"Abschleppgeschichte"

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DerAustralier
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von DerAustralier »

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Quote: from eberhard on 17:40 am 7. Feb. 2005
...sehr lustige Stories, die ihr da erzählt...selten so gelacht!
Dann könnt ihr sicher auch die "Gretchenfrage" beantworten:
Was ist schöner? Rein oder Raus ??


schön rhytmisch abwechselnd ... :angel:
Martin (HZJ75 + VW Iltis)
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BJ Axel
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von BJ Axel »

Uuuuuh, für sowas bin ich glaubich ungeeignet.

...warum erzähl ich euch mal unter vier Augen.

Augen
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FJ40 GARAGE
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von FJ40 GARAGE »

Eine hab ich noch ;)

1989 fand zum ersten mal das Internationale 4x4 Treffen am Nürburgring statt, wir als Pickup Club , waren als mitveranstaltender Verein dabei.

Die Veranstaltung fand auf den Aussenparkplätzen des Nürburgringes statt und es gab genügend Sektionen in denen sich jeder austoben konnte.

Samstagabends ging es dann plötzlich los, ein angeheiterter Mitsubishi Pajero Fahrer meinte er müsste auf dem Parkplatz rumrasen und um die Kurven driften.
Zweimal gelang ihm das auch, dann wurden alle pampig, immerhin waren auch Kinder auf dem Platz zugegen.

Naja irgendwie bekam er eine Kurve nicht und fuhr eine recht steile Böschung runter etwa 20 meter später stand er dann in diesem Hang und kam weder weiter runter noch wieder rückwärts hoch ;)
Also beschloss man den Pajero mit einer  Seilwinde zu bergen.
Ein mächtiger Dodge W200 mit einer Warn 8274 stellte sich in Position und begann zu ziehen........ der Dodge rutschte richtung Abhang......
Also zwei Jeeps dahinter um den Dodge zu sichern, keine veränderung.......
Dann den Dodge, einen Jeep mit Winde daneben und die jeweils mit einem Fahrzeug dahinter gesichert!

Es war Sackdunkel und der Pajero fing tatsächlich an sich ganz langsam nach oben zu bewegen, nach dem ersten meter ging es dann sogar erstaunlich leicht........

Als der Pajero endlich wieder auf geradem Boden stand wurde recht schnell offenbar was  passiert war .
Beim runterfahren war er über einen Baumstumpf gepoltert, hatte das aber nicht bemerkt, als  dann die Bergeversuche begannen, klemmte dieser Baumstumpf hinter dem hinteren Differential......... :)

Mit der Kraft von 2 Seilwinden war es möglich, nicht nur das Fahrzeug zu bergen sondern ihm dabei auch noch zu einer 5 Zentimeter Gratis Höherlegung an der Hinterachse  zu verhelfen ;)

Durch den Baumstumpf und die mehrere Tonnen betragende Zugkraft der beiden Seilwinden , wurden seine Blattfedern hinten mal ganz locker aufgesprengt :) :)

Immerhin war der Karren noch Fahrfähig und der  Besitzer verschwand recht schnell um dem Gelächter zu entgehen  ;)
Good Cruising, Peter

Das Leben erzählt die besten Geschichten............. Bild
Glück hat nur der Glückliche! ;-)

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ochim1103
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von ochim1103 »

