Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 24. Nov 2018, 11:28
by Lender
Hallo Zusammen

Ich weiss, dass dieses Thema schon oft in die Breite getreten wurde, aber dennoch riskiere ich es in meinem ersten Post hier wieder so einen Thread zu erstellen. :D

Die Ausgangslage: Wir (ich mit Freundin) waren diesen Sommer in Island und hatten dort einen nagelneuen Revo mit US-Absetzkabine. Von dem Land und der Art zu Reisen waren wir völlig begeistert, (und ich vom Offroaden :D)
Da Island allerdings schweine teuer ist und wir mit der Kabine nur mittelmässig zufrieden waren, wurde der Entscheid gefasst, dass es etwas eigenes werden soll. Da wir das Fahrzeug "nur" ein paar Jahre in Island deponieren wollen (es muss einmal im Jahr runter von der Insel) und in 5-10 Jahren auch das Thema Nachwuchs ansteht (dann primär für etwas einfachere Klimazonen), kamen wir zu folgendem Plan:
Hilux Revo DoKa als Chassis
Expeditions-Alkovenkabine von Ortec- oder Alpha-cab als Festaufbau mit Pop-up-Dach (Containertauglich)
2kW Dieselheizung und Sprit- oder Kartuschen-Kocher
100l Frischwasser
30l Kühlbox
100Ah AGM und 100Wp Solar
Stausystem mit Rako-boxen
Innenausbau mit Alu-profilen
Für grossflächiges wie die Sitzgelegenheit etc. Alu-wellpappe von Metawell.
Auszugsbett im Alkoven mit Froli-system und unterlüftung durch Standheizung
Die Sitzfläche wäre L-förmig und Längs zur Fahrtrichtung. Diese könnte zu einem 1.1m x 1.8m grossem Bett umgebaut werden. Sollte für 1-2 kleinere Kinder reichen und sonst gibt es dann ein Zelt.
Für die Wohnkabine rechne ich mit ca. 350Kg Trockengewicht, sodass die Zuladung mit Wasser und Gepäck bei ca. 500Kg liegt.

Der Revo bekäme sicher einen Schnorchel sowie eine Höherlegung von den Achs- und Getriebeentlüftungen und eine an das Gesamtgewicht angepasste HA-Federung. Toyota biete ja eine Luftfederung ab Werk, allerdings tendiere ich eher zu stärkeren Blattfedern. Wofür würdet ihr euch entscheiden?
Ein Kompressor wird sowiso an Bord sein um den Reifendruck anzupassen. Als Bereifung würde ich wohl die BFG AT KO2 in der Dimension 270/70 17R nehmen.

Den Innenausbau werde ich selbst übernehmen, lediglich die Zusatzisolationen der Zeltbahnen werden noch vom Profi gemacht.

Was haltet Ihr davon? Ist es vom Gewicht her realistisch? Haben wir etwas vergessen? Was würdet Ihr anders machen?

Gruess aus der Schweiz

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 24. Nov 2018, 17:32
by Aern
Hey,
Ich hab nicht viel Ahnung vom Hilux, aber worauf du schon vor dem Kauf achten kannst und was du nie aus den Augen lassen sollest ist das Gewicht. Probier so weit wie möglich vom Gesamtgewicht weg zu bleiben. Und mit deinem Aufbau könntes knapp werden. Zum Gewicht kannst du den Beitrag hochgerustete-reisefahrzeuge-und-das-gewicht-t46481.html lesen. Das empfehle ich dir wirklich.
Mit dem doka sitzt das Gewicht immer sehr weit hinten, wenn du da eine Kabine drauf baust. Auf der anderen Seite gibt es einige, die sehr elegante Lösungen für die bekannten Probleme gefunden haben.
Nebenbei, stell dich doch kurz vor, dann weiss man auch, mit wem man es zu tun hat.
Nachtrag: wenn du schon 100 l Wasser einplanst, hast du noch 50 kg fürs Gepäck übrig. Was zählst du denn zum Gepäck?
Gruss aaron

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 24. Nov 2018, 21:41
by Lender
Hoi Aaron

Dachte das oben genügt als Vorstellung :wink:
Na dann: Ich heisse Leon, bin noch 21 Jahre jung und habe Automatiker EFZ gelernt (Schweiz). Der Beruf hiess mal Elektromech und weiss nicht wie noch :D Jedenfalls bin ich mit CAD, Elektrik, Robotik, SPS, Mechanik und was sonst noch so zum Automatisieren benötigt wird vertraut. Auch bin ich schon in der klassischen Physik relativ gut bewandert.
Ich habe nicht gerade zwei linke Hände und Schraube/Bastle gerne rumm. Ich könnt wohl auch ein Auto zerlegen und wieder zusammen bauen, allerdings fehlt mir dazu die Infrastruktur. Deswegen möchte ich den Innenausbau sowie einfache Arbeiten am Fahrzeug selber machen.
Von Facebook und dem ganzen Social-Media-Quatsch halte ich nicht viel (Foren wie dieses ausgenommen) Das andere sind reine Daten-Kraken die möglichst viel Kohle schäffeln wollen (genau wie Google). Wie schon gesagt, komme ich aus der Schweiz aus dem Kanton Aargau und wohne auch schon eine Weile mit meiner Freundin und einer Katze zusammen.
Das sollte doch hoffentlich reichen :P Weiteres gibt es ansonsten auf Nachfrage ;)

BTT:
Das Gewicht ist wohl der kritischste Punkt. Wasser, Akku, Kühlbox und etwaiger Diesel in Kanistern wird soweit vorne in der Kabine gelagert wie möglich. Dass ein DoKa da nicht optimal ist, dem bin ich mir voll bewusst. Ich muss allerdings auch sagen, dass der Camper in Island vom Fahrgefühl eigentlich soweit in Ordnung ging (1600 Pfund Absetzkabine, wenn ich mich nicht irre). Und als Amateur muss ich zugeben, hat er auch abseits des Asphalts Spass gemacht.
Nach dem Innenausbau hoffe ich auf unter 350Kg. Desswegen auch viel Alu. Dann noch 100Kg Wasser und was sonst noch so da rein gehört wie Geschirr etc. Auch Bergematerial wie ein Seil und Fischerhosen zum Furten abwaten gehören dazu. Damit möchte ich dann unter 500Kg bleiben. Mit 4 Erwachsenen muss man ja schon mit 320Kg "Ladung" rechnen, bleiben von der 1 Tonne noch 700Kg für Kabine samt allem Inhalt. Es werden wohl selten 4 oder sogar 5 Erwachsene mit fahren, aber man muss es dennoch berücksichtigen.
Bleiben dann noch 200Kg für Lebensmittel, Klamotten, Schneeketten und weiteres. Sollte es dennoch knapp werden, lasse ich den Hilux amtlich auflasten. Denn gemäss Preisliste sind 3.5t ZGG und 2.3t HAG maximal zulässig (mit Sonderprüfung). Was auch immer das genau verheissen mag, da muss ich den Händler noch ausquetschen.
Gespaart wird am Gewicht, nicht am Geld, das ist so meien Devise für den Aufbau. Kohlefaser liegt leider aber dann doch nicht im Budget :D
Gruess Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 25. Nov 2018, 23:48
by superXcruiser
Hi Leon

ich weis, du bist erst 21Jahre und hast das Recht deine eigenen Fehler zu machen, aber dich ins offene Messer laufen lassen ist wirklich nicht fair. Du hast natürlich die Chance dir alle Threads dazu durchzulesen. Ebenso im PickUp Forum.
Hast du dir eine Meinung gebildet, wirst du feststellen das Gewicht bei einer Kabine auf einem japanischen PickUp die Hauptrolle spielt. Und wenn du unbedingt einen 4Türer brauchst ist das Wichtigste das GEWICHT,GEWICHT,GEWICHT.
Wenn du 100l Wasser einplanst wird entweder deine Achse bald aufgeben oder dein Rahmen. Das ist Fakt wenn du nicht nur über ein paar Schotterstäßchen gondeln willst. Nicht Morgen oder Übermorgen wird es passieren sondern ein paar tage später wenn du mich verstehst. Denn wenn du viel Geld ins auto versenkst wirst du es wahrscheinlich auch länger halten wollen.
Deshalb meine Empfehlung zur besseren Gewichtsverteilung, nimm einen 1,5Kabiner, besser einen 1Kabiner. mach einen Durchgang, dann hast du Platz direkt auf etwas zuzugreifen wenn du musst.
Und mit 3.5t ins Gelände zu gehen lasst auf Dauer auch kein HZJ zu. Dein Ziel sollte sein eher ein ganzes Stück unter drei Tonnen zu bleiben. Und 100l Wasser brauchst du vielleicht bei der Durchquerung der Sahara, aber nicht auf Island, so meine Erfahrung.

bis denn
Jens

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 08:26
by quadman
....irgendwo habe ich den Text schon mal gelesen meine ich. Offroad Forum oder so....
Ich glaube die Ansprüche wurden inzwischen reduziert.
Ansonsten 5.5 Tonnen Klasse mit nem Daily von Iveco.


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 09:11
by Aern
quadman wrote:....irgendwo habe ich den Text schon mal gelesen meine ich. Offroad Forum oder so....
Ich glaube die Ansprüche wurden inzwischen reduziert.
Ansonsten 5.5 Tonnen Klasse mit nem Daily von Iveco.


Gruß Stefan

Das sehe ich ähnlich.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 15:56
by Lender
Genau, ich war/bin auch im Offroad-forum dabei. Allerdings scheint es mir hier wesentlich mehr Diskusionen zum Thema Wohnkabine zu geben. Desshalb auch diese "Redundanz".

Dass das Gewicht bei einem DoKa die grösste Knacknuss ist, dem bin ich mir voll und ganz bewusst.
100l sind viel, ja. Da wir aber auch wild campen (verantwortungsbewusst, nicht irgendwo in der Natur) und von dort dann auch Wanderungen unternehmen wollen, brauchen wir gewisse Vorräte. Man muss den Tank ja nicht zwingend ganz füllen, uns reichten 40l für 3 volle Tage. 100l wären dann eine Woche und dann würden wir auch mal wieder die Zivilisation aufsuchen zwecks Körperhygiene.
Des weiteren soll das Fahrzeug dann auch mal in die südliche Hemisphäre nach Australien und Afrika. Da braucht man dann auch mehr. Da muss dann unter Umständen auch mehr Diesel mit.

Die Kabine von Ortec mit Hilfsrahmen wiegt ca. 230Kg, die Pritsche von Toyota wiegt alleine schon 180Kg, welche dann ja entfällt.
100Ah-AGM und elektro 40Kg,
20Kg Kühlbox
Wasser 110Kg
Rest Innenausbau ca. 100Kg, natürlich wird das minimum anvisiert
Gepäck 50Kg für 2 Personen
Macht ca. 2.6t Fahrfertig ohne Personen
Mit zwei Personen, Lebensmitteln und sonstiges sind es dann ca. 2.8t. Habe ich noch etwas schweres vergessen? 100Kg für andere Reifen rechne ich auch mal noch grob ein, diese belasten aber die Pritsche ja nicht.
Gibt es also noch 300Kg welche bei Bedarf genutzt werden könnten, bevor das Fahrzeug rechtlich überladen ist. Physisch gehen ja bis 3.5t gemäss Toyota. Diese Last auf Dauer und Offroad ist natürlich zu vermeiden. Weiters sollte der Rahmen auch frei "arbeiten" können. Und Offroad ist in Island ja sowiso nicht erlaubt, da trifft es miserable Strasse wohl besser.

Ein Single-cab wäre natürlich das Optimum, jedoch möchten wir nicht in ein paar Jahren das Fahrzeug wechseln müssen. Eine Kabine ohne Rückwand oder ein US-PU wären ebenfalls möglich, bringen dann aber ihre eigenen Probleme und Kosten mit.

@Jens ich weiss was du meinst, allerdings wäre ich sehr auf deine Fakten gespannt. Dürfen so detailliert wie sein wie möglich oder auch unausgewertet die rohen Daten. Viele Threads beschäftigen sich jeden falls nicht damit.

Und nehmt es mir bitte nicht krumm, wenn zuerst etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, bevor ich etwas glaube.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 16:22
by JWD
Lender wrote:Und nehmt es mir bitte nicht krumm, wenn zuerst etwas Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, bevor ich etwas glaube.



Ich glaube, Du verstehst da etwas gründlich miß, Leon.
Hier muß niemand Überzeugungsarbeit leisten.
Fast alle hier haben weitreichende Erfahrungen bzgl. des sinnvollen Gewichtes ihrer Fahrzeuge.
Du bittest um Informationen, die Du umfänglich bekommen hast und ggf. noch bekommst.
Was Du damit machst, ist alleine Dein Bier.

Btw.
Ich halte 150Kg Zuladung incl.! 100l Wasser für absolut illusorisch.
So viel wiegen schon meine Raviolidosen :wink:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 16:47
by Cruisero
zum Thema Gewicht bitte hier mal reinschauen:

hochgerustete-reisefahrzeuge-und-das-gewicht-t46481-300.html

Die unsagbar tolle Gewichtsliste eines Foristen beantwortet viele Schönrechnereien...

Beste Grüße
Frank

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 16:52
by Muddy
Hoi Leon ,

Ich, und auch einige andere sind auch im Off Road Forum unterwegs.
Ich habe bis Dato nur mitgelesen in deinem Tröt, bin aber der gleichen Meinung wie meien Vorredner.

Maik (JWD ) und Jens haben beide Langzeitreisen und/auch Sanderfahrung :wink: .
Ich war auch schon bisschen im Sand unterwegs.
Die Jungs wissen wovon sie reden.
Ich selber habe nur einen 40 Liter Wassertank unter meinem HDJ 80, trotz einiger Zeit im Sand hatten wir nie Versorgungsprobleme.
Statt 100 Liter Wasser irgendwo am Auto, der Platz für den Tank wir schon schwierig.
Würde ich liebr noch 30 Liter in Form von Flaschen im Auto verteilen.
100 liter benötigst du nicht, sei den du wills auf dein Dusche nicht verzichten.

Ich bin zwar nicht im Besitz eines neuen Hi Luxes, meine sind schon etwas älter.
Aber mit deinem Gewicht killst du den Rahmen.
goggle mal Nissan Pick Up Rahmenbrüche , da wird es dir schwindlig.
Der Toyota ist bestimmt das bessere Auto aber der Rahmen nicht doppelt so stabil :biggrin:

Unterschätze nicht das Gewicht von Bergeequipment, Werkzeug, vielleicht noch andere Flüssigkeiten in Form von , Gas , Ölen u.s.w.

Gruesse
Ralph

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 17:27
by spec
ich habe 100l Wasser, gerade bei anspruchsvollen reisen in trockenen gebieten möchte ich diese nicht missen. wenn du 5l/tag/Person rechnest, kommst du mit 40 l bei zwei Personen nicht wirklich weit. ich persönlich stehe nicht so auf die flaschen die im Auto herumkugeln, aber das geht natürlich auch.

in Island wird das nicht so das Thema sein, aber man muss den tank ja auch nicht vollmachen ;-)

grundsätzlich ist es halt ein Wohnmobil, die Betonung liegt entweder auf 'wohn' oder auf 'mobil'. umso wohnlicher es wird umso weniger geländetauglicher ist es dann. da muss man wissen was einem wichtiger ist. die eierlegende wollmichsau die alles kann, wird seit langem gesucht, gibt's aber nicht.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 19:43
by Lender
Das mit der Überzeugungsarbeit, da muss ich Maik recht geben. Damit meinte ich eigentlich: nicht nur Ja/Nein, sonder wieso denn Ja oder Nein. Halt noch etwas drum rum, was es verständlich macht.

Bezüglich der 100l Wasser, wenn man den Tank nur halb füllt, dann hat man ja auch nur 50Kg. Nun kann man sagen, man verschwendet Raum. Allerdings besitzt Raum die Eigenschaft, das er sich füllt, egal womit. Und sollten wir das Volumen wirklich nie brauchen, kann man den immer noch tauschen. Das Wasser wird ja auch soweit vor der Achse gelagert wie möglich, nicht zuhinterst.
Und auf eine Dusche aus einem schwarzen Wasserbeutel möchte ich nach einer Woche (Dauer-)schwitzen nicht verzichten, auch dem Umfeld zuliebe :roll: Aber nicht in Island, die haben genug heisse Quellen :D

Bzgl. Ersatzteile, Werkzeug etc. Was der dort so alles auflistet, erwarte ich von einem Service-Truck an der Dakar, aber doch nicht von einem Camper. Ne Kupplungsscheibe in der Wüste tauschen? Nee da warte ich lieber auf das Ersatzteil und lass mich von nem Esel zur Garage ziehen.
Zum Bergen hätte ich ein 10m Seil bis 10t und zwei Schäkel eingerechnet, e.v. noch zwei Alu-sandbleche. Werkzeug bestünde aus zwei verschieden grossen Engländern, einem Satz Inbusschlüssel und1 Set Schraubendreher mit div. Bits. Dazu noch ein kleines Brett für den Wagenheber und 1l Motoröl.
Dann hat er noch Platz für 400l Flüssigkeit... Naja wen das Ding voll beladen in die Knie geht würd es mich nicht wundern.

