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Gibt es ein Schrauberhandbuch mit den besten Tricks?
Verfasst: 23. September 2010 08:23
von bikemaniac
Ich suche ein gutes allgemeines (nicht markenspezifisch) Schrauberhandbuch (Autoreperaturhandbuch). Es soll also für alle Autos anwendbar sein. Im Handbuch müssen alle geniale Tricks und Kniffe erläutert sein. Aber wie definiert man ein gutes Schrauberhandbuch?
Ich würde es so definieren:
Vor 3 Monaten waren bei mir die beiden vorderen Bremsschläuche fällig. Ich habe im markenspezifischen Handbuch geschaut wie man das macht (Haynes und das originale Herstellerreperaturhandbuch). Auch im Internet habe ich heftig recherchiert. Ich habe mir sogar auch bei Youtube Videos angeschaut um ALLES zu lernen. Ich dachte, hier kann ich nichts mehr falsch machen.
Aber etwas ärgerte mich: Sobald der Bremsschlauch (Gummi) ab ist, tritt die Bremsflüssigkeit aus der Bremsleitung (Kufper, Stahl etc) raus. Und sie würde austreten bis nichts mehr im Bremsflüssigkeitbehälter übrig ist. Übrigens würde es auch eine Sauerei auf dem Boden geben. Jetzt das Hauptproblem: Entleert sich der Behälter völlig, muss ich jetzt plötzlich auch den HINTEREN Bremskreislauf entlüften. Und so hört der Spass bald auf.
Für den Wechsel auf der Dorfstrasse hatte ich und einen Kumpel alles bereit gestellt. Wir haben natürlich wieder das Problem diskutiert. Er hat dann einen Freund angerufen der Automechaniker ist, und uns wurde der Geniale Trick beschrieben: Bevor alles losgeht, nimmt man ein Stück Holz (Brett) und sägt es ab damit es genau zwischen Fahrersitz und gedrücktem Bremspedal platz hat. Es muss sich dort festkeilen können. In dieser Position läuft keine Bremsflüssigkeit vom Geberkolben in die Bremsleitungen und somit tropft es nicht von der offenen Bremsleitung während man alles demontiert/montiert. Somit wird gesichert, das keine Luft in den hinteren Kreislauf kommt. Zuerst öffnet man die Überwurfmutter am Bremsschlauch und sofort danach keilt man das Brett fest. Dann ist 100% ruhe und man kann sorglos ohne Stress arbeiten. Alternativ konnte der Kumpel natürlich auch das Bremspedal während der Operation gedrückt halten - macht aber nicht Spass.
Das war genial und alles lief super. Beim TÜV wurde auch nicht gemeckert. Jedoch wunderte ich mich weil so eine geniale Information nirgends zu finden ist.
Im Internet wieder genauer recherchiert und dies gefunden (aber diese Infos zu finden ist nicht ganz einfach):
http://www.volkstreff.de/showthread.php?t=84376
http://forum.group44.de/viewtopic.php?f ... 23&start=0
http://www.bmw-syndikat.de/.../...A4uch ... -_E36.html
http://www.british-cars.org/.../...ake- ... 028399.htm
Hier wird der geniale Vorgang auch beschrieben.
Also: Gibt es ein Schrauber/Reperaturhandbuch (Deutsch, Englisch sogar auch vergriffen) wo genau dieser Vorgang beschrieben ist? Ich würde das Handbuch sofort kaufen indem ich denken würde dass dort auch andere geniale Tricks beschrieben sind.
MfG Lucas
Verfasst: 23. September 2010 10:52
von HJ61-Freak
Ich nehm immer Schaschlikspieße aus Holz und steck die nach dem Öffnen der Leitung ins offene fahrzeugseitige Ende der Bremsleitung. Musst nur am Ende der Arbeit aufpassen beim Rausziehen, es darf kein Holzrest (z.B. Splitter o.ä.) in der Leitung zurückbleiben. Deswegen kurz die Bremsflüssigkeit rauslaufen lassen, um evt. Dreck auszuspülen.
