FJ62 springt nicht an - Hilfe!

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Bayerman
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Bayerman »

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p.s. runde Lichter vorne oder die Doppelscheinwerfer wie bei meinem?
Schöne Grüße aus Niederösterreich
Otto, Exil-Bayer, nun ohne FJ62, 260.000km

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PeterC
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von PeterC »

ich habe die Frame Nummer kurz bei toyodiy eingegeben, hat ab Werk, wenn man die Aus-Variante anklickt, einen Vergaser.

soweit erstmal normal.

Sprit
Don Matías hat geschrieben:Die Benzinpumpe ist eine einfache Membranpumpe. Wenn die Membran gerissen ist, pumpt sie nicht mehr. Da ansonsten an dieser Pumpe, die ueber einen Nocken der untenliegenden Nockenwelle (2F), der auf den Pumpenhebel wirkt, angetrieben wird, praktisch nichts kaputtgehen kann, reicht es, besagte Membrane zu erneuern und als Vorsichtsmassnahme eine zweite, neue Membrane als Ersatzteil im Bordbestand = "Ersatzteilfundus" mitfuehren.


Laut Toyodiy gibt es die Pumpe TTNR 23100-61080 nur komplett. Ob jemand eine Variante zum Zerlegen hat oder zerlegt, repariert und wieder zusammen baut weiss ich nicht. Oder beim 2F war es noch so, hier ist ja der 3F drin.

Schau mal ob es so aussieht: (aber besser nicht auf einem Smartphone sondern mindestens 20" Bildschirm :biggrin: )
http://www.toyodiy.com/parts/p_E_198501_TOYOTA_LAND+CRUISER_FJ62RV-MCQ_2103.html

Wofür Unterdruck und warum so viele?
erstens: Bremsen, der Bremskraftverstärker arbeitet mit Unterdruck um die Pedalkraft zu verstärken. Meist ein ziemlich dicker Schlauch vom Ansaugkrümmer mit Rückschlagventil um bei stehendem Motor noch Restbremsunterstützung zu haben.
zweitens: Zündzeitpunkt verstellen. Bei hoher Last = viel Pedal sinkt der Unterdruck im Ansaugtrakt und der Verteiler dreht die Unterbrecherkontakte Richtung früh.

weitere Funktionen sind möglich.

Warum nicht alle mit einem Schaluch sondern mit getrennten Schläuchen?

Unterdruk ist eine heikle Sahe, maximal 1bar Druckdifferenz und wenn irgendwo ein Schlauch unndicht ist zieht es die gesamte Anlage runter (bzw. rauf :biggrin: ) und nichts funktioniert mehr richtig. Zudem können sie sich gegenseitig beeinflussen.
Bei getrennten Schläuchen treten diese Effekte weniger bis garnicht auf weil die Abzapfstellen hinter der Drosselklappe ausreichend weit auseinander liegen.

Peter
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

@ Bayerman: Runde Lichter und Baujahr 1985...
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

@ Peter: Juhu, also ist es doch ein FJ62 mit 3F Motor.
Danke für den Toyodiy-Link. Die Pumpe haben wir noch nicht kontrolliert, würden wir morgen dann machen. Auch versuchen wir mal raus zu bekommen wohin die anderen Unterdruckschläuche hin führen.

Neuste Erkenntnis: Das Abschaltventil ist vermutlich hinüber - zumindest hören wir kein 'Klick' beim Batterietest. Am Montag werde ich mal zu einem Carbi Spezialisten radeln und nach Ersatz umsehen. Am Freitag bin ich nicht fündig geworden außer beim Toyota Händler, der meinte er kann es aus Japan bestellen für rund 200 Dollar und dauert so 3 Wochen - und Tschüss!!! :roll:
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Bayerman
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Bayerman »

Hat das Abschaltventil was mit Unterdruck zu tun, gehen da Schläuche hin?
Ich hatte mal ein Problem mit dem Ventil, das mit Unterdruck den Vorderachsantrieb zuschaltete.
Da dürfte irgendein Stäubchen intern blockiert haben. Nachdem ich es vorsichtigst zerlegt, ausgeblasen und neu zusammengebaut hatte, ging es plötzlich wieder! :D
Schöne Grüße aus Niederösterreich
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Don Matías
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Don Matías »

Hola Frank & Franka,

die Funktion der in Eurem Foto gezeigten drei Schlaeuche ist mir schleieroes, es gibt sie an meinem Vergaser nicht.

Gerade nachgeschaut:

Ausser den Abgehandelten (Zuendzeitpunktverstellung und Kurbelgehaeuseentlueftung) gibt es noch einen (kurz, dick) vom Ventildeckel zum Luftfiltergehaeuse (Entlueftung, belanglos) und einen duennen von der kleinen Unterdruckdose an der Chokemechanik zur Basis des Vergasers, wo auch die Kurbelgehaeuseentlueftung einmuendet. Schliesslich vom Ansaugkruemmer (dick, kurz) zum Bremskraftverstaerker.

Ergo in dieser Hinsicht leider definitiv ratlos.

¿Oder koennten diese drei Schlaeuche etwas mit der Gasanlage zu tun haben? Ist diese noch funktionstuechtig und soll sie auch genutzt werden?

Muchos saludos Suedhalbkugel -> Suedhalbkugel,

don Matías.
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Don Matías
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Don Matías »

Hola Frank & Franka,

fuer das Magnetabschaltventil (#21934, Solenoid; $ 200!) die bolivianische Loesung:

Bohrung (nicht verwuergen!) mit einem Blindstopfen/Schraube dicht verschliessen.

Das im Fahrbetrieb stets offene Ventil* spielt fuer die eigentliche Vergaserfunktion keine Rolle.

Muchos saludos,

don Matías.

*) Ich habe in meinem FJ40 dieses Ventil abschaltbar gemacht: Die Schubabschaltung des kleinen Mannes fuer die hiesigen langen, langen Bergabstrecken.
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PeterC
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von PeterC »

Frank und Franka hat geschrieben:Neuste Erkenntnis: Das Abschaltventil ist vermutlich hinüber - zumindest hören wir kein 'Klick' beim Batterietest. Am Montag werde ich mal zu einem Carbi Spezialisten radeln und nach Ersatz umsehen. Am Freitag bin ich nicht fündig geworden außer beim Toyota Händler, der meinte er kann es aus Japan bestellen für rund 200 Dollar und dauert so 3 Wochen - und Tschüss!!! :roll:


Falls ihr Plus und Minus angelegt habt und es klickt nicht dann wird kein Sprit frei gegeben, passt also zum Schadenbild.
Ich wunder mich ein bißchen darüber das ihr zwei Kontakte habt: ich kenne von meine bisherigen nicht Toyotas nur eine Eindrahtleitung und die wird mit Plus bei Zündung ein verbunden. Minus / Masse bekommt man über das Vergasergehäuse.
Also: testen, dass an den Klemmen wirklich 12V ankommen, mit denen ihr das Ventil testet. Z.B. mit einer 12V Birne die ihr irgendwo am Auto abbaut. Falls nichts klappert, mal an der Ventilvorderseite an dem Pin ziehen und wackeln.
Wenn es danach nicht klappert, könnt ihr auch den vorderen "Prömmel" abknispen. Dann ist der Durchfluß ebenfalls sicher gestellt und ihr braucht nicht nach Stopfen oder Schraube suchen.
Abstellen wird halt ein bisschen unkomfortabler.
Zum Testen ob das die Ursache ist könnt ihr den Vergaser montieren, dass Ventil entfernen und mit dem Finger die Öffnung zuhalten. Wenn er danach anspringt, vor dem Wegnehmen des Fingers den Motor über die Zündung abstellen sonst kommt noch unnötig viel Benzin raus und zündet evtl. etwas an.

