scheint zu sein, dass die lieben Kollegen in Japan bei der Montage des Dachhimmels überschüssiges Material mit einem Cutter oder Samuraischwert abgeschnitten und dabei die Lackierung perforiert haben, siehe Fotos.
Die Evolution des Verfalls am Bauteil ist also nicht: Abflusslöcher dicht > Rost, sondern Rost durch Lackbeschädigung > Löcher zu > dann erst richtig Rost.
O.k., hilft uns auch nicht weiter, Rost ist Rost (obwohl ich auf hohem Niveau jammere )
@WernerB: Das Abschneiden des Dachhimmels auf dem Lack mittels Cutter ist eine Ursache. Eine andere, viel dramatischere Ursache ist aber, dass in den auf Deinen Fotos gezeigten Ecken bei der Produktion jeweils zwei Bleche überlappend miteinander verlötet wurden. Diese Lötstellen bergen immer Reste von salzsäurehaltigem Flussmittel, die durch Feuchtigkeitseintrag (= Tauwasser) laufend aktiviert werden und das Blech von innen nach außen aus dem Falz heraus rosten lassen.
An den oberen Ecken des Scheibenrahmens kommt noch hinzu, dass sich der Lötfalz jeweils am vorderen Ende des der Länge nach unter der Dachhaut verlaufenden Dachholmes befindet und dort eine "Sackgasse" bildet. Parkt das Fahrzeug auch nur ganz leicht mit der Front bergab, läuft Tauwasser genau dorthin, sammelt sich dort und kann nicht mehr weg.
Gruß
Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe
ist schon klar. Ich muss mich also berichtigen, ich hab auf den Fotos nur EINE von mehreren Ursachen. Aber ich fand DIESE Ursache schon krass, weil sie einfach nicht konstruktiv begründet ist, sondern einfach nur sch**s* ist.
Und was macht man nu gegen DIESE Ursache? Hab schon paar Mal überlegt, die obere Kante - und nur diese - mit Scheibendichtmasse zusätzlich abzudichten, diese Dichtung vlt. auf beiden Seiten ca. 20 cm nach unten durchzuziehen.
Das ist aus unserer - liebhaberischen - Sicht sicherlich richtig. Der Grund dafür ist Gewinnmaximierung bei und durch industrielle Produktion. Da macht sich keiner die Mühe und geht da nochmal mit dem Pinsel drüber, nachdem der Himmel eingeklebt und der Rand abgeschnitten wurde..... leider. Da ist ja schließlich der Scheibengummi drüber und solange der nicht hart wird ist auch alles gut.
Ein in Australien laufender HJ - unter gleichen Bedingungen hergestellt - wird den Scheibenrahmenrosttod niemals sterben....... in anderen Gefilden kann das schon eher passieren......
1984er BJ45
1987er HJ61
1996er S124 E220 T Mopf 2 Turmalinmetallic
1998er HDJ100 - wer Interesse hat - überlege, ihn in gute Hände zu geben........
cruisermaddin hat geschrieben:Der Grund dafür ist Gewinnmaximierung bei und durch industrielle Produktion.
Wobei man festhalten muss, dass die Produktion des J6 in weiten Zügen noch unglaublich viel Handarbeit beinhaltet haben muss, siehe z.B. die unzähligen Lötstellen an der Karosserie. Auch die Abweichungen bzw. Asymmetrie der Karosserie des J6 sowie die in weiten Zügen sehr wahllos und teilweise sehr schlecht gesetzten Punktschweißungen weisen auf einen hohen Grad an Handarbeit hin. In der PKW-Serienproduktion vergleichbaren Datums wurde z.B. bei VW deutlich exakter und schon sehr viel mit Schweißrobotern gearbeitet. Dadurch erklärt sich m.E. auch der seinerzeit von Neuwagenkäufer des J6 zu zahlende recht hohe Einstandspreis.
Gruß
Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe
Naja, das war ungefähr - und noch nicht ganz - die Preisklasse der J4 ein Paar Jahre zuvor....... Im 60/61er steckt schon etwas mehr Komfort drin, welchen sich die Japaner auch haben bezahlen lassen. Im Hj61 VX war sämtlicher Schnickschanck verbaut, den man sich damals erdenken konnte.
Nach kurzer Recherche - 28.000, obwohl die Angabe in € ist Nach 2. Recherche Neupreis 1988 -> 54.000 DM, was sich mit dem Europreis deckt.
1984er BJ45
1987er HJ61
1996er S124 E220 T Mopf 2 Turmalinmetallic
1998er HDJ100 - wer Interesse hat - überlege, ihn in gute Hände zu geben........
In Ausgabe 21 der AMS Jahrgang 1988 wird der HJ61 mit Modifikationen des Tuners Pabst getestet. Dort findet man auch den Neupreis des damals aktuellen HJ61 im Serientrimm: 53.000 DM.
Zum Vergleich der im gleichen Heft getestete Renault Espace TXE Quadra: 44.900 DM (Grundpreis).
Der J6 war in Deutschland seinerzeit mit Abstand der teuerste Kombi im Geländewagensegment. In AMS 24/1989 wurden Mitsubishi Pajero TD (41.900 DM), Isuzu Trooper TD (41.300 DM), Jeep Cherokee TD (45.500 DM) und der Nissan Patrol GR (45.295 DM) mit dem HJ61 (55.140 DM) verglichen. Das macht gute 9.600 DM Unterschied zum nächstbilligeren Konkurrenten!
Gruß
Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe