Selbstverteidigung auf Reisen?

Alles rund um die Reise
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ichattekeineAhnung
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von ichattekeineAhnung »

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AlpenCruiser hat geschrieben: 8. November 2024 10:56
Ich hatte leider schon öfters kritische Situationen, in denen ich mich verteidigen musste.
ein Beispiel :

Wir waren zu dritt in einem Unimog in Nordafrika. Neben mir, waren noch 2 Mädels dabei, die einen ziemlichen Dickschädel hatten, und sich nicht an die arabische Kultur angepasst haben. Sie wollten nahtlos braun zurückkommen und haben jede Möglichkeit genutzt, um Sonne auf die Haut zu lassen. Sie waren 18 und 19 Jahre alt, hatten eine sehr gute Figur und ich muss hier sicherlich nicht schreiben, dass ich einen 24-Stunden-Job hatte, auf die beiden aufzupassen. Ich schreibe das hier mit rein, weil es um kritische Situationen geht, und da ist es schon auch relevant zu wissen, dass wir manche Situationen selbst verschuldet haben. Die beiden hätten sich an die Kultur der Gastländer anpassen müssen. Haben sie aber nicht, und ich konnte mich auch nicht durchsetzen.

Bei einem Stehenbleiben kamen immer Männer, weil sie wussten, dass wir Christen nur eine Frau haben dürfen. Die zweite müsste also verfügbar sein. Nachdem ich aber auch mal schlafen musste, haben wir eine Verbindungsstrasse genommen, die zwischen 2 Oasen lag. Ich dachte, während der Fahrt etwas Ruhe zu haben und bin hinten in den Wohnbereich gegangen, um etwas während der Fahrt schlafen zu können. Die Mädels sind vorne gefahren. Zwischen Wohnbereich und Fahrerkabine gab es keinen Durchgang (Unimog S404 Sanitätskoffer). Um hinter zu gehen, muss man stehen bleiben. Der Unimog war vorne ein Cabrio, also nutzen die beiden Mädels die Chance, während der Fahrt nahtlos Bräune tanken zu können, obwohl ich das verboten hatte. Ich wusste aber nicht, dass sie sich ausgezogen hatten, und habe es erst gemerkt, als sie bremsen mussten. Ich bin aufgestanden und konnte über ein kleines Fenster nach vorne schauen. Es war ein Militärkontrollpunkt. 2 bewaffnete Männer in Uniform hatten die Strasse mit Tonnen blockiert.

Natürlich wollten sie die Gelegenheit nutzen und ihren "Hunger" stillen. Der eine Mann zog das erste Mädchen einfach aus dem Auto, und zerrte sie hinter den Kontrollstützpunkt. Der zweite Mann wollte das andere Mädel in der Wohnkabine des Unimog benützen. Allerdings wollte er zuvor sicher sein, dass da niemand drin ist, und hat die Türe mit dem Gewehr aufgestossen. Da ich genau hinter dieser Türe war und eine leicht gebückte Haltung hatte (Innenhöhe der Kabine 1,4 Meter), hatte ich sein Gewehr genau in meinem Bauch. Das war eben zufällig die Höhe, mit der er die Türe aufgestossen hatte.

Ich war auf diese Situation nicht vorbereitet und habe instinktiv mit ihm seriös von Mann zu Mann gesprochen und ihn gesagt, dass beides meine Frauen seien, und sich sein Kollege, eine andere Frau suchen soll. Der Mann vor mir war dann anscheinend genauso baff, und hat dann so getan, als wenn er als Vorgesetzter seinem Kollegen sagen musste, dass er gerade eine verheiratete Frau erwischt hat und sie dem rechtmässigen Mann zurückgeben muss.

Das hatte dann auch geklappt und wir konnten weiterfahren.

