Seite 1 von 3
Mercedes G oder Landcruiser
Verfasst: 8. August 2007 22:56
von sir robin
diese frage erübrigt sich SOFORT wenn man folgende seite gelesen hat:
http://www.gwagen.de/html/deutsch/Kaufberatung.htm
... mir ist gleich danach schlecht geworden

Verfasst: 9. August 2007 08:55
von Plastic Bertrand
Was meinst Du wie diese Bewertung fuer 20 Jahre alte Cruiser ausfällt? Das sind einfach beides Groschengräber, der LC wie der G.
Verfasst: 9. August 2007 09:52
von sukidriver
wenigstens gibts beim lc ein paar motorenreihen welche nicht ganz so schlechte Kritik haben. ich denke da an die grossen reihensechser.
ist eigentlich schade, denn ein g ist vom fahrzeugkonzept her ein hervorragender wurf. da können sich fast alle hersteller ein stückchen abschneiden. nur was hilft die gute technik wenn man sie mit pw motoren bestückt?
derselbe fehler hat nissan mit dem patrol gemacht. der 2.8 aus dem laurel mag zwar ein schöner motor sein, ist aber nicht ganz geeignet einen solchen wagen anzutreiben und das entsprechende pw getriebe ist auch fehl am platz.
der 4.2 er nissan mit dem entsprechenden getriebe war da schon eine ganz andere nummer.
als suzukifahrer bin ich mir den pw motor gewöhnt 200-300t machen auch die klaglos, mehr erwartet hier niemand. und wer nie leistung hatte, wird sie auch nie vermissen
um wieder zum thema zurückzukommen. es fragt sich beim g einfach, ob der hohe preis gerechtfertigt ist.
wobei unterdessen die lc auch langsam jenseits werden mit der preispolitik und auch von ihrer "unzerstörbarkeit" eingebüsst haben.
Verfasst: 10. August 2007 10:12
von 04frank022
Noch ein Fahrbericht, aber anders....
http://www.off-road.de/home/modules/new ... storyid=27
Man sollte sich nicht durch
einen Bericht beirren lassen. Der Mercedes G ist das Beste , was unter deutscher Feder Mitte der 70er jahre konstruiert worden ist.
Kein deutsches Fahrzeug ist je so lange nahezu unverändert gebaut worden und war so erfolgreich.
Er ist in vielen Ländern bei den Armeen im Einsatz, von öffentlichen Einrichten und Hilfseinrichtungen ganz zu schweigen.
Technisch gesehen war er damals ein Meisterstück.
Wer natürlich meint, er kauft die Stabilität eines LKw´s mit den Fahrleistungen eines Pkw´s , der wird auch bei anderen Marken schwer auf die Nase fallen.
Was das "Groschengrab" anbelangt, bin ich im Moment nicht sicher, ob bei einem 20 Jahre alten J9 "Groschen" reichen.
Wahrscheinlich heißt es dann:
Wir könnten ihn reparieren, aber die alte Software läuft nicht mehr auf unseren Rechnern.
Jetzt fragt sich natürlich jeder, warum ich vor 3 Jahren keinen "G" gekauft habe.
Ganz einfach,
-es gab keine "mittleren" Radstände
-bei gleichem Hubraum war keine Turbo-Variante verfügbar,
-das Preis Leistungsverhältniss war schlechter.
Grüße Frank
Verfasst: 10. August 2007 10:59
von landcruiser
04frank022 hat geschrieben:... Der Mercedes G ist das Beste , was unter deutscher Feder Mitte der 70er jahre konstruiert worden ist.
...
Da hab ich aber schon bessere Witze gehört.
Oder sie haben ihn anders gebaut als konstruiert.
Als ich ihn seinerzeit in der Erprobung gefahren habe, war es jedenfalls kein Glanzstück deutscher Konstruktionskunst.
Verfasst: 10. August 2007 11:36
von 04frank022
landcruiser hat geschrieben:04frank022 hat geschrieben:... Der Mercedes G ist das Beste , was unter deutscher Feder Mitte der 70er jahre konstruiert worden ist.
...
Da hab ich aber schon bessere Witze gehört.
Oder sie haben ihn anders gebaut als konstruiert.