Der Camper wird Gas-frei. Heizung läuft mit Diesel und der Kocher wohl mit Sprit. Boiler wurde schon gestrichen. Für das bisschen Abwasch die reinste Verschwendung.
Den Stauraum mit Rako-boxen kommt von folgender Idee: Du hast eine Box. Nicht mehr und nicht weniger!
Geplant sind insgesamt 6 Rako-boxen, 4 Für Gepäck von 4 Personen, 1 Für Geschirr für 4 und 1 für Lebensmittel. Weitere Boxen gibt es nur bei nachgewiesenem Bedarf, Platz gäbe es für 9 (600x400x300) Dazu noch eine Klapp-Toilette. Das Werkzeug etc. landet in den Staufächern unter den Rücksitzen.
Das Grund-Gerüst des Innenausbaus wir aus Alu-Profilen mit Metawell für die Flächen. Das schwerste wird wohl die Polsterung vom Bett und der Sitzgelegenheit.

Die Eierlegende Wollmilchsau auf dem Gebiet wäre wohl ein Unimog mit Kabine, aber halt ü 3.5t...

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 20:45
by spec
Lender wrote:
Die Eierlegende Wollmilchsau auf dem Gebiet wäre wohl ein Unimog mit Kabine, aber halt ü 3.5t...


leider nein.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 21:54
by beboe
Ich bin mittlerweile weg von einer festen Wohn- oder Expeditionskabine auf einem in Deutschland zugelassenen Midsize Pickup. Dafür ändern sich die Regeln über Fahrverbote viel zu schnell und eine feste Wohnkabine läßt sich, wenn überhaupt, nur mit sehr viel Aufwand auf einen anderen Pickup transplantieren.
Als mein 2002 für 1 Jahr Australien ausgerüsteter HZJ79 mit Innovation Campers Kabine 2011 ganz plötzlich zur größten Dreckschleuder aller Zeiten und als absolut umweltzonen-inkompatibel deklariert wurde, blieb mir nur der Komplettverkauf mit erheblichem Wertverlust.
Seitdem fahre ich einen 1,5 Cab mit einer Four Wheel Popup Kabine, zuerst ein Ford Ranger 2AW, seit 2014 ein Navara, demnächst vielleicht einen 2,8l Hilux, falls der denn mal kommt.
Jedenfalls habe ich jetzt eine optimierte Wohnkabine und bin damit onroad und offroad nicht schlechter unterwegs, als mit der nur zu meinem HZJ79 passenden Innovation Campers Kabine von 2002. Ich könnte nachträglich keine Situation nennen, wo ich mit der Innovation Campers Kabine durchgekommen bin und mit der Four Wheel Kabine stecken geblieben wäre. Aber es fallen mir viele Situationen ein, wo es toll gewesen wäre, die Kabine für ein paar Tage abzusetzen und mit dem Fahrzeug solo zu fahren.
Allerdings, wenn ich nochmal entscheiden könnte, würde ich die Kabine nicht mit 2,40m Bodenlänge kaufen, sondern maximal mit 1,80m bis 2m. Dann wäre sie auch gut auf einem Doka fahrbar, so nur auf SC oder KC.
Und wenn es dann wirklich mal auf die ganz lange Tour geht, ist ein kleiner Offroad Anhänger leichter über Dünen und schwierige Passagen zu ziehen, als eine überladener Pickup mit viel zu viel Last auf der Hinterachse.

Bernhard

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 26. Nov 2018, 22:45
by superXcruiser
Hi

jetzt treffen alle möglichen Konzepte aufeinander und jedes hat sicherlich für sich gesehen viele Vorteile. Wichtig finde ich sich zu überlegen ob ich eher "wohnen- oder mobil" sein möchte.

Lustig an dem Gedanke finde ich, wenn ich eher wohnen möchte, nehme ich erst recht keinen DK da Kabine viel zu klein. Will ich mehr mobil sein, dass selbe Argument, denn wenn ich wohnen will ist einfach alles an Gewicht auf der Hinterachse verteilt. Also wozu ist zum Reisen jetzt eine DoKa gut? Wenn ich viele Kinder und/oder Hunde habe.
Sonst fällt mir einfach nix ein warum so ein Doka taugen soll. Aber noch einmal, du hast das Recht alle Fehler machen zu dürfen die du machen willst.
Bei lesen deines letzten Eintrags hatte ich das Gefühl das du gern dagegen halten willst, kein Problem. Nur produziere ein Foto von deinem Auto und mache bei einem Schaden den du verursacht hast aufgrund von Überladung ein Schild ins Auto und schreibe das du ressistent warst auf Hinweise und du einfach nicht hören wolltest und jetzt sich andere den Tag versauen sollen um dir zu helfen.
Ausserdem fällt es mir dann leichter an dir einfach vorbei zu fahren in der Wüste, da ich weis, dass du genug Wasser bei hast und kein Werkzeug oder Unterlagen um dir helfen zu können.
Für mich ist es dann OK wenn es für dich OK ist.

Ich persönlich fahre einiges unter 2,8t und trotzdem wird das Material stark beansprucht, auch ohne Rallye Geschwindigkeit. Und trotzdem geht auch bei unseren "unzerstörbaren" Toyotas viel kaputt auf der Fahrt. Von Fahrfehlern ganz zu schweigen. Jemand ist hier Vollgas über Dünen gesprungen und hat noch ein Video bei Youtube hinein gestellt und die auftretenden Belastungsspitzen damit abgetan das bis jetzt nix passiert sei, so kommt mir deine Argumentation auch gerade vor.
Darum bitte an das Schild denken damit ich mir den Tag nicht versau wenn ich helfen "darf".

Ist übrigens nicht aggressiv oder vorführend gemeint, sondern meine Erfahrung auf Tour. Also pfeif drauf, kauf eine Doka, dazu gelbe Pest(OME) unters Auto, mit Kabine und viel Wasser, Sprit und Rakoboxen. Natürlich müssen gute Matratzen rein und ein Lattenrost, alles wiegt fast nix für sich, aber zusammen...........

Viel Spass beim Suchen, Finden, Bauen und das Wichtigste, auch tatsächlich FAHREN.

bis denn

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 27. Nov 2018, 12:19
by Lender
Wenn nicht langfristig Kinder geplant wären, würde es ein KC/SC werden, ohne Frage. Das eine Extrem wäre eine Monster-kabine wie von Tischer o.ä. auf einem DoKa, wird ja auch fleissig als Kombination beworben, auch für "Offroad". Von soetwas sind wir aber schon lange weg. Das andere extrem wäre wohl ein CFK-Monocoque auf einem SC, leider zu teuer. Das ich mich mit einer Expeditionskabine auf einem DoKa näher an der Tischer befinde als als am CFK-Aufbau, ist mir auch klar.
Eventuell hilft es ja, wenn ich erläutere, was denn so alles damit befahren werden sollte: Dünen(Springen) nein, Rubicon-Trail nein, Rally Dakar nein, 1m tiefe Furten nein, 0.5m tiefe Furten ja, Wellblechpisten ja, aber nicht mit 80kmh. Also nix was grenzwertig für Fahrzeug oder Fahrer wäre. Ein bischen mehr als ein Ducato 4x4 WoMo packen würde, aber nicht viel, lieber noch Reserven haben. Das sollte ein DoKa wohl doch alle mal mitmachen. Oder liege ich da so falsch? Das wäre dann unser Kompromiss aus Wohnen und Mobil sein.
Wir möchten dann auch ein paar Kurse besuchen um heraus zu finden, wo denn nun die Grenzen des Fahrzeuges sind.
In Island hatten wir eine solches Gefährt: https://www.jscamper.com/campers/
Damit sind wir nie an die Grenzen gekommen in Island, dafür werden wohl auch die Strassen zu früh geschlossen resp spät geöffnet. Wenn sie so schlechte Erfahrungen mit Euro-pickups gemacht hätten, würden sie wohl keine neuen anschaffen sondern US-Fahrzeuge. Und Mietfahrzeuge werden wohl selten besser behandelt als die eigenen. So viel zu meinen Erfahrungen.

Das mit dem Rahmenbruch ist für mich bis jetzt immer noch ein Schreck-gespenst, erklärt hoffentlich auch meine Resistenz. Es gibt Bilder, ja. Aber wie viele Fahrzeuge sind betroffen und wie viele sind auf der Welt unterwegs? Und wie viele davon wurden mit Kabine bewegt? Hier im Forum habe ich jedenfalls kaum etwas dazu gefunden. Auch gibt es Bilder von gebrochenen SCs und KCs. Deswegen war ich auf Jens Fakten so gespannt.

So viel mal zur Wahl des Fahrzeuges.

An Ersatzteilen kann man natürlich alles mögliche mit haben, die Frage stellt sich dann allerdings, ist es das Wert? Frank hatte da ja eine schöne Auflistung verlinkt. Will ich 600Kg und XXXX€ an Ersatzteilen und passendem Werkzeug mitführen oder nim ich in kauf, dass ich dann halt mal eine Woche fest sitze und XXXX€ für Ersateile und Arbeit bleche?
Ich wähle Option 2. Einerseits spart man Gewicht und andererseits fehlt einem dann genau das Teil, was man nicht mit hat, zumindest bei meinem Glück. Kommt einem dann wohl teurer, aber entscheiden muss man sich.

Beim Berge-equipment lasse ich mich gerne beraten, was denn nun am sinnvollsten ist. Da wäre wohl auch ein dynamisches Seil besser als ein statisches. Eine Winde in Island macht hingegen wohl kaum Sinn. Es sollte auch minimalistisch gehalten sein.

Falls jemand Vorschläge hat für den Innenausbau, was man beachten sollte etc. sind diese ebenfalls sehr willkommen.

@Jens: Sollten wir uns einmal begegnen und ich bin dann noch liegen geblieben, offeriere ich dir gerne ein kühles Bier und dann können wir über meine Dickköpfigkeit philosofieren. Selbstverständlich erwarte ich in keinster weise eine Gegenleistung ;)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 27. Nov 2018, 12:56
by M_F
Moin

Der Stefan hatte hier auch mal den Rat hier gesucht und hatte recht hohe Anforderungen.

Vielleicht ist bei seinem Konzept ja was für dich an Inspiration dabei.

https://www.stefanforster.com/ueber-mich/

Unten auf der Seite ist das Auto.

Grundsätzlich findest du hier im Forum die Leute die das schon gemacht haben und damit unterwegs sind.
Da steckt Know how dahinter.

Da kann man hinterfragen, aber man kann sich auch darüber freuen das einem die ein oder andere
unangenehme Erfahrung erspart wird.

Gruß Mario

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 4. Dec 2018, 09:54
by Lender
So kurzes Update

Ich habe mal Stefan angeschrieben und er ist ebenfalls sehr davon überzeugt, dass sein Hilux nicht brechen wird. Ihm sind beim Hilux, im gegensatz zu Nissans, auch keine fälle bekannt.
Er ist auch oft mit 5 Erwachsenen im Hochland unterwegs und hat wohl schon fast alle Wege befahren die es dort so gibt und das bisher problemlos. Seine Kabine wiegt voll rund 670Kg und mit 5 Erwachsenen bewegt er sich dann um die 3.5t.
Momentan steht das Fahrzeug in der Schweiz, hoffentlich können wir es mal begutachten. Der Link war auf mehrere Weisen Gold wert :D

Für das Feedback bin ich allen dankbar, jedoch muss bei mir soetwas erst reifen.
Ohne euch hätten wir wohl blind einen Hilux gekauft ohne erst Alternativen zu prüfen. Nun sind wir "auf den Kastenwagen gekommen". Jetzt heist es mal sich dort schlau machen und dann mal alle Pros und Cons zwischen nem Hilux DoKa und nem Sprinter o.ä. aufzustellen...

Und wo wir schon dabei sind, hat jemand dazu gerade Erfahrungen? Ist nicht ganz das passenden Forum, ich weiss.

Gruess Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 4. Dec 2018, 10:29
by Peter_G
Forumsmitglied 'Quattro' fährt DMax und Allrad Sprinter während er seinen J6 restauriert.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 4. Dec 2018, 11:00
by Highfive
Lender wrote:100Ah-AGM und elektro 40Kg,


Da Geld eine untergeordnete Rolle spielt tausche die AGM gegen

https://greenakku.de/Batterien/Lithium- ... :1253.html

Spart einiges an Kilos und die Überwachung läuft per App am Handy. Fahre ich selber seit Sommer durch die Gegend und ich bin sehr zufrieden.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 4. Dec 2018, 12:00
by Cruisero
Hi,

ich verstehe immer nicht warum ein ExtraCab gleich als familienuntauglich eingestuft wird. Kids können doch da bis zu einem Alter von 8-10 Jahren easy und bequem sitzen. Habt ihr Euch mal einen ExtraCab angeschaut?

Gruß
Frank

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 4. Dec 2018, 12:18
by TimHilux
Vielleicht weil man keine Babyschalen hinten montieren kann und mit Sitzerhöhungen wrids auch kompliziert. Damit muss ein Elternteil hinten mitfahren und das ist im Allgemeinen (hoffentlich) älter als 10 Jahre.
Aber du hast Recht, Wenn die Kinder so zwischen 7 und 10 sind geht der Excab ganz gut. Und wenn sie zu alt sind um mit in den Urlaub zu kommen gehts auch wieder.
Im Alter von 15 muss man einfach ein paar Kultur-Urlaube machen, so mit alte Steine und Schösser angucken, Gemäldeausstellungen und andere Museen, in die größeren Städte nur an Feiertagen rein und schon reicht der ExCab für die nächsten Jahre vollkommen aus :rofl:

Tim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 5. Dec 2018, 13:43
by Ronny
Hallo Leon,

wir hatten jahrelang einen Fiat Ducato 4x4 (Eigenausbau). Das war zwischen 2006 und 2013 noch ohne Kinder. Damals gabs den Allradumbau von Dangel auch mit einer Untersetzung, so wie ihn der Werksallrad vom Sprinter hat mit 1:1.4. Mit dem Auto waren wir absolut zufrieden. Aktuell bekommt man den Dangel Allrad nicht mehr mit Unersetzung und auch nur mit der 130PS Maschine und dem 15Zoll Fahrwerk. Ich mutmaße mal, dass die Dangel Komponenten nicht mehr Drehmoment aushalten.
Nach Aufgabe des ausgebliebenen Kinderwunsches hatten wir dann für ein Jahr einen 110er Defender mit Aufstelldach (nur als 2-Sitzer) und dann kam der erste...
Aktuell fahren wir einen VW T6 Multivan mit Aufstelldach und 3 Kindern. Mit 2 kleinen Kindern kann man im Bus noch gut Camping machen, wenn man ein Vorzelt hat, in das man zur Übernachtung die Kindersitze reinstellen kann. Jetzt mit 3 Kindern (wir sind leichtsinnig geworden...) geht das nicht mehr, insbesondere da unsere nicht nebeneinander schlafen "können" (da würde keiner schlafen). Bei Familien, die das Konzept des Familienbetts praktizieren geht das vermutlich. Jetzt kommt in Zukunft an den Bus noch der eh schon vorhandene Anhänger (Gartenabfälle, Brennholz, ...) auf den dann eine Art Campingbox aufgesattelt wird.
Aber trotz 4-motion Antrieb ist der T6 nicht Geländetauglich. Das liegt einerseits an der geringen Bodenfreiheit und den schicken Schürzen, die der Multivan hat, andererseits an der mangelnden Untersetzung und dann kommt noch die kaum vorhandene Zuverlässigkeit dazu.
Mit dem Anhänger und der "Campingbox" mit 3 Betten bin ich dann aber etwas freier was das Zugfahrzeug anbelangt, womit ich den T6 durchaus gegen einen Landcruiser oder Hilux DoKa ersetzen und diesem ein Dachzelt verpassen könnte. Der Anhänger wäre dann sozusagen das Basecamp. Klar mehr wie 100km/h geht dann nicht, aber mit einem Allradsprinter wird man auch keine 140km/h auf Strecke fahren, wenn der Spritverbrauch eine gewisse Rolle spielt.

Viele Grüße,
Ronny

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 5. Dec 2018, 16:49
by Matze
Lender wrote:...

Ich habe mal Stefan angeschrieben und er ist ebenfalls sehr davon überzeugt, dass sein Hilux nicht brechen wird. Ihm sind beim Hilux, im gegensatz zu Nissans, auch keine fälle bekannt.
....



Südl. Hamburg steht einer. Ich habe mir vor 3 Wo die Kabine (alte Tischer Kabine mit Klappdach) angesehen.
Der Rahmen des HiLux war an der vorderen Blattfederaufhängung der Hinterachse angerissen. Ist beim TÜV aufgefallen.
Die waren zu zweit unterwegs.

Es gibt nichts was es nicht gibt

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 5. Dec 2018, 17:15
by GeorgeZ
Hi Matze,

dürfe man erfahren um welchen Hilux es sich handelt? Baujahr? Rost? Kabine mit Alkoven?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 5. Dec 2018, 22:26
by Lender
Hallo Zusammen

Würde mich auch wundern was das für einer gewesen ist. Dass der Rahmen an der vorderen Blattfederaufhängung nachgegeben hat, klingt für mich nach einem Schwerpunkt der hinter/vor der Blattfeder lag, also ausserhalb der beiden Aufhängepunkte. Würde dann wohl auch zur Kombination DoKa mit Luxuskabine mit mords Überhang passen. Aber da wäre wohl ein Foto vom Schaden und vom Fahrzeug mit Kabine am hilfreichsten.

Das mit dem Sprinter ist auch so eine Knack-Nuss. gebraucht gibt's die meist nur mit ü200tkm oder uralt und dann meist in DE. Müsste ihn also noch in die CH importieren,dafür aber gut im Budget. Die Alternative wäre ein neuer. Da gäbe es dann aber fast 2 neue Luxe für einen Sprinter mit Oberaigner 4x4. Beim Sprinter wäre dann noch ein Klappdach eingeplant um auf Stehhöhe zu kommen und um genügend Schlafplätze zu haben.