Auch wenn sich das hier recht cool liest, hatte mich das sehr belastet (zumal es auch nicht der einzige Vorfall war). Auch heute kriege ich beim Schreiben noch feuchte Augen.
Auch wenn sich das hier zu 50% liest wie versteckte Kamera und zu 50% wieder wahrgewordene erotische Traum jedes 25 Jährigen, ....( zumindest bis zu diesem Militärstützpunkt) hat es einen ganz wichtigen Kern: 1) an die lokals anpassen und 2) WENN man mit den lokals diskutieren muss, dann in DEREN Denke und nicht in UNSERER Denke.
Das ist ja im Grunde genau was der Typ von "The road chose me" sagt.
Das Video kenne ich - ist super - ABER - wie schon gesagt - das ist einfach typanhängig, Manche Menschen können besser (deeskalierend) sprechen (und agieren) als andere. Zumal in einer Fremdsprache.
Seht MICH an... mich wollen einige ja sogar schon hier im Forum steinigen :rofl: ... sorry...musste sein.

Und vor allem geht es ja hier auch nicht um die Situationen, in denen beide Seiten vor schwerer Gewalt Angst haben und mit Reden zufrieden sind, sondern um die Situationen, wo eine Seite durchaus massiv gewaltbereit ist.
WIR sind auf Reisen gegenüber bewussten Messerattacken oder schlimmerem komplett ungeschützt. Ein Umstand, den ich nicht wirklich gut finde...aber auch keine gute Lösung habe.

Perfekt wäre eine entsprechende Ausbildung - zum Einschätzen, deeskalieren und zur Not Abwehren von Angriffen... naja... also... bin auch eben keine 25 mehr...

Unsere "Waffe" bisher: immer schön arm und entspannt aussehen. Fragen. Höflich sein. Niemanden provozieren mit Aussehen oder Verhalten.
Zuletzt geändert von ichattekeineAhnung am 8. November 2024 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
grüße an alle,
Ralph
GRJ79DC + Selbstbaukabine aus Holz + XPS 40mm Wandstärke GFK laminiert 380kg, Ecoflow Delta Pro über Lima + 700WP Solar, kein Gas, 265/75r16 KM3 on Tour, 265/75r16 Hankook zu Hause

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RobertL
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von RobertL »

muelli hat geschrieben: 8. November 2024 11:14
Wenn möglich immer laufen, laufen, laufen.
Guter Witz - da komme ich nicht sonderlich weit mit meiner Kondition und meinen maroden Läufen. :biggrin:
Ich bin ganz sicher nicht schneller als ein Verfolger wenn der wirklich was von mir persönlich will.
Da hat für mich zuschlagen noch die weit höheren Erfolgschancen. :wink:
lg Robert

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wüstenfreund
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von wüstenfreund »

Hallo zusammen,

ich habe meine einschneidenste Erfahrung 1992 in Algerien gemacht.
Ein guter Freund und ich waren zusammen von Tamanraset Richtung In Guezzam unterwegs.
Heute Transahara Highway N1
Der Tag war so mittelprächtig gelaufen, wir hatten uns nach dem Ende der Teerstrasse richtig eingebuddelt, aber die Besatzung eines Buschtaxies vermutlich FJ75 hatte uns geholfen und wir waren schnell wieder am rollen.
Wir sind dann gut vorangekommen und waren am späten Nachmittag in den Laoni Dünen.
Vor uns steckten noch 3 andere deutsche Fahrzeuge, wir haben uns dann gegenseitig geholfen und bis Alle durch das Sandfeld waren fing es an zu dämmern.
Wir haben dann ein Bivac gemacht zu dem sich auch noch 2 Elsässische Pärchen mit Mercedes G (13BT Conversion) und Hj 61 gesellten.
In der Dämmerung kam ein LKW Fahrer und fragte uns ob wir Bremsflüssigkeit dabei hätten, es wurde gerne ausgeholfen.
Auf der andern Seite des Sandfelds parkte noch ein Truck von Travel Overland, insgesamt ein gut besuchter "Campingplatz"
Mich beschlich ein schlechtes Gefühl weil LKWs eine Druckluftbremse haben und keine Bremsflüssigkeit benötigen, aber Nachts mit dem PKW weiter auf der Piste fahren, auch keine echte Alternative.
Nachts wurde ich dann von einem Schwert geweckt mit dem auf meinen Schlafsack geklopft wurde. Für mich als ehemaligen Zivi war es da erste Mal das ich den Lauf einer AK 47 geschaut habe.
Nous somes de Tuareg de Mali le Sahara cést a nous.
Ich denke nicht das Pfefferspray, Klappspaten usw. besonders gesundheitsförderlich gewesen wären.
In der Gruppe wurde brav das gemacht was die Angreifer wollten, alles Bargeld in eine Tasche und Autoradios ausgebaut.
Einer aus der Gruppe meinte er müsse wild das Hupen anfangen während er das Autoradio ausbaute, sein Auto wurde auf einen großen Stein gefahren und der Kühler war Frite.
Der Überfall dauerte keine 30 Minuten und die Angreifer sind dann mit dem Hj61 abgezogen.
Ich für mich habe gelernt, das ich nicht dort übernachte wo mir mein Bauch sagt Obacht.
Ach ja, ich bin danach wieder viel in Afrika und Südamerika gereist und habe mir gesagt das die Tuaregs mich 400 DM und ein altes Blaupunkt Radio gekostet haben, mir aber weder Wasser, Lebensmittel, Sprit oder das Auto weggenommen haben.
Zuletzt geändert von wüstenfreund am 8. November 2024 18:35, insgesamt 1-mal geändert.

