Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 17. Jan 2019, 14:17
by oribi
Hi,
im Vorgängermodell gab es ja mal eine Zweitbatterie. Der Platz ist noch vorhanden; den würde ich gern nutzen, um eine 100Ah Lithium-Batterie unterzubringen sowie um daran ein 120W Falt-Solarmodul anzuklemmen und 2 neue 12V Anschlüsse seitlich im Kofferraum dauerhaft mit Strom zu versorgen.

Meine Frage an euch, wie habt ihr eure Energieversorgung im J15 aufgebaut?
(Fragen wie:
Welche Geräte nutzt ihr und was stört euch ggf. daran,
wo sind die Kabel verlegt,
wo ist ein Durchbruch vom Motorraum nach innen,
ist die rechte Seitenverkleidung im Kofferraum zur Installation der 12V und Anzeige geeignet?)

Momentan stelle ich mir folgende Zusammenstellung vor:
https://greenakku.de/Batterien/Lithium-Batterien/LIONTRON-Smart-BMS-LiFePO4-Batterie-12V-100Ah-mit-Bluetooth-Ueberwachung::1766.html mit BMS und Bluetooth

mit diesem Regler: https://www.nationalluna.com/product/nldc-25-dual-battery-isolator-and-charger
der auch gleich ein MPPT enthält und wasserdicht ist, um ihn im Motorraum unterzubringen (ich möchte so wenig wie möglich im Original verändern und lieber den Platz im Motorraum als im Inneren nutzen)

und diese Anzeige im Kofferraum: https://www.amazon.de/Votronic-1266-LCD-Batterie-Computer-Smart-Shunt-Masseband-200A/dp/B01NASQE9M

Vielen Dank.

LG oribi

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 17. Jan 2019, 20:17
by ikarus
Hallo oribi,

ich beschäftige mich derzeit mit dem gleichen Thema - habe aber noch kein wirkliches Konzept.

Eine LiFePO4-Batterie würde ich mich nicht trauen im Motorraum zu verbauen.
Die mir bekannten LiFePO4-Batterien sind nicht hinreichend geeignet für höhere Temperaturen.
Wenn Du mal bei 40°C im Schatten (ist in Südeuropa nicht selten) das Fahrzeug etwas Offroad quälst, wird es im Motorraum schon recht heiß.
Die maximale Temperatur für Ladung ist bei dieser Batterie +45°C und für Lagerung 60°C.
Das kann im Motorraum schon überschritten werden. REDARC rät z.B. davon ab.
Dann sollte die Batterie auch noch rüttelfest sein. Offroad kann auch das ein Problem werden.

Ich werde mich wahrscheinlich für eine AGM-Batterie mit guten Deep-Cycle-Eigenschaften entscheiden. Konkretes Modell weiss ich aber noch nicht.

Möglicherweise sind folgende Batterietrenner/-Laderegelungen auch geeignet:
ctek D250SA,
REDARC BCDC1225D.
Auch hier muss man auf die Temperaturspezifikationen achten. Für höhere Temperaturen ist wahrscheinlich das REDARC BCDC1225D gut geeignet. Entsprechende Testumgebungen sollten ja in Australien vorhanden sein.

Bei http://www.pradopoint.com.au gibt es weiterhin Hinweise, dass bei zu schweren Batterien Risse in der Karossierie entstehen können.
Lies mal den Thread "Is the 150 showing any signs of cracked inner guards".

Dann stellt sich noch die Frage nach einer geeigneten Batteriehalterung.
Die originale Halterung auf der Fahrerseite hat eine Grundfläche von ca. 260mmx173mm.
Es gibt noch einen anderen batterytray mit einer Grundfläche von ca. 300mmx173mm (Teilenummer 74431-35040).
Bei anderen Herstellern hab ich bisher was von ARB (https://www.arbeurope.com/site/wp-conte ... ray-eu.pdf) und von offroaddownunder (http://offroaddownunder.com.au/product/ ... ries-copy/) gefunden.
Lieferanten dafür hab ich aber noch nicht in Europa gefunden.
Eventuell baue ich auch selber was ähnliches wie die ARB-Halterung.

Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Fri 18. Jan 2019, 09:28
by oribi
Grüß Dich Theo,

danke für deine wirklich schon mal hilfreiche Antwort. :)

Alle Batterien und elektrischen Geräte werden ja vom Hersteller fast immer mit dem Temperaturbereich von -20 bis +60°C angegeben. Dass selbst ein Handy-Akku bei solchen Temperaturen Probleme kriegt, konnte man ja spätestens beim letzten Sommer feststellen. Allerdings habe ich mal mit Thermostickern im RAV4 die Temperaturen im Motorraum gemessen. Dort waren die Temperaturschwankungen regelmäßig zwischen 25 und 62°C, egal wie das Wetter war. Natürlich nicht direkt am Krümmer, aber an allen hitzeempfindlichen/ relevanten Teilen, gemessen jeweils an der äußeren Oberfläche, nicht im Kern der Batterie oder hinter der Plastikumhüllung (da dürfte es noch deutlich kühler sein).
Temperaturen im Inneren des Fahrzeugs waren dann meist im ähnlichen Temperaturbereich. Und wenn in Extremsituationen mal 1/2 Tag keine Ladung erfolgt (wird ja durch das Ladegerät automatisch geregelt), dann kann man das ganz gut überstehen, insb. mit einem LiFePo4 Akku, die ja nicht bei 50% der abgegebenen Leistung aufgeben.
Dafür ist mir die Unterbringung im Motorraum aus Platzgründen und aus Gewichtsgründen (Vorderachse) deutlich lieber (wenn es denn am Ende so funktionieren wird).
Gerade das Gewicht von 14 statt 30kg ist dann zusätzlich eine schöne Sache, wobei ich null Sorgen habe, dass irgendwas reißen könnte. Da hängen ganz andere schwere Dinge im Motorraum und wenn man sieht, wie man Autos überladen kann, vertraue ich auf die Leistung der Ingenieure. :)

Der Redarc Charger hat ziemlich ähnliche Daten wie das National Luna - ist halt wie so oft die Frage, lieber australisch oder lieber südafrikanisch. Da ich in Südafrika gelebt habe und noch nie in Australien war, habe ich naturgemäß eine Preferenz. ;)
Der ctek ist leider nicht für LiFePo4 geeignet, bei Frontrunner gibt es aber einen ctek für ca. 1000 EUR (Irrsinn!)
Von Sterling Power habe ich auch nur gutes gehört, wobei ich die bislang nur im Fahrzeuginneren verbaut gesehen habe.
Dagegen wurde mir von Daktec bereits wegen häufiger Probleme vom IBS-DBM abgeraten.