Beim Citroen Jumper gibt es den Dangel auch für die 160Ps-Version. Das war auch eine der ersten Überlegungen, da ich den mit massig Rabatt bekommen würde. Allerdings mangelt es dem dann wohl doch etwas an Offroadqualitäten. Da scheinen die Sprinter schlicht die Referenz zu sein.

Da das Budget aber auch nicht unermesslich ist, geht die Tendenz momentan zu einem DoKa-Lux mit kleiner Wohnkabine mit einem grossen und einem Kinder/Notschlafplatz. Gibt es dann mehr Bedarf, würde wohl ein Zelt oder ein gemieteter Anhänger für kältere Regionen mitkommen.

DoKa deshalb, weil wir das Fahrzeug dann doch so 15-20 Jahre nutzen möchten. in dieser Zeit wird der Nachwuchs dann so 0-15 Jahre alt sein. Deswegen dann auch Kindersitze etc. Der DoKa hat im Gegensatz zum Extracab Iso-fix. Und wenn man wie Ronny leichtsinnig wird oder nach 2 Töchtern noch einen Junior will, hat man auch einen Platz zu wenig. Da wir aber nun doch nicht ganz alles voll darauf auslegen wollen, man weis ja nie, eher der Lux als der Sprinter und dann eben Zelt oder Hänger. Kompromisse wird man leider fast immer machen müssen :cries:

Kultur-Urlaub? (Moderne)Kunst? Grossstädte nur zur Hochsaison? Da renn ich wohl schneller weg als die Kids gucken könnten. Nee danke, ich bekomm schon auf dem Zürcher Weihnachtsmarkt Dichtestress :rofl:

Der GreenAkku ist zwar schön und gut, aber ist dann doch etwas gar teuer für ein Teil mit begrenzter Lebensdauer. Da investier ich das Geld lieber in Alu und Reifen. Und da SoC ( wird wohl "System on a Chip" meinen) wird der Akku unbrauchbar wenn die Elektronik den Geist aufgibt.

Momentan ist noch nichts in Stein gemeisselt und wird es wohl auch nicht bis wir auf der AA und e.v auf dem BTT waren.
Sollte jemand aber über ein super Angebot (wenn möglich 5 Plätzer, unter 100tkm, 4x4 mit Mittel- und HA-Diffsperre und Untersetzung) für einen Sprinter stolpern, würde ich es mir gerne mal anschauen.

Ob ein Anhänger für Island taugt, auch wegen den tieferen Furten, ist noch so ein Fragezeichen bei mir, nicht dass der plötzlich aufschwimmt. :hmmm:

Falls es noch weitere, mir entgangene Konzepte gibt, lasst es mich doch bitte wissen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Dec 2018, 07:18
by M_F
Moin

GeorgeZ wrote:Hi Matze,

dürfe man erfahren um welchen Hilux es sich handelt? Baujahr? Rost? Kabine mit Alkoven?


Am Anfang schrieb Lender vom Revo und ner kleinen Ortec.

@Lender: Wäre das immer noch das Konzept wenn es um einen Doka geht?

Wird der Wagen auch euer Alltagsauto?

Ich würde schon eher in eine Richtung denken wo man den Fahrgastraum zum Wohnraum mit einbeziehen kann.
Da könnte man dann schon in Richtung 5 Türer LC mit Heckverlängerung nachdenken.

Oder vielleicht einen gut aufgerüsteten T6?

Gruß Mario

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Dec 2018, 08:08
by quadman
...so lange es der Sprinter oder Crafter mit kürzestem Radstand ist, kann man ja von offroad Qualitäten sprechen.
Alles andere ist doch Quatsch. Dann kannst du auch Citroën fahren.


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Dec 2018, 08:41
by christian_ztal
Du könntest auch einen (gebrauchten) Sprinter/Crafter oder auch Iveco Daily deiner Wahl kaufen, und den dann z.B. bei Achleitner in Tirol umbauen lassen. Der Preis für den Umbau richtet sich nach den gewünschten Offroad-Qualitäten.

Früher verteilte ein Teil von Toyota die Kraft permanent auf beide Achsen, was jetzt drin steckt weiß ich nicht.

Gruß Christian

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Dec 2018, 09:18
by GRJ-CH
Du bist noch jung, 21, hast noch keine Kinder. Man kann nicht planen, was in 10 bis 20 Jahren ist. Meines Erachtens ist es sinnvoller, ein tolles Auto für hier und jetzt zu haben und zu geniessen, als die eierlegende Wollmilchsau zu suchen, die in Wirklichkeit ein unbefriedigender Kompromiss ist.
Beim Ausbau eines Expeditionsfahrzeuges sind sowieso immer Kompromisse in Bezug auf Platz, Gewicht und Kosten zu machen.
Wenn Du jetzt eine gute Occasion nimmst, kannst Du diese dann in 10 Jahren wieder abgeben und etwas neues machen. Das kann auch eine Chance sein.
Wer von uns weiss schon, was in 15 Jahren ist?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Dec 2018, 11:01
by Lender
Moin zusammen

Genau, es wäre nach wie vor der DoKa mit einer Ortec Kabine. Diese allerdings als Komplettaufbau ohne die Ladepritsche, so wie der rote Lux auf deren Website. Die Kabine wiegt leer rund 240 Kg, minus 180 Kg für die Pritsche wären 60Kg Mehrgewicht für die Kabine selbst.

An einen LC mit Klappdach und dem Wohnraum im Kofferraum habe ich auch schon gedacht, ist meiner Freundin aber zu klein. Ich denke da muss ich ihr zuerst mal etwas zeigen in der Hoffnung, dass sie sich e.v umstimmen lässt. Es gibt ja hier im Forum welche, die sind damit ja auch zu viert unterwegs.
Alternativ gibt es auch welche, bei der die Fahrgastzelle in die Wohnkabine integriert ist. Wäre bestimmt eine bessere Lösung als zwei getrennte Kabinen. Allerdings bietet Ortec soweit ich das gesehen habe nur beim Landy an, da der ja ein aufgesetztes Dach hat. Und alle anderen die ich bisher kontaktiert habe, wollen keine Leerkabinen verkaufen, auch wenns auf deren Webseite steht. Hätte da jemand eventuell einen guten Tipp?

Es wäre dann definitiv ein Urlaubsfahrzeug. Geplant ist momentan damit für 3-4 Monate nach Island im Sommer 2022. Da würden wir dann auch Freunde und Familie auf der Insel mitnehemen.
Davor und dannach würden wir Skandinavien und West-/Osteuropa bereisen und Island natürlich auch wieder. Des weiteren stehen dann noch Neuseeland und Australien auf der Liste. Diese dann wenn möglich ebenfalls über mehr als einen Monat.
Bis 2022 ist noch kein Nachwuchs geplant, da wäre also eine kleine Expeditionskabine für uns völlig ausreichend. Die Gäste müssen dann halt zwischen Zelt und Lodges wählen.
Leider hatten wir einen etwas verregneten Juni in Island und haben die Leute mit (Dach)Zelt echt nicht beneidet. Zum schlafen mag so ein Zelt ja reichen, aber da ist man dann doch froh um ein Frühstück im Warmen.
Wenn es dann in Wärmere Länder und e.v mit Nachwuchs geht, würde ein Zelt dazu ja auch völlig ausreichen.

Das wären mal so die Überlegungen hinter unserem aktuellen Kompromiss. Ein Sprinter könnte zwar mehr Platz bieten, aber den brauchen wir ja eigentlich auch noch gar nicht in den nächsten 10 Jahren.
Und das spartanische Leben werden wir diesen Sommer mit mehrtägigen Motorradausflügen üben :D

Der Revo hat im 4x4 eine starre Längsverteilung so wie ich das gelesen und erfahren habe. Hatte mich gefragt, wieso der beim Rangieren mit vollem Einschlag so "bockt" im 4x4. Als ich dann das mit dem starren Durchtrieb gelesen habe, hats mir eingeleuchtet :lol:

Achleitner habe ich mir auch schon angeschaut, allerdings kostet da die bevorzugte Konfiguration rund 20t€ Dafür bekomme ich schon fast nen neuen Lux oder die Kabine mit allem für den Innenausbau. Andererseits einen Tod muss man sterben... Naja das mit dem Sprinter o.ä. ist momentan wieder etwas zurück gestellt aber doch noch nicht ganz aus dem Rennen.

Ich hoffe wir können uns dann spätestens nach der AA entscheiden :biggrin:

Gruess Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 00:25
by Allradpitti
Hast du schon mal über eine Globe Camper Kabine nachgedacht? Ich habe aktuell eine selbstbau alla Minicamp. Aber denke auch über selbige nach da Kind immer größer wird. Habe Hilux DC und für 3 finde ich sie perfekt. LG Alex

Gesendet von meinem SM-G955F mit Tapatalk

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 11:00
by Lender
Moin Alex

Habe ich mir auch schon angeschaut, wurden mir auch von einer Bekannten empfohlen. Sind aber halt schon voll ausgebaut. Mit 380Kg für eine solche Kabine sind sie aber doch eher leicht.
Die Ortec so wie geplant, würde dem Family small entsprechen. Der grösste Vorteil den ich bei Ortec sehe ist, dass du dir deine Kabine ganz nach deinen Dimensionen fertigen lassen kannst. So kann man es dann auch so auslegen, dass man mit geschlossenem Dach im Alkoven schlafen kann, nicht breiter wird als das Fahrzeug etc. Das ganze zu einem m.M.n fairen Preis. Da ich gerne selber den Innenausbau mache möchte, sind sie eine der wenigen Firmen welche auch wirklich Leerkabinen verkaufen und das nicht nur einfach auf die Webseite schreiben.

Gruess Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 18:03
by hakim
Lender wrote:... So kann man es dann auch so auslegen, dass man mit geschlossenem Dach im Alkoven schlafen kann,...

Hallo,
damit kommst Du dann aber locker auf 260cm Fahrzeughöhe!
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 19:18
by quadman
...lieber das Dach schließen und unten nächtigen. Ist auch wärmer beim Wintercamping... :biggrin:



Image
...-26°C

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 20:05
by Lender
hakim wrote:
Lender wrote:... So kann man es dann auch so auslegen, dass man mit geschlossenem Dach im Alkoven schlafen kann,...

Hallo,
damit kommst Du dann aber locker auf 260cm Fahrzeughöhe!
Hakim


Stimmt, da wäre dann ein fester Alkoven genau so gut...

Bezüglich Isolation war ein 3-Schichtiger Aufbau angedacht. Aussen die PVC-Bahnen a la LKW, dann die Airtex-Bahnen und innen noch Blidimax-matten für kältere Regionen. Mehrere Nächte zu zweit unten verbringen ist auch nicht so toll bei einer geplanten Länge von 1.8m. Hatten wir mal im Nachtzug im Stockbett. Sie ist 1.78m gross und hatte wiunderbar Platz. Ich hatte am Abend auf Stoss reingepasst. Am Morgen bin ich ca. 3 cm grösser und war dann zu gross (von 1.8m auf 1.83m) :lol:
Deswegen möchten wir eigentlich wenn immer möglich oben schlafen (Sturm ausgenommen) eine Standheitung ist natürlich auch an Board.

@quadman liefen die Autos die Nacht durch? Ab welchen Temperaturen ist den das zu empfehlen? Oder liesse sich das mit mehr Glycol umgehen oder mag da sonst der Akku nicht mehr starten?

Gruess Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 20:19
by quadman
Nein, das war morgens und der Amarok-Lenker hat sein Auto schon mal angeschmissen.
Bei mir lief morgens die Wasserheizung für den Motor eine Stunde vor Abfahrt. Die Luftheizung in der Kabine lief eh... Gute Akkus braucht man schon :biggrin:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 20:52
by VS11
quadman wrote:Nein, das war morgens und der Amarok-Lenker hat sein Auto schon mal angeschmissen.
Bei mir lief morgens die Wasserheizung für den Motor eine Stunde vor Abfahrt. Die Luftheizung in der Kabine lief eh... Gute Akkus braucht man schon :biggrin:


Hast du bei -26* die Standheizung in der Kabine die Nacht durch laufen lassen ? :smurf:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Dec 2018, 21:22
by quadman
Ja klar. Frieren ist käse....
Aber ab und an geht die aus, weil die 16 Grad für die Nacht erreicht sind. 2kW sind schon reichlich für Dach zu...


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 21. Jan 2019, 20:31
by Lender
So ein kleines Update

Nach der CMT haben wir uns für einen Hilux DoKa mit einer Minicamp entschieden. Das Minicamp wird via Hilfsrahmen montiert, also Pritsche runter und Kabine drauf. Die Grundfläche wird dann ca. 1.3m lang sein und mit einer Schräge dann auf 1.7m verlängert. Der rest wird klassisch Minicamp. Details etc. werden aber erst noch abgesprochen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 22. Jan 2019, 08:09
by hakim
Hallo Leon,
beim Doppelkabiner-Hilux ist die Serienpritsche rund 1,6m lang - zumindest bei meinem Hilux N25. Beim REVO sollte das ähnlich sein. Mit der angesetzten Schräge würdest Du dann auf rund 2,0m Außenlänge kommen, innen auf rund 1,9m. Oder willst Du tatsächlich alles so kurz halten mit 1,3m unten und 1,7m oben? Im Grunde wäre dann die geplante Abschrägung überflüssig - der Hilux steht hinten so hoch, daß ich auch in verwinkelten, isländischen Lavafeldern noch nie aufgesessen bin (mit Standard-Minicamp auf Serienpritsche und Fahrwerkshöherlegung). Außerdem würde dann der Platz für das Reserverad verloren gehen. Hinderlich ist offroad meist eine wegen einer AHK zu tief montierte Heck-/Unterfahrschutztraverse, nicht die Pritschenunterkante. Und: Mit der Breite nicht übertreiben, wegen der Rücksicht in den Außenspiegeln.
Wie dem auch sei: viel Spaß und Vorfreude bei der weiteren Planung!
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 22. Jan 2019, 15:38
by Lender
Hallo Hakim

Beim REVO ist die Innenlänger der Pritsche ca. 1.5m, macht dann mit dem Blech etc. auch so 1.6m. Die Länge des Kabinenbodens wird sich dann nach dem Chassis richten. Die Hecktraverse ist so 10-20cm unter der Ladefläche/Stossstange. Die und der Reserverad-halter bleiben aber drann. Oberhalb der Schräge gibt es dann eine Innenfläche von 1.7m x 1.7m, macht dann bei einer Wandstärke von ca. 50mm rund 1.8m im Quadrat ohne Alkoven. Aber das wird noch alles mit ORTEC abgesprochen, die kennen sich da besser aus. Auch auf welcher höhe der Alkoven anfängt etc. ist noch nicht definitiv.
Für hinten gibt es dann noch eine Kamera, aber die Spiegel sind manchmal auch sehr praktisch.

Geplant habe ich jetzt schon viel zu viel :D

Ich warte noch auf eine Antwort wegen der Terminierung und allem und dann kommt mal der REVO. Bis wir dann das Fahrzeug vorbei bringen, werden noch die Entlüftungen höher gelegt und ein Schnorchel kommt drann. Und dann mal schauen was es sonst noch braucht.

Ich werde dann hier wieder berichten wenn sich was tut. ;) und für Tipps bin ich immer offen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 22. Jan 2019, 17:25
by hakim
Hallo Leon,
danke für die näheren Infos. Nebenfrage: weißt zu zufällig, ob ORTEC - nach der "freundlichen Übernahme" durch Herrn Loh von EXCAB - nun auch für die Minicamps einen Innenausbau anbietet? Bislang hat ORTEC das ja grundsätzlich nicht gemacht. Die Frage tauchte kürzlich hier in einem anderen Thread auf.
Ansonsten: ich glaube, das wird ´ne lange Wartezeit für Dich werden. Und bis dahin werden Deine Umbauideen nur so sprießen! :wink:
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 22. Jan 2019, 22:35
by Lender
Hoi Hakim

Lieferzeit ist gemäss Minicamp-thread september... Da wir Anfang Juli erst gross Ferien machen können, möchten wir nun jetzt einen Slot reservieren und dann im Juli den REVO abliefern sowie die letzten Gespräche führen. Mal schauen wie lange es dann dauert.
Eine Antwort steht noch aus, mal schauen von wem.
Abgesehen von ner neuen Webseite hat sich Online nicht viel geändert. Ich hoffe, die Preispolitik bleibt auch weitest gehend gleich.
Eine Vollständige Isolation und Fenster wurden noch auf der alten Preisliste aufgeführt, diese ist leider nicht mehr Online.
Wer dann noch mehr Innenausbau will, wird sich wohl nach wie vor bei Exkab melden müssen. Ortec für die "Bastler", ExKab für die, dies fertig wollen. Ich denke diese Politik wird beibehalten, ansonsten wäre es wohl sinvoller, beide Firmen offiziell zusammen zu führen und das nicht nur im Hintergrund wie jetzt.

Bin schon fleissig im CAD am Modelle einrichten und Konzepte aufstellen. Ist aber etwas für die Katz ohne genaue Abmessungen... Naja, hauptsache Freude machts und keine gute Idee geht nicht verlohren :)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 23. Jan 2019, 08:07
by hakim
Lender wrote:...Bin schon fleissig im CAD am Modelle einrichten und Konzepte aufstellen. Ist aber etwas für die Katz ohne genaue Abmessungen...

