von Prowler » Mo 13. Apr 2009, 16:59
Moin...
ist in Spiegel Online erschienen....
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617829,00.html
60% Diesel
30% Wasser
10% Tensiede
Da stehen noch eine menge Fragen aus!
Können die Einspritzpumpen den Wasseranteil verkraften?
Wie hoch wird der Verbrauch mehr/weniger sein?
Wie verhält sich das Motoröl nach längerer Laufleistung?
Kann man das Wasser aus der normalen Leitung verwenden oder tut sich da ein neuer Kostenfaktor auf?
Werden die Tensiede zugemischt oder muss man dem Diesel als Aditiv zuführen und was werden diese kosten?
Kann man das Wasser nicht mit einer Seperaten Einspritzanlage zuführen?
Und zuguterletzt....... Ist eine Nachrüstung für ältere Motoren machbar?
Wobei ich denke, wenn die Autoindustrie sich enschliesst dieses Konzept zu verwirklichen, wird es eine Abzocke werden!
Naja ..... wir werden sehen......
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von BJ Axel » Mo 13. Apr 2009, 18:36
Wassereinspritzung vor 70 Jahren schon bei Flugmotoren, die Emulsion schon vor ca. 15 Jahren getestet.
Alles nichts Neues.
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von Prowler » Mo 13. Apr 2009, 18:48
Wenn es nicht neu ist,was ich auch schon nachgelesen habe, warum wird dann immer noch Geld für die Filter verschwendet?
Ich weiss die Investitionen müssen wieder rein kommen.....
Humbug........
Nen teures totes Pferd kann man nicht reiten!!!
Naja..... Deutschland halt!
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von Olli16 » Fr 17. Apr 2009, 22:12
Moin,
ich hatte es schon mal mit einer (unfreiwilligen) Wasser-"Einspritzung zu tun. Wir hatten 17 Jahre lang einen Golf2 Benziner in der Familie. Ich weiß, hier gehts um Diesel aber es geht mir um ein andere "Nebenwirkung".
Bei dem Wagen zeigte sich in den letzten 5-6 Jahren ein geringer aber stetiger Kühlwasser-Verlust. Ich habe alles probiert: Pappe unters Auto gelegt (In kaltem Zustand und während des Warmlaufens), Abgedrückt mit VW-Werkzeug, Kontrolle aller Schläuche, des Kühlers, Wärmetauschers, usw..
Keine Öl-Emulsion im Öl oder im Kühlwasser....
Mit anderen Worten....Nix zu finden. Selbst ein befreundeter VW-Meister wusste keinen Rat. Da man nur 1x im Monat ca 1/2 Wasserglass Kühlflüssigkeit nachfüllen musste, konnten wir, notgedrungen, damit leben.
Vor ca. 1 Jahr war die Kopfdichtung durchgegammelt. Da konnte man deutlich sehen, dass die Abdichtung zwischen Kühlwasserkanal und 1. Zylinder schon länger undicht war (mit Sicherheit der Grund für den schleichenden, jahrelangen Kühlwasser-Verlust).
Der Motor hatte ca. 190 000 Km gelaufen. Zylinder/Kolben Nr. 2, 3, 4 sahen normal aus. Brennraum, Kolbenboden und Zylinder Nr. 1 waren wie neu, so als wenn es Neuteile gewesen wären. Ich bin seit 25 Jahren Kfz-Meister aber sowas habe ich noch nie gesehen.
Wie gesagt, es geht hier um Diesel-Motoren aber vielleicht verhält es sich mit den Verbrennungs-Rückständen je ähnlich.
PS.: Ein altbewährtes Mittel Kondenswasser aus den Tanks von Baggern und alten LKWs loszuwerden war das Zumischen von geringen Mengen Brennspiritus. Das ist in der Lage Wasser aufzunehmen und dadurch für eine Emulsion mit dem Diesel zu sorgen. Ob das aber den modernen EPs zuträglich ist?
Ansonsten: Interessanter Link.
Schönes WE
Olli
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von Schmotzhand » Fr 17. Apr 2009, 23:02
Bei extrem hochgezüchteten Dieselmotoren (Traktorpulling) wird wasser und Methanol (oder war Ethanol) mit eingespritzt zur Leistungssteigerung und zur kühlung der Verbrennung.
in den 20er Jahren gab es zb. beim Hard Parr Traktor
(32Liter Hubraum 2 Zylinder http://www.schlepperfreunde-weilheim.de ... pos=-10666) bei Vollast Wasser mit durch den Vergaser gelassen um die Kolben/Verbrennung zu kühlen.
Kaltstart mit Benzin oder Alkohol, betrieb mit Petroleum und bei Vollast Kühlung mit Wasser.
Ein Moderner Motor muß 20% Fremdstoffe vertagen können, die zustande kommen können durch zb. Tanklastzüge (heute Diesel, morgen Benzin transportieren usw.) oder Kondenswasser in den Erdtanks der Tankstellen oder einfach durch Treibstoffqualität.
Der saubere Zylinder vom Olli16 hätte nach weiterer Laufleistung ausgesehen wie Sandgestrahlt mit deutlicher Metallabtragung wenn der Wassereintritt gestiegen wär.
