Starthilfe Akku

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se7en6
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von se7en6 »

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Hi @eleFantlTours

my 2 cents:

Die Nocos und Gooloos sind reine Starthilfegeräte, also zur Unterstützung einer schwachen Starterbatterie, die nicht mehr ausreichend Leistung zum Anlassen aufbringen kann. Und für den Fall, dass du keine Starterkabel dabei hast oder irgendwo in einem Gebirgstal festhängst, wo bis nächste Woche kein anderes Fahrzeug vorbei kommt. Und an einem Platz stehst, wo du nicht von selbst bergab rollen kannst :wink:

Die sind nicht zur Spannungsversorgung oder zum Nachladen einer Starterbatterie gedacht oder geeignet.
Dass du damit den elektronikfreien HZ ohne Akku/Batterie zum Anlassen bringst wundert mich nicht und ist ein Sonderfall, den die Hersteller nicht primär im Fokus haben. Bei den meisten modernen Fahrzeugen wird das nicht so funktionieren.
Du könntest den "gleichen" Starthilfe-Effekt erzielen, indem du einfach bergab rollst und die Kupplung kommen lässt. Dazu braucht es keinen Booster.

Die elektrischen Schutzschaltungen (hier auch wieder mit "AI" vermarktet :roll: ) braucht es, um den Nutzer und das Fahrzeug vor Fehlbedienung zu schützen. Und sie steuern die dosierte Abgabe der Leistung, damit man aus so einer kleinen Powerbank "wenigstens" ein paar Anlassvorgänge heraus bekommt. Deswegen auch die Pausen dazwischen, wo sich der Booster erst wieder aufladen muss, damit er die nächste Salve abgeben kann.


Die Starthilfe Booster gibt es übrigens auch ohne Akku!
Die ziehen sich die Restenergie aus der Starter-Batterie (oder aus einer anderen), speichern das in Superkondensatoren und geben das bei Bedarf wieder ab.
https://www.panther-batterien.de/ulcon


Starten mit toter oder abgeklemmter Batterie mag gehen, das Weiterlaufen danach aber nur in Fahrzeugen ohne Motor-Steuergeräte.

Tote Akkus kann man wieder "hoch ziehen", aber nicht mit einem Booster oder einer anderen Batterie.
Das kann man ganz sanft (< 1/100 C Ladestrom) mit dem Labornetzteil machen mit schrittweise steigenden Ladespannungen. Dauert also ewig. Und danach ist die Kapazität auch sicher weit weg vom Werkszustand.
Das habe ich auch schon unterwegs gemacht mit nem Imax Multi-Lader, ist aber nicht zu empfehlen und eine Notlösung.
(Λ) LEON-ΙΔΑΣ オフロード سعودي spec J76

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Laertes
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Laertes »

se7en6 hat geschrieben: 6. September 2025 12:11


Die Starthilfe Booster gibt es übrigens auch ohne Akku!
Die ziehen sich die Restenergie aus der Starter-Batterie (oder aus einer anderen), speichern das in Superkondensatoren und geben das bei Bedarf wieder ab.
https://www.panther-batterien.de/ulcon

Wir lesen im Prospekt:

“Ist die Batterie zu schwach zum Starten? Kein Problem!
Den UlCon Booster einfach an den Batteriepolen anschliessen und loslegen.
Die mikroprozessorgesteuerten Ultrakondensatoren des UlCons laden sich sofort aus der Restenergie der schwachen Batterie auf. Sie speichern die Energie und das Fahrzeug kann direkt gestartet werden!”

Dass es funktioniert, scheint ja sicher zu sein. Mich E-Laien interessiert jedoch, wie das geht. :wink:

Zum Starten braucht man doch vor allem Stromstärke und nicht Spannung.
Wie kann man aus schwacher “Restenergie” (die ja den Motor nicht mehr starten kann) eine solche - größere als die noch vorhandene - Stromstärke herausholen; noch dazu mit einem so kleinen Gerät?

Was für einen Vorteil hat dann eigentlich noch ein Jumpstarter? :hmmm:

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Sard-Lux
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Sard-Lux »

Ja das würde mich auch interessieren.
Das die Kondensatoren von der schwachen Batterie geladen werden könne ist klar, wie die wegen dem Aufladen der Kondensatoren noch tiefer entleerte Batterie dann mit den zu niedrigen Volt geladenen Kondensatoren überbrückt werden kann ist mir auch (noch) schleierhaft.
Es mag sein das das Teil einen Inverter hat der die Spannung auf 12.5+ Volt hochpumpt damit die Bordelektronik bootet, aber die Leistung um den Anlasser zu drehen?
Chris
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Verendet oder Verkauft:
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Broesel
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Broesel »

Hi,

Auch eine recht leere Autobatterie hat Last-frei noch 10-12 V.
Sobald dann aber viel Stromaufnahme gefragt wird, bricht die Spannung ein. Sie bricht um so weiter ein, je leerer die Batterie ist.

Diese Ultrakondensator Geräte laden interne Kondensatoren auf, die trotz wenig Kapazität hohe Ströme kurzzeitig abgeben können.

Dem Anlasser ist dabei egal ob 10V oder 12V oder 14V anliegen - ändert nur ein wenig die Drehzahl. Solange die Stromstärke reicht ein paar Umdrehungen zu schaffen.

Das kann zum starten reichen.

Sobald der Motor läuft hat die Lichtmaschine genug Output das alles weiterläuft - und das mit der Autobatterie als Puffer und damit kann der Spannungsregler der Lichtmaschine die Spannung stabil halten.

Die Kondensatorgeräte klappen, wenn noch genug in der Batterie ist sich aufzuladen. Ganz leer klappt das auch nicht, also wenn nicht mal mehr irgendwas passiert beim Schlüssel drehen.

Man kann sie aber je nach Model auch an einem anderen Auto aufladen und dann umklammern und hat damit weniger Risiken als mit Starthilfekabel.

Viele Grüße
Broesel

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Laertes
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Laertes »

Broesel hat geschrieben: 7. September 2025 09:23
Hi,

..Solange die Stromstärke reicht ein paar Umdrehungen zu schaffen.

Das kann zum starten reichen.

...und das mit der Autobatterie als Puffer und damit kann der Spannungsregler der Lichtmaschine die Spannung stabil halten.


Viele Grüße
Broesel
Eben: "Autobatterie als Puffer..."

Das würde doch wohl heissen, dass diese Batterie absolut in Ordnung sein muss und eben nur Spannung fehlt. Damit scheint mir, dass der Satz von @se7en6

"Starten mit toter oder abgeklemmter Batterie mag gehen..." aber nicht zutreffen kann?

Wäre auch interessant, zu wissen, wie oft man mit dem Booster (natürlich nach den angegebenen Warteminuten) dann hintereinander starten kann, ohne die Kondensatoren zu zerstören.

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Broesel
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Broesel »

Sie muss nicht absolut in Ordnung sein - Hauptsache sie ist nicht ganz kaputt - solange Säure drin ist und die Platten da sind Puffern sie - speichert aber je nach Zustand nicht mehr brauchbar was.

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se7en6
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von se7en6 »

Hi @Laertes

Die Super-Kondenstatoren dürften einige hunderte Male oder wenige Tausende Male halten, bis sie ihre Charakteristik verlieren. Für diesen Ulcon gibt Panther sogar 10.000 an: von mir aus gern :thumbsup:
Die Angabe von 3750 Farad ergäbe bei 12V Spannung theoretisch 12,5 Ah.

Das Starten mit toter/abgeklemmter Batterie:
Ich bezog mich auf den HZ von ElefantiTours. Oder jedes andere Fahrzeug ohne elektrische Einspritzung / Motorsteuerungen. Also mechanischer Vergaser oder Verteiler. Solche Fahrzeuge bzw. deren Motoren / Aggregate dürften alle auch ohne Batterie laufen. Für die brauchst du aber normalerweise keinen Booster, weil du stattdessen durch Anfahren anlassen kannst.

Sobald irgendwas elektronisch gesteuert oder eingespritzt (EFI, Commonrail/DI, oder auch bald KI-gestützte Einspritzung :alarm: :angryfire: ) wird, dann braucht es immer auch eine "Batterie als Puffer", damit beim bzw. nach dem Anlassen die Einspritzung sowie der Rest der elektrisch gesteuerten Funktionen gegeben sind. Lichtmaschine alleine reicht da nicht, weil die Steuergeräte auch eine geregelte und damit homogene Versorgung brauchen.

Laertes, wie darf man dich eigentlich ansprechen? Hast du so etwas wie einen Vornamen? :wink:
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se7en6
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von se7en6 »

