Den Hang sind eigentlich fast nur deutlich modifizerte Autos hochgefahren. Kann sein, dass ich das auch hätte schaffen können, aber als ich gesehen habe wie ein kurzer G mit Sperren usw dort mehrere Anläufe gebraucht hat und auch oben an der Kante aufgesetzt hat hatte ich so meine Zweifel. Speziell das am Steilhang Rückwärtsfahren und wieder Starten macht mir noch ein wenig Sorge. Ich habe nicht gesehen wie es passiert ist, aber ich schätze der Defender ist beim Rückwärtsfahren aus der Linie gekommen und dabei umgekippt.
Darum bin ich übernächstes Wochenende ja auch auf einem 3-tägigen Fahrtechnik Workshop im "Osten vom Osten" .... Ich will das erstmal alles langsam angehen und lernen.
Zuletzt geändert von greasy am 18. Oktober 2011 07:56, insgesamt 1-mal geändert.
Dieses Foto hat mir noch ein Freund vom letzten Sonntag geschickt. Aus dieser Perspektive sieht der 150er doch gar nicht mal sooo schlecht aus ?
BTW: Ich spare nun def. für ein Fahrwerk. Ich habe ziemlich oft aufgesetzt am WE, was zwar im weichen Sand nicht so schlimm war, aber wenn ich mal wieder auf Steinen unterwegs bin wünsche ich mir etwas mehr Höhe (ca30mm) und auch etwas Schutz.
Ich habe bisher
TJM , OME und Nestle
für den 150er gefunden. Zu welchem würdet Ihr tendieren ?
Wenn ich mir die Sandspuren an meinem Unterboden so betrachte, glaube ich der Aluminium Tankschutz und der Verteilergetriebe Schutz sollten als erstes montiert werden. Dort hängt er am häufigsten.
"Aus dieser Perspektive sieht der 150er doch gar nicht mal sooo schlecht aus ?" Wer behauptet, dass unsre J 15 nicht gut aussehen?
Ich hab von Nestle den kompletten Unterfahrschutz drunter, aber beim Fahrwerk hab ich mich für OME entschieden und bin total zufrieden. In den Pyrenäen sind wir einmal heftig aufgesetzt, und auch beim BTT oben auf dem aufgeschütteten Erdhaufen wurde es laut. Dort hab ich mit dem hinteren Diff nen ziemlich großen (vgl.bar mit nem Basketball) Stein aus Erdreich gezogen. Dort fehlt noch'n Schutz.
Du wohnst ja nicht so weit weg. Wir können uns gern mal für ne Probefahrt treffen.
Liebe Grüße,
Michael.
Leg dich nicht mit einem Geocacher an. Er kennt Orte, an denen dich niemand findet!
Hallo Peter, hallo Michael, Bei der winterlichen Ausfahrt in den Odenwald könnt Ihr gerne auch bei mir vorbeischauen. Neben dem Erfahrungsaustausch können wir gerne auch eine Probefahrt mit meinem J15 und Nestle Advanced Fahrwerk machen. Würde mich auch interessieren, wie das OME abgestimmt ist.
Liebe Grüße,
Ingo
KDJ150L (Basis), 5-Gang Automatik, 7-Sitzer, Nestle-Fahrwerk Advanced, UFS 3-fach, 285/70R17 auf 7,5x17", Nestle D7219D4D, Rockrails "so far, so good"
Auch wenn es hier ev. nicht sooo viele Leute interessiert, will ich mal meine Eindrücke schildern. Wie gesagt, ich bin blutiger Anfänger und habe noch keinerlei Erfahrung mit Offroaden. Ich habe mir damals einfach den Toyota gekauft, weil ich der Marke "Landcruiser" etwas zugetraut habe. Inzwischen, ein Jahr später, weiß ich mehr und sehe vieles differenzierter. You live, you learn. Aber langsam ...
Zuerst einmal muss ich sagen, dass das Team von TC-Offroad drei fantastische Tage organisiert haben. Der Fahrtechnikkurs ist wirklich jedem Anfänger zu empfehlen und bringt einem die vielen Aspekte des Offroadens näher. Wir haben Bergen gelernt, Steilhangfahren, Rückwärts fahren, Sandschieben und auch ein wenig Roadbook lesen. Durch die drei Tage und das 4-köpfige TC-Team konnten sich die Guides wirklich viel Zeit für jeden lassen und auf individuelle Fragestellungen eingehen. Ich bin nun ein sehr grosses Stück weiter, würde viele Anfängerfehler nicht mehr machen und weiß wo die Grenzen meines Autos sind (und auch die meinen!).