Bei der Halterung muss ich tatsächlich erstmal messen und schauen, was wirklich für Platz da ist.
Im Zweifelsfall muss halt ein Schlosser irgendeine Halterung basteln oder es kann nur eine kleinere Batterie eingebaut werden, was ich versuchen will zu umgehen.

Mal sehen, ob wir hier für uns noch weitere Infos kommen ...

LG Enrico

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 24. Jan 2019, 20:11
by oribi
https://m.youtube.com/watch?v=YVE_dwn-_6E

Bestimmt auch interessant für dich

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Fri 25. Jan 2019, 05:54
by hakim
Hallo,
interessantes Konzept, kenne es aber nicht aus der Praxis: PEAK-POWER-PACK
https://www.fraron.de/versorgungsbatter ... -85860394/
Auch wenn man für den J150 keinen Mover braucht (oder doch? :biggrin: ), man kann auch ganz normale Verbraucher damit speisen. Und die Solarzelle dran hängen.
Hakim

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Fri 25. Jan 2019, 11:26
by GRJ-CH
Hallo

Ich kann das Leab LPS empfehlen, sogar mit 220 V Ein- und Ausgang. Nicht günstig, hat sich aber bei mir in der Praxis bewährt. Damit bin ich autark, Standzeiten ohne zu fahren sind sicher bis zu 2-3 im Tagen möglich (Licht, Heizung, Kühlbox, Computer)
https://shop.leab.eu/Zubehoer-oxid/LPS- ... upply.html

Nik

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Fri 25. Jan 2019, 14:21
by LC90
Hallo,

in meinen neuen J15 der noch bei Nestle steht werde ich im Sommer
https://www.i-tecc.de/shop/lifepo4-batt ... 0673.1&c=6
einbauen.
Für Ladetemperaturen siehe techn. Daten.
Den Strom nutze ich für Standheizung, die ca. 10A zieht.
Das sollte dann passen.
Ausserdem wird das Fahrzeug um einiges leichter gegenüber eine 2ten Batterie mit Kabeln.

Und wichtig:
Diese LiFeYPO4 Batterien heissen nur ähnlich wie Handy accus. Funktionieren aber ganz anders. Und .....
AGM bei -18Grad hat noch 30% Leistung
LiFeYPO4 bei -45Grad noch 80% Leistung
und da gibts noch mehr Fakten die für LiFeYPO4 sprechen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lithium-E ... kkumulator

Gruß

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Wed 30. Jan 2019, 21:34
by RobertL
Um wieviel Kilo genau wird das Fahrzeug leichter mit EINER Versorgungsbatterie? 5kg ? Das kann doch kein Argument sein sowas zu kaufen.

Außerdem sollte man Yttrium LiFe Polymer Akkus nicht mit Lithium-Eisenphosphat Polymer Akkus ohne Yttrium durcheinander schmeissen. Ohne Yttrium keine Ladung und keine Kapazität mehr unter etwa 0 Grad.

In Handy und in den E-Autos kommen Lithium-Ionen Akkus zum Einsatz und da wird Kobalt statt Eisenphosphat verwendet.

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 7. Mar 2019, 09:21
by oribi
Hallo Theo (ikarus)!

Hast du mittlerweile eine Adresse für den redarc 1225d gefunden?
Wenn nicht, dann hätte ich hier einen Link für dich: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2495737.m570.l1313.TR4.TRC0.A0.H0.Xredarc+1225.TRS0&_nkw=redarc+1225&_sacat=0

Ich bin immer noch nicht überzeugt davon, weil man im Zweifel keinen Ersatz, keine Reparatur, keinen Austausch in Deutschland bekommen würde.
Deshalb tendiere ich nach wie vor zu National Luna.

Trotzdem wollte ich dir den Link hier mal bekannt geben.

Ich werde mich nach der ITB mal mit meinem Installateur in Verbindung setzen, um die bestmögliche Variante zu finden, die im Motorraum Platz findet.
Am Freitag schaue ich mir bei Frontrunner auch mal an, ob der dortige Batteriehalter für 105Ah irgendwo Platz im neuen LC 150er findet.

LG Enrico

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 7. Mar 2019, 10:37
by GRJ78
Ich gehe auf Bleibatterie und Votronic Triplelader, der ist Ladebooster, Solarladeregker und 230V Lader in einem und hat deutschen Support.
Damit kann ich auch mal via Landstrom laden ....

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 7. Mar 2019, 11:02
by oribi
Der wohl gute Service hat schon was, gerade in einer Zeit, wo Elektronik im Auto doch häufiger mal Schwierigkeiten machen.

Hier noch eine weitere Alternative, die ich aber persönlich als ganz schön überteuert empfinde, oder wie seht ihr das?

https://www.frontrunneroutfitters.com/de/de/140a-off-road-incl-monitor.html

Klar, Euro6 tauglich muss beim LC 150 sein.
Gefallen tut mir, dass das Gerät IP65 hat und damit im Motorraum verbaut werden kann.
Außerdem ist der MPPT fürs Solargerät schon integriert.
Und auch ein Monitor.

Aber solange ich nicht aus irgendeinem Grund zwingend muss, würde ich auf eine Lithium Batterie setzen.
(Die Tiefenentladung, die doppelte Kapazität und das halbe Gewicht sind zu verlockend)
Deshalb funktioniert das mit diesem CTEK leider nicht. :(

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 7. Mar 2019, 15:56
by RubiconJK
Hi,

mal drüber nachgedacht das TMAx Doppel-Batterie-System für 130€ in Verbindung mit einer normalen Gel Batterie zu nehmen? Deutlich günstiger, unkomplizierter und funktioniert bei mir problemlos.

Lg

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Sat 9. Mar 2019, 14:57
by ikarus
oribi wrote:Hallo Theo (ikarus)!

Hast du mittlerweile eine Adresse für den redarc 1225d gefunden?
Wenn nicht, dann hätte ich hier einen Link für dich: https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=p2495737.m570.l1313.TR4.TRC0.A0.H0.Xredarc+1225.TRS0&_nkw=redarc+1225&_sacat=0



Hallo Enrico (oribi),

ein Redarc BCDC1225D hat inzwischen den Weg von Australien zu mir gefunden.
Garantie hab ich natürlich auch - nur im Falle eines Falles wird das mit der Inanspruchnahme etwas aufwendig.

