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Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 14:40
von nekaaBB
Hallo zusammen,

anderes Thema: Der Alkoven meines Minicamp schwingt ganz schön, v.a., wenn das Bett drin ist. Steht vorne einen Meter über, Alu Riffelblech, wiegt schätzungsweise 60-80kg.

Jetzt überlege ich mir gerade, ob und wie ich das dämpfe. Ich fahre täglich ein Stück BAB mit Betonplatten, das hat führt zu einer sehr schöne Eigenschwingung zwischen 80-110 km/h, nun mal der Geschwindigkeitsbereich, in dem man sich bewegt.

Plan 1: Schaumstoffdämpfer aufs Dach, befestigt mit einem Aluband (eingefasst in Schaumstoff) an den originalen Dachträgeraufnahmen. Dachte da z.B. an Reststücke meines X-Trem-Isolators. Zerkratzt den Lack?

Plan 2: Verstärken der inneren Ecke, also direkt hinter/über dem Fahrerhaus, mit angenieteten Aluwinkeln. Die hinteren Türen müssen natürlich frei bleiben

Plan 3: Stahlbänder, die über das Dach gehen bis ganz nach hinten und den Alkoven "vorne hochziehen".

Plan 4, ganz blöd: Fahrwerksdämpfer anbringen, wahrscheinlich reicht schon einer, ebenfalls an der inneren Ecke.

Wie habt ihr das gelöst bzw. bleibt das bei euch einfach so?

Viele Grüße

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 14:53
von Bayerwaldlux
Servus,

Was Du mit Eigenschwingung bezeichnest ist die Verwindung vom LuxRahmen und die wirst Du nicht
verändern wennst den Alkofen an die Karosse bindest. :wink:

Ist doch bei allen PickupKabinen das gleiche, also mein Rat, lass es einfach so :biggrin:

Luxige Grüsse, Andi

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 15:53
von hakim
Hallo,
ich fahre jetzt meinen Hilux-Doka seit 130tsd km mit dem Minicamp, im langen Alkoven liegt das Bett mitsamt Schlafsäcken. Das unangenehme Aufschwingen des Hilux über regelmäßige Trennfugen oder Bodenwellen kenne ich natürlich auch - es ist vor allem der hinteren Starrachse an Blattfedern geschuldet. Bisher beobachte ich aber keinerlei Probleme am Aufbau und sehe demnach keinen Bedarf, was zu dämpfen oder zu verstärken. Ich würde mir da keine Sorgen machen. Man bekommt das Phänomen auch mit in der Zugstufe strafferen Dämpfern - ich hatte schon die sehr straffen KONI heavytrack RAID drin - nicht vollständig in den Griff. Wie von Andi erwähnt, würde ich auf jeden Fall davon abraten, das Hardtop mit dem Fahrerhaus fix zu verbinden. Die Verwindungen zwischen Pritschenbereich und Fahrerhaus sind zwar selbst im Gelände nicht sehr groß - dennoch würde eine starre, punktuelle Verbindung wohl bald reißen. Meine Tipps:
1.Nicht mehr als das Bett in den Alkoven packen, nicht noch schwere Scheinwerfer vorne dranhängen,...
2.Überlegen, ob Deine Stoßdämpfer nicht doch etwas zu weich gewählt bzw. schon verschlissen sind. Einen Satz "ToughDog Adjustable" kriegst Du nicht allzu teuer und Du kannst die Zugstufe per Handrad extern einstellen.
3.Mal probeweise für den Alltagsbetrieb den Reifenfülldruck senken - vor allem an der Hinterachse. Dann dämpft der Reifen die Fahrbahnimpulse besser ab und das Aufschwingen wird weniger.
Hakim

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 17:46
von quadman
...ich habe das so gelöst, dass ich den Alkoven bei meiner 2ten Kabine wegrationalisiert habe :bulb:
Eine drastische Maßnahme, die wirkt.


Gruß Stefan


PS: alles raus aus dem Alkoven, das hilft ein Stück weit! Die Bett-Platten am besten auch aus dem Alkoven schieben.

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 19:40
von TimHilux
Ich habe mein Bett zB nie komplett im Alkoven. Hat nur Vorteile.
Das "freie Ende" des Bettes bleibt immer in der Schiene, damit brauche ich keine geteilte Matratze und muss auch die Schlafsäcke nicht aufräumen.
Wenn ich mich bei angehobenen Dach in der Kabine bewegen möchte, dann wird die Platte einfach mit einem Seil nach oben an die Decke gezogen. Dmait hab ich dann auch Stehhöhe bis vorne.
Grad kein Bild zur Hand.