Eine andere Variante besteht darin, die Entlüftungsbohrung am Reservoirdeckel luftdicht mittels Klebeband abzudichten. Dann läuft nur wenig Flüssigkeit raus, bis genügend Unterdruck im Reservoir entstanden ist. Dann kommt nichts mehr. Allerdings ist bei dieser Methode häufig das Problem, die Entlüftungsbohrung wirklich dicht zu bekommen.
Wegen des Buchs kann ich Dir nicht weiterhelfen. Es gab mal in den 80er Jahren so eine allgemein gehaltene Serie in Ringbüchern. Leider weiß ich nicht mehr, wie die hieß. Diese Reihe war aber inhaltlich auch nicht so berauschend.
Gruß
Florian
Verfasst: 23. September 2010 12:48
von tabarca
Bremsleitungen vor dem Lösen der Bremsschläuche mit der Gripzange fest zudrücken. Nach dem Wechsel dann vorsichtig mit dem Hammer wieder schön rundklopfen.
Oder aber oben solange Nachfüllen, bis die Schläuche gewechselt sind (unten natürlich auffangen, wegen der Umwelt&so).
Geniale Tipps, da braucht´s kein Buch dafür

Verfasst: 23. September 2010 13:25
von HJ61-Freak
Grippzange geht auch, aber die Schläuche sollten nicht zu alt sein, sonst gibt es schon mal Risse. Aber dann sind die Schläuche eh fällig. Von daher doppelt guter Tip!
Gruß
Florian
Verfasst: 23. September 2010 22:39
von tabarca
HJ61-Freak hat geschrieben:Grippzange geht auch, aber die Schläuche sollten nicht zu alt sein...
Ich meinte ja nicht, die Schläuche mit der Gripzange zuzudrücken, sondern tatsächlich die Stahlleitungen. Das war aber als Spässle gedacht, nicht daß da noch einer auf die Idee kommt, das wirklich zu machen

Verfasst: 23. September 2010 23:19
von Schmotzhand
Grundsätzlich coole Schraubertricks fand man früher
(ich hoffe und denk das ist heute noch so) in der "Oldtimer Markt" (so hies sie glaub). Ein Stapel bei Ebay gezockt uns schon hat man Literatur wie man aus Tetra-Milchtüten Dichtungen schnitzt, abgerissenen Gewinde raus bekommt usw.
Vergewissert euch aber bitte ob das die "Oldtimer Markt" war, nicht das ihr 200 Zeitungen ersteigert und die heist ganz anderst
Gruß Schmotzi
Verfasst: 23. September 2010 23:23
von Schmotzhand
Ich hab eben nachgeschaut, ich glaub es war die "Oldtimer-Praxis".
Ist vom selben Verlag...bin mir aber nicht sicher. Schaut lieber erstmal beim Zeitschriftenhandel in beide Hefte rein

Verfasst: 24. September 2010 02:46
von tabarca
Hi Schmotzi!
Da meinst Du dch sicher den Technik-Bastel-Ableger der "Markt", also der guten, alten Oldtimerzeitung. Da fanden sich tatsächlich gute Tipps und Ratschläge, auch für größere Arbeiten, wie das Aufarbeiten alter Ledersitze usw. Gibt´s die noch, die Zeitung?
Gruß: Tomás
Verfasst: 24. September 2010 09:10
von Angela
Ja die gibts noch, sogar online....und dort sind auch ein paar gute Tips gesammelt und teils zum downloaden bereitgestellt:
http://www.oldtimer-markt.de/?name=%2Fc ... ubertricks
surf einfach durch......

Verfasst: 24. September 2010 10:03
von HJ61-Freak
Ich hab die
Oldtimer Praxis seit Jahren im Abo. Dort gab es schon immer eine Rubrik mit Tipps und Tricks rund ums Schrauben. Bisweilen sind da brauchbare Ratschläge dabei.
Aus dem gleichen Verlag gibt es in unregelmäßigen Abständen sog.
Sonderhefte. Hier werden zu ausgewählten Themenbereichen (z.B. Blechpraxis) die entsprechenden Artikel aus den vorangegangenen Ausgaben von O.-Markt und O.-Praxis zusammengefasst und teilweise vertieft. Es gibt auch zwei Sonderhefte Tipps und Tricks, welche teilweise sehr kuriose Sachen beinhalten (Eigenbaudichtungen aus Tetrapacks ist da noch das harmloseste). Die beiden Hefte sind eigentlich Pflichtlektüre eines jeden Schraubers und solltenbei längeren Fahrten in abgelegene Gebiete im Reisegepäck sein.
Gruß
Florian
Verfasst: 24. September 2010 13:03
von bikemaniac
Also wenn wir jetzt sowieso von Tricks sprechen:
Welche Dichtungen bzw Dichtringe muss man zwingend beim Auswechseln tauschen? Ich würde mal sagen der Dichtring bei der Ölablassschraube kann man wiederverwenden. Was meint Ihr dazu? Was muss man nicht ersetzen obwohl es im Handbuch als Pflicht beschrieben ist? Thermostatgehäuse?
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 13:19
von HJ61-Freak
Die ZKD sollte man schon wechseln, wenn der ZK runter ist.
Die Dichtung am Thermostatgehäuse beim 12H-T will meiner Erfahrung nach auch nicht 2x verwendet werden. Ging bei mir nur mit zusätzlichem Silikon. Da kann man dann die Pappdichtung auch gleich ganz weg lassen.
Gruß
Florian
Verfasst: 24. September 2010 13:24
von eberhard
bikemaniac hat geschrieben:Also wenn wir jetzt sowieso von Tricks sprechen:
Welche Dichtungen bzw Dichtringe muss man zwingend beim Auswechseln tauschen? Ich würde mal sagen der Dichtring bei der Ölablassschraube kann man wiederverwenden. Was meint Ihr dazu? Was muss man nicht ersetzen obwohl es im Handbuch als Pflicht beschrieben ist? Thermostatgehäuse?
Lucas
Also ich würde mal sagen, daß DAS ziemlicher Schwachsinn ist, zumal dieser Dichtring nur ein paar Cent kostet. Da würde ganz sicher am falschen Ende gespart.
Aber nachdem du offensichtlich eine literarische Marktlücke aufgetan hast, könntest du ja mal hier in diesem, aber auch in anderen, einschlägigen Foren und Webseiten gezielt nach Schraubertricks recherchieren und dann ein eigenes Fachbuch schreiben?
Titelvorschlag -> "Schraubertricks für Suchmuffel"

Verfasst: 24. September 2010 18:01
von ulidoc
Hallo Lucas!
Nicht ganz das,was Du suchst,aber ich habe viel Spass damit:
"Abseits aller Pisten" von Sliva
Sachbuch für Geländefahrer
In der Wüste macht jeder einen Fehler nur einmal
Neben Kühlerabdichtung mit Brot,
Bananen im Getriebe
Gasflaschen umfüllen auf afrikanisch
leichtes Gefäss und Angelschnur,weil :
"Viele Brunnen sind so tief,dass sie daneben ohne diese Gerätschaften verdursten können"
Sonnenkondesator zur Wassergewinnung
Off topic zu dem Kapitel :
Markieren des Standorts,
(dazu brauchts meines Wissens nur ein englisches Fabrikat)
Navigation mit Karte und Kompass und vieles andere mehr
ist halt von 1991.
Gruß Uli
Verfasst: 24. September 2010 19:53
von bikemaniac
ulidoc hat geschrieben:Hallo Lucas!
Nicht ganz das,was Du suchst,aber ich habe viel Spass damit:
"Abseits aller Pisten" von Sliva
Sachbuch für Geländefahrer
In der Wüste macht jeder einen Fehler nur einmal
Gruß Uli
Super, werde ich mir sofort anschauen.
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 19:55
von bikemaniac
HJ61-Freak hat geschrieben:Die ZKD sollte man schon wechseln, wenn der ZK runter ist.