Hab dann mal etwas 2D-konstruiert und das ganze dann in Edelstahl laser schneiden lassen.
Das Ergebnis dann von einem Bekannten noch mal kannten lassen und die zwei Gnubse (wie diese auch bei der original Toyota Batterieschale vorhanden sind) anschweissen lassen.
Sah dann so aus:
IMG_20190216_144233.jpg

IMG_20190216_144122.jpg


Zusammen mit dem Redarc und der Batterie bei der Passprobe:
DSC01833.jpg

Ist alles sehr eng - aber passt.

Hab dann noch einige weitere Teile gefertigt bzw. fertigen lassen, verbaut und mit der Verkabelung angefangen.
Sieht derzeit so aus - ist aber wie man sieht noch nicht fertig.
DSC01845.JPG


Ich berichte noch mal, wenn ich weiter bin.

Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Sat 9. Mar 2019, 18:30
by tentoyo
Sehr ordentlich ausgeführt, klasse!

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 12. Mar 2019, 11:52
by oribi
Hi Theo!

Ich kanns nicht genau erkennen, wieviel Ah hat deine Moll-Batterie?
Auf jeden Fall sieht es sehr wertig ausgeführt aus. Hast du gut gemacht!

LG Enrico

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 12. Mar 2019, 19:55
by ikarus
Hallo Enrico (oribi),

Batterie ist eine "MOLL special AGM 87070 12V 70Ah" (Verbraucherbatterie).
Die soll halbwegs zyklenfest sein, ist Rüttelfest"V3" und das Mass LxBxH 278x175x190 ist eine gängige Grösse aller europäischen Batteriehersteller.
Sollte die nicht gut sein, gibt es noch einige Alternativen. Hab allerdings bisher mit Batterien von Moll nur gute Erfahrungen gemacht.
Ich hoffe, dass ich bis zur empfohlenen Entladeschlussspannung von 11.4V ca. 35-40Ah mit mäßigen Verbrauchern daraus abziehen kann.
Bei einer kleinen Kompressorkühlbox könnte das rechnerisch fast für ein ganzes BTT reichen.

Hast Du eigentlich schon mal gemessen, ob die von Dir favorisierte "LIONTRON Smart BMS LiFePO4" mit der Breite von 345mm da noch rein passt?
Das wird mindestens super eng.

Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 12. Mar 2019, 21:18
by oribi
Ja, ich habe getestet mit einer je 0,5 cm pro Seite größeren Kiste. Das geht, aber gerade so. Da aber das Ladegerät auch noch mit untergebracht werden soll, werde ich wohl eine Nummer kleiner kaufen. 80 Ah war meine letzte Idee die dieselbe Größe wie deine hat. Lieferzeit 6 Wochen und ohne Bluetooth. Aber damit kann ich leben. Ich will morgen den Termin mit dem Caravan Elektriker abstimmen.

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 14. Mar 2019, 10:08
by oribi
Ich habe nun die 80 AH Lithium-Batterie mit BMS in Haar/ München bestellt (Lieferzeit 4-6 Wochen).
Dazu habe ich Mehari gebeten, das Kit "National Luna NLDC-25 mit Monitor" zur Überwachung der Batterie-Parameter, zu bestellen.

Mein Wohnmobilausbauer im Ort übernimmt die Arbeiten, d. h. er bastelt selbst einen rostfreien Batterieträger mit Halterung für den Charger.
Die Kabelverlegung erfolgt unterhalb des Wagens nach hinten in den Kofferraum, rechte Seite, und zwar für die unten genannten Anschlüsse auch noch 2 Reservekabel
a) für einen ARB Kombressor CKMA12 und
b) für die Nachrüstung eines 1000W Konverters (jeweils später mal)

In die Seitenverkleidung lasse ich 2 Zigarettenanzünder (für eine 12V outdoor Dusche und die Engel 35 GP Kompressor-Kühlbox), 1 Doppel-USB-Stecker mit 3.0 Quick Charge (u. a. für eine LED Beleuchtung unterhalb der Alu Cab 270 Markise) und den National Luna Batterie-Monitor einbauen (jeweils dauerhaft Strom).

Außerdem wird dort das Spiralkabel des Alu Cab Exp. III Dachzelts dauerhaft angeschlossen werden, das dann jederzeit Strom für den im Dachzelt vorhandenen 12V-Anschluss, die LED-Bettleuchten und die USB-Anschlüsse liefert.

Das National Luna NLDC-25 hat einen MPPT-Ladegerät für das faltbare offgrid 120W Solarmodul integriert.
An einer leicht zugänglichen Stelle kommt der Anderson-Stecker für die Solartasche noch hin.

Soweit die geplante Installation, dauert jetzt aber aufgrund der Lieferzeiten gefühlt noch ewig.


Ein bisschen unglücklich finde ich Toyotas Lösung für USB-Anschlüsse im Fahrgastraum.
Die Kinder haben gar kein Anschluss und die 12V Steckdose liefert nicht dauerhaft Strom.
Das muss sich ändern.
Und für die 2 vorderen Sitze gibt es auch nur 1x USB. Da steckt derzeit ein Stick mit Musik drin.

Es wäre als gut, wenn es noch 2-3 weitere USB-Anschlüsse für die Handys oder ein Tablet gäbe.
Dafür hatte ich mir 2 teure X-Ram Mount Handyhalterungen für die Angstgriffe bestellt, aber einerseits nehmen die Handys die Sicht und außerdem gibt es da eben kein Strom.
Die ohnehin schon schmalen Kaffeebecher will ich auch nicht dafür nutzen, eben weil man ja mal ein Kaffee holen will.
Und die Magnete für die Lüftungshalterung a la amazon finde ich auch nicht wirklich prickelnd.
Vielleicht lässt sich dieser komische Eck-Kasten mit einem Becher-Handyhalter missbrauchen. Dann wäre der Strom wenigstens auch gleich in der Nähe.

LG

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Sat 6. Apr 2019, 13:13
by ikarus
oribi wrote:Meine Frage an euch, wie habt ihr eure Energieversorgung im J15 aufgebaut?
(Fragen wie:
.............
wo ist ein Durchbruch vom Motorraum nach innen, .............?)


