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Mausefalle

Verfasst: 18. September 2006 04:14
von eberhard
Als ich vergangene Woche regungslos vor dem Kulturoszillographen saß, vernahm ich plötzlich ein kratzendes, mir zunächst nicht erklärbares, Geräusch aus Richtung Bücherwand. Als ich dann aufstand um nachzusehen, verstummte das Gekratze schlagartig. Am vermuteten Ort des Geschehens angekommen, sah ich eine ganz unverkennbar von kleinen Mäusezähnen schon reichlich angeknabberte Packung Ritter Sport Vollmilch Nuss am Boden hinterm Sofa liegen. Wie war die wohl da hin gekommen? Sollte unser vierbeiniger Hausgenosse, der alte Drecksack, unsere Abwesenheit mal wieder dazu benutzt haben, bei seiner Leckerli-Suche auf's Sofa zu steigen und nach unseren, auf dem Bücherregal deponierten, Schokoladevorräten zu angeln? Da war ihm wohl dummerweise eine hinters Sofa gefallen. Geschieht ihm Recht! Und die Maus hat sich vermutlich gefreut. Wie auch immer...
Zwei mit bester Bagette-Salami geladene Mausefallen (sog. Schlagfallen) waren schnell und Teddy-sicher (Teddy heisst unser Drecksack) hinterm Fernseher und im Bücherregal plaziert und ich konnte getrost der Dinge harren, die sich mir hoffentlich am nächsten Morgen offenbaren sollten...
...doch nichts von alle dem. Dieses Mistvieh hatte doch fein säuberlich aus beiden Fallen die Salami herausgelutscht ohne selbige zur Auslösung zu bringen.
Was hatte ich falsch gemacht bzw. wer kennt die finale Lösung dieses Problems???
Wikipedia empfiehlt Nuss-Schoklad oder Salami als Köder - daran lag's also nicht!
Oder sollte ich mal die folgende Methode ausprobieren:
"Eine andere Möglichkeit, Mäuse lebend zu fangen, besteht in einer am Rande eines Eimers angebrachten Wippe, an deren inneren Ende ein Köder befestigt ist. Die Mäuse gelangen über eine Klettergelegenheit zu dieser Wippe. Wenn sie sich auf der Wippe zum Köder vorwagen, bekommt sie Übergewicht zum Eimer hin und die Mäuse rutschen in den Eimer. Am Boden des Eimers können sich mehrere Mäuse ansammeln, ohne dass die Falle erneut aufgestellt werden muss. Da Hausmäuse bis zu 40 cm hoch springen können, muss der Eimer ausreichend tief sein."
Oder man füllt drei Finger breit Wasser rein - dann hat sich's wohl mit den Hochsprungkünsten?! :biggrin:

Re: Mausefalle

Verfasst: 18. September 2006 06:23
von ThomasC
eberhard hat geschrieben:Zwei mit bester Bagette-Salami geladene Mausefallen (sog. Schlagfallen) waren schnell und Teddy-sicher (Teddy heisst unser Drecksack) hinterm Fernseher und im Bücherregal plaziert und ich konnte getrost der Dinge harren, die sich mir hoffentlich am nächsten Morgen offenbaren sollten...
...doch nichts von alle dem. Dieses Mistvieh hatte doch fein säuberlich aus beiden Fallen die Salami herausgelutscht ohne selbige zur Auslösung zu bringen.


Hmmmmm.... Um den Auslösemechanismus der Schlagfalle zu tunen fette ich immer den kleinen Bügel an der Stelle wo er mit dem Köderklötzchen und dem gebogenen Ring eingehängt wird. Dies verlangt viel Gefühl. Das Auslösen wird dann sehr viel sensibler. Der Effekt ist zu vergleichen wie beim "Stecher" am Abzug einer Jagdwaffe. Dein "Drecksack" wird sich dann die Zunge einklemmen sollte er es erneut versuchen! :shock: Falls die Maus den Köder beschnüffelt werden wenig mehr Kräfte ihrer Schnauzhaare genügen um ihr eine flache Nase mit gebrochenem Genick zu bescheren.

Weidmannsgruss :redbiggrin:

Thomas

Verfasst: 18. September 2006 09:17
von Wolle
Hallo Eberhard !

Das mit dem Eimer funktioniert so lala. Die Viecher sind schlau!
Ich würde noch einen Versuch mit den klassischen Fallen machen:
Bei mir haben die Dr****viecher auch immer den Köder raus gefressen :hb:, bis ich dan Schokolade genommen habe. Die musst Du schmelzen und den kleinen Bügel richtig eingießen. Wenn die Viecher dann den Schokoklumpen abtragen kommen sie irgendwann an den Draht und lösen die Falle aus. Bei der Salami können Sie den kleinen Bügel wohl sehen und knabbern drum herum und ziehen dann den köder raus. Das geht mit der Schoggi nicht.
Hatte mit der Methode nach zwei Wochen Salamiköder ohne Ergebnis dann neunmal (!) Glück in zwei Tagen.

erfolgreiche Jagd wünscht
Wolfgang

Verfasst: 18. September 2006 09:55
von Onkelchen
Hi,

ich habe die besten Erfahrungen mit einem Stück Bauchspeck (gestreifter Speck) gemacht.