Na, meine schönste Abschleppgeschichte spielt in Rumänien1990 und ist genau genommen eigentlich mehr eine ANschiebgeschichte. Wir, mein Freund Radu und ich waren mit dem J60 auf dem Rückweg von Tulcea nach Bukarest. Hatten eine wunderschöne Woche in Sfintu Gheorghe im Donaudelta verbracht.
Wir fuhren die Tanke in Hirsova an, eine Säule, belegt mit einem ROMAN Bus, wohl mit johlenden Woibern. (Übrigens: in Rumänien gibt's die hübschesten). Der Bus fuhr und fuhr nicht weg. Radu ging dann nach vorn, er war Reiseleiter, alle Reisebusse gehörten dem damaligen rum. Touristanamt ONT, R. kannte so ziemlich alle Fahrer.. Rurückkommend,, meinte er, dass Marin, der Fahrer - den er natürlich kannte -, ganz verzweifelt war, der Anlasser war wohl putti und er, Marin, habe überhaupt keinen Bock, ihn zu reparieren. (Ich muss dazu sagen, dass die Fahrer alle verwantwortlich für Ihre Vehikel waren, reparieren, pflegen, alles mussten sie selbst erledigen.) Klar, ca. 40°, kein Schatten, Lust hätte ich auch nicht, vor allem nicht mit 40 nervigen Mädchen.
Na, meinte ich zu Radu, dem ist zu helfen, ich schiebe den Bus an. Radu erwiderte, er wolle mal dem Marin sagen, welch glorrreiche Idee ich hätte. Beide kamen zurück, Marin sah sich den J6 an, lugte in den Motorrraum und versprach mir den Himmel auf Erden in Form einer Flasche Palinka - eins der Mädchen wäre auch schon okay, sagte ich aber nun ja... Gesagt getan: Gummimatte zwischen die Stoßstange geklemmt, Marin sollte es mit dem 3. Gang versuchen, Untersetzung und los gings. Ich sah nur die lachenden Gesichter der Woibers der hintersten Reihe und dachte nur, mich ja nicht zu blamieren. Langsam fing die Kiste an zu rollen. Ich schrie, als er in Fahrt kam aus dem geöffneten Fenster auf rumänisch, er solle die Kupplung nun endlich loslassen; ich hatte den Satz noch nicht zur Hälfte ausgesprochen, machte es  einen grandiosen Knall, und ich sah nix mehr: eine tiefschwarze Wolke umgab die Front des J6, die Scheibe und meinen Kopf! Nachdem die Auspuffschwaden sich gelegt hatten und ich wieder einen Durchblick, blickte ich hoch: ich habe noch nie so einen Anblick von kreischenden, vor lauter Lachen weinenden Haufen bildhübscher Mädchen gehabt! Der Bus stoppte, Marin kam mit der Buddel an und klopfte sich vor Freude auf die Schenkel, Radu saß nur noch sich kringelnd im Baufahrersitz. Als ich in den Innenspiegel blickte, wusste ich warum....
Genau so:
Bild
Joachim Fritz
>Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich benehmen muß oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.<
Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)),

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lc81
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von lc81 »

Hallo,

selten so gelacht. Einer geht noch :

Ich bin so cca vor zwei Jahren mit meinem Terrano 2 in den Wald gefahren, der Hund braucht halt seine Bewegung und ich natürlich auch. Der Schnee war so in etwa 20-80cm tief, die Feldwege eher 20cm (wegen dem Wind), in den Waldstücken war es tiefer.

Mein Vater war in der Gegend Jäger, also gab es keine Probleme und ich war ziemlich oft dort. Der Weg hin war kein Problem. Ich fuhr von der Straße auf die Feldwege und weiter. Nach einer Weile sah ich, daß mir ein Skoda Felicia folgte. Er ist von der Straße angebogen. Ich fuhr weiter, nach einer Kurve sah ich ihn nicht mehr. Nach 15 Minuten erreichten wir unseren Lieblingsplatz, wo sich unsere Hovawart Hündin schön austoben kann. Wir waren etwa 1 Stunde dort, dann kamm neuer Schnee und es wurde kälter, also Zeit für einen Rückzug. Etwa 500m von der Straße war wieder der Felicia. Es waren zwei Jäger aus Vaters Verein. Sie sahen meine Spur und irgendwie dachten die, daß es keine Probleme gibt, wenn es jemand andere auch schafft. Die Denkprozesse von Jägern sind mir bis heute ein Rätsel  :ka:

Sie saßen dort die ganze Zeit fest, ohne Schauffel, Winde, Allrad, Handy aber mit Ganzjahresreifen und bereits ohne Kraft. Beide sehr fett und vor kälte und Schweiß rot angelaufen. Bis zu dieser Zeit habe ich nicht gewußt, daß man in Europa auch mit Fußmatten Schnee schauffeln kann :biggrin:

Ich zog sie also mit einem Seil zurück zur Straße und fertig. Vor Wut grüßen sie mich bis heute nicht. Es war aber sehr lustig...

Gruß

Peter

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Koka
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von Koka »

Hallo,

ist keine Abschlepp- sondern eine Buddelgeschichte, passt aber trotzdem, glaube ich. Wird ein bischen länger, sorry:

Ich habe meinen J12/2005 erst seit 7 Wochen und bin Offroad-Greenhorn. Daher war ich heute beim ADAC-Offroad-Intensiv-Training in Lüneburg. Klasse-Trainer übrigens, hat uns sehr viel beigebracht.