Die Dichtung am Thermostatgehäuse beim 12H-T will meiner Erfahrung nach auch nicht 2x verwendet werden. Ging bei mir nur mit zusätzlichem Silikon. Da kann man dann die Pappdichtung auch gleich ganz weg lassen.
Gruß
Florian
Ist eine Silikondichtung (aus Kartusche) eine Dauerlösung oder eher nur provisorisch?
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 20:04
von HJ61-Freak
Nee, Bausilikon aus der Kartusche funktioniert bei den am Antrieb üblichen temperaturen nicht wirklich gut. Es gibt aber speziell für den Kfz-Bereich eine große Auswahl an verschiedenen Silikon- und anderen dauerelastischen Dichtmitteln.
Bei mir hält das am Thermostatgehäuse jetzt schon über ein 1 1/2 Jahre einwandfrei.
Ein Forumsmitglied setzt an seinem BJ75 den Diff.-Träger nur noch ohne Dichtung und mit Silikon in den Achskörper ein. Hält auch.
Gruß
Florian
Verfasst: 24. September 2010 20:11
von thores
bikemaniac hat geschrieben:HJ61-Freak hat geschrieben:Die ZKD sollte man schon wechseln, wenn der ZK runter ist.
Die Dichtung am Thermostatgehäuse beim 12H-T will meiner Erfahrung nach auch nicht 2x verwendet werden. Ging bei mir nur mit zusätzlichem Silikon. Da kann man dann die Pappdichtung auch gleich ganz weg lassen.
Gruß
Florian
Ist eine Silikondichtung (aus Kartusche) eine Dauerlösung oder eher nur provisorisch?
Lucas
Falls du beabsichtigst, die Zylinderkopfdichtung durch Silikondichtmasse zu ersetzen, gib dein Auto lieber in eine Werkstatt!

Verfasst: 24. September 2010 20:21
von bikemaniac
eberhard hat geschrieben:Also ich würde mal sagen, daß DAS ziemlicher Schwachsinn ist, zumal dieser Dichtring nur ein paar Cent kostet. Da würde ganz sicher am falschen Ende gespart.
Aber nachdem du offensichtlich eine literarische Marktlücke aufgetan hast, könntest du ja mal hier in diesem, aber auch in anderen, einschlägigen Foren und Webseiten gezielt nach Schraubertricks recherchieren und dann ein eigenes Fachbuch schreiben?
Titelvorschlag -> "Schraubertricks für Suchmuffel"

Bei mir in Dänemark kostet der Dichtring genau 2,10 EUR incl MwSt. Ich frage nur weil: Oft steht man da am Wochenende, will Öl wechseln aber hat den Dichtring vergessen. Alle Läden sind zu. Noch schlimmer, man hat schon den Ölfilter mit einem Schraubenzieher durchgestochen. Meinst du ich sollte jetzt bis Montag warten und mit dem Fahrrad zum Händler fahren um eine Dichtscheibe zu holen. Ich habe schon Mechaniker aus freien Werkstätten gefragt und die erstetzen oft NICHT den Dichtring.
Ich kann auch anders herum fragen: Hat jemand nach Ölwechsel beim wiederverwenden der Dichtscheibe Motorölverlust festgestellt?????
Betreffend Kupferdichtringe und das Sprödewerden nach dem ersten Festspannen: Ich habe sogar ein Metallurge zu diesem Thema gefragt und er meinte eindeutig dass man die Scheibe ausglühen sollte - oder durch eine neue ersetzen. So muss es laut Theorie sein - aber wie ist es in der Praxis. Ich bezweifle nur die Hysterie.
Oder warum braucht mein 2L Motor alle 15000 km neues Öl:
http://www.youtube.com/watch?v=3G1nmhSZvN0
Haben wir nur unnütz Angst??
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 20:24
von bikemaniac
Falls du beabsichtigst, die Zylinderkopfdichtung durch Silikondichtmasse zu ersetzen, gib dein Auto lieber in eine Werkstatt!

