Mir schoss spontan eine Idee durch den Kopf: Jeder von uns hat doch ein paar Situationen im Kopf, die er mit seinem Toyo erlebt hat, die er nie vergessen wird und die zu den Lieblingserinnerungen zählen...ich kann mich zum Beispiel glasklar daran erinnern, wie ich zum ersten Mal mit dem provisorisch ausgebauten BJ75 in Saverne war und das zusammengespaxte Übel einem Härtetest unterzog, das Werkzeug immer in Griffweite, falls mir die Kisten um die Ohren fliegen. Das war ein besonderer Moment, da es für mich hieß: "Bald geht es los."
Oder jener Moment, als ich mit dem mattschwarz gerollten Hilux LN46 vor meiner damals noch zukünftigen Frau auftauchte und sie nur rausbrachte "Nee, oder?" Ich werde den Gesichtsausdruck nie vergessen.
Bilder habe ich von beidem nicht, dafür von vielen anderen Lieblingserinnerungen.
Wie geht es Euch? Was schießt Euch spontan als erstes durch den Kopf? Und habt Ihr vielleicht ein Bild dazu?
Spontan fällt mir dazu ein. J4 1980 neu gekauft, das Autochen ganz stolz den Eltern meiner Feundin gezeigt. Originalton der Mutter: Das ist aber ein altes Auto
Als ich in Russland mal wieder abseits jeglicher Straßen unterwegs war und mich mit meinem kleinen Rav4 festgefahren hatte. Es fand sich auch schnell ein UAZ der mich rausziehen wollte. Leider kam der UAZ (wohl wegen mangelnder Fahrkenntnis) überhaupt gar nicht erst bis zu mir. Ich hab mich dann mit einem Handseilzug und viel Schauffelei selbst befreit und bin nach vorne gefahren um dann den UAZ rauszuziehen...
...als ich so 1990 auf der Rückfahrt mit meinem J6 aus Tulcea unweit Hirsovas einen an der Tanke liegen gebliebenen oder nicht mehr anspringenden ROMAN- Reisebus angeschoben habe. Der Bus war voll lachender junger Mädchen und der Busfahrer wollte vor Glück gar nicht mehr aufhören sich zu bedanken
Joachim Fritz
>Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.< Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)),
Beim Tanken an der Kasse. Die Uhr blieb bei gut 145 Litern stehen. Das erschrockene Gesicht der Kassiererin als Sie den Betrag sah, garniert mit den Worten: "Oh Oh, ich glaube wir haben einen Fehler gemacht". Dann die Ihre Erleichterung als ich Ihr erklärte das alles OK ist, und der ganze Sprit den Weg in meinen Tank gefunden hat.
Hat zwar nur am Rande mit dem Auto zu tun, war aber trotzdem schön.
Später haben zwar noch ein paarmal die Tankwarte über die Spritmenge gestaunt, die da rein ging. Aber so schön erschrocken ist keiner mehr.
Da gab es schon viele. Aber eigentlich habe ich immer wieder den gleichen Lieblingsmoment:
Ich nähere mich dem optisch leicht ramponiert ausschauenden Fahrzeug, schließe die Fahrertür auf, schwing mich in den Sitz, schließe die Tür, lasse den Blick über das solide Blecharmaturenbrett wandern und genieße den Ausblick über die große Motorhaube. Dann stecke ich den Zündschlüssel in das Zündschloss, stelle das Zündschloss auf Zündung, ziehe die Leerlaufanhebung leicht heraus, lasse die Scheibe in der Fahrertür ganz runter, nehme den Gang raus, lehne mich entspannt zurück, trete die Kupplung und drehe den Zündschlüssel kurz weiter, um ihn sogleich wieder los zu lassen. Und DANN genieße ich die ersten Umdrehungen des Motors und lausche andächtig den Tönen des Abgases. Und ich meine immer wieder zu hören, wie der Motor mir zuraunt:
"Fahr mit mir wo immer du hin willst, aber fahr... "
Gruß
Florian
'86er-HJ61, 450tkm, OME schwer, 35x12,5R15 auf 8,5x15 ET -35, pneumatische gesteuerte HA-Sperre, 80mm Bodylift, optimiertes Verdichterrad, Recaros m. Schwingkonsolen, Aufstelldach u. Innenausbau, div. Zusatzinstrumente, 3"-Abgasanlage inkl. Eigenbau-turbine-outlet, Sidepipe
Da gibt es viele, meist begleitet von nem leicht verdutzten Gesicht: "wie hast du das jetzt bis hoch geschafft?", "warum bist du bei der Kurve nicht abgeflogen?", "Eigentlich hättest du in dem Schmodder absaufen sollen, keine Ahung wo du da wieder Grip gefunden hast" und "das hast du auch nur geschafft, weil du so stur bist, physikalisch war das nämlich gar nicht möglich"
Abgesehen davon: Wenn ich irgendwo weit weg von anderen Menschen bin, einsteige und mich einfach Zuhause und so sicher wie in Abrahams Schoss fühle. Komme was wolle, mein Dicker bringt mich zurück zur Zivilisation wenn ich das denn wünsche
Vor drei Jahren hab ich Lisa aus der Klinik abgeholt. Fünf Tage alt. Als Jason auf die Welt kam, war der Lux noch in weiter Ferne.
Die wertvollste Fracht, die der Laster hat: Meine Kinder! Man möcht meinen, dass Julius' Blattfedern in solchen Momenten auch völlig von allein in den Xtra-Smooth-Modus gehen.