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Korrosionsschutz in Afrika

Verfasst: 13. Juni 2026 07:55
von stobi_de
Morgen!
Ich will hier nicht den 100sten Rostschutzthread anfangen.
Für Europa gibt es so 10 verschiedene Mittelchen, die immer wieder für die verschiedensten Stellen genannt werden und geeignet sind.
Wundermittel gibt es nicht, ständige Kontrolle ist der beste Rostschutz. Beschäftige mich damit intensiv seit etwa 40 Jahren.

Nun will ich aber auch am neuen LC79 in Südafrika Rostschutz machen, klar, das mich der Wagen überleben wird auch ohne Rostschutz - aber prinzipiell.
Das bekannteste Mittel in SA: Q20 (was das Gleiche wie WD40 ist).
Tatsache: die Südafrikaner fühlen sich dem Phänomen Rost schutzlos ausgeliefert.
Es gibt EINEN Anbieter von Wachsprodukten, was dann Rustech 506EH ist, sowas wie Dinitrol (bekommt man in AMazon.co.sa).
Fettprodukte gibt es gar nicht - nun ja, würde ich in einem heißen Land mit Staub und Sand auch nicht nehmen wollen.
Aber auch das: in der Namib-Wüste wird das Wachs wieder flüssig, zieht Staub und Wasser und wird zu einem klebrigen Klumpen oder verschwindet ganz.
Owatrol gibt es nicht, aber es gibt Leinölfirniss und Terpentin, was ich zuletzt recht großzügig soweit wie möglich verteilt habe (hatte keine Hohlraumsonde)
Auch wenn das als Hohlraumversiegelung nicht wirklich geeignet ist, fällt mir nichts anderes ein, was man da unten auch problemlos bekommt.
Alternative Idee?

Ein Hinweis noch: in vielen afrikanischen Werkstätten gilt Fett oder Öl am Unterboden als absolutes No-Go. Viele weigern sich, an einem schmierigen Auto zu arbeiten. In Kenia hatte ich mit dem alten Patrol den Effekt, dass ich was am Auto reparieren lies und danach erführ: "What a hell of work to remove all that grease in the car. But we washed it complete with petrol and now it is clean" - aua !

Frank

Re: Korrosionsschutz in Afrika

Verfasst: 13. Juni 2026 09:53
von spec
in westafrika gibt es durchaus ein bewusstsein für rost, stichwort fahren am strand
im senegal wurde mein LC mit einer mischung aus altöl und diesel eingesprüht, das war dort standard proceedure wenn man nach rost schutz fragte.

Re: Korrosionsschutz in Afrika

Verfasst: 13. Juni 2026 09:57
von _Malte_
Leinöl und Leinölfirnis ist in deinem Fall schon eine recht gute Wahl. Leinöl hat den Vorteil, sich chemisch mit Rost zu
verbinden, nachdem es eingedrungen ist. Das hält eine ganze Weile. Die Leinölfirnis reagiert mit Sauerstoff und den Sikkativen
und härtet nach Stunden/Tagen aus. Das ist dann nicht schmierig. In Hohlräumen aber wohl eher kontraproduktiv, da es dann nicht mehr
kriechfähig ist und auch vor weiteren Nachbehandlungen schützt?
Mittel wie WD40 sind sinnlos, da sie relativ schnell verdunsten. Die Basis ist Petroleum. Da könnte man auch Diesel versprühen und muss
alle paar Wochen nacharbeiten.
Auch das dünne Fluid Film von Hodt verflüchtigt sich nach Wochen/Monaten. Je dicker, desto länger wirksam.
Wer partout nicht mit Wachs oder Fett leben will oder kann, muss halt den rost in Kauf nehmen. Oder einen soliden mehrschichtigen
Lackaufbau mit Rostschutzfarben hinbekommen. Ist eben schwer in Hohlräumen.
Owatrol hat als Basis übrigens auch Leinölfirnis, wird gesagt. Ich habs noch nie verarbeitet. Genau wie Hämatit-Rostschutzfarbe (Eisenmennige)
Leinölfirnis enthält.

Re: Korrosionsschutz in Afrika

Verfasst: 13. Juni 2026 10:09
von spec
die afrikanische rostvorsorge mit diesel/altöl hat in meinem fall ziemlich lang gehalten. das vermischt sich gut mit dem pisten staub und bleibt dann lange kleben

Re: Korrosionsschutz in Afrika

Verfasst: 13. Juni 2026 11:02
von F250
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