Hinter dem kleinen Sicherungskasten ist die Möglichkeit einer Durchführung vom Motorraum in den Innenraum.
Das ist auch so hoch, dass man die theoretische Wattiefe von 70cm nicht gefährdet
Durchfuehrung1.jpg

Nach der Durchführung sieht es bei mir jetzt so aus (hab den Sicherungskasten für das Foto mal abgenommen):
Durchfuehrung2.jpg

Habe da zwei Kabel mit je 8 mm² durchgeführt bekommen.

Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 8. Apr 2019, 09:50
by oribi
Hi Theo, danke. :)

War dort schon ein Loch vorhanden? Ich habe zumindest beim ersten Blick noch keins gesehen. :roll:

Wo kommst du denn am Ende raus? Und wo verlegst du die Kabel dann nach hinten (mittig unter der Schaltung durch den Teppich oder ...)? :hmmm:

Das Thema Wattiefe ist natürlich ein echtes Argument die Kabel lieber nicht unterm Fahrzeug zu verlegen.
Aber ich habe Sorge, dass mit dem Lösen der Verkleidung dann über kurz oder lang alles anfängt zu vibrieren und zu klappern. (Ich bin Geräuschallergiker :wink: )

LG E.

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 8. Apr 2019, 18:10
by ikarus
Hallo Enrico (oribi),

ich bin auch Allergiker bezüglich Geräusche, die nicht in/an das Fahrzeug gehöhren.

Vorab:
Sämtliche Einbauten zur erweiterten Energieversorgung im Motorraum hab ich selber vorgenommen.
Die Verkleidungen los nehmen, hab ich mich aber nicht getraut.
Habe das von meinem Toyotahändler machen lassen.
Bin da an einen sehr engagierten Mitarbeiter geraten, der das zügig und scheinbar mit Spaß an einer Sache, die mal nicht im Reparaturhandbuch steht, zu meiner vollsten Zufriedenheit umgesetzt hat.
Bei der ganzen Montage war ich am Fahrzeug, konnte zuschauen, was und wie gemacht wird - und durfte/musste auch einige Handreichungen machen.
Material durfte ich selber mitbringen. Habe an Werkzeug noch eine Hydraulikcrimpzange und eine Lochsäge mitgebracht - beides war bei Toyota nicht vorhanden - wurde im Laufe der Montage aber benötigt.


Aber zu Deinen Fragen:

Das Loch war dort schon im Blech vorhanden. Nehme mal den Sicherungskasten weg, dann sieht man es.
Der Sicherungskasten ist nur mit zwei Laschen in der Metallhalterung geklemmt und lässt sich ohne Werkzeug abnehmen und zur Seite legen.
Dann sieht man das Loch auch.

Im Innenraum musste das Handschuhfach, dessen Rahmen und weitere Verkleidungen erst mal weichen.
Waren zwei oder vier Schrauben und sonst Clips. Vom Motorraum konnten die zwei Kabel (je 8mm² für Dauerplus und Masse von der Versorgerbatterie) dann nach innen geführt werden.
Die Kabel in den Innenraum durch zu bekommen, hatte was von prökeln und pfriemeln - hat nach mehren Versuchen aber funktioniert.

Unter dem Kunststofftrittschutz der Beifahrertür und der hinteren rechten Tür konnten die Kabel dann weiter nach hinten geführt werden.
Ist alles geclipst und Platz ist da massig.

Die rechte Kofferraumverkleidung ist mit zwei Schrauben (meine mich so zu erinnern) und vielen Clipsen befestigt.
Davon mussten aber nur so viele ab, dass man die Verkleidung ab hebeln kann.
Hinter der Kofferraumverkleidung ist es dann schon etwas enger - hat aber für die zwei Kabel gereicht.
Eigentlich hatte ich mir für die 12V-Buchse den Platz über der 220V-Steckdose ausgeguckt. Dahinter befindet sich aber sehr nah ein Verstellmechanismus für die Lüftung.
Somit musste die 12V-Buchse ein Stück tiefer, da dort nach hinten noch Platz war.

Montage hat insgesamt knapp drei Stunden gedauert.
Alle Verkleidungen sind wieder so angebracht, dass man nichts sieht und hört.

Ich mach dann von meiner eher kleinen Energieversorgung noch mal einige Bilder und stelle diese dann noch ein.

Bis jetzt scheint auch das Redarc BCDC1225D so zu arbeiten, wie ich mir das vorgestellt habe.
Werde demnächst aber noch mal mit zwei Datenloggern über etwas längere Zeit die Spannungsverläufe beider Batterien beobachten.

Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Sun 5. May 2019, 13:36
by ikarus
ikarus wrote:Ich mach dann von meiner eher kleinen Energieversorgung noch mal einige Bilder und stelle diese dann noch ein.


Wie versprochen/angedroht hier noch mal einige Bilder zu meiner kleinen Energieversorgung.

DSC01871-k.JPG
So sieht es jetzt bei der Starterbatterie aus. Hab mir da noch einen zweiten Bügel mit Sicherungshalter und 40A-Sicherung über den original Toyota Batteriehaltebügel geschraubt.


DSC01872-k.JPG
Zwischen Starterbatterie und dem BCDC1225D-Laderregler hab ich eine 75A-Powerpole-Steckverbindung in die Plus-Leitung gesetzt. So kann ich werkzeuglos die zusätzliche Energieversorgung von der Starterbatterie abklemmen (z.B. für den Fall, dass man mal die Starterbatterie extern nachladen muss).


DSC01875-k.JPG
So sieht jetzt die zusätzliche Versorgungsbatterie in der selbst gebauten Halterung mit dem Redarc links daneben aus. Auf der Platte oben neben der Sicherung ist noch Platz für ein “Victron Battery Protect 12/24V 65A” vorgesehen. Brauch ich aber derzeit nicht, da meine Engel-Kühlbox schon einen eingebauten Batterietiefentladeschutz hat.


DSC01882-k.JPG
Und hier die zusätzliche 12V-Buchse im Heck. Hab mich da für eine “ISO 4165”-Buchse entschieden, da der entsprechende Stecker dort nach dem Einstecken festgeklemmt ist und so im Gegensatz zur Zigarettenanzünderbuchse nicht durch Vibrationen raus rutschen kann. Eigentlich sollte die zusätzliche Buchse Ihren Platz über der 220V-Steckdose finden – leider war dort nach hinten nicht genügend Freiraum.


Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Sun 5. May 2019, 13:57
by ikarus
ikarus wrote:Werde demnächst aber noch mal mit zwei Datenloggern über etwas längere Zeit die Spannungsverläufe beider Batterien beobachten.


DCDC-Laderegler/-Booster wie der Redarc BCDC1225D können in zwei Steuerungsmodi betrieben werden:

1.)
Steuerung über “ignition (IGN)” also Zündungsplus. Diese Variante ist wohl insbesondere bei Fahrzeugen mit einer Smart-Laderegelung der Starterbatterie zu wählen.
Wenn also Zündungsplus anliegt, beginnt der DCDC-Laderegler/-Booster mit der Ladung (Boost, Absorption, Float) der Versorgungsbatterie.
Bei dieser Variante muss der DCDC-Laderegler/-Booster an Zündungsplus (“Klemme 15” oder noch besser “Klemme 61”) angeschlossen werden.

2.)
Steuerung abhängig von der an der Starterbatterie anliegenden Spannung.
Beim Redarc BCDC1225D heißt das konkret:
Über 13,2V Starterbatteriespannung schaltet der Ladevorgang der Versorgungsbatterie ein.
Unter 12,7V Starterbatteriespannung schaltet der Ladevorgang der Versorgungsbatterie aus.
Empfohlen wird diese Art der Steuerung für Fahrzeuge, die eine Lichtmaschine mit klassischer temperaturkompensierter Laderegelung haben.
Hier entfällt der Anschluss an Zündungsplus.


Welcher Steuerungsmodus für meinen 2018er J15 der richtige ist, war mir zunächst unklar.
Intensive Internetrecherche brachte eigentlich auch nur widersprüchliche Infos.
Daher habe ich Anfang Februar vor der Verkabelung der Zusatzbatterie mal über 8 Tage den Spannungsverlauf der Starterbatterie geloggt. Verwendet habe ich dazu einen “Peaktech Voltage Datalogger 5186”. Gemessen wurde im Intervall von 30 Sekunden.

Die Messdaten habe ich mal mit “gnuplot” in den vier folgenden Diagramme dargestellt:

spannung-org1.png
Abb. 1

spannung-org2.png
Abb. 2

spannung-org3.png
Abb. 3

spannung-org4.png
Abb. 4

Hier noch einige Hinweise:
Kurz nach Stunde 14 kann man in Abb. 1 einen Spannungseinbruch auf ca. 12,1V erkennen – das war der Betrieb meiner Standheizung. Danach bin ich zur Arbeit gefahren – die Ladespannung lag dann bei ca. 13,7 V.

Bei Stunde 39 (Abb. 1 ) war dann mal zufällig ein Messvorgang während des Motorstarts. Der Anlasser hat da kurzzeitig die Batteriespannung auf ca. 10,7V herunter gezogen.

Im Bereich Stunde 162-166 (Abb.4) hab ich diverse Vorarbeiten für den Einbau der Versorgungsbatterie durchgeführt. Motorhaube und Türen waren da offen. Ein entsprechend höherer Ruhestrom führte auch hier zu kleinen Spannungseinbrüchen der Starterbatterie.

Ansonsten erkennt/erahnt man noch, dass die Batteriespannung nach einem längeren Ladevorgang bei ca. 12,7V liegt und dann asymptotisch auf ca. 12,5V absinkt.
Dies ist weniger durch den geringen Ruhestrom bedingt, sondern ein Effekt, der auch bei einer völlig unbelasteten Blei-Säure-Batterie auftritt.
Direkt nach Vollladen liegt die Spannung einer 12V-Blei-Säure-Batterie typischerweise bei ca. 12,7V.
Nach ca. 2-3 Tagen ohne Belastung sinkt die Spannung dann auf ca. 12,5 V. Bei diesen 12,5V bleibt es dann sehr lange.


Insgesamt habe ich diese Messung dann so gedeutet, dass das Ladeverhalten wohl an ehesten dem eines klassischen temperaturkompensierten Ladereglers entspricht, und mich dann für die Steuerungs-/Anschlussvariante “ohne Nutzung von Zündungsplus” entschieden.


Nachdem die “Energieversorgung” inzwischen in Betrieb ist und ich mir noch einen zweiten Datenlogger beschafft hatte, habe ich dann noch mal über ca. 10 Tage die Spannungen beider Batterien geloggt.
Gemessen wurde wieder im Intervall von 30 Sekunden.
Die Messdaten habe ich wieder mit “gnuplot” in den fünf folgenden Diagramme dargestellt.
Zur Referenz habe ich auch mal die Schaltspannungen des BCDC1225D 12,7V und 13,2V in den Diagrammen eingetragen.

spannung-s-v-1.png
Abb. 5

spannung-s-v-2.png
Abb. 6

spannung-s-v-3.png
Abb. 7

spannung-s-v-4.png
Abb. 8

spannung-s-v-5.png
Abb. 9

Weil einige Details im Spannungsverlauf schwer erkennbar sind hier noch ein Zoom der Zeit zwischen Stunde 79 und 81.
spannung-s-v-A.png
Abb. 10

Auch hier einige Hinweise bzw. eigene Interpretationen:

Habe, um die Versorgungsbatterie ein wenig zu belasten, zwischenzeitlich mal für längere Zeit meine Kühlbox (Engel MT-35G-P) eingeschaltet.
In Abb. 5 sieht man z. B. im Bereich von Stunde 10-34 einige Peaks nach unten beim Spannungsverlauf der Versorgungsbatterie – das war der Kompressor der Kühlbox.

In Abb. 5 sieht man auch zwischen Stunde 17 und 19 zuerst die Absorptionsladung (ca. 14,4V) und darauf folgend die Floatladung (ca. 13,7V) der Versorgungsbatterie.

In Abb. 10 erkennt man, dass das Redarc nach Ausschalten des Motors noch einige Sekunden die Versorgungsbatterie weiter lädt, dabei die Spannung der Starterbatterie unter 12,7V absenkt und dadurch dann selbst ausschaltet.

Man erkennt auch, dass das Redarc sehr passend mit Ladung der Starterbatterie einschaltet und ausschaltet. Beide Batterien werden nach hinreichender Fahrzeit auf ca. 12,7V aufgeladen – was ungefähr 100% Ladung entspricht.

Insgesamt erscheint mir das gesamte System passend und wie erhofft zu arbeiten.

