HZJ syttini hat geschrieben:@onkelchen
Hallo,
warum wäre Dir eine 24V Anlage lieber als eine 12V Anlage?
Grüße
Andi
Sorry, habe es gerade erst gelesen.
Die Kabeldicken sind nicht so problematisch und die Belastung auf die Batterien beim Starten bei niedrigen Temperaturen ist auch unproblematischer.
Ein Beispiel:
Man kann immer wieder von Problemen mit der 12V-Kühlbox lesen, wenn die Kabel nicht dick genug sind. Der Anlaufstrom des Kompressors ist so groß, daß der Spannungsabfall in den Kabeln so groß wird, dass dann sofort die Unterspannungsüberwachung (Batteriewächter) in der Kühlbox zuschlägt und die Box sofort wieder ausschaltet.
An 24V läuft meine Kühlbox sogar mit "Klingeldrähten" oder Modelleisenbahnkäbelchen problemlos.
Ausserdem gibt es die Osram Truckstar-Lampen (H4-Scheinwerfer) also die mit 100% mehr Licht und längerer Lebensdauer bei gleicher Leistungsaufnahme nur für 24V.
Mal so als Beispiel: (Zu dem Kühlboxphänomen)
Eine Kühlbox an einem Kabel mit angenommen 1,2 V Spannungsabfall beim Anlaufstrom der Kühlbox im 12V-Betrieb:
Das bedeutet also 10% Spannungsabfall.
Im 24V-Betrieb zieht die Kühlbox nur den halben Strom, am gleichen Kabel fallen dann also nur 0,6V ab.
Da die Ausgangsspannung 24V ist, ist somit der Spannungsabfall nur 2,5%
Anders ausgedrückt:
12V - 1,2V = 10,8 V also Entladeschluss bei den Bleibatterien.
24V - 0,6V = 23,4 V also noch 1,8V über Entladeschluss.
Selbst bei einem dünneren Kabel, das so dünn wäre, dass auch bei dem geringeren Strom im 24V-Betrieb 1,2 V abfallen würde, wären noch 22,8V an der Kühlbox, also immer 1,2V über Entladeschluss.
Man sieht also (hoffentlich war es noch verständlich), dass die höhere Bordspannung einen doppelten Effekt bietet:
1.) geringerer Spannungsabfall
2.) größere (absolute) Toleranz
Daher wäre mir ein HZJ75 mit 24V Bordnetz lieber. Auch wenn manche Zusatzgeräte in 24V teurer sind (oder wie bei Radios praktisch nicht verfügbar)
Viele Grüße
Onkelchen