toyohannes hat geschrieben:Der Sprit kostet immer genau soviel wie die Leute noch zahlen können. Es wäre ein leichtes für unsere Regierung ganz einfach für einen Liter Treibstoff 5 Euro zu verordnen.
Und was würde dann passieren ? dann würde schlagartig um mindestens 70-80% weniger umgesetzt. ICH kann mir 5 Euro nicht mehr leisten.
Das hoher Preis gleichbedeutend mit sinkender Nachfrage ist, halte ich schlichtweg für falsch, soweit es Brennstoff betrifft.
Preissensibel sind nur Verbraucher, die sich ein Stück weit aussuchen können, ob und wie viel das Auto genutzt wird. Privat kann ich auf Urlaub verzichten. Kann nur 1x pro Woche zum Einkaufen fahren. Kann Fahrgemeinschaften bilden. Kann aufs Fahrrad umsteigen.
Schluss mit lustig wird es im gewerblichen Bereich. Wie viele Unternehmer fahren weniger, weil die Spritpreise steigen? Antwort: Je nach Geschäftsmodell die wenigsten bis keiner. Im Transportgewerbe 0%. Hier hat man schlichtweg keine andere Wahl als die Preise zu schlucken und an die Kunden weiter zu geben, bis die Preissteigerungen dann letztlich nochmal beim Verbraucher landen. Dann mit allen volkswirtschaftlichen Begleiterscheinungen wie Inflation, Nachfrageschock, Rezession und co.
Bei dieser Betrachtung darf dann auch nicht vergessen werden, wie groß der Anteil des verzichtbaren Brennstoff-Privatverbrauchs ist, und wie groß der Anteil des relativ nachfrageunelastischen gewerblichen Verbrauchs ist.
Fazit: Der lenkungspolitische Einfluss des Spritpreises wird maßlos überschätzt, die negativen Auswirkungen von ideologiebasierten politischen Entscheidungen auf die nichtselbständig arbeitende Normalbevölkerung maßlos unterschätzt.
14,8% der Wahlbevölkerung sind jedoch entweder kognitiv nicht in der Lage, das zu erkennen, oder wollen es schlichtweg nicht anders.