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AlpenCruiser
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von AlpenCruiser »

Ich denke, du hast das bestmögliche getan.
Dadurch, dass ihr einer grösseren Gruppe wart, war zumindest eine gewisse Hemmschwelle da, die die Angreifer davon abgehalten hat, euch vor dem Einsammeln einfach zu erschiessen.

Danke für das Teilen. Es ist nicht nur interessant, das zu lesen. Ich lerne auch von den Erlebnissen anderer und deren Reaktion.

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Oidamo
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von Oidamo »

Servus,

schön langsam wird`s schon.
Da ja von "Selbstverteidigung auf Reisen" die Rede sein soll fehlt mir noch immer die Story in der bösen Buben mit dem immer bereitliegenden, beidseitig geschliffenen Spaten der Schädel gespalten wurde und die Angreifer so in die Flucht geschlagen werden konnten. :wink:
Meine ganze Hoffnung liegt auf den echten Abenteurern hier ........ :wink:
Das könnte dann ungefähr so losgehen:
"In einem fernen Land, mehrere Tagesreisen entfernt von jeder menschlichen Behausung waren wir wieder mal mit meinem "Cabrio-Unimog" unterwegs .......

p.s.: Stellt Euch mal kurz vor Eure Frauen, Kinder und Enkelkinder würden hier mitlesen.

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AlpenCruiser
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von AlpenCruiser »

@Odiamo :
Hast du Bedenken, wenn wir hier darüber schreiben ?

Ich hätte eigentlich schon noch ein paar Erlebnisse, die hätte teilen können, und hätte mich gefreut, noch ein paar von anderen zu lesen. Aber wenn du meinst, dass es eher fehl am Platz wäre, lass ich es. Ein Erfahrungsaustausch sollte uns je eigentlich helfen - und nicht zu einem unguten Gefühl führen.

Ich frag mal Netzi ...

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netzmeister
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von netzmeister »

Das Thema beschäftigt wohl die meisten Reisenden insgeheim, den einen mehr, den anderen weniger. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Ihr Euch darüber austauschen wollt.
Nächstes Buschtaxi-Treffen: 11.-13. September 2026
LEGENDE LAND CRUISER - Das Buch...Anfang 2026 in der neuen Auflage, Vorbestellungen bei mir!
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Dimi69
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von Dimi69 »

Zu diesem Thema kommen mir gerade die Bücher vom Rüdiger Nehberg (RIP) in den sinn, er beschrieb es auch schön.

Ich denke, immer deeskalieren nachgeben Flucht, wenn Familie Kinder Frau ec. dabei sowieso!!

Steht mann in der Ecke und es geht ums Nackte Überleben ist ne Schusswaffe am effektivsten. Wenn du dann gewonnen hast und das Problem liegt am Boden
kommt das nächste, die Richter, Freunde, Clans ec. von dessen. Vieleicht hast du Glück und es war auf hoher See oder in der Wüste oder sonst irgend wo im Nirvana und es vermisst diese niemand.
Vieles kann eine Waffe sein, jeder Eidgenosse, Jäger, Schütze sogar Landwirte hat eine um die Ecke stehen.

