde das Problem natürlich im Auge behalten, falls es doch am Simmerring liegen sollte.

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alte, verklebte Entlüftung

Da das alte Ventil sowieso raus musste, habe ich die Entlüftung dann direkt höher gelegt, um bei künftigen Wasserdurchfahrten keine Probleme zu bekommen:

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drehbares 6 mm Druckluft-Fitting

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Zuerst entlang des Bremsschlauchs...

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Image
...dann parallel zur Tankentlüftung...

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...bis hinter den Tankdeckel. Dort sitzt dann ein kleiner Benzinfilter, damit der Druckausgleich ungehindert in beide Richtungen stattfinden kann.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 14:25
by HeinzD
Hi Steffen,

der gebremste Hecktür-Öffner " Strut Your Stuff " ist ja eine feine Sache. Bei welchem Verein/Laden hast du den denn gekauft ? Ich werde mir auch so ein Teil mit nehmen.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 16:27
by stedan
HeinzD wrote:Der gebremste Hecktür-Öffner "Strut Your Stuff " ist ja eine feine Sache. Bei welchem Verein/Laden hast du den denn gekauft?


Hi Heinz,
den Hecktür-Öffner habe ich bei dem Ein-Mann-Betrieb Strut Your Stuff Gas Struts (Inh. Warren Metcalfe) ansässig in Bunbury, Western Australia bestellt. Der liefert auch weltweit. Kleiner Tipp: Wenn man die Option "fb discount std post" auswählt, bekommt man noch einen kleinen Rabatt. Man muss dafür soweit ich mich erinnere nur seine Facebook-Seite liken.
Ich schicke dir den Link zum Artikel gleich noch per PN.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 17:05
by Tommy Babic
Hallo Stedan, wie lange hast du denn für die Montage des Hecktürendämpfers gebraucht? funkioniert er g'scheit?

Grüße Tommy

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 17:18
by stedan
Tommy Babic wrote:Hallo Stedan, wie lange hast du denn für die Montage des Hecktürendämpfers gebraucht? funkioniert er g'scheit?

Grüße Tommy
Hi Tommy, ich habe die Zeit nicht gestoppt, aber es ist bestimmt in unter 30 Minuten möglich, wenn man weiß, was man tut. Garantiert aber weniger als eine Stunde. Die alte Arretierung abschrauben, Hülse abflexen, Verstärkungsblech anbringen, Kugelkopf einschrauben, Dämpfer aufstecken und fertig.
Bisher funktioniert er wunderbar, habe das Auto seit der Montage aber noch nicht aus der Garage bewegt. Wenn man bergab steht, muss man beim Öffnen wahrscheinlich etwas nachhelfen aber wichtiger ist ja die ausreichende Dämpfung, wenn man schräg oder bergauf steht und da mache ich mir keine Sorgen.

Außerdem gibt es ein Jahr Garantie laut Webseite.

Gruß Steffen

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 17:39
by Tommy Babic
Hallo Steffen,

danke für die Antwort. Werde mir das Teil evtl. auch besorgen. Durch das schwere Ersatzrad hat sich bei mir die Tür auch ein wenig gesetzt. Und das "schwungvolle" Aufmachen lässt ja den ganzen Karren wackeln. Ich denke das macht so ein Detail schon Sinn, wenn man die nächsten Jahre seine Ruhe haben will.

Ich verstehe nur nicht weshalb Toyota solche Sachen nicht ab Werk verbaut. Ist ja nur ein Detail, aber ne hängende Tür die dann auch noch irgendwann nicht mehr Dicht schließt ist extrem nervig. Ich hatte das an meine 110er, zum Schluß musste man die Tür regelrecht hochhieven...

Grüße Tommy

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 17:45
by stedan
Tommy Babic wrote:Durch das schwere Ersatzrad hat sich bei mir die Tür auch ein wenig gesetzt.

Fährst du denn größere Räder oder hast sonstiges Mehrgewicht an deiner Hecktür? Falls ja, kann man das bei der Bestellung auch angeben und dann stellt er den Dämpfer etwas stärker ein.

