Enno,
Deine Ausführungen treffen den Kernpunkt.
Wobei Null Fehler haben sich mittlerwiele alle auf die Fahnen geschrieben. Nur wie wird es angegangen?
Habe lange in der KFZ Zulieferindustrie gearbeitet.
Auditierungen , Zertifizierungen usw. sind mir bestens bekannt. Auch die Produktion.
Zu Toyota für die wir auch produziert haben kann ich nur sagen:
Die schärfsten Kunden hinsichtlich Qualität. Und das mit System. Änderungen in einer laufenden Serie ist undenkbar.
Was funktioniert wird nur durch nachweislich bessere Teile ersetzt, und das bei der nächsten Generation.
Die Auditierung zielt auf die Produktion in vollem Umfang ab, und die Absicherung. Und die Jungs verstehen nicht nur was von Bürokratie, sondern die kennen sich auch in der Fertigung aus.
Da könnten so manche was lernen. Porsche ist einer der es auf ähnlichem Niveau macht.
Der Rest hat gewaltigen Nachholbedarf.
Die aktuellen Probleme die Toyota hat, sehe ich auch unter dem Druck der kurzen Modellzyklen, dem rasanten Wachstum, und der globalen Produktion. Der permanente Umsatzschub hat auch gewaltige Nachteile, man muss sich da auch einigen Trends unterwerfen, und ein qualitatives Wachstum ist da nicht einfach umzusetzen.
England aber als einziges Qualitätsmanko anzuprangern und den Eindruck erwecken das muss so sein halte ich für zu einfach.
Man bedenke das Mazak in England für Europa seit zig Jahren Werkzeugmaschinen produziert mit hohem Qualitätsniveau. Es sind mitunter die zuverlässigsten Maschinen die momentan auf dem Markt sind. Also kommt es auch darauf an wie ziehe ich so eine Produktion auf, und wie integriere ich die Produktionsphilosophie in einem anderen Kulturkreis. Das es auch in England gehen kann hat Mazak bewiesen.
Grüsse Gerhard,
einer der sich freut noch einen Toyota zu fahren der aus der guten alten Zeit stammt .