Zur Performance meines Cruisers
Ich habe noch keine Höherlegung verbaut, lediglich Trittbretter ab und AT Reifen montiert (Grabber AT2). Ich bin hauptsächlich mit Reduktion und dem zweiten Gang gefahren. Damit konnte ich wunderbar mit dem Gasfuss das gesamte Gelände meistern. Dank des sehr weichen, sandigen Untergrundes konnte man sich gefahrlos festfahren, ohne sein Auto zu demolieren wie auf Steinen oder hartem Boden. Und das ist mir auch gelungen, mehrmals. Es waren viele Landrover (Defender und Discos) da und auch zwei Cruiser, ein Dodge, ein Patrol, ein Pajero und ein Amarok. Ich bin mit meinem Cruiser überall durchgekommen, wenn auch teilweise mit beherztem Gasstoss (was mich etwas Überwindung gekostet hat). Dies war auch gleich mein grösstes Problem: Mehr Gas. Leider hat der Landcruiser J150, auch wenn der Eindruck von der Seite etwas anderes verspricht, einen fetten Bauch unter dem Rahmen hängen. Sehr oft bin ich mit dem Tank (!) und dem Getriebeunterzug im Sand festgesessen. Nur dank des weichen Sandes ist nicht passiert, und ich habe gelernt, mich mit viel Gas einfach über die Hügel zu "feuern". Am schlimmsten, und meiner Meinung nach ein komplette Fehlkonstruktion, ist die Schwabbelschnautze meines Toyotas. Der Designer der sich das ausgedacht hat, gehört zur Strafe einmal quer durch den Sand gezogen. Ich bin fast keinen Hügel hochgekommen ohne mit einem lauten "knirsch", erstmal mit dem vorderen Speckgürtel in den Boden einzuschlagen. Man hätte mich auch Schaufelbagger nennen können. Sicher, das Argument des Fussgängerschutzes kann ich verstehen, aber die Konkurenz hat das auch besser gelösst (zB der Disco). Etwas mehr Böschungswinkel und alles wäre gut. Mir war das dann irgendwann egal, und ich habe im Geiste mit dem "Neuzustand" meines Wagens abgeschlossen, aber trotzdem ist es mehr als ärgerlich, dass an einem Geländewagen nach ein bisschen "Sandkastenspielen" der Lack hinüber ist, und sich das darunter liegende Halteblech verformt hat und meine Schnautze jetzt ein "komisches Spaltmass" an den Scheinwerferfassungen hat. DAFÜR, hätte ich mir auch einen SUV kaufen können.
Auch der schlecht platzierte fette Tank, der weit unter dem Rahmen raussteht, ist meiner Meinung nach nicht optimal gelösst. Sicher, da ist ein Blech ab Werk zum Schutz rübergeschraubt, aber dieses ist nun massiv verbeult und verformt. In hartem Gelände mit Felsuntergrund wäre die Gefahr einer Tankbeschädigung in der Tat gegeben. Warum hat man das Reserverad nicht an die Heckklappe geschraubt und den Tank hinten zwischen den Rahmen gesetzt ? Auch eine Sache über die ich mich oft geärgert habe und die mich wenn besser gelösst des öfteren vor dem Festfahren bewahrt hätte. Einmal sass ich so tief auf einem Sandhügel, dass mich zwei(!) Defender nicht rauswinchen konnten (die haben sich an MICH rangewincht). Erst mit Umlenkrolle und 10T rechnerischer Zugkraft lies sich der Wagen aus dem Sand ziehen. Der Unterzug vom Getriebe sass wie ein Erdanker im Sand fest.