Ja, ist mir schon klar. Die ZKD ist schon was Spezielles und gehört nicht zur gewöhnlichen Wartung.
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 20:27
von bikemaniac
HJ61-Freak hat geschrieben:Nee, Bausilikon aus der Kartusche funktioniert bei den am Antrieb üblichen temperaturen nicht wirklich gut.
Ich würde mal sagen dass selbst ein Bausilikon 200 Grad schafft. Ist einfach die Natur des Silikons. Spezialsilikone schaffen bis 300 Grad. Natürlich weiss ich nicht wie es mit den Klebeeigenschaften aussieht.
Lucas
Verfasst: 24. September 2010 23:39
von tabarca
bikemaniac hat geschrieben:...weil: Oft steht man da am Wochenende, will Öl wechseln aber hat den Dichtring vergessen...
Eben, meist vergess´ ich den auch; zuhause liegen immer ein paar Stück auf Vorrat rum, aber wenn man den Ölwechsel im freien Feld macht, dann ist "zuhause" eben zu weit weg.
Ich verwende diese Dinger, egal ob Kupfer- oder pappbeschichteter Aluminiumquetschring, meist mehrfach wieder, bisher noch ohne jegliches Problem. Normalerweise schau´ ich zwei, drei Tage nach dem Ölwechsel die Ölwanne von unten an, ob auch alles schön dicht ist. Seit Jahren habe ich mit dieser Methode keine Probleme.
Verfasst: 24. September 2010 23:42
von bandeirante
Betreff Ölwechsel: Ich hab an den hiesigen Cruisern (42, 60) noch nie die Kupferdichtung gewechselt. Wenn ich so überlege: Einer hat ne Kupferscheibe, der Andere hat gar keine Dichtung. Und beide Motoren sind stubenrein.
Wenn ich Dichtungen bekomme, baue ich sie gerne ein. Habe aber auch gelernt, dass mit "Curil" usw. die Dichtungen ersetzt werden können, wenn es nicht auf durch die Dichtung definierte Maße ankommt.
Grüsse Axel O.
Verfasst: 25. September 2010 11:14
von HJ61-Freak
bikemaniac hat geschrieben:HJ61-Freak hat geschrieben:Nee, Bausilikon aus der Kartusche funktioniert bei den am Antrieb üblichen temperaturen nicht wirklich gut.
Ich würde mal sagen dass selbst ein Bausilikon 200 Grad schafft. Ist einfach die Natur des Silikons. Spezialsilikone schaffen bis 300 Grad. Natürlich weiss ich nicht wie es mit den Klebeeigenschaften aussieht.
Das mag wohl stimmen, aber Silikon für den Hausbau (also Sanitärbereich oder für Holz) wird üblicherweise mit einer sauren Flüssigkeit in der Kartusche frisch gehalten. Man kann dieses Silikon deswegen auch wunderschön mit Essigwasser abwischen bzw. glatt ziehen. Saure Flüssigkeiten und Metall sind aber im Hinblick auf korrosive Vorgänge eher eine schlechte Kombination.
Zum Dichtring: Den vergess ich nie, weil mein Teilespezi immer daran denkt! Den Ring gibt es immer gratis dazu, wenn ich Ölfilter und Öl kaufe.
Gruß
Florian
Verfasst: 25. September 2010 15:05
von scout
Egal, ob ich eine neue oder gebrauchte Dichtung einbaue, es kommt immer etwas Teflondichtband dazu - immer staubtrocken-dicht.
Verfasst: 26. September 2010 15:57
von j8 RR
bikemaniac hat geschrieben:... Hat jemand nach Ölwechsel beim wiederverwenden der Dichtscheibe Motorölverlust festgestellt?????
Nein, kein Problem.
Die kannst Du durchaus nochmal verwenden.
Betreffend Kupferdichtringe und das Sprödewerden nach dem ersten Festspannen: Ich habe sogar ein Metallurge zu diesem Thema gefragt und er meinte eindeutig dass man die Scheibe ausglühen sollte - oder durch eine neue ersetzen. Lucas
Das ist auch genau so!
