Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Hinweise auf interessante Artikel und Diskussionen zur Ergänzung der Forensuche
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Das ist interessant.
Bei mir ist der Wischwasserbehälter komplett ausserhalb der Reichweite der Räder.
Der Wischwasserbehälter ist vorne. Bei mir schleift es hinten.

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
Jemael13
Beiträge: 296
Registriert: 4. März 2023 17:42

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von Jemael13 »

Mein wischwasserbehälter ist auch vorne, vielleicht liegt es an den schmäleren rädern und der einpresstiefe und dem fahrwerk? oder an einem der einzelnen dinge keine ahnung :D
Toyota Land Cruiser Prado VZJ90 1997
Toyota Land Cruiser Prado KZJ95 1998
Toyota Land Cruiser Prado KDJ95 2002

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
syphest
Beiträge: 1308
Registriert: 23. August 2017 10:23
Wohnort: Augsburg

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von syphest »

Jetzt erst gesehen. Absolut genialer Artikel, danke dafür!

Beim Lesen hab ich meinem Ex-KZJ95 beinahe schon hinterher getrauert :-D
:bb:
Max

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

danke :-)

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Da ich bei einem anderen Thread gerade etwas genauer zum Einbau der Seilwinde geschrieben habe (viewtopic.php?t=85740&start=15), habe ich gesehen, dass ich hier in diesem Thread einen Tippfehler bei den Nummern der Einbauteile hatte.

Hier sind die Nummern nochmal richtig :
  • Toyota Support Winch Base 38352-60050 (rechts)
  • Toyota Support Winch Base 38353-60030 (rechts)
  • Toyota Winch Base 38351-60051
  • 8x Toyota Bolt 90119-12215

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Da ich nochmal explizit nach der Eintragung des Schnorchels gefragt wurde, poste ich mal das Ergebnis meiner Begutachtung.
Eintragung Schnorchel.jpg

Geholfen hat mir dabei, dass auf der Internetseite, wo ich den Schnorchel gekauft hatte, stand : "All snorkels are UV resistant and made from the highest quality LLDPE". Ergänzend hierzu hatte ich dieses Gutachten zu dem Material von ExxonMobile LLDPE LL 8446.21 vorgelegt (https://www.oryxsolutions.de/media/pdf/ ... source.pdf).
Mein Ansprechpartner beim TÜV kannte dieses Gutachten bereits (er kennt sich allgemein recht gut aus). Wir hatten auch darüber gesprochen, wie ich die Anbindung an den originalen Luftfilterkasten gemacht habe. Zudem hatte ich ihm gezeigt, dass ich zur Befestigung nicht die A-Säule angebohrt habe, sondern einen Winkel zur Befestigung an der Regenrinne gebaut habe. Das war für ihn OK.
Befestigung Schnorchel.jpg

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Noch eine kleine Ergänzung zum Thema Schnorchel :

Sollte bei einer Abgasuntersuchung mit montiertem Schnorchel mal der Grenzwert für die Trübung überschritten werden, könnte es vielleicht sein, dass der Luftfilter etwas zu ist. ;-)
In dem Fall könnte man mal testweise die Abgasuntersuchung ohne Luftfilter probieren.

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Nachdem ich oben nur kurz was zu meinen Stossdämpfern erwähnt - aber an anderer Stelle noch mehr dazu geschrieben habe, verlinke ich das hier mal : viewtopic.php?t=85621&start=103

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Benutzeravatar
AlpenCruiser
Beiträge: 861
Registriert: 1. Dezember 2022 23:43

Re: Mighty 90s - Toyota J9 - Kauf, Erfahrungen

Beitrag von AlpenCruiser »

Kurzes "Update" zum Fahrwerk

Ich hatte ja oben in diesem Thread geschrieben : "Ich habe vor, demnächst die OME 892 hinten einzubauen. Mein Ziel ist, dass er beladen hinten so bleibt, wie er leer ohne OME wäre." Das haben wir dieses Jahr gemacht. Ich reiche daher noch ein paar Messwerte und Erfahrungen dazu nach.


Setting

Die Messwerte und Erfahrungen beziehen sich nun auf folgendes Setting :
  • Vorderachse :
    Stossdämpfer = AmadaXtreme 21-529
    Feder = serienmässig Toyota
  • Hinterachse :
    Stossdämpfer = AmadaXtreme HD-24-512 oder Koni HT RAID 90-5394 (Wir hatten beide abwechselnd drin und haben beim Fahren keinen Unterschied bemerkt.)
    Feder = OME892X
    Achsfangbänder (Eigenbau - s. Link oben)
  • Gewicht :
    2.500 kg reisefertig inkl. Fahrer (davon 35 kg Seilwinde + 18 kg Frontbügel)
    niedriger Schwerpunkt und verzurrt

Messwerte

Die Fahrzeughöhe an der Vorderachse wird durch die Feder und durch den Stossdämpfer beeinflusst, da es ein Federbein ist. Hinten sind Feder und Stössdämpfer getrennt und die Fahrzeughöhe ist hier vom Stossdämpfer unabhängig.
In unserem Setting möchten wir die vordere Antriebswelle möglichst horizontal haben. So hat sie vermutlich ihre optimalen Betriebsbedingungen und den geringsten Verschleiss an den Homokineten (der rote Pfeil im Bild zeigt auf den Homokineten). Es ist durchaus denkbar, dass dieses Setting auch für die Toyota-Ingenieure damals ein Orientierungspunkt war.