Teilnehmerfahrzeuge :

- der Defender 90 des Trainers,
- ein Mercedes G 270 CDI kurz,
- ein VW Touareg V10 TDI,
- ein Defender 90 Softtop,
- und mein J12 Exec.

Wir sind nach dem Theorieteil gleich als erstes durch ein Wäldchen auf dem Übungsgelände gefahren. Ich hinter dem Trainer.

Der Weg durch das Wäldchen beginnt gleich mit einem Graben und wartet dann mit schön links und rechts verteilten tiefen Löchern auf, bei denen ich an dem Defender des Trainers mal sehen konnte, wie so ein Landy verschränkt - genial!

Nach ca. 20 Metern blieb der Trainer-Landy in einer heftigen Verschränkung hängen und musste rückwärts wieder raus. Dann - mit mehr Schwung - kam er durch. Ich (Greenhorn!) hatte richtig weiche Knie und dachte "Shit, wenn Scheff da schon hängen bleibt, dann bin ich bestimmt gleich der Gruppen-Depp!"

Nix - der Toyo hat sich im Standgas und mit Strassenreifen da einfach so durchgewühlt. Mann, war ich froh! :greencool:

Ein paar Meter später fing der Trainer an, sich dauernd nach hinten umzugucken und blieb schliesslich stehen und stieg aus.

Warum? Der Touareg hing in den Löchern und hat seine 313 PS in viel Lärm und Wärme umgesetzt - aber nicht in Vortrieb. Scheff wollte dann den Kursteilnehmern zeigen, dass man durch Unterlegen von Brettern, die in der Nähe rumlagen, aus so einer Situation wieder herauskommen
kann - nix da.

Touareg machte weiter Lärm und Wärme! Null Grip und man konnte so richtig sehen, dass die Diff-Sperren nicht richtig arbeiten. Die Vorderräder haben gestanden und die Hinterräder schön durchgedreht. Trotz eingelegter Mitteldiff-"Sperre"!

Mittlerweile saß der VW auch mit dem vorderen Spoiler auf dem Boden auf. Kommentar des Landy-Fahrers: "Naja, da gibt es doch bestimmt Sollbruchstellen, oder?" :biggrin:

Weil mir so saukalt war, habe ich mich dann angeboten, beim Freischaufeln zu helfen und zusammen mit dem Trainer dem Touareg den Weg geebnet.

Als er endlich draussen war, ist der Touareg-Fahrer ausgestiegen und hat sich bei uns entschuldigt. Keine Ahnung warum - He made my day, was für ein Fest :biggrin:!!! War aber ein Netter - weil ich immer noch so gebibbert hab', hat er mir seine Thermo-Weste geliehen.

Der Defender, der nach dem Touareg fuhr, blieb dann auch mit Beinchen in der Luft hängen, konnte sich aber durch seine Diffsperre wieder rausfahren.

Fazit für mich: Toyota macht die Mischung aus High-Tech und gutem Offroad-Engineering offenbar genau richtig. Dass ein Greenhorn wie ich da nicht hängen geblieben ist, war ausschließlich dem Auto zu verdanken -  und ich bin superduperglücklich, dass ich mich für dieses Auto entschieden habe.  :unwuerdig:

Würd' gern noch erzählen, was dann an der Extremsteigung passierte. Ist zwar keine Abschlepp-Story, hat dem Touareg-Fahrer aber dann fast endgültig den Tag versaut! Bei der Abschlussbesprechung hat er sein Auto als "schwule Kiste" bezeichnet! Aber ich glaub' das wird dann wirklich zu lang.


Gruß, Koka.


P.S.: Falls der Touareg-Fahrer das hier liest: Ist nicht böse gemeint, war für mich aber eine Bestätigung dafür, dass ich mich für das richtige Auto entschieden habe, weil für mich die Offroad-Eigenschaften das Wichtigste waren. OnRoad ist der Touareg ein klasse Auto.