Hallo,
ORTEC arbeitet nach Deinen individuellen Vorgaben, da brauchst Du nur wenige Maße für einen eigenen Entwurf, den man dann vorlegen kann für eine abschließende Abstimmung. Ich bin sicher, daß wir hier alles Nötige für Dich zusammentragen können. Oder Du gehst mal mit dem Zollstock zum TOYOTA-Händler. Was ich beitragen kann:
- Grundsätzlicher Aufbau: Nach Entfernen der Serienpritsche kommt üblicherweise ein Hilfsrahmen direkt auf die sechs Befestigungspunkte des Rahmens. Diese liegen bei Hilux/Revo nicht in einer Ebene, daher muß ein Hilfsrahmen den Unterschied ausgleichen. Ich kenne das so, daß Kabine und Hilfsrahmen einfach mit sechs Bolzen durchgeschraubt werden. Somit ist die Kabine bei unterlegtem Hilfsrahmen direkt mit dem Rahmen verbunden. Ich weiß nicht, was ORTEC macht, aber eine aufwändige, Flex ermöglichende Montage ist bei Hilux/Revo nicht nötig. Wenn man das so macht, sitzt der Kabinenboden ähnlich nah am Rahmen wie die Serienpritsche. Deshalb braucht es über den Hinterrädern entsprechende Radkästen im Minicamp. Für deren Abmaße kann man grob diejenigen der Pritsche hernehmen. Achtung: nicht zu klein wählen, denn bedingt durch die hintere Radaufhängung federn die Räder nicht senkrecht nach oben ein. Sie beschreiben vielmehr einen Bogen, erst nach hinten weg, dann wieder ein Stück nach vorne... Die Alternative: erst ein Flatbed montieren, darauf dann die Kabine. Das macht aber nur Sinn bei Absetzkabinen, und man verschenkt etwas Höhe.
- Die Bodenlänge: Etwa 30mm hinter dem hintersten Punkt der Karosserie lotrecht nach unten auf den Rahmen peilen. Von da nach hinten bis über den Unterfahrschutz messen. Ab hier dann bei Bedarf über eine Abschrägung noch etwas in die Länge gehen.
- Die Außenbreite: Innenkante Rückspiegelfläche links zu Innenkante Rückspiegelfläche rechts. Es sei denn, Du willst die Rückspiegel nach außen setzen müssen.
- Der Alkoven: Bei meinem Hilux-Doka: 32cm hoch und 6cm überm Karosseriedach. ORTEC baut standardmäßig den Alkoven etwas höher, meine 32cm sind das Minimum, wenn man die zwei Matrazenteile mit Schlafsäcken noch unterbringen will (ohne Rostkonstruktion). Die Alkovenlänge kannst Du variieren. Bei mir dürften es etwa 125cm sein.
- Die Minicampkonstruktion: Es hat einen Alurahmen aus 30mm-Rechteckrohren, jede Wand hat also eine Stärke von 30mm + Alublech + Innenverkleidung.
- Die Fenster: ORTEC verbaut i.d.R. SEITZ-S4-Ausstellfenster mit Mückenrollo und Verdunkelungsrollo. Die diversen Abmaße findest Du bei Dometic-SEITZ. Falls Du die Fenster selbst einbauen willst: deren Position mußt Du dennoch vorab schon festlegen.
- Die Fahrzeughöhe über alles: Für Verladung in einen Standardcontainer darf Dein Fahrzeug maximal 230cm hoch werden. Rechne rund +1,5cm für 265/70R17 und +4,0cm für ein Fahrwerk ein. Mein Hilux liegt bei 227cm Gesamthöhe mit Minicamp, trotz rund 10cm Höherlegung über 285er-Reifen und Fahrwerk.
- Die Innenhöhe: Behalte diese immer im Auge, gerade auch bei der Innenmöblierung! Ich kann bei geschlossenem Dach noch im Minicamp aufrecht sitzen - wichtig bei sehr schlechtem Wetter, und sowieso praktisch bei jeder kleinen Rast unterwegs.
So, frag´ doch einfach noch die Kollegen mit Minicamp auf Revo, für weitere Maße und Tipps. Dann kannst Du loslegen und ORTEC präzise Vorgaben machen, sodaß Du später auch zufrieden bist mit dem Minicamp.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 23. Jan 2019, 11:41
by quadman
...bei der Bodenlänge würde ich aber wg. Anhängerbetrieb aufpassen. Gerade mit Abschrägung wird es lang bzw. eng mit Anhänger. Wer keinen Dranhänger hinter hängt, muss nur auf die Aufbaurichtlinen der Herstelle achten.


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 23. Jan 2019, 13:13
by Lender
Für einen Hänger würde es ein 2" vierkant-rohr in der Traverse geben um den Pflug zu vermeiden. Wenn die Kabine max. 0.5m über die Kugel hinaus steht, sollte das doch nicht so ein Problem sein oder? Die meisten Deichseln sind doch mind. 1m lang und die Kugel wäre im Normalfall doch mind. 10cm tiefer als die Traverse. Das grösste Problem könnte noch das Bugrad machen oder?

Vielen Dank Hakim für deine Umfassenden Infos, dennoch ein paar Fragen:
Wie dick sind denn deine Matratzen? Ca. 10cm?
Gibt es noch andere Fenster die Taugen? Die Dometic haben mich an der CMT enttäuscht, ich würde dafür max. die hälfte zahlen, die fühlten sich einfach billig an.
Die Chassis-variante hat gemäss Toyota einen hinteren Überhang von 1m. Die Pickup-variante hat dagegen 1.2m überhang bei 1.5m Ladefläche. Würde man nun die Pritsche runter nehemen, sollte man doch auf die Länge des Chassis kommen? Deswegen meine Annahme von ca. 1.3+0.1m für den Boden.
Die Rückspiegel möchte ich eigentlich so belassen. Aber eine Kamera für hinten wirds geben. Dann sollten doch die Spiegel bei 1.8m Aussenbreite reichen? Wie breit ist denn dein Minicamp und wie stehts um die Spiegel?
Für die Wände würde ich 50mm planen. 30mm Alu/Iso und dann nochmal 20mm Isolierung über alles um Kältebrücken zu vermeiden.
Für den Alkoven wären rund 35cm innenhöhe geplant, also 45cm aussen. 15mm Metawell-platte für den Auszug, darauf dann 70mm für das Froli-system und dann nochmals 60mm Matratze. Der statische Teil wäre dann ein Alu-lattenrost mit ca. 80mm Matratze. Sollte dann hoffentlich reichen. Der Alkoven sollte ca. 50mm über dem Dach sein.
Bei der Gesamthöhe wollte ich lediglich unter 2.5m bleiben. Es gibt ja noch die high-cube-container mit 2.55m innenhöhe und ansonsten Luft aus den Reifen, dann sollte auch noch ein normaler Container gehen.
Die Innenhöhe wird durch die aussenmasse gegeben, da lässt sich dann nur noch die Sitzhöhe ändern.

Die Radkästen vernachlässige ich im Moment noch etwas bei den genauen Dimensionen. Die Originalen geben da sicher einen Anhaltspunkt, aber am Ende kommt es sowiso anders. Aber sie werden au jeden fall berücksichtigt.

Ich Persönlich hätte lieber ein Montagesystem welches nur an 4 Punkten fixiert ist und dort dem Rahmen auch noch eine gewisse Flexibilität ermöglicht. Z.B. Gummiblöcke zwischen Chassis und Zwischenrahmen, aber das wird sich dann bei einem Gespräch bestimmt klären lassen.

Abgesehen von den Radkästen und der Bodenlänge sowie der Höhe zwischen Boden und Alkoven sind die meisten Masse fix. Aber diese Punkte werden dann wohl am besten vor Ort und am Fahrzeug besprochen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 24. Jan 2019, 15:50
by hakim
Hallo,
meine Matratzen sind rund 60mm dick und liegen auf 10mm dickem 3D-Mesh für eine gewisse Unterlüftung. Einen Rost darunter habe ich nicht. Einen Alulattenrost unter der Matratze im Alkoven? Da würde ich unnötigen Kondensniederschlag am Alu befürchten, auch ohne direkte Kältebrücken. Denn der Alkoven wird durch eine Heizung praktisch nicht erwärmt. Mein Minicamp sitzt als Hardtop direkt auf meiner Pritsche auf, Außenbreite 160cm. Meine Außenspiegel liegen 165cm auseinander, der Hilux ist in der "Hüftlinie" 183cm breit. Würde ich den Aufbau breiter als ca.165cm machen, wäre die Rücksicht eingeschränkt. Miss mal beim Revo genau nach. Der Revo ist obenrum recht schmal. Wenn Du den Aufbau so breit machst wie die "Hüftlinie" der Karosse, dann siehst Du in den Rückspiegeln kaum mehr was. Die Rückfahrkamera ersetzt die freie Sicht in den Rückspiegeln nicht, wenn es dann um die Zulassung des Aufbaus geht. Ich würde nicht empfehlen, auf 180cm Aufbaubreite zu gehen. Ich hatte sowas schon in natura vor mir, dazu noch eine Höhe bis 250cm? Da wird es in Korsika hinter der Dorfkirche aber verdammt eng!
Weiter im Text: Die Wände zusätzlich mit nochmals 20mm Isolierung zu belegen halte ich für übertrieben - es kostet Dich nur wertvolle Zentimer an Innenbreite. Bei mir sind es zu den 30mm Xtrem-Isolator in den "Feldern" des Alugerüsts nur noch gut 2mm Sperrholz der Innenverkleidung. Auf selbiger habe ich kein Kondens. Und Du mußt ja auch ein paar Dinge direkt am Alugerüst festschrauben, seien es die Winkelschienen für den Bettauszug oder die Halteösen für die Abspannung des Dachs. Wie soll das gehen, mit 20mm Isolierung über allem? Da mußt Du dann wieder was einsetzen, z.B. ein Zwischenholz. Metall geht ja nicht wegen der Kältebrücke. Die Chassisvariante des Revo kenne ich nicht im Detail. Aber an meinem Hilux sind die Längsträger des Rahmens durch angeschraubte Kantbleche etwas nach hinten verlängert, um die Wangen des Unterfahrschutzes aufnehmen zu können. Eventuell ist das auch beim Revo so, das würde den Längenunterschied erklären.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 24. Jan 2019, 18:28
by TimHilux
hakim wrote:Weiter im Text: Die Wände zusätzlich mit nochmals 20mm Isolierung zu belegen halte ich für übertrieben - es kostet Dich nur wertvolle Zentimer an Innenbreite. Bei mir sind es zu den 30mm Xtrem-Isolator in den "Feldern" des Alugerüsts nur noch gut 2mm Sperrholz der Innenverkleidung. Auf selbiger habe ich kein Kondens. Und Du mußt ja auch ein paar Dinge direkt am Alugerüst festschrauben, seien es die Winkelschienen für den Bettauszug oder die Halteösen für die Abspannung des Dachs. Wie soll das gehen, mit 20mm Isolierung über allem? Da mußt Du dann wieder was einsetzen, z.B. ein Zwischenholz. Metall geht ja nicht wegen der Kältebrücke. Die Chassisvariante des Revo kenne ich nicht im Detail. Aber an meinem Hilux sind die Längsträger des Rahmens durch angeschraubte Kantbleche etwas nach hinten verlängert, um die Wangen des Unterfahrschutzes aufnehmen zu können. Eventuell ist das auch beim Revo so, das würde den Längenunterschied erklären.
Hakim

Dito..
Nur dass ich nicht den Xtrem Isolator genommen habe sondern selbstklebendes Armaflex. Wenn das Alu schön fettfrei ist dann hält das auch. Ist schon ein paar Jahre drinnen und da kommt nix runter.
Den Deckel hab ich ähnlich gedämmt nur auf die Streben noch ein dünnen Armaflex klebeband.
Bei der Innenbreite würde ich auch nicht leichtfertig 4-5 cm "Verschenken"... Zumal die ganze Isolierung über das Klappdach eher relativiert wird. Und viel Isolierung ist auch gleich viel Gewicht. Da nehm ich lieber ein paar Flaschen wein mehr mit. Das isoliert auch hervorragend :rofl:

Tim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 24. Jan 2019, 21:47
by quadman
...wenn du für die Radkästen die originalen Maße nimmst, passt es natürlich.
Genau so habe ich meine auch gefertigt - zufällig passt es :biggrin:
Meine Kabine ist 1.76 Meter breit. Genauso wie mein Auto.
Und ab der Türkante um 8° abgeschrägt. Selbst da ist die Kabine in den Spiegeln schon präsent...!

Image
guckst du...

Zweimeterfünfzig sind schon stramm. Warum eigentlich? Für eine bequeme aufrechte Sitzhöhe brauchst du innen 1.4 Meter.
Ein echt schönes Hobby, diese Planereien. Macht Spaß!



Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 24. Jan 2019, 22:59
by Lender
Die 2.5m sind das obere Maximum, denn sonst passt er nicht mehr in einen High-cube-container. Je tiefer desto besser. Die Höhe ergibt sich aus der höhe des Alkovens mit Luftspalt plus Fahrzeug. Die Alkovenhöhe ergibt sich dann aus dem Bett(stapel) welcher ca. 25cm wird. Noch etwas Luft und Isolierung dazu schon ist man bei 35-40cm... Die eigentliche Innenhöhe ergibt sich dann von selbst und wird ca. 1.4m sein.
6cm Matratze und 3D-Mesh war mir zu wenig, deswegen entschieden wir uns fürs Froli mit dünner Matratze für den Oberkörper. Für die Beine gibts ein lattenrost mit Matratze wo dann der vordere Teil darunter passt.
Die paar cm Blickfeld könnte ich verkraften, in Island hatten wir eine 2m breite Kiste. Da störte nur der nicht "funktionierende" Innenspiegel. Die Zulassung wäre da jedoch eine andere frage.
Das Bett wird komplett unterlüftet sein und auch die Zeltbahnen werden noch zusätzlich isoliert sein. Ansonsten kann man sich ja die Isolation der Profile sparen. Entweder wird es was von Blidimax sein oder ein Eigenbau.
Wenn bei euch ein paar mm reichen, werden wohl 10mm längstens genügen. Dann könnte man auch wieder Winkleprofile nutzen anstelle von Stelzen fürs Bett wie bisher geplant. Distanzblöcke würde ich aus ABS machen.

Zum Chassis muss ich wohl den Händler ausquetschen.

@Hakim: Du hattest dich doch bezüglich der Fusion Ortec/Exkab erkundigt. Ich habe da die Antwort in den Mini-camp-thread rein gestellt.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 27. Mar 2019, 16:16
by Lender
So es gibt ein paar Fortschritte. Während wir auf Kabine und Hilux warten, beschäftige ich mich momentan mit der Elektrik. Da haben sich mir ein paar Fragen gestellt.

1. Geplant ist eine Planar 2D Heizung. Im Planar-Schema ist die mit 25A abgesichert :shock: Im Betrieb braucht die nur ca. 3A. In anderem Zusammenhang habe ich gelesen, dass die etwa 9A zum starten braucht. Macht ja auch Sinn wegen des Glüh-Stiftes. Da meine vorgesehenen Schalter aber nur 10A vertragen, stellt sich mir die Frage:
Mit 10A absichern und ausprobieren, hat da jemand Erfahrung ob das reicht?
Oder besser den On/Off-Eingang nutzen oder über das "Car-alarm-relais"-system schlaufen? Hat das jemand schon gemacht? Reststrom wäre dann aber immer noch.
Über ein Relais möchte ich ungerne. Aufgrund des Frischluftbetriebs und des Reststromes möchte ich noch eine zweite, schnell einsehbare Abschaltung (beleuchtete Schalter) drin haben. Dieser ist gleich neben dem für die Wasserpumpe angedacht.

Womit wir bei Nr 2. sind. Reichen besagte 10A für eine Shurflo Trailking Wasserpumpe? Diese wird mit 3A Nennstrom gelistet, wird aber kurzzeitig bestimmt darüber liegen. Auch über 10A? Habe dazu leider kein brauchbares Handbuch gefunden.

Sollten beide über 10A benötigen, würde ich mir wohl dann doch ein Relais antun. Ansonsten gibt es einen anderen Schalter für die Planar :roll:

3. Als Ladegerät kommt ein Votronic VBCS rein. Das Schema ist ja soweit Ok, nur das Problem liegt beim D+ Signal. Hat der REVO das Noch? Falls nicht, wo sonst abgreifen? Bei der AHK gibt es ein Zündungssignal, allerdings ist die erst später vorgesehen. Sicherungskasten Klemme 15? K.A. wie es da drinn aussieht. Rücklichter anzapfen?

Schon vielen Dank im Voraus

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 27. Mar 2019, 17:33
by hakim
Hallo Leon,
CARLING-Schalter z.B. vom Typ Contura sind bei 12-14V bis 20A belastbar. Außerdem frei belegbar, mit 2 LEDs für Funktionskontrolle und Nachtbeleuchtung. Zur Planar kann ich nichts sagen, eine vergleichbare Eberspächer D2 zieht beim Starten maximal 5A, sonst bis 3A. Einen "D+"-Anschluß gibt es beim REVO genausowenig wie beim Vorgänger HILUX N25. Du kannst laut VOTRONIC ersatzweise Strom von Klemme 15 als Signal nehmen. Das VOTRONIC VBCS braucht nur einen geringen Kl.15-Steuerstrom, den kannst Du z.B. mittels "Sicherungsdieb" an einer beliebigen Sicherung klauen, welche nur beim Einschalten der Zündung Strom führt. Beim Hilux wäre das z.B. die 10A ECU-IG&Gauge oder die 7,5A IGN, aber vom REVO habe ich leider keine Stromlaufpläne. Nicht von der Bordsteckdose oder vom Zigarettenanzünder und auch nicht von einer Sicherung nehmen, welche schon bei der 1.Schlüsselstellung (ACC) Strom liefern. Das VBCS braucht das Signal, daß die Lima läuft, ersatzweise daß die Zündung eingeschaltet ist und man also gleich starten wird. Das Signal von den Rücklichtern wäre vollkommen ungeeignet. Ansonsten kannst Dich hier mal durchwühlen (Stichwort D+ Simulator, ab 03.März 2019):
lichtmaschine-d-t57073.html?hilit=d%20simulator
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 27. Mar 2019, 18:22
by Lender
Hoi Hakim
Danke für die Info.
Den Thread hatte ich auch schon durchgeakert. Da es sich nicht um den REVO gehandelt hatte, dachte ich besser nochmal explizit nachfragen. Ich werde dann wie vorgeschlagen das Zündungssignal abgreifen, wird das einfachste sein. Allerdings muss dann ein Zettel ans Lenkrad mit "bitte gleich starten". :D
Ich hatte gelesen das VBCS werte sowohl den D+ aus als auch die anliegende Spannung aus. Könnte es sein das bei anliegendem D+ der Ladevorgang des Starter-Akkus unterbrochen wird und dann noch auf die 14V gewartet wird?

Optisch sind die Heizungen ja fast gleich, ich hoffe das gilt auch beim Elektro. Werde mich aber mal nach anderen Schaltern umsehen. Von der Webasto habe ich das Service-manual gefunden. Da wird der Kalt-widerstand des Heizelementes mit 0.3-0.4 Ohm angegeben. Wird ein Kaltleiter sein welcher zumindest in der Theorie bis 40A ziehen könnte. Absichern muss man sie jedoch nur mit 20A. Das würde wohl eine 10A killen, auch wenn es nur sehr kurz ist.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 27. Mar 2019, 18:55
by hakim
Hallo,
das VBCS mißt die Spannung zwischen den beiden Batterien bidirektional, das ist richtig. Allerdings habe ich keinerlei Detailinfos darüber, ob und ggfls. wie das D+ -Signal bzw. das Ersatzsignal Kl.15 mit der Spannungsmessung zusammenspielen.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 24. May 2019, 16:27
by Hanjo
Hi,
Ich habe jetzt nicht alles bis ins Detail gelesen. Aber für die Planar 2D hast du ein Bedienelement, da brauchst du dann keinen Schalter mehr für die Heizung. Im Gegenteil es soll auch keiner verbaut werden damit man sie nicht einfach ausschalten kann im Betrieb, da sie ja extra runtergefahren wird. Unterbricht man die Stromzufuhr plötzlich beispielsweise durch einen Schalter kann und wird es höchstwahrscheinlich auf Dauer zu Schäden führen.

Wenn du trotzdem alles stromlos schalten möchtest und du eh ein VBCS verwenden willst. Nimm gleich das Jupiter Bedienpanel und einen Smart Shunt dazu, da hast du dann einen vernünftigen Hauptschalter.
Funktioniert einwandfrei bei mir :wink:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 24. May 2019, 17:11
by Lender
Hoi Hanjo
Die Planar würde ich zuerst mit dem Bedienelement herunter fahren und dann erst Stromlos machen. Die soll ja auch zuerst runter kühlen können. Ist aber durchaus etwas suboptimal wenn man aus versehen an den Schalter kommt. Dazu hat sie ja noch einen Steuereingang welcher gemäss Schema von einem Relais des Fahrzeuges geschaltet wird, ich versuche zuerst die Planar über diesen zu verriegeln. Da sie Frischluft zieht, möchte ich ein starten bei staubigem Gelände vermeiden und einen Deckel drauf.
Die Aufteilung über die Schalter dient dem gezielten ausschalten, da z.B. die Kühlbox auch während der Fahrt laufen soll im Gegensatz zu Wasserpumpe etc.
Schaltet der Smart-shunt selbst oder hast du noch ein extra Relais?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 24. May 2019, 17:35
by Hanjo
Der Smart Shunt schaltet bei unterspannung selbst ab kannst aber auch manuell schalten über das bedienteil. Alles was nicht abgeschaltet werden soll darf eben nicht über den Shunt laufen. Dadurch verfälschst du dann aber die angegebene Batteriekapazität

Ach und da wo es staubig ist, braucht man meist keine Heizung :wink: sofern brauchst du sie dann nicht einschalten


Gruß Hanjo

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 24. May 2019, 19:18
by Lender
Vielen Dank für die Info.
Der Unterspannungsschutz und die zusätzlichen Informationen wären das Hauptargument für den Smart-Shunt. Ist allerdings etwas doof das man die Kühlbox via Bypass betreiben müsste, wenn man damit alles abstellt. Da bleibe ich doch lieber bei individuellen Schaltern und kann selektiv Dinge abstellen, zumal das nicht so viele sind :)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 05:44
by hakim
Hanjo wrote:...Ach und da wo es staubig ist, braucht man meist keine Heizung :wink:

Hallo,
dann sollte Lender lieber nicht in die Sahara oder nach Island fahren..., wobei Dir sicher auch noch weitere Gegenden einfallen werden, richtig? :wink:
@Lender: mach´s nicht zu kompliziert! Unterwegs wirst Du bei einem Problem froh drum sein, einen einfachen elektrischen Systemaufbau vor Dir zu haben ohne Komponenten, welche sich nach Defekt nicht ohne großen Aufwand ersetzen lassen. Und zeichne Dir parallel zur Installationsarbeit einen ordentlichen Schaltplan zum Mitnehmen.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 09:33
by Lender
Hoi Hakim
An diese Gegenden habe ich auch gedacht ;)

Schema wird/wurde bereits vor dem Aufbauen gemacht. Nur so kann man die richtigen Komponenten bestellen. Ansonsten sind es dann 100 Fahrten/Pakete, zumindest bei mir... Hatte zum Glück genügend mit Schemas zu tun in meiner beruflichen Ausbildung.
Simpler als Akku, Verteiler mit Sicherung, Schalter, Verbraucher, Verteiler, Mess-Shunt, Akku geht wohl kaum. Oder findest su den Mess-Shunt unnötig? Ist halt doof wenn der Verreckt, oder bleibt er dann auf permanent durchlassen?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 11:22
by hakim
Hallo,
simpel heißt bei meinem Minicamp:
- CYRIX 230 (elektronisches, bidirektional messendes Trennrelais)
- VARTA DualPurpose 75Ah (als Zweitbatterie im Motorraum, Starterbatterie ist 80Ah)
- BLUE SEA 6-fach (Verteiler mit Sicherungen im Minicamp)
- ab da direkt an alle Verbraucher (D2-Heizung, 3 LED-Innenleuchten, Absorberkühlbox, 2x12V-Steckdosen).
Wobei die Tauchpumpe noch von der früheren Installation her von Dauerplus der AHK gespeist wird. Und für die Überwachung der Batterien stecke ich ein kleines PEARL-Voltmeter mit Spannungswarner und 2x USB 3,1A entweder in die Zigi-Dose oder in eine der Steckdosen im Minicamp, je nach Prüfbedarf. Ich habe die Anzeige per Profi-Multimeter auf ihre Genauigkeit gegengeprüft - auf die 2.Stelle hinter dem Komma kann ich gut verzichten.
Zu einfach? Man könnte jetzt philosophieren über ungleich große Batterien in meinem Hilux, nicht vollkommen ausbalancierte Ladung derselben, fehlende Sicherheitseinrichtungen wie einen Hauptschalter, einen Meßshunt vielleicht sogar mit Bluetooth ans Smartphone gekoppelt, einen Booster und ein VSBC sowieso... welches übrigens auch mit simplem Anschluß an Klemme 15 anstelle D+ bzw. D+Simulator zuverlässig läuft. Technisch interessant finde ich all das schon, aber in der Praxis befolge ich für mich das KISS-Prinzip.
Ich meine ja nicht, daß Du dasselbe machen sollst wie ich. Aber gerade für längere Reisen wird m.E. allzu oft zu hoch aufgerüstet. Bedenke: je einfacher die Installation, desto leichter findest Du einen Fehler. Je einfacher die verbauten Geräte, desto eher findest Du brauchbaren Ersatz unterwegs oder kannst zumindest was basteln, was Dir provisorisch weiterhilft.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 12:54
by ran-muc
Hallo Hakim

Daumen hoch für deine simple Elektro-Anlage .

Leider wird ein CYRIX 230 beim neuen Hilux mit dem
Batterie Management System nicht funktionieren .
Mit nur 12,5 bis 13,5 V kannst du keine Batterie laden .

In dem Fall wird es wohl nicht ohne Ladebooster gehen

Gruß Rudi

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 13:44
by hakim
Hallo Rudi,
also hat der REVO ein sogenanntes "intelligentes" Lademanagement? Wußte ich bis dato nicht, danke für die Info. Und Euro 6 hat er auch, also funktioniert der D+Simulator auch nicht, laut VOTRONIC jedenfalls. In dieser Hinsicht wird offenbar nichts besser, mit jeder Fahrzeuggeneration.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 14:21
by Lender
Hallo Zusammen
Danke für die Infos.
Wird das BMS im Revo dann nicht verwirrt wenn mehr Strom raus geht als dass der Starter-Akku Kapazität hat? Oder überwacht das nur die Spannung?
Da sowohl Solar als auch 230V-Einspeisung geplant sind, erschien mir das VBCS die beste Lösung nach dem KISS-Prinzip. Ein Gerät, wird der Akku nicht mehr geladen, ist das hinüber. Erspart auch Relais und was sonst noch so alles nötig ist damit ein solches System harmoniert. Manche Leute monieren nun, dass wenn das aussteigt, hat man nichts mehr. Ansonsten hätte man noch 2 von 3 Optionen. Ich gewichte da die "Einfachheit" der Eierlegenden Wollmilchsau aber höher. Zumal ich noch nichts Schlechtes über die VBCS gehört habe, oder hat da jemand andere Infos?

Das mit der Klemme 15 konnte ich bereits einem anderen Thread hier entnehmen. Damit es nicht gleich beim einschalten der Zündung den Starter-Akku entleert, würde ich noch ein anzugverzögertes Relais rein hängen, sofern dann schon wirklich Ströme fliessen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 14:30
by GRJ78
Das Votroniczeug ist schon gut. Ich bau mir auch einen VBCS-Tripple von denen ein.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 15:18
by quadman
ran-muc wrote:Hallo Hakim


Leider wird ein CYRIX 230 beim neuen Hilux mit dem
Batterie Management System nicht funktionieren .



...der Revo hat sowas nicht..., also ich habe es noch nicht gefunden :wink:


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 16:59
by hakim
Hallo,
na was nun?? :ka: Leider kann ich da nichts zur Erhellung beitragen...
Zum VBCS: für das Triple-Zusammenspiel von Starterbatterie(n), Versorgerbatterie(n) und Solaranlage plus externer Lademöglichkeit über 220V halte ich das VBCS durchaus für eine gute Lösung. Goodies: Ansteuerung auch über Kl.15 statt D+ möglich, integrierte Temperaturüberwachung der Versorgerbatterie, differenziert einstellbare Ladekurven je nach Batterietyp (z.B. Blei-Säure als Starter und AGM als Versorger). Bißchen viele Kabel zum VBCS, aber mithilfe der guten Anleitung ist die Montage nicht kompliziert.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 25. May 2019, 18:13
by quadman
...ich habe es ja wie immer gemacht. Zwei 75Ah Optima parallel, fertig.
Bisher werden die Akkus geladen...


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 26. May 2019, 09:58
by WolfgangK
Mit inteligenten Limas in Euro 6 Fahrzeugen funktioniert das heutzutage eben nicht mehr ganz so simpel, spätestens wenn dann noch Solar/Landstrom/Wechselrichter dazukommt wird es etwas aufwendiger und man kommt um einen B2B Lader kaum herum. Zumindest, wenn man die Batterien möglichst gut laden und ausnutzen will.

Ich baue mir ein Votronic Jupiter ein, zum Anbindung ans Bordnetz dient ein Lade-Wandler VCC 1212-20 C, der eine 80AH LiFePo4 lädt. Dazu ein Solarpanel aufs Dach mit Votronic MPP Regler. 230V Landstrom benötige ich nicht. Über das Jupiter kann dann Ladung/Entladung von Solar und LiMa kontrolliert werden, dazu hat es noch ein paar andere brauchbare Funktionen..

Um die Planar, den Kühlschrank und die Beleuchtung zu versorgen gibt es 2 Stromkreise der Kabinenbatterie. Einer mit Dauerplus (Planar/Engel), der andere abschaltbar für den ganzen Rest.

Da meine Kabine abnehmbar wird versuche ich, die Anbindung zum Fahrzeug so einfach wie möglich zu machen. Über die 13-polige AHK Steckdose bekomme ich nicht nur Ladestrom und geschaltet Plus, sondern auch gleich die Versorgung für Zusatzrückleuchten/Blinker.

Für meine Zwecke finde ich das die ideale Lösung, die Geräte sind alle aufeinander abgestimmt.

Das VBCS ist eine gute Lösung, aber auch hier ist ein Batteriemonitor (oder gleich ein Jupiter) praktisch (speziell mit LiFePo, ein simples Voltmeter funktioniert da nicht).

Das alles hört sich komplizierter an als es ist, mit ein wenig Logik ist das aber überschaubar (auch im Fehlerfall).

Wolfgang

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 26. May 2019, 10:52
by Northwind
Ich habe in meinem Revo wie Hakim beschrieben hat das Cyrix Trennrelais mit der Varta Batterie, das funktioniert seit 2 Jahren absolut problemlos...

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 29. Jun 2019, 17:56
by Lender
So der Lux ist da, nicht der schönste, aber muss er ja auch nicht sein. Ist ein Modell Luna, vermutlich Duty Comfort in DE, mit Klima, Tempomat, Radio, Versiegelung und 170Ps. Kein Safety-sense Krams etc.
Für die AA wurden bereits eine Dometic Kühlbox, 2x100W Felx-Solar, 120Ah AGM und ein VBCS gekauft um alles am laufen zu halten. Hat soweit alles gut geklappt. Der Smart-Shunt kam dann auf der AA auch noch in den Korb :)

Nun heisst es bis September warten für die Kabine.

In der Zeit werde ich wohl bereits die Entlüftungen höher legen. Das wären dann wohl: ADD und VA-Diff müssen im Motorraum verlängert werden, Getriebe, VTG sowie das HA-Diff bekommen eine Leitung. Diese Infos sind vom alten Lux, da ich für den Revo noch keinen ausführlichen Thread gefunden habe. Hab ich sonst noch etwas vergessen? Ich würde gerne richtige Nippel für die Leitungen verwenden, Kennt da jemand die Gewindegrösse(n)?

Gruess und Vielen Dank im Voraus
Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 30. Jun 2019, 09:01
by hakim
Hallo,
wenn es beim REVO so ist wie beim N25, dann werden Getriebe und VTG bereits über Leitung entlüftet. Diese endet, mit einem Spritzschutzkäppchen versehen, an der Rückseite des Motorblocks. Sehr schlecht erreichbar, am Besten von unten mal hierhin peilen. Von hier aus dann nach oben verlängern, analog zu ADD und VA-Diff. Du brauchst also allenfalls für das HA-Diff einen Schraubnippel - aber es geht mit etwas Schlauchbastelei zur Querschnittreduzierung auch ohne.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 7. Jul 2019, 11:27
by Lender
Hallo zusammen

Habe mir nun mal die Entlüftungen genauer angeschaut. Zunächst ein Dankeschön an Hakim, dank ihm konnte ich die drei Schläuche von VTG, Getriebe und ??? schnell finden. Diese liegen schön beim Übergang Motor/Getriebe und sind hinter dem Turbo/Krümmer halbwegs gut zugänglich.
Die Entlüftungen für ADD und VA-Diff sind schon etwas weniger zugänglich beim Diesel-Filter (meine Vermutung) verbaut.
Das HA-Diff ist das zugänglichste und am einfachsten zu finden. Als ich das rausgeschraubt habe, war sehr gut zu hören wie dort Luft reingezogen wurde. Ich weiss nicht ob es an der Werks-Konservierung oder an nem kaputten Käppchen lag, aber es lässt sich leicht bewegen. Keine Ahnung weshalb dennoch ein Unterdruck im Diff war, zumal das Fahrzeug schon nen Moment an seinem Platz steht.
Für mich steht jedoch fest, dass ich den Dingern nicht traue, weshalb alle 6 durch kleine Kraftstofffilter ersetzt werden.

Auf Wunsch können Fotos hochgeladen werden da es ja keinen Thread zum Revo gibt.

