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265er auf HZJ75 - welche Felgen?    

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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby GRJ78 » Fri 20. Aug 2021, 12:11

Es gibt keine Gutachten, das läuft uber eine Einzelabnahme mit der Traglast.
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby JayK » Thu 26. Aug 2021, 11:48

GRJ78 wrote:Es gibt keine Gutachten, das läuft uber eine Einzelabnahme mit der Traglast.


Ich hab grad mit meinem zuständigen TÜV geschrieben, weil ich ein Zertifikat vom Händler aber nicht vom Hersteller selbst hatte.

Das hat leider nichts gebracht, und sie meinten eine Einzelabnahme ist nur möglich wenn die Felge nachweißlich serienmäßig an einem Serienwagen ist. Das liegt bei den Felgen ja nicht vor, auch bei der Alufelge von euch nicht, oder?

Ich versuch jetzt den Hersteller ausfindig zu machen und evtl. doch ein Teilegutachten zu bekommen.

Viele Grüße,
Janosch
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby Gr » Mon 30. Aug 2021, 16:11

Hallo Janosch,

Das ist ein leidiges Thema; habe ich mich auch sehr intensiv mit auseinandergesetzt.

Da es ab Werk keine Felgen mit 7“ oder 8“ Breite für den 75er gab bleiben soweit ich weiß noch 3 Wege für einen legalen Betrieb über.
1. Eine Zubehör Felge mit ABE. -> Wäre das Einfachste, gibt es leider nicht.
2. Zubehör Felge mit ABE für ein anderes Fahrzeug. Das scheitert meist wieder an einer zu geringen Tragfähigkeit bei einem erf. Abrollumfang von ~2450mm für 265/75-16 und / oder unpassender Einpresstiefe, unpassendes Mittenloch.
3. Eine Serienfelge eines anderen Fahrzeuges. Hierzu (Einzelabnahme) muß für eine ausreichende Tragfähigkeit der Nachweis erbracht werden dass das „Spenderfahrzeug“ eine gleiche oder höhere Achslast hat als der 75er, bei gleichem oder größerem Reifendurchmesser / Abrollumfang. -> Das ist bei den J8 Felgen nicht gegeben, der J8 hat „nur“ 1850kg zul. Hinterachslast.
Dass die J8 Stahlfelgen beim 75er nicht passen stimmt nicht so ganz. Es sind jedoch mind. 5 oder 6mm Dicke Spurplatten erf. um Freigängigkeit zum Bremssattel zu erzielen. Die gängigen 30mm Spurverbreiterungen gehen natürlich auch.
Die Fa. Tourfactory bietet im aktuellen Katalog 2021-22 die J8 Felgen immer noch mit Gutachten für den 75er an! Ob das mit einer Ablastung an der Hinterachse verbunden ist, müsstest Du erfragen, vermutl. nicht. Kosten allerdings auch schon 195,-€.

Für Felgen aus dem Ausland gibt es fast nie Prüfzertifikate die eine problemlose Eintragung ermöglichen.
Für die Arcasting Racer die Enzo oben verlinkt hat, hatte ich von einem Händler Zertifikate über einen "Impact Test SAE J175" und ein "Bending Moment Fatigue Test".
Hat meinem hiesigen TÜV Menschen aber nicht ausgereicht zur Eintragung…

Gruß Bodo
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby JayK » Fri 3. Sep 2021, 10:42

Hallo Bodo,

Das ist schön zu hören und ebenso traurig dass du das Thema auch schon durch hast.
Vielen Dank an dich für die Ausführung.
Ich bin leider mittlerweile auch noch nicht weiter gekommen.
Tourfactory hatte ich bereits angeschrieben, die J8 Felgen haben "nur" eine Achslast von 1850kg, sprich für meine Hinterachse wieder nicht zu gebrauchen.

Ich werde das Thema wohl auf Eis legen müssen, da ich wie du selbst sagst, keine ausreichenden Zertifikate für die Felgen aufbringen kann, welche die notwendige Radlast erbringen würden. Das ist ziemlich traurig, dass es theoretisch möglich ist, aber an der Bürokratie scheitert.
Vielleicht gibt es ja irgendwo doch noch einen Tüv Prüfer, der sich mit dem was ich habe zufrieden gibt. Wer weiß.

Vielen Dank euch Allen für eure Hilfe und Tipps, ich werd dann wohl bei den 235er bleiben müssen

Beste Grüße,
Janosch

EDIT 2:

Um einem wie es scheint leidigen Thema gar nicht erst die Plattform zu bieten und nachdem Peter meine Frage beantwortet hat, hier den Beitrag insofern abgeändert. Danke dir Peter :)
Last edited by JayK on Fri 3. Sep 2021, 13:19, edited 1 time in total.
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby Peter_G » Fri 3. Sep 2021, 12:35

Das ist die Standard Stahlfelge wie auf dem J 8.
Bzw sieht sie identisch aus.
Solche hatte ich auf meinem J9.

Zu dem Anbieter wirst Du in diesem Forum keine Infos bekommen.
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby Gr » Mon 6. Sep 2021, 16:02

Hallo Janosch,

Bist Du so schwer unterwegs dass Dir eine Hinterachslast von 1850kg nicht ausreichen würde?
Welches zGG hast Du denn eingetragen? Laut der Werte in deinem ersten Post hast Du 1400kg vorne und 2100kg hinten.
Wenn Du die Hinterachse auf 1850kg ablasten lässt, hast in Summe immer noch 3150kg zGG!
Ideal wäre wenn Du einen Prüfingenieur findest der die Ablastung nur bei Verwendung der 8“ Felgen einträgt!

Bei meinem 75er PU Bj 1997 sind übrigens vorne 1400kg und hinten 2050kg eingetragen. zGG war original 3035kg und wurde auf 3450kg aufgelastet (dazu musste die Anhängelast von 3000kg auf 2500kg reduziert werden).

Im Jahr 2000 habe ich bei Extrem Wuppertal 265/75 auf 7 x 16“ ET0 Mangels Stahlfelgen eintragen lassen. Die wurden damals vom Hersteller mit 2500lbs Tragfähigkeit ausgelobt; das entspricht 1134kg.
Als Mangels dann von Dotz übernommen wurde und die die Dakar Felgen nach hiesigen Normen prüfen ließen, blieben davon nur 950kg übrig…

Haben trotzdem bis heute gehalten und die J8 Felgen sind deutlich dickwandiger.

Gruß Bodo
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby JayK » Wed 8. Sep 2021, 18:32

Servus Bodo,

Nochmals danke für deine Ausführungen.
Nein, so schwer bin ich eher nicht unterwegs würde ich sagen.
Hab ein zGG von 3035 eingetragen.
Meine Achsen weißen 1300 und 2100kg auf.
Ich bin mir nicht wirklich sicher wieso auf der Hinterachse 2100kg Achslast eingetragen sind.
Kann das damit zusammen hängen dass ein OME Fahrwerk verbaut ist?
Eine Anhängerlast von 3000kg hab ich auch, also gleich wie bei dir.

Das mit dem Ablasten hab ich schon mal wo gelesen, in einem anderen Kontext, hatte ich aber nicht in Betracht gezogen weil es da hieß dass das ein riesen Aufwand ist.
Muss ich mit meinem TÜVler vielleicht mal abklären ob das eine Option ist und was da auf mich zukommt.
Was war da bei dir nötig?
Wenn ich sowieso nur ein zGG von 3050kg hab, braucht es die 2100kg hinten ja gar nicht, oder irre ich mich da?

Von Dotz hab ich ettliche Felgen mit 950kg Radlast gefunden, wenn ich also die Achslast auf 1900kg ablasten kann, wäre das somit drin.

Ich schreib mal meinem TÜVler, hab jetzt heute zumindest endlich die 235er eintragen lassen, das war nämlich auch noch notwendig.
Vielleicht gibt es ja mit dem Ablasten doch noch Hoffnung auf die 265er.
Ein großes Danke für die Idee und Hilfe Bono!

Beste Grüße,
Janosch
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby Gr » Thu 9. Sep 2021, 12:34

Hallo Janosch,

Ablasten, egal ob Achslast oder zGG ist ein Verwaltungsakt und erfordert eigentlich keine technischen Änderungen.

Da Du bei einer Reduzierung der zul. Hinterachslast auf 1900kg (oder besser 1850kg damit auch die J8 Felgen möglich sind) in der Summe der Achslasten immer noch deutlich über deinem zGG von 3035kg bist, sollte das problemlos möglich sein.

Wenn es die Dotz Dakar noch als 7x16 ET 0 gibt, geht sich das mit 265ern auch noch so gerade ohne Vereiterungen von der Rad-Abdeckung her aus.
Falls die noch die gleiche Form haben wie meine Mangels, laufen die vorne allerdings mit nur ca. 3-4mm Abstand zum Bremssattel!

Die J8 Stahlfelgen haben wie gesagt eine andere Kontur und stoßen ohne Spurverbreiterung am Sattel an.

Gruß
Bodo
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby JayK » Sat 11. Sep 2021, 16:37

Hallo Bodo,

Das ist natürlich praktisch dass es sich hierbei lediglich um einen Verwaltungsakt handelt.
Ich meine schon gelesen zu haben dass für eine Ablastung Sitzplätze ausgetragen werden mussten oder ähnliches.
Ich denke ich werde meinen Prüfer einfach mal fragen was er davon hält.

Bezüglich der ET habe ich eine mit ET 13 gefunden.
In den meisten Posts bezüglich neuer Felgen und dem Schleifen am Bremssattel war immer die Rede von einer negativen ET, aber eine negative ET bringt die Felge doch weiter richtung Fahrzeugmitte und somit näher an den Bremssattel, oder hab ich da was falsch verstanden/einen Denkfehler?

Anders gefragt: Wäre ET13 machbar ohne Spurverbreiterung?
Ich hab an den Kotflügeln bereits Gummilippen montiert, kann nicht genau sagen wie breit die sind müsste ich messen. Aber die 235er ohne Verbreiterung sind deutlich im Radkasten drin, daher könnte es mit den Lippen für die 265er + Verbreiterung evtl. reichen.
In meinem Schein sind 285er in Verbindung mit Spurverbreiterung und Radabdeckung eingetragen. Ob damit die Gummilippen oder was anderes gemeint ist weiß ich leider nicht.

Werd kommende Woche den TÜVler mal fragen was er von einer Ablastung hält und ob er zu der Radabdeckung auch direkt was sagen kann.

Mal wieder ein dickes Danke an dich Bodo, bist mir in der Sache hier wirklich eine große Hilfe :unwuerdig:

Beste Grüße,
Janosch
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby chriscross » Sat 11. Sep 2021, 19:19

JayK wrote:Bezüglich der ET habe ich eine mit ET 13 gefunden.
In den meisten Posts bezüglich neuer Felgen und dem Schleifen am Bremssattel war immer die Rede von einer negativen ET, aber eine negative ET bringt die Felge doch weiter richtung Fahrzeugmitte und somit näher an den Bremssattel, oder hab ich da was falsch verstanden/einen Denkfehler?


Hallo Janosch,
ja, hast du falsch verstanden, eine negative Einpresstiefe verbreitert die Spurweite.

Grüße
Chris
Wir haben uns verirrt, kommen aber gut voran.
(Tom DeMarco)
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Re: 265er auf HZJ75 - welche Felgen?

Postby Gr » Sun 12. Sep 2021, 19:33

Hi Janosch,
Echt jetzt?! Nach 3 Wochen Diskussion über Felgen / Eintragung von 265ern erwähnst Du so nebenbei dass Du 285er schon eingetragen hast!

Geschätzte 80% der Foristen hier würden Dir raten dass das sowieso die bessere Alternative auf dem Buschtaxi ist.

In Verbindung mit welchen Felgen sind die 285er denn eingetragen? Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die auch geeignet für 265er. Nehme an die Felgen sind nicht mehr vorhanden? Es kann aber die einfachere und günstigere Variante sein die gleichen Felgen zu besorgen, die müssen halt nicht mehr eingetragen werden nur noch die Reifengröße. Welche Spurverbreiterungen sind bei Dir eingetragen (wie breit)?

Die in der Eintragung genannte Radabdeckung sind ziemlich sicher die montierten Gummilippen.

Chris hat es ja schon richtig geschrieben, bei ET 0 (Std. am 75er) sitzt die Mitte des Reifens genau über der Anlagefläche der Felge zur Achse. Bei negativer ET kommt der Reifen weiter nach außen, bei Positiver ET nach innen. Bei positiver ET kann es zu einem Schleifen des Reifen im Radkasten oder am Rahmen innen kommen, bei negativer ET ist die Abdeckung ein Thema. Daher die Gummilippen für die 285er mit Spurverbreiterung.
30mm Spurverbreiterungen machen aus einer ET0 Felge quasi eine ET-30 Felgen.

Das hat jetzt aber noch nichts mit der Freigängigkeit zum Bremssattel zu tun. Beim 75er steht der Sattel halt über die Anlagefläche der Felge nach außen, d.h die Felge muß von Ihrer Form her von der Anlagefläche ausgehend ausreichend schräg nach außen gehen damit sie am Sattel vorbei geht.

Gruß Bodo
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