Werde nächsten Winter noch mal eine weitere Messung machen, um mir das ganze mal bei tieferen Temperaturen anzuschauen. AGM-Batterien haben wohl die Eigenschaft bei Temperaturen unter 0°C nur noch wenig Ladung anzunehmen.



Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 6. May 2019, 08:49
by oribi
Danke Theo! Als technischer Tiefflieger verstehe ich anhand der Charts nicht wirklich etwas, aber bei meinem weiteren Ausbau des Zweitbatterie-Systems werde ich diese Infos mal mit vorlegen. Deshalb danke für die ausführlichen Infos.

Mein National Luna habe ich mittlerweile bekommen, nur der Monitor dazu wird noch nachgeliefert. Momentan scheitert es noch an der 80 Ah Lithium Batterie. Anscheinend kommt kaum ein Händler mit der Produktion hinterher, weswegen diese vielerorts ausverkauft sind. Die Lieferzeiten aus China sind irgendwo zwischen 4 und 12 Wochen.

LG

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 6. May 2019, 19:15
by ikarus
Hallo Enrico (oribi),

als "technischer Tiefflieger" baut man nicht mal eben so eine "Einbauküche" in sein Fahrzeug.
Es mal lediglich sein, dass ich beruflich bedingt etwas vertiefter in die Elektrotechnik bin - dafür bin ich beim "Küchenbau" wohl weniger talentiert.

Dein "National Luna" hat ja fast die gleichen technischen Daten wie mein Redarc.

Minimaler Unterschied bei den Ein-/Ausschaltspannungen (aufgrund von Fertigungstoleranzen vernachlässigbar):
Einschaltspannung Redarc 13,2V, Ausschaltspannung Redarc 12,7V
Einschaltspannung National Luna 13,2V, Ausschaltspannung National Luna 12,6V

Ich würde deshalb mal mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das genauso wie bei mir funktioniert und auch so verkabelt werden kann.
IGN (Zündungsplus) brauchst du dann nicht im Motorraum suchen und anschliessen.
Das spart Dir ein Kabel und Arbeitszeit für die Suche nach einem IGN-Signal.

Im einigen Threads im prodopoint-Forum ist viel kontrovers diskutiert und gefragt, ob der J15 jetzt einen "smart"-Laderegler hat oder nicht.
Leider hat da keiner entsprechende Messungen gemacht und veröffentlicht. Mir hätte so was geholfen.
Daher hab ich das jetzt mal hier gemacht.

Wie man in meinen Abbildungen 1-4 sieht, werden die Schaltpunkte 13,2V im Fahrbetrieb bzw. 12,6V/12,7V bei Stillstand klar erreicht und sind daher für unsere Ladebooster in unseren Fahrzeugen nutzbar.

Bei sehr modernen "intelligenten" Lichtmaschinen/Ladereglern (meist bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-Funktion) wird der obere Schaltpunkt 13,2V im Fahrbetrieb nicht immer erreicht. Dann muss man das IGN-Signal nutzen.


Gruß

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Fri 31. May 2019, 23:41
by jorgjean
Ich kann nur nochmals sagen: Achtung mit schwereren Batterien, sie verursachen Risse in der Karosserie und die Auflagen rütteln durch, dies bei Pisteneinsatz.

Ich habe das IBS eingebaut. Leitungen in den Laderaum gezogen um den Kühlschrank zu versorgen und ein paar zusätzliche 12 Volt Steckdosen zum Laden. Alles mit zusätzlichem Sicherungskasten. Die Originalsteckdosen in der Fahrerkabine sind zu schwach.

Wer sich den 1503+er als Overlander anschafft muss alles genau von Anfang planen damit Gewicht und Kosten nicht aus dem Ruder laufen!

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 24. Jun 2019, 16:49
by oribi
Morgen, am 25.6. fahre ich zur Besichtigung und Besprechung zu einem Fachmann und versuche alle Tipps von hier zu berücksichtigen. Mal sehen, was rauskommt. Preis, Dauer usw

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 9. Jul 2019, 09:56
by oribi
Endlich - der Anfang ist getan. :D

Mit 16er Querschnitt wurden die Kabel von der Starterbatterie fein sauber hinüber zur Zweitbatterie verlegt und abgesichert:
IMG_20190708_162640.jpg
Anschluss und Absicherung an der Starterbatterie


Das Ladegerät von National Luna NLDC-25 wurde mit den original mitgelieferten Halterungen an der linken Seite des Motorraums angebracht. Damit ist für eine gute Luftzirkulation gesorgt und ausreichende Watt-Tiefe gewährleistet. Der Sicherungshalter wurde am Luftfilterkasten angebracht.
IMG_20190708_162617.jpg
Anschluss und Montage des DC-DC Charger von National Luna


Auf der Original Toyota Batterie Aufliegefläche und mit der Original Toyota Batteriehalterung wurde die 80Ah Lithium Versorgerbatterie eingebaut und die Kabel sauber und ordentlich verlegt und abgedichtet.
IMG_20190708_170009.jpg
Lithium Akku mit Original Halterung


Ein bisschen mehr Spielraum hätte man auch noch für eine etwas größere Batterie gehabt.

Der erste Motorstart zeigt, das Ladegerät springt an und lädt die Versorgerbatterie. :)

Heute geht es weiter ...

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 9. Jul 2019, 12:15
by oribi
IMG_20190709_121814.jpg
Hinter der rechten Kofferraum-Abdeckung


Ein Blick hinter die rechte Kofferraumabdeckung zeigt den geringen Platz, wie Theo schon mal angemerkt hatte.
Ich werde dahinter dennoch meine "Elektro-Ecke" unterbringen.

* 2x 12V Zigarettenanzünder unterhalb des großen Lüftungsgitters, das eigentlich gar keine Lüftung ist (für Engel-Kühlbox und mobile 12V Dusche)

* Ein Doppel-USB-Stecker über der 220V Steckdose innerhalb der Einbuchtung, so flach, dass die 220V Steckdosenklappe trotzdem noch vollständig aufgeht.

* Ein Andersson-Stecker für den Anschluss eines faltbaren 120W Solarmoduls und

* der National Luna Monitor zur Batterie-Überwachung, den die Südafrikaner noch immer nicht geschickt haben, findet auf Höhe der zuziehbaren Kofferraumabdeckung seinen Platz (jeweils so, dass ich oberhalb meiner Küchenbox noch immer gut rankomme)

* Das dauerhaft angeschlossene Spiralkabel mit Andersson-Stecker in der Kuhle unterhalb des 220V Anschlusses zum Anschluss am Alu Cab Dachzelt am Abend.