Mann sollte sich seiner Handlungen bewusst sein und wichtiger was für Konsequenzen es nachtragen kann.

So long.
Einer ist keiner......

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Oidamo
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von Oidamo »

AlpenCruiser hat geschrieben: 8. November 2024 19:47
@Odiamo :
Hast du Bedenken, wenn wir hier darüber schreiben ?

Ich hätte eigentlich schon noch ein paar Erlebnisse, die hätte teilen können, und hätte mich gefreut, noch ein paar von anderen zu lesen. Aber wenn du meinst, dass es eher fehl am Platz wäre, lass ich es. Ein Erfahrungsaustausch sollte uns je eigentlich helfen - und nicht zu einem unguten Gefühl führen.

Ich frag mal Netzi ...
Mal ganz ehrlich, wenn ich Deine Stories lese wird mir ganz anders.

Da fahren leicht bekleidete Teenager im Unimog-Cabrio von Oase zu Oase, werden an einem Checkpoint angehalten und "natürlich wollten die Männer am Checkpoint ihren Hunger stillen" und sie umgehend vergewaltigen.......

Ich freue mich schon auf deine weiteren Erlebnisse.

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AlpenCruiser
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von AlpenCruiser »

Nicht "leicht bekleidet", sondern gar nicht bekleidet. Sie hatten sich nur schnell vor der Kontrolle ein Handtuch über die Hüfte geworfen. Das hat sie aber nicht oben bedeckt.

Natürlich waren sie selber schuld. Aber darum habe ich das hier auch erwähnt.

Die eine war meine Freundin - die andere war die beste Freundin meiner Freundin, die mitfahren wollte. Diese "beste Freundin" war die mit dem Dickschädel. Sie hat auch nicht auf mich gehört, wenn ich auf Gefahren hinwies.

Ich hatte sie nach diesem Vorfall auch nachhause geschickt. Dazu hatten wir aber noch eine 4-Tagesreise bis Kairo. Die nächste europäische Airline mit einem freien Platz in einem Direktflug war AItalia.

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maxum
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von maxum »

Hallo,
nicht für die Reise sondern für das normale Leben . Ich habe die ganze Familie also meine Frau, Mutter ja auch meine Schwiegermutter ,meine beiden Schwägerinnen und auch die Männer der Familie in der Anwendung von Pfeffersprays geschult und damit versorgt. Geschult mit den dazu verfügbaren Test bzw. Schulungsdosen. Es wurde Sprays mit breitem und schmalem Strahl probiert. Ich sage immer vor dem Schaden klug sein denn wenn einmal etwas passiert ist braucht man sich eigentlich nichtmehr darum zu kümmern dann ist es zu spät zumindestens Statistisch.
Geholfen hat es bisher nur einmal undzwar beim nächtlichen spazierengehen mit dem Hund. Meiner Schwägerin folgten auf dem Weg vor dem Wald direkt an den Einfamilienhäusern mehrere Wildschweine welche leicht näher kahmen aber noch nicht wirklich bedrohlich nah waren. Jedenfalls hat sie ihr Spray genommen eine Wirkstoffwolke auf die Strasse gesprüht und ist schnellen Fußes weitergegangen, die Schweinchen sind weiter in ihre Richtung gelaufen und wohl in die Wolke bzw. sehr nah drann jedenfalls sind sie plötzlich weg, zurückgerannt. Mission erfüllt, angebrochenes Spray entsorgt und gleich eine neue Flasche in die Spaziergehbauchtasche wo auch die Kackebeutel drinn sind gesteckt. Vielleicht profitieren sogar andere von dem Vorfall weil die leckeren Schweinchen gelernt haben das Menschen unangenehm riechen können.
Viele Grüße aus Berlin Sven

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PeterLC
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von PeterLC »

...Waffen wie oben erwähnt, egal welcher Art, sind ja schön und gut, aber:
Die muss ich erstmal in das entsprechende Land reinbringen. Und bei vielen afrikanischen und osteuropäischen Ländern ( weiter reichen meine Erfahrungen nicht) werden Waffen fast todsicher schon am Zoll bei der Einreise entdeckt. Viel Spaß beim Erklären, falls man vor der Verhaftung noch Zeit dazu hat!
Ich hatte mal eine kleine Blechdose mit aufgedruckten Teeblatt in meiner Mittelkonsole ( da war nur die Notreserve, bestehend aus Schwarzteebeutel und etwas Traubenzucker drin)... Der ukrainische Zöllner ging aufgrund des Bildes von Rauschgift aus; die Erklärung meinerseits dauerte dann länger.... Klar, man schmuggelt Illegales ja auch mit aufgedruckten Rauschgiftbildern. Irgendwann begriff der Zollbeamte (d.h. eher sein Drogenschnüffel-Schäferhund, er selbst war nicht so intelligent) dies dann auch!
Wie sieht das aber bei echten Waffen aus?

Also das mit den Waffen funktioniert meiner Meinung nach schon aus diesem Grund nicht; ich bin da eher der Typ "Deeskalation" und " lieber 5 Minuten feige als das ganze Leben lang tot".

Viele Grüße, Peter

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belgier.ch
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von belgier.ch »

@AlpenCruiser

Lass Dich nicht unterkriegen weil einer kein passendes Bild :lol: zu Deinem Bericht hat.

Ist schon etwas einmaliges was Du da erlebt hast und ist wenigstens noch gut ausgegangen.

Wenn Du noch mehr Erfahrungen gemacht hast einfach her damit.
Gruss
Felix

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RobertL
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von RobertL »

Gottseidank war ich noch nie in so einer schwierigen Situation, trotzdem macht man sich Gedanken.

Ein ganz wesentlicher Bestandteil bei der Wahl meines gegenwärtigen Fahrzeuges war die Möglichkeit rasch und problemlos vom "Wohnbereich" auf den Fahrersitz zu gelangen und abhauen zu können ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Egal ob und was noch draußen steht. Also aufspringen, rein in den Sitz, Schlüssel umdrehen und los.

Das ist aber eher Selbstschutz als Selbstverteidigung. War mir aber super-wichtig (paranoid??), daher fielen z.B. Wohnkabinen auf Pickups von vorne herein aus für mich.

Für den hoffentlich nie eintretenden Fall wo es Selbstverteidigung braucht, habe ich an allen Fahrzeugtüren (tw. redundant) "Offensiv-Instrumente" plaziert, die im Notfall zur Anwendung kommen sollten, falls ich dazu in der Lage sein sollte.
Details dazu möchte ich hier nicht öffentlich ausführen... :D
lg Robert

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Ragnarök
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Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von Ragnarök »

Ich bin auf Reisen eher ein bisschen übervorsichtig und unauffällig unterwegs. Suche auch gerne noch eine Stunde nach einem passenden Stellplatz, wenn ich kein gutes Gefühl bei den bisher gefundenen habe. Ärger hatte ich dabei bis auf ein, zwei Pöbeleien zum Glück nie.

Wenn mir irgendwas suspekt vorkommt oder ich doch mal eine Pause auf irgend einem zwielichtigen Parkplatz machen muss, dann habe grundsätzlich die gute alte Maglite 4D dabei, die macht (mit passender LED) vorne schön hell und im Notfall hinten auch dunkel...
"Gib mir mal das Teil neben dem Ding da mit dem Zeugs drauf..."

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RobertL
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Wohnort: Wien

Re: Selbstverteidigung auf Reisen?

Beitrag von RobertL »

Ragnarök hat geschrieben: 8. November 2024 22:09
Ich bin auf Reisen eher ein bisschen übervorsichtig und unauffällig unterwegs. Suche auch gerne noch eine Stunde nach einem passenden Stellplatz,
Genau mein Ding, ich denke aber dass man mit den Fahrzeugen, die von den Forumsmitgliedern gefahren werden, an sich nicht unauffällig unterwegs sein kann. Ein HZJ78 z.B. kann einfach per se nicht unauffällig sein. Ein Pickup mit Wohnkabine ebenfalls nicht.
lg Robert

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