Nachtrag: Ich habe mal ein Käppchen aus dem Motorraum geöffnet, es scheint so dass alle nur noch Luft raus, aber nicht mehr rein lassen. Es gibt eine Gummi-Membran unter dem Käppchen was das ganze verhindert.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 8. Jul 2019, 05:32
by hakim
Hallo Leon,
das Ventilkäppchen am Hinterachsdiff kann nur Überdruck ablassen. Wenn das Diff kalt wird, entsteht somit ein leichter Unterdruck im Gehäuse. Deine Beobachtung ist demnach normal. Und falls das Käppchen auf der ADD-Entlüftung auch nur Luft ablassen kann, rate ich dringend dieses - mit oder ohne Schlauchverlängerung - nicht weiter zu verwenden. Der beim Furten durch kaltes Wasser im ADD entstehende Unterdruck kann nicht ausgeglichen werden, sodaß Wasser an der Deckeldichtung vorbei in den elektrischen Teil des ADD-Aktuators gezogen werden kann. Ich hatte deshalb in Island zweimal einen durchgebrannten Servomotor im ADD meines Hilux N25, bis ich der Ursache auf die Spur kam und dieses Ventilkäppchen entsorgt habe. Als weitere Maßnahme habe ich den Plastikdeckel des neuen Aktuators anders montiert: serienmäßige Deckeldichtung raus und Deckel mit dauerelastischer, öl- und temperaturbeständiger Dichtmasse (z.B. REINZOSIL) aufgesetzt. Außerdem den dünnen Entlüftungsschlauch auf dem Deckelstutzen mit einer Schlauchschelle gegen Abrutschen gesichert.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 8. Jul 2019, 08:52
by Lender
Hoi Hakim
Von deinem Dilemma mit dem ADD habe ich auch schon gelesen. Ob dies beim Revo besser abgedichtet wurde kann ich leider nicht sagen. Allerdings habe ich momentan keine Bühne zur Hand und aufm Platz ist das doch etwas doof da ran zu kommen. Auf jeden Fall kommen alle Käppchen runter. Ein Überdruck würde das Öl raus drücken, ein Unterdruck allen Mist reinziehen. Ob die Idee hinter den Käppchen/Rückschlagventilen eine Umweltschutzmassnahme ist? Am besten wäre eine leichte Druckbeaufschlagung mit 50-100mbar beim Furten. Aber das wäre dann wohl doch etwas zu viel.
Ist bei dir auch ein Schlauch anders als die anderen? Ich habe 4 schwarze mit silbernen Käppchen und einen weissen mit schwarzem Käppchen, könnte der Weisse vom ADD sein? Der ist verglichen mit den anderen doch etwas weniger vertrauenserweckend.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 8. Jul 2019, 13:03
by hakim
Hallo,
wie es beim REVO genau ist, weiß ich nicht. Beim Hilux N25 waren hinterm Dieselfilter in einem Clip ein dünner schwarzer Schlauch vom ADD mit einem Ventilkäppchen, dann noch ein dicker schwarzer Schlauch vom VA-Diff mit einem ventillosen, also offenen Hütchen. Die Schläuche von VTG und manuellem Getriebe waren per T-Stück zusammengeführt und das Ganze endete hinterm Motorblock in einem einzelnen, ventillosen Hütchen. Aber schon beim N25 gab es auch andere Entlüftungsverlegungen mit separater Entlüftung von VTG resp. Getriebe wie auch die Verwendung von Ventilkäppchen anstelle der offenen Hütchen. Einfach alles nach oben verlegen und jeweils entweder eine offene Abdeckkappe oder einen Minifilter draufsetzen. Das Ende der ADD-Entlüftung habe ich sogar durch die Spritzwand nach innen geführt - im Elektrikteil des Aktuators ist ja kein Öl, was riechen könnte. Meine zwei aufgrund Wassereintritts defekten ADD-Aktuatoren gingen übrigens auf Garantie, glücklicherweise.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 8. Jul 2019, 14:17
by Lender
Dann wird es beim Revo, zumindest für das ADD und das VA-Diff, ganz ähnlich sein. Da gibt es eine Leitung welche sich von allen anderen unterscheidet. Und diese befindet sich ebenfalls neben einer dickeren beim Dieselfilter.
Beim Motorblock gibt es drei dicke, Getriebe, VTG und :confused:
Wie dem auch sei, es bekommen nun alle etwas mehr Schlauch und einen Filter.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 2. Aug 2019, 14:54
by Lender
Hallo Zusammen

Das mit der Entlüftung ist soweit erledigt. Der Schlauch/Stöpsel für das VA-Diff war aber grösser als die anderen :roll: hat sich dann aber schnell eine Lösung gefunden.

Nun zur nächsten Frage, und zwar wollte ich mal die Pumpe für die Standheizung vorbereiten. Dabei möchte ich nicht in den Tank bohren. Leider befindet sich die Entnahmestelle unter der Karosse, weshalb Zu- und Rücklauf nicht einfach zugänglich sind. Unter dem Fahrzeug gibt es zwei schöne Leitungen (Bild) welche irgend wo vom Tank nach vorne Führen. Aufgrund von Durchmesser und Lage vermute ich Vor- und Rücklauf, könnte mir das jemand Bestätigen? Hier würde ich gerne ein T-Stück in die dünnere Leitung einsetzen.

Zudem, weiss jemand ob die Thomas Magnet P327 nach IP68 geprüft ist? gäbe eine super Stelle gleich neben den Leitungen. Konnte dazu leider nichts finden.

Vielen Dank im Voraus

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 06:03
by hakim
Hallo,
wenn ich mich recht erinnere, ist auch beim REVO die dicke Leitung der Zulauf zum Motor. Verfolge mal die beiden Leitungen ein Stück nach vorne, eine davon mündet in einen kleinen gerippten Kraftstoffkühler. Das wäre dann der Rücklauf - bei meinem´08er Hilux ist das die dünnere Leitung von beiden. Ich habe bislang das T-Stück immer in den Zulauf gesetzt, um gesiebten Kraftstoff zu haben für die Heizung. Gehst Du an den Rücklauf, solltest Du einen kleinen Filter zwischensetzen - wobei dieser dann im Winter versulzen könnte.
post768521.html?hilit=hilux%20heizung%20r%C3%BCcklauf#p768521
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 08:52
by quadman
...und sieh zu das die Restreichweite -60 ist. Das gibt sonst ne ordentliche Dieseldusche...


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 10:53
by Lender
Hallo Zusammen

Vielen Dank für die Infos und den Link.
Das mit der Dusche habe ich mir schon fast gedacht, habe deshalb schon was zum quetschen besorgt. Liegt der Rücklauf erst bei -60 frei oder ist der Motor dann bereits kurz vor dem abstellen? Sind da KUN und REVO vergleichbar?

Ich werde mir das mal mit dem Kühler anschauen, hoffentlich finde ich den. Den Rücklauf würde ich bevorzugen, es findet sich sicher auch entsprechend grober Filter. Zu was würdet ihr raten? Ein feines Metallsieb, einen Sinterfilter aus Metall oder einen aus Kunststoff? Der aus Kunststoff wird wohl am ehesten dicht machen. Ich würde aktuell zum Sinterfilter tendieren.

Ihr habt beide die Pumpe unter dem Fahrzeug, gab es da schon Probleme wegen Furten?

Gruess und Vielen Dank, Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 14:52
by quadman
Dann sind noch so 5 bis 6 Liter im Tank. Das passt schon.
Der Pumpe ist das egal, ich hatte zwei unterm Auto, da gab es nie Probleme.

Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 15:05
by muelli
Hab das mit dem T-Stück grade hinter mir, der dünne Schlauch ist in der Tat der Rücklauf.
Falls Du eine Thomas Magnetpumpe hast, wie sie Planar-Sets beiliegt, die ist für Unterflurmontage geeignet. Liegt auch ein Wasserdichter Stecker zu diesem Zweck bei.

Mir erschließt sich grade nicht, wieso man für den Rücklauf einen extra Filter brauchen sollte....
Der Rücklauf geht doch nicht bis zum Boden runter und suckelt Sulz an?

ps: 10/10/6er T-Stück passt, wenn Du Rücklauf Revo und Planar Set benutzt:
https://www.ebay.de/itm/262755146259

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 15:17
by Lender
Hallo Zusammen

Die Thomas Magnet Pumpen sind glaub ich bei fast allen Standheizungen dabei. Meine stammt ebenfalls aus einem Planar-Kit. Deswegen diese "universelle" Frage. Es tut dennoch gut zu hören, dass das mit der Unterflurmontage kein leeres Versprechen ist resp. sich nicht nur auf Spritzwasser bezieht.

Habe mich vorhin unter den Lux gelegt und das T-Stück in die Dünnere Leitung eingebaut. Es kam nur etwas Diesel raus von der abgeklemmten Sektion. Von daher bin ich Zuversichtlich, die richtige Leitung erwischt zu haben :D Einen Kühler konnte ich in der Leitung nicht entdecken, sie ist allerdings auch ordentlich zugebaut. Wobei ein Kühler ja möglichst frei sein sollte.

Beim Rücklauf kommt der Diesel, im Stand zumindest, direkt aus dem Tank. Da die Pumpe sehr geringe Volumen befördert, ist auch alles sehr klein und dadurch auch bei feinem Schmutz eher anfällig.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 15:45
by hakim
muelli wrote:...Mir erschließt sich grade nicht, wieso man für den Rücklauf einen extra Filter brauchen sollte....
Der Rücklauf geht doch nicht bis zum Boden runter und suckelt Sulz an?...

Hallo,
dann lies mal hier - die Kraftstoffentnahme dürfte beim REVO identisch zum Hilux N25 sein:
post826242.html?hilit=hilux%20heizung%20r%C3%BCcklauf#p826242
Etwas hochscrollen bis zu Dotzis Fotos!
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sat 3. Aug 2019, 16:40
by muelli
örgs. hm da muss ich mal in mich gehen ob ich da noch nen filter reinfummele....

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 26. Jan 2020, 21:40
by Lender
Kurz vor Weihnachten konnten wir die Leerkabine abholen.
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Mit den Feier-, Arbeits- und Schul-Tagen dauert der ganze Ausbau aber leider doch länger als erwartet. In der Zwischenzeit ist die Isolation drin und die Verankerungen sind eingeklebt/genietet.
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Nun kommt noch ein schöner Polsterstoff an die Wände und dann gehts an die Möbel und Technik :)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 06:40
by hakim
Hallo,
erstmal meinen Glückwunsch zur neuen Leerkabine. Ist offensichtlich aus Alu, von ORTEC. Mein Hinweis betrifft den Polsterstoff als Innenverkleidung. Wenn ich richtig sehe, hast Du lediglich die Felder innerhalb der Rahmenstruktur isoliert. Wenn aber nicht zumindest eine dünne Isolierung auch über den Rahmenholmen liegt, hast Du dort entlang Kältebrücken und der Polsterstoff der Innenverkleidung wird naß werden vom Kondenswasser. Selbiges gilt für die Traversen im Dach und auch im Alkovenboden- eigentlich für alle Aluvierkantrohre, welche unisoliert bleiben. Optimal wäre aus meiner Erfahrung eine zusätzliche Isolierung mit weiteren 10mm Xtremisolator (REIMO) über die gesamten Innenflächen, sofern diese nicht durch Möbel abgedeckt werden. Bedenke auch, daß die wohl verwendete PU-Isolierung im Laufe der Zeit etwas schrumpfen wird. Die Alu-Außenhaut des ORTEC heizt sich sehr auf in der Sonne! In jedem "Feld" des Aufbaus werden also bis zu 5mm breite Lücken zwischen Alurohr und PU-Auskleidung entstehen. Wenn Du jetzt einfach direkt einen Polsterstoff über alles ziehst und flächig verklebst, wird das sicherlich nach dem ersten Sommer nicht mehr so schön aussehen. In meinem Minicamp habe ich nach den ersten Erfahrungen nachträglich eine Innenverkleidung aus folierten Sperrholzplatten eingebaut, insofern habe ich keine Probleme mehr mit Kondens oder schrumpfender Isolierung.
Noch kannst Du optimieren! Viel Spaß beim weiteren Ausbau!
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 07:49
by Lender
Hoi Hakim

Vielen Dank für deine Erfahrungswerte. Die Kabine ist allerdings nicht von Ortec, sondern von Tuning&Fun. Das sind alles grosse, gekantete Alubleche, keine Gitterrahmenstruktur wie bei Ortec. Das auf dem Boden sind die "Fundamente" für die Möbel, diese werden noch mit 30mm XPS ausgefächert und die Profile bekommen 9mm Armaflex. Dann kommen noch Dibond-platten drüber, hatte ich oben vergessen.
An den Wänden möchte ich Platten vermeiden und auch der Hersteller der Leerkabine meinte, er nutze nur Armaflex und dann ein Bezug drüber. Ich denke, gerade das warme Armaflex, sollte doch diese Ausdehnungen des Grundmateriales problemlos mitmachen. Hattest du nur Probleme aufgrund der verschiedenen Temperaturen von Aussenhaut und Rahmen oder hat der PU-Isolator generell nicht mitgemacht?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 08:05
by TimHilux
Soviel ich sehe hat er den Rahmen mit Isolierklebeband abgetaped. Oder meinst Du den Hauptrahmen des Hubdaches?
Ein guter Hinweis ist aber die Schrumpfung des PU... ist mir auch aufgefallen.
Die Seitenwände bei meinem sind auch mit dünnem beschichteten Sperrholz verkleidet, nur das Hubdach habe ich mit dünnem selbstklebendem Nadelfilz etwas widerstandsfähiger gemacht. Hatte ein paar Jahre das blanke Armaflex drinnen. Aber das ist so weich dass ich gerade im Fußbereich Zweifel hatte ob es sich nicht "abreibt".
Dünnen Nadelfilz drüber und alles schick.
Bei der Auswahl des Stoffes bin ich bewußt auf Nadelfilz da in meiner Studentenbude sowas inder Art verlegt war und nie reagiert oder gar geschimmelt hat, trotz Party und Getränkeumkipper und was weis ich nicht mehr alles :biggrin:
Die durchaus wechselnden Luftfeuchtigkeiten im Aufbau sind doch tatsächlich ein größeres Problem.

Tim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 14:35
by hakim
Hallo Leon,
entschuldige, da ging ich fälschlicherweise von der typischen ORTEC-Bauweise mit dem Vierkantrohrrahmen aus... Die Auffälligkeit mit dem Schrumpfen des von mir eingesetzten PU-Isolators (Xtreme Isolator von REIMO) ergab sich aus dem starken Aufheizen der kompletten Alukonstruktion, also sowohl der Außenbleche als auch der inliegenden Alurohrkonstruktion. Die konnte in der Mittagssonne so heiß werden, daß man von innen kaum die Hand auflegen konnte. Ob Dein aufgebrachtes Klebeband das aushalten wird?
@Tim: Mein Hubdach habe ich garnicht verkleidet, lediglich die blanken Alutraversen mit 10mm-PU-Streifen gegen Kondensbildung abgeklebt. Seither ist da Ruhe.
Hakim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 14:50
by Lender
Hauptrahmen vom Hubdach? Das ist wie ein grosses Backblech geformt und noch zwei Querstreben, aber die sind ebenfalls gut gedämmt. Leider habe ich ganz leer kein Foto gemacht, aber ich neige eher zum überdämmen, auch wenn der Zeltbalg gleich wieder vieles wett macht :lol:

Das Armaflex ist bis 90 Grad Einsatzbedingung spezifiziert, sollte also schon halten. Wenn das Iso-Klebeband mal ne weile drauf ist, kommt das auch nur noch mit nem Stück Isolation weg. Ob das Zeugs aber für viele Zyklen spezifiziert ist? Ich hoffe es taugt zumindest, wird ja von vielen genutzt.
Dass sich die Struktur mehr ausdehnt als die Isolation klingt für mich etwas seltsam, oder schrumpfte es erst als es wieder kühler wurde?

Mit den Füssen kommt man höchstens beim Schlafen in die Nähe vom Armaflex, sollte aber mit nem robusten Stoff halten sofern die Stösse gut sind. Oder habt ihr da besonders Probleme im Alkoven?

Nadelfilz hatten wir auch lange als Favorit, haben aber dann farblich nix passendes gefunden. Ein weiterer Vorteil vom Nadelfilz ist, dass du kleine Staufächer mit nem Klettverschluss anbringen kannst. Alucab z.B. bietet solche an. Jetzt nutzen wir eingeklebtes Blech und Magnete dafür.

Vielen Dank und Gruess
Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 16:55
by Cruisero
Hallo Leon,

herzlichen Glückwunsch zu der Kabine! Da hast Du auf kleinem Raum viel Platz geschaffen und wir bleiben neugierig wie Du den Innenausbau machst.

Eins verstehe ich jedoch nicht und das ist die Hecktür. Super finde ich, dass sie wohl über die ganze Breite der Kabine geht. Aber warum geht sie nicht bis zum Boden der Kabine? Warum hängt die Einstiegsleiter, die wohl super konstruiert ist, so weit oben? Damit ist doch auch die lichte Höhe des Einstiges reduziert, d.h. ihr müsst immer stark geduckt in die Kabine krabbeln. Oder sehe ich das auf den Bilder falsch?

Ein paar mehr Bilder wünschen wir uns hier sowieso von dem Projekt ;-).

Gruß
Frank

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 20:05
by TimHilux
Ich habe mit Armaflex selbstklebend gearbeitet (auch das Klebeband über den Traversen) und nullkommakeine Probleme. Wichtig ist eine sorgfältige Entfettung vorweg und Zeit zum Ablüften geben.
Selbstklebendes Armaflex lässt sich prima mit einem (billigen) Keramik-Küchenmesser zuschneiden.

Ob ich nun auf Nadelfilz oder blankes Armaflex sehe ist mir eigentlich egal, wobei der Nadelfilz noch ne Spur besser ist. Ist wie schon gesagt sehr dünn und Meterware, nicht die üblichen Fließen, die sind verdammt schwer

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 27. Jan 2020, 20:57
by Lender
Hoi Frank

Ja die Hecktüre ist nicht ganz optimal, wir passen aber gerade so durch und wenn man genug rein und raus geht, bekommt man Übung :wink:
Grund für den Design-Kompromiss ist eine 270-grad-Markiese welche noch folgen soll. Man kann den Deckel also nicht beliebig weit öffnen und wenn die Schräge dran wäre, würden wir uns wohl öfter die Köpfe daran anstossen. Man könnte auch den Teil nach unten öffnen wie beim Ferwehmobil. Wenn dann aber Dreck in der Dichtung ist und der Arsch beim verlassen von einer Furt weit eintaucht, ists auch nicht so toll. Dafür ist die Türe mit 80cm Breite angenehm weit.
Eine weitere Überlegung war der Tritt ins Leere, wenn man in der Kabine ist und die Türe offen hat. Denn der Boden wäre 30cm vor der Wand fertig.