* Kabel für die 3seitige Dachträgerbeleuchtung vom Dachträger durch die rechte Heckleuchte

* Ein momentan noch ungenutztes 35er Querschnitt-Kabel zum Nachrüsten eines 500W Sinus-Inverters liegt auch schon hinter der Verkleidung.


Der Sicherungskasten wird jedoch hinter der linken Kofferraum-Seitenverkleidung seinen Platz finden, um bei Bedarf leichter ranzukommen, um eine der empfindlicheren USB-Steckdosen-Sicherungen doch leicht zugänglich tauschen zu können.

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Tue 9. Jul 2019, 18:37
by ikarus
Hallo Enrico (oribi),

sieht bisher sehr gut mit Deiner Zweitbatterie aus.

Hab mal die technischen Daten und Preis recherchiert.
Beides ist so, dass ich eventuell auch noch mal auf so eine LiFePO4-Batterie umrüste.

Ein BTT solltest Du jedenfalls mit den ca. verfügbaren 70Ah locker überstehen.
Da kannst Du sogar noch etwas Festbeleuchtung machen.

Bei den Sicherungen denk daran, dass man so nah wie möglich an der Energiequelle absichert.
Also einmal direkt an der LiFePO4-Batterie (kann ich auf Deinem Foto nicht erkennen, ob das schon ist) und eventuell auch noch einmal am Eingangsstecker für das Solarmodul.
Ein zusätzlicher Sicherungskasten für die einzelnen Verbraucheranschlüsse ist sicher nicht falsch.

oribi wrote:Kabel für die 3seitige Dachträgerbeleuchtung vom Dachträger durch die rechte Heckleuchte
verstehe ich nicht.
Mach mal Foto!

Wenn Du zum BTT kommst, schau ich mir das mal in natura an.

Gruß und weiteren Erfolg beim Kabel verlegen (lassen)

Theo

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 11. Jul 2019, 12:44
by oribi
Bei mir sind gerade jede Menge Verkleidungen ab.
Ich habe die Gunst der Stunde einfach mal genutzt, um ein paar Bilder von "dahinter" zu machen.
Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, auch wenn es nur mäßig mit der Energieversorgung im LC 150 2018 zu tun hat.

IMG_20190710_142301.jpg
Kompressor neben Sicherungskasten

Für den Einbau musste wohl nur ein Schlauch leicht verlegt werden. Wie genau, muss ich mir nochmal ansehen. Ihn nur beiseite zu drücken wird nicht gereicht haben. Vermutlich wurde eine Halterung gelöst und dieser Schlauch woanders wieder fixiert.

IMG_20190710_142333.jpg
Kabeldurchführung vom Motorraum in den Innenraum

Man kann gut sehen, dass auch das 35er Starkstromkabel Platz gefunden hat, um später mal einen bis 500-1000W Inverter anzuschließen, abgesichert wohl über eine 60Ah Sicherung.

Es folgen ein paar Fotos, die hauptsächlich Einblick bringen sollen, falls man es mal braucht:
IMG_20190710_142354.jpg
Unter den Scheibenwischern

IMG_20190710_142403.jpg
Unter den Scheibenwischern

IMG_20190710_142634.jpg
Hecktür Kabeldurchführung vom Sicherungskasten (links) zur Elektroecke (rechts)

IMG_20190710_142539.jpg
hintere Tür Kabeldurchführung

IMG_20190710_142442.jpg
hinter der rechten Kofferraumabdeckung

IMG_20190710_142549.jpg
Unter der Airline-Schiene

IMG_20190710_143256.jpg
Kabeldurchführung vordere Tür rechts

IMG_20190710_143247.jpg
abmontiertes Handschuhfach

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 11. Jul 2019, 12:52
by oribi
IMG_20190710_142619.jpg


Linke und hintere Beleuchtung zum Ausleuchten unter der Markise, dauerhaft am Frontrunner-Dachträger angeschraubt. (darunter ist ca. 1cm Luft, sieht man gerade nicht so richtig)
Rechts gibt es das dritte LED-Licht. Für mich dienen die 3 Lampen hauptsächlich zum Ausleuchten der Umgebung beim Campen bzw. bei der Campingplatzsuche.

Die Kabel müssen noch verlegt werden, voraussichtlich rechts vom Dachträger runter zur rechten hinteren Rückleuchte (unter dem Hecktür-Gummi durch). Von da aus nach innen hinter die rechte Kofferraumabdeckung.

Die Schaltung soll einzeln erfolgen können, und zwar von vorn. Dazu habe ich vergleichbare Schalter wie beim ARB Kompressor bestellt. Die kommen aber erst in 2 Wochen aus China. Insgesamt 6 Schalter sollen dann links neben dem Lenkrad (rechts neben den bereits vorhandenen Schaltern) angebracht werden.

Da wir es voraussichtlich nicht zum BTT schaffen, bist du, Theo, aber jederzeit willkommen, dir alles mal anzuschauen, wenn es dich zu den bösen nach Ostsachsen verschlägt. :wink:

LG Enrico

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 11. Jul 2019, 13:55
by oribi
Gerade eben hat sich noch folgende Planänderung ergeben, die aufgrund von zu wenig Platz erfolgen wird:

DSCN5307.jpg
2x 12V bleiben, USB kommt unter die 220V und der Sicherungskasten in die Ausbuchtung


Das hat meines Erachtens den Vorteil, dass nicht so viele Kabel kreuz und quer durch den Kofferraum verlegt werden müssen, sondern alles tatsächlich in der Elektro-Ecke Platz findet, auch der Sicherungskasten. Außerdem kommt man dort leichter ran, um ggf. mal eine Sicherung zu wechseln.

Die 12V Anschlüsse sind für den Engel MT 35 GP eine der typischen 12V Duschen von amazon.
Gedanklich bin ich aber schon dabei, eines Tages eine 12V Wasserpumpe mit Wasserfilter und Vorfilter fest auf dem 50 Liter Wassertank von Frontrunner hinter der Rücksitzlehne anzubringen und dort anzuschließen.

Der Doppel-USB-Anschluss wandert wie bei Theo zwischen 220V und Ausbuchtung.