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Wed 20. Nov 2019, 17:57
by Tommy Babic
Ja ich habe ja das Ersatzrad (das ist ja schon schwer genug, bzw. die Scharniere sind definitiv unterdimensioniert) und die gleiche Tasche wie du. Da ist natürlich immer irgend ein Gruscht drin. Es läppert sich halt. Wobei im Alltag ist nicht wirklich viel drinnen. Wenn wir unterwegs sind, ist die Tasche ja echt Gold wert. Bergezeug, Angelsachen, Müllbeutel usw...

Tommy

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sat 23. Nov 2019, 15:48
by stealnack
stedan wrote:Letztes Wochenende ging es zunächst auf Fehlersuche, nachdem sich das beim TÜV festgestellte Versagen der rechten Handbremse auf Öl in der Trommel zurückführen ließ. Die Ursache, so hoffe ich, war schnell gefunden: Das Entlüftungsventil am Differentialgehäuse war durch Wachs und Staub komplett verstopft, weshalb sich das Öl durch den im Betrieb entstandenen Überdruck vermutlich durch den Simmerring gedrückt hat. Also Bremse gereinigt, wieder zusammengebaut und ab zum TÜV, bestanden.
Ich werde das Problem natürlich im Auge behalten, falls es doch am Simmerring liegen sollte.

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alte, verklebte Entlüftung

Da das alte Ventil sowieso raus musste, habe ich die Entlüftung dann direkt höher gelegt, um bei künftigen Wasserdurchfahrten keine Probleme zu bekommen:

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drehbares 6 mm Druckluft-Fitting

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Zuerst entlang des Bremsschlauchs...

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...dann parallel zur Tankentlüftung...

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...bis hinter den Tankdeckel. Dort sitzt dann ein kleiner Benzinfilter, damit der Druckausgleich ungehindert in beide Richtungen stattfinden kann.


Hi Stedan,

ahh, ja, die Hinterachsentlüftung ist bei viele komplett zu, auch bei mir. Ist Interessant das du es oben in den Tankstutzen hochgeführt hast. Denkst du nicht das falls mal beim Tanken was überläuft der feinmaschige Filter schnell verklebt?

Ich habe Getriebe und Untersetzung (über ein T-Stück) vorne mit Vorderachsdifferenzial hoch in den Motorraum geführt (sitzen jetzt beim Dieselfilter). Die Entlüftung hinten werde ich die nächsten Tage machen, muss mich mal wieder drunter legen und da kann ich auch mal gleich checken ob ichs doch so mache wie du :-).
Hast du ein Festo- Nippel und einen Festo- Schlauch verwendet?

LG Oliver

Re: J12-Umbau zum Reisemobil

PostPosted: Sun 8. Dec 2019, 13:46
by stedan
Hi Oliver,
ich habe es zum Tankstutzen hochgeführt, da ich das schon öfter mal irgendwo gesehen oder gelesen habe (z.B. bei pradopoint.com.au) und mir selbst auch keine andere Möglichkeit eingefallen ist, irgendwo noch höher zu kommen, ohne in den Innenraum zu gehen. Letzteres habe ich nicht gemacht, da es aufwändiger wäre und ich mir den Geruch des Getriebeöls fern halten wollte.
Da mir beim Tanken noch nie etwas übergelaufen ist und ich mir das eigentlich auch nur beim Betanken aus Kanistern vorstellen kann, sehe ich da kein Problem. Und falls es doch mal vorkommen sollte, tausche ich halt bei nächster Möglichkeit den Filter für ein paar Cent...

Vorne muss ich die vorhandene Entlüftungsleitung auch noch verlängern, aber das ist erst mal nicht ganz so kritisch, da die ab Werk schon etwas höher ist. Bei meinem mit Automatik müssten das Getriebe und das VTG auch schon über ein T-Stück miteinander verbunden sein.
Hast du deine hintere Entlüftung inzwischen hochgelegt? Das Fitting ist von Riegler, beim Schlauch weiß ich es nicht, aber es ist auf jeden Fall kompatibel zum Festo-System.

Grüße Steffen