Antriebswelle.jpg

Auf diesem Bild ist eine Wasserwaage auf der Antriebswelle. Die Länge der Stossdämpfer in Verbindung mit der serienmässigen Feder führt in unserem beladenen Zustand genau zu diesem Wunschwert von 0°.
Diese 0° der Antriebswelle führt dann zu einem Abstand von 52,5 cm von der Achsmitte zur Unterkante des Kotflügels (kein Body-Lift). Dadurch, dass wir von der Achsmitte messen, ist dieser Wert auch unabhängig von der verwendeten Reifengrösse. Der linke Messwert im folgenden Bild ist die Vorderachse. Der rechte Messwert (57 cm) betrifft die Hinterachse mit der OME 892-Feder (gemessen, ca. 7.000 km nach dem Einbau).

90 horizontal.jpg

Interessant ist bei diesem Setting, dass das Trittbrett damit auf ziemlich genau 0° kommt. Wenn wir unterstellen, dass das Trittbrett so konstruiert ist, dass es horizontal ist, heisst das, dass wir damit auch hinten vermutlich in dem Setting fahren, das für die Toyota-Ingenieure damals ein Orientierungspunkt war. Bei uns ist die Messung am Trittbrett davon abhängig, an welcher Stelle des Trittbretts wir messen, da es aufgrund von Grundberührungen nicht mehr ganz gerade ist. Wenn wir die Wasserwage oben auf die horizontale Kunststoffverkleidung legen, wäre es z.B. 0,04°.

Wenn wir in diesem Setting nun die Bodenfreiheiten messen, sehen wir, dass wir unsere Bodenfreiheit bei unserer Beladung halten konnten.

Bodenfreiheiten vorne / Mitte / hinten : 26 / 33 / 27 cm
Bodenfreiheit vo mi hi.jpg

Die Reifen sind 32x10.5 CST mit 1,8 bar. Die CST-Reifen hätten bei höherem Reifendruck einen etwas grösseren Durchmesser. Es würde hier vielleicht noch ca. 0,5 cm bringen. Für uns ist aber der hier gezeigte Wert relevant, da wir im Gelände meist mit 1,8 fahren.

Etwas vorsichtiger bin ich mit einer Aussage zu den Böschungswinkeln. Es ist schwer, zu messen. Denn ich habe zum Messen eine Metallstange verwendet. Und die musste ich am Reifen anlegen und dann möglichst gerade schauen, ob ich es richtig halte. Zudem wusste ich nicht, ob ich die unteren Rohre des Frontbügels mit einbeziehen soll und habe dann einen Mittelwert gemessen. Sagen wir grob, das Ziel ist auch hier erreicht, bei Beladung die Werte eines unbeladenen 90 zu erhalten.

Böschungswinkel.jpg

Bei der Messung des Rampenwinkels konnte ich keine wirklich belastbaren Werte messen. Nachdem aber die Böschungswinkel gehalten werden konnten, muss das beim Rampenwinkel logischerweise auch so sein.


Anmerkungen zum Setting :

Bei der Beladung sind immer die schwereren Gegenstände möglichst tief und die leichteren weiter oben. Die gesamte Beladung ist vollständig verzurrt und bleibt immer unterhalb der Fensterlinie. Rücksitze sind ausgebaut. Auch das Dachzelt wird nach jeder Übernachtung wieder vom Dach runtergenommen, zusammengerollt und im Innenraum verzurrt. Der Schwerpunkt ist damit so niedrig wie möglich. Die rote horizontale Linie in dem untenstehenden Bild zeigt die Obergrenze der Beladung. Zudem bewirkt die Verzurrung, dass auch in stärkerer Schräglage oder Fahrzeugbewegung nichts rutscht oder rumfliegt und sich der Schwerpunkt in kritischen Situationen damit nicht ändern kann. Alles, was wir dabei haben, ist in gleichgrossen Softcase-Koffern, die geordnet nebeneinanderstehen und von hinten rausgezogen werden können. Anhand der Farben der Koffer erkennen wir, was drin ist. Softcase, da sie bei nur teilweiser Beladung durch die Spanngurte enger gezurrt werden können und sich somit auch im Koffer nichts bewegen kann.