DSCN5308.jpg
Fest angeschlossenes Alu Cab Spiralkabel mit Andersson-Stecker zum Dachzelt


Dieses Kabel verschwindet dauerhaft hinter der Blende, die eigentlich für die Gurtaufnahme der 3. Sitzbank vorgesehen ist. Mit einem Magneten wird der Stecker an der Karrosserie festgehalten. Zusätzlich wird der Hohlraum unten drunter mit Schaumstoff ausgefüllt, so dass das Kabel nicht "abhauen" kann.

Damit man die Blende ohne Werkzeug öffnen kann, lassen wir uns noch was einfallen (vielleicht ein Lederband oder ein Fingerloch zum Herausziehen der Blende)


Noch überlege ich hin und her, ob ich jetzt bereits einen 230 V Sinus-Inverter einbauen lasse?
Derzeit tendiere ich zu diesem hier, da er nicht so hoch aufträgt (7cm), so dass ich ihn mit einer verstärkenden Platte hinter der Kofferraumblende über den vermeintlichen Lüftungsschlitzen dauerhaft anbringe:

https://www.amazon.de/gp/product/B01LEQS6OA/ref=ox_sc_saved_title_5?smid=A23WGW9MK44YMX&psc=1

Aber wie oft werde ich ihn schlussendlich nutzen, um den jetzt schon einzubauen. Momentan brauche ich weder Flex noch Toaster. Und für ein Laptop reicht vermutlich der vorhandene 220V Anschluss.
Andererseits sind jetzt die Blenden des Autos überall offen und man fängt kein 2. Mal an.
:ka:

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 15. Jul 2019, 13:24
by oribi
So sieht es hinter den "Kulissen" aus:

IMG_20190712_132939.jpg
rechte Kofferraumseite

mit grauem Verteilerkasten, später hinter der Verkleidung

IMG_20190715_121910.jpg
linke Kofferraumseite

Die schwarze Plastik ist dahinter hohl und dient nur als Resonanzkörper des Subwoofers.

IMG_20190712_132932.jpg
Andersson-Stecker mit Magnet an der D-Säule gehalten. Das Spiralkabel verschwindet hinter der Blende


IMG_20190715_121753.jpg
Kabelverlegung der 3fachen Dachträger-Beleuchtung

Gebohrt werden musste nicht. Vom Frontrunner-Dachträger führt das Kabel auf kürzestem Wege unter den Dichtungsgummi der Hecktür und verschwindet weiter unten gleich direkt in er Lampe. Ein vorhandener Gummistopfen war ideal, um das Kabel nach innen zu verlegen. Das ganze passiert auf beiden Seiten des Kofferraums.
Diese Kabel werden jetzt nach vorn verlegt, wo links unterhalb des Lenkrads die Schalter eingebaut werden.

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Mon 15. Jul 2019, 13:28
by oribi
Ich habe mich jetzt für diesen reinen Sinus-Inverter entschieden, weil ich damit nicht nur auf normalen deutschen Campingplätzen meine Versorgerbatterie schonen kann (zumindest wenn man mal 2-3 Tage stehen will), sondern auch, weil ich damit noch die 3. Fliege mit einer Klappe schlagen kann, nämlich ein Lithium-Ladegerät für die Versorgerbatterie. Damit kann ich z. B. vor einer Kurzreise schon mal dafür sorgen, dass die 80Ah Lithium Batterie voll geladen ist:

https://www.autobatterienbilliger.de/Reiner-Sinus-Wechselrichter-mit-Ladegeraet-12V-auf-230V-500W/1000W-USV-NVS-Spannungswandler-Inverter?curr=EUR&gclid=Cj0KCQjwyLDpBRCxARIsAEENsrIF5uoNj5McfAT046ADrvx9eRQtQh68dj2xQKEZlxh9C0EacYxun00aAkqZEALw_wcB

Ob das Gerät gut ist, hält und alles so erledigt, wie ich mir das als Laie vorstelle, wird die Zeit zeigen ...

Re: Energieversorgung im LC 150 2018

PostPosted: Thu 18. Jul 2019, 12:21
by oribi
ES IST VOLLBRACHT :rofl: Halleluja!
9 Tage bei Toyota, mit denen ich ein Festpreis für die Arbeitsstunden vereinbart hatte, sind vorüber.
Und ich bin hochzufrieden. Der Praxistest folgt auf den Fuß in Brandenburgs Waldmeer, Sandmeer, Nixmeer.

Hier also die letzten Bilder:
IMG_20190718_122720.jpg
Anschluss an der Starterbatterie, auch vom Arb-Kompressor CKMA12


IMG_20190718_122705.jpg
Eingebauter Kompressor rechts neben dem kleinen Sicherungskasten


IMG_20190718_122732.jpg
Platz für die Original-Standheizung ist noch reichlich vorhanden, da diese wohl senkrecht eingebaut wird (irgendwann)

Standheizungsbedarf werden wir wohl erst haben, wenn wir häufiger ohne Kinder in feucht-kalte Gebiete reisen werden und tatsächlich vermehrt im Auto schlafen. Vielleicht denken wir darüber nach unserer Schottland Tour im August schon anders.

IMG_20190718_122422.jpg
2x 12V und 1x Doppel-USB sowie 12er Sicherungskasten (7fach belegt) und Andersson-Plug fürs faltbare 120W Solarmodul, rechte Seite Kofferraum


IMG_20190718_122436.jpg
Dahinter verschwindet der fest angeschlosse Andersson-Stecker mit Spiralkabel zum Anschluss des Dachzeltes bei Bedarf - Öffnen der Blende mit einer Schlaufe


IMG_20190718_122338.jpg
Schaltzentrale für die 3 Frontrunner-LED-Strahler links unter der Markise, rechts beim Dachzeltzustieg und hinten für die Küche, ARB-Kompressor und ein noch unbenutzter Schalter. In der unteren Mitte wäre wegen der Knie-Airbag-Halterung kein Platz für einen weiteren Schalter gewesen.


Das wars vorerst. Anfang September hoffe ich auf die Nachlieferung des National Luna Monitors.
Und außerdem den Ective 500 W Sinus-Ladegerät-Inverter.
Beides wird ebenfalls rechts im Kofferraum angebracht.

Ich hoffe, dieser thread kann für manche Inspiration und für andere eine Hilfestellung für freie Stellen hinter den ganzen Verblendungen im neuen Land Cruiser 150 2.8 sein.

In diesem Sinne: "Let me show you the world in my eyes"
E. :D