Fahrwerkstechnisch und antriebstechnisch muss ich den Toyota loben. Der Wagen hat erstaunlich verschränkt und auch hat die Elektronik die Kraft immer gut auf den Boden gebracht. Ich habe öfter die TRC knattern hören und bin einfach nur "gefahren" und hab den Wagen arbeiten lassen. Klasse. Was mir aber auch noch extrem negativ aufgefallen ist, ist die unergonomische Auslegung des Kupplungspedals. Ich bin wirklich ein verfechter von Schaltgetrieben und habe es geliebt damit im Gelände zu spielen, aber ich habe den Eindruck, der Wagen wurde ergonomisch nur auf Automatikgetriebe designt. Ich habe wirklich Probleme bekommen, die Kupplung sauber zu bedienen ohne mit dem Bein und dem Rücken zu verspannen. Irgendetwas stimmt da nicht und ist meiner Meinung nach nicht optimal gelösst. Ich habe danach zum Test mal in einem J79er Reisedampfer (der dort campte) platzgenommen und die Kupplung getreten: Kein Vergleich, spielend leicht, viel weniger Kraft nötig und viel ergonomischer. Und das obwohl, die Kupplung für einen 4,2L Motor ja deutlich "fester" sein müsste, lässt sich diese viel leicher treten und bedienen. Aus diesem Grund würde ich mir überlegen, den J150 das nächste mal mit Automatik zu kaufen, nur aus diesem Grund, nicht weil ich Automatikgetriebe mag. Setzen, sechs !
So, wenn Ihr mehr wollt, schneide ich gerne noch ein ausführliches Video (auf dem mein Cruiser sogar einmal abhebt!) und es gibt Eindrücke in bewegten Bilder.
Bis dahin,
Greasy, etwas frustriert und um einiges schlauer ...
Zuletzt geändert von greasy am 1. November 2011 11:34, insgesamt 3-mal geändert.
Sehr ausführlicher, aufschlussreicher und interessanter Bericht. Deine Reserverad/Tankgeschichte bestätigt leider meine Vermutung. Die Stoßstangenerfahrung kommt abgesehen vom abgeschürften/zerkratzten Lack etwas überraschend, ernüchtert und ist eigentlich peinlich für einen Offroadspezialisten mit 60 Jahren Erfahrung. Sorry! Trotzdem gefällt mir Deine individuelle, personalisierte Ausführung sehr gut. Grüße.
______________________________________________________________________________ Wir schaffen das
Hallo Peter, ebenfalls besten Dank für den persönlichen Bericht zu deinen J15 Erfahrungen. Dies interessiert sicher mehr Leser als du vielleicht annimmst... Der J15 im Serientrimm ist sicher nach den Regeln der Kunst (und der Gesetzgebung / Verbrauch / durchschnittliches Einsatzspektrum der Kunden) optimiert, wodurch ggfls. die Geländeeigenschaften zurückstehen mussten (meine Vermutung!). Für mich jedenfalls war recht schnell klar, dass hier am Fahrwerk & Rad-/Reifenkombi nachgebessert werden muss, ebenso wie beim Unterfahrschutz (soll bei meinen Sandtouren insbesondere als Gleitfläche fungieren). Ich habe einmal ein paar Abmessungen zur derzeitigen Bodenfreiheit meines J15 mit 33" Bereifung und Nestle Fahrwerk zusammengestellt: 1. Diff vorne = Unterkante Unterfahrschutz (UFS) Motor --> 27 cm 2. Diff hinten --> 25 cm 3. Bauchfreiheit (Unterkante UFS Tank) --> 28 cm 4. Bauchfreiheit (Unterkante Trittbrett) --> 43 cm 5. Höhe Radkastenkante vorne (Lot über Radnabe) --> 95 cm 6. Höhe Radkastenkante hinten (Lot über Radnabe) --> 97 cm Hilft dir evtl. bei deinen weiteren Abwägungen in Sachen der Verbesserung der Geländeeigenschaften deines Cruisers. Die Hoeherlegung bei "4motionmike" scheint mir noch extremer zu sein, zumindest lassen das die Bilder hier im Forum vermuten. Auch bei mir werden die Stoßfänger früher oder später einer robusteren Variante weichen müssen, dann auch einer Variante mit Reserverad am Heck. Im Übrigen gibt es den J15 mit langem Radstand zumindest als Rechtslenker mit Reserverad an der Hecktuer. Dann ist unterm Fahrzeugheck werksseitig ein Zusatztank für eine Gesamtkapazität von 150l angebracht. Der tiefliegende Basistank bleibt allerdings erhalten.