Als ich ihn seinerzeit in der Erprobung gefahren habe, war es jedenfalls kein Glanzstück deutscher Konstruktionskunst.
Hallo Uwe,
ich weiß ja nicht genau, was Du da probegefahren hast.
Wenn de fertig bist mit Lachen, kannste ja nochmal nähere technische Details vom Stapel lassen.
Ich hatte vor 3 Jahren den hier gefahren:
http://www.w463.de/460_250gd.htm
Als kurzes Cabrio mit Sperren in gutem technischen Zustand.
Wenn ich ihn mit meinem LJ 73 vergleiche, war er schon ein wenig lahmer, aber gar so schlecht lief er an sich nicht.
Der 300er lief noch besser, war mir aber ganz einfach von der Steuer her zu teuer.
Vielleicht bist Du zu "Landcruiser-verwöhnt" und setzt zu hohe Maßstäbe.
Wahrscheinlich bist Du den GE 230 gefahren .
Bei dem Punkt stimme ich Dir zu.
Der Konstrukteur, der einen 2,3 Liter Benziner in ein 2 Tonnen Geländewagen einbaut, gehört erschlagen.
Grüße Frank
Verfasst: 10. August 2007 11:58
von Colt
04frank022 hat geschrieben:Der Konstrukteur, der einen 2,3 Liter Benziner in ein 2 Tonnen Geländewagen einbaut, gehört erschlagen.
Grüße Frank
Denke, der Konstrukteur hat das nicht verbrochen. Da sollte man eher den dahinterstehenden Manager hauen...
Verfasst: 10. August 2007 12:02
von landcruiser
Tach Frank,
was ich da gefahren habe weiß ich nicht mehr en Detail. Is ja auch schon ein bißchen her.
Es war jedenfalls das Fahrzeug welches Merceds vor der Markteinführung zur Verfügung gestellt hat.
Landcruiser hab ich seinerzeit nicht gefahren, sondern 181, Munga, Iltis und 404S.
Wenn ich heute sehe, dass ich mit meinem BJ ohne jegliche Sperren, da problemlos durchgefahren bin, wo ein G eben mal so mit allen Sperren durchkommt, reicht mir das. (rein persönliche Erfahrung ohne allgemeine Gültigkeit)
Wenn Mercedes dafür die ganze verfügbare Konstruktionskunst aufbieten musste, die zur Verfügung stand .... naja.
Andere haben schon 20 Jahre vorher gezeigt, dass es auch einfacher geht.
Wer einen G fahren möchte soll das tun. Ist sicher kein schlechtes Auto, aber auch kein Beispiel überlegener deutscher Konstruktionskunst.
Unter diesen Begriff würde ich annähernd eher den Mog früher und auch heute subsumieren.
Im übrigen sind für mich Diskussionen zum Thema "Wer ist der bessere" für michobsolet.
Grüsse
Uwe
ähem, tach Kollegen von der anderen Feldpostnummer
Verfasst: 10. August 2007 12:47
von 300ge
landcruiser hat geschrieben:Im übrigen sind für mich Diskussionen zum Thema "Wer ist der bessere" für michobsolet.
Grüsse
Uwe
dass kann ich nur unterstützen, denn - das Beste Geländeauto gibt es nicht.
Nachdem ich auf meiner kleinen Seite
www.gwagen.de einen Trafficanstieg bemerkte, hab ich mich mal kurz bei euch angemeldet um auch meinen Senf dazuzugeben.
Ich habe die Erfahrung machen müssen, dass je nach Anforderung des Gelände das ein oder andere Auto besser ist. Das gilt sowohl zwischen unterschiedlichen Marken, als auch innerhalb einer Baureihe.
So kam ich neulich in Hemer eine Steigung zum verrecken nicht hoch und ein Mercedes G Kollege fuhr mal eben locker den Berg hoch, als würde es sich um eine asphaltierte Parkhaus Auffahrt handeln. Der Schlüssel war: der Radstand!
Ebenso in Peckfitz hat mich mal eben locker eine Susi stehen lassen. Mit dem G war kein durchkommen. Mit der Susi schon.
Als Resümee - egal ob Landi, Landcruiser, Suzi oder was auch immer. Jedes Auto hat so seine Stärken und Schwächen.
