Letztes Jahr war ich 3 Monate in Marokko und Mauretanien unterwegs.
Hier auch einige tolle gemeinsame Wochen mit Wilfried, hier im Forum unter “Fenneks“ (siehe auch seinen Reisebericht vom 18.09.2023 hier im Forum).
Diesmal lag mein Schwerpunkt bei Familienbesuchen.
Die Menschen hatte ich während meiner Reisen kennen- und lieben gelernt. Alle wohnen und Leben in der Region Mittlerer Atlas, die zum Glück noch nicht so touristisch erschlossen ist.
Bei den Familien hatte ich zusammengefasst in den letzen Jahren schon sehr viele Wochen verbracht und gehöre schon dazu.
Während meiner Aufenthalte nehme ich intensiv an deren Alltagsleben teil, helfe natürlich immer mit und bekomme tiefe Einblicke in deren Kultur.
Das Zebra ist bei der Anreise immer voll mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen für die Familien beladen.
Start war in Tuttlingen. Dann ging es relaxt durch die Schweiz nach Genf. Von dort nach Annecy, wo ich übernachtete.


Am folgenden Tag schlich ich auf Land- und Nationalstraßen runter in die Camarque und weiter nach Agde, wo ich wieder die Handbremse zog.
, Es war nur schrecklich in der Hauptsaison am Mittelmeer unterwegs zu sein. Zusätzlich war es auch noch sehr heiß

Am Meer entlang zu fahren, machte keinen Spass. Ein Stau nach dem anderen
Ich beschloss die Autobahn in Richtung Barcelona zu nehmen. Nach fast 2 Stunden Stau bin ich in Perpignan wieder runter von der Autobahn.
Auf gut ausgebauten Landstraßen, war sehr entspannend, fuhr ich weiter bis in die Nähe von Girona, wo ich wieder die Autobahn unter die Räder nahm.
Zwischen Tarragona und Valencia übernachtete ich an meinem bekannten Platz direkt am Meer.

Den tollen Abend und Morgen genoss ich sehr.
Nach fast 600 km Autobahnfahrt, erreichte ich den Hafen in Almeria. Hier war nichts los. Ich kaufte gleich ein Ticket für die nächste Fähre nach Nador.
In die Fähre hinein fuhren ca. 25 PKW und einige LKW. Nach Aussage eines Besatzungsmitgliedes waren ca. 60 Personen an Bord, also leer. . Dennoch war ich mit dem Einkauf im Duty Free Shop für einige Besatzungsmitglieder beschäftigt. Diese dürfen dort nicht einkaufen. Die anschließende Rückfahrt von Nador nach Almeria war mit über 1.500 Passagieren ausgebucht. Rückreiseverkehr.


Die marokkanische Polizei und der Zoll waren an Bord. Sehr schnell hatte ich meine Stempel. Gegen 23 Uhr legte die Fähre in Nador an. Alle Fahrzeuge wurden kontrolliert.
Der Zöllner wollte wissen, was ich da alles auf dem Dach transportiere. Ich sagte, dass es Kleidung für die Familien in Marokko sei. Er wollte den Inhalt der Säcke sehen. Ich weigerte mich, weil es zu viel Arbeit sei, die Säcke vom Dach zu holen, zu öffnen und wieder zu schließen und zu fixieren. Auch hätte ich keine Leiter dabei. War dem Zöllner doch zu viel Arbeit und ich durfte aus dem Zollgelände fahren.
Nächster Stopp war an einer Tankstelle in Nador. Hier lernte ich Mohamed kennen, der gut Deutsch sprach. Hatte 7 Jahre in Frankfurt gearbeitet. Nach einem gemeinsamen Tee an der Tankstelle ging Mohamed noch mit um eine SIM Karte zu kaufen. Anschließend sind wir gegen 2 Uhr noch zum Essen gegangen.
Gegen 3 Uhr legte ich mich schlafen. Übernachten durfte ich an der bewachten Tankstelle.

Am Nachmittag erreichte ich dann das Dorf Tassa, in der Nähe der Provinzstadt Outat-El-Hay.
Hier verbrachte ich ca. 10 Tage bei den 4 Familien. Natürlich waren auch wieder Besuche bei Verwandten in der Region angesagt.




















In Missour besuchte ich die Familie von Hayat. Sie ist Krankenschwester und ihr Mann Mustapha ist Lehrer.
Hier verbrachte ich 4 Tage. Mit dem Vater von Hayat besuchte ich in einem nahegelegen Dorf ei n Fantasia Festival. Waren tolle 2 Tage.






In einem kleinen Karosseriebetrieb wurde noch ein Teil des durchgerosteten hinteren linken Schwellers fachgerecht repariert. Hatte der TÜV bemängelt. Bin aber durchgekommen
Die Taxe ist nun 32 Jahre jung und hat ca. 530.00 km auf der Uhr. Trotz guter Pflege nagt halt der Rost
Ein neues Blech wurde eingeschweißt und lackiert. Top erfahrene Mechaniker.




Dann schlich ich weiter durch den Mittleren Atlas nach Ajdir. Einem kleinen Weiler ca. 20 km von der Provinzstadt Khenifra entfernt.






Bei den 5 Frauen, die dort in sehr bescheidenen Verhältnissen leben, verbrachte ich auch 10 wunderschöne und relaxte Tage.

































In Nador hatte ich noch Simo besucht. Er gehört zur Familie in Tassa und hatte sich dort vor kurzem mit einem Barber Shop selbstständig gemacht. Hatte das volle Programm genossen.

Am 18.09.2024 bin ich wieder von Nador nach Almeria mit der Nachtfähre übergesetzt. Die Fähre war auch fast leer.



Das spanische Zollgelände habe ich nach 10 Minuten verlassen.
Nach einem kleinen Frühstück im Stadtzentrum ging es meist bei Regen zurück in Richtung Ländle. Der Regen begleitete mich fast bis nach Hause.

Übernachtet hatte ich wieder in Spanien an meinem Plätzle. Der Dieselpreis war sehr günstig. Gleich die Fässer gefüllt. Das reichte dann gut bis zurück ins Ländle.

In Frankreich in der Nähe von Bages, habe ich die Toyota begeistere Anushka kennenlernte. Ihr gefiel mein Zebra. Sie selbst fährt auch 2 Land Cruiser und 2 weitere Toyotas. Anushka ist Amerikanerin und hat in Bages ein Haus. Ihr Freund ist aus Belgien und ist ebenfalls ein Fan der Buschtaxis. Per Videochat lernte ich ihn auch kennen.

Toller Sonnenaufgang


In Bèziers machte ich am Morgen noch einen Stopp an den alten Schleusen.

Dann ging es auf der A75 hoch bis Millau. Hier schlich ich noch dem Tarn entlang.




Auf Land- und Nationalstraßen ging es dann in Richtung Lyon.

Am nächsten Tag schlug ich bei schönstem Wetter wieder im Ländle ein.