Bei den Fotos bemühe ich mich um Besserung!

@Tim
Schön zu hören, dass das Armaflex bei dir gute Dienste leistet.
Wir haben nun ein Flockvelours in "Soft Pastell Taubenblau". Je nach Licht ist es mal mehr Hellblau oder mehr Hellgrau. Aber ob es nun Blau oder Grau ist, darüber streiten wir uns noch :rofl:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 12:21
by WolfgangK
Ich habe 3mm Hartfaserplatten mit dünnem Filzteppich bezogen.

Dann kann man gut die Reimo Kunststoffprofile verwenden für Kanten und Stösse, dann sieht das professionell aus.

Kabine ist eine umgebaute Minicamp (erweitert zur abnehmbaren Komplettkabine)

Image

Wolfgang

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 12:34
by alilindner
Ganz kurz mein Senf : Der Hilux ist m.E. nur sehr bedingt tauglich , wie bereits mehrfach erwähnt das Gewicht ! Und wenn dann auch noch Afrika eingeplant ist , dann ist die Struktur eines Hilux mit viel Gewicht auf vielen schlechten Straßen sehr beansprucht . Dazu kommen dann noch unbedingt 2 Ersatzreifen , Werkzeug , reichlich Wasser , Benzinkanister usw. . Damit ist das Limit des Hilux definitiv überschritten . Das hält das Fahrwerk nicht aus.
Trotzdem viel Spaß mit dem Teil und schöne Touren !!

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 14:45
by Elsadre
alilindner wrote:Ganz kurz mein Senf : Der Hilux ist m.E. nur sehr bedingt tauglich , wie bereits mehrfach erwähnt das Gewicht ! Und wenn dann auch noch Afrika eingeplant ist , dann ist die Struktur eines Hilux mit viel Gewicht auf vielen schlechten Straßen sehr beansprucht . Dazu kommen dann noch unbedingt 2 Ersatzreifen , Werkzeug , reichlich Wasser , Benzinkanister usw. . Damit ist das Limit des Hilux definitiv überschritten . Das hält das Fahrwerk nicht aus.
Trotzdem viel Spaß mit dem Teil und schöne Touren !!


Wo genau liegt denn das Limit? Wie viel hält das Fahrwerk denn aus?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 16:45
by Sauerländer-Lux
Hallo Leon,

das mit dem Gewicht sollte beim Revo funktionieren. Fahre zwischendurch zur Kontrolle ruhig mal
auf die Waage. Ich baue zur Zeit eine Kabine(2,60m + Alkoven) auf den Hilux 2015 SC. Die
Ladepritsche beim SC wiegt 160kg. Da die Pritsche vom DC einen Meter kürzer ist, könnten das schon 60kg
Unterschied machen.

100l Wasser sind bestimmt nicht zu viel. Bei mir werden es 150l sein. Ich habe mir zwei Tanks aus Kunststoff
anfertigen lassen. Diese stehen mittig/aussen über der Hinterachse.
Ich rechne mit einem Abfahrtsgewicht von max. 2550kg.

Gruß

HO

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 16:57
by quadman
Ali,

du kennst schon die zul. Achslasten und hast auch schon mal ne Kabine gebaut, draufgestellt und alles verwogen?

Ich hab noch Luft nach oben. Beim N25 mit 300kg weniger auf der HA war das schon enger....



Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 18:28
by WolfgangK
Unterschätzt halt die Einbauten nicht. Klar kann man die Möbel leicht bauen, aber mit Kühlbox, Herd, Elektrik usw. kommt schnell was zusammen, alleine eine leere Engel MR40 wiegt z.B. 22kg. Ein Bett oben im Alkoven kann man auch nicht superleicht bauen, wenn es 2 Personen halten soll.

Also ich bin regelmässig zum Wiegen und habe jedes eingebaute Teil einzeln auf die Waage gelegt.
Trotzdem bin ich jedesmal beim Wiegen etwas erschrocken, auch mit nur einem kleinen 30l Tank und leichter LiFePo.

Mit 2550 kg Zielgewicht musst Du dich sicher an einigen Ecken einschränken, das halte ich schon für optimistisch.

Wolfgang

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 18:31
by Lender
Würde mich auch interessieren wo du denn das Limit vom Lux siehst?

Also beim Gewicht werden reisefertig unter 3t angestrebt (Fahrzeug mit Leerkabine 2.2t) und so viel Gewicht wie möglich an die Stirnwand der Kabine. Den Schwerpunkt so auf/vor die HA zu bringen wäre das Ziel. Zugelassen ist er ohne Auflastung bis 3.2t und ab Werk sind 3.5t möglich. Es gibt also doch noch etwas Reserven ;)
Und der Fahrstil macht ebenfalls viel aus. Wir werden kaum wie mit einem Trophy-Truck durch die Gegend ballern. Nicht das wir nicht gerne würden, aber 1m Federweg an nem Strassenzugelassenen Fahrzeug lassen sich wohl kaum unterbringen :lol:

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 18:37
by GeorgeZ
alilindner wrote:Ganz kurz mein Senf : Der Hilux ist m.E. nur sehr bedingt tauglich , wie bereits mehrfach erwähnt das Gewicht ! Und wenn dann auch noch Afrika eingeplant ist , dann ist die Struktur eines Hilux mit viel Gewicht auf vielen schlechten Straßen sehr beansprucht . Dazu kommen dann noch unbedingt 2 Ersatzreifen , Werkzeug , reichlich Wasser , Benzinkanister usw. . Damit ist das Limit des Hilux definitiv überschritten . Das hält das Fahrwerk nicht aus.
Trotzdem viel Spaß mit dem Teil und schöne Touren !!


Wir waren mit unserem Lux schon öfter in Afrika unterwegs auch schon mehrere Monate am Stück. Ich wüsste nicht was es für Probleme geben sollte. Natürlich sollte man wie bei jedem anderen Fahrzeug auch das Gewicht im Auge behalten. Die Zeiten wo man 200 Ltr, Wasser mitschleppen musste sind doch vorbei. Es sei den man fährt mehrere Wochen irgendwelche Extrem Routen außerhalb jeglicher Zivilisation . Aber dann ist auch ein 3,5 Tonner zu klein.

George

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 19:00
by Sauerländer-Lux
@ Wolfgang


Re: Hilux mit Expeditionskabine

Ungelesener Beitragvon WolfgangK » Di 28. Jan 2020, 18:28
Unterschätzt halt die Einbauten nicht. Klar kann man die Möbel leicht bauen, aber mit Kühlbox, Herd, Elektrik usw. kommt schnell was zusammen, alleine eine leere Engel MR40 wiegt z.B. 22kg. Ein Bett oben im Alkoven kann man auch nicht superleicht bauen, wenn es 2 Personen halten soll.

Also ich bin regelmässig zum Wiegen und habe jedes eingebaute Teil einzeln auf die Waage gelegt.
Trotzdem bin ich jedesmal beim Wiegen etwas erschrocken, auch mit nur einem kleinen 30l Tank und leichter LiFePo.

Mit 2550 kg Zielgewicht musst Du dich sicher an einigen Ecken einschränken, das halte ich schon für optimistisch.

Wolfgang



Die angestebten 2550kg sind schon sportlich. zGG sind 2640kg beim 2015er Lux.
Ohne Pritsche wiegt der SC 1700kg. Die Kabine wiegt leer mit 2 Dometic Fenstern, Dachluke und
Gordidear Markise(2,50m) 260gk. Nach abzug aller Flüssigkeiten, Fahrer und Beifahrer habe ich knapp
300kg Luft für Möbel und Ausrüstung.

Gruß

HO

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 20:10
by Lender
300Kg sind schon sportlich für einen Innenausbau. Mit CFK, LiFePo etc. natürlich gut möglich, kostet einfach. Ich würde den Lux auflasten lassen, damit du auf der juristischen Seite sicher bist. Denn auch wenn es nur 50kg Übergewicht ist, können die Herren in Blau oder Versicherungen bei einem Schaden gnadenlos sein. Geht bis 3t sicher auch ohne LuFe, aber dazu können dir andere sicher mehr zu sagen.

Deswegen wollen wir, sofern mit vertretbarem Aufwand möglich, ebenfalls auf 3.5t hoch, dann ist die Marge einfach grösser.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 28. Jan 2020, 22:58
by Elsadre
Wenn man mit Köpfchen baut und nicht unnötig schweren Krempel herum fährt sehe ich da keine Probleme bei deinem Konzept. Das Gewicht mit Leerkabine ist gut. Meiner wiegt mit Kabine, halbvollem Haupttank und Bett mit angefertigten Matratzen (schwerer als solch Schaumstoff Zeug ausm Polsterzubehör) 2320kg. Ich kann mit meinem OME bis 3t, also gut 700kg für Werkzeug und sonstiges was man so braucht. Hab auch anstatt ner Pritsche ne fest verbaute Alukabine drauf.

Das Gewichtsproblem sehe ich primär bei den Absetzkabinen, die dazu meist einen noch ungünstigeren Schwerpunkt haben.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 29. Jan 2020, 00:14
by TimHilux
Im Reisetrim mit vollen Tanks, Unterwäsche, Ravioli und Bier komme ich genau auf 2640kg.
Wobei da die Vorderachse schon etwas über dem Limit ist :hmmm:
Und ich habe ein sehr rudimentäre Elektrik verbaut. Habe aber die Originalpritsche doch drauf - da wäre noch Potential. Herd hab ich auch keinen aber einen Gaskocher und als Backup einen Benzinkocher (mit 1 Liter Brennstoff) dabei. Meine Möbel haben keinen Boden und keine Rückwand. Der Ausbau der "Rücksitzbank" besteht aus einem Holzgestell mit Euroboxen.
Die beiden Sandbleche sind mit gewogen. Halt Reisetrim.

Tim

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Feb 2020, 17:35
by alilindner
Hallo nochmal !
wir haben einen Bekannten der mit nem Hilux durch das südliche Afrika tourt. Der hat auch einen Aufbau drauf und alles was man so braucht wenn man da unterwegs ist . Mit all dieser ( lebensnotwendigen! ) Ausrüstung ist er jedesmal um mehr als 500 kg überladen , dementsprechend findet in regelmäßigen Abständen eine Reparatur des Fahrwerks statt . Ich bin kein Hilux Spezialist , kenne auch nicht die Gewichte , gebe hier nur meine Erfahrungen weiter . Wir selbst sind mit einem 80 er Cruiser immer wieder auf Tour , haben ein Dachzelt , Wassertank 50 Liter, 2 Ersatzräder , Campingausrüstung , Werkzeug , dazu Benzinkanister auf dem Dach , und bei Bedarf nochmal 3 Stück im Auto . Vergesst also nicht Wasser , Sprit , Lebensmittel , Klamotten usw. alles wiegt !!!! Wir sind jedes Mal am Gewichtslimit , lässt sich aber trotzdem gut fahren . Fahrwerk von Ironman ist verbaut , das bringt viel !!! Also vergesst den serienmäßigen Sch ... wenn ihr nach Afrika wollt :-)
Die Straßen in Namibia , Sambia , Zimbabwe und Botswana sind größtenteils wirklich schlecht !!!

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Feb 2020, 17:45
by quadman
Oh, ein Gewichtsfred.... :lol:


Jetzt im Januar in Norwegen. Allerdings mit Selbstverpflegung für 17 Tage auf der HA und einem im Auto sitzenden Fahrer...

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Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 6. Feb 2020, 18:03
by Lender
Also nen Hilux um 500kg überladen bedeutet was in der Grössenordnung von 3.7t bis 4t GG.
Bei 500l Diesel würde es mich auch nicht erstaunen, aber da würde mich ne detaillierte Aufzählung interessieren.

Es gab mal ein Thread wo jemand alles aufgelistet hat, was alles so mitfährt. Gefühlte 80% waren Ersatzteile, der hätte sogar ein Getriebe in der Wüste revidieren können. Wir werden das etwas spartanischer halten, nach dem Motto: WD40 für alles was sich nicht bewegt aber bewegen sollte und Panzertape für alles andere :D
Ersatzteile bringen viel Gewicht, da halt viel Stahl. Und nach Murphys Gesetz geht genau das kaputt was man nicht dabei hat. Also kann man gleich ein ganzes Fahrzeug oder nix mitnehmen :D

Wenn dann mal etwas ausfällt, müssen wir u.U. länger an einem Ort bleiben bis die Teile eintreffen. Aber das sollte bei einem Toyota nicht ewig dauern.

Und dass man auch unter 3t ( Was ein Gesundes Gewicht ist und unser Ziel) bleiben kann, beweisen ebenfalls viele, nicht nur Stefan ;)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Feb 2020, 13:28
by Surfy
Lender wrote:Wenn dann mal etwas ausfällt, müssen wir u.U. länger an einem Ort bleiben bis die Teile eintreffen. Aber das sollte bei einem Toyota nicht ewig dauern.


Dass kommt stark auf das Land an... Meiner Erfahrung nach, lohnt es sich Zuhause eine Werkstatt zu haben, die die Ersatzteile verschicken und die Erfahrung mit dem Versand / verzollen haben.

Die Spassfraktion hier:
https://www.toyota-mauritanie.com/fr/co ... nouakchott

wollte doch wirklich eine neue Frontscheibe für den Land Cruiser 200 in 60 Tagen auf dem Seeweg und in 40 Tagen Express via Flugzeug organisieren.

Aber immerhin hatte der örtliche Schwarzmarkt "non-toyota" Scheiben auf Lager, passend für diverse Toyota Modelle. Mit anderen Fahrzeugmarken wäre dass nicht so glatt gegangen :ka:

Toyota Nestle kann die meisten Ersatzteile in 2-3 Tagen in DE beziehen und mit UPS/DHL International Express innerhalb von weiteren 3-4 Tagen Vor-Ort (grosse Stadt mit Flughafen und Zollabfertigung erforderlich, oder Hauptstadt) zum Zoll shippern. Dort braucht es dann auch noch 2-3 Tage bis man es abholen kann.

Ersatzteile Weltweit - kann man ev, auch günstiger beziehen...

Surfy

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Feb 2020, 13:59
by Lender
Vielen Dank für den Tip mit Nestle. Ist für mich zwar nicht zuhause, aber ob die Teile von DE oder CH in die Welt fliegen macht auch keinen Unterschied.

Das selbst Markengaragen daran scheitern erstaunt mich einerseits, aber andererseits auch garnicht :rofl:
Hätte gedacht dass das über die Toyo-Connections schnell und reibungslos läuft. Wobei so eine Frontscheibe doch etwas sperrig und fragil ist. Und wenn ich mir manchmal anschaue wie die Pakete ankommen, möchte ich auch kein Glas drin haben. Vielleicht sind die 40 Tage auch Erfahrungswerte bis es eine überlebt.

Und sonst greift man eben auf die nicht-OEM-Ware zurück. Ist ja bei so Allerwelts-Fahrzeugen meist kein Problem und unterstützt die Lokale Wirtschaft ;)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 7. Feb 2020, 16:52
by HeinzD
Lender wrote:Dass kommt stark auf das Land an... Meiner Erfahrung nach, lohnt es sich Zuhause eine Werkstatt zu haben, die die Ersatzteile verschicken und die Erfahrung mit dem Versand / verzollen haben.


Aber unbedingt nachfragen, ob die schon ein Mal einen Versand mit Zoll durchgeführt haben.
Nicht, das die Werkstatt vor Abreise nur "Dampf" plaudert und dann 3 Wochen braucht, bis die die Ersatzteile zu UPS bringen.
Wie bei mir geschehen (Kanada) durch ein Autohaus aus Mering.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 10. Feb 2020, 15:32
by Sauerländer-Lux
Lender wrote:300Kg sind schon sportlich für einen Innenausbau. Mit CFK, LiFePo etc. natürlich gut möglich, kostet einfach. Ich würde den Lux auflasten lassen, damit du auf der juristischen Seite sicher bist. Denn auch wenn es nur 50kg Übergewicht ist, können die Herren in Blau oder Versicherungen bei einem Schaden gnadenlos sein. Geht bis 3t sicher auch ohne LuFe, aber dazu können dir andere sicher mehr zu sagen.

Deswegen wollen wir, sofern mit vertretbarem Aufwand möglich, ebenfalls auf 3.5t hoch, dann ist die Marge einfach grösser.




Ich war heute Morgen mit montierter Leerkabine auf der Waage. 2000kg. 340kg sind fix für Flüssigkeiten,Fahrer und Beifahrer.
Wie gesagt, es wird sportlich.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Sun 16. Feb 2020, 20:37
by Lender
So es gab kleine Fortschritte:
Die Wände sind "Tapeziert". Leider macht der Kleber nicht ganz so mit wie erhofft. Ich hoffe das bessert sich wenn der ein paar Tage wirken kann. Was hattet ihr für Kleber genutzt?

Bei den Staufächern im Alkoven ist nur das untere Profil mit Sikaflex eingeklebt. Dann nach dem Stoff den Rest eingesetzt und Gummi-Schnüre gespannt.