Viele Grüße,
Ingo
KDJ150L (Basis), 5-Gang Automatik, 7-Sitzer, Nestle-Fahrwerk Advanced, UFS 3-fach, 285/70R17 auf 7,5x17", Nestle D7219D4D, Rockrails "so far, so good"
ich werde die Tage mal bei meinem nachmessen. Ich bin eigentlich sehr zufrieden und jedesmal erstaunt wie lässig der J 15 sich im Gelände bewegen läßt. Beim BTT hatte ich auf'm Fahrgelände auch keine Probleme mit den Böschungswinkeln. Ich hätte ja auch gern 'ne andere Front- und vorallem 'ne andere Heckstoßstange, bzw. einen Heckträger für's Reserverad. Denn das krieg ich nicht mehr in die Radmulde. Die Größe 285/70R17 würde laut Nestle ja noch reinpassen, aber durch die verbaute AHK fehlt wohl 1 cm, 1cm!!! Deshalb fahr ich im Alltag ohne Reserverad rum, im Urlaub lag's im Fahrzeug und nahm viel Platz weg. Hier gibt's z. B. schon länger Bilder davon, aber ist wohl noch nix lieferbar: http://www.steppenwolf4x4.de/products_i ... t_name=Geländewagen%20Zubehör&prod_name=Reserveradhalter,LC150
Liebe Grüße,
Michael.
Leg dich nicht mit einem Geocacher an. Er kennt Orte, an denen dich niemand findet!
Dass ich ein neues Fahrwerk und einen UFS brauche ist völlig klar und steht ja schon länger auf dem Zettel. Darum will ich gar nicht so jammern, ich wusste das ja vorher. Ich habe mich halt nur trotzdem geärgert, dass einige Dinge wenn sie am Toyota anders designt wären, schon mit dem Serienfahrzeug für eine deutlich gesteigerte Geländeperformance gesorgt hätten.
Plastikverformung:
Ich habe ja schon Übung im Schnautze richten (hatte letzten Winter Bekanntschaft mit einem Schneehügel): Untere Verkleidung abschrauben und von unten mit der Paralellzange die Blechwinkel wieder geradebiegen, mit denen die Plastiklippe an den Aluträger geschraubt wurden. Danach wieder festschrauben und die Spaltmasse stimmen wieder. DAS ist ja eines der wenigen Vorzüge des Plastiks, es lässt sich wieder gut zurückziehen.
Video ist in Arbeit, habe sehr viel Material gesammelt dass ich erst sortieren und schneiden muss. Will euch ja nicht langweilen .....
4motionmike hat geschrieben: ..Ich hätte ja auch gern 'ne andere Front- und vorallem 'ne andere Heckstoßstange, bzw. einen Heckträger für's Reserverad. Denn das krieg ich nicht mehr in die Radmulde. Die Größe 285/70R17 würde laut Nestle ja noch reinpassen, aber durch die verbaute AHK fehlt wohl 1 cm, 1cm!!! Deshalb fahr ich im Alltag ohne Reserverad rum, im Urlaub lag's im Fahrzeug und nahm viel Platz weg. Michael.
Hallo Michael, spontane Idee meinerseits: vielleicht paßt das Reserverad 285/70R17 in die Mulde, wenn Du die Luft ganz abläßt!? Dazu einen kleinen Kompressor mitnehmen oder gleich einen gescheiten z.B. Viair in den Motorraum installieren. Hakim
HILUX 3,0 DoKa EZ´08, 285/75R16 auf BORBET CW-Alus 8x16(ET+15), VA:OME mittel/KONI heavytrack Raid, HA:OME heavy-duty/ToughDog FoamCell, Snorkel, RECARO Cross-Speed auf Konsolen N4, Alumotorschutz N4. Wohnkiste ORTEC-Minicamp mit Eberspächer D2.
wenn das funktioniert werde ich dich knutschen bis du umfällst. Deine Idee ist so einfach, dass bisher noch keiner draufgekommen ist. Mein LC hat zwei ARB-Sperren, deshalb ist ja eh ein Kompressor drin - und ein Reifenfüllsystem hab ich auch. Ich hoffe, dass ich demnächst Zeit hab, um es auszuprobieren.
Liebe Grüße,
Michael.
Leg dich nicht mit einem Geocacher an. Er kennt Orte, an denen dich niemand findet!