Gruß
Peter
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Don Matías
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Don Matías »

Hola:

Magnetabschaltventil am Vergaser des 2F ebenfalls nur mit einem Draht = PLUS, MINUS ueber Vergasergehaeuse.

Kastration des Ventils = díe Idee!

Muchos saludos,

don Matías.
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

Wir mal wieder :) aaaaalso: das Abschaltventil ist doch ok und wir haben zwei Drähte (einer Erde, einer Plus). Der Carbi Spezielist meinte das oftmals das Erdungskabel Probleme macht, häufig dann auch nach dem Stecker (also vom Karbi weg). Lösung: Kabel abschneiden und direct an den Karbi anschrauben. Fertisch! :biggrin:
Gut, aber das sollte nicht unser Problem sein, bzw. es lösen.
Habe heute beim alles wieder zusammenschrauben und neue Dichtungen einbauen festgestellt, das unterhalb der Förderpumpe ja eine kleine Klammer und darunter ein winzige Kugel sitzt. Die Klammer hab ich nach einigem gefummel raus bekommen, ab die kleine Kugel sitzt fest - auch wenn ich von der Schwimmerkammer aus in das Loch mit Druckluft reinpuste, dann blubbert es zwar (wenn etwas Flüssigkeit drin), aber die Kugel bewegt sich nicht - normal??? Und ich muss Druckluft nehmen, wenn ich mit Hilfe eines Schlauches selber puste geht da ja mal gar nichts. Falls nicht normal - wie bekomm ich die raus?!

@Don Matias: Gasanlage soll funktionieren, können wir aber momentan nicht benutzen da ganz und gar leer*g* vermutlich haben die Schläuche auch etwas mit der Gasanlage zu tun, aber sicherlich nicht alle. Wir werden das noch versuchen rauszufinden, Morgen haben wir den Vormittag frei ;)
Ach und die Unterdruckmembran der zweiten Vergaserstufe hatte ein winziges Loch und wir haben die letzte Membarn in ganz Darwin gekauft und auch schon verbaut *g* So wie es aussieht werden davon nicht mehr viele hergestellt (zumindest meinte der Carbi Spezialist das sein Lieferant aufgrund Produktionseinstellung keine mehr hat).

@ Bayerman: Nein, das Abschaltventil hat keinen Unterdruckschlauch. Trotzdem ist deine Antwort sehr interessant. Uns wurde nun schon von zwei Mechanikern gesagt, dass unser Toyota angeblich im 4WD festhängt - daraufhin haben wir das getestet und der Fehler war nicht mehr da (sehr zur Überraschung der Mechaniker *hihi*) - daher auch die Vermutung das es evtl etwas mit Unterdruck zu tun hat. Wo versteckt sich denn dieses Ventil?

Und eine ganz allgemeine Frage: hat jemand eine Abbildung wo man ALLE Unterdruckschläuche sieht? Wir würden gerne mal alle nachverfolgen, wo der Unterdruck herkommt und hingeht, gegebenfalls die Schläuche erneuern. Wo wird der Unterdruck hauptsächlich erzeugt? Oder gibt es viele Stellen (wie im Vergaser, Benzinpumpe, usw.).

Ahhh, da fällt mir noch ein zum Thema Benzinpumpe: haben wir ausgebaut und getestet, scheint alles ganz normal zu sein. Aber bei der Recherche ist uns aufgefallen, das es zwei Arten gibt, eine mit 80mm Durchmesser und eine mit 100mm. Die bei uns verbaute stimmt nämlich nicht 100% mit der im Toyodiy überein... Und ist es normal, das der Arm der Benzinpumpe ganz schön schwer geht? Als ich muss da ordentlich drücken.

So weit so gut, euch allen eine schönen Abend (als Nachmittag bei euch - bzw früh (?) für Don Matias)!
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Don Matías
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Don Matías »

Hola Frank & Franka:

"Wo wird der Unterdruck hauptsächlich erzeugt?"


Ab der Filterpatrone im Luftfiltergehaeuse herrscht bei laufender Maschine Unterdruck. Wenn sich ein Kolben bei geoeffnetem Einlassventil (Ansaugtakt der Maschine) nach unten bewegt, bildet sich durch die Stroemungswiderstaende (Luftfilter -> Vergaser -> Ansaugkruemmer -> Gaskanal im Zylinderkopf -> Ventil) ein leichter Unterdruck.

(Ein Abgasturbolader oder ein Kompressor bewirkt das Gegenteil: Die Verbrennungsluft wird mit Ueberdruck in den Zylinder gepresst => mehr Luft + mehr Kraftstoff = mehr Leistung.)

Starker Unterdruck entsteht im Vergaser hinter der Drosselklappe dann, wenn die Maschine vom Lastbetrieb = "Vollgas" = Drosselklappe ganz offen ploetzlich in den Schiebebetrieb = "Fuss vom Gas" = Drosselklappe ganz geschlossen kommt. Deshalb wird dieser starke Unterdruck fuer den Bremskraftverstaerker am Ansaugkruemmer, also hinter der Drosselklappe, abgegriffen. Die Ventildeckelentlueftung kommt mit geringem Unterdruck aus, deshalb fuehrt der Entlueftungsschlauch vom Ventildeckel zum Luftfiltergehaeuse, also vor der Drosselklappe.

Der starke Unterdruck kann ausserdem zur pneumatischen Betaetigung z. B. einer Differentialsperre oder der Klappen im Heizungs- und Belueftungssystem genutzt werden.

Ausserdem werden die unterschiedlichen Druckverhaeltnisse im Vergaser zur Steuerung von z. B. der zweiten Vergaserstufe (Membrane) und der kleinen Chokeunterdruckdose genutzt.

"Und ist es normal, das der Arm der Benzinpumpe ganz schön schwer geht? Als ich muss da ordentlich drücken."


Ja, das muss so sein, denn bei hoeherer Drehzahl* wuerde der Betaetigungshebel vom Nocken abheben und ins Flattern geraten, wenn dem nicht eine sehr kraeftige Feder entgegenwirken wuerde. *) 3'000 Umdrehung pro Minute bedeutet fuenfzig pro Sekunde - versuche mal einen Fleischwolf so flott zu kurbeln.

Fotos der Verlaeufe aller Unterdruckschlaeuche: Bislang leider Fehlanzeige.

Muchos saludos,

don Matías.
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Bayerman »

@Frank und Franka:

das Ventil für Vorderachszuschaltung sitzt bei meinem Modell, 89, links oben an der Spritzwand im Motorraum- von vorne aus gesehen. Es sind zwei Ventile nebeneinander. Hast du innen nahe des Lenkrades auch nen Schalter für 4WD?
Schöne Grüße aus Niederösterreich
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

@ bayerman: ja, diesen Schalter haben wir auch.

Wir dachten wir hätten die Problemquelle gefunden, die kleine Kugel unter der Beschleunigungspumpe steckte fest. Nicht mit Druckluft noch Carbi-Cleaner noch heiß-kalt Therapie aus dem Carbi zu bekommen. Also wieder zum Carbispezialisten und der hat das gute Stück dann raus bekommen. Also Carbi wieder zusammen, Alles eingebaut - und nüscht!!! :angryfire:

Vielleicht ist es ja der Zündzeitpunkt? Oder kann es am Unterdruck liegen? Schließlich haben wir ja da auch Probleme mit dem 4wd, 2wd...
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

@ don Matías: vielen Dank für die super Erklärung! Und der Vergleich ist spitze mit dem Fleischwolf :)

Auf Problem-Diagnose Seiten lande ich immer wieder bei der Zündspule und dem Verteiler. Wir hatten überprüft, dass beim Anlassen Bei jeder Zündkerze auch die Funken kommen - heißt ja aber nicht, dass das timing stimmt... Können wir das selber einstellen und muss man bezüglich Gas auf etwas achten?
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Don Matías
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Don Matías »

Hola Frank & Franka,

weiter im Fernkurs:

Der Zuendzeitpunkt (timing, ignition timing) und der Schliesswinkel des Unterbrechers (dwell angle) sollten schon grosso modo stimmen. Da die Maschine nicht laeuft, gibt es nur Behelfsloesungen; hier heisst das "método criollo".

1. Zuendzeitpunkt

"Zündzeitpunkt mit einer Prüflampe einstellen

Diese Methode wird in der Betriebsanleitung von 1963 beschrieben und bezieht sich auf die originalen 1200er-Motoren der 60er-Jahre. Benötigt wird eine Prüflampe [ http://www.hein-gericke.de/media/catalo ... _6-24V.jpg ] mit einer passenden Glühbirne für 6 oder 12 Volt und ein Schraubenzieher oder einen T-Schlüssel für die Klemmschraube am Halter des Verteilers. Das Einstellen dauert etwas länger als mit der zweiten Methode.

Der Motor muß bei dieser Methode durchgedreht werden. Das geht einfacher, wenn man vorher die Zündkerzen ausbaut, es funktioniert aber auch ohne Ausbauen.

Zuerst wird der Verteilerkopf abgenommen, um unliebsamen Überraschungen vorzubeugen. Wir arbeiten mit eingeschalteter Zündung und wollen nicht, daß der Motor durch eine Fehlzündung anspringt, und wir müssen den Verteilerfinger sehen können.

Drehen Sie den Motor soweit durch, bis der Verteilerfinger auf die Marke für den ersten Zylinder am Verteilergehäuse zeigt, und die rechte Marke der Keilriemenscheibe mit der Trennfuge des Motorgehäuses fluchtet (auf einer Linie steht). Lösen Sie jetzt die Klemmschraube am Halter des Verteilers.

Schließen Sie die Prüflampe an Klemme 1 der Zündspule an und legen Sie den anderen Pol der Prüflampe auf Masse. Schalten Sie jetzt die Zündung ein.

Drehen Sie den Verteiler im Uhrzeigersinn bis die Unterbrecherkontakte geschlossen sind. Dann drehen Sie den Verteiler in der entgegen gesetzten Richtung, bis die Kontakte sich zu öffnen beginnen, und die Prüflampe aufleuchtet. Ziehen Sie jetzt die Klemmschraube am Halter des Verteilers wieder fest.

Prüfen Sie die Einstellung: Drehen Sie den Motor eine Vierteldrehung gegen die Laufrichtung zurück und dann langsam in Laufrichtung. Der Zündzeitpunkt ist richtig eingestellt, wenn die Prüflampe in dem Moment aufleuchtet, wenn die rechte Marke der Keilriemenscheibe* die Trennfuge des Motorgehäuses fluchtet. Das Zurückdrehen um eine Vierteldrehung wird benötigt, um das Spiel des Verteilerantriebs bei der Kontrolle auszuschalten.

Wenn alles stimmt, wird die Verteilerkappe wieder aufgesetzt und eventuell ausgebaute Zündkerzen werden wieder eingebaut."

http://kaefer63.de/zuendzeitpunkt.html


*) Die "Marke der Keilriemenscheibe" befindet sich beim 2F (hoffentlich beim 3F auch!) auf der Schwungscheibe, man kann sie erblicken, wenn man eine kleine Klappe auf der Kupplungsglocke oeffnet. Ansonsten bitte vorgehen wie beschrieben, denn das Funktionsprinzip ist bei allen Ottomotoren dasselbe. ¿Zuendfolge beim 3F auch 1-5-3-6-2-4? ¿Zuendverteiler -> Kerzen korrekt verkabelt?

2. Unterbrecherschliesswinkel

"Das Einstellen des Kontaktabstandes:

Um eine wirklich einwandfreie Zündung zu erreichen, müssen die Kontaktflächen metallisch sauber sein (sh. Kontakte reinigen), bei geschlossenem Unterbrecher voll aufliegen [Unterbrecher erneuern, falls nicht absolut astrein!] und bei geöffnetem Unterbrecher den erforderlichen Abstand* haben ( sh. Zündanlagen). Spätestens alle 5000 km sollte der Kontaktabstand kontrolliert, und nötigenfalls nachgestellt werden.
Um den Kontaktabstand einzustellen, drehen wir das Polrad in Motorlaufrichtung solange, bis die Kontakte voll geöffnet sind, oder der obere Totpunkt erreicht ist (sh. Zündzeitpunkt markieren). An diesem Punkt sollten die Kontakte durch Aussparungen im Polrad zugängig sein.
Nun lösen wir die Feststellschraube ( sh. oben) mit einem Schlitzschraubenzieher etwas (nicht ganz), stecken einen passenden zweiten Schraubenzieher in den Einstellschlitz oder auf die Exzenterschraube und stellen durch Drehen der Unterbrecherplatte die Öffnung des Kontaktes möglichst klein ein. Nun ziehen wir die Feststellschraube halbfest! und verstellen die Unterbrecherplatte (nun etwas schwergängig) solange, bis der vorgeschriebene Kontaktabstand* erreicht ist. Dies kontrollieren wir mit einer Fühlerlehre. Die Fühlerlehre muß leicht durch die Kontaktfläche gleiten.

Nachdem wir so den Kontaktabstand kontrolliert haben, ziehen wir die Feststellschraube an. Der Kontaktabstand ist nun eingestellt."

http://www.kreidler-verein.de/e_e_konta ... ellen.html


*) Den "vorgeschriebenen Kontaktabstand" = Dicke des Blaettchnes der Fuehlerlehre (feeler gauge*) fuer den 3F kenne ich leider nicht, aber ein oertlicher Autoelektriker/Mechaniker oder ein Mitglied unseres Forum hat ihn sicher parat. *) http://www.easterngage.com/images/metri ... -large.gif

Ob Gas oder Benzin ist bei der vorliegenden Konstruktion wurscht, ebenso die diversen Unterdruckschlaeuche fuer den Probebetrieb im Leerlauf -> einfach provisorisch verschliessen.

Wenn die Masschine schliesslich laeuft, muessen Zuendzeitpunkt und Schliesswinkel mit einem http://s.shld.net/is/image/Sears/00920894000-1 (Zuendlichtpistole, timing light) pedantisch genau eingestellt werden!

Muchos saludos,

don Matías - drueckt Euch weiterhin die Daumen.
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Frank und Franka
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Re: FJ62 springt nicht an - Hilfe!

Beitrag von Frank und Franka »

Und noch einmal wir :)
Auto fährt immer noch nicht, aber zumindest habe ich einen Grund für unser 4wd - 2wd Problem gefunden. An der Vorderachsenzuschaltung ist ein Unterdruckschlauch abgerissen - und we es aussieht, hatte den jemand auch nur festgeklebt. Das Teil neu kostet 283 Dollar.
Und ich hab die drei geheimnisvollen Unterdruck Schläuche verfolgt, die weg vom Karbi gehen. Zwei enden in einer Dose mit Aktivkohle (Canister Charcoal), welche die Benzindämpfe aufnehmen, speichern und bei laufendem Motor wieder zurückführen. Gut für die Umwelt und den Verbrauch. Und wieder was gelernt. Der dritte Schlauch geht zu einem kleinen Ventil von dem dann nur ein elektronisches Kabel weggeht. Und unbekannt, Kabelsalat ist noch nicht dran ;)

Noch irgendwelche Ideen? Sonst wird Morgen früh der australische ADAC geholt... Und dann lassen wir ihn zu einem Mechaniker schleppen *schnief*
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