Tim

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 20:42
von Toyobruder
Natürlich kann man die Schwingung dämpfen! Hatte ich aber bei meiner Kabine zuerst auch nicht geglaubt!
Geholfen hat mir dir Firma Tourfactory mit einem Neoprengummi zwischen Kabine/Fahrerhaus und Alkoven/Fahrerhaus. Da ich einen Durchgang habe, konnte ich den Unterschied absolut spüren: Erst öffnete sich periodisch beim Aufschwingen ein Spalt von etwa 1 cm oben am Durchgang. Nach der Dämpfung spürt man noch, dass der Rahmen arbeitet, aber im Milimeterbereich. Wichtig ist, dass das Gummi großflächig aufliegt - an Stellen, die sich nicht langsam verformen!
Falls du lieber mit Stoßdämpfern experimentieren willst - ich hab noch ein paar kleine aus meiner Experimentierphase! Lass es mich wissen!

Toyobruder

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 6. Oktober 2017 23:52
von TimHilux
Nachtrag:
hab ein Bild gefunden, vom Ausbau mit hochgeklappten Bett
Bild

Toyobruder:
Kannst Du mal Bilder von Deiner Dämpfung machen?

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 7. Oktober 2017 08:54
von Calimero4512
Guten Morgen
Habe zwar so was nicht aber silentblöcke dämpfen zb Kühler, Maschinen, Rahmen vom Aufbau usw vielleicht eine Überlegung wert Gruß Sigi
PS habe seid dem Besitz meines hdj80 gelernt über den tellerrand hinaus zu schauen....

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 7. Oktober 2017 10:19
von guebac
Hallo Allerseits,

wir haben unser Minicamp seit dem Frühsommer.
Gleich nach der Abholung auf dem Rückweg nach Österreich war ich ziemlich verzweifelt, da das vom Threadersteller beschriebene Aufschaukeln auch bei uns drastisch war. Abschnittsweise waren wir mit 80km/h unterwegs. Über 100 km/h ging fast nirgends, ohne "Reitfeeling".

Vorweg: Kommen gerade aus Griechenland retour. 5000km. Aufschaukeln ist gar kein Thema gewesen! Reisegeschwindigkeit auf Autobahnen war meistens 110-120 km/h. Zwischendurch auch höher.

Wie habe ich das Aufschaukeln weg bekommen:

Bei meinen vielen Tests hat sich als die wichtigste Maßnahme die Gewichtsreduzierung HINTER der Hinterachse
herauskristallisiert. So habe ich eine massive Verbesserung gespürt, als ich den schweren Unterfahrschutz samt Chromstossstange und AHK demontiert hatte. Mittlerweile haben wir auch Sachen wie Wasser, Werkzeug oder andere schwere Kisten nach weiter vorne "umorganisiert".

Zwischendurch musste ich den UFS samt Stossstange und AKH für 2 Wochen wieder montieren um den Hänger nutzen zu können. Eindeutig: Querrillen auf der Autobahn bringen den Hinterwagen wieder so zum Schwingen, sodass man sofort vom Gas geht.

Weiters spielt der Reifendruck eine wichtige Rolle. Früher - in der Zeit vor dem Minicamp - bin ich auf Langstrecken mit bis zu 3 bar gefahren. Reduziert den Komfort aber auch extrem den Dieselverbrauch.
Seit dem das Minicamp drauf ist fahre ich mit max. 2,5 bar (kalt). Aber optimal "gleitet" der Hilux für mich mit 2,0 bar rundum. Da rollt er echt sanft über alles drüber - fast schon Oberklassenkomfort. ABER: Von den frühreren Dieselverbräuchen von nie über 10l musste ich mich verabschieden. Selbst mit normalen Sommerreifen gehen 12l durch. (Einerseits der niedrigere Reifendruck und andererseits das Minicamp mit einem CW-Wert wie Schloss Schönbrunn...).

Noch eine Info: Ich habe auch versucht die Windgeräusche des Minicamp zu reduzieren, da ich auch bei 120km/h Musik oder Hörbücher hören will.
Eine deutliche Reduktion - vor allem bei höheren Geschwindigkeiten - hat ein 70mm hohes Kompriband gebracht, dass ich zwischen Alkoven und Dach umlaufend angebracht habe. Wieder erwarten hat es auch bei 150km/h gut gehalten. Allerdings werde ich es jetzt genau beobachten (Nässe/Frost...). Wahrscheinlich muss es runter.
(Falls jetzt jemand jetzt den Verdacht hat, das Das Kompriband könnte auch dabei helfen das Nicken zu dämpfen.... Sorry, nicht im Geringsten. Mit der AHK hüpft der Gaul trotz Kompriband).