Der Obligatorische UFS ist auch dran. :baeh: Hatte eine weile gedauert, deswegen der kleine Fortschritt. Das einzig gute ist die AHK welche nach der Zulassung gleich wieder abgeschraubt wird bis sie mal gebraucht wird.
Sollte es nötig sein, lässt sich die Quertraverse mit 6 Schrauben entfernen, dann bleiben nur noch die Bleche welche man zur Not ebenfalls entfernen könnte.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 07:57
by Lender
Hallo zusammen

Nun gibt es Gewissheit, nach ein paar Tagen beginnt sich alles wieder zu lösen :baeh: so viel zu Permanent-kleber :angryfire:

Deshalb nun meine Frage, was habt ihr für Kleber genutzt und wie zufrieden seit ihr damit?
Als nächsten würde ich es wohl mit dem Scotch-Weld 30 von 3M versuchen. Problem jetzt ist natürlich der bereits vorhandene Kleber, ich hoffe der hält trotzdem.
Muster für Klebeversuche sind bereits gemacht.

Gruess und vielen Dank
Leon

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 10:16
by muelli
Was genau löst sich denn? Das Sikaflex? Hast Du den Primer benutzt?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 11:15
by Lender
Das Sikaflex hält, da habe ich auch schön nach Tabelle gearbeitet.

Das Problem macht der Sprühkleber mit welchem ich den Polsterstoff befestigen wollte. Hatte ich vergessen zu erwähnen.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 12:18
by Sauerländer-Lux
Optimal wird diese Art der Verkleidung nicht sein. Du hast zwei stark saugende Untergründe.
Der 3M Kleber ist auf Wasserbasis und hat lange Trockenzeiten. Ich habe das mal mit Stoff auf
GFK versucht. Das Ergebnis hat mir nicht gefallen.

Wenn Du keinen geheizten Raum hast, wird es jetzt eh nicht klappen. Falls deine Versuche aber doch
zum gewünschten Ergebnis führen, solltest Du das Dach abbauen, damit nicht Überkopf gearbeitet werden muss.

Löst sich der jetzt verwandte Kleber an allen Stellen oder nur auf den großen Flächen?

Wenn der Belag an den Wulsten(Dachauflage) fest geblieben ist, würde ich die großen
Flächen nach der „Wolfgang Methode“ verkleiden. 2cm breite Streifen aus dem Armaflex schneiden und 1mm dünnere Holzleisten einkleben. Die anzufertigenden Verkleidungen
können dann in der warmen Wohnung beklebt werden.
Diese Verkleidungen können aber auch noch nach dem Möbelbau/ -einbau angefertigt
und montiert werden.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 14:56
by HeinzD
Evtl kannst du hierüber per Anfrage etwas finden was dir hilft.

https://www.frankenwagen.de/videos/

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 15:03
by Buschschnecke
Lender wrote:Hallo zusammen

Nun gibt es Gewissheit, nach ein paar Tagen beginnt sich alles wieder zu lösen :baeh: so viel zu Permanent-kleber :angryfire:

Deshalb nun meine Frage, was habt ihr für Kleber genutzt und wie zufrieden seit ihr damit?
Als nächsten würde ich es wohl mit dem Scotch-Weld 30 von 3M versuchen. Problem jetzt ist natürlich der bereits vorhandene Kleber, ich hoffe der hält trotzdem.
Muster für Klebeversuche sind bereits gemacht.

Gruess und vielen Dank
Leon



Servus Leon,

schade das du keinen farblich passenden selbstklebenden Filz gefunden hast, mit dem habe ich die bisher besten Erfahrungen gemacht, im Wohnmobilausbau.
Zu deiner Frage der Kleber habe ich bisher die besten Erfahrungen mit Industrieklebern für die Sprühpistole gemacht, wie zum Beispiel mit SABA "Sattlerspray AV".
Allerdings haben wir die Feststellung gemacht, dass die Kleber, die das machen was sie sollen, nämlich Kleben, leider nicht die gesündesten sind und zum Teil sehr lange "ausdunsten", was der selbstklebende Filz nicht macht.


Gruß Timo!

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 15:09
by GRJ-CH
Hallo Leon

Ich habe auch selbstklebenden Filz genommen. Ee hält gut und ich konnte ihn auch einmal, wo es nicht so schön war, rausreissen.
Ausserdem kannst Du die Folie Stück für Stück wegziehen und hast nicht das grosse überall anklebende Stück in der Hand. Er lässt sich auch relativ gut ziehen und richten.

Gruss Nik

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 18. Feb 2020, 16:24
by muelli
Lender wrote:Das Sikaflex hält, da habe ich auch schön nach Tabelle gearbeitet.

Das Problem macht der Sprühkleber mit welchem ich den Polsterstoff befestigen wollte. Hatte ich vergessen zu erwähnen.



Ah ja, der Sprühkleber.
Das habe ich auch schon hinter mir. Da hatte sich der Kleber bei hohen Außentermperaturen gelöst.
Ich hatte damit den Dachhimmel befestigt.

Nachdem sich da alles gelöst hatte, habe ich auch einen Sprühkleber aus dem Sattlerbereich verwendet, der angeblich sehr hohe Temperaturen aushalten kann:
https://lederkonzept.de/shop/2-x-500ml- ... derkonzept

Das hat dann auch den Sommer durchgehalten und hält bis heute.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 26. Feb 2020, 10:54
by Matze
Ich habe bei meinem den Extrastarken Sprühkleber von Würth genutzt. Bisher hält es.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 2. Mar 2020, 08:17
by Lender
Hallo zusammen

Vielen Dank für die Tipps.

Mit Platten arbeiten hatte ich mir auch schon überlegt. Jedoch finde ich die weiche Wand ganz angenehm. Sollte es mit Kleber auf Kleber nicht gehen, werde ich wohl zu den Platte greifen.

Eine Spritzanlage habe ich leider nicht und es gibt ja auch eine gewisse Sauerei auf dem Boden. Da ich mal mit anderem weiter mache, wollte ich dies ebenfalls vermeiden.

Ich habe mir nun einen Kanister 3M Fastbond 49 bestellt. Ist für Gewebe und Isolationen gemacht und soll dauerklebrig bleiben. Zudem ists ein Disperionsklebstoff, also mit Wasser als Lösungsmittel. Ich hoffe den riecht man dann auch nicht zu lange.

In der Zwischenzeit wurde noch der Boden gemacht und die Grundkonstruktion für das Bett. Danach folgten mal die Wassertanks und der untere Teil der Stromversorgung.

Vom Bett etc. liefere ich Fotos nach sobald die Verkleidung kein Trauerspiel mehr ist.

Falls ihr Fragen habt oder Detailaufnahmen wollt, lasst es mich wissen ;)

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 3. Mar 2020, 23:01
by Hanjo
Hi,

Die AGM Batterie was für eine Kapazität hat die?

Hat es ein bestimmten Grund warum der Sicherungsautomat nicht in einem Verteilerkasten ist :roll:
Zum Beispiel Spelsberg AK 03

Viel Erfolge weiterhin beim Ausbau!


Schöne Grüße

Hanjo

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 4. Mar 2020, 07:53
by Lender
Hoi Hanjo

Die AGM hat 120Ah, mal schauen wie lange die hält. (War nicht die teuerste)

Über die gesamte Elektrik kommt Stauraum/Sitzgruppe, es ist also durchaus etwas abgeschirmt. Die Sicherungsautomaten sind ein LS/FI-Kombi und ein AFDD (hat nix mit der Partei zu tun) Falls ich die Zeit finde, kommt dann noch ein Gehäuse drum rum, allerdings ist die 230V-Installation auch noch nicht fertig und aktuell geht die Funktion vor.

Edit: Der vorgeschlagene Spelsberg wird keinen Platz finden (zu gross), vermutlich wird es etwas aus dem Drucker als Berührungsschutz.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Thu 5. Mar 2020, 22:43
by Hanjo
Hi,

Ah okay, ja 120AH ist eine gute Kapazität.

FI/LS und AFDD gibt es mittlerweile als Kombination, spart Platz :wink: bei meinem Ausbau gabs den noch nicht. Deshalb gab es bei mir dann nur den FI/LS, was prinzipiell auch reicht. Evtl rüste ich nochmal um.
Die dreier Kombination aus FI/LS/AFDD ist bei Hager im Oktober 2019 rausgekommen.

Denke nur dran wenn du in Ländern einspeisen möchtest die nur 110V haben, das der FI/LS eine entsprechende Nennstromstärke hat.

Gruß Hanjo

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 6. Mar 2020, 07:30
by Lender
Hoi Hanjo

Den von Hager hatte ich damals nicht auf dem Schirm, wenn ich das aber richtig sehe, ist der 3 TE breit. Meine beiden Siemens sind je 1 TE breit, so spar ich 18mm :lol: Ne Kombi wäre schön gewesen, aber funktionieren werden sie auch so.
Den AFDD finde ich gerade im mobilen Bereich sehr sinnvoll. Es sind zwar durchgehend Litzen vorgeschrieben, aber auch die können brechen.

Massgebend ist der nach der Sicherung verlegte Leiterquerschnitt. Die CEE-Steckdosen auf CP sollten alle mit 16A abgesichert sein da 2.5mm2 vorgeschrieben sind. Ich habe danach in der WoKa 1.5mm2 verlegt und mit 10A abgesichert.
Die 110V-Einspeisungen sollten doch auch in der Grössenordnung liegen? Was jedoch nicht optimal ist, ist dass die Komponenten eine Nennspannung von 220/230V haben und so nicht den Universal-Weltbereich abdecken.

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Fri 6. Mar 2020, 23:24
by Hanjo
Na umso besser!

Dein VBCS kann auch 110V, Waeco Kühlboxen können ebenfalls 110V

Von daher sollte es keine Probleme geben :wink:

Schöne Grüße

Hanjo

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 24. Mar 2020, 21:25
by Lender
Nachdem der ursprünglich geplante Kleber immer noch am Deutschen Zoll hängt, vermutlich mit vielen Schutzmasken auf einem LKW, habe ich den Armacell 520 in der Schweiz ab Lager gefunden und gleich bestellt.
Dieser hält nun auch Tadellos, selbst auf dem alten Kleber drauf.
Die Standheizung ist eingebaut und funktioniert Tadellos, auch wenn sie die Kabine fast in eine Sauna verwandelt :lol: Das eine Rohr wird in den Fussraum führen und das andere hoch zum Bett um dieses zu hinterlüften.
Der Boden ist mit Dibond Beplankt und darunter ist Armaflex oder im Gang XPS. Im Gang kommt dann noch der PVC-Belag drauf der auch das XPS im Alkoven abdeckt. Hier kommt dann das Bett mit Froli drauf und die Verlängerung des Bettes ist auch schon fertig im Keller. Bilder davon folgen später ;)
Am Boden sieht man noch belüftungsrohre welche die Luft von der Heizung hinter die Kisten bringt. Diese bilden mit der Verkleidung der Heizung eine kleine Auffangwanne, falls mal etwas daneben geht.
Die ersten Schienen für die Kisten sind bereits eingebaut und funktionieren Tadellos.

Falls ich was vergessen habe oder ihr was genauer wissen wollt, einfach fragen :)

Jetzt sollte es an den Wochenenden zügig gehen, da fast alles vorbereitet im Keller ist :D

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 7. Apr 2020, 17:37
by Lender
So es gibt wieder ein paar Bilder. Elektro ist soweit alles verlegt, das einzige was noch fehlt ist die Tankanzeige und die Kühlbox.

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Bei den Wassertanks war der Anschluss seitlich, jedoch hielten die dem Wasserdruck von ca. 10cm Wassersäule nicht stand :angryfire: Also sind sie raus geflogen und es kommt einer auf Mass rein. Die Halter für die Filter sind ebenfalls fertig gedruckt und kommen über Ostern rein.

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Auf die Winkelprofile für die Kühlbox bin ich noch am warten. Danach kommt noch die Küchenzeile drauf und dann ists bald vollendet, oder auch nicht :D

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 29. Apr 2020, 17:50
by Lender
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So langsam ist er innen fertig.

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Vermutlich überlebt die Kochplatte das Fahrzeug. War eine reine Alibi-übung für die MFK, welche er klaglos bestand.
:D
Gesamtgewicht vollgetankt und mit 35l Wasser als Ersatz für alles was ggf. noch folgt, 2680 Kg. Sind also noch rund 530 kg juristische Reserve.

Einige Mängel/Denkfehler wollen aber noch behoben werden.
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Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 29. Apr 2020, 19:14
by GRJ-CH
Es kommt aber gut, Gratulation!

Gibt es schon Reisepläne, wenn wieder offen ist?

Gruss, Nik

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 29. Apr 2020, 19:16
by quadman
...besser wird immer alles bei Version 2.0 :D

Nein, das wird schon! Kommt eine Dachluke rein? Am besten eine, die bei Wind und Wetter einen Spalt offen bleiben kann.
Hast du die Heizung auf Außenfrischluftansaugung eingebaut?


Gruß STefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Wed 29. Apr 2020, 19:55
by Lender
Hallo zusammen

Vielen Dank, für ende Juni und den Juli wären Färöer und dann Island geplant. Sofern das irgendwie möglich ist, werden wir gehen. Aber aktuell können wir nur hoffen.

Es ist bereits eine Gebo Heki Dachluke eingebaut. Die kann man bei einem kleinen Spalt verriegeln. Ich würde jedoch eher bei den Seitenöffnungen eine kleine Nische öffnen für die Standheizung. Diese zieht Aussenluft und kann auf Umluft/Innenluft umgeschalten werden.

Wenn das Wetter passt, gibt es dieses Wochenende den ersten Test :D

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 12. May 2020, 17:17
by Hanjo
Servus,

sehr schön! ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungen.

Gruß Hanjo

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 1. Jun 2020, 14:46
by Lender
Hallo Zusammen

Es gibt mal wieder ein paar Bilder

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Die "Laschen" sind für die Montage einer Markise vorgesehen, ein Dachträger wäre dafür nicht wirklich zielführend :lol: Da die Kabine nächste Woche nen Raptor-überzug bekommt, mussten die Dinger jetzt schon ran.

Leider ist mir das Sika-Flex ausgegangen. Deshalb sind nun einige Fugen mit Klebeband überdeckt, damit möglichst kein Schmutz rein kommt.
Ursprünglich dachte ich 5 Kartuschen reichen, mittlerweile sind 11 Leer und 5 weitere bestellt :oops:

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Nun ist auch der Rückspiegel nützlich :rofl:
Der Spiegel musste dabei dem Monitor für die Rückfahrkamera und dem Navi weichen. Ich hoffe nur das Gelenk hält das Gewicht den Navis auf Dauer aus.

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Ich hätt ja lieber den grossen gehabt, aber die Vernunft war stärker. Da er fest auf die Starter verdrahtet ist, habe ich die Stecker für die Beleuchtung des Schalters abgezogen.

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Neben dem Deckel sollen noch alle weiteren Dinge kommen welche in dem schmalen Spalt platz haben. Alle mit dem gleichen System. Um die raus zu bekommen kann man sie einfach in den Schaumstoff drücken und abkippen.

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So langsam ist das Ende nahe :D

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 1. Jun 2020, 19:56
by Ransom
Servus Leon!

Warum hast du nicht erst die Kabine lackiert und dann alles verfugt mit Sika??

VgRalf

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 1. Jun 2020, 22:05
by Lender
Hoi Ralf

Ich möchte nicht auf den Lack/Ratorliner kleben. Das Verfugen wäre sicher noch ohne Probleme möglich, aber strukturelle Klebungen würde ich immer auf das Grundmaterial machen. Wenn der Lack nur mässig hält bringt dir der beste Kleber nix.
Ausserdem passt es gerade gut vom Timing ;) oder gibt es Risse im Raptorliner wenn das Sikaflex darunter arbeitet?

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 1. Jun 2020, 22:32
by Ransom
Servus!

Puh.. gute Frage ob dass richtig hält auf dem Sika?
Mir würde es optisch nicht gefallen.

Bei meiner Kabine wurden z.b die Eckleisten verklebt, dann die ganze Kabine lackiert und am Schluss alles mit Sika schwarz verfugt.

Tipp noch zum Verfugen: Klebe es mit einem gute Lackierklebeband ab, dann verfugen und Klebeband abziehen.
So schauts dann richtig sauber aus.

VG

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Mon 1. Jun 2020, 23:48
by quadman
Moin.

Es sind ja nur Dichtfugen. Die halten sich nur selbst...
Fugen überzulackieren sieht nicht schön aus, vor allem wenn der Lack dann reisst....
Lackieren, dann dichten. Das wäre die richtige Reihenfolge.


Gruß Stefan

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 2. Jun 2020, 09:12
by GRJ-CH
Toll gemacht, Leon!

Ich habe nur etwas Bedenken, dass die beiden Bildschirme zu viel Sichtfläche der Windschutzscheibe verdecken und dies der Rennleitung in der CH nicht gefallen könnte.

Gruss, Nik

Re: Hilux mit Expeditionskabine

PostPosted: Tue 2. Jun 2020, 11:28
by Lender
Vielen Dank für das Lob.

Die Bildschirme sind nicht so viel Grösser als der Spiegel, zudem ist alles höher als 75 cm über der Sitzfläche "irrelevant". So zumindest die ASA2a. Auf die Ausführungen von der Rennleitung bin ich gespannt sollte es mal welche geben.

Gemäss Sika ist der Kleber Überlackierbar. Wie gut das Fugen auf dem rauen Raptor-liner geht kann ich schlecht abschätzen. Auf glattem Lack wäre das sicher kein Problem, aber auf ner "Avocado"? Ich denke ich werde zuerst die Fugen machen und diese dann abkleben zum Rollen.