Der Speck ist deutlich zäher als Salami, sodaß die Maus kräftig daran ziehen muss, um ihn aus der Falle zu bekommen. (Klassische Schlagfalle)

Hat bisher immer geklappt.

Getreu dem Spruch: "Mit Speck fängt man Mäuse".

Viele Grüße
Onkelchen

Nutella...

Verfasst: 18. September 2006 10:18
von sammi
Ich habe einen Tip von einem "Kammerjäger" bekommen der bei meinen Mäusen hervorragend funktioniert und zwar: Nutella.
Ja Eberhard deine Lieblingsspeise und das ist durchaus kein Witz, einfach Nutella auf die Mausefalle streichen und abwarten. Das mögen die Viecher gerne und können es nicht wie zB feste Köder aus der Falle stehlen....

sammi;)

Verfasst: 18. September 2006 10:41
von kingoftf
Schmierkäse, Leberwurst oder Nutella auf die Falle, aber nix festes.

Die Viecher sind schlau.

In der Bäckerei, in der ich mal gearbeitet habe, wurden immer Klebefallen aufgestellt, ein dickes Stück Pappe, in der Mitte ein Leckerli und rundrum ein spezieller Kleber, ähnlich diesem fiesen Zeug in den Fliegenfangbändern.


Ist aber ziemlich ekelig, weil die Mäuse vom Kleber nicht gekillt werden, sondern sich in Panik nur richtig festkleistern auf der Pappe. :erm:

Verfasst: 18. September 2006 11:06
von eberhard
Richtigstellung! Sorry, mea culpa, es war meinerseits missverständlich formuliert. Der Salami-raus-Lutscher war in diesem Falle nicht unser geschätzter Teddy-"Drecksack"...
Bild
...sondern eindeutig der mausende Kandidat höchstselbst!!!

Verfasst: 18. September 2006 11:17
von ThomasC
Bei dieser Schnauze würde "Drecksack" wohl beim lecken die ganze Mausefalle verschlucken. :elk:

Toller Hund!! :thumbsup:

Thomas

Verfasst: 18. September 2006 11:45
von netzmeister
Nicht doch, Thomas...die Aufnahme wurde doch mit Makro gemacht...

Ich habe dereinst unfreiwillig eine höchst effektive, aber zutiefst widerwärtige Mausefalle entwickelt: Unter der PÖl-Zapfanlage stand ein Eimerchen mit ca. 5 cm des güldenen Saftes, tropfenderweise im Laufe des Jahres aufgefangen. Im Frühjahr war nicht nur das Pöl im Eimer, sondern auch 4-5 Mäuse und Ratten. Die armen Viecher sind in Erwartung des lecker Freßchens in den Eimer gehüpft, dann aber kläglich ersoffen. Allerdings waren sie gar unansehnlich aufgebläht...bäh...

Nicht schön, aber effektiv!

Verfasst: 18. September 2006 11:50
von Onkelchen
*schüttel*

Verfasst: 18. September 2006 14:13
von NiTo
Hi Eberhard,

wir haben unser Mäuseproblem mit Kunststoff-Schlagfallen mit sogenanntem "Permanentköder" in den Griff bekommen. Die Dinger sehen den klassischen Schlagfallen recht ähnlich, ist bloß alles aus Kunsstoff, und der Permanentköder hält tatsächlich einige Monate.
Die Dinger gibt's in Raiffeisen Genossenschaften und im Landhandel (vielleicht auch noch woanders) - Kosten ca. 3 Euro pro Stück, wenn ich mich richtig erinnere,

Viel Erfolg beim Fallen stellen,
liebe Grüße,
Thomas

Verfasst: 18. September 2006 14:35
von eberhard
Just als ich den finalen Vollzug vermelden wollte, war das Forum -Gott sei Dank nur vorübergehend- nicht erreichbar...nun denn:
Alea jacta!!!
Bild
Eine aus der angeknabberten Tafel Schokolade herausgepuhlte und trickreich in der Schlagfalle verankerte Haselnuss führte "high-noon" zu obigem Ergebnis..."schlammere sunft...äh...schlummere sanft!"

Allen unterstützenden Postern sei hiermit gedankt!!
Beim nächsten Mal werde ich's mal mit Nutella versuchen. Danke für diesen -in meinem speziellen Fall- selbstredend besonders naheliegenden Hinweis. Das war wohl Betriebsblindheit! :biggrin:

Verfasst: 18. September 2006 14:37
von MiWe
...die schaut so komisch...

Verfasst: 18. September 2006 14:42
von 04frank022
Hallo eberhard,

von der ganzen Fallenstellerei verspreche ich mir nicht wirklich etwas.
Die ganze Bude stinkt nach Nutella und Salami...hält ja kein Mensch aus. :wink:

Der Geruch lockt nur noch mehr "Kumpels" an und irgentwann erwischte mal mit Deinem großen Zeh die eigene Falle.
(wie bei "Michel aus Löneberga")

Wenn Dein "Opfer" nicht richtig erwischt wird schleppt es sich unter den schwersten Schrank und gibt nach ihrem Tod seltsame Düfte von sich......


Meiner Meinung hilft nur der Dialog.
Als Argumentverstärker die etwas ausgehungerte Nachbarkatze, das gibt dann was...sieht dann so aus:

Bild




Gruß Frank

Verfasst: 18. September 2006 14:46
von Onkelchen
KK-Schrot.

Hilft auch bei "größeren Mäusen" :biggrin: