Hallo zusammen,
ich finde wir kommen bei ein paar sehr interessanten Punkten vorbei, die deutlich über die Amarok Thematik hinausgehen.
Hier mein "Senf" dazu - also das wie ich mir das Erfahrene erkläre (und ich hoffe die "Quote" Funktion richtig einzusetzen…)
ran-muc hat geschrieben:MatthiasG hat geschrieben: ich dachte es würde euch eine Rückmeldung aus der Praxis interessieren.
Servus Hias ( wie der Mathias in Bayern heißt )
tut es auch
Eigentlich dürfte ich gar nichts schreiben da ich weder Hilux noch Amarok fahre .
Danke für den Bericht .
Ich hab keine Zweifel das der Amarok ein robustes Fahrzeug ist .
VW hatte ja lange genug Zeit für die Entwicklung ( hatten ja den Taro mal selbst gebaut )
und 5 Jahre / 150 ts Langstrecken Kilometer ist kein Maßstab
( da endet bei den Fernost PU gerade mal die erweiterte Garantie)
Sollten bei dem Kilometerstand vermehrt Probleme auftauchen würde jeder Spediteur die Karre zurückgeben.
Was mich wundert, das der DPF angeblich keine Probleme macht.
Im Netz gibts genug Berichte wo die Probleme bei weit weniger Kilometer auftreten.
Im Foren gibt genug Berichte was , wann , wie passiert mit dem DPF ( auch mit illegalen Lösungen für die EU )
Und Ihr fahrt genau in diese Länder wo der Schwefelanteil weltweit am höchsten ist.
Ihr fahrt in Höhen für die die Euro 5/6 Kisten nicht gebaut wurden .
Ihr macht bestimmt unterwegs Ölwechsel ,habt ihr Öl dabei ? , es ist aschearmes Öl vorgeschrieben.
Entweder der DPF wurde leer geräumt und aus dem Steuergerät ausprogrammiert,
oder der DPF wird in D jedesmal getauscht oder gereinigt .
Sorry , ich kann mir einfach nicht vorstellen das es da keine Probleme gibt.
Gruß Rudi
@ Rudi: 100% Zustimmung: 150.000km und 5 Jahre mit einem Fahrzeug sagen noch recht wenig über die Langlebigkeit und Zähigkeit aus. Etwas dass der Hilux über Jahrzehnte bewiesen hat. Leider habe ich nicht mehr zu bieten - ich denke aber, dass 150.000km fast komplett außerhalb Europas schon einmal mehr ist, als die Meisten sonst mit ihrem Amarok etc. zurücklegen. Ich werde dran bleiben…
DPF: Unsere Amaroks sind tatsächlich in originalem Auslieferungszustand für Deutschland, also keine Manipulationen an Hard- oder Software des Abgassytems (was ne Vorlage …;))
Wir waren als wir uns für die Fahrzeuge für die Südamerikatour entschieden haben sehr skeptisch wegen der DPF - wir hatten die Befürchtung dass diese durch den Schwefel irgendwann verstopfen würden und die Amaroks einfach stehenbleiben. Deshalb wollten wir diese sehr gerne ausbauen und die Elektronik überlisten - dies hat sich jedoch damals als zu komplex erwiesen.
Unser naiver Notfallplan war, im Falle eines Falles die Dinger auszuräumen und sehen was dann passiert…
Zum Glück liefen die Autos komplett problemlos. Beim tanken von schlechtem Sprit und langsamem Fahren (z.B. Gamedrives, Stau, Stadtverkehr) wurde der Filter einfach häufiger freigebrannt (d.h. das Fahrzeug verschwindet in einer weißen Wolke (…).
Weitere Gründe warum wir keine Probleme hatten haben glaube ich zwei Uraschen:
1.: Wenig Kurzstrecke - an Fahrtagen laufen die Kisten von Morgens bis Abends. Außerdem meistens unter guter Last (kein Trödeln), d.h. das System ist gut auf Temperatur. Außerdem tanken wir wo immer möglich an Markentankstellen (auch wenn der Sprit in manchen Ländern aus nur einer Raffinerie kommt).
2: Es scheint einfach sehr verschiedene Auslegungen zu geben was passiert wenn Sensoren Unregelmäßigkeiten oder schlechte Spiritualität registrieren. D.h. manche Fahrzeuge mancher Marken gehen einfach prophylaktisch in den Notlauf.
Im letzten Explorer Magazin gab es einen ganz interessanten Artikel zu dem Thema Abgasreinigung. Aus meiner Sicht ist eine der bedenklichsten Effekte die Bildung von Schwefelsäure durch Kondenswasser im Ansaugsystem. Dies kommt vor allem im Kurzstreckenbetrieb vor. Aber ich denke auch das verkoken unserer AGR ist auf die teilweise schlechte Spiritualität zurück zu führen.
Wartung: Wir wechseln das Öl und alle Filter alle 15 - 20.000km. D.h. ungefähr 3x öfter als "vorgeschrieben. Grund ist nicht nur der härtere Einsatz generell, sondern auch, dass es evtl. zu Ölverdünnungen durch den für das freibrennen eingespritzten Sprit kommen koann, deshalb immer sehr gutes Öl und oft wechseln.
Automatik: Ich fände es auch besser, wenn Automatik mit Wandler kombiniert wäre (siehe erster post), im Fernreisealltag haben wir wie gesagt keine Probleme. Typische Überhitzungsphänomene bei der Automatik kommen meist (generell - nicht nur beim Amarok) - bei Sandfahrten, wenn das Getriebe knapp über oder sogar durch den heißen Sand schleift und im Wandler gefahren wird.
Die Auffahrt auf den Somalier halte ich - im richtigen Gang - für unkritisch. Ansonsten ist die Automatik über den gesamten Einsatz sehr viel komfortabler als der Handschalter (obwohl ich diesen sehr mag und unser Organ Amarok ein Schalter mit Untersetzung ist).
Wichtig für den harten 4x4 Einsatz erscheint mir eine Wandlerautomatik zu sein , den Doppelkupplungsgetriebe würde ich im Gelände nicht vertrauen.
Wie Anfangs gesagt: Beides sind aus meiner Sicht Phänomene mit denen sich alle Hersteller rumschlagen müssen. Besonders die immer komplexere Abgasreinigung wird uns als Fernreisende in Zukunft mehr und mehr Kopfzerbrechen machen.
Ich freue mich über Berichte dazu.
Matthias