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Wie versprochen hier ein Fazit nach 2,5 Wochen Urlaub mit dem Auto. Wir waren erst in der Toskana, dann auf Korsika und noch kurz auf Sardinien. Es war leider ein bisschen gehetzt, ging aber nicht anders. In der Zeit waren wir 70% auf Campingplätze und 30% freistehend.Elektrik (5 von 5 Sternen)
es hat alles funktioniert und sich bewährt. Die Möglichkeit, die Zweitbatterie per Landstrom über das Ective CSI10 zu laden haben wir zwar nur ein mal benutzt, wir waren aber froh es zu haben. Sonst sind wir eigentlich fast jeden Tag ein bisschen gefahren und das CTEK hat seinen Job getan. Wir waren auch echt froh, den Votronic Shunt dabei zu haben um zu wissen wo wir stehen und sind nie unter 80% Kapazität gegangen (von 120Ah AGM). Alles hat funktioniert und keine Kabel haben sich gelöst, keine Sicherung durchgebrannt oä. Das war meine größte Sorge - ging aber gut. Eventuell könnte man ein paar mehr USB Stecker installieren, war aber ok so.
Der Kühlschrank ist zum Teil ein bisschen warm geworden - ich denke mit einem Korb im Kühlschrank und einem Ventilator, der ihm frische Luft zupustet sollte es kein Problem mehr sein.
Wasser (2 von 5 Sternen)
die Thermosicherung des Boilers ist mir ja beim Testen durchgebrannt und die neue kam zu spät, dh wir haben den nicht nutzen können (danke Fritz-Berger dafür…). Wir haben aber trotzdem, vor allem beim freistehen auf Korsika, die Möglichkeit genossen, uns dank 80L Wasser nach dem Schnorcheln abzuduschen. Hier muss man aber sagen dass der Wasserdruck unserer Tauchpumpe komplett lächerlich ist. Da nach längerem fahren das Wasser im Tank eh wärmer wird (durch die Hitze vom Unterboden, die Heizung und der Standheizung, die irgendwann kommt) überlegen wir aber, auf den Boiler ganz zu verzichten, dafür eine Pumpe zu nehmen die 3bar hat. Irgendwann kann man ja noch einen Boiler nachrüsten, der mit dem Druck zurecht kommt. (Wenn jemand ein neues Elgena KB6 inkl Temperatursicherung kaufen will, gerne melden!)
Momentan ist der Schlauch im Aufbau versteckt und man muss ihn durchs Fenster stecken zum Abduschen. Ich will aber sowas bestellen: https://www.instagram.com/p/CfVsCL8F22_/, womit man von außen Wasser und Schalter der Pumpe benutzen könnte. Wir haben ein paar mal unser Wasser nicht benutzt weil es „zu nervig” war, die Kissen zur Seite zu räumen, das Bett abzubauen damit man an dem Schlauch kommt, von aussen die Pumpe anzumachen etc, nur damit man einen kleinen müden Wasserstrahl hat.
Tagsüber Campen (4 von 5)
Unser faltbarer Tisch von Brunner (Accelerate Rolltisch) war sehr gut. Zusammengepackt ziemlich klein und passt in die Dachbox, aufgebaut haben locker 4 Personen dort platz. Er ist auch stabil. Wir haben keine Stühle gefunden, die unseren Vorstellungen entsprachen und waren deswegen mit einer Camping Couch unterwegs. Ist ok aber nächstes Mal müssen Stühle ran, in denen man gut aufrecht sitzen kann. Wir fanden die Darche Viper XVI vom Sitzkomfort her ganz gut, allerdings wurde uns gesagt dass sie ziemlich fummelig und klapprig sind. Mal schauen was es wird.
Die Darche 270 Eclipse Markise hat sich bewährt. Vorteil gegenüber der Alucab ist dass sie die Beifahrertür komplett bedeckt, somit kann diese auch bei Regen offen bleiben. Hinten ist auch alles regengeschützt. Die 3 Beine, die man immer nutzen sollte (Minuspunkt im Vergleich zur alucab) sind ok, denn sie sind immer an der Markise dran und müssen nicht extra transportiert werden. Wenn es wirklich regnet ist der Platz unter der Markise gold wert - bald kommen die Seitenwände.
Es hat an einem zusätzlichen Tisch gefehlt. Wir haben aber unsere Airlineschienen gar nicht genutzt und Plan ist, vor dem nächsten Urlaub einen Klapptisch dort zu befestigen, auf dem man zB kurz was kochen kann oder sich abstützen kann, ohne gleich aus der Dachbox den Tisch holen zu müssen usw.
