Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:
Ich habe einen HZJ 79 Pickup mit Inno-Camper Kabine und Aufstelldach. Das Ganze ist daher etwas größer als die Aufstelldachvariante auf dem 78er.Nach einem Jahr täglicher Nutzung in Australien und ein paar kürzeren Touren in Europa ist mein Resumee:
Dach und Kabine sind absolut dicht und pistenfest.
Der Stoff hat gehalten, die Mückennetze sind an einigen Stellen etwas verschlissen, wobei ich teilweise selbst Schuld bin, teilweise der normale Verschleiss aufgrund täglicher Nutzung zugeschlagen hat. Ein Austausch der Netze ist möglich, aber noch nicht notwendig, das hat noch ein paar Jahre Zeit.
Bei Windböen und Sturm macht es keinen Spass unterm Dach zu schlafen. Aber das ist das Problem aller Aufstelldächer. Der leichte Stoff knattert und knallt dann wie ein Segel. Das ist bei Dachzelten nicht anders. Wir haben dann den Deckel zugemacht und unten geschlafen. Auch im 78er sollte man bei der Inneneinrichtung diese Option erhalten.
Bei 45 Grad Celsius und 95% Luftfeuchtigkeit war es äußerst angenehm, auf drei Seiten feinmaschige Mückennetze um sich zu haben.
Das Klima im Auto ist immer besser als im Zelt, egal ob bei Regen, Kälte, Schwüle oder trockener Hitze.
Mit Standheizung (Wallas Dieselkocher) ist es auch bei kühl-feuchtem Klima verhältnismässig angenehm mit geöffnetem Dach.
Beim Herunterklappen des Deckels kann es bei starkem Wind etwas mühsam sein, Plane und Moskitonetze unbeschädigt ins Fahrzeuginnere zu ziehen.
Dichtere und festere Stoffe sind vielleicht bei vorwiegender Nutzung in kühleren und nasseren Gegenden sinnvoll. Da das IC Dach individuell gefertigt wird, wird das wohl verhandelbar sein. Eine nicht angebotene (vermutlich auch technisch nicht zu akzeptablen Preisen realisierbare) Option wären komlett austauschbare Seitenwände (Winterausführung mit Klarsichtfolienfenstern und Luftpolsterisolierung gegen Sommerausführung aus leichtem Stoff mit großen Mückennetzen.
Mit einigem eigenem Bastelaufwand ist jedoch eine zusätzliche zweite Haut aus festerem Stoff denkbar, die bei Bedarf zusätzlich montiert werden kann.
Das Aufstellen des Daches bei hoher (150-200Kg) Dachlast ist echte Arbeit. Dafür hätte ich mir manchmal eine elektromechanische Unterstützung gewünscht.
Zur Innenraumlautstärke:
Der Pickup war lauter als die Kabine mit Inneneinrichtung.
Urlaubsfertig beladen wird es leiser, als mit leeren Schränken und Fächern.
Der Lärmpegel im Fahrzeug hängt sehr eng mit den verwendeten Reifen und mit der Straßenoberfläche zusammen. MT lauter als AT, Flüsterasphalt auf einem Teilstück der A40 viel leiser, Gravelroads und Sandpisten viel leiser als Asphalt, ..... Unser Seitenauspuff hat den HZJ nur unwesentlich lauter gemacht. Der endet allerdings links hinter der Fahrertür und hat noch den originalen Auspufftopf.
Spritverbrauch
Das Fahrzeug ist schwerer, höher und breiter, also also braucht es mehr Diesel! Ein höheres Fahrwerk alleine kostet aber auch Mehrverbrauch, breitere und höhere Reifen ebenso.
Nasser Stoff nach einer Regennacht
Da B. Recker ein Texapore-ähnliches Gewebe verwendet, ist das nicht wirklich ein Problem
unverschämter Preis
Sehe ich nicht so, ist ein ignoranter Vorwurf. Wenn ich es vergleiche, ist es nicht teurer als das Westfalia Nugget Dach in den 80ern auf meinem Transit, dafür aber unvergleichlich viel besser. Und wenn ich dann noch die Detailverliebtheit, die individuelle Anpassung und Stabilität dazu nehme, ist das IC-Dach ein Sonderangebot.
Und wenn ich an die Probleme denke, die Käufer von billigeren Angeboten mit ihren Dächern und deren Herstellern haben, bin ich froh, bei Burkhard Recker gekauft zu haben.
Vergleich zum Hochdach (Australien-Version)
Unauffälliger, wird nicht sofort als Camper erkannt, weniger Luftwiderstand, Lademöglichkeit auf dem Dach, Begehbarkeit des Dachs, passt in einen Container und in (wenige) Tiefgaragen (2,35m), niedrigerer Schwerpunkt, weniger Seitenwindempfindlich, Stehhöhe bei Bedarf (für die Wohnmobilzulassung wird Stehhöhe voraussichtlich ein KO Kriterium sein)
Bernhard
(Edited by beboe at 19:16 am 24. Sep. 2005)





