Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

...und natürlich auch BJ, J2 und J3...also 1951 - 1986
BJChriss
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Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Hallo ihr lieben.

Viele kennen mich ja möglicherweise noch von meiner Resto ("Jetzt melde ich ich auch mal hier" oder so)
Dann war ich irgendwann weg. Und jetzt bin ich wieder hier.

Damals hatte ich neue Glühkrezen verbaut bei 128.000 Kilometern. Jetzt bei knapp 200.000 Kilometern...naja, der alte Herr springt nicht mehr so gut an, nagelt ein wenig mehr. Nuja....Glühkerzen raus, angesehen....chic waren sie nicht mehr, ein Anschlußgewinde etwas vermackt....naja. In einem Shop weiiit im Süden neue bestellt, zusammen mit eineigem anderen Kleinkram. Die Kerzen waren, so wie die defekten, für eine normale Glühanlage (20,5 Volt war aufgedruckt)

Neue Kerzen eingebaut und? Vorgeglüht......ca 40 Sekunden, gestartet...startet viel besser als vorher....aber: Der Kontrollwendel glüht jetzt nicht mehr.

Frage: Warum nicht? Hat einer eine Idee?


Fragende Grüße
der Chriss aus RS

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Soderle,

heute mal bissi was gesucht, versucht und gefunden. Der Glühwendel der Kontrollanzeige funktioniert noch. Dann habe ich die "neuen" Glühkerzen ausgebaut, und? siehe Foto. Wer es nicht sehen kann: Die "neuen" Kerzen sind am Ende deformiert, dicker geworden.

Wie kann sowas kommen, wenn doch im Shop die Kerzen als solche angepriesen werden, die für die normale 24 Volt Vorglühanlage sein sollen?

Danach die alten wieder eingebaut, und? Kontrollwendel glüht!!!

In diesem Sinne.

der Chriss
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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Moin zusammen,

kleines Update zum Thema Glühkerzen:

Neu bestellte Kerzen sind nun drin und versehen seit Februar zuverlässig ihren Dienst. Was mit den alten kerzen los war, konnte oder wollte mir der "Erstlieferer" nicht sagen. Ist aber auch letztlich völlig wurscht, da die Reklamation ohne Probleme funktioniert hat.

Aber nun zu meinem neuen Problem, welches mich ein paar kostbare Tage meines Urlaubs gekostet hat.

Auf dem Weg nach Kroatien habe ich am Rasthof Würzburg eine kleine P*****pause eingelegt. Das Anlassen des Motors geschah etwas widerwillig, die Anlasserdrehzahl war geringer als normal. Da der Wagen aber mit eingeschaltetem Standlich an einer blöden Stelle stand, habe ich mir nichts dabei gedacht.
Auf der Weiterfahrt wurde alles an Beleuchtung immer dunkler. Also abgefahren und auf einer Baustelle an der Autobahn mal etwas Diagnose betrieben, was ohne Multimeter so möglich war.

Das dicke Kabel an der Lichtmaschine über die Handlampe (original Bordwerkzeug) an Masse, quasi als Prüflampe gelegt. Sie war sofort an.
Regler aufgeschraubt, das rechte "Relais" hat ab einer leicht erhöhten Leerlaufdrehzahl geschaltet, etwas darunter wieder zurück in den Ursprung.
Sicherungen unterm Armaturenbrett links alle i.O. (Sichtgeprüft)
Sicherungen im Kästchen im Motorraum links am Kotflügel i.O. (Sichtgeprüft)
Keine Korosion an den Steckern.

Mehr ging an Diagnose leider nicht.

Weitergafahren, so lange bis das Licht für eine vernünftige Weiterfahrt nicht mehr gereicht hat. Da konnte ich mich noch auf eine geschlossene Tankstelle retten. Bei einer erneuten Diagnose (leider dabei den falschen Stecker abgezgen) ist der Motor ausgegangen und....genau. nicht mehr gestartet. Nur ein Klack..klack.