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Stephan
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Registriert: 4. Januar 2003 14:48
Wohnort: 92533 Wernberg

"Abschleppgeschichte"

Beitrag von Stephan »

Servus Leute,
jetzt kommt TT-Abschleppgeschichte Nr.2.
Heute nachmittag in der Arbeit, Kollege gibt mir das Telefon und sagt: „Für Dich“.
Tja, selber Mann, selbes Auto, fast selbe Zeit, nur ein anderer Ort.
Kunde meint: Da mußt aber gleich Du kommen.
Ich also zum Chef und Ihm gesagt, das ich wieder eine Rettungsaktion starten muß.
Rein ins Auto und über verschneite Feldwege zu dem Unglücksraben hin.
Diesmal hat er´s wirklich gut gemacht.
Wollte von einem gepflasterten Feldweg auf einen Schotterweg abbiegen, natürlich alles schön verschneit. Er hat nur den Anfang nicht richtig erwischt und meinte der Acker sei der Feldweg.
10m ist er gekommen dann saß er auf. Also, Lux in Position gebracht, Windenseil rausgezogen, angehängt und den TT ganz langsam rausgezogen. Wollte am Anfang ein bißchen seitlich in einen kleinen Graben rutschen. Da hab ich versucht das Auto mit dem Bergegurt in die andere Richtung zu ziehen. No Chance auf verschneiter Wiese. Mit großem Ruck wollte ich dann ja doch nicht anziehen, es gibt doch da so ein Ami-Video mit dem abgerissenen Hinterteil. Also wieder Winde ran und vorsichtig in die andere Richtung gezogen. Als der TT wieder auf festem Grund stand war der Mann doch wieder sichtlich froh und fuhr dann wieder über einen Pkw-tauglichen Weg zu uns in die Werkstatt, zur Wagenunterwäsche.
Ich warte jetzt schon auf Nr.3

Gruß
Stephan  

P.S. Ich weiß der Beitrag ist auch im Lux-Forum.
Aber der paßt einfach einfach hier und dort.
Nicht schimpfen.
-Ta(ro,Hi)Lux "nur" 2L-Motor , Doka, Starrachser, 31´er MT, OME,
Eigenbau-Alukabine mit Klappdach
-Taro 4x2, 2L, 215/75R15 MT's, Hardtop, Rammschutz

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Mat
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Registriert: 22. Januar 2005 20:06
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von Mat »

Also Steckenbleibengeschichten hätt ich mehrere. Aber da die lustigsten eh im Militär passieren, erzähl ich halt die mal.

Da gibts im nordwestlichsten Zipfel der Schweiz einen Panzerübungsplatz, wo Eingeweihten schon nur bei der blossen Erwähnung seines Namens ein Schaudern den Rücken raufkriecht: Die Hölle von Bure. Dort ists entweder heiss und staubig, sibirisch kalt, oder aber nass. Misslicherweise ist der von Panzern gepflügte Boden klebriger als frischer Epoxy.

Im Panzer war ich nicht Fahrer, sondern Schütze, also hab ich nebenher ausführliches Puch G-Training gekriegt und durfte mich auch austoben. Natürlich wurde der eine oder andere Wagen versenkt, aber das macht ja nix.
Eines Tages, während einer Übung, stand ich rum und sah den Hauptmann anmarschieren. Als ich dann noch die Worte "nix zu tun" rumschwirren hörte, begann ich sofort einen leisen, unauffälligen Rückzug. Aber zu spät.
Als Beschäftigung durften wir zu fünft üben, den Wagen zu tarnen und Schneeketten aufzuziehen. Gnädigerweise liess uns der Unteroffizier weiter nach unten in ein Versteck fahren. Als er dann jedoch tatsächlich verlangte, den Befehl auszuführen, streikten zwei Leute (inklusive mir). Das Argument "Befehl ist Befehl" besteht natürlich gegen keine Vernunft, und so mussten wir zur Strafe für die standhafte Verweigerung nach vollendeter Aktion zu Fuss den Dreckhügel raufmarschieren.
Ich sah gerade noch den neuen Fahrer Platz nehmen und mir schwante böses. Es war der zaghafteste unter allen...

Natürlich fuhr er geradewegs aufs grösste Schlammloch zu, und versuchte dies in langsamer Fahrt zu meistern. Nicht dass er eine Chance gehabt hätte, aber wenn schon denn schon, und mit einem Militärfahrzeug gibts eh nur eins: voll durch und bei Schaden eine Rep-Etikette dran...

