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-- Wahlen in Zimbabwe aus südafrikanischer Sicht |
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| Ekki |
Verfasst am: Mi, 13. März 2002, 15:34 |
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Anmeldungsdatum: 30.09.2001
Beiträge: 679
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Ich uebersetze (frei)
Die Wahlen in Zimbabwe sind ein Topthema hier in Sued Afrika
Der Bericht vom Freitag dem 8. Maerz im hiesigen STAR beginnt:
Es war nicht immer so….
Simbabwe war nicht immer gleichbedeutend mit Anarchie, Hyper-Inflation, Unterdrueckung der Pressefreiheit, aeusserst kritischer Knappheit in Energie und Nahrungsmittelreserven und nicht zuletzt Missbrauch der Menschenrechte.
Simbabawe galt einst als einer der wenigen leuchtenden Sterne am Himmel auf einem Kontinent, wo Kriege Hunger und Naturkatastrophen zum Alltag gehoeren.
Der Simbabwische Dollar war bis in die spaeten 80er Jahre staerker als der Suedfarikanische Rand und ist nun noch gerade 19 Cents wert (schaut man auf die Devaluierung des Rands wird dieser Fakt noch weit schwerwiegender Anmerkung CH).
Der Start in die Unabhaengigkeit 1980 begann mit Mugabes Versoehnungsprogramm zwischen Schwarz und Weiss (letztere hatten den beinharten Ian Smith in seiner unversoehnlichen Haltung gegen die revolutionare ZANU Befreiungsfront Mugabe’s unterstuetzt.)
Robert’s Vereinigungsbemuehungen waren aber auch mit dem Leben von Hunderten von Anhaegern der African Peoples Union (ZAPU) unter ihrem Fuehrer Joshua Nkomo verbunden.
Insgesamt jedoch wurden Mugabe’s Bemuehungen um den Fortschritt im Land besonders bezueglich Alphabetisierung und Bekaempfung der Hungersnot international anerkannt.
Leider waren die meisten dieser Programme auf Pump aufgebaut und das Erwachen kam in den 90ern, als das Land die Schulden nicht mehr zurueckzahlen konnte, und der Internationale Waehrungsfond Konditionen wie Verschlankung der oeffentlichen Verwaltung (inclusive Militaer) zur Voraussetzung fuer weitere Darlehen machte.
Dies hatte Arbeitslosigkeit und damit verbunden Unruhen in Studentenkadern, sich organisierenden “Kriegsvetaranen” und nicht zuletzt den Gewerkschaften zur Folge.
Die Gewerkschaftsbewegung unter Morgan Tsvandirai bildet heute die Partei MDC (=Bewegung demokratischer Wechsel).
Die Kriegsveterane wurden von Mugabe geschickt in die nach wie vor ausstehende Landreform eingebaut und das Ergebnis ist heute, dass mehr als 4000 weisse Farmer enteignet sind und Mugabes Referendum, welches ihm exakt dies gesetzlich erlauben sollte, letztlich aber an der Mehrheit scheiterte, nun illegal umgesetzt worden ist.
Der Verlust des Referendums in 2000 war aber auch ein klares Zeichen fuer den Vertrauensschwund in dem Grossteil der (schwarzen) Bevoelkerung die ihm offensichtlich nicht mehr folgt.
Die Despotie in der Folge mit vielen Aspekten von Gewalt hatte in den letzten Monaten einige Leben gekostet, und man darf gespannt sein wie die heute stattfindene Presidentenwahlen ausgehen.
Egal welches Ergebnis vorliegen wird (Mugabe hat deutlich gemacht dass er eine Niederlage nicht hinnehmen wird – die demakratische Front wird im Falle von moeglicher Wahlmanipulation zugunsten Robert’s natuerlich auch nicht schweigen) fuer den Nachbarn Sued Afrika ist das Problem Zimbabwe mit diesen Wahlen nicht geloest…
Ergebnisse werden am Dienstag erwartet.
Mit den besten Gruessen aus dem immer noch heissen Sued Afrika….
Sonntag, den 10. Maerz 2002
Euer Christoph
PS
Heute morgen erfahren wir in den Nachrichten, dass die Wahlbeteiligung sehr hoch ist, in Harare wo der MDC seine Hochnburgen hat, hat Mugabe offensichtlich die Anzahl der Wahlsektoren klein gehalten. Tausende von Waehlren standen 6 bis 8 Stunden Schlange bis spaet in die Nacht um ihre Stimmen abzugeben. Auf Antrag hat ein Gericht die Wahlen auf heute verlaengert. Prompt hat die Regierung diesn Antarg am gerichtshof angefochten. Die Wahlen sind bis auf weiteres in den Montag verlaengert…
\Montag March 11, 2002 |
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Und was nun??? |
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| netzmeister |
Verfasst am: Mi, 13. März 2002, 17:09 |
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Administrator
Anmeldungsdatum: 16.05.2001
Beiträge: 11132
Wohnort: 76356 Weingarten
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| Matze |
Verfasst am: Do, 14. März 2002, 09:38 |
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Anmeldungsdatum: 21.12.2001
Beiträge: 1331
Wohnort: Wentorf / HH
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Und leider hat Robert gewonnen, wobei die australischen und norwegischen Wahlbeobachter von keiner Wahl im demokratischen Sinne sprechen.
Wird es einen Bürgerktieg geben?
Ausbaden müssen es, wie immer, die kleinen Leute. Mugabe hat sich in Namibia rechtzeitig eine(?) Farm und eine nette Eigentumswohnung in Hentiesbaai gekauft.
Der Rückzug wurde schon lange vor den Wahlen organisiert.
Ob sich dieser alte Mann (78 Jahre) noch wirklich lange halten kann?
Ich hoffe nicht !
Ich würde gerne wieder hin ! |
_________________ Gruss Matze
JEEP is a four letter word |
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| JoJo |
Verfasst am: Fr, 15. März 2002, 18:43 |
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Anmeldungsdatum: 23.11.2001
Beiträge: 30
Wohnort: Köln
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| Auch von mir danke, ich würde solche Informationen gerne öfter sehen. Allerdings, ob unsere demokratisch legitimierten Volksvorsteher soviel besser sind?! |
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| Tom2 |
Verfasst am: Fr, 15. März 2002, 19:02 |
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Anmeldungsdatum: 14.09.2001
Beiträge: 836
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| Guest |
Verfasst am: Sa, 16. März 2002, 02:32 |
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Anmeldungsdatum: 01.01.1970
Beiträge: 3985
Wohnort: Internet
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@JoJO
Entschuldige das ich so direkt bin, aber wieviel Dummheit gehört dazu einen Mörder wie Mugabe mit Schröder, Stoiber und Co zu vergleichen?
Thomas |
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| JoJo |
Verfasst am: Sa, 16. März 2002, 22:54 |
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Anmeldungsdatum: 23.11.2001
Beiträge: 30
Wohnort: Köln
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| ?! bedeutet in dem Fall etwa zweifelhaft. |
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