Generell brauchen wir mehr Flächen, um Zeug abzulegen. Wir werden uns ein paar Haken an den Airlineschienen machen und auch einen Rucksack fürs Reserverad zulegen.
Kochen (4,5 von 5 Sternen)
der Cadac 2 Cook 2 Pro (ist das der nächste Fast and Furious Film?) war super. Wir hatten viel zu viel Zeug dabei (mehrere Arten von Tellern, …), das wird aber nächstes Mal besser. Vermisst habe ich als Abspülchef einen Abtropfer bzw einen zweiten klappbaren Becken. Mein Mann hat vor allem bemängelt, dass das Kochzeug erst zugänglich war, nachdem man das Bett abbaut. Das kommt aber in den „Ausbau” Abschnitt der Rezension.
Nachts Campen/schlafen (3,5 von 5 Sternen)
Wir haben viiiiiiiel besser geschlafen als gedacht, und das in jeder Lage. Unsere Schaumatratze war zwar ein bisschen härter als das Bett zuhause, trotzdem aber sehr angenehm. Durch die Abdunklungsvorhängen konnte man auch unter einer Laterne schlafen oder auch mal ausschlafen, ohne eine Schlafmaske zu brauchen. Problem war da eher dass das Magnetband, welches wir verwendet haben, viel zu schwach war. Abhilfe haben dann Neodym Magnete aus dem Baumarkt geschaffen - müssen wir aber umnähen für die Zukunft.
Kondens war zT extrem. Wenn die Fenster vorne ein Spalt offen sind geht es - dann kommen einem aber alle Moskitos der Welt besuchen bzw es regnet rein. Gerne Vorschläge für eine Lüfungslösung, die Moskito- und Regenfest ist.
Abends haben wir ein schönes Licht vermisst. Wir haben zwar eine Art LED Laterne, die kann aber entweder gleißend weißes Licht oder schwaches Rot. Ich habe noch Stedi RGB Rock Lights, die ich an die Markise montieren werde. Gerne aber Empfehlungen für Batteriebetriebene Lampen oder Laternen, die ein gemütliches Licht werfen.
Nachts war das über dem Beifahrer Rausklettern fürs Klo sehr ätzend. Ich schätze es gibt da nicht wirklich eine Lösung, dennoch können wir es ein wenig angenehmer gestalten, wenn wir in der Fahrerkabine mehr Ordnung schaffen. Deswegen: bitte empfehlt mir eure bewährten Aufräummöglichkeiten für vorne. Wir bauen als nächstes eine Mittelkonsole, hatten aber auch an einer Ablage über den Sitzen gedacht oder an Taschen hinter den Sitzen?
Aufbau (2,5 von 5 Sternen)
Hier sei gesagt, dass es das erste mal ist dass wir sowas machen. Der Ausbau an sich ist gut gemacht: es hat nix geknackt, gewackelt oä. Auch konnten wir eine große Menge an Zeug unterkriegen. Großer Pain Point ist aber, wie wir das mittlere Brett befestigen. Es wird in einer Aluschiene geschoben, die links auf den aufgebockten Teil der Bank befestigt wird und rechts am Deckel der großen Truhe hängt. Problem damit ist, dass man IMMER das Bett abbauen muss, wenn man was aus dem Auto braucht. In Zukunft werden wir es so umbauen, dass der Deckel der großen Truhe rechts hoch geht, auch wenn das Bett aufgebaut ist. Auch werden wir aus der großen Truhe eine große Schublade machen, damit man an das Zeug besser rankommt. Die Bank links muss ein bisschen umgesägt werden, damit man auch von innen nachts die Hecktür aufmachen kann.
Ton (-1000 von 5 Sternen)
Wir brauchen neue Boxen, einen Subwoofer usw. Ist ja grauenhaft.
Fazit
Es war ein geiler Urlaub und es hat Lust auf mehr gemacht. An dem Aufbau müssen ein paar Sachen geändert werden, es muss weniger Zeug mit und ein paar Komfort-Umbauten müssen noch passieren. Dann kann ich mir aber vorstellen, mehrmonatige Reisen anzutreten.
Der Text ist in einem runtergeschrieben, ich hoffe es macht alles Sinn und freue mich auf euren Input, Fragen und Kommentare.
Als Bonus noch ein paar Bilder aus dem Urlaub:











.........sorry