90 ohne Dachzelt.jpg

90 mit Dachzelt.jpg

Für die Vorderachse hätten wir eigentlich auch noch die OME-Federn 881 zuhause. Fa. Taubenreuther hatte mich gebeten, den kompletten Satz vo und hi zu kaufen. Aber ich habe nur die hinteren Federn 892 benötigt und habe auch nur diese eingebaut. Ob ich vorne die 881 mit meinen Stossdämpfern kombinieren kann, müsste ich erst ausprobieren. Aber warum sollte ich ? Meine Wahrnehmung ist, dass wir nun exakt in der Fahrwerksgeometrie fahren, an der sich die Toyota-Ingenieure orientiert haben. So, wie er fährt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man da noch irgendwas verbessern kann.


Unser Fahreindruck in diesem Setting

Fahreindrücke sind natürlich von der Erwartung / vom Einsatzzweck abhängig. Unser Einsatzzweck ist das etwas anspruchsvollere Gelände in Europa mit Tourzeiten unter einem Monat. Wer ein Auto wohnlich ausbaut wird vermutlich andere Erwartungen haben. Er ist in diesem Setting auch nicht auf Show getrimmt. Unsere Erwartung ist, dass er uns überall hinbringt, und wieder zurück. Er soll nicht zu oft am Unterboden aufsetzen, nicht umfallen und nicht kaputt gehen. Gerade das "nicht kaputt gehen" und "wieder zurückbringen" stehen bei uns an erster Stelle. Denn wir fahren alleine und sind auch schon mal mehrere Tage ohne Kontakt nach aussen in Gebieten, in denen Braunbären leben. Leider sind inzwischen einige Bären durch ungeschickte Touristen aus dem Auto heraus gefüttert wurden. Das heisst, dass manche von ihnen Autos als Futterspender kennengelernt haben.

Die Strecken, die unser KZJ bewältigen soll, kann ich vielleicht mit Hilfe des Pistenkuh-Buchs von Sabine und Burkhard Koch ein bisschen beschreiben. Nachdem wir oft in den Karpaten fahren, kommen wir immer wieder mal auf Strecken, die in deren Buch erwähnt sind. Dort sind die Strecken mit Schwierigkeitsgraden 0 bis 5 klassifiziert. SG4 wird z.B. beschrieben als "teilweise gefährlich" und "fahrerisches Können erforderlich". SG5 als "extrem schwierig und gefährlich" - "kleine Fahrfehler können zum Totalschaden des Fahrzeugs führen". SG6 gibt es in dem Buch nicht. Dennoch würde ich mir erlauben, SG6 mal kurz hinzuzufügen. Denn wir kennen auch (legal befahrbare) Abschnitte, die wir nach unserer Einschätzung als noch herausfordernder als SG5 gesehen haben. Auch das muss er alles fahren können.

Auf diesen Einsatzzweck bezieht sich unser Fahreindruck. Und hier müssen wir sagen, dass der KZJ in diesem Setting das Gefühl vermittelt, genau dafür gebaut worden zu sein. Egal ob SG 4, 5 (oder 6) - er fährt es einfach. Alles ohne Probleme. Und sofern der Fahrer keinen Fehler macht, auch ohne Windeneinsatz. Wir hatten noch nie eine Etappe, in der wir aufgeben mussten. Die Belastungsgrenze lag bisher immer nur beim Menschen - nie beim Auto.

Seitdem wir in diesem Setting fahren, hatten wir auch nie einen Fahrwerksschaden, obwohl wir das Fahrwerk durchaus fordern. Um vielleicht zu beschreiben, was ich hier mit "fordern" meine, bringe ich mal kurz ein (zwei) Beispiele : In einer 6-Stunden-Etappe musste (durfte) ich mal rechts sitzen. Die Vegetation, die wir mit der A-Säule auseinandergedrückt haben ist mir peitschend ins Gesicht geschlagen, da mein Fenster offen war. Ich hatte es für ca. 30 Minuten nicht geschafft, das Fenster zu schliessen, weil mich das Auto so rumgeschüttelt hatte, dass ich mit der Hand nicht an den Fensterheber gekommen bin. Ich sah nach dieser Etappe nicht mehr gut aus. Aber das Fahrwerk kam sehr gut damit zurecht. In einer anderen Etappe, die über 8 Stunden ging und ich auch mal wieder links sitzen durfte, musste ich nach 8 Stunden aufgeben, weil ich als Mensch am Ende war - aber nicht das Auto. Ich erinnere mich, dass ich halbtot aus dem Auto gefallen war. Ich lag vor dem Auto und mir war es, als ob er mir sagen würde :
"Ruh dich aus. Morgen bringe ich dich zurück."

Link:
BBcode:
HTML:
Hide post links
Show post links
Antworten

Zurück zu „Artikel und Diskussionen: Best of“