Der G ist ...
teuer (in jeder Hinsicht)
und
lahm (jedenfalls in den bezahlbaren Varianten)
wartungsintensiv
spritvernichtend
gar nicht so haltbar wie man denkt
hat thermische Probleme (liegt alles nur an der Klimaerwärmung - damit hatte man 1979 nicht gerechnet

)
...aber ist für mich das was mir gefällt.
Sind wir nicht alle ein wenig verrückt? Wer braucht schon wirklich einen 2,5 to Blechwürfel vor der Tür?
Wenn mir damals ein Landcruiser über den Fuß gefahren wäre, dann würde meine Seite eben
www.landcruiser.de oder sowas heißen.
Einen schönen tag noch...und Grüße an alle die, die anders sind!
Verfasst: 10. August 2007 13:04
von 04frank022
Hallo Klaus,
willkommen im Buschtaxi Forum. Schön, daß Du Dich mal schnell gemeldet hast.
Wir haben im Cafe Oriental immer wieder Diskussionen, wer den "Besseren" hat. Die verlaufen logischerweise immer im Sand.
Genau deshalb habe ich hier in der technischen Sektion mal etwas gekitzelt, um ein paar technische Einzelheiten zu erfahren.
Schauen wir mal , was noch so kommt.
Wie Du richtig gesagt hast, kommt es auf den Fall an.
Allgemeine und vorschnelle Meinungen sind fehl am Platz.
Ich kann keinen GD 300 mit einem GE 230 vergleichen...das geht nunmal nicht.
Einen BJ 42 vergleicht man ja auch nicht mit einem turbolosen LJ 70 (72 PS)
Im übrigen möchten die Landcruiser auch anständig gewartet werden, sonst gehen die auch kaputt.
Grüße Frank
Verfasst: 10. August 2007 16:04
von 300ge
04frank022 hat geschrieben:...
Genau deshalb habe ich hier in der technischen Sektion mal etwas gekitzelt, um ein paar technische Einzelheiten zu erfahren.
Schauen wir mal , was noch so kommt.
...
Hallo Frank
Alle 3 Typen:
Starrachse vorn und hinten, Spiralfedern, Kugelumlauflenkung Servounterstützt, Steigungsfähigkeit 80% (Schafft auch 100%, jedoch kann dann das Fahrzeug nicht mehr mit der Feststellbremse gehalten werden) . Minimalgewicht : 2099kg , Maximalgewicht (leer, dafür lange Version in der Vollausstattung) so um die 2,5to. Kippwinkel seitlich max 21° in der Serienvariante
Mercedes W460/ W461:
eher spartanisch ausgestattet, jedoch dafür auch fast mit dem Dampfstrahler zu reinigen. Kein Permanenter Allradantrieb, Untersetzung zuschaltbar über Verteilergetriebe. Bei Untersetzung Differentialausgleich Vorder / Hinterachse gesperrt. Zusätzlich Sperrdifferential an der Hinterachse und Vorderachse Serie; erste W460er Modelle waren ohne vordere Sperre zu bestellen.
W463
permanenter Allradantrieb mit Ausgleichsdifferntial (sperrbar) und Untersetzung die unabhängig voneinander eingelegt werden können (Vorteil bei rangieren mit Anhängern). Zusätzlich Sperrdifferential an der Hinterachse und Vorderachse Serie, erste 5Liter Benziner Modelle waren ohne vordere Sperre ausgerüstet.
Im Gesamten komfortabler zu fahren, speziell auf der Straße.
Man kann beide Modell gut an der unterschiedlichen Lampenverkleidung und am Kühlergrill unterscheiden. Auch das interior oder der Tankdeckel verrät häufig einen umgebauten 460er.
Tankstutzen beim 460/461 hinten, oberhalb des Rücklichtes, beim 463er rechts im Kotflügel.
Aber dieses nur so als technische Betrachtung
Einen weiteren Vorteil hat der Mercedes (der eigentlich ein Puch ist) noch: Man kann den Hut auflassen! Bei der Kopffreiheit punktet der G wahrscheinlich.
Wir können ja mal eine Tabelle erstellen und sehen wie die Technischen Details zusammenpassen.
Meine Daten sind hier
http://www.gwagen.de/html/deutsch/Daten.htm
mfg
Klaus
Verfasst: 10. August 2007 16:44
von Ulf
Hallo Klaus,
Herzlich Willkommen!
...aber ist für mich das was mir gefällt.
Sind wir nicht alle ein wenig verrückt? Wer braucht schon wirklich einen 2,5 to Blechwürfel vor der Tür?
Wenn mir damals ein Landcruiser über den Fuß gefahren wäre, dann würde meine Seite eben
www.landcruiser.de oder sowas heißen.
Einen schönen tag noch...und Grüße an alle die, die anders sind!
Wie recht Du doch hast!
Auch Dir einen schönen Tag
Ulf
PS: ...und ist er Dir wirklich über den Fuß gefahren??

Verfasst: 10. August 2007 19:58
von RobertL
300ge hat geschrieben:Einen weiteren Vorteil hat der Mercedes (der eigentlich ein Puch ist) noch: Man kann den Hut auflassen!
Jetzt bin ich endgültig überzeugt - ich steig um auf einen G

Verfasst: 11. August 2007 00:37
von George
Man sollte sich nicht durch einen Bericht beirren lassen. Der Mercedes G ist das Beste , was unter deutscher Feder Mitte der 70er jahre konstruiert worden ist.
Sag mal, hast du die rosa Sternbrille auf? Das kann nicht dein Ernst sein, ein wesentlicher Teil wurde nicht von MB sondern von der damaligen Steyr Daimler Puch entwickelt. Die Teile, die MB beisteuerte, haben am wenigsten überzeugt. (Dieselmotoren, Getriebe)
Auch ich meinte vor Jahren, es gäbe nur den G

, mein erster Geländewagen war ein G290. Den HDJ80, den ich nun fahre, ziehe ich jedem Diesel-G vor!
Kein deutsches Fahrzeug ist je so lange nahezu unverändert gebaut worden und war so erfolgreich.
Ein 463er G500 hat technisch nicht mehr viel gemeinsam mit dem 460er 230 GE von 1979, das Aeussere täuscht. Es behauptet auch keiner ernsthaft, dass ein LR Defender TD4 praktisch einem Serie I entspreche.
Ob die ca. 200'000 produzierten G's während 28 Jahren ein Erfolg war, ist nicht unumstritten. Schon mehrmals wurde die Einstellung der Produktion angekündet. Nur dank den positiven Verkaufszahlen in den Staaten (G500) werden überhaupt heute noch G's hergestellt. Zum Vergleich: Toyota verkauft pro Jahr ungefähr 45'000 Land Cruiser und verkauft offiziell nicht an Armeen. Ich denke, dass für Mercedes die Modellreihen E/C-Klasse wohl wichtiger sind als die G-klasse.
Er ist in vielen Ländern bei den Armeen im Einsatz, von öffentlichen Einrichten und Hilfseinrichtungen ganz zu schweigen.
Der G wurde ursprünglich vorallem für diesen Einsatzzweck entwickelt und eignet sich gut dafür. Dass der G von vielen Armeen beschafft wurde, ist nicht prinzipiell ein Qualitätszeugnis. Zuviele politische Entscheidungsträger haben bei solchen Geschäften ihre Hände im Spiel.
Viele Alternativen dazu gabs auch nicht.
Was das "Groschengrab" anbelangt, bin ich im Moment nicht sicher, ob bei einem 20 Jahre alten J9 "Groschen" reichen.
20 jährige J9 wirst auch du kaum finden....

Verfasst: 11. August 2007 01:04
von landcruiser
George hat geschrieben:...Der G wurde ursprünglich vorallem für diesen Einsatzzweck entwickelt und eignet sich gut dafür. ...
Da sind viele der tatsächlichen Nutzer entschieden anderer Meinung.
Vo allem welche die mit Gepäck "reisen" oder die die hinten sitzen und unter Beschuß keine Chance haben aus der Kiste rauszukommen.
Warum fahren eigentlich kaum "G"s in größeren Stückzahlen bei Einsätzen egal ob zivil oder militärisch in Gegenden rum, wenns um die Wurst geht?
Die "G" bei den UN oder den NGOs halten sich jedenfalls in überschaubaren Stückzahlen.