Blei-Batterien und Vergleichbare sind dynamisch, also variabel, sie haben nie die gleiche Charakteristik bei unterschiedlicher Ladung.
Je näher man an das Ende der Kapazität kommt, desto schneller bricht die Spannung ein (und damit die Gesamtleistung), vor allem wenn man dabei hohe Ströme ziehen will. Es gibt also nicht das schwarz-weisse "geht" und "geht nicht", "tot" und "nicht tot".
Beispiel: Bei einer wegen Kälte schwächelnden Batterie kannst du durch Aufwärmen z.B. quasi wieder Kapazität erzeugen. Ging früher mit den Handys auch. Beim Skifahren: Akku ausm Handy holen und unter die Achseln halten
:rofl:
Die Zeiten, wo Hand auflegen also noch funktioniert hat, sind leider vorbei :wink:
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Laertes
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Laertes »

se7en6 hat geschrieben: 7. September 2025 10:32

Die Zeiten, wo Hand auflegen also noch funktioniert hat, sind leider vorbei :wink:
Eigentlich wohl nicht, wenn man Deinen Hinweisen folgt; die Hand muss eben nur warm genug sein. Und das gibt es bei warmherzigen Menschen ja gelegentlich schon. :D

Also mir ging es darum: die Werbung sieht den Booster doch als (vorteilhafte!) Alternative zum üblichen Jumpstarter. Und Vorteile hat er offenbar, aber er scheint mir weniger eine Alternative zu sein, als vielmehr eine andere Möglichkeit, den Motor zu starten, wenn bestimmte Bedingungen (Du hast sie ja auch erwähnt) gegeben sind.
Er bringt - wenn ich es nun richtig sehe - die fehlende Spannung, stützt sich für die Ampere (siehe Platten) jedoch auf die Autobatterie. Im Unterschied dazu bringt der Jumpstarter eben Spannung und Ampere, denn er hat ja eine eigene potente Batterie.

Beide Geräte wird sich kaum einer kaufen, man muss sich also entscheiden. Und das setzt einige vergleichende Informationen voraus. Deshalb meine Fragen, zu denen Du nun einige hilfreiche Antworten gegeben hast; Merci! :wink:

(Zum Vornamen: ich denke, Rüdiger sollte es schon ganz gut treffen. :) )

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J4Heity
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von J4Heity »

Hallo zusammen,


ich habe mir auch die Gooloo 4000 Powerbank gegönnt. Klare Kaufempfehlung. Soll natürlich keine Werbung sein!
Habe folgendes getestet:

Holder Traktor, 3,1 Liter Diesel, Batterie so müde, dass nur noch das Startrelais geklackt hat.
Gooloo dran, 2x versucht, Kiste ging super an.

Wirklich praktisch sind Anschlüsse für USB, USBC usw... man kann damit alles aufladen...

Beste Grüße
Heity

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se7en6
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von se7en6 »

Das Handauflegen funktioniert öfter als einem lieb sein mag, nicht nur bei Akkus. Soll auch schon bei Menschen geholfen haben ;-)

Ich würde die Starthilfen mal in einer Matrix anordnen, um zu entscheiden was man braucht und Sinn macht:

mechanisch geregelter Motor vs. elektronisch geregelter Motor
Batterie total tot vs. Batterie nur am Schwächeln
Booster mit Akku vs. Booster ohne Akku vs. Starthilfe-Kabel vs. Anlassen durch Rollen und Einkuppeln

Ich hatte den Noco für meine beiden Saugbenziner gekauft, sind beide EFI und haben nur eine Starter-Batterie, keine zweite.
Einfach weil es kompakter und praktischer ist als ein Starthilfekabel.
Und die Schutzschaltung schadet wirklich überhaupt nicht, ich habe schon alte Hasen der ersten Garde dabei beobachtet wie sie versucht haben den Pol mit der Klammer zu verschweissen ;-) Wenn die Batterie verdreckt ist, kann das schon mal sein, dass ein Plus wie ein Minus oder ein Minus wie ein Plus aussieht.
Ja, und für ein Starthilfekabel brauchst du auch immer ein Pannenhilfsfahrzeug bzw. einen zweiten Akkumulator.
Also haben die Booster mit und ohne Akku schon gerechtfertigte Vorteile.
Sie sind vor allem Deppensicher ;-)
Aber eben auch nicht das Allheilmittel, denn bei EFI Fahrzeugen brauchst du wie gesagt immernoch eine halbwegs gesunde Akkumulator-Chemie.

Was ich nicht glaube: Dass die Booster die Starter-Batterie zwingend benötigen zum Helfen. Ich glaube sie könnten auch ohne zutun des schwächelnden Akkus den Anlasser versorgen mit Stromsalven. So zumindest lese ich das Marketing. Wie es wirklich ist müsste man mal bei den Herstellen anfragen.

Im J7 habe ich ein Starthilfekabel hinter der Seitenverkleidung verstaut, welches so dimensioniert ist, dass ich auch einem Sattelschlepper Starthilfe geben könnte. Es gibt die Kabel auch mit integriertem Verpolungsschutz, habe ich aber noch nicht in der Hand gehabt.

Meine Batteriepannen waren bisher immer die Klassiker: Licht angelassen, Marderschreck zu lange alleine gelassen usw.