Mein FAZIT zum Nicken: Wenn zuviel Gewicht hoch-über, und/oder weit-hinter der Achse platziert ist, dann ist der Rahmen einfach zuwenig massiv, um diesen "langen Hebeln" ausreichend entgegen zu wirken. Und wenn diese Gewichte und der Rahnen in Resonanz geraten, dann spüren wir das....

LG
Günter

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 7. Oktober 2017 14:56
von hakim
Hallo,
sehr einverstanden mit Dir, was das Gewicht hinter der Hinterachse angeht. Ich habe ja gelegentlich 160kg Enduro auf meinem Heckträger - angeflanscht an den Serienunterfahrschutz samt AHK. Prompt schaukelt die Fuhre sich auch stärker über solch regelmäßigen Querfugen und Verwerfungen auf. Infrage stellen möchte ich allerdings, ob es tatsächlich so sehr die Pritsche mitsamt Alkovenaufbau ist, welcher sich gegenüber dem Fahrerhaus - also in Längsrichtung des Rahmens - verwindet. Sicherlich in geringem Umfang, meinem Fahreindruck nach ist es aber mehr das ganze Fahrzeug, was rhythmisch hinten angehoben wird und schwingt. Nach meiner Überzeugung kein Grund, hier speziell beim leicht und stabil gebauten ORTEC-Minicamp was zu verstärken oder zu dämpfen. Kein Vergleich zum Nicken des Alkovens, so wie es bei überdimensionierten Absetzkabinen gerne auftritt und auch - meist in Verbindung mit einem zu langen hinteren Überhang - zu enormen Hebelkräften und zu Schäden bis hin zum Rahmenbruch führt. Mittlerweile sind hier im Forum viele Minicamps,Excabs und andere kleine Alkovenkabinen vertreten, aber ich habe noch kein Einziges mal von einem Schaden gehört, gegen den man sich per Alkovendämpfung oder -abstützung wappnen müßte. Also: lieber obigen Tipps von Günter folgen. Und mal hinterfragen, ob die Küche wirklich hinten im Überhang eingeplant werden muß! Wenn schon anders nicht lösbar, dann wenigstens leicht halten und Reservegasflasche, Wasserkanister und Konservendosen zwischen die Achsen verpflanzen.
Hakim

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 7. Oktober 2017 16:56
von quadman
....ist ja auch blöd beim DoKa. Da sitzt die HA irgendwie ganz schön weit vorn.... :wink:


Gruß Stefan

PS: schön, wenn das so funktioniert :D

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 8. Oktober 2017 09:01
von Toyobruder
TimHilux hat geschrieben:
Toyobruder:
Kannst Du mal Bilder von Deiner Dämpfung machen?


Mit Genehmigung von Tourfactory, von dene habe ich auch das Neoprengummi erhalten.
Dort, wo die Dämpfung auf dem Dach/der Rückwand aufliegt kann es leicht schmirgeln. Hab hier einfach ein paar mal drüberlackiert, dann muss es tiefer schmirgeln :wink:
Aber, wie gesagt, ich bin äußerst zufrieden!

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 8. Oktober 2017 10:48
von Cruisero
Hallo in die Runde,

interessanter Faden!

@toyobruder: auf welchem Fahrzeug steht denn die Kabine? Auch ein HiLux oder ein HZJ79?

@hakim, @guebac: Für den Fall, dass man den UFS nicht demontieren will, ist denn durch ordentliches Verlagern der schweren Gewichte vor die HA eine Kompensation möglich? Ich denke da beim ExtraCab an die hintere Sitzbank bzw. an die Luken darunter und den Fußraum. Da kann ja Werkzeug, Ersatzteile, Wasser(-säcke, -flaschen), Campingstühle etc seinen Platz finden.
Gruß
Frank

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 8. Oktober 2017 10:51
von Toyobruder
Cruisero hat geschrieben:Hallo in die Runde,

interessanter Faden!

@toyobruder: auf welchem Fahrzeug steht denn die Kabine? Auch ein HiLux oder ein HZJ79?


Gruß
Frank


Ist ein HZJ 79

Re: Dämpfung Alkoven

Verfasst: 8. Oktober 2017 12:41
von Theo
@Toyobruder
Wie breit ist der Neoprenegummi?
3cm?
Mit was hast Du den Gummi verklebt?
Sikaflex o.ä.?

Danke und
viele Grüße