Der gerufene ADAC diagnostizierte eine komplett tote Batterie (rechts) und eine angeschossene (links). Der provisorische Einbau zweier neuen Batterien zeigte, daß die Ladespannung nicht über 23,3 Volt ging. Alle Verbraucher aus. Eingeschaltet hatten wir knapp über 22.

Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich, der Toyota musste abgeschleppt werden. Er steht jetzt in der Nähe von Nürnberg und wartet auf die Heimreise.

Langer text, ein paar Fragen:

Hatte jemand so eutwas schon mal?
Was war die Lösung?
Hat jemand ein Schema, wie ich Lichtmaschine und Regler Messwerttechnisch erfassen kann, ggf. ein paar Sollwerte?


Mit freundlichem Gruß

der Chriss

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Theo
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von Theo »

Hallo Chriss,

auf die Schnelle würde ich sagen der Regler ist kaputt, evt. auch die Kohlen der Lima. Welchen BJ und Baujahr hast Du, mit welcher Maschine? Es gibt ca 6 verschiedene Schaltpläne der Ladesysteme. Ich kann Dir Manuals schicken wenn Du kein Handbuch hast.

Ebenso gibt es verschiedene Vorglühsystem und Schaltpläne und Fehlersuchpläne dazu.

Am Besten meldest Du Dich per PN.

Viele Grüße

Theo
Theo
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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

@Theo

sie haben Post

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Leider ....oder Gott sei Dank bin ich halt immer noch im Urlaub,

so konnte ich bisher nichts aktiv am Toyota machen. Aber ich habe versucht mir Informationen zum Prüfen des Reglers zu beschaffen. Entweder bin ich zu blöd zum Suchen oder es gibt schlichtweg keine Infos datzu und der Regler ist ein großes Mysterium was keiner weiß, wissen will oder kann oder was weiß ich. Quasi eine Blackbox.

Ebenso verhält es sich mit der Lichtmaschine, dazu finde ich leider auch nichts.

Aber noch eine andere Frage: Wie lange fährt so ein BJ eigentlich auf Batterie, wenn beide frisch geladen sind?
Wäre dann für mich die letzte Lösung, ihn eben nur noch auf Batterie zu fahren.

Gruß aus der Sonne

Der Chris

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toyotamartin
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von toyotamartin »

ohne Starten ohne Licht ..lange

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

@toyotamartin

Danke dir. Nur für den Fall der letzten Möglichkeit.....die mir natürlich nicht gefällt.

We will se....




der chriss

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toyotamartin
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von toyotamartin »

ich bin mit dem BJ mit defekten Batterien vom Comosee fast bis Wien gefahren...immer zur Sicherheit auf abschüssiger Strasse geparkt.

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Oh,


okay, das ist eine weite Strecke. Das beruhigt mich dann.
Bin gespannt, was es bei meinem Toyota ist. Lässt mir ja doch keine Ruhe......irgendwie.

Gruß aus der Sonne


der chriss

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landmetall
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von landmetall »

Moin,

bei unserem 3B Motor hatte damals das Relais im LiMa Regler ( kleiner schwarzer Metallkasten am Kotflügel/ Alternator Regulator) Kontaktbrand, wie früher bei einer Kontaktzündung, feines Schleifpapier schaffte Abhilfe, und die Arme auf den Spulen kann man Nachbiegen, so das der Regler wieder mit 27- 29 V lädt...

Da hast bestimmt die Lichtmaschine mit der angebauten Vakuumpumpe?
Die Kohlebürsten kann man tauschen, Schleifringe reinigen nicht vergessen...
hat unseren damals wieder zum Leben erweckt...

2 gute Batterien benötigt man aber dafür...

Gruß

Wolf

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Huhu,

@landmetall
Ne, tasächlich habe ich diese Kombi nicht. Ich habe die Lichtmaschine mit Vakuumpumpe und ingesammt 4 Kabeln (3 davon im einem Stecker kombiniert), ein dickes alleine , Regler auf der Beifahrerseite an der Spritzwand.

Aber....

der Toyota lädt wieder.

Zunächst habe ich ihm die bestellten, neuen Batterien spendiert. Mit denen ließ er sich ohne Probleme starten und nach Hause fahren. Das waren nur ca 9 Kilometer.