Ich habe kürzlich auf dual-12V umgebaut (2x 100Ah), der Vorteil ist, dass das Ganze beim Anlassen die Spannung auch bei niedrigen Temperaturen besser hält und ich nicht so oft Behelfsladen muss, wenn das Fahrzeug mal länger steht. Den Nebeneffekt der doppelten Kapazität nehme ich gerne mit.
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se7en6
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von se7en6 »

Mal ein ungewöhnlicher Ansatz zur Starthilfe wenn man unterwegs ist:
Mit dem Blei-Ladegerät von der Powerstation laden.
Das dauert natürlich ein Stünderl.

Ich nutzte für solche Spielereien sehr gerne den Multi-Chemie-Lader C1-XR von EV-Peak, da er nicht nur alle gängigen Chemien (LiPo/LiHV/LiFe/NiMH/NiCd/Pb) regeln kann, sondern auch Einzelzellen balance-laden und gerade bei Blei mit bis zu 100W lädt! In meinem Praxistest beim Laden eines 12V Pb Akkus pendelt es sich etwa bei 7 A ein für die meiste Zeit der Ladephase.

Ich kann das Gerät nicht für Weltreisen empfehlen, weil es billigst verarbeitet ist. Aber als extrem günstige Alternative zu einem Labornetzteil, wenn man auch unterwegs für alle Chemien die Ladekurven vorhalten will. Leicht ist es auch.

Hat natürlich auch einen 12V Eingang (11-18V).

Die RC Freaks werden es kennen:
https://www.ev-peak.com/product/c1-xr/
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Laertes
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Re: Starthilfe Akku

Beitrag von Laertes »

se7en6 hat geschrieben: 7. September 2025 13:38

Meine Batteriepannen waren bisher immer die Klassiker: Licht angelassen, Marderschreck zu lange alleine gelassen usw.

Ich habe kürzlich auf dual-12V umgebaut (2x 100Ah), der Vorteil ist, dass das Ganze beim Anlassen die Spannung auch bei niedrigen Temperaturen besser hält und ich nicht so oft Behelfsladen muss, wenn das Fahrzeug mal länger steht. Den Nebeneffekt der doppelten Kapazität nehme ich gerne mit.
Klassiker:

Ich erinnere mich besonders an zwei: die eine wegen des Ortes, die andere wegen der Umstände.

Es war vor Jahren in Tessalit, der ersten Grenzstation, schon weit in Mali, wenn man über die algerische Tanezrouft nach Gao fährt. Die Atmosphäre war schwül drückend (und nicht nur wegen der Hitze), denn es hatte Schmuggel und Überfälle gegeben und es lag eine unterschwellige Aggressivität in der Luft. Die Prozedur wurde provokativ grinsend in die Länge gezogen, um zu prüfen, was meine Nerven so hergaben und der Abend nahte. Für mich, unmöglich nachts allein auf der unsicheren Piste weiterzufahren.

Ein kleiner Kramladen hatte Bier, allerdings zu Eis gefroren - in der Dose!
Ich stand abseits und ließ das Radio dudeln, einige Stunden, bereitete mich auf die Nacht vor. Am Morgen musste ich lernen, dass der große Cherokee Chief (5,9 Ltr) nur eine winzige Batterie hatte. Kein Problem, ich konnte mit Kabel starten.

Die andere: kürzlich ganz im spanischen S-Osten. Ich rollte gerade noch von der Autobahn in den Kreisverkehr, da starb der Motor. Angekündigt hatte sich das schon vorher, aber nun war Schluss. Die Uniformierten kamen, blickten erstmal streng und schoben den vollen LR 130 dann fröhlich aus dem Verkehr und verschwanden.
In der Werkstatt stellte man fest, was ich ahnte: die sehr spezielle Lichtmaschine (mit Unterdruckdose) lud nicht mehr und es lag nicht am Regler; ihr Latein war damit am Ende. Meine Gel-Batterie war hin.
Ich kaufte also zwei Batterien und fuhr auf ihnen den sehr langen Weg nach Hause. Dort suchte ich den Grund für die Panne.

Äußerlich schien alles in Ordnung, bis ich das dick isolierte Kabel zum Anlasser (es läuft etwas hinter dem Generator, dicht beim Turbo versteckt) regelrecht abknetete. Und da war es: gut drei Viertel waren durchgebrochen. Ich reparierte und ersetzte gleich noch den Regler, der übrigens in keiner Liste stand.
Fazit: in Spanien habe ich sehr hilfsbereite Leute getroffen und in dem Nest ein gutes Restaurant entdeckt.

Seither fahre ich eine voll geladene zweite Batterie (die dort gekaufte) mit herum…

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