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-- Weltweite Ersatzteilversorgung (zu?) schwierig beim HZJ? |
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| Aurangzeb |
Verfasst am: Sa, 05. Jul 2008, 07:29 |
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Anmeldungsdatum: 30.04.2006
Beiträge: 38
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Hallo,
wenn man manche Reiseberichte im Internet liest, drängt sich fast der Eindruck auf, dass der HZJ außer in Afrika überall ein Exot ist. Ein Buschtaxler musste seine Asien-Expedition fast schon in Istanbul abbrechen, weil dort keine Getriebe-Ersatzeile aufzutreiben waren. Sie mussten aus Deutschland (!) eingeflogen werden. Momentan rauft sich im Reise-Fred jemand die Haare, weil weder in Bolivien noch Brasilien Teile zu bekommen sind. Das ist wohl in ganz Süd- und Nordamerika schwierig.
Auf den internationalen Toyota-Seiten ist ja in der Tat zu sehen, dass der HZJ in den meisten Ländern nicht mehr zum aktuellen Modellprogramm gehört. Angesagt ist er offenbar nur noch in Afrika und Australien.
Allein unter dem Aspekt der Ersatzteilversorgung ist man demnach mit moderneren Fahrzeugen wahrscheinlich besser dran als mit einem HZJ, sogar mit einem Corolla. Das Auto, das weltweit am meisten verbreitet ist, heißt wohl Hilux, der sogar in manchem 3.Welt-Land mit aktuellem CommonRail-Diesel angeboten wird. So bleibt als Hauptargument für den HZJ bald nur noch die stabile Bauweise und das optimale Karosserie-Format, das nicht zu groß zum Fahren und nicht zu klein zum Wohnen ist. Können Weltreise-Praktiker diese Überlegungen bestätigen?
Viele Grüße |
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| Globetrotter78 |
Verfasst am: Do, 10. Jul 2008, 17:38 |
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Anmeldungsdatum: 10.07.2008
Beiträge: 1
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Bin seit fast zwei Jahren in Südamerika unterwegs. In Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay könnte es zu wahren Engpässen kommen. In Bolivien fährt das Militär den 78ger. Peru, Ecuador, Koumbien, kein Problem. Das einzige in den nördlichen Ländern kaum bekannte , ist der 4,2 Liter Diesel. In Venezuela wird der HZJ 78 als Benziner auch mit den HD Hinterachsen gebaut.
Hatte mit meinem Toyo während der 80tsd Km keine Probleme. Ölfilter und Bremsbeläge waren die einzigsten Teile, die ich brauchte.
Hasta luego,
Albert |
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| walkabout |
Verfasst am: Fr, 11. Jul 2008, 15:13 |
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Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beiträge: 6
Wohnort: 71642
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| joel |
Verfasst am: Mi, 30. Jul 2008, 01:32 |
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Anmeldungsdatum: 11.05.2003
Beiträge: 109
Wohnort: PY, südam.
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komme eben erst aus brasil zurück. dort wirst du kaum support für die 7er reihe finden. dito für die sechszylinder toyo-diesel. ist aber altbekannt und tausendfach beschrieben.
in arg. hat eine gewisse verbreitung vom 7er begonnen (habe in anderem fred bereits darauf hingewiesen), in py und bol gehört der 7er zum militär bzw. wird in py als 4 und 5 zyl. auch bei div. indianermissionen im 75er gefahren, als 6 zyl diesel und als benziner in der 75er ambulanz.
wo du den hinweis gefunden hast, dass jmd. in bol. keinen 7er-support bekommt, ist mir ein rätsel.
hinzu kommen länder, in denen der 1HZ im coaster werkelt (hier vorwiegend beim militär und einigen NGOs).
der 2H ist in py als polizei-motorisierung im 6er eingesetzt worden und läuft auch in div. japan-importen. benziner findest du (im trop. flachland) eher wenig, die diesel sind sehr gesucht.
das militär hier hat seine J5-ambulanzen abgetreten, die inzw. oft in privater hand von F auf 2H umgebaut wurden.
weiteste verbreitung findet nach meinem dafürhalten der 4 zyl. diesel als B in seinen div. varianten bzw. als 2L oder 3L in hiluxen.
diese angaben gelten für fz, die im busch verwendung finden.
nahe der städte und den servicepoints können auch moderne motorisierungen zu finden sein, service & verbreitung im ruralen raum bleiben aber weiterhin sehr begrenzt.
seit ca. 1,5 jahren nimmt der anteil der PU und klein-LKWs mit einfachen diesel-motoren aus china rapide zu. noch bestehendes misstrauen hiesiger fz-nutzer muss abgewartet werden, aber preisniveau einer neuen 4x4-1to-DOKA aus china entspricht ca. dem einer hilux-DOKA, die 12-15 jahre im busch ihren dienst getan hat...
deine weltreiseambitionen sind recht vage beschrieben, auf div. hauptstrecken kannst du auch mit nem golfkombi unterwegs sein, fern der ausgebauten zonen würde ich aber auch keinen J12 o.ä. länger einsetzen wollen, wer sollte im pannen-fall dein fz warten können?
wir mussten vor 10 tagen eine gruppe von 4 frauen im neuen (14tkm) elektronic-nissanPU im notlaufmodus aus dem busch holen - der nächste taller mit diagnosemöglichkeit soll nach angaben der damen, die damit ihre tour abbrechen mussten, 600km entfernt gewesen sein (wir konnten nur bis zur ersten asfaltstrecke/ tel.verb. begleiten).
lg jo |
_________________ il n'y a plus que la patagonie, qui convienne à mon immense tristesse...
b.cendrars |
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| AndreasHirsch |
Verfasst am: Mi, 30. Jul 2008, 07:35 |
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Anmeldungsdatum: 23.07.2001
Beiträge: 1052
Wohnort: Berlin
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Tja, Aurangzeb,
das ist ebend eine nur theoretische Betrachtung. Wie der Bericht
von Joel zeigt, sind gerade die Elektronik- Auto´s ebend
garnicht für den Buscheinsatz geeignet.
Das ist übrigends im australischen Outback auch nicht
mehr anders, weil ebend keine Buschwerkstatt Kapital
genug hat, um sich entsprechend aufzurüsten.
Das schafft aber einen neuen Wirtschaftszweig:
Langstrecken-Bergung über 2000 km
Aus den 80er Jahren kenne ich einen Fall, da hat
jemand seinen neuen Mercedes-G wieder aus
Südamerika zurückverschifft, weil keine Reparatur
möglich war.
Und wie lange der Common-Rail-Kram hält, ist nur von
der Spritqualität abhängig.
Da haben schon viele bei z.B.Baumaschinen oder
Aggregaten viel Lehrgeld bezahlt.
GRuß aus der Zone |
_________________ AndreasHirsch |
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