Ich habe mal für einen 3 Zylinder Außenbordmotor der Marke "CARNITI", kennt hier eh niemand, eine Zylinderkopfdichtung machen müssen.
Der Grund:
Es gab keine mehr auf dem Markt!
Also Kupferblech von Dachrinnenbauer geholt, ca. 0,8 mm dick, die Form der Dichtung rausgeschnitten und dann alles möglichst gleichmäßig durchgeglüht.
Wenn alles gut glüht, zack, ab ins kalte Wasser!
Das Kupfer ist dann butterweich und läßt sich auch als Zylinderkopfdichtung verwenden.
Bei der nächsten Demontage dann das gleiche Spiel, ausglühen, abschrecken, fertig ist die neue Dichtung.
Den Aufwand mit der Kupferdichtung würde ich bei einer Dichtung für die Ölablaßschraube allerdings nicht betreiben wollen....
...einfach neu kaufen, oder, wenn´s nicht anders geht, die alte wieder einbauen
Reinhold
Verfasst: 9. Oktober 2010 01:27
von bikemaniac
Weiterhin betreffend Ölwechsel:
Wie kann man den Ölfilter beim Ölwechsel abschrauben ohne dass der ganze Motorblock mit Öl versaut wird? Im Ölfilter hängt immer so etwa ½-1 liter Öl und es tritt beim abschrauben sofort aus und platscht willkürlich auf Fahrwerksteile, Boden usw. Wie kann man das verhindern?
MfG Lucas
Verfasst: 9. Oktober 2010 10:09
von HJ61-Freak
Für den Boden: Eine Auffangwanne in ausreichender Größe.
Für die Fahrwerksteile: Nichts, denn die werden dadurch am rosten und gammeln gehindert. Bei meinem wird immer schön das Diff--seitige Kardangelenk geölt!
Gruß
Florian
Verfasst: 9. Oktober 2010 15:48
von mqp
Vom "Oldtimermagazin" gab es vor 3 oder vier Jahren ein Sonderheft, "Tricks und Kniffe" oder so ähnlich zu diesem Thema.
Des weiteren habe ich so ein hundertseitiges Heftchen vom Landwirtschaftverlag Münster mit Schraubertips.
Martin
Verfasst: 9. Oktober 2010 23:35
von Don Matías
Hola Lucas:
Du schriebst:
"Wie kann man den Ölfilter beim Ölwechsel abschrauben ohne dass der ganze Motorblock mit Öl versaut wird? Im Ölfilter hängt immer so etwa ½-1 liter Öl und es tritt beim abschrauben sofort aus und platscht willkürlich auf Fahrwerksteile, Boden usw. Wie kann man das verhindern?"
1. Mit Schraubendreher Loch oben in den alten, auszuwechselnden Oelfilter stechen.
2. Oel ueber Nacht auslaufen lassen.
Dann sollte auch der Oelfilter weitestgehend entleert sein.
Muchos saludos,
don Matías.
Verfasst: 11. Oktober 2010 00:11
von bikemaniac
Verfasst: 11. Oktober 2010 16:43
von mqp
Ja Lucas, das meine ich. Zumindest eines aus dieser Reihe. Meines ist ,glaube ich von 2006. Wusste gar nicht, daß die jedes Jahr eines rausbringen. Danke
Martin
Verfasst: 12. Oktober 2010 23:58
von Gerard
@mqp
Erzähl mal, taugen die was???
Grüße, Gerhard
Verfasst: 27. Oktober 2010 21:23
von Gerard
Hallo,
aktuell gibt es von Oldtimer Markt / Oldtimer Praxis ein Sonderheft mit dem Titel "Restaurieren Teil 1".
Ich hab es mir gekauft und der erste Eindruck ist nicht schlecht, viele Detailfotos und Praxisnahe Tipps. Auch wenn es primär ums restaurieren geht, viele Dinge sind ja übertragbar. Freue mich schon wenn ich zeit habe, mich durchzulesen.
Grüße, Gerhard