An der Garage mal gemessen, war nicht viel mehr als 24 Volt. Bei Licht, Gebläse und Fernlich an waren es weniger.
Dann habe ich der LiMa mal mit dem 500g-Hammer mal eine verpasst....hups....für ca 2 sekunden 27 Volt. Danach wieder 24.
Also LiMa ausgebaut, zerlegt und?

Kohlen waren komplett runter und haben sich quasi an der Litze wo sie festgelötet sind aufgehängt und hatten nur noch geringen bis gar keinen Kontakt mehr zum Schleifring. Also Den ganzen Kram auseinander gelötet, gereinigt, etc. Neue Toyota-Kohlen nach Handbuch eingebaut und siehe da?

Feine 27,8 Volt.

Den Regler habe ich gebrüft, er ist noch okay, allerdings sind die Kontakte wie oben von Landmetall beschrieben stark von Abbrand gezeichnet.
Allrad K. hat einen Regler von New-era im Programm. Mit dem liebäugel ich. Ich hoffe, das er was taugt.

Gruß in die Welt


der Chriss

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

Moin Leute

Nachdem ich nun eine Weile mit dem toyota rumgefahren bin....alles gut. Springt an, lädt...macht alles das, was er soll. Hätte ich jetzt noch mal Urlaub...ab nach Kroatien, so wie geplant.

Allerdings habe ich noch Ersatzteilbedarf:

einen neuen Regler habe ich mal prophylaktisch geordert, sollte bald kommen.

Noch benötigen tue ich:
Sicherungskasten neue Bodenwanne (links an der A-Säule beim Unterdrucksummer)

Vorwiderstand für die 1. Stufe des Heizungsgebläses. Da ist ein Kontakt abgebrochen.
(Oder eine Idee oder Anleitung , wie man das reparieren kann)


Gruß

der Chriss

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RinaMat
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von RinaMat »

Vorwiderstand:
Den kannst du wohl auch durch einen Keramik-Leistungswiderstand ähnlicher Größe ersetzen.
Wenn der Wickelkörper nicht zerbrochen ist und do noch den Draht des originalen Wickels erriechst kannst du das Gebrauchtteil auch reparieren.
Ich hatte das so gemacht - siehe Pics:

Eisendraht o.ä. um Wickelkörper gerödelt und alten Anschluss damit verlötet - als Zugentlastuung. Natürlich auch alten Widerstansdraht neu angelötet:
LüftungsGebläse 014.jpg
Mit Epoxy abgedichtet:
LüftungsGebläse 016.jpg
Und lackiert (ich nehme mal an BK3in1) und montiert:
LüftungsGebläse 018.jpg
ODER auch in meinem alten Beitrag gezeigt - gibt ja nichts was nicht schonmal besprochen wurde ...:
viewtopic.php?p=361407&hilit=Widerstand#p361407
Mat
"LandCruiser" FJ40 12H-T Bj.78 fürs Gelände (2009 - ?)
"CarinaE" AT191 7A-FEL Bj. 96 für die Straße (2018 - ?)
OBSOLET: CarinaE T19U 7A-FE '95 (2001-2012), LandCruiser LJ70 2L-T '89 (2003-2009), Avensis T25 1AD-FTV '08 (2012-2018)

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BJChriss
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Re: Komisches Verhalten nach Glühkerzentausch

Beitrag von BJChriss »

@RinaMat

das...

ist eine gute Idee mit dem Draht. Ich werdemich morgen mal dransetzen. Leider ist bei meinem die Lötfahne im eimer, so dass nur noch der Widerstandsdraht absteht. Aber da kann man ja was bauen aus Messingblech oder so.

Den Austausch gegen einen anderen Widerstand ähnlicher Bauform wäre dann "stepp 2" wenn die Reparatur nicht funktionieren sollte. Allerdings habe ich gehört, dass sich Widerstandsdraht nicht löten lässt?

Ich habe im übrigen auch mal den Wert gemessen, ich komme auf 2,5 Ohm.

Gruß aus dem Dreckswetter

der Chris

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