Ich denke einfach das der schnelle Lastwechsel bei PKW Motoren eine steuerung der Verbrennung kompliziert. Beim selben Motor als Blockheizkraftwerk wär eine derartige Gemischsteuerung bestimmt umsetzbar.
Bei LKWs ist neuerdings ein kleinen Zusatztank dran der mit künstlichem Harnstoff befüllt wird....einspritzung nach der Verbrennung um eine bessere Abgasnorm zu erreichen.
Wir sind also nicht weit von Zusatzstoffen entfernt um die Abgase zu verbessern, nur leider wird es kein Wasser sein sondern das teuere "Schell-H2O-Formula-Abzock" 
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von TARO » Sa 25. Apr 2009, 19:25
Ein alter Werkstatttrick um die Demontage eines Motors zur Ventilreinigung zu vermeiden, ist doch ein Glas Wasser bei mittlerer Drehzahl in den Vergaser zu kippen.
Durch den entstehenden Dampfdruck werden die Verkokungen an Koben und Ventilen losgesprengt und durch den Auspuff geblasen.
Kennt Ihr diesen schon?
http://www.wasserauto-bauanleitung.de/? ... mit-wasser
Hier geht es zwar um die Zumischung von selbst erzeugtem Wasserstoff zum Sprit/Diesel - soll aber einen ähnlichen Effekt wie die Wasser/Dieselemulsion haben.
Ein Arbeitskollege will dies mit seinem PKW ausprobieren.
Werde von seinem Erfolg oder Misserfolg berichten wenn es soweit ist.
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von Olli16 » Sa 25. Apr 2009, 19:38
TARO hat geschrieben:Ein alter Werkstatttrick um die Demontage eines Motors zur Ventilreinigung zu vermeiden, ist doch ein Glas Wasser bei mittlerer Drehzahl in den Vergaser zu kippen. Durch den entstehenden Dampfdruck werden die Verkokungen an Koben und Ventilen losgesprengt und durch den Auspuff geblasen. ....
Moin,
das habe ich auch mal gelernt (MB-Vertragswerkstatt  ), allerdings mit Bremsflüssigkeit. Aber das ist, glaube ich egal. Es geht um die Kavitation. Durch die explosionsartige Ausdehnung und dem schnellen "Zusammenziehen" der Dampfblasen werden Verbrennungsrückstände "abgesprengt".
Wer schon mal einen alten Triumpf-Motor gesehen hat, kann bestätigen, dass sogar Grauguss von dieser Kavitation angegriffen wird.
Da ist von einem urspünglichen "Steg" von vorher 7-8mm nach 10 Jahren nur noch 5mm übrig. Eine neue Zylinderkopfdichtung ist, mangels Auflagefläche, rausgeworfenes Geld.
Das dürfte auch die Erklärung für "meinen" sauberen 1. Zylinder gewesen sein.
Gruß
Olli
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von TARO » Sa 25. Apr 2009, 19:51
Moin Olli,
Genau !!!
Gruß
Stephan
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von Prowler » So 26. Apr 2009, 03:44
Moin....
Wasser wird auch bei Schiffsmotoren verwendet!!!!
Um die Turbolader vom Russ zu reinigen, macht ordentlich Rabatz, sollte man auch nur mit Gehörschutz machen.....
und beim zuschauen wird dir Angst und bange..... der Turbolader bewegt sich dann ungefähr 5cm vom Flansch wech.....
und wenn der Kapitän den Dampfer nicht ordentlich im Wind hält, kannst die Russ Brocken an Deck zusammen sammeln.... Feinstaub in cm grösse
Übrigenst mit der Kavitation is das sonne Geschichte.....
Mein Onkel hat in seiner Werkstatt nen alten SK 1844 gehabt.
Der hat genau nach 1000km seinen ersten und letzten Öl wechsel bekommen,danach hat er einen Feinstfilter fürs Öl bekommen, nur noch Filterwechsel,Additive und Öl nachgefüllt!!!!
Hat über 2,5Millionen Km gemacht mit der Suppe!
Verreckt is der Motor nur weil er eingepresste Laufbuchsen aus Grauguss hat und jetzt ratet mal was passiert is!!!!
Genau........... durch die Kavitation is eine Laufbuchse so dünn geworden das es dem Explosionsdruck nicht mehr stand halten konnte....
Die kraft des Wassers oder steter Tropfen hölt den Stein.....

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von samy » So 26. Apr 2009, 13:01
Dann müsste man das ja einbauen... ein Marmeladeglas, Stromzufur und hopp, der Cruiser cruist auf Wasser...
Suche den DURCHBLICK (und W-Lan spots in MAROKKO!!!!)
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von RobertL » So 31. Mai 2009, 14:42
Hier kann man sehen was durch Haarrisse im ZK einströmende Kühlflüssigkeit bewirken kann. Ein Flüssigkeitsverlust war kaum feststellbar.
http://forum.buschtaxi.org/viewtopic.php?t=19917
lg Robert
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von Olli16 » So 31. Mai 2009, 15:14
Moin,
genau so kenne ich das auch von alten Triumpf-Motoren.
Wer, so wie ich, die dumme Angewohnheit hat, nasse Kochtopfe gleich nach dem Abwaschen auf die heiße E-Herdplatte zu stellen, kann nach einigen Jahren dieses Phänomen sogar an seinem heimischen Herd beobachten
Gruß
Olli
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