Wir zwei Meuterer lachten uns einen ab und marschierten weiter. Das Loch war so etwa hüfttief. Als dann der Panzer, welcher zum Abschleppen gerufen wurde, auch fast stecken blieb (!), war unser Tag gerettet. Oben angekommen kam natürlich der obligatorische Anschiss von wegen nicht helfen und so, aber was sollte der Leutnant schon entgegnen auf unser Killerargument: Uns wurde befohlen zu Fuss rauf zu gehen, und bekanntlich gilt ja dass Befehl Befehl ist, tut uns leid, können wir auch nix dafür.

Die andern waren uns nicht mal böse, ausser der Unteroffizier natürlich.

Die andere Geschichte gibts ein ander mal, muss weiter arbeiten.

(Edited by Mat at 14:32 am 23. Feb. 2005)

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tabarca
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"Abschleppgeschichte"

Beitrag von tabarca »

Endlich, endlich, endlich! Seit heute Nachmittag darf ich mich auch zu den Bergern zählen, auch wenn´s nur die absolute Minibergung war.

Tatort: Costa Blanca, Spanien, hier hat´s heute Nacht unmittelbar an der Küste geschneit, und die etwas zurückversetzten Berge (ab ca. 450m) sind richtig schön weiss. Also, heute ´s Mädel ins Auto gepackt und Ausflufg in den Schnee gemacht. Kaum kommt man in die Gegend wo der Schnee liegt, haufenweise spanische Ausflügler, welche wie toll im Schnee umherhüpfen (und, ich weiß nicht, aus welchem Grund, Schneefiguren auf den Motorhauben ihrer Autos bauen. So wird dann wieder in Richtung Küste gefahren. Manche ziehen den Hauben-Schneemännerns sogar noch Klamotten an!). Wir sind dann etwas abseits der Hauptstrasse gefahren, schön verschlammt-verschneiten Weg, und als es dann später wieder auf die Hauptstrasse zurückging, sah ich schon von Weitem einen 3er BMW welcher im Schnee am Fahrbahnrand angehalten hatte und jetzt nicht mehr rauskam.

Mein Herz begann schneller zu schlagen: Eine Situation, wo ein echter Berger gebraucht wird!! Endlich. Meine Zeit war gekommen! Ich wurde gebraucht!

Inzwischen hat der BMW-Fahrer einen entgegenkommenden Lieferwagen angehalten, und so wie´s aussieht, hat er die mitfahrenden Arbeiter schon fast überredet, auszusteigen und zu schieben. Doch das kommt natürlich nicht in die Tüte. Die hätten den da nieeeee und nimmer! aus dem mindestens 18 cm hohen Schnee (in meiner Vorstellung wars natürlich mindestens  ein halber Meter) rausbekommen. Das ist ein Fall für schwere Maschinen, also z. B. meinen 61er. Ich halte an, der BMWler kommt näher und fragt, ob ich eventuell helfen würde, zu schieben.  ¿Schieben???  Neee, der musste geborgen werden! Und zwar schnell, schliesslich stand er ziemlich knapp hinter einer Kurve und hätte leicht als Hindernis für Andere fungieren können. Also ist schnelles Handeln gefragt. Nun schnell ´s Mädel zur fotografischen Dokumentation aussteigen lassen, dem BMWler raten, den Lieferwagen wegzuschicken, und unauffällig den 4WD Taster drücken. Ich bin bereit! Mein Wagen ist bereit! Meine erste Bergung. Mein Herz rast. Würde ich den da rausbekommen?
Souverän setze ich den 61er hinter den BMW und rutsche dabei mit den 2 linken Rädern doch glatt von der befestigten Fahrbahn ab. Nicht schlimm, doch nicht wirklich profesionell. Zwecks Tarnung hülle ich mit einem beherzten Gasstoss den hinter seinem Wagen knieenden BMW Fahrer kurzfristig in eine schwarze Wolke und schon stehe ich wieder auf befestigtem Grund. Grade noch mal gutgegangen. Nun fix raus, Kette aus dem Laderaum, dem guten Mann den Schäkel reichen und fachmännisch Tips zu dessen korrekter Befestigung geben. Alles angehängt? Gefahrenstelle ordentlich gesichert? Fotodokumentarin bereit? Ja. Alles im grünen Bereich. Kurze und präzise Anweisung an den BMW-Fahrer: Reinsitzen, nichts machen!
Ich kletter auf meinen Bock, werf´ die Maschine an, leg den Gang ein, zieh an...

... meine Nerven sind mindestes so gespannt wie die Kette...

und...  

draussen war er! Ich hatte geborgen! Die brachiale Kraft des 61ers in Tateinheit mit meinen Fahrkünsten hatte den hoffnungslos in meterhohen Schneeverwehungen festgefrorenen, mindestens 80 Tonnen schweren 3er BMW wieder auf festen Boden gebracht.

Der Rest war ja jetzt nur noch Routine: Kette ab, freundliches Dankeschön entgegennehmen,  ´s Mädel wieder an Bord nehmen, 4WD raus und davontuckern.

Und so kam´s, daß ich meiner Holden  vom "Berge"-Thread im BTF zu erzählen begann, qoraufhin Sie meinte: "Na, da kannst Du Dich ja jetzt auch drin verewigen." Hiermit sei Dem Genüge getan.

Geborgene Grüße:

   Tom

P.S.: Ich hab´ eigentlich auch noch ´ne seriöse bergegeschichte, muss ich aber zuerst fertigverfassen. Coming soon.


(Irgendwie hab´ ich glaub nun Präsens und Vergangenheitsform (wie heisst die nochmal gleich?) ziemlich barbarisch gemischt - muss wohl an der Uhrzeit liegen)


(Edited by tabarca at 4:16 am 2. Mar. 2005)

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tabarca
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Beitrag von tabarca »

Tja, Leute, aus aktuellem Anlass kram ich diesen thread mal wieder nach vorne:

Teil I - Neulich, auf´m Acker

Wie sicher der Eine oder Andere mitbekommen hat, gab es hier in der Gegend um Alicante in der vorletzten Woche ziemlich heftige Regenfälle von bis zu 407 l/qm. Bei mir vorm Haus waren´s ca. 230 Liter - in weniger als 24 Stunden, wohlgemerkt. Donnerstag abends fing es an und schüttete ohne Unterlass wie aus Kübeln. Freitag mittag ließ es dann ein bisschen nach, und da ich vom Wohnzimmerhocken eh genug hatte, entschloss ich mich, eine kleine Runde zu drehen und auf meinem "Acker" nach dem Rechten zu sehen. Ich hab ja nen Geländewagen, da kann mir weder Hochwasser noch Gelände was! :-)

Als ich mich dann auf meinem ländlichen Grundstück ankam, war ich schon etwas überrascht, denn Teile davon standen einfach unter Wasser, und dies obschon der Boden im Frühjahr gepflügt wurde und somit doch eigentlich ziemlich wasserdurchlässig sein sollte. Trotzdem kein Problem, ich fuhr einfach auf den zuvor schon festgefahrenen Spuren und kam so vollkommen problemlos bis zu der Stelle, wo vor Jahren mal augeschottert wurde und ich so trockenen Fusses aussteigen konnte.

Kurz umgeschaut und ein bisschen die frische Luft genossen, der Regen hatte inzwischen wieder aufgehört. Dann wollte ich wieder die Heimfahrt antreten. Rein in die Karre, Rückwärtsgang rein um zu Wenden. Ging auch problemlos - rückwärts. Vorwärtsgang, hmmm, nichts tut sich. Verschaltet? Beim Automaten nicht so einfach. Hebel steht auf D, Maschine dreht. Na ja, was solls, ich fahr´ ja nen Geländewagen, da hab ich noch einige Gimmicks in Reserve. Also Mitteldiff gesperrt, Effekt: der Selbe. Weder vor noch zurück. Ooookay, Untersetzung, gaaanz langsam versuchen: NIX!

Also gut, wozu hat sie Toyota schliesslich eingebaut, die hintere Diffsperre? Eingerückt, uuuuund: Nix! Weder vor noch zurück. Hey, da stimmt doch was nicht. Am besten mal aussteigen und nachsehen. Gesagt, getan, und beim Raushüpfen schier auf die Schnauze gefallen: Da gehts ja gar nicht so tief runter wie sonst! Oder doch: Ich stand auf einmal auf purem Schlamm und begann einzusinken. Schnell zwei Schritte in Richtung Kies und zum Wagen geschaut: Jetzt war mir die Sache klar: Der Untergrund war so aufgeweicht, daß der Wagen allein durch sein Gewicht einfach versank. Zwar nur so weit, bis der Wagenboden grossflächig auf dem Untergrund auflag, aber immerhin genung, um den Rädern absolut keinen Grip mehr zu lassen (Die hydrodramatische Höhenverstellung war eh schon auf "ganz hoch").

schlamm1.jpg


Das sah nach Arbeit aus, aber es war ja erst 18 Uhr, noch knapp zwei Stunden bis zum Dunkelwerden, und darüber hinaus hatte ich ja mein neues "Spielzeug" zur Verfügung, welches nur ein paar Meter vor dem Wagen stand.

So, das ist der erste Teil; Morgen, oder wenn ich sonstwann wieder zum Schreiben komm, gehts weiter (ausser natürlich, ich langweil´ Euch mit meinem Geschwafel, dann bitte knappe, direkte Hinweise und ich mach´s kurz!)

Gruß: Tom

P.S. Jaaa, ich weiß, für die hartgesottenen Geländefreaks unter Euch ist das ein geradezu läppisches Problem, in sowas fahrt Ihr täglich zweimal zur Übung rein und wieder raus :-)

Für mich aber, als Geländeweichei, war das eine neue Situation. Spottet also nicht allzu sehr! :aetsch:
Zuletzt geändert von tabarca am 5. März 2012 03:35, insgesamt 2-mal geändert.

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Loafi
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Beitrag von Loafi »

Hey Tom,

wann geht´s weiter ?? :shock:

Diese Berichte sind soo schön geschrieben, ich könnt stundenlang weiterlesen......
http://www.heilige-hallen.com
Grüße, Opa Loafi
Wir können alles, außer wählen, und blödes 08er Blech schweißen


FMoSAA
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BlackDoKa
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Beitrag von BlackDoKa »

Hi Tom,

Also wenn ich guck wann du geschrieben hast, denke ich daß du dann schlafen gegangen bist! D.h. wenn du aufwachst is morgen!
Also ungefähr jetzt!

Was ich damit sagen will:

Raus aus den Federn und an die Tasten!!


Ich will wissen wie es weiter ging!!!

:biggrin:

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tabarca
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Beitrag von tabarca »

Loafi hat geschrieben:Diese Berichte sind soo schön geschrieben, ich könnt stundenlang weiterlesen......


Danke für das Kompliment, Loafi, das macht Mut! :-)

BlackDoKa hat geschrieben:D.h. wenn du aufwachst is morgen!
Also ungefähr jetzt!


Äähhmm, Wie meinst Du das jetzt, BlackDoKa? "ungefähr jetzt"? um 9.22 Uhr? Hey, Du glaubst doch wohl nicht, daß ich zu so ungesunder Stunde schon auf bin? Nee, nee, jetzt ist es:

sofrueh.gif
sofrueh.gif (2.64 KiB) 854 mal betrachtet


:aetsch: :aetsch: :aetsch:

Wenn ich heute Abend zum Schreiben komm, habt Ihr morgen früh wieder was zu lesen. Teil II - Wo ist der Haken an der Sache?

Ausgeschlafene Grüße:

Tom ;-)
Zuletzt geändert von tabarca am 5. März 2012 03:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BlackDoKa
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Beitrag von BlackDoKa »

tabarca hat geschrieben: Wo ist der Haken an der Sache?



daß wir soooo lange warten müssen!! :cry:

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Suedtaxi
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Beitrag von Suedtaxi »

tabarca hat geschrieben: ... und darüber hinaus hatte ich ja mein neues "Spielzeug" zur Verfügung, welches nur ein paar Meter vor dem Wagen stand.
...


Glaub ich weiß, wies weitergeht :aetsch:

Da bin ich ja mal auf das Bild gespannt :D


Chris
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2021 GRJ79 SC ~ Factory Lockers ~ Scheelmanns

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wolli
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Beitrag von wolli »

Suedtaxi hat geschrieben:Glaub ich weiß, wies weitergeht :aetsch:


Mir schwant auch was...

DEN wirste sicherlich nicht mehr so einfach rausbekommen, Tom! :lol:
Rote Landcruiser mit wenig Zeuchs dran
Krups Stabmixer
Bosch Waschmaschine

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