ich habe vor kurzem die Einspritzdüsen am 13BT - Motor gewechselt und will allen Interessierten mit meinem Bildbericht einen Überblick über die notwendigen Arbeiten und eine Anleitung geben, wie Einspritzdüsen eines Dieselmotors erneuert werden. Mit diesem Post möchte ich meinen Beitrag zum Forum leisten, die Instandsetzungsarbeit etwas "erlebbar“ machen und freue mich über Anmerkungen, Kommentare und Verbesserungen. Das Thema, das ich hier erstellt habe, ist etwas umfangreicher geworden. Unter diesem Text befinden sich rund 100 Fotos.
Bevor es ans Eingemachte geht, noch ein paar allgemeine Informationen:

1. Bauteilbeschreibung:
Im Allgemeinen spricht man vom "Einspritzdüsen prüfen", "Einspritzdüsen überholen" oder "Einspritzdüsen instandsetzen". Ganz penibel gesehen, ist der Begriff nicht immer 100% korrekt, denn mit "Einspritzdüsen" ist meistens all das gemeint, was im obigen Bild in der OP - Schale liegt. Zu sehen ist nicht eine Einspritzdüse, sondern eine (vollständig zerlegte) Düsenhalterkombination. Die Einspritzdüse an sich ist das zweite Teil von links.
Beispiel zur Erklärung: Der 13BT Motor ist ein 3,4L Vierzylinder - Dieselmotor mit Turboaufladung. Er hat als Vierzylinder vier Düsenhalterkombinationen. In jeder Düsenhalterkombination befindet sich eine Einspritzdüse

2. Funktion:
Die Düsenhalterkombination wird mit Dieselkraftstoff von der Einspritzpumpe versorgt und hat die Aufgabe, den von der Einspritzpumpe mit Druck (ca 200 bar) zugeführten Dieselkraftstoff fein zu zerstäuben. Im obigen Bild sieht man, wie die Einspritzdüse in der Düsenhalterkombination den Kraftstoff zerstäubt.

3. Fehlerursachen:
Die Spitze der Einspritzdüse sitzt direkt im Brennraum und ist nicht nur den Verbrennungstemperaturen, sondern auch dem entstehenden Druck bei der Verbrennung ausgesetzt. Desweiteren befindet sich wie im obigen Bild zu sehen in der Einspritzdüse die sogenannte Düsennadel, die sich mit der Zeit minimalst in den Düsenkörper einarbeitet. Außerdem bilden sich mit steigender Laufleistung des Motors an der Außenseite der Einspritzdüse Verbrennungsablagerungen. All diese Faktoren beeinflussen mit der Zeit die Fähigkeit der Einspritzdüsen, den Dieselkraftstoff sauber zu zerstäuben.
4. Verhalten des Gesamtsystems bei Defekt / mangelhafter Zerstäubung:
Ziel ist es, den Dieselkraftstoff so fein zerstäubt wie möglich in den Brennraum einzuspritzen. Je feiner die Zerstäubung, desto höher ist die Gesamtoberfläche des eingespritzten Kraftstoffs, was raucharme Verbrennung, geringen Kraftstoffverbrauch und gute Leistung begünstigt. Schlechte Zerstäubung kann Leistungsabfall, Kaltstartschwierigkeiten, starken Schwarzrauch und erhöhten Verbrauch bedeuten. Mit hinein spielt, dass die Einspritzdüse auch "nachtropfen" bzw undicht werden kann, was im Spätstadium zu gerissenen Vorkammern (bei Vorkammermotoren) oder gerissenen Kolben bei Direkteinspritzern führen kann.
- Genug der